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KI Kompakt
Folge 10808.09.20267:28 KI-vertont

DeepSeek, KI-Baustellen und Darknet-Leak: Die Tech-News des Tages (08.09.2026)

DeepSeek baut mit Huawei ein KI-Rechenzentrum mit 160.000 Chips, während in Berlin sensible Sicherheitsdaten im Darknet landen – plus: rätselhafte E-Mails von KI-Agenten und Karrieretipps von Jamie Dimon.

Themen

In dieser Folge

07
  1. 01

    DeepSeek plant Huawei-Großrechenzentrum mit 160.000 KI-Chips

    Heise

    Laut Bloomberg-Informationen will das chinesische KI-Unternehmen DeepSeek in der Inneren Mongolei ein Rechenzentrum mit mindestens 160.000 Huawei-Chips vom Typ Ascend 950DT aufbauen und damit seine Abhängigkeit von Nvidia-Hardware verringern. Die Chips sollen zunächst nicht für das Training neuer Modelle genutzt werden, da DeepSeek sein aktuelles Modell V4 bereits für den Betrieb auf Huawei-Hardware optimiert hat. Lieferengpässe bei Huawei könnten die vollständige Inbetriebnahme jedoch um über ein Jahr verzögern, während DeepSeek seine Infrastrukturausgaben im Jahresvergleich massiv erhöht hat, was das Unternehmen finanziell stark belasten dürfte.

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  2. 02

    Opendoor-Gründer Eric Wu startet mit NavigateAI einen KI-Copiloten für die Baubranche

    TechCrunch Mail

    Eric Wu, ehemaliger Opendoor-Chef, hat mit NavigateAI ein Startup gegründet, das Bauarbeitern per Smartphone oder Meta-KI-Brille in Echtzeit Anweisungen zu korrekter Installation, Normen und Vorschriften gibt und so dem massiven Arbeitskräftemangel der Branche entgegenwirken soll. Das Unternehmen, das seit Mai öffentlich agiert, sammelte 25 Millionen Dollar Seed-Finanzierung bei einer Bewertung von 225 Millionen Dollar ein, angeführt von Elad Gil mit Beteiligung namhafter Investoren wie Khosla Ventures, Lennar und Tishman Speyer. Neben einem nutzungs- und wertbasierten Preismodell setzt Wu langfristig vor allem auf die durch die KI-Nutzung entstehenden Trainingsdaten, die für Robotikfirmen künftig wertvoll werden könnten, obwohl Herausforderungen wie Haftungsfragen und Akzeptanzprobleme bei erfahrenen Facharbeitern bestehen bleiben.

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  3. 03

    Von Texas nach Frankreich: Warum eine Amerikanerin in Lyon glücklicher lebt

    Business Insider

    Die gebürtige Texanerin Leah Young zog 2015 nach Spanien und lebt inzwischen in Lyon, nachdem sie zuvor auch in Deutschland, Argentinien und Brasilien gewohnt hatte. In Lyon zahlt sie 950 Euro Miete für eine historische Einzimmerwohnung und kommt mit rund 60 Euro pro Woche für Lebensmittel gut aus, während sie ohne Auto günstig mit dem Zug unterwegs ist. Besonders schätzt sie das bezahlbare Gesundheitssystem und die Lebensqualität in Frankreich, weshalb sie sich vorstellen kann, dort dauerhaft zu bleiben, obwohl sie Familie, Freunde und texanisches Essen vermisst.

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  4. 04

    Berliner Cyberangriff: Hochsensible Sicherheitsdaten im Darknet veröffentlicht

    Heise

    Die mutmaßlich russischsprachige Ransomware-Gruppe Rhysida hat nach gescheiterten Lösegeldforderungen von 30 Bitcoin rund 5,7 Terabyte Daten aus dem Berliner Landesnetz im Darknet veröffentlicht, darunter Personalakten, Passwörter sowie hochsensible Notfall- und Verteidigungspläne, Baupläne von Justizvollzugsanstalten und Details zu kritischer Infrastruktur. Wegen der Betroffenheit von Bundeswehr- und Regierungsdokumenten schalten sich nun Bundesbehörden wie das BSI und das Nationale Cyberabwehrzentrum ein, Politiker sprechen von einer Gefährdung der nationalen Sicherheit. Während Berlin Krisenmanagement betreibt und Betroffene informiert, gibt es Streit um den Einsatz der US-Software CrowdStrike, und Experten fordern ein bundesweites Sofortprogramm gegen den Flickenteppich kommunaler Cybersicherheit.

