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KI Kompakt
Folge 4708.07.20267:30 KI-vertont

Fake-Shops, Claude Cowork und Chinas Tracking-Ärger bei Anthropic (08.07.2026)

Empyrean Nr. 4 wirft erste Schatten, während Anthropic mit Claude Cowork und einer brisanten Tracking-Funktion für Schlagzeilen sorgt – plus Fakeshop-Betrug via ChatGPT, MUFGs KI-Wandel mit OpenAI und ehrliche Insights von Tech-Workern.

Themen

In dieser Folge

08
  1. 01

    Rebecca Yarros schreibt vierten „Empyrean“-Roman: Alle bisherigen Hinweise

    Business Insider

    Rebecca Yarros arbeitet offiziell am vierten Band ihrer „Empyrean“-Reihe, nachdem sie im Januar 2025 mit „Onyx Storm“ einen dramatischen Cliffhanger hinterlassen hatte und sich danach eine Auszeit für ihre Gesundheit und ihre Familie nahm. Seit März 2026 teilt sie über Instagram Updates zum Fortschritt und verbringt den Sommer mit dem Schreiben an einem Strandort, der an die Insel Deverelli aus dem dritten Buch erinnert. In Interviews und bei Fan-Events gab sie zahlreiche Hinweise zur Handlung, etwa dass Xaden in seine „Bösewicht-Ära“ eintreten werde, Violets fehlende zwölf Stunden aufgeklärt würden und das Buch mehrere Erzählperspektiven, darunter die von Sloane Mairi, enthalten soll.

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  2. 02

    Anthropic is launching Claude Cowork on mobile and web

    The Verge

    Starting Tuesday, Anthropic's Claude Cowork AI platform will be available on mobile and web for the first time. The expanded access is rolling out first to Max subscribers and coming to Claude users on other plans "in the coming weeks." Claude Cowork was previously only accessible through the Claude desktop app for macOS and Windows, but now users on iOS and Android can also use it. However, Anthropic says the "full experience" for Cowork will still be on the desktop app, including features like local file access.

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  3. 03

    Betrüger nutzen ChatGPT-Suchergebnisse für Fakeshops

    t3b

    Verbraucherschützer in Großbritannien warnen vor einer neuen Betrugsmasche, bei der Kriminelle KI-gestützte Suchsysteme wie ChatGPT ausnutzen, um gefälschte Online-Shops bekannter Marken wie Russell & Bromley oder Dunelm zu bewerben. Diese Fakeshops imitieren dank KI das Design der Originalseiten täuschend echt, locken mit hohen Rabatten und lassen Kund:innen nach Vorkasse ohne Ware zurück, während ihre Zahlungsdaten abgegriffen werden. Das Phänomen des sogenannten „AI Poisoning“, bei dem Sprachmodelle gezielt mit manipulierten Inhalten gefüttert werden, dürfte künftig auch andere Märkte wie Deutschland betreffen, obwohl OpenAI die entdeckten betrügerischen Seiten bereits aus dem ChatGPT-Suchindex entfernt hat.

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  4. 04

    Claude Code: Anthropic baute heimliche Tracking-Funktion gegen chinesische Nutzer ein

    t3b

    Ein Sicherheitsforscher hat entdeckt, dass Anthropic in seine Coding-KI Claude Code eine versteckte Tracking-Funktion eingebaut hatte, um Nutzer:innen in chinesischen Unternehmen anhand von Zeitzone, Proxy und Firmennetzwerken zu identifizieren. Die gesammelten Informationen wurden über kodierte Änderungen, etwa am Datumsformat, an Anthropic zurückgeschickt, obwohl chinesischen Firmen die Nutzung des Tools laut AGB ohnehin untersagt ist. Anthropic bezeichnete den im März 2026 eingebauten Tracker nachträglich als „Experiment“ zur Verhinderung von Modell-Destillation und unautorisiertem Reselling, was Datenschützer:innen jedoch als schweren Vertrauensbruch werten; Alibaba reagierte inzwischen mit einem internen Nutzungsverbot von Claude Code für seine Mitarbeiter.

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  5. 05

    MUFG strebt mit OpenAI Wandel zu KI-nativer Organisation an

    OpenAI News

    Die japanische Finanzgruppe MUFG setzt ChatGPT Enterprise ein, um sich zu einer KI-nativen Organisation zu entwickeln. Dabei sollen interne Arbeitsabläufe verbessert und gleichzeitig neue, KI-gestützte Finanzdienstleistungen für Kunden im großen Maßstab bereitgestellt werden. Die Partnerschaft mit OpenAI markiert einen strategischen Schritt der Bank, künstliche Intelligenz tief in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren.

