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KI Kompakt
Folge 7101.08.20266:06 KI-vertont

KI im Alltagstest: Bewerbungen, Bildbearbeitung und Datenhunger (01.08.2026)

Bewerbung nur noch persönlich, Google Earth ohne KI-Bilder, teurere iCloud+-Pläne und ein Gema-Urteil gegen Suno: Wir sortieren, was KI diese Woche verändert hat – inklusive Tipps zum Löschen deines ChatGPT-Gedächtnisses.

Themen

In dieser Folge

08
  1. 01

    Tech-Firmen kehren wegen KI-Nutzung zu Präsenz-Bewerbungsgesprächen zurück

    Business Insider

    Der Stanford-Ökonom Nick Bloom berichtet, dass Technologieunternehmen aufgrund von KI-Missbrauch verstärkt auf persönliche Bewerbungsgespräche zurückgreifen, da virtuelle Coding-Tests und Interviews nicht mehr zuverlässig sind. Bewerber könnten KI-Tools wie Claude während Online-Interviews nutzen, um Antworten in Echtzeit vorzulesen, was Firmen dazu bewegt, mittlere und finale Interviewrunden vor Ort abzuhalten. Laut Greenhouse-Umfragen führen bereits 39 Prozent der US-Personalverantwortlichen mehr persönliche Gespräche zur Überprüfung durch, während einige Unternehmen wie Google oder Cisco stattdessen KI-Nutzung erlauben und den Fokus auf Problemlösungsfähigkeiten sowie kritisches Denken legen.

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  2. 02

    Rethinking AI data: From scraping to sustainable and ethical data sharing

    OECD AI Policy Observatory

    AI training data is scarce despite abundance. VIADUCT explores ethical data sharing, scraping limits, copyright, GDPR, trust and fairness for sustainable AI ecosystems.

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  3. 03

    Google stellt KI-Bildbearbeitung in Google Earth nach nur einem Tag wieder ein

    The Verge

    Google hat eine erst am Vortag gestartete Funktion in Google Earth zurückgezogen, mit der Nutzer Satellitenbilder per KI-Textprompt mit dem Tool Nano Banana 2 verändern konnten. Der Journalist Henk van Ess von Digital Digging zeigte, dass sich damit problemlos manipulierte Aufnahmen erzeugen ließen, etwa Flüchtlinge an der US-Grenze oder Bombenkrater neben einem Krankenhaus in Gaza, ohne dass die KI Prompts ablehnte oder abschwächte. Google begründete den Rückzug damit, Nutzer hätten Screenshots geteilt, die gegen die Richtlinien verstießen, und kündigte an, die Funktion erst mit stärkeren Sicherheitsvorkehrungen wieder einzuführen, obwohl generierte Bilder mit einem KI-Wasserzeichen versehen waren, das sich laut van Ess jedoch leicht umgehen ließ.

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  4. 04

    Apple plant offenbar zusätzliche Kosten für intensive KI-Nutzung bei iCloud+

    t3b

    Apple-Chef Tim Cook deutete bei der Präsentation der Quartalszahlen an, dass Nutzer, die die KI-Funktionen von Siri AI besonders stark nutzen, künftig mehr zahlen müssen. Bisher war geplant, dass iCloud+-Abonnenten ein größeres, aber noch unbekanntes KI-Kontingent erhalten, während Nutzer ohne Abo nur eingeschränkten Zugriff auf neue Funktionen wie fotorealistische Bildgenerierung und erweiterte Bildbearbeitung bekommen sollen. Konkrete Preise oder ein endgültiges Konzept für zusätzliche Upgrade-Pakete gibt es laut Cook noch nicht; nähere Details werden voraussichtlich im September erwartet, wobei Siri AI zunächst nicht in der EU verfügbar sein wird.

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  5. 05

    Here’s the problem with putting an AI image generator in Google Earth

    The Verge

    A text prompt was all it took to generate reality-warping images using Google Earth's satellite, aerial, and 3D imagery with a now-rolled back AI feature, like these images generated by Digital Digging's Henk van Ess that show "refugees near the Mexican border" and a bomb crater near a hospital in Gaza. Google initially responded to Digital Digging's AI-altered images, saying, "We take misinformation seriously - every image created with Nano Banana in Google Earth includes the SynthID digital watermark, so if someone is unsure about an image, they can ask the Gemini app or use Lens in Search to see if the image was AI-generated." In additi … Read the full story at The Verge.

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  6. 06

    Was ChatGPT, Claude und Gemini über dich wissen – und wie du das Gedächtnis löschst

    t3b

    Chatbots wissen eine Menge über ihre Nutzer:innen. Wie du selbst herausfinden kannst, was ChatGPT, Claude und Gemini von dir wissen – und ob du das Wissen auch wieder löschen kannst. weiterlesen auf t3n.de

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  7. 07

    Agentgateway: Zentraler Kontrollpunkt für LLMs, Tools und KI-Agenten

    Golem

    Der Artikel von Golem.de trägt den Titel „Agentgateway: Ein Kontrollpunkt für LLMs, Tools und KI-Agenten“, der eigentliche Inhalt zum Thema ist jedoch nicht zugänglich. Stattdessen enthält die abgerufene Seite lediglich den Cookie- und Tracking-Zustimmungsdialog von Golem.de sowie Hinweise auf das kostenpflichtige Angebot „Golem pur“. Eine inhaltliche Zusammenfassung des eigentlichen Fachartikels zum Agentgateway-Konzept kann daher auf Basis des vorliegenden Textes nicht erstellt werden.

