KI-Check: Chrome-Erweiterungen, Sora-Aus und Kritik an ChatGPT (19.07.2026)
Von KI-Erweiterungen für Chrome bis zur scharfen ChatGPT-Kritik von Autor Dave Eggers: Wir blicken auf Sora-Nachwehen, Copilot-Praxis und die Frage, ob steigende KI-Investitionen nur Preisinflation sind.
In dieser Folge
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KI-Erweiterungen für Google Chrome im Überblick
ComputerWocheGoogle Chrome lässt sich durch zahlreiche KI-Extensions um generative Funktionen erweitern, die Produktivität, Nutzererlebnis und Barrierefreiheit verbessern sollen. Tools wie Jetwriter AI, Compose AI, HIX.AI und Merlin ermöglichen automatisiertes Verfassen und Beantworten von E-Mails, Erstellen von Social-Media-Posts sowie Textgenerierung direkt im Browser, teils unterstützt durch verschiedene LLMs wie GPT, Claude oder Llama. Während einige Erweiterungen kostenlos mit gewissen Einschränkungen nutzbar sind, bieten andere umfassendere KI-Suiten ohne Notwendigkeit eines OpenAI-Accounts oder kostenpflichtigen Abos.
Original - 02
Vom Web-Scraping zu nachhaltigem und ethischem Datenaustausch für KI
OECD AI Policy ObservatoryEin neuer GPAI-Bericht des VIADUCT-Projekts untersucht das Paradox, dass trotz einer Datenflut im Internet hochwertige, nutzbare Daten für das Training von KI-Modellen knapp werden, da Web-Scraping zunehmend an rechtliche und technische Grenzen stößt. Statt eines rein technischen Ansatzes plädiert der Bericht für ein systemisches Verständnis von Datenaustausch, das rechtliche, wirtschaftliche und technologische Aspekte je nach Datentyp – etwa personenbezogene Daten, urheberrechtlich geschützte Inhalte oder Geschäftsgeheimnisse – berücksichtigt. Als Leitprinzipien für nachhaltige und faire Datenweitergabe nennen die Autoren Rechtskonformität, Vertrauen zwischen Datenhaltern und -nutzern sowie Fairness durch angemessene Vergütung und Anerkennung der Datenbereitsteller.
Original - 03
Autor Dave Eggers wirft OpenAI bei firmeninterner Rede scharfe Kritik an ChatGPT vor
The VergeDer Schriftsteller Dave Eggers hielt auf Einladung von Sam Altman einen Vortrag vor rund 200 OpenAI-Mitarbeitern und nutzte die Gelegenheit zu deutlicher Kritik an ChatGPT. Er warf dem Unternehmen vor, das Leben von Lehrkräften massiv erschwert zu haben, und beklagte, dass Schüler, die den Chatbot zum Schreiben nutzen, nie eine eigene Stimme entwickeln würden. Dies bezeichnete er als eine Art Verstummung einer ganzen Generation, was angesichts Eggers' technologiekritischem Roman „The Circle“ wenig überraschend kam.
Original - 04
Big-Tech-Quartalszahlen: Steigende KI-Investitionen könnten nur Preisinflation widerspiegeln
Business InsiderZum Start der Big-Tech-Berichtssaison richtet sich der Fokus weniger auf Umsatz und Gewinn als auf die angekündigten Ausgaben für KI-Rechenzentren, die bei Google, Amazon, Microsoft und Meta bereits über 700 Milliarden Dollar für dieses Jahr liegen. Da Speicherchips, Stromtechnik, Baumaterialien und Fachkräfte knapper und teurer werden, sind laut Morgan Stanley die Kosten für ein Gigawatt KI-Kapazität um rund 20 Prozent gestiegen, was einen sich selbst verstärkenden Kreislauf aus höherer Nachfrage und steigenden Preisen erzeugt. Analysten schätzen, dass 20 bis 30 Prozent der künftigen Investitionssteigerungen auf Inflation zurückzuführen sind statt auf echten Kapazitätsausbau, weshalb Investoren bei den kommenden Zahlen genau auf begleitende Kennzahlen wie Stromkapazität, GPU-Einsätze und neue Rechenzentrumsstandorte achten sollten, um echtes Wachstum von bloßer Kostensteigerung zu unterscheiden.