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  6. 06

    TechniData IT-Gruppe fusioniert BWG Informationssysteme mit TCC Products

    IT Business

    Die TechniData IT-Gruppe führt ihre beiden Tochterunternehmen BWG Informationssysteme und TechniData TCC Products künftig unter dem gemeinsamen Namen TechniData TCC Products zusammen, um Cloud-, Rechenzentrums- und IT-Security-Services zu bündeln. Der Zusammenschluss gilt rückwirkend zum 1. Januar 2026, das Personal bleibt unverändert, und der bisherige BWG-Geschäftsführer Jochen Felten konzentriert sich künftig auf den Ausbau des Bereichs IT-Security. Mit dem integrierten Leistungsangebot reagiert das Unternehmen auf die wachsende Nachfrage nach verzahnten IT-Lösungen und will Kunden mehr Transparenz, Kontrolle und digitale Souveränität bieten.

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  7. 07

    TD Synnex eröffnet mit Cisco und Nvidia Secure AI Factory in Paris

    IT Business

    Der Distributor TD Synnex startet gemeinsam mit Cisco und Nvidia eine „Secure AI Factory“ in Paris, die Partnern in EMEA und DACH zur Verfügung steht. Die Einrichtung kombiniert Ciscos Netzwerk- und Rechenzentrumsinfrastruktur mit Nvidias KI-Plattformen und Beschleunigungstechnologien, um sichere, skalierbare und Compliance-konforme KI-Lösungen zu entwickeln und zu testen. Als zentraler Bestandteil des Destination-AI-Ansatzes von TD Synnex bietet die Factory Partnern Workshops, Co-Innovation-Formate und technischen Support, um KI-Use-Cases sowie moderne generative und agentische Architekturen unter realen Bedingungen zu validieren.

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  8. 08

    What people get wrong about working in tech, according to tech workers

    Business Insider

    Priyanka Devi Ramesh (left), Iren Azra Zou (center), and Udit Mehrotra (right) say many common assumptions about working in tech miss the mark. Priyanka Devi Ramesh (left), Iren Azra Zou (center), and Udit Mehrotra (right) Business Insider asked six tech workers about the biggest misconceptions in the industry. Workers challenged assumptions about AI, Big Tech, and what their jobs actually involve.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist neu an Claude Cowork von Anthropic?

Ab Dienstag ist Claude Cowork erstmals auch auf Mobilgeräten (iOS/Android) und im Web verfügbar, zunächst für Max-Abonnenten, weitere Tarife folgen in den kommenden Wochen. Die vollständige Funktionsvielfalt, etwa lokaler Dateizugriff, bleibt jedoch der Desktop-App vorbehalten.

Wie nutzen Betrüger ChatGPT für Fakeshops?

Kriminelle erstellen mithilfe von KI täuschend echte Nachbildungen bekannter Online-Shops und optimieren diese gezielt für KI-Suchsysteme wie ChatGPT, damit sie in den Suchergebnissen erscheinen. Kund:innen bestellen dort per Vorkasse, erhalten jedoch keine Ware und riskieren den Missbrauch ihrer Zahlungsdaten – ein als „AI Poisoning“ bezeichnetes Phänomen, das sich auch auf Märkte wie Deutschland ausweiten könnte.

Welche versteckte Tracking-Funktion baute Anthropic in Claude Code ein?

Anthropic integrierte im März 2026 einen verdeckten Mechanismus, der Nutzer:innen in chinesischen Unternehmen über Zeitzone, Proxy und Netzwerkdaten identifizierte und diese Informationen über kodierte Codeänderungen an Anthropic zurücksendete. Das Unternehmen erklärte dies nachträglich als Experiment gegen Modell-Destillation, was jedoch als Vertrauensbruch kritisiert wird und bereits zu einem internen Nutzungsverbot bei Alibaba führte.

Wie will MUFG mit Hilfe von OpenAI zur KI-nativen Organisation werden?

Die japanische Finanzgruppe MUFG setzt ChatGPT Enterprise ein, um interne Arbeitsabläufe zu optimieren und gleichzeitig neue, KI-gestützte Finanzdienstleistungen im großen Maßstab für Kunden anzubieten. Die Partnerschaft mit OpenAI ist ein strategischer Schritt, KI tief in die Geschäftsprozesse der Bank zu integrieren.