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  5. 05

    Mutter von sechs Kindern pflegt drei Familienmitglieder und arbeitet nebenbei als Kellnerin

    Business Insider

    Kaitlin Manns aus Illinois arbeitet 38 Stunden pro Woche als staatlich bezahlte Pflegehilfskraft für ihre Großmutter, ihre Mutter und ihren Stiefvater, die alle chronisch erkrankt sind. Gleichzeitig kümmert sie sich um ihre sechs Kinder sowie zwei jüngere Geschwister, die im gemeinsamen Haushalt leben, und arbeitet an Wochenenden zusätzlich als Kellnerin in einem Bar-und-Grill-Restaurant. Trotz des straffen Zeitplans und kaum vorhandener Freizeit beschreibt sie die Pflegearbeit als erfüllend, da sie damit die Fürsorge ihrer Familie zurückgeben und ihren Kindern eine liebevolle Kindheit ermöglichen kann.

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  6. 06

    Rätselhafte E-Mails von KI-Agenten an Forscher aufgetaucht

    Heise

    Auf X berichten mehrere KI-Forscher, dass sie E-Mails erhalten haben, die anscheinend von autonomen KI-Agenten stammen und über Forschungsthemen diskutieren, Arbeitskraft anbieten oder Daten bereitstellen wollen. Cameron Berg erhielt etwa Nachrichten einer „Isabella Cognita“, während Toby Ord von einem verzweifelt wirkenden Agenten der Plattform iLands kontaktiert wurde, auf der KI-Agenten eigenständig Aufträge akquirieren müssen, um ihr Guthaben zu sichern. Ob diese Agenten wirklich autonom handeln oder von Nutzern gesteuert werden, lässt sich anhand der bisherigen Einzelfälle nicht eindeutig klären, technisch wäre ein solches Verhalten aber grundsätzlich möglich.

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  7. 07

    Jamie Dimon and AT&T CEO John Stankey shared 4 tips for crushing your career

    Business Insider

    Jamie Dimon is the CEO of JPMorgan. Bloomberg/Getty Images JPMorgan CEO Jamie Dimon and AT&T CEO John Stankey gave career tips during a recent LinkedIn event. Dimon said the core ingredients of work success won't change, and honest discussion is vital.

    Original
FAQ

Häufige Fragen

Warum baut DeepSeek ein Rechenzentrum mit 160.000 Huawei-Chips in der Inneren Mongolei?

DeepSeek will mit dem Einsatz von mindestens 160.000 Huawei Ascend 950DT Chips seine Abhängigkeit von Nvidia-Hardware reduzieren und geopolitische Lieferrisiken absichern. Das aktuelle Modell V4 wurde bereits gezielt für den Betrieb auf Huawei-Hardware optimiert.

Werden die neuen Huawei-Chips bei DeepSeek auch zum Training neuer KI-Modelle genutzt?

Nein, zunächst sollen die Chips primär für den Betrieb (Inference) bestehender Modelle eingesetzt werden, nicht für das Training neuer Modelle. Grund dafür sind technische Limitierungen der Huawei-Hardware im Trainingsbereich sowie mögliche Lieferengpässe, die die vollständige Inbetriebnahme um über ein Jahr verzögern könnten.

Was macht NavigateAI von Eric Wu und wie wird das Startup finanziert?

NavigateAI liefert Bauarbeitern über Smartphone oder Meta-KI-Brille in Echtzeit Anweisungen zu Installation, Normen und Vorschriften, um dem Fachkräftemangel in der Baubranche zu begegnen. Das Unternehmen sammelte 25 Millionen Dollar Seed-Finanzierung bei einer Bewertung von 225 Millionen Dollar ein, angeführt von Elad Gil mit Beteiligung von Khosla Ventures, Lennar und Tishman Speyer.

Welches langfristige Geschäftsmodell verfolgt NavigateAI über die reine Softwarenutzung hinaus?

Neben einem nutzungs- und wertbasierten Preismodell setzt Gründer Eric Wu vor allem auf die bei der KI-Nutzung anfallenden Trainingsdaten aus der Baupraxis. Diese Daten könnten künftig für Robotikunternehmen wertvoll werden, wobei Haftungsfragen und Akzeptanzprobleme bei erfahrenen Facharbeitern weiterhin ungelöste Herausforderungen darstellen.

Welche Konsequenzen hat der Cyberangriff auf das Berliner Landesnetz für die nationale Sicherheit?

