Ethik, Milliarden und Menschenwerk: Die KI-Branche zwischen Kontroverse und Wachstum (22.07.2026)
Wenn KI alles kann, wird "handmade by humans" zum Geschäftsmodell: Von Anthropics 1,5-Milliarden-Vergleich bis Teslas Optimus-Training in Grünheide – wir zeigen, wo KI heute wirklich steht, zwischen Milliarden-Deals und Millionen-Klagen.
In dieser Folge
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If AI wins, 'made by humans' could be a very good business
Business InsiderAI is probably inevitable — which means we'll see more anti-AI products from companies like Substack. Roger Ressmeyer/Corbis/VCG via Getty Images AI is coming, and you can't do much about it. Except that sometimes, you may be able to buy or use things whose selling point is that they are AI-free.
Original - 02
Social-Mapping-App Corner verdoppelt Finanzierung auf 7,5 Millionen Dollar
Business InsiderDas New Yorker Startup Corner, das mit einer sozialen Karten-App vor allem Nutzer der Generation Z beim Entdecken und Teilen von Restaurants und Bars ansprechen will, hat seine Gesamtfinanzierung auf 7,5 Millionen Dollar verdoppelt. Die 2022 gegründete App zählt mittlerweile über 250.000 Nutzer in 425 Städten, mit Schwerpunkt New York und Europa, und setzt zunehmend auf KI-gestützte, personalisierte Empfehlungen statt viralitätsbasierter Vorschläge. Damit tritt Corner in Konkurrenz zu Rivalen wie Beli sowie etablierten Anbietern wie Google Maps, Apple Maps und Yelp und bereitet sich nun auf eine Series-A-Finanzierungsrunde vor.
Original - 03
Vom Scraping zu ethischem Datenaustausch: Neue Wege für KI-Trainingsdaten
OECD AI Policy ObservatoryEin neuer GPAI-Bericht des VIADUCT-Projekts beleuchtet das Paradox, dass trotz enormer Datenmengen im Internet hochwertige, nutzbare Daten für KI-Training knapp sind, da wahlloses Scraping zunehmend an rechtliche Grenzen stößt und über 50 Klagen wegen Urheberrechts- und Datenschutzverletzungen weltweit ausgelöst hat. Statt auf reine technische Lösungen zu setzen, plädiert der auf 25 Interviews und zwei Multistakeholder-Workshops basierende Bericht für nachhaltige, faire Datenaustauschvereinbarungen, die rechtliche Konformität, Vertrauen zwischen Datenhaltern und -nutzern sowie Fairness bei der Vorteilsteilung berücksichtigen. Der Bericht klassifiziert Daten nach EU-Rechtsrahmen in fünf Governance-Regime und untersucht alternative Ansätze wie Opt-out-Mechanismen, Smart Contracts und Datenattribution, um den Übergang von reinem Datensammeln zu ethischen Partnerschaften zwischen Datenhaltern, KI-Entwicklern und Politik zu fördern.
Original - 04
OpenAI startet ChatGPT-Programm für kleine Unternehmen
OpenAI NewsOpenAI hat das Programm „ChatGPT for Small Businesses“ vorgestellt, das Unternehmerinnen und Unternehmern helfen soll, KI-Kompetenzen aufzubauen und Arbeitsabläufe zu automatisieren. Im Zentrum steht die Nutzung von ChatGPT Work, mit dem kleine Betriebe effizienter arbeiten und wachsen können. Ziel des Angebots ist es, Kleinunternehmen einen einfacheren Zugang zu KI-Werkzeugen zu ermöglichen und ihre Produktivität zu steigern.
Original - 05
Anthropic zahlt 1,5 Milliarden Dollar Vergleichssumme an Autoren wegen Urheberrechtsverletzungen
HeiseEine Bundesrichterin in San Francisco hat die außergerichtliche Einigung zwischen Anthropic und zahlreichen Autorinnen und Autoren bestätigt, wonach das KI-Unternehmen 1,5 Milliarden US-Dollar für Urheberrechtsverletzungen beim Training seiner Modelle zahlen muss. Die Summe entspricht etwa 3000 Dollar pro betroffenem Werk und gilt laut der zuständigen Anwaltskanzlei als höchste je in einem Urheberrechtsverfahren zugesprochene Entschädigung. Hintergrund war die Nutzung illegal aus dem Internet geladener Bücher für Trainingsdaten, wobei ein Gericht zuvor festgestellt hatte, dass Anthropic von der Rechtswidrigkeit der Datenbanken wusste, was theoretisch Strafzahlungen von bis zu 150.000 Dollar pro Buch ermöglicht hätte.