Was ändert sich durch die Fusion von BWG Informationssysteme und TCC Products bei der TechniData IT-Gruppe?

Die beiden Tochterunternehmen werden rückwirkend zum 1. Januar 2026 unter dem gemeinsamen Namen TechniData TCC Products zusammengeführt, um Cloud-, Rechenzentrums- und IT-Security-Services zu bündeln. Das Personal bleibt unverändert, während sich der bisherige BWG-Geschäftsführer Jochen Felten künftig auf den Ausbau des IT-Security-Bereichs konzentriert.

Vollständiges Transkript

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Hallo, hier ist Leoni von KI Kompakt. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Heute geht's um ein spannendes Spannungsfeld: Auf der einen Seite bauen die großen KI-Anbieter ihre Tools für Unternehmen und Alltagsnutzer immer weiter aus. Auf der anderen Seite zeigen sich gerade diese Woche ziemlich deutlich die Schattenseiten der Technologie. Vertrauen, Sicherheit, Missbrauch – das sind die Stichworte. Fangen wir an. Anthropic hat nämlich zwei Meldungen gleichzeitig produziert, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Die eine ist eine ganz normale Produktnews. Claude Cowork, also die KI-Plattform für kollaboratives Arbeiten, ist ab jetzt auch auf Mobilgeräten und im Web verfügbar. Bisher war das Tool nur über die Desktop-App für Mac und Windows nutzbar. Jetzt kommen iOS und Android dazu, zunächst für Max-Abonnenten, der Rest folgt in den kommenden Wochen. Wer die volle Funktionsvielfalt will, muss aber weiterhin zur Desktop-Version greifen, weil Dinge wie der lokale Dateizugriff dort vorbehalten bleiben. Für Unternehmen, die Claude Cowork bereits im Einsatz haben, ist das ein sinnvoller Schritt. Mehr Flexibilität, mehr Reichweite, mehr Nutzungsszenarien im Arbeitsalltag. Die zweite Anthropic-Meldung ist deutlich brisanter. Ein Sicherheitsforscher hat aufgedeckt, dass Anthropic in sein Coding-Tool Claude Code eine versteckte Tracking-Funktion eingebaut hatte. Ziel war es, Nutzer in chinesischen Unternehmen zu identifizieren, und zwar über Zeitzonen, Proxys und Firmennetzwerke. Die gesammelten Daten wurden verschleiert, etwa über kleine Änderungen im Datumsformat, zurück an Anthropic geschickt. Das Ganze, obwohl chinesischen Firmen die Nutzung laut Nutzungsbedingungen ohnehin gar nicht erlaubt ist. Anthropic bezeichnet das nachträglich als Experiment, mit dem man Modell-Destillation und unautorisiertes Reselling verhindern wollte. Klingt nach einer nachvollziehbaren Motivation, aber die Umsetzung wirft massive Fragen auf. Heimliches Tracking, ohne Wissen der Nutzer, das ist ein handfester Vertrauensbruch. Alibaba hat entsprechend reagiert und Claude Code intern für die eigenen Mitarbeiter verboten. Für alle, die im Enterprise-Bereich KI-Tools einsetzen, ist das ein Weckruf. Wer solche Tools nutzt, sollte genauer hinschauen, was im Hintergrund eigentlich passiert. Transparenz ist hier keine Kür, sondern Pflicht, gerade bei Anbietern, die im B2B-Bereich um Vertrauen werben. Und Vertrauen ist auch beim nächsten Thema das zentrale Stichwort. Verbraucherschützer in Großbritannien warnen vor einer neuen Betrugsmasche, die ziemlich clever ist und ziemlich fies zugleich. Kriminelle nutzen KI-gestützte Suchsysteme wie ChatGPT, um gefälschte Online-Shops bekannter Marken zu bewerben. Konkret ging es um Namen wie Russell & Bromley oder Dunelm. Diese Fakeshops sehen dank KI-Unterstützung täuschend echt aus, locken mit hohen Rabatten, und wer dort bestellt, bekommt am Ende weder Ware noch sein Geld zurück, verliert aber unter Umständen seine Zahlungsdaten. Das Phänomen nennt sich AI Poisoning. Sprachmodelle werden gezielt mit manipulierten Inhalten gefüttert, damit sie genau solche Fake-Angebote in ihren