Original - 05
Nach dem Sora-Aus: Droht anderen Video-KIs das gleiche Schicksal?
t3bOpenAI stellt seine gescheiterte Video-KI Sora sowie im September 2026 auch die zugehörige API ein, nachdem Probleme wie generierte urheberrechtlich geschützte Charaktere und ein an TikTok angelehntes, aber unprofitables Plattformkonzept zum Scheitern führten. Die t3n-Redaktion untersucht in einer neuen Folge von t3n Tool Time, ob chinesische Konkurrenten wie Bytedances Seedance oder Kuaishous Kling, das Text, Bild, Audio und Video multimodal verarbeitet, vor ähnlichen Schwierigkeiten stehen. Bislang gilt keine Video-KI als profitabel, weshalb die Frage nach der Zukunft der gesamten Branche offen bleibt; die Folge wurde mit Unterstützung der Tech-Creatorin Vera Bauer produziert.
Original - 06
Microsoft Copilot im Büroalltag: Stärken, Grenzen und ein Onlinekurs zur richtigen Nutzung
t3bMicrosoft Copilot ist zwar in vielen Unternehmen über die M365-Lizenz fest integriert, wird aber oft nicht intensiv genutzt, da vielen Anwendern unklar ist, bei welchen Aufgaben das Tool wirklich Zeit spart. Da Copilot direkt im Kontext von Mails, Dokumenten und Teams-Inhalten arbeitet, kann es etwa Projekt-Reviews, Meeting-Protokolle oder Excel-Auswertungen deutlich beschleunigen, sofern man weiß, wie man es richtig ansteuert. Am 4. August 2026 bietet t3n dazu einen zweistündigen Live-Onlinekurs unter der Leitung von Cosima Vogel an, der praxisnah zeigt, wie Copilot in Word, Excel, Outlook, PowerPoint und Teams sinnvoll eingesetzt wird und wo seine Grenzen liegen.
Original - 07
EU-Kommission fördert KI-Kompetenzen und Fachkräfte im Rahmen des AI Act
EU AI Act / Europäische KommissionDie Europäische Kommission verfolgt mit mehreren Initiativen das Ziel, mehr KI-Experten auszubilden, anzuziehen und die KI-Kompetenz von Beschäftigten und Bürgern zu stärken. Zentral ist Artikel 4 des AI Act, der seit Februar 2025 Anbieter und Betreiber von KI-Systemen zu ausreichender KI-Kompetenz ihres Personals verpflichtet; die Kommission unterstützt dies mit Leitfäden, einem Praxis-Repository mit über 40 Beispielen und Webinaren. Ergänzend bündeln der AI Continent Action Plan, die Apply AI Strategy und die Union of Skills Maßnahmen wie die AI Skills Academy, Fellowship-Programme, sektorale Weiterbildungen und die Beobachtung der Arbeitsmarktauswirkungen von KI, um Europas Position im globalen KI-Wettbewerb zu stärken.
Original - 08
I lost nearly 350 pounds without surgery or GLP-1s. It started with wall pushups and a trainer.
Business InsiderHenry Gonzalez lost weight without surgery or meds. Courtesy of Henry Gonzalez Henry Gonzalez is the founder of a San Francisco-based clothing brand. He lost about 350 pounds without surgery or medicine.
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KI-Erweiterungen für Google Chrome im Überblick
ComputerWocheGoogle Chrome lässt sich durch zahlreiche KI-Extensions um generative Funktionen erweitern, die Produktivität, Nutzererlebnis und Barrierefreiheit verbessern sollen. Tools wie Jetwriter AI, Compose AI, HIX.AI und Merlin ermöglichen automatisiertes Verfassen und Beantworten von E-Mails, Erstellen von Social-Media-Posts sowie Textgenerierung direkt im Browser, teils unterstützt durch verschiedene LLMs wie GPT, Claude oder Llama. Während einige Erweiterungen kostenlos mit gewissen Einschränkungen nutzbar sind, bieten andere umfassendere KI-Suiten ohne Notwendigkeit eines OpenAI-Accounts oder kostenpflichtigen Abos.
