Lokale KI-Server, Apples Siri-Klage und Mistrals Deutschland-Offensive (18.07.2026)
Lokale KI-Server statt OpenAI, ethisches Datenteilen, Apples Klage gegen OpenAI, Apple-Aktie als KI-Blasen-Schutz, Codex Micro für 230 Dollar, Open-Source-Pflicht für Behörden, Mistral in Deutschland – und ein KI-Quiz zum Mitraten!
In dieser Folge
- 01
Lokale KI-Server als Alternative zu OpenAI und Anthropic
HeiseIm c't-uplink-Podcast diskutieren Jan Mahn und Jan-Keno Janssen, wie sich LLMs und KI-Agenten lokal statt über Cloud-Dienste wie OpenAI oder Anthropic betreiben lassen. Jan Mahn berichtet vom Aufbau eines LLM-Servers mit Open-Source-Tools wie Ollama und Open WebUI auf einer Linux-Maschine mit leistungsfähiger GPU und nennt die dafür nötige Hardware. Jan-Keno Janssen schildert Erfahrungen mit dem agentischen System Hermes Agent, das sein Linux-System konfigurieren kann, wobei auch die damit verbundenen Risiken thematisiert werden. Lokale Lösungen bieten laut den Gästen kalkulierbare Kosten, mehr Datenschutz und geringere Abhängigkeit von externen KI-Anbietern.
Original - 02
Vom Daten-Scraping zu nachhaltiger und ethischer Datenteilung für KI
OECD AI Policy ObservatoryEin neuer GPAI-Bericht der VIADUCT-Initiative untersucht das Paradox, dass trotz einer Datenflut im Internet hochwertige, nutzbare Daten für das Training von KI-Systemen knapp bleiben, während Scraping-Praktiken zunehmend rechtliche Konflikte, technische Barrieren und Qualitätsprobleme wie KI-generierten Content hervorrufen. Der Bericht argumentiert, dass Datenweitergabe kein rein technisches Problem ist, sondern ein systemisches Zusammenspiel aus Recht, Wirtschaft und Technik erfordert, da Daten je nach Art – etwa personenbezogene Gesundheitsdaten, urheberrechtlich geschützte Artikel oder Geschäftsgeheimnisse – unterschiedlichen Governance-Regimen unterliegen. Als Leitprinzipien für eine nachhaltige und faire Datenteilung schlagen die Autoren Rechtskonformität, Vertrauen zwischen Datenhaltern und -nutzern sowie Fairness bei der Vergütung und Anerkennung geteilter Daten vor.
Original - 03
Vergecast: Apples Klage gegen OpenAI und die neue Siri-KI
The VergeIm Vergecast analysieren David Pierce und Nilay Patel Apples öffentlichkeitswirksame Klage gegen OpenAI und diskutieren, ob der Konzern damit einen echten Konkurrenten fürchtet oder lediglich eine Schwächephase von OpenAI ausnutzen will. Zeitgleich veröffentlicht Apple die Public Beta seiner neuen Software mit der überarbeiteten Siri-KI, deren Qualität ebenfalls thematisiert wird. Weitere Themen der Episode sind Leaks zu OpenAI-Geräten und Pixel-Smartphones, der Rückzug von OnePlus aus den Märkten USA und Europa sowie die anhaltende Dominanz von Samsung und Apple im US-Smartphone-Markt.
Original - 04
Das Quiz rund um künstliche Intelligenz
HeiseDer Begriff „Künstliche Intelligenz“ wird in diesem Sommer 70. Dazu gibt's bei uns ein Nerdquiz rund um die Anfänge von KI, ChatGPT und Co. Knobeln Sie mit!
Original - 05
Apple-Aktie im Höhenflug: Investoren setzen auf Konzern als Absicherung gegen KI-Blase
HeiseDie Apple-Aktie ist innerhalb einer Woche um rund 7 Prozent gestiegen und erreichte mit einer Marktkapitalisierung von fast 4,89 Billionen US-Dollar ein neues Allzeithoch. Beobachter sehen darin eine Art Absicherung gegen eine mögliche KI-Blase, da Apple im Vergleich zur Konkurrenz deutlich weniger in Rechenzentren investiert, dafür aber solide Gewinne mit Hardware und Diensten erzielt. Zusätzlichen Auftrieb gaben die Genehmigung der lokal angepassten Apple-Intelligence-Variante in China sowie positive Testergebnisse zum kommenden Siri-Chatbot, während Analysten die Rallye auch als Zeichen wachsender Nervosität gegenüber teureren KI-Diensten von Anbietern wie Anthropic oder OpenAI werten.