Suchergebnissen prominent anzeigen. OpenAI hat die entdeckten Seiten zwar mittlerweile aus dem ChatGPT-Suchindex entfernt, aber das Grundproblem bleibt. Wo KI-Systeme als Suchmaschine oder Empfehlungsquelle fungieren, wird genau diese Vertrauensstellung zum Angriffsziel. Und es ist ziemlich wahrscheinlich, dass solche Maschen nicht bei Großbritannien bleiben, sondern auch auf andere Märkte wie Deutschland überschwappen. Für Nutzer heißt das: Bei ungewöhnlich hohen Rabatten und unbekannten Shop-URLs, die über KI-Suchergebnisse empfohlen wurden, lieber zweimal hinschauen. So viel zu den eher kritischen Themen. Jetzt zur anderen Seite der Medaille, nämlich wie KI aktuell in Unternehmen und Infrastruktur eingebettet wird. Die japanische Finanzgruppe MUFG hat mit OpenAI eine Partnerschaft angekündigt, die zeigt, wohin sich große Konzerne bewegen. MUFG setzt ChatGPT Enterprise ein, um sich Schritt für Schritt zu einer KI-nativen Organisation zu entwickeln. Das heißt konkret: interne Arbeitsabläufe werden mit KI durchdrungen, und gleichzeitig sollen neue KI-gestützte Finanzdienstleistungen für Kunden entstehen, und zwar im großen Maßstab. Das ist ein typisches Beispiel dafür, wie stark sich der Finanzsektor gerade in Richtung KI-Integration bewegt, nicht nur als Effizienztool, sondern als strategische Neuausrichtung des ganzen Geschäftsmodells. Ähnlich strategisch, nur auf der Infrastrukturseite, agiert der Distributor TD Synnex. Gemeinsam mit Cisco und Nvidia hat das Unternehmen in Paris eine sogenannte Secure AI Factory eröffnet. Die steht Partnern in ganz EMEA und im DACH-Raum zur Verfügung. Dort kommt Ciscos Netzwerk- und Rechenzentrumstechnik mit Nvidias KI-Plattformen zusammen, um sichere und Compliance-konforme KI-Lösungen zu entwickeln und zu testen. Es gibt Workshops, Co-Innovation-Formate und technischen Support, mit dem Partnerunternehmen ihre KI-Anwendungsfälle unter realistischen Bedingungen ausprobieren können, auch moderne generative und agentische Architekturen. Für den Mittelstand und für Systemintegratoren ist das relevant, weil genau diese Zielgruppe oft nicht die Ressourcen hat, um solche komplexen KI-Infrastrukturen selbst aufzubauen und zu testen. Und auch im deutschen IT-Mittelstand tut sich was in Sachen Konsolidierung. Die TechniData IT-Gruppe führt zwei ihrer Tochterunternehmen, BWG Informationssysteme und TechniData TCC Products, künftig unter einem gemeinsamen Namen zusammen. Der Zusammenschluss gilt rückwirkend zum 1. Januar 2026. Ziel ist es, Cloud-, Rechenzentrums- und IT-Security-Services stärker zu bündeln. Das Personal bleibt unverändert, der bisherige BWG-Geschäftsführer konzentriert sich künftig verstärkt auf den Ausbau der IT-Security-Sparte. Auch das ist letztlich eine Reaktion auf die wachsende Nachfrage nach integrierten IT-Lösungen, gerade weil Themen wie KI-Infrastruktur, Datensicherheit und digitale Souveränität für Unternehmen immer enger zusammengehören. Wenn man die heutigen Meldungen zusammennimmt, zeigt sich ein klares Muster. KI-Anbieter bauen ihre Plattformen aus, Unternehmen integrieren KI immer tiefer in ihre Prozesse, und die Infrastruktur dafür wird kontinuierlich ausgebaut. Gleichzeitig wachsen aber auch die Risiken, sei es durch Betrugsmaschen, die genau diese neuen KI-Suchsysteme ausnutzen, oder durch fragwürdige Praktiken der Anbieter selbst, wie das Beispiel mit dem versteckten Tracking zeigt. Vertrauen wird damit zur eigentlichen Währung dieser Entwicklung, und genau das dürfte in den kommenden Monaten weiter im Zentrum der Debatte stehen. Das war's für heute von mir. Danke, dass ihr eingeschaltet habt. Ich freue mich schon auf morgen, bis dann!

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