Original - 02
Vom Web-Scraping zu nachhaltigem und ethischem Datenaustausch für KI
OECD AI Policy ObservatoryEin neuer GPAI-Bericht des VIADUCT-Projekts untersucht das Paradox, dass trotz einer Datenflut im Internet hochwertige, nutzbare Daten für das Training von KI-Modellen knapp werden, da Web-Scraping zunehmend an rechtliche und technische Grenzen stößt. Statt eines rein technischen Ansatzes plädiert der Bericht für ein systemisches Verständnis von Datenaustausch, das rechtliche, wirtschaftliche und technologische Aspekte je nach Datentyp – etwa personenbezogene Daten, urheberrechtlich geschützte Inhalte oder Geschäftsgeheimnisse – berücksichtigt. Als Leitprinzipien für nachhaltige und faire Datenweitergabe nennen die Autoren Rechtskonformität, Vertrauen zwischen Datenhaltern und -nutzern sowie Fairness durch angemessene Vergütung und Anerkennung der Datenbereitsteller.
Original - 03
Autor Dave Eggers wirft OpenAI bei firmeninterner Rede scharfe Kritik an ChatGPT vor
The VergeDer Schriftsteller Dave Eggers hielt auf Einladung von Sam Altman einen Vortrag vor rund 200 OpenAI-Mitarbeitern und nutzte die Gelegenheit zu deutlicher Kritik an ChatGPT. Er warf dem Unternehmen vor, das Leben von Lehrkräften massiv erschwert zu haben, und beklagte, dass Schüler, die den Chatbot zum Schreiben nutzen, nie eine eigene Stimme entwickeln würden. Dies bezeichnete er als eine Art Verstummung einer ganzen Generation, was angesichts Eggers' technologiekritischem Roman „The Circle“ wenig überraschend kam.
Original - 04
Big-Tech-Quartalszahlen: Steigende KI-Investitionen könnten nur Preisinflation widerspiegeln
Business InsiderZum Start der Big-Tech-Berichtssaison richtet sich der Fokus weniger auf Umsatz und Gewinn als auf die angekündigten Ausgaben für KI-Rechenzentren, die bei Google, Amazon, Microsoft und Meta bereits über 700 Milliarden Dollar für dieses Jahr liegen. Da Speicherchips, Stromtechnik, Baumaterialien und Fachkräfte knapper und teurer werden, sind laut Morgan Stanley die Kosten für ein Gigawatt KI-Kapazität um rund 20 Prozent gestiegen, was einen sich selbst verstärkenden Kreislauf aus höherer Nachfrage und steigenden Preisen erzeugt. Analysten schätzen, dass 20 bis 30 Prozent der künftigen Investitionssteigerungen auf Inflation zurückzuführen sind statt auf echten Kapazitätsausbau, weshalb Investoren bei den kommenden Zahlen genau auf begleitende Kennzahlen wie Stromkapazität, GPU-Einsätze und neue Rechenzentrumsstandorte achten sollten, um echtes Wachstum von bloßer Kostensteigerung zu unterscheiden.
Original - 05
Nach dem Sora-Aus: Droht anderen Video-KIs das gleiche Schicksal?
t3bOpenAI stellt seine gescheiterte Video-KI Sora sowie im September 2026 auch die zugehörige API ein, nachdem Probleme wie generierte urheberrechtlich geschützte Charaktere und ein an TikTok angelehntes, aber unprofitables Plattformkonzept zum Scheitern führten. Die t3n-Redaktion untersucht in einer neuen Folge von t3n Tool Time, ob chinesische Konkurrenten wie Bytedances Seedance oder Kuaishous Kling, das Text, Bild, Audio und Video multimodal verarbeitet, vor ähnlichen Schwierigkeiten stehen. Bislang gilt keine Video-KI als profitabel, weshalb die Frage nach der Zukunft der gesamten Branche offen bleibt; die Folge wurde mit Unterstützung der Tech-Creatorin Vera Bauer produziert.
Original - 06
Microsoft Copilot im Büroalltag: Stärken, Grenzen und ein Onlinekurs zur richtigen Nutzung
t3bMicrosoft Copilot ist zwar in vielen Unternehmen über die M365-Lizenz fest integriert, wird aber oft nicht intensiv genutzt, da vielen Anwendern unklar ist, bei welchen Aufgaben das Tool wirklich Zeit spart. Da Copilot direkt im Kontext von Mails, Dokumenten und Teams-Inhalten arbeitet, kann es etwa Projekt-Reviews, Meeting-Protokolle oder Excel-Auswertungen deutlich beschleunigen, sofern man weiß, wie man es richtig ansteuert. Am 4. August 2026 bietet t3n dazu einen zweistündigen Live-Onlinekurs unter der Leitung von Cosima Vogel an, der praxisnah zeigt, wie Copilot in Word, Excel, Outlook, PowerPoint und Teams sinnvoll eingesetzt wird und wo seine Grenzen liegen.
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EU-Kommission fördert KI-Kompetenzen und Fachkräfte im Rahmen des AI Act
EU AI Act / Europäische KommissionDie Europäische Kommission verfolgt mit mehreren Initiativen das Ziel, mehr KI-Experten auszubilden, anzuziehen und die KI-Kompetenz von Beschäftigten und Bürgern zu stärken. Zentral ist Artikel 4 des AI Act, der seit Februar 2025 Anbieter und Betreiber von KI-Systemen zu ausreichender KI-Kompetenz ihres Personals verpflichtet; die Kommission unterstützt dies mit Leitfäden, einem Praxis-Repository mit über 40 Beispielen und Webinaren. Ergänzend bündeln der AI Continent Action Plan, die Apply AI Strategy und die Union of Skills Maßnahmen wie die AI Skills Academy, Fellowship-Programme, sektorale Weiterbildungen und die Beobachtung der Arbeitsmarktauswirkungen von KI, um Europas Position im globalen KI-Wettbewerb zu stärken.
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I lost nearly 350 pounds without surgery or GLP-1s. It started with wall pushups and a trainer.
Business InsiderHenry Gonzalez lost weight without surgery or meds. Courtesy of Henry Gonzalez Henry Gonzalez is the founder of a San Francisco-based clothing brand. He lost about 350 pounds without surgery or medicine.
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Häufige Fragen
Welche KI-Erweiterungen für Google Chrome sind besonders empfehlenswert?
Zu den bekanntesten Tools zählen Jetwriter AI, Compose AI, HIX.AI und Merlin, die das automatisierte Verfassen von E-Mails, Social-Media-Posts und anderen Texten direkt im Browser ermöglichen. Sie unterstützen teils verschiedene LLMs wie GPT, Claude oder Llama und sind teilweise ohne kostenpflichtiges Abo oder OpenAI-Account nutzbar.
Warum werden hochwertige Trainingsdaten für KI trotz der Datenflut im Internet knapp?
Web-Scraping stößt zunehmend an rechtliche und technische Grenzen, sodass frei zugängliche, qualitativ nutzbare Daten für KI-Training seltener werden. Der GPAI-Bericht des VIADUCT-Projekts fordert deshalb einen systemischen Ansatz, der rechtliche, wirtschaftliche und technologische Aspekte je nach Datentyp berücksichtigt.
Welche Kritik übte Autor Dave Eggers gegenüber OpenAI an ChatGPT?
Eggers warf OpenAI vor, das Leben von Lehrkräften massiv erschwert zu haben, da Schüler durch die Nutzung von ChatGPT nie eine eigene Schreibstimme entwickeln würden. Er bezeichnete dies als eine Art Verstummung einer ganzen Generation.
Warum steigen die KI-Investitionen von Big-Tech-Konzernen so stark an?
Google, Amazon, Microsoft und Meta planen für dieses Jahr Ausgaben von über 700 Milliarden Dollar für KI-Rechenzentren, wobei laut Morgan Stanley die Kosten pro Gigawatt KI-Kapazität um rund 20 Prozent gestiegen sind. Analysten schätzen, dass 20 bis 30 Prozent der Investitionssteigerungen eher Preisinflation als echten Kapazitätsausbau widerspiegeln.
Warum hat OpenAI seine Video-KI Sora eingestellt und was bedeutet das für andere Anbieter?