Original - 06
OpenAI bringt Makro-Pad „Codex Micro“ für 230 US-Dollar
HeiseOpenAI hat mit dem Codex Micro sein erstes gebrandetes Hardware-Produkt vorgestellt, ein Makro-Pad für Entwickler, das über den Webshop von Work Louder für 230 US-Dollar verkauft wird und in Deutschland bereits ausverkauft ist. Das Gerät basiert auf dem bestehenden Creator Micro 2 und dient als Steuerpult für OpenAIs Programmier-Agenten Codex, ausgestattet mit mechanischen Tasten, Drehregler, Joystick und RGB-Beleuchtung zur Statusanzeige der Agenten. Eigentliches Hardware-Debüt von OpenAI soll laut Bloomberg ein für 2027 geplanter Smart Speaker mit mechanischen Elementen werden, dessen Zeitplan jedoch durch eine Klage von Apple wegen angeblichen Missbrauchs von Geschäftsgeheimnissen gefährdet sein könnte.
Original - 07
Bundestags-Gutachten erlaubt gezielte Vorgabe von Open-Source-Software bei Behörden
ComputerWocheEin Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages stellt klar, dass Behörden in Ausschreibungen gezielt Open-Source-Software vorschreiben dürfen, ohne gegen das vergaberechtliche Neutralitätsgebot zu verstoßen, sofern die Entscheidung sachlich gerechtfertigt, verhältnismäßig und transparent begründet wird. Als Argumente führt das Papier IT-Sicherheit durch Quellcode-Prüfbarkeit, die Vermeidung von Lock-in-Effekten, verbesserte Interoperabilität sowie langfristige Kosteneinsparungen an und stützt sich dabei auch auf ein EuGH-Urteil vom Januar 2025, das selbstverschuldete Abhängigkeiten von IT-Anbietern nicht mehr als Rechtfertigung für Direktvergaben zulässt. Die Open Source Business Alliance sieht darin einen Wendepunkt, da quelloffene Software künftig in nahezu jedem Beschaffungsverfahren bevorzugt vorgegeben werden könne, während einzelne Bundesländer wie Schleswig-Holstein den Umstieg bereits vollzogen haben.
Original - 08
Mistral AI baut strategische Partnerschaften in Deutschland aus
Mistral AI NewsMistral AI verstärkt sein Engagement in Deutschland durch langfristige strategische Partnerschaften mit SAP und Helsing, um einen souveränen KI-Stack für Deutschland und Europa zu entwickeln. Mit SAP entsteht eine mehrjährige Zusammenarbeit zur Integration der Mistral-Modelle in die SAP AI Foundation, während mit Helsing Vision-Language-Action-Modelle für Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen vorangetrieben werden. Zusätzlich plant Mistral AI, sein lokales Team deutlich zu vergrößern und in den kommenden Monaten ein Büro in Deutschland zu eröffnen, um Europas digitale Autonomie zu stärken.
Original
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Lokale KI-Server als Alternative zu OpenAI und Anthropic
HeiseIm c't-uplink-Podcast diskutieren Jan Mahn und Jan-Keno Janssen, wie sich LLMs und KI-Agenten lokal statt über Cloud-Dienste wie OpenAI oder Anthropic betreiben lassen. Jan Mahn berichtet vom Aufbau eines LLM-Servers mit Open-Source-Tools wie Ollama und Open WebUI auf einer Linux-Maschine mit leistungsfähiger GPU und nennt die dafür nötige Hardware. Jan-Keno Janssen schildert Erfahrungen mit dem agentischen System Hermes Agent, das sein Linux-System konfigurieren kann, wobei auch die damit verbundenen Risiken thematisiert werden. Lokale Lösungen bieten laut den Gästen kalkulierbare Kosten, mehr Datenschutz und geringere Abhängigkeit von externen KI-Anbietern.
Original - 02
Vom Daten-Scraping zu nachhaltiger und ethischer Datenteilung für KI
OECD AI Policy ObservatoryEin neuer GPAI-Bericht der VIADUCT-Initiative untersucht das Paradox, dass trotz einer Datenflut im Internet hochwertige, nutzbare Daten für das Training von KI-Systemen knapp bleiben, während Scraping-Praktiken zunehmend rechtliche Konflikte, technische Barrieren und Qualitätsprobleme wie KI-generierten Content hervorrufen. Der Bericht argumentiert, dass Datenweitergabe kein rein technisches Problem ist, sondern ein systemisches Zusammenspiel aus Recht, Wirtschaft und Technik erfordert, da Daten je nach Art – etwa personenbezogene Gesundheitsdaten, urheberrechtlich geschützte Artikel oder Geschäftsgeheimnisse – unterschiedlichen Governance-Regimen unterliegen. Als Leitprinzipien für eine nachhaltige und faire Datenteilung schlagen die Autoren Rechtskonformität, Vertrauen zwischen Datenhaltern und -nutzern sowie Fairness bei der Vergütung und Anerkennung geteilter Daten vor.
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Vergecast: Apples Klage gegen OpenAI und die neue Siri-KI
The VergeIm Vergecast analysieren David Pierce und Nilay Patel Apples öffentlichkeitswirksame Klage gegen OpenAI und diskutieren, ob der Konzern damit einen echten Konkurrenten fürchtet oder lediglich eine Schwächephase von OpenAI ausnutzen will. Zeitgleich veröffentlicht Apple die Public Beta seiner neuen Software mit der überarbeiteten Siri-KI, deren Qualität ebenfalls thematisiert wird. Weitere Themen der Episode sind Leaks zu OpenAI-Geräten und Pixel-Smartphones, der Rückzug von OnePlus aus den Märkten USA und Europa sowie die anhaltende Dominanz von Samsung und Apple im US-Smartphone-Markt.
Original - 04
Das Quiz rund um künstliche Intelligenz
HeiseDer Begriff „Künstliche Intelligenz“ wird in diesem Sommer 70. Dazu gibt's bei uns ein Nerdquiz rund um die Anfänge von KI, ChatGPT und Co. Knobeln Sie mit!
Original - 05
Apple-Aktie im Höhenflug: Investoren setzen auf Konzern als Absicherung gegen KI-Blase
HeiseDie Apple-Aktie ist innerhalb einer Woche um rund 7 Prozent gestiegen und erreichte mit einer Marktkapitalisierung von fast 4,89 Billionen US-Dollar ein neues Allzeithoch. Beobachter sehen darin eine Art Absicherung gegen eine mögliche KI-Blase, da Apple im Vergleich zur Konkurrenz deutlich weniger in Rechenzentren investiert, dafür aber solide Gewinne mit Hardware und Diensten erzielt. Zusätzlichen Auftrieb gaben die Genehmigung der lokal angepassten Apple-Intelligence-Variante in China sowie positive Testergebnisse zum kommenden Siri-Chatbot, während Analysten die Rallye auch als Zeichen wachsender Nervosität gegenüber teureren KI-Diensten von Anbietern wie Anthropic oder OpenAI werten.
Original - 06
OpenAI bringt Makro-Pad „Codex Micro“ für 230 US-Dollar
HeiseOpenAI hat mit dem Codex Micro sein erstes gebrandetes Hardware-Produkt vorgestellt, ein Makro-Pad für Entwickler, das über den Webshop von Work Louder für 230 US-Dollar verkauft wird und in Deutschland bereits ausverkauft ist. Das Gerät basiert auf dem bestehenden Creator Micro 2 und dient als Steuerpult für OpenAIs Programmier-Agenten Codex, ausgestattet mit mechanischen Tasten, Drehregler, Joystick und RGB-Beleuchtung zur Statusanzeige der Agenten. Eigentliches Hardware-Debüt von OpenAI soll laut Bloomberg ein für 2027 geplanter Smart Speaker mit mechanischen Elementen werden, dessen Zeitplan jedoch durch eine Klage von Apple wegen angeblichen Missbrauchs von Geschäftsgeheimnissen gefährdet sein könnte.
