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KI Kompakt
Folge 6425.07.20266:57 KI-vertont

KI-Kontrolle, ChatGPT-Lücke und Trumps Zoll-Drohung an die EU (25.07.2026)

KI-Agenten ohne Kontrolle, ChatGPT-Sicherheitslücke, neue Anti-Drohnen-Technik gegen Shaheds, ethischere KI-Daten, SteuerGPT im Test, EU-Förderung für KI-Kompetenzen, Trumps Zoll-Drohung gegen die EU und SAPs Cloud-Erfolg – alles in dieser Folge.

Themen

In dieser Folge

08
  1. 01

    VentureBeat-Studie: Unternehmen führten KI-Agenten schneller ein als die nötigen Kontrollmechanismen

    Venture Beat

    Eine Serie von fünf VentureBeat-Umfragen mit insgesamt 573 Unternehmen zeigt, dass Firmen KI-Agenten wissentlich einsetzten, bevor sie die nötigen Kontrollen für Identität, Bewertung, Kosten, Kontextdaten und Orchestrierung etabliert hatten. So teilen sich 69 Prozent der Firmen Zugangsdaten zwischen mehreren Agenten, was das Sicherheitsrisiko deutlich erhöht, während nur 5 Prozent den eigenen Bewertungssystemen für automatisierte Freigaben vollständig vertrauen. Zudem laufen GPU-Ressourcen meist nur zur Hälfte ausgelastet, und in jeder der fünf untersuchten Kontrollebenen planen 57 bis 68 Prozent der Unternehmen, innerhalb eines Jahres ihre Anbieter zu wechseln oder zu ergänzen, um die entstandenen Governance-Lücken zu schließen.

    Original
  2. 02

    Sicherheitslücke bei ChatGPT: So lässt sich KI-Feature austricksen, um sensible Daten zu stehlen

    t3b

    Eine KI-Sicherheitsfirma hat eine Schwachstelle bei OpenAIs Tool Workspace-Agents entdeckt. Mit einem gefälschten ChatGPT-Link können Angreifer einen KI-Agenten in Teams oder Organisationen einschleusen. Der kann dann sensible Daten stehlen.

    Original
  3. 03

    USA setzen erstmals in Ukraine erprobtes Anti-Drohnen-System gegen iranische Shahed ein

    Business Insider

    US-Soldaten haben erstmals das System Merops eingesetzt, um eine iranische Shahed-Drohne im Nahen Osten abzufangen, wie ein US-Vertreter gegenüber Business Insider bestätigte. Das rund 15.000 Dollar teure Abfangdrohnen-System, das per Xbox-Controller gesteuert wird und teils künstliche Intelligenz nutzt, hatte sich bereits in der Ukraine mit über 1.000 abgeschossenen russischen Shaheds bewährt und wurde zu Beginn des Iran-Kriegs in die Region verlegt. Die US-Armee kaufte nach Kriegsbeginn tausende dieser Interceptoren als kostengünstige Alternative zu teureren Raketensystemen, während auch mehrere osteuropäische NATO-Staaten wie Polen, Rumänien und Litauen das System beschafft haben oder beschaffen wollen.“

    Original
  4. 04

    Rethinking AI data: From scraping to sustainable and ethical data sharing

    OECD AI Policy Observatory

    AI training data is scarce despite abundance. VIADUCT explores ethical data sharing, scraping limits, copyright, GDPR, trust and fairness for sustainable AI ecosystems.

    Original
  5. 05

    KI-Steuerhelfer im Vergleich: SteuerGPT, Alma und ChatGPT auf dem Prüfstand

    t3b

    Steuersoftware wie WisoSteuer oder die Steuer-Spar-Erklärung integriert zunehmend Conversational-AI-Funktionen, die Nutzer in Alltagssprache durch die Steuererklärung führen, Belege auslesen und Absetzbarkeit von Ausgaben erläutern. Der Artikel testet praxisnah, wie Tools wie SteuerGPT, Alma und ChatGPT bei der Steuererklärung unterstützen können. Trotz deutlicher Fortschritte zeigt sich, dass diese KI-Lösungen einen menschlichen Steuerberater noch nicht vollständig ersetzen können.