Original - 06
Investors are valuing Elon Musk's Neuralink at $42 billion on secondary markets
Business InsiderNeuralink cofounder Elon Musk. Fabrice COFFRINI / AFP via Getty Images Investors are valuing the brain chip startup Neuralink at $42 billion in secondary markets. Neuralink was last valued at $9 billion in a funding round over a year ago.
Original - 07
Tesla filmt Mitarbeiter in Grünheide für Training von Roboter Optimus
GolemTesla lässt Beschäftigte im Werk Grünheide bei ihrer Arbeit filmen, um mit dem gesammelten Videomaterial den humanoiden Roboter Optimus per KI zu trainieren. Ziel ist es, dem Roboter durch die Beobachtung menschlicher Bewegungsabläufe beizubringen, ähnliche Aufgaben in der Fertigung eigenständig auszuführen. Details zum Umfang der Aufzeichnungen und zum Umgang mit den erhobenen Daten der Belegschaft werden im Artikel nicht näher ausgeführt.
Original - 08
EU-Kommission fördert KI-Kompetenzen und Fachkräfte im Rahmen des AI Act
EU AI Act / Europäische KommissionDie Europäische Kommission will die Zahl der KI-Experten in Europa erhöhen und gleichzeitig die KI-Kompetenz von Beschäftigten und Bürgern stärken, wie es Artikel 4 des seit Februar 2025 geltenden AI Act vorschreibt. Zur Unterstützung hat das AI Office Leitfäden sowie ein wachsendes Repository mit über 40 Praxisbeispielen von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen veröffentlicht. Ergänzend setzt die Kommission mit dem AI Continent Action Plan, der Apply-AI-Strategie und der Union of Skills auf Initiativen wie die AI Skills Academy, Fellowship-Programme und sektorspezifische Schulungen, um Talente auszubilden, anzuziehen und den Arbeitsmarkt im Blick auf KI-Auswirkungen zu beobachten.
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If AI wins, 'made by humans' could be a very good business
Business InsiderAI is probably inevitable — which means we'll see more anti-AI products from companies like Substack. Roger Ressmeyer/Corbis/VCG via Getty Images AI is coming, and you can't do much about it. Except that sometimes, you may be able to buy or use things whose selling point is that they are AI-free.
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Social-Mapping-App Corner verdoppelt Finanzierung auf 7,5 Millionen Dollar
Business InsiderDas New Yorker Startup Corner, das mit einer sozialen Karten-App vor allem Nutzer der Generation Z beim Entdecken und Teilen von Restaurants und Bars ansprechen will, hat seine Gesamtfinanzierung auf 7,5 Millionen Dollar verdoppelt. Die 2022 gegründete App zählt mittlerweile über 250.000 Nutzer in 425 Städten, mit Schwerpunkt New York und Europa, und setzt zunehmend auf KI-gestützte, personalisierte Empfehlungen statt viralitätsbasierter Vorschläge. Damit tritt Corner in Konkurrenz zu Rivalen wie Beli sowie etablierten Anbietern wie Google Maps, Apple Maps und Yelp und bereitet sich nun auf eine Series-A-Finanzierungsrunde vor.
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OECD AI Policy ObservatoryEin neuer GPAI-Bericht des VIADUCT-Projekts beleuchtet das Paradox, dass trotz enormer Datenmengen im Internet hochwertige, nutzbare Daten für KI-Training knapp sind, da wahlloses Scraping zunehmend an rechtliche Grenzen stößt und über 50 Klagen wegen Urheberrechts- und Datenschutzverletzungen weltweit ausgelöst hat. Statt auf reine technische Lösungen zu setzen, plädiert der auf 25 Interviews und zwei Multistakeholder-Workshops basierende Bericht für nachhaltige, faire Datenaustauschvereinbarungen, die rechtliche Konformität, Vertrauen zwischen Datenhaltern und -nutzern sowie Fairness bei der Vorteilsteilung berücksichtigen. Der Bericht klassifiziert Daten nach EU-Rechtsrahmen in fünf Governance-Regime und untersucht alternative Ansätze wie Opt-out-Mechanismen, Smart Contracts und Datenattribution, um den Übergang von reinem Datensammeln zu ethischen Partnerschaften zwischen Datenhaltern, KI-Entwicklern und Politik zu fördern.
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OpenAI startet ChatGPT-Programm für kleine Unternehmen
OpenAI NewsOpenAI hat das Programm „ChatGPT for Small Businesses“ vorgestellt, das Unternehmerinnen und Unternehmern helfen soll, KI-Kompetenzen aufzubauen und Arbeitsabläufe zu automatisieren. Im Zentrum steht die Nutzung von ChatGPT Work, mit dem kleine Betriebe effizienter arbeiten und wachsen können. Ziel des Angebots ist es, Kleinunternehmen einen einfacheren Zugang zu KI-Werkzeugen zu ermöglichen und ihre Produktivität zu steigern.
Original - 05
Anthropic zahlt 1,5 Milliarden Dollar Vergleichssumme an Autoren wegen Urheberrechtsverletzungen
HeiseEine Bundesrichterin in San Francisco hat die außergerichtliche Einigung zwischen Anthropic und zahlreichen Autorinnen und Autoren bestätigt, wonach das KI-Unternehmen 1,5 Milliarden US-Dollar für Urheberrechtsverletzungen beim Training seiner Modelle zahlen muss. Die Summe entspricht etwa 3000 Dollar pro betroffenem Werk und gilt laut der zuständigen Anwaltskanzlei als höchste je in einem Urheberrechtsverfahren zugesprochene Entschädigung. Hintergrund war die Nutzung illegal aus dem Internet geladener Bücher für Trainingsdaten, wobei ein Gericht zuvor festgestellt hatte, dass Anthropic von der Rechtswidrigkeit der Datenbanken wusste, was theoretisch Strafzahlungen von bis zu 150.000 Dollar pro Buch ermöglicht hätte.
Original - 06
Investors are valuing Elon Musk's Neuralink at $42 billion on secondary markets
Business InsiderNeuralink cofounder Elon Musk. Fabrice COFFRINI / AFP via Getty Images Investors are valuing the brain chip startup Neuralink at $42 billion in secondary markets. Neuralink was last valued at $9 billion in a funding round over a year ago.
Original - 07
Tesla filmt Mitarbeiter in Grünheide für Training von Roboter Optimus
GolemTesla lässt Beschäftigte im Werk Grünheide bei ihrer Arbeit filmen, um mit dem gesammelten Videomaterial den humanoiden Roboter Optimus per KI zu trainieren. Ziel ist es, dem Roboter durch die Beobachtung menschlicher Bewegungsabläufe beizubringen, ähnliche Aufgaben in der Fertigung eigenständig auszuführen. Details zum Umfang der Aufzeichnungen und zum Umgang mit den erhobenen Daten der Belegschaft werden im Artikel nicht näher ausgeführt.
Original - 08
EU-Kommission fördert KI-Kompetenzen und Fachkräfte im Rahmen des AI Act
EU AI Act / Europäische KommissionDie Europäische Kommission will die Zahl der KI-Experten in Europa erhöhen und gleichzeitig die KI-Kompetenz von Beschäftigten und Bürgern stärken, wie es Artikel 4 des seit Februar 2025 geltenden AI Act vorschreibt. Zur Unterstützung hat das AI Office Leitfäden sowie ein wachsendes Repository mit über 40 Praxisbeispielen von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen veröffentlicht. Ergänzend setzt die Kommission mit dem AI Continent Action Plan, der Apply-AI-Strategie und der Union of Skills auf Initiativen wie die AI Skills Academy, Fellowship-Programme und sektorspezifische Schulungen, um Talente auszubilden, anzuziehen und den Arbeitsmarkt im Blick auf KI-Auswirkungen zu beobachten.
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Häufige Fragen
Warum könnten „Human-made“-Produkte im KI-Zeitalter zu einem eigenen Geschäftsmodell werden?
Da KI-generierte Inhalte immer allgegenwärtiger werden, gewinnt die Abwesenheit von KI als Differenzierungsmerkmal an Wert. Unternehmen wie Substack positionieren sich bewusst als „anti-KI“, um Nutzer anzusprechen, die explizit menschlich erstellte Inhalte suchen.
Wie unterscheidet sich Corner von etablierten Kartendiensten wie Google Maps oder Yelp?
Corner setzt auf eine soziale, community-basierte App mit KI-gestützten, personalisierten statt viralitätsbasierten Empfehlungen und zielt gezielt auf die Generation Z. Mit über 250.000 Nutzern in 425 Städten und einer verdoppelten Finanzierung auf 7,5 Millionen Dollar bereitet sich das Startup nun auf eine Series-A-Runde vor.
Welche Lösung schlägt der GPAI-Bericht für den Mangel an hochwertigen KI-Trainingsdaten vor?
Statt auf wahlloses Scraping zu setzen, das bereits über 50 Klagen wegen Urheberrechts- und Datenschutzverletzungen ausgelöst hat, empfiehlt der Bericht faire und rechtlich konforme Datenaustauschvereinbarungen. Dazu gehören Ansätze wie Opt-out-Mechanismen, Smart Contracts und Datenattribution, um Vertrauen und Fairness zwischen Datenhaltern und KI-Entwicklern zu schaffen.
Was bietet OpenAIs neues Programm „ChatGPT for Small Businesses“ konkret an?
Das Programm soll kleinen Unternehmen helfen, KI-Kompetenzen aufzubauen und Arbeitsabläufe mithilfe von ChatGPT Work zu automatisieren. Ziel ist ein einfacherer Zugang zu KI-Werkzeugen, um Effizienz und Produktivität von Kleinbetrieben zu steigern.
Warum musste Anthropic 1,5 Milliarden Dollar an Autoren zahlen?
Anthropic hatte für das Training seiner KI-Modelle illegal aus dem Internet beschaffte Bücher genutzt, wobei ein Gericht feststellte, dass das Unternehmen von der Rechtswidrigkeit der Datenquellen wusste. Die vereinbarte Summe entspricht etwa 3000 Dollar pro betroffenem Werk und gilt als die höchste je in einem Urheberrechtsverfahren zugesprochene Entschädigung.
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Hallo, hier ist Leoni von KI Kompakt. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Heute geht's um ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch fast alle News zieht: Vertrauen. Wer vertraut wem bei KI, wer zahlt für wessen Fehler, und wie regeln wir das eigentlich sauber. Fangen wir an. Der große Aufreger heute kommt aus San Francisco. Anthropic muss eine Vergleichssumme von 1,5 Milliarden Dollar an Autorinnen und Autoren zahlen. Der Vorwurf, Anthropic hat für das Training seiner Modelle Bücher genutzt, die illegal aus dem Netz gezogen wurden. Eine Richterin hat den Vergleich bestätigt, umgerechnet sind das etwa 3000 Dollar pro betroffenem Werk. Das ist die höchste Entschädigung, die je in einem Urheberrechtsverfahren zugesprochen wurde. Und das Pikante daran, ein Gericht hatte vorher festgestellt, dass Anthropic wusste, dass die Datenbanken rechtswidrig waren. Theoretisch hätten also bis zu 150000 Dollar pro Buch fällig werden können. Für die Branche ist das ein ziemlich klares Signal. Trainingsdaten sind kein rechtsfreier Raum mehr. Und genau da schließt eine zweite Meldung nahtlos an. Ein neuer Bericht aus dem GPAI-Umfeld, konkret das VIADUCT-Projekt, beschäftigt sich mit einem Paradox. Das Internet ist voll mit Daten, aber gute, rechtlich saubere Trainingsdaten sind trotzdem knapp. Wahlloses Scraping stößt einfach an Grenzen, weltweit laufen mittlerweile über 50 Klagen wegen Urheberrechts- und Datenschutzverletzungen. Der Bericht sagt im Kern, technische Lösungen allein reichen nicht. Es braucht faire Datenaustauschvereinbarungen, also echte Partnerschaften zwischen denen, die Daten haben, und denen, die sie für KI-Training brauchen. Stichworte sind Opt-out-Mechanismen, Smart Contracts und Datenattribution. Klingt technisch, heißt aber im Kern, weg vom wilden Sammeln, hin zu ethischem Datenaustausch. Wenn man den Anthropic-Fall und diesen Bericht zusammen liest, wird klar, das ist keine akademische Diskussion mehr. Das ist gerade bares Geld wert, im positiven wie im negativen Sinne. Passend dazu die EU. Die Europäische Kommission arbeitet weiter am AI Act, und zwar nicht nur an Verboten und Risikoklassen, sondern auch an Kompetenzaufbau. Artikel 4 des AI Act schreibt vor, dass Unternehmen und Bürger KI-Kompetenz entwickeln sollen. Das AI Office hat dafür Leitfäden veröffentlicht und ein Repository mit über 40 Praxisbeispielen aus Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Dazu kommen größere Programme wie der AI Continent Action Plan, die Apply-AI-Strategie und die sogenannte Union of Skills, mit einer AI Skills Academy und Fellowship-Programmen. Die Idee dahinter, Europa soll nicht nur regulieren, sondern auch Fachkräfte ausbilden und den Arbeitsmarkt im Blick behalten. Für Unternehmen im Mittelstand ist das relevant, weil hier ganz konkret Fördermöglichkeiten und Praxisbeispiele entstehen, die man sich anschauen kann, bevor man selbst ins kalte Wasser springt. Und wo wir schon bei kleinen Unternehmen sind. OpenAI hat ein neues Programm gestartet, ChatGPT for Small Businesses. Die Idee, kleinere Betriebe sollen leichter Zugang zu KI-Werkzeugen bekommen, konkret über ChatGPT Work. Ziel ist Automatisierung von Arbeitsabläufen und mehr Produktivität, ohne dass man dafür eine eigene IT-Abteilung braucht. Das ist ein logischer Schritt für OpenAI, denn der große Wettbewerbsdruck kommt längst nicht mehr nur von Google oder Anthropic bei den großen Modellen, sondern auch darum, wer die Masse an kleinen und mittleren Unternehmen für sich gewinnt. Wer hier Standard wird, sichert sich eine riesige, loyale Nutzerbasis. Ein bisschen quer dazu steht eine Beobachtung von Business Insider. Der Gedanke dort, wenn KI wirklich überall gewinnt, dann könnte gerade das Gegenteil zum Geschäftsmodell werden. Also Produkte und Dienste, die explizit damit werben, KI-frei zu sein, made by humans. Substack wird da als Beispiel genannt. Das ist eigentlich ein spannender Nebeneffekt der KI-Welle. Je mehr KI-generierte Inhalte es gibt, desto wertvoller wird für manche Zielgruppen das Label, dass etwas nachweislich von einem Menschen gemacht wurde. Ich glaube, das werden wir in den nächsten Jahren öfter sehen, nicht als Gegenbewegung zur KI, sondern als eigene Marktnische daneben. Auch bei den Startups zeigt sich, wie stark KI inzwischen einfach als selbstverständliches Feature mitläuft. Die Social-Mapping-App Corner aus New York hat ihre Finanzierung auf 7,5 Millionen Dollar verdoppelt. Die App richtet sich vor allem an die Generation Z und hilft beim Entdecken und Teilen von Restaurants und Bars, aktuell mit über 250000 Nutzern in 425 Städten. Der Clou, Corner setzt zunehmend auf KI-gestützte, personalisierte Empfehlungen statt auf virale Trends. Damit tritt man in Konkurrenz zu Google Maps, Apple Maps, Yelp und dem Rivalen Beli. Für sich genommen ist das eine kleine Meldung, aber sie zeigt exemplarisch, wie KI-Personalisierung inzwischen zum Standardwerkzeug wird, mit dem auch kleinere Player gegen die ganz Großen bestehen wollen. Kommen wir zu den größeren Wetten auf die Zukunft, nämlich Hardware und Robotik. Neuralink, das Brain-Chip-Startup von Elon Musk, wird auf Sekundärmärkten inzwischen mit 42 Milliarden Dollar bewertet. Zur Erinnerung, die letzte offizielle Finanzierungsrunde vor etwas über einem Jahr lag bei 9 Milliarden. Das ist fast eine Verfünffachung in kurzer Zeit, und zeigt, wie viel Fantasie Investoren aktuell in die Verbindung von KI und Neurotechnologie stecken. Ob sich das medizinisch und technisch so einlöst, ist eine andere Frage, aber das Kapital ist eindeutig da. Und dann ist da noch Tesla. Im Werk Grünheide werden Mitarbeiter bei der Arbeit gefilmt, und zwar nicht zur Qualitätskontrolle, sondern um damit den humanoiden Roboter Optimus zu trainieren. Die Idee, der Roboter soll aus menschlichen Bewegungsabläufen lernen, wie man bestimmte Fertigungsschritte ausführt. Das ist technisch nachvollziehbar, Bewegungsdaten von echten Menschen sind Gold für Robotik-Training. Aber der Artikel lässt offen, wie genau mit diesen Aufnahmen der Belegschaft umgegangen wird, wie lange sie gespeichert werden, wer Zugriff hat. Und genau das ist der Punkt, der mich an den Anfang der Sendung zurückbringt. Wir reden heute ständig über Vertrauen bei Trainingsdaten, bei Texten, bei Büchern. Aber das gilt genauso, wenn es um Videoaufnahmen von echten Beschäftigten geht. Da wird Transparenz mindestens genauso wichtig. Wenn ich die heutigen Themen zusammenfasse, dann sehe ich einen klaren Trend. KI wächst technisch und wirtschaftlich rasant weiter, bei Kleinunternehmen, bei Startups, bei Robotik-Investitionen. Aber parallel dazu wird immer deutlicher, dass die Frage nach fairen Daten, nach Transparenz und nach Regulierung nicht mehr nebenher läuft, sondern das eigentliche Spielfeld ist, auf dem sich entscheidet, wer langfristig erfolgreich bleibt. Das war's von mir für heute. Ich freu mich schon aufs nächste Mal, wenn's wieder frische KI-News gibt. Bis morgen, macht's gut.
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