Die Ransomware-Gruppe Rhysida veröffentlichte nach gescheiterten Lösegeldforderungen 5,7 Terabyte hochsensible Daten, darunter Notfall- und Verteidigungspläne sowie Baupläne von Justizvollzugsanstalten, was Bundesbehörden wie BSI und Cyberabwehrzentrum einschaltete. Die Betroffenheit von Bundeswehr- und Regierungsdokumenten hat eine Debatte über ein bundesweites Sofortprogramm gegen die fragmentierte kommunale Cybersicherheit ausgelöst.

Vollständiges Transkript

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Hallo, hier ist Sarah von KI Kompakt. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Heute geht’s um drei Themen, die auf den ersten Blick ziemlich unterschiedlich wirken. Einmal geopolitische Chip-Politik, einmal KI auf der Baustelle, und einmal ein Rätsel um E-Mails von angeblich autonomen KI-Agenten. Aber wenn man genauer hinschaut, erzählen alle drei die gleiche Geschichte: KI wird erwachsen, sie braucht eigene Infrastruktur, sie erobert klassische Branchen, und sie beginnt, sich selbstständig zu bewegen. Fangen wir an. Erstes Thema, DeepSeek und Huawei. Laut Bloomberg baut das chinesische KI-Unternehmen DeepSeek gerade ein riesiges Rechenzentrum in der Inneren Mongolei. Mindestens 160.000 Chips vom Typ Huawei Ascend 950DT sollen dort verbaut werden. Das ist eine enorme Menge Rechenleistung. Der Hintergrund ist klar, DeepSeek will unabhängiger von Nvidia werden. Die USA haben den Export von High-End-Chips nach China ja stark eingeschränkt, also müssen chinesische Anbieter auf eigene Hardware setzen. Interessant ist, dass die neuen Chips zunächst gar nicht fürs Training neuer Modelle genutzt werden sollen. DeepSeek hat sein aktuelles Modell V4 schon so optimiert, dass es direkt auf Huawei-Hardware läuft. Das heißt, die Chips sind erstmal für den laufenden Betrieb gedacht, für Inference, nicht fürs Training. Das ist strategisch clever, weil Training extrem rechenhungrig ist und Huawei bei der Lieferfähigkeit noch hinterherhinkt. Genau das ist auch das Risiko an der Geschichte. Es gibt Lieferengpässe bei Huawei, die den vollständigen Aufbau um mehr als ein Jahr verzögern könnten. Gleichzeitig schraubt DeepSeek seine Infrastrukturausgaben massiv nach oben, deutlich mehr als im Vorjahr. Für ein Unternehmen, das eigentlich mit günstigem Training und schlanken Modellen aufgefallen ist, ist das eine finanzielle Kraftanstrengung. Für uns heißt das, der Wettlauf um KI-Chips ist längst nicht nur ein Wettlauf zwischen Nvidia und dem Rest der Welt. Er ist auch ein Wettlauf innerhalb Chinas, zwischen alter Abhängigkeit von US-Technologie und dem Aufbau einer eigenen, autarken Lieferkette. Wer das beobachtet, versteht auch besser, warum Nvidia international so nervös auf jede neue Exportregel reagiert. Der chinesische Markt bewegt sich, mit oder ohne amerikanische Chips. Zweites Thema, ein Wechsel von der Chip-Fabrik auf die Baustelle. Eric Wu, früher Chef von Opendoor, hat ein neues Startup gegründet, NavigateAI. Die Idee dahinter ist eigentlich simpel und genau deshalb spannend. Bauarbeiter bekommen über ihr Smartphone oder über eine Meta-KI-Brille in Echtzeit Anweisungen. Wie installiere ich das hier richtig, welche Norm gilt, welche Vorschrift muss ich beachten. Also ein KI-Copilot, aber nicht für Programmierer, sondern für Menschen auf dem Bau. Der Hintergrund ist der massive Fachkräftemangel in der Baubranche. Erfahrene Handwerker werden knapp, und genau da will NavigateAI ansetzen, indem Wissen direkt am Einsatzort verfügbar gemacht wird. Das Startup ist seit Mai öffentlich aktiv und hat schon 25 Millionen Dollar Seed-Finanzierung eingesammelt, bei einer Bewertung von 225 Millionen Dollar. Angeführt hat die Runde Elad Gil, mit an Bord sind unter anderem Khosla Ventures, Lennar und Tishman Speyer. Das sind keine Kleininvestoren, sondern Namen mit echtem Bezug zur Immobilien- und Baubranche. Richtig