Sora scheiterte an Problemen wie der Generierung urheberrechtlich geschützter Charaktere und einem unprofitablen, TikTok-ähnlichen Plattformkonzept, weshalb OpenAI den Dienst sowie im September 2026 die zugehörige API einstellt. Da bislang keine Video-KI als profitabel gilt, ist unklar, ob Konkurrenten wie Bytedances Seedance oder Kuaishous Kling ähnlichen Schwierigkeiten entgegensehen.
Vollständiges Transkript
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Hallo, hier ist Leoni von KI Kompakt. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Heute geht's um ein bisschen von allem: Browser-Tools, große Kritik an ChatGPT, richtig viel Geld bei den Tech-Konzernen und die Frage, ob Video-KI überhaupt eine Zukunft hat. Fangen wir an. Starten wir im Kleinen, nämlich direkt im Browser. Google Chrome lässt sich mittlerweile mit einer ganzen Reihe von KI-Erweiterungen aufrüsten. Tools wie Jetwriter AI, Compose AI, HIX.AI oder Merlin klinken sich einfach in euren Alltag ein. Mails schreiben, Social-Media-Posts entwerfen, Texte generieren, alles direkt im Browser, teilweise mit GPT, Claude oder Llama im Hintergrund. Das Interessante daran: Viele dieser Tools brauchen gar keinen eigenen OpenAI-Account mehr. Die KI ist quasi schon eingebaut. Für den Alltag heißt das: Wer produktiver werden will, muss nicht erst zehn Tabs öffnen, sondern hat die Hilfe direkt an der Stelle, wo sie gebraucht wird. Klingt banal, ist aber genau der Trend, den wir gerade überall sehen. KI wird unsichtbarer und selbstverständlicher. Bleibt aber die Frage, wo eigentlich die Daten für all diese Modelle herkommen. Und genau da wird's spannend. Ein neuer Bericht aus dem GPAI-Umfeld, das VIADUCT-Projekt, beschreibt ein echtes Paradox. Das Internet ist voller Daten, aber gute, nutzbare Trainingsdaten werden trotzdem knapp. Warum? Weil Web-Scraping zunehmend an rechtliche und technische Grenzen stößt. Die Autoren sagen: Wir brauchen keinen rein technischen Ansatz, sondern ein systemisches Verständnis von Datenaustausch. Je nachdem, ob es um personenbezogene Daten, urheberrechtlich geschützte Inhalte oder Geschäftsgeheimnisse geht, gelten unterschiedliche Regeln. Als Leitprinzipien nennen sie Rechtskonformität, Vertrauen zwischen denen, die Daten haben, und denen, die sie nutzen wollen, und Fairness, also angemessene Vergütung für die, die ihre Daten überhaupt bereitstellen. Das ist im Grunde die Blaupause für die nächste Phase der KI-Entwicklung. Weniger wildes Scraping, mehr faire Deals. Und dieses Spannungsfeld zwischen Nutzen und Schaden zeigt sich auch ganz konkret bei ChatGPT. Der Autor Dave Eggers wurde von Sam Altman eingeladen, vor rund zweihundert OpenAI-Mitarbeitern zu sprechen. Und Eggers hat die Gelegenheit genutzt, ordentlich Klartext zu reden. Er warf dem Unternehmen vor, das Leben von Lehrkräften massiv erschwert zu haben. Seine Kernaussage: Schüler, die ChatGPT zum Schreiben nutzen, entwickeln nie eine eigene Stimme. Er nannte das eine Art Verstummung einer ganzen Generation. Wer Eggers' Roman "The Circle" kennt, wird davon nicht überrascht sein, der Mann ist seit Jahren technologiekritisch. Aber dass er das direkt bei OpenAI sagt, vor versammelter Mannschaft, das hat schon Symbolkraft. Es zeigt, dass die Diskussion um Bildung und KI längst nicht durch ist, auch nicht innerhalb der Unternehmen, die diese Tools bauen. Kommen wir zu einer Zahl, die einem schon den Atem nehmen kann. Die aktuelle Berichtssaison der großen Tech-Konzerne steht an, und der Fokus liegt kaum noch auf Umsatz oder Gewinn. Stattdessen schauen alle auf die Investitionen in KI-Rechenzentren. Bei