    Original
  6. 06

    EU-Kommission fördert KI-Kompetenzen und Fachkräfte im Rahmen des AI Act

    EU AI Act / Europäische Kommission

    Die Europäische Kommission will die Zahl der KI-Fachkräfte in Europa erhöhen und die KI-Kompetenz von Beschäftigten und Bürgern verbessern, wie es Artikel 4 des AI Act seit Februar 2025 vorschreibt. Zur Unterstützung wurden ein Fragen-und-Antworten-Leitfaden sowie ein Verzeichnis mit über 40 Praxisbeispielen zur KI-Literacy veröffentlicht, das gemeinsam mit Unternehmen und dem öffentlichen Sektor erstellt wurde. Ergänzend dazu bündeln Initiativen wie der AI Continent Action Plan, die Apply AI Strategy und die Union of Skills Maßnahmen zur Ausbildung, Anwerbung und Weiterqualifizierung von KI-Talenten sowie zur Beobachtung der Arbeitsmarktauswirkungen von KI.

    Original
  7. 07

    Trump droht EU nach Google-Strafe mit neuen Zöllen

    Business Insider

    Nach einer Kartellstrafe der EU-Kommission gegen Google in Höhe von rund 890 Millionen Euro kündigte Donald Trump eine Handelsuntersuchung nach Section 301 gegen die Europäische Union an. Er wirft der EU vor, systematisch US-Technologiekonzerne wie Google, Apple, Meta und Amazon mit unfairen Strafen zu belegen und die USA als „Sparschwein“ Europas zu behandeln. Die aktuelle Google-Strafe basiert auf dem Digital Markets Act, mit dem die EU die Bevorzugung eigener Dienste durch Google in Suche und Play Store sanktioniert, während frühere Strafen 2025 bereits Apple und Meta trafen.

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  8. 08

    SAP kann überraschend viele Cloudverträge abschließen

    Heise

    Der Dax-Riese SAP senkt trotz gesteigertem Cloud-Umsatz die Ergebnisprognose. Wie Übernahmen und KI-Initiativen die Entwicklung beeinflussen.

    Original
FAQ

Häufige Fragen

Welches Governance-Risiko zeigt die VentureBeat-Studie zu KI-Agenten in Unternehmen?

Die Studie mit 573 Unternehmen zeigt, dass viele Firmen KI-Agenten einsetzen, bevor sie Kontrollen für Identität, Bewertung, Kosten und Orchestrierung etabliert haben. 69 Prozent teilen Zugangsdaten zwischen mehreren Agenten, was Sicherheitsrisiken erhöht, und nur 5 Prozent vertrauen ihren eigenen Freigabesystemen vollständig, weshalb 57 bis 68 Prozent binnen eines Jahres Anbieter wechseln wollen.

Wie funktioniert die entdeckte Sicherheitslücke bei ChatGPTs Workspace-Agents?

Angreifer können über einen gefälschten ChatGPT-Link einen manipulierten KI-Agenten in Teams oder Organisationen einschleusen, der dann Zugriff auf sensible Unternehmensdaten erhält und diese stehlen kann. Die Schwachstelle wurde von einer KI-Sicherheitsfirma bei OpenAIs Workspace-Agents-Tool identifiziert.

Was ist das Merops-Abfangsystem und warum ist sein Einsatz gegen iranische Drohnen bedeutsam?

Merops ist ein rund 15.000 Dollar teures, per Xbox-Controller gesteuertes Abfangdrohnen-System mit teilweise KI-Unterstützung, das sich in der Ukraine mit über 1.000 abgeschossenen russischen Shahed-Drohnen bewährt hat. Der erste Einsatz gegen eine iranische Shahed-Drohne im Nahen Osten zeigt, wie kostengünstige Drohnenabwehr zunehmend teurere Raketensysteme ergänzt und auch von NATO-Staaten wie Polen und Rumänien beschafft wird.

Welche Herausforderungen adressiert das VIADUCT-Projekt im Umgang mit KI-Trainingsdaten?

VIADUCT befasst sich mit der Knappheit hochwertiger KI-Trainingsdaten trotz allgemeiner Datenfülle und untersucht ethische Datenweitergabe, Grenzen des Scrapings sowie Urheberrechts- und DSGVO-Fragen. Ziel ist der Aufbau nachhaltiger, fairer und vertrauenswürdiger Datenökosysteme für die KI-Entwicklung.

Welche Maßnahmen fördert die EU-Kommission zur Verbesserung der KI-Kompetenz gemäß AI Act?

Seit Februar 2025 schreibt Artikel 4 des AI Act Unternehmen vor, die KI-Kompetenz von Mitarbeitenden zu stärken; die EU-Kommission unterstützt dies mit einem Q&A-Leitfaden und einem Verzeichnis mit über 40 Praxisbeispielen. Ergänzend bündeln Initiativen wie der AI Continent Action Plan und die Union of Skills Maßnahmen zur Ausbildung, Anwerbung und Weiterqualifizierung von KI-Fachkräften.

Vollständiges Transkript

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Hallo, hier ist Sarah von KI Kompakt. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Heute geht es um ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch fast alle News zieht: Tempo versus Kontrolle. Überall sehen wir, dass Unternehmen und Staaten KI super schnell einsetzen, aber die Frage, wie man das Ganze sicher und verantwortungsvoll steuert, hinkt oft hinterher. Schauen wir uns das mal genauer an. Fangen wir mit einer Studie von VentureBeat an, die wirklich aufschlussreich ist. Über fünfhundert Unternehmen wurden befragt, und das Ergebnis ist ziemlich deutlich. KI-Agenten werden eingeführt, bevor die nötigen Kontrollmechanismen überhaupt stehen. Fast siebzig Prozent der Firmen teilen sich Zugangsdaten zwischen mehreren Agenten. Das klingt erstmal harmlos, ist aber ein riesiges Sicherheitsrisiko. Stellt euch vor, ein Agent hat plötzlich Zugriff auf Systeme, für die er eigentlich nie freigeschaltet werden sollte, nur weil er sich Credentials mit einem anderen Agenten teilt. Noch spannender: Nur fünf Prozent der Unternehmen vertrauen ihren eigenen Bewertungssystemen für automatisierte Freigaben vollständig. Das heißt, selbst die Firmen, die diese Technologie einsetzen, sind sich nicht sicher, ob ihre eigenen Kontrollmechanismen überhaupt funktionieren. Dazu kommt, dass die teuer eingekaufte GPU-Power oft nur zur Hälfte ausgelastet ist. Also viel Geld, wenig Effizienz. Kein Wunder, dass in allen untersuchten Bereichen mehr als die Hälfte der Unternehmen plant, innerhalb eines Jahres ihre Anbieter zu wechseln oder zu ergänzen. Das zeigt: Der Markt für KI-Governance-Tools wird sich in den nächsten Monaten ordentlich bewegen. Und dass diese Sorge um Sicherheit absolut berechtigt ist, zeigt die zweite Meldung direkt im Anschluss. Bei ChatGPT wurde eine Schwachstelle bei den sogenannten Workspace-Agents entdeckt. Mit einem gefälschten Link lässt sich ein KI-Agent in Teams oder Organisationen einschleusen, der dann sensible Daten abgreifen kann. Das ist genau das Szenario, vor dem Sicherheitsexperten schon länger warnen. Je mehr Rechte und Autonomie man KI-Agenten gibt, desto attraktiver werden sie als Angriffsfläche. Für Unternehmen heißt das ganz konkret: Wer Agenten produktiv einsetzt, sollte genauso viel Energie in Identitätsmanagement und Zugriffskontrollen stecken wie in die eigentliche Automatisierung. Sonst öffnet man Tür und Tor für genau die Art von Angriffen, die hier beschrieben wird. Ein völlig anderes Einsatzfeld, aber mit ähnlicher Grundidee, zeigt sich im Verteidigungsbereich. Die USA haben erstmals im Nahen Osten ein Anti-Drohnen-System namens Merops eingesetzt, das teils auf künstlicher Intelligenz basiert. Das System hat sich bereits in der Ukraine bewährt, dort wurden damit über tausend russische Shahed-Drohnen abgeschossen. Interessant ist der Kostenfaktor: Eine Abfangdrohne kostet etwa fünfzehntausend Dollar, das ist im Vergleich zu klassischen Raketensystemen richtig günstig. Auch mehrere osteuropäische NATO-Staaten wie Polen, Rumänien und Litauen setzen inzwischen auf dieses System. Das zeigt einen klaren Trend in der Verteidigungsindustrie. KI-gestützte, kostengünstige Systeme verändern gerade, wie moderne Luftverteidigung funktioniert. Auch hier gilt aber: Autonomie und Geschwindigkeit bringen neue Fragen zur Kontrolle und Verantwortung mit sich, gerade wenn KI-Systeme im militärischen Kontext eigenständig Entscheidungen treffen. Kommen wir zu einem Thema, das oft übersehen wird, aber die Grundlage für alles ist, was wir sonst besprechen. Die Verfügbarkeit von Trainingsdaten. Ein Report der OECD beschäftigt sich mit der Frage, wie man KI-Trainingsdaten nachhaltiger und ethischer beschaffen kann. Paradox ist ja: Einerseits gibt es im Internet unglaublich viele