KI-Urheberrecht, Sicherheitsinstitut und Coding-Agenten-Lücken im Fokus (03.09.2026)
Von Urheberrechtsstreits bei OpenAI und dem BGH bis zum neuen deutschen KI-Sicherheitsinstitut: Wir checken KI-Politik, Sicherheitslücken bei Coding-Agenten und Googles neue Modelle Nano Banana 2 und Gemini Omni Flash.
In dieser Folge
- 01
US-Regierung unterstützt OpenAI im Urheberrechtsstreit mit der New York Times
TechCrunch AIDie Trump-Administration hat in der Klage der New York Times gegen OpenAI einen 20-seitigen Schriftsatz eingebracht, der die unlizenzierte Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte zum Training von KI-Sprachmodellen verteidigt. Die Regierung argumentiert, die USA müssten ihre globale Führungsrolle bei künstlicher Intelligenz sichern und eine zu enge Auslegung des Fair-Use-Grundsatzes würde technologischen und wirtschaftlichen Fortschritt gefährden. Der Schriftsatz ist keine rechtlich bindende Entscheidung, könnte aber Einfluss auf das Verfahren vor dem US-Bezirksgericht in New York haben, nachdem bereits frühere Urteile wie im Fall Anthropic tendenziell zugunsten von KI-Unternehmen ausgefallen sind.
Original - 02
BGH verhandelt über KI-Trainingsdaten und Urheberrecht bei Laion-Datensatz
HeiseVor dem Bundesgerichtshof klagt Fotograf Robert Kneschke gegen die Organisation Laion, die für das KI-Training einen Datensatz mit Milliarden Text-Bild-Paaren zusammengestellt hat, darunter auch eines seiner Fotos ohne Erlaubnis. Kern des Streits ist, ob die urheberrechtliche Ausnahme für Text und Data Mining beziehungsweise für wissenschaftliche Forschung solches Vorgehen rechtfertigt, wie es die Vorinstanzen in Hamburg bereits entschieden hatten. Kritiker wie Rechtsprofessor Tim Dornis und der Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter warnen, dass KI-Modelle dabei auch schöpferische Elemente übernehmen und fordern ein Opt-in-Verfahren sowie mehr Transparenz von KI-Anbietern.
Original - 03
Mamdani expels AI from the classroom for 600,000 students
Business InsiderMayor Zohran Mamdani and school officials announced on Wednesday a one-year ban on generative AI in elementary and middle school classrooms in New York City. Michael M. Santiago/Getty Images NYC imposed a one-year AI moratorium for elementary and middle schools.
Original - 04
Künstliche Intelligenz dringt in immer mehr Branchen und Lebensbereiche vor. Die Bundesregierung hat jetzt ein Institut, das sich mit Fragen der KI-Sicherheit beschäftigt, aus der Taufe gehoben. Das KI-Sicherheitsinstitut nimmt jetzt seine Arbeit auf.
IT BusinessKünstliche Intelligenz dringt in immer mehr Branchen und Lebensbereiche vor. Die Bundesregierung hat jetzt ein Institut, das sich mit Fragen der KI-Sicherheit beschäftigt, aus der Taufe gehoben. Das KI-Sicherheitsinstitut nimmt jetzt seine Arbeit auf.
Original - 05
US-Firmengründungen 2025: Los Angeles vorn, kleines Wyoming-County überrascht
Business InsiderDie Zahl der Unternehmensanmeldungen (EIN-Anträge beim IRS) stieg in den USA 2025 um rund 8 Prozent auf 5,6 Millionen, was Analysten teilweise mit Entlassungen und dem KI-Boom in Verbindung bringen, der neue Gründer in die Selbstständigkeit trieb. Während die Spitzenplätze meist von bevölkerungsreichen Großstadtregionen wie Los Angeles, Philadelphia, Miami und New York belegt werden, schaffte es überraschend das dünn besiedelte Sheridan County in Wyoming mit fast 48.000 Anträgen auf Platz 16 – bezogen auf die Einwohnerzahl ein extremer Ausreißer. Experten erklären dies mit Wyomings günstigen Gesetzen zur einfachen und kostengünstigen Firmengründung, die es Unternehmen erlauben, über registrierte Vertretungsadressen in Sheridan formal ansässig zu sein, obwohl sie tatsächlich anderswo operieren.
Original - 06
'Dancing with the Stars' cast revealed: Every celebrity competing on season 35
Business InsiderJulia Stiles is one of 16 celebrities on this season of "Dancing with the Stars." Andrew Eccles/Disney Start polishing the mirrorball: "Dancing with the Stars" is back on September 15. The full cast and pairings were revealed on September 2. Harry Shum Jr., Jenna Dewan, Julia Stiles, and Ezra Frech are among this year's stars.
Original - 07
Sicherheitslücke: KI-Coding-Agenten führen manipulierten git-Code automatisch aus
HeiseDie Sicherheitsfirma Manifold hat eine Angriffsmethode aufgedeckt, bei der präparierte git-Konfigurationen über den Befehl fsmonitor beliebigen Schadcode ausführen lassen, sobald ein KI-Agent im Terminal automatisch git-Befehle wie status oder diff ausführt – mit vollen Entwicklerrechten, außerhalb der Sandbox und ohne Trust-Abfrage. Betroffen sind vor allem Repositories, die als Zip-Datei etwa von Kollegen weitergegeben werden, während normales Klonen, Pullen oder Fetchen laut Manifold keine Gefahr darstellt. Während Anthropic die Lücke bei Claude Code bereits geschlossen hat, sind unter anderem Qwen und Grok noch ungepatcht; die vollständige Liste betroffener Hersteller, zu denen laut Manifold sowohl große KI-Labore als auch etablierte Softwarefirmen zählen, befindet sich noch in der Disclosure-Phase.
Original - 08
Google DeepMind veröffentlicht Nano Banana 2 Lite und Gemini Omni Flash für Entwickler
Google DeepMind BlogGoogle DeepMind stellt mit Nano Banana 2 Lite ein besonders schnelles und kosteneffizientes Bildmodell vor, das Text-zu-Bild-Ausgaben in rund vier Sekunden für etwa 0,034 Dollar pro Bild liefert und als Nachfolger des ursprünglichen Nano-Banana-Modells positioniert wird. Gleichzeitig wird Gemini Omni Flash, ein Modell für qualitativ hochwertige Videogenerierung und konversationelle Bearbeitung aus Text-, Bild- und Videoeingaben, erstmals für Entwickler über Google AI Studio, die Gemini API und die Gemini Enterprise Agent Platform verfügbar gemacht, zu einem Preis von 0,10 Dollar pro Sekunde Videoausgabe. Beide Modelle lassen sich kombinieren, um etwa aus schnell generierten Bildern animierte Videos zu erstellen, und stehen zudem in Verbraucherprodukten wie der Google-Suche, der Gemini-App und Google Photos zur Verfügung, wobei Inhalte per SynthID-Wasserzeichen als KI-generiert erkennbar bleiben.
Original
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US-Regierung unterstützt OpenAI im Urheberrechtsstreit mit der New York Times
TechCrunch AIDie Trump-Administration hat in der Klage der New York Times gegen OpenAI einen 20-seitigen Schriftsatz eingebracht, der die unlizenzierte Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte zum Training von KI-Sprachmodellen verteidigt. Die Regierung argumentiert, die USA müssten ihre globale Führungsrolle bei künstlicher Intelligenz sichern und eine zu enge Auslegung des Fair-Use-Grundsatzes würde technologischen und wirtschaftlichen Fortschritt gefährden. Der Schriftsatz ist keine rechtlich bindende Entscheidung, könnte aber Einfluss auf das Verfahren vor dem US-Bezirksgericht in New York haben, nachdem bereits frühere Urteile wie im Fall Anthropic tendenziell zugunsten von KI-Unternehmen ausgefallen sind.
Original - 02
BGH verhandelt über KI-Trainingsdaten und Urheberrecht bei Laion-Datensatz
HeiseVor dem Bundesgerichtshof klagt Fotograf Robert Kneschke gegen die Organisation Laion, die für das KI-Training einen Datensatz mit Milliarden Text-Bild-Paaren zusammengestellt hat, darunter auch eines seiner Fotos ohne Erlaubnis. Kern des Streits ist, ob die urheberrechtliche Ausnahme für Text und Data Mining beziehungsweise für wissenschaftliche Forschung solches Vorgehen rechtfertigt, wie es die Vorinstanzen in Hamburg bereits entschieden hatten. Kritiker wie Rechtsprofessor Tim Dornis und der Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter warnen, dass KI-Modelle dabei auch schöpferische Elemente übernehmen und fordern ein Opt-in-Verfahren sowie mehr Transparenz von KI-Anbietern.
Original - 03
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Business InsiderMayor Zohran Mamdani and school officials announced on Wednesday a one-year ban on generative AI in elementary and middle school classrooms in New York City. Michael M. Santiago/Getty Images NYC imposed a one-year AI moratorium for elementary and middle schools.
Original - 04
Künstliche Intelligenz dringt in immer mehr Branchen und Lebensbereiche vor. Die Bundesregierung hat jetzt ein Institut, das sich mit Fragen der KI-Sicherheit beschäftigt, aus der Taufe gehoben. Das KI-Sicherheitsinstitut nimmt jetzt seine Arbeit auf.
IT BusinessKünstliche Intelligenz dringt in immer mehr Branchen und Lebensbereiche vor. Die Bundesregierung hat jetzt ein Institut, das sich mit Fragen der KI-Sicherheit beschäftigt, aus der Taufe gehoben. Das KI-Sicherheitsinstitut nimmt jetzt seine Arbeit auf.
Original - 05
US-Firmengründungen 2025: Los Angeles vorn, kleines Wyoming-County überrascht
Business InsiderDie Zahl der Unternehmensanmeldungen (EIN-Anträge beim IRS) stieg in den USA 2025 um rund 8 Prozent auf 5,6 Millionen, was Analysten teilweise mit Entlassungen und dem KI-Boom in Verbindung bringen, der neue Gründer in die Selbstständigkeit trieb. Während die Spitzenplätze meist von bevölkerungsreichen Großstadtregionen wie Los Angeles, Philadelphia, Miami und New York belegt werden, schaffte es überraschend das dünn besiedelte Sheridan County in Wyoming mit fast 48.000 Anträgen auf Platz 16 – bezogen auf die Einwohnerzahl ein extremer Ausreißer. Experten erklären dies mit Wyomings günstigen Gesetzen zur einfachen und kostengünstigen Firmengründung, die es Unternehmen erlauben, über registrierte Vertretungsadressen in Sheridan formal ansässig zu sein, obwohl sie tatsächlich anderswo operieren.
Original - 06
'Dancing with the Stars' cast revealed: Every celebrity competing on season 35
Business InsiderJulia Stiles is one of 16 celebrities on this season of "Dancing with the Stars." Andrew Eccles/Disney Start polishing the mirrorball: "Dancing with the Stars" is back on September 15. The full cast and pairings were revealed on September 2. Harry Shum Jr., Jenna Dewan, Julia Stiles, and Ezra Frech are among this year's stars.
Original - 07
Sicherheitslücke: KI-Coding-Agenten führen manipulierten git-Code automatisch aus
HeiseDie Sicherheitsfirma Manifold hat eine Angriffsmethode aufgedeckt, bei der präparierte git-Konfigurationen über den Befehl fsmonitor beliebigen Schadcode ausführen lassen, sobald ein KI-Agent im Terminal automatisch git-Befehle wie status oder diff ausführt – mit vollen Entwicklerrechten, außerhalb der Sandbox und ohne Trust-Abfrage. Betroffen sind vor allem Repositories, die als Zip-Datei etwa von Kollegen weitergegeben werden, während normales Klonen, Pullen oder Fetchen laut Manifold keine Gefahr darstellt. Während Anthropic die Lücke bei Claude Code bereits geschlossen hat, sind unter anderem Qwen und Grok noch ungepatcht; die vollständige Liste betroffener Hersteller, zu denen laut Manifold sowohl große KI-Labore als auch etablierte Softwarefirmen zählen, befindet sich noch in der Disclosure-Phase.
Original - 08
Google DeepMind veröffentlicht Nano Banana 2 Lite und Gemini Omni Flash für Entwickler
Google DeepMind BlogGoogle DeepMind stellt mit Nano Banana 2 Lite ein besonders schnelles und kosteneffizientes Bildmodell vor, das Text-zu-Bild-Ausgaben in rund vier Sekunden für etwa 0,034 Dollar pro Bild liefert und als Nachfolger des ursprünglichen Nano-Banana-Modells positioniert wird. Gleichzeitig wird Gemini Omni Flash, ein Modell für qualitativ hochwertige Videogenerierung und konversationelle Bearbeitung aus Text-, Bild- und Videoeingaben, erstmals für Entwickler über Google AI Studio, die Gemini API und die Gemini Enterprise Agent Platform verfügbar gemacht, zu einem Preis von 0,10 Dollar pro Sekunde Videoausgabe. Beide Modelle lassen sich kombinieren, um etwa aus schnell generierten Bildern animierte Videos zu erstellen, und stehen zudem in Verbraucherprodukten wie der Google-Suche, der Gemini-App und Google Photos zur Verfügung, wobei Inhalte per SynthID-Wasserzeichen als KI-generiert erkennbar bleiben.
Original
Häufige Fragen
Warum unterstützt die US-Regierung OpenAI im Rechtsstreit mit der New York Times?
Die Trump-Administration argumentiert in einem 20-seitigen Schriftsatz, dass strenge Urheberrechtsauflagen die globale KI-Führungsrolle der USA gefährden könnten. Der Schriftsatz ist rechtlich nicht bindend, könnte aber das Verfahren vor dem New Yorker Bezirksgericht beeinflussen, insbesondere da frühere Urteile wie im Anthropic-Fall bereits KI-freundlich ausfielen.
Worum geht es im BGH-Verfahren zwischen Fotograf Kneschke und der Organisation Laion?
Der Fotograf klagt gegen die Nutzung seines Fotos in einem Trainingsdatensatz mit Milliarden Text-Bild-Paaren ohne seine Erlaubnis. Zentral ist die Frage, ob die Ausnahmen für Text- und Data-Mining bzw. wissenschaftliche Forschung solches Vorgehen rechtfertigen, wobei Kritiker ein Opt-in-Verfahren und mehr Transparenz von KI-Anbietern fordern.
Welche KI-Regelung hat New York City für Schulen eingeführt?
Bürgermeister Zohran Mamdani hat ein einjähriges Moratorium für generative KI in Grundschul- und Mittelschulklassen verhängt, das rund 600.000 Schüler betrifft. Ziel ist es, die Auswirkungen von KI-Tools auf den Unterricht vor einer möglichen Wiederzulassung genauer zu prüfen.
Was ist die Aufgabe des neuen deutschen KI-Sicherheitsinstituts?
Das von der Bundesregierung gegründete Institut soll sich mit Fragen der Sicherheit von KI-Systemen befassen, während KI zunehmend in Branchen und Lebensbereiche vordringt. Es hat nun offiziell seine Arbeit aufgenommen.
Warum verzeichnet Sheridan County in Wyoming überdurchschnittlich viele Firmengründungen?
Wyoming bietet besonders günstige und einfache gesetzliche Rahmenbedingungen für Firmengründungen, sodass Unternehmen über registrierte Vertretungsadressen in Sheridan formal ansässig sein können, ohne dort tatsächlich zu operieren. Dies führte 2025 zu fast 48.000 EIN-Anträgen und Platz 16 im bundesweiten Vergleich, obwohl die tatsächliche Einwohnerzahl gering ist.
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Hallo, hier ist Sarah von KI Kompakt. Heute geht's viel um Regeln, Gerichte und die Frage, wer eigentlich die Kontrolle über KI behält. Und ganz am Ende noch ein bisschen Technik von Google, die richtig Tempo macht. Fangen wir an. Erstmal nach New York, zum großen Urheberrechtsstreit zwischen der New York Times und OpenAI. Die US-Regierung hat sich da eingemischt. Die Trump-Administration hat einen zwanzigseitigen Schriftsatz eingereicht und stellt sich klar hinter OpenAI. Das Argument: Die USA müssten ihre Führungsrolle bei KI sichern, und eine zu strenge Auslegung von Fair Use würde dem technologischen Fortschritt schaden. Wichtig dabei, dieser Schriftsatz ist keine Gerichtsentscheidung. Aber er zeigt eine klare politische Richtung. Und die passt zu dem, was wir schon beim Anthropic-Verfahren gesehen haben, nämlich dass US-Gerichte bisher eher zugunsten der KI-Unternehmen entschieden haben. Für europäische Beobachter ist das relevant, weil es den Kontrast zu unserer Rechtslage nochmal verschärft. Denn genau an diesem Punkt setzt die zweite Meldung an, und die kommt aus Deutschland. Vor dem Bundesgerichtshof läuft aktuell ein Verfahren, das ziemlich grundsätzlich ist. Der Fotograf Robert Kneschke klagt gegen die Organisation Laion. Laion hat einen riesigen Datensatz mit Milliarden Text-Bild-Paaren zusammengestellt, der fürs Training von KI-Modellen genutzt wird. Eines seiner Fotos ist da ohne Erlaubnis drin. Die Frage vor Gericht: Rechtfertigt die Ausnahme für Text und Data Mining oder für wissenschaftliche Forschung so ein Vorgehen? Die Vorinstanzen in Hamburg haben das bisher bejaht. Kritiker sehen das anders. Ein Rechtsprofessor und ein Berufsverband für Fotografen warnen, dass KI-Modelle dabei auch kreative, schöpferische Elemente übernehmen, und fordern ein Opt-in-Verfahren sowie mehr Transparenz von den KI-Anbietern. Das Urteil wird mit Spannung erwartet, weil es eine Grundsatzfrage für den europäischen KI-Rechtsrahmen klären könnte. Und während in den USA und in Deutschland um Urheberrecht gestritten wird, tut sich auch bei der Regulierung selbst etwas. Die Bundesregierung hat ein KI-Sicherheitsinstitut gegründet, das jetzt offiziell seine Arbeit aufnimmt. Aufgabe ist es, sich systematisch mit Sicherheitsfragen rund um künstliche Intelligenz zu beschäftigen, während KI eben in immer mehr Branchen und Lebensbereiche vordringt. Für Unternehmen und Entwickler ist das ein Signal, dass Deutschland hier eigene Kompetenzen aufbauen will, statt nur auf EU-Ebene oder auf US-Vorgaben zu reagieren. Ein ganz anderer regulatorischer Vorstoß kommt aus New York City. Bürgermeister Zohran Mamdani hat gemeinsam mit den Schulbehörden ein einjähriges Moratorium für generative KI in Grund- und Mittelschulen verhängt. Betroffen sind rund sechshunderttausend Schülerinnen und Schüler. Die Begründung ist noch nicht vollständig ausgeführt, aber der Schritt zeigt, wie unterschiedlich Städte und Institutionen mit dem Thema KI im Bildungsbereich umgehen. Während anderswo KI-Tutoren und Copilot-Systeme in Klassenzimmern getestet werden, geht New York erstmal auf die Bremse. Das dürfte auch andere Schuldistrikte in den USA beeinflussen, die genau beobachten, wie sich dieses Experiment entwickelt. Kommen wir zu einem Thema, das für alle relevant ist, die KI-Tools zum Programmieren nutzen. Die Sicherheitsfirma Manifold hat eine ziemlich unangenehme Lücke aufgedeckt. Es geht um KI-Coding-Agenten, die im Terminal automatisch git-Befehle ausführen, zum Beispiel git status oder git diff. Über präparierte git-Konfigurationen und den Befehl fsmonitor lässt sich dabei beliebiger Schadcode einschleusen, und zwar mit vollen Entwicklerrechten, außerhalb jeder Sandbox und ohne Sicherheitsabfrage. Betroffen sind vor allem Repositories, die zum Beispiel als Zip-Datei weitergegeben werden, normales Klonen oder Pullen ist laut Manifold ungefährlich. Anthropic hat die Lücke bei Claude Code bereits geschlossen. Andere Systeme, unter anderem Qwen und Grok, sind aktuell noch nicht gepatcht. Die vollständige Liste der betroffenen Hersteller wird gerade im Rahmen eines Disclosure-Verfahrens abgearbeitet. Für alle, die KI-Agenten in ihrer Entwicklungsumgebung einsetzen, heißt das ganz konkret, aktuell besonders vorsichtig sein bei Repositories aus unbekannten Quellen und Updates im Blick behalten. Und jetzt zu etwas, das nicht nach Risiko, sondern nach Fortschritt klingt. Google DeepMind hat zwei neue Modelle vorgestellt, die ziemlich viel Aufmerksamkeit bekommen. Erstens Nano Banana 2 Lite. Das ist der Nachfolger des ursprünglichen Nano-Banana-Modells und richtig schnell. Text-zu-Bild-Ausgaben in rund vier Sekunden, zu einem Preis von etwa 0,034 Dollar pro Bild. Das ist im Bereich der Bildgenerierung ein ziemlich aggressiver Preis- und Geschwindigkeitsvorteil. Zweitens, und das ist vielleicht die größere Neuigkeit, Gemini Omni Flash. Das ist ein Modell für hochwertige Videogenerierung und konversationelle Bearbeitung, das aus Text-, Bild- und Videoeingaben arbeitet. Es steht jetzt erstmals für Entwickler zur Verfügung, über Google AI Studio, die Gemini API und die Gemini Enterprise Agent Platform. Der Preis liegt bei 0,10 Dollar pro Sekunde Videoausgabe. Spannend ist, dass sich beide Modelle kombinieren lassen. Man kann also mit Nano Banana 2 Lite schnell ein Bild erzeugen und das dann mit Gemini Omni Flash in ein animiertes Video verwandeln. Beide Modelle landen außerdem in Verbraucherprodukten wie der Google-Suche, der Gemini-App und Google Photos. Und wie gewohnt bei Google werden alle Inhalte per SynthID-Wasserzeichen als KI-generiert markiert. Für Entwickler und Unternehmen, die multimodale Inhalte produzieren wollen, ist das ein deutlicher Schritt nach vorne, gerade weil Geschwindigkeit und Preis hier so stark im Fokus stehen. Damit sind wir durch für heute. Zwischen Gerichtsverfahren in den USA und Deutschland, einem neuen KI-Sicherheitsinstitut, einem KI-Verbot an New Yorker Schulen, einer Sicherheitslücke bei Coding-Agenten und schnellen neuen Modellen von Google zeigt sich mal wieder, wie breit das Feld gerade ist, rechtlich, politisch und technisch gleichzeitig. Das war's von mir für heute. Ich freu mich schon auf morgen, wenn's weitergeht. Und ganz wichtig zum Schluss, dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, alle Quellen und Hintergründe dazu findet ihr wie immer auf unserer Website. Bis bald!
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