Google, Amazon, Microsoft und Meta liegen die angekündigten Ausgaben für dieses Jahr zusammen bei über siebenhundert Milliarden Dollar. Aber, und das ist der Haken, laut Morgan Stanley sind die Kosten für ein Gigawatt KI-Kapazität um rund zwanzig Prozent gestiegen. Speicherchips, Stromtechnik, Baumaterial, Fachkräfte, alles wird knapper und teurer. Analysten schätzen, dass zwanzig bis dreißig Prozent der Investitionssteigerungen gar kein echtes Wachstum sind, sondern schlicht Preisinflation. Für alle, die diese Zahlen verfolgen, heißt das: Nicht nur auf die Dollar-Summen schauen, sondern auf Stromkapazität, GPU-Einsätze und neue Standorte. Sonst verwechselt man Wachstum mit einfach nur teurer werden. Und dass nicht jede große KI-Wette aufgeht, zeigt aktuell OpenAI selbst. Die Video-KI Sora wird eingestellt, die zugehörige API folgt im September 2026. Die Gründe: generierte, urheberrechtlich geschützte Charaktere und ein Plattformkonzept, das an TikTok erinnerte, aber einfach nicht profitabel war. Jetzt stellt sich die Branche die Frage, ob es chinesischen Anbietern wie Bytedances Seedance oder Kuaishous Kling ähnlich gehen könnte. Kling kann übrigens Text, Bild, Audio und Video multimodal verarbeiten, technisch also ziemlich beeindruckend. Aber bislang gilt keine Video-KI als wirklich profitabel. Das ist eine wichtige Erkenntnis für alle, die auf diesen Bereich setzen. Technisch machbar heißt eben noch nicht wirtschaftlich tragfähig. Die Video-KI-Branche steht insgesamt an einem Scheideweg. Auf der praktischeren Seite geht es um Microsoft Copilot. Viele Unternehmen haben das Tool ja quasi automatisch über ihre M365-Lizenz mit im Haus, nutzen es aber kaum richtig. Das Problem: Vielen ist einfach nicht klar, bei welchen Aufgaben Copilot tatsächlich Zeit spart. Dabei kann das Tool, weil es direkt im Kontext von Mails, Dokumenten und Teams-Inhalten arbeitet, zum Beispiel Projekt-Reviews, Meeting-Protokolle oder Excel-Auswertungen deutlich beschleunigen. Die Voraussetzung ist aber, dass man weiß, wie man es richtig anspricht. Das ist ein Muster, das wir immer wieder sehen: Die Tools sind da, aber das Wissen, wie man sie sinnvoll einsetzt, fehlt oft noch in den Teams. Und genau da setzt auch die EU an, allerdings auf einer viel größeren Ebene. Im Rahmen des AI Act gibt es mehrere Initiativen, um KI-Kompetenzen in Europa auszubauen. Zentral ist Artikel 4 des AI Act, der seit Februar 2025 gilt und Anbieter sowie Betreiber von KI-Systemen dazu verpflichtet, für ausreichende KI-Kompetenz ihres Personals zu sorgen. Die EU-Kommission unterstützt das mit Leitfäden, einem Praxis-Repository mit über vierzig Beispielen und Webinaren. Dazu kommen größere Programme wie der AI Continent Action Plan, die Apply AI Strategy und die Union of Skills, mit Dingen wie einer AI Skills Academy und Fellowship-Programmen. Das Ziel ist klar: Europa soll im globalen KI-Wettbewerb nicht nur regulieren, sondern auch mitspielen können. Ob das reicht, um mit den USA und China Schritt zu halten, bleibt natürlich offen, aber die Richtung stimmt zumindest. Wenn man sich die heutigen Themen zusammen anschaut, zeichnet sich ein klares Bild ab. KI wird auf der einen Seite immer alltäglicher und praktischer, im Browser, im Büro, in der Bildung. Auf der anderen Seite werden die Fragen dahinter größer: Wo kommen die Daten her, wer verdient wirklich Geld damit, und was macht das eigentlich mit uns Menschen. Genug Stoff zum Nachdenken für heute. Das war's von mir für heute. Danke, dass ihr zugehört habt. Ich freu mich schon auf morgen, bis dann.
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