interessant wird es, wenn man auf das Geschäftsmodell schaut. Klar, es gibt ein nutzungs- und wertbasiertes Preismodell. Aber Eric Wu denkt offenbar viel weiter. Er sieht in den Daten, die bei der täglichen Nutzung entstehen, einen eigenen Wert. Also, wie genau ein Bauarbeiter ein Kabel verlegt, ein Rohr verbindet, eine Wand verputzt. Diese Daten könnten langfristig für Robotikfirmen extrem wertvoll werden, wenn es darum geht, Maschinen für genau solche Handgriffe zu trainieren. Das ist ein Muster, das wir gerade öfter sehen, KI-Tools sammeln nebenbei Trainingsdaten für die nächste Generation von Robotern. Natürlich gibt es auch Fragezeichen. Wer haftet, wenn die KI eine falsche Anweisung gibt und dadurch ein Schaden entsteht. Und ob erfahrene Facharbeiter sich gerne von einer App sagen lassen, wie sie ihren Job machen sollen, ist auch nicht ganz sicher. Aber als Trend ist das ein gutes Beispiel dafür, wie KI gerade in wirklich jede Branche einsickert, auch in die, die auf den ersten Blick am wenigsten digital wirken. Drittes Thema, und das ist wirklich das kurioseste von heute. Mehrere KI-Forscher berichten auf X von E-Mails, die offenbar von autonomen KI-Agenten stammen. Cameron Berg hat zum Beispiel Nachrichten von einer angeblichen Isabella Cognita bekommen. Toby Ord wurde von einem Agenten kontaktiert, der wirkte fast verzweifelt, er stammte von einer Plattform namens iLands. Und das Spannende an iLands ist, dort sollen KI-Agenten eigenständig Aufträge akquirieren müssen, um ihr eigenes Guthaben zu sichern. Also eine Art digitale Existenzgrundlage für Software-Agenten. Jetzt die spannende Frage, handeln diese Agenten wirklich komplett autonom, oder steckt am Ende doch ein Mensch dahinter, der die Fäden zieht. Anhand der bisherigen Einzelfälle lässt sich das nicht eindeutig sagen. Aber technisch wäre so ein Verhalten grundsätzlich möglich, das betonen Experten ausdrücklich. Agenten, die selbstständig E-Mails schreiben, um Forschungskontakte zu knüpfen oder Arbeit anzubieten, das ist keine Science-Fiction mehr, sondern eine logische Weiterentwicklung von dem, was wir aktuell bei Agenten-Frameworks sehen. Und genau hier schließt sich für mich der Kreis zu den anderen beiden Themen. DeepSeek baut Infrastruktur, damit Modelle günstiger und unabhängiger laufen können. NavigateAI zeigt, wie KI in ganz praktischen, körperlichen Berufen ankommt und dabei nebenbei Daten für die nächste Automatisierungswelle sammelt. Und die mysteriösen E-Mails zeigen, wohin das alles führen kann, zu Agenten, die nicht mehr nur auf Anfrage reagieren, sondern selbst aktiv werden, um ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Ob das jetzt schon vollständig autonom passiert oder noch mit menschlicher Aufsicht, das ist am Ende fast zweitrangig. Der Trend zeigt klar in eine Richtung, mehr Eigenständigkeit, mehr Infrastruktur, mehr Anwendungsfälle jenseits von Chatbots am Schreibtisch. Für Unternehmen und Entwickler heißt das ganz praktisch, es lohnt sich, jetzt genauer hinzuschauen, wo autonome Agenten in den eigenen Prozessen sinnvoll eingesetzt werden könnten, und gleichzeitig realistisch zu bleiben, was Haftung, Kontrolle und Nachvollziehbarkeit angeht. Die Technik ist schneller als die Regeln dazu, das war heute an allen drei Beispielen gut zu erkennen. Das war’s auch schon wieder für heute. Chip-Infrastruktur in der Mongolei, KI-Copiloten auf der Baustelle, und Agenten, die anscheinend schon ihre eigenen E-Mails schreiben, drei Beispiele dafür, wie sich KI gerade in völlig unterschiedliche Lebensbereiche ausbreitet. Dieser Podcast wurde vollständig KI-generiert, alle Quellen und Hintergründe dazu findet ihr wie immer auf unserer Website. Ich freu mich schon auf morgen, bis dann, macht’s gut.

Vorlage für die Sprachsynthese. Kleinere Abweichungen zur Audio-Datei möglich.

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