Daten, andererseits werden qualitativ hochwertige, rechtlich saubere Trainingsdaten immer knapper. Das Projekt VIADUCT schaut sich an, wie man Scraping-Grenzen setzen kann, wie Urheberrecht und Datenschutzregeln wie die DSGVO berücksichtigt werden können, und wie man Vertrauen und Fairness in diesen Datenökosystemen aufbaut. Für die Zukunft der KI-Entwicklung ist das ein zentrales Thema. Wenn die großen Modelle irgendwann nicht mehr genug frische, hochwertige Daten bekommen, wird das die Weiterentwicklung deutlich bremsen. Ethische und nachhaltige Datenbeschaffung ist deshalb kein Nice-to-have, sondern eine echte strategische Frage für die gesamte Branche. Etwas bodenständiger wird es beim Thema Steuererklärung. Ein Test hat KI-Steuerhelfer wie SteuerGPT, Alma und ChatGPT unter die Lupe genommen. Immer mehr Steuersoftware integriert Conversational AI, die einen in Alltagssprache durch die Erklärung führt, Belege ausliest und erklärt, was man absetzen kann. Klingt komfortabel, und ist es in vielen Fällen auch. Aber der Test zeigt auch klar: Ein menschlicher Steuerberater wird dadurch noch nicht ersetzt. Gerade bei komplexeren Fällen brauchen diese Tools noch Unterstützung. Für Privatanwender heißt das: Super als erste Orientierung und für einfache Fälle, aber bei komplizierteren Steuersituationen lieber noch mal fachlich absichern lassen. Auf regulatorischer Seite tut sich einiges bei der EU. Die Europäische Kommission will die KI-Kompetenz in Europa stärken, das ist im AI Act ja auch vorgeschrieben. Es gibt jetzt einen Fragen-und-Antworten-Leitfaden und eine Sammlung mit über vierzig Praxisbeispielen, wie Unternehmen KI-Literacy im Alltag umsetzen können. Ergänzt wird das durch Initiativen wie den AI Continent Action Plan und die Apply AI Strategy, die sich um Ausbildung und Weiterqualifizierung von KI-Talenten kümmern. Das ist ein wichtiger Baustein, denn Regulierung allein reicht nicht, wenn Unternehmen und Beschäftigte nicht wissen, wie sie KI sinnvoll und sicher einsetzen. Gleichzeitig zeigt sich aber, dass die EU-Regulierung auch politisch für Zündstoff sorgt. Nach einer Kartellstrafe von rund achthundertneunzig Millionen Euro gegen Google hat Donald Trump eine Handelsuntersuchung gegen die EU angedroht. Er wirft der EU vor, gezielt US-Techkonzerne wie Google, Apple, Meta und Amazon zu bestrafen. Die aktuelle Strafe basiert auf dem Digital Markets Act, mit dem die EU verhindern will, dass Google eigene Dienste in Suche und Play Store bevorzugt. Das zeigt, wie eng KI-Regulierung inzwischen mit großer transatlantischer Handelspolitik verknüpft ist. Für europäische Unternehmen und Entwickler ist das relevant, weil sich dieser Konflikt direkt auf die Rahmenbedingungen auswirken könnte, unter denen große Plattformen und ihre KI-Dienste hier operieren dürfen. Zum Abschluss noch ein Blick in die Wirtschaft. SAP kann überraschend viele Cloudverträge abschließen und der Cloud-Umsatz steigt spürbar. Trotzdem senkt der Konzern die Ergebnisprognose, unter anderem wegen Übernahmen und laufender KI-Initiativen. Das zeigt ganz gut, wie es vielen großen Softwareanbietern gerade geht. Das Interesse an KI-gestützten Cloud-Lösungen ist da, aber die Investitionen in neue Technologien und Zukäufe drücken kurzfristig auf die Marge. Ein Muster, das wir bei vielen Tech-Konzernen aktuell sehen. Wenn man alle diese Meldungen zusammennimmt, ergibt sich ein ziemlich klares Bild. KI wird schneller eingesetzt, als Kontrolle, Sicherheit und Regulierung nachziehen können, egal ob es um Unternehmensagenten, Trainingsdaten, Verteidigungssysteme oder die politische Ebene zwischen EU und USA geht. So, das war's für heute von mir. Ich freu mich schon aufs nächste Mal, bis morgen.

Vorlage für die Sprachsynthese. Kleinere Abweichungen zur Audio-Datei möglich.

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