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Bundestags-Gutachten erlaubt gezielte Vorgabe von Open-Source-Software bei Behörden
ComputerWocheEin Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages stellt klar, dass Behörden in Ausschreibungen gezielt Open-Source-Software vorschreiben dürfen, ohne gegen das vergaberechtliche Neutralitätsgebot zu verstoßen, sofern die Entscheidung sachlich gerechtfertigt, verhältnismäßig und transparent begründet wird. Als Argumente führt das Papier IT-Sicherheit durch Quellcode-Prüfbarkeit, die Vermeidung von Lock-in-Effekten, verbesserte Interoperabilität sowie langfristige Kosteneinsparungen an und stützt sich dabei auch auf ein EuGH-Urteil vom Januar 2025, das selbstverschuldete Abhängigkeiten von IT-Anbietern nicht mehr als Rechtfertigung für Direktvergaben zulässt. Die Open Source Business Alliance sieht darin einen Wendepunkt, da quelloffene Software künftig in nahezu jedem Beschaffungsverfahren bevorzugt vorgegeben werden könne, während einzelne Bundesländer wie Schleswig-Holstein den Umstieg bereits vollzogen haben.
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Mistral AI baut strategische Partnerschaften in Deutschland aus
Mistral AI NewsMistral AI verstärkt sein Engagement in Deutschland durch langfristige strategische Partnerschaften mit SAP und Helsing, um einen souveränen KI-Stack für Deutschland und Europa zu entwickeln. Mit SAP entsteht eine mehrjährige Zusammenarbeit zur Integration der Mistral-Modelle in die SAP AI Foundation, während mit Helsing Vision-Language-Action-Modelle für Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen vorangetrieben werden. Zusätzlich plant Mistral AI, sein lokales Team deutlich zu vergrößern und in den kommenden Monaten ein Büro in Deutschland zu eröffnen, um Europas digitale Autonomie zu stärken.
Original
Häufige Fragen
Welche Vorteile bieten lokale KI-Server gegenüber Cloud-Diensten wie OpenAI oder Anthropic?
Lokale KI-Server ermöglichen kalkulierbare Kosten, besseren Datenschutz und geringere Abhängigkeit von externen Anbietern. Mit Open-Source-Tools wie Ollama und Open WebUI lassen sich LLMs auf eigener Hardware mit leistungsfähiger GPU betreiben.
Warum bleibt qualitativ hochwertige Trainingsdaten für KI knapp, obwohl es eine Datenflut im Internet gibt?
Laut dem GPAI-Bericht der VIADUCT-Initiative erschweren rechtliche Konflikte, technische Barrieren und Qualitätsprobleme wie KI-generierter Content den Zugriff auf nutzbare Daten. Das Problem sei daher kein rein technisches, sondern erfordere ein systemisches Zusammenspiel aus Recht, Wirtschaft und Technik.
Warum klagt Apple gegen OpenAI, und was diskutiert der Vergecast dazu?
David Pierce und Nilay Patel erörtern im Vergecast, ob Apple mit der Klage einen ernstzunehmenden Konkurrenten fürchtet oder gezielt eine aktuelle Schwächephase von OpenAI ausnutzen will. Parallel dazu veröffentlichte Apple die Public Beta seiner überarbeiteten Siri-KI.
Warum steigt die Apple-Aktie trotz geringerer KI-Investitionen im Vergleich zur Konkurrenz?
Investoren sehen Apple als Absicherung gegen eine mögliche KI-Blase, da der Konzern weniger in Rechenzentren investiert, dafür aber solide Gewinne mit Hardware und Diensten erzielt. Zusätzlich sorgten die China-Genehmigung von Apple Intelligence und positive Siri-Tests für Kursauftrieb.
Was ist der „Codex Micro“ von OpenAI und wofür wird er genutzt?
Der Codex Micro ist OpenAIs erstes gebrandetes Hardware-Produkt, ein Makro-Pad für Entwickler zum Preis von 230 US-Dollar. Es basiert auf dem Creator Micro 2 und dient mit mechanischen Tasten, Drehregler und RGB-Beleuchtung als Steuerpult für OpenAIs Programmier-Agenten Codex.
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Hallo, hier ist Leoni von KI Kompakt. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Heute geht es um ein Thema, das sich durch fast alle Meldungen zieht: Kontrolle. Wer kontrolliert die KI, wer kontrolliert die Daten, und wer kontrolliert eigentlich die großen Anbieter selbst. Das klingt abstrakt, aber ich verspreche euch, es wird ziemlich konkret. Fangen wir mal ganz unten an, bei der Hardware, auf der KI überhaupt läuft. Im c't-uplink-Podcast haben Jan Mahn und Jan-Keno Janssen darüber gesprochen, wie man sich von Cloud-Anbietern wie OpenAI oder Anthropic unabhängig machen kann, indem man Sprachmodelle einfach selbst zuhause betreibt. Jan Mahn hat dafür einen eigenen LLM-Server aufgebaut, mit Open-Source-Tools wie Ollama und Open WebUI, auf einer Linux-Maschine mit einer ordentlichen GPU. Jan-Keno Janssen hat mit einem agentischen System namens Hermes Agent experimentiert, das sogar das eigene Linux-System konfigurieren kann. Klingt praktisch, ist aber auch riskant, wenn ein Agent plötzlich tiefer ins System eingreift als gedacht. Der Reiz für viele ist trotzdem klar: kalkulierbare Kosten, mehr Datenschutz, und keine Abhängigkeit von einem einzelnen Cloud-Anbieter. Das ist besonders für Unternehmen und Entwickler interessant, die sensible Daten nicht ständig durch fremde Rechenzentren schicken wollen. Und dieses Thema Abhängigkeit taucht gleich in der nächsten Meldung wieder auf, nur auf einer ganz anderen Ebene. Die OECD hat einen Bericht der VIADUCT-Initiative veröffentlicht, der ein Paradox beschreibt: Das Internet ist voller Daten, aber gute, nutzbare Trainingsdaten für KI werden trotzdem knapper. Warum? Weil Scraping zunehmend rechtliche Konflikte auslöst, weil technische Barrieren aufgebaut werden, und weil immer mehr KI-generierter Content die Qualität der verfügbaren Daten verwässert. Der Bericht sagt ganz klar, Datenweitergabe ist kein technisches Problem, sondern ein systemisches. Es geht um Recht, Wirtschaft und Vertrauen gleichzeitig. Je nachdem, ob es sich um Gesundheitsdaten, urheberrechtlich geschützte Artikel oder Geschäftsgeheimnisse handelt, gelten völlig unterschiedliche Regeln. Die Autoren fordern deshalb drei Leitprinzipien: Rechtskonformität, Vertrauen zwischen denen, die Daten haben, und denen, die sie nutzen wollen, und Fairness bei der Vergütung. Für die gesamte KI-Branche ist das ein wichtiger Hinweis, denn ohne nachhaltige Datenbasis wird es langfristig eng für alle Modelle, egal wie groß sie sind. Bleiben wir beim Thema Kontrolle, jetzt aber auf der großen Wirtschaftsbühne. Der Vergecast von The Verge hat sich mit Apples Klage gegen OpenAI beschäftigt. David Pierce und Nilay Patel diskutieren, ob Apple da wirklich einen ernsten Konkurrenten fürchtet, oder ob der Konzern einfach eine Schwächephase von OpenAI ausnutzt, um Boden zurückzugewinnen. Spannend ist der Zeitpunkt: Gleichzeitig hat Apple die Public Beta seiner neuen Software mit überarbeiteter Siri-KI veröffentlicht. Die Qualität wird im Podcast ebenfalls kritisch beleuchtet. Nebenbei ging es noch um Leaks zu neuen OpenAI-Geräten, um Pixel-Smartphones, den Rückzug von OnePlus aus den USA und Europa, und die weiterhin ungebrochene Dominanz von Samsung und Apple auf dem US-Smartphone-Markt. Und genau diese Apple-Story bekommt noch eine finanzielle Dimension. Die Apple-Aktie ist innerhalb einer einzigen Woche um rund 7 Prozent gestiegen und hat mit fast 4,89 Billionen US-Dollar Marktkapitalisierung ein neues Allzeithoch erreicht. Beobachter deuten das als eine Art Absicherung gegen eine mögliche KI-Blase. Der Gedanke dahinter: Apple investiert im Vergleich zur Konkurrenz deutlich weniger in teure Rechenzentren, verdient aber solide mit Hardware und Diensten. Zusätzlichen Schub gab es durch die Genehmigung der lokal angepassten Apple-Intelligence-Variante in China, sowie positive Testergebnisse zum kommenden Siri-Chatbot. Manche Analysten lesen die Rallye aber auch als Zeichen wachsender Nervosität gegenüber den teuren KI-Diensten von Anbietern wie Anthropic oder OpenAI. Wenn Investoren anfangen, sich in Apple zu flüchten, weil dort weniger KI-Risiko steckt, sagt das durchaus etwas über die Stimmung am Markt aus. Und während Apple gerade juristisch gegen OpenAI vorgeht, bringt OpenAI munter weiter Produkte raus. Ganz frisch: das Codex Micro, das erste gebrandete Hardware-Produkt von OpenAI überhaupt. Klingt groß, ist aber erstmal ein Makro-Pad für Entwickler, für 230 US-Dollar, verkauft über den Webshop von Work Louder. In Deutschland ist es schon ausverkauft. Es basiert auf dem bestehenden Creator Micro 2 und dient als Steuerpult für OpenAIs Programmier-Agenten Codex, mit mechanischen Tasten, einem Drehregler, einem Joystick und RGB-Beleuchtung, die den Status der Agenten anzeigt. Also eher ein nettes Gadget für Entwickler als ein großer Wurf. Das eigentliche Hardware-Debüt soll laut Bloomberg erst 2027 kommen, ein Smart Speaker mit mechanischen Elementen. Aber genau dieser Zeitplan könnte durch die Klage von Apple wegen angeblichem Missbrauch von Geschäftsgeheimnissen ins Wanken geraten. Man sieht, die beiden Konzerne sind auf mehreren Ebenen gleichzeitig im Clinch. Kommen wir zu einem Thema, das vor allem für den öffentlichen Sektor in Deutschland relevant ist. Ein Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages stellt klar: Behörden dürfen in Ausschreibungen gezielt Open-Source-Software vorschreiben, ohne gegen das vergaberechtliche Neutralitätsgebot zu verstoßen. Voraussetzung ist, dass die Entscheidung sachlich begründet, verhältnismäßig und transparent ist. Als Argumente nennt das Papier IT-Sicherheit durch prüfbaren Quellcode, die Vermeidung von Lock-in-Effekten, bessere Interoperabilität und langfristige Kosteneinsparungen. Gestützt wird das Ganze auch durch ein EuGH-Urteil von Januar 2025, das klarstellt: Selbstverschuldete Abhängigkeiten von IT-Anbietern rechtfertigen keine Direktvergaben mehr. Die Open Source Business Alliance spricht hier von einem echten Wendepunkt. Schleswig-Holstein hat den Umstieg bereits vollzogen, andere Bundesländer könnten folgen. Für die europäische Softwarelandschaft könnte das ein wichtiger Schritt weg von der Abhängigkeit von einzelnen großen US-Anbietern sein. Und genau dieses Stichwort, europäische Unabhängigkeit, bringt uns zur letzten großen Meldung. Mistral AI baut seine Partnerschaften in Deutschland deutlich aus. Mit SAP entsteht eine mehrjährige Kooperation, um Mistral-Modelle direkt in die SAP AI Foundation zu integrieren. Mit Helsing, dem Verteidigungs- und Sicherheitsunternehmen, arbeitet Mistral an sogenannten Vision-Language-Action-Modellen. Also KI, die nicht nur sieht und spricht, sondern auch handelt, in sicherheitskritischen Anwendungen. Zusätzlich will Mistral sein deutsches Team deutlich vergrößern und in den kommenden Monaten ein eigenes Büro hierzulande eröffnen. Das Ziel dahinter ist klar formuliert: ein souveräner KI-Stack für Deutschland und Europa, unabhängig von amerikanischen Anbietern. Für den deutschen Mittelstand und für Unternehmen, die auf europäische Datenschutzstandards angewiesen sind, könnte das mittelfristig eine echte Alternative werden. Und ganz zum Schluss noch etwas zum Schmunzeln: Der Begriff Künstliche Intelligenz wird diesen Sommer 70 Jahre alt. Passend dazu gibt es ein Nerdquiz rund um die Anfänge der KI, ChatGPT und Co, falls ihr Lust habt, euer Wissen zu testen. Insgesamt zeigt der heutige Tag ziemlich deutlich, wie eng Technik, Wirtschaft und Politik in der KI-Welt inzwischen verzahnt sind, von lokalen Servern im Wohnzimmer bis zu Milliardenklagen zwischen Apple und OpenAI, und von europäischen Souveränitätsbestrebungen bis zu handfesten Vorgaben für Behörden. Das war's für heute von mir. Danke, dass ihr zugehört habt, ich freu mich schon aufs nächste Mal mit euch. Bis morgen!
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