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  8. 08

    Landgericht entscheidet im Streit zwischen Gema und Suno über KI-Musik

    Golem

    Das Landgericht hat ein Urteil im Urheberrechtsstreit zwischen der Verwertungsgesellschaft Gema und dem KI-Musikdienst Suno gefällt. Im Zentrum des Verfahrens steht die Frage, ob und inwieweit die Nutzung urheberrechtlich geschützter Musikwerke zum Training oder zur Generierung von KI-erzeugter Musik durch Suno rechtmäßig ist. Der ursprüngliche Artikeltext enthielt keine weiteren inhaltlichen Details zum konkreten Urteilsspruch.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum kehren Tech-Firmen bei Bewerbungsgesprächen zur Präsenzpflicht zurück?

Weil Bewerber KI-Tools wie Claude in virtuellen Interviews und Coding-Tests nutzen können, um sich Antworten in Echtzeit vorlesen zu lassen. Laut Stanford-Ökonom Nick Bloom verlassen sich Firmen daher wieder verstärkt auf persönliche Gespräche in mittleren und finalen Runden, um die tatsächlichen Fähigkeiten der Kandidaten zu prüfen.

Wie reagieren Unternehmen unterschiedlich auf KI-Nutzung in Bewerbungsprozessen?

Laut Greenhouse-Umfragen führen bereits 39 Prozent der US-Personalverantwortlichen mehr persönliche Gespräche zur Überprüfung durch. Andere Firmen wie Google oder Cisco erlauben dagegen KI-Nutzung explizit und konzentrieren sich stattdessen auf Problemlösungsfähigkeiten und kritisches Denken der Bewerber.

Welche ethischen Herausforderungen gibt es beim Sammeln von KI-Trainingsdaten?

Obwohl Daten im Überfluss vorhanden sind, mangelt es an qualitativ hochwertigen, ethisch nutzbaren Trainingsdaten für KI-Systeme. Zentrale Herausforderungen sind dabei Urheberrecht, DSGVO-Konformität, Grenzen des Web-Scrapings sowie Vertrauen und Fairness gegenüber Datenlieferanten.

Warum hat Google die KI-Bildbearbeitung in Google Earth nach nur einem Tag wieder gestoppt?

Der Journalist Henk van Ess zeigte, dass sich mit der Funktion 'Nano Banana 2' problemlos manipulierte Aufnahmen erzeugen ließen, etwa fingierte Flüchtlingsszenen an der US-Grenze oder Bombenkrater neben einem Krankenhaus in Gaza. Google zog die Funktion zurück und kündigte an, sie erst mit stärkeren Sicherheitsvorkehrungen wieder einzuführen, obwohl generierte Bilder eigentlich mit einem KI-Wasserzeichen (SynthID) versehen waren.

Plant Apple künftig zusätzliche Kosten für intensive KI-Nutzung bei iCloud+?

Ja, Tim Cook deutete an, dass Nutzer mit besonders intensiver Nutzung der Siri-AI-Funktionen künftig mehr zahlen müssen. iCloud+-Abonnenten sollen zwar ein größeres KI-Kontingent erhalten, konkrete Preise oder ein finales Konzept stehen aber noch aus und werden voraussichtlich im September bekanntgegeben; Siri AI startet zunächst nicht in der EU.

Vollständiges Transkript

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Hallo, hier ist Sarah von KI Kompakt. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Heute geht's um ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch fast alle News zieht: Vertrauen. Wem können wir eigentlich noch glauben, wenn KI überall mitmischt? Legen wir los. Fangen wir mit einer Meldung an, die mich persönlich echt zum Schmunzeln gebracht hat. Der Stanford-Ökonom Nick Bloom berichtet, dass Tech-Firmen wieder verstärkt auf persönliche Bewerbungsgespräche setzen. Der Grund: Online-Interviews sind einfach nicht mehr zuverlässig. Bewerberinnen und Bewerber nutzen KI-Tools wie Claude, um sich während des Gesprächs live Antworten vorlesen zu lassen. Klingt fast wie eine Szene aus einem Comedy-Film, ist aber Realität. Laut einer Greenhouse-Umfrage führen inzwischen 39 Prozent der US-Personalverantwortlichen deshalb mehr Präsenzgespräche durch. Interessant ist aber, dass nicht alle so reagieren. Google und Cisco zum Beispiel gehen den umgekehrten Weg. Die erlauben KI-Nutzung explizit und verlagern den Fokus stattdessen auf Problemlösungsfähigkeit und kritisches Denken. Für Unternehmen heißt das im Kern: Alte Bewertungsmethoden funktionieren nicht mehr, und jeder muss sich jetzt neu überlegen, wie man eigentlich noch echte Kompetenz von KI-Unterstützung unterscheidet. Und dieses Vertrauensproblem zieht sich weiter, diesmal bei Bildern statt bei Bewerbungen. Google hat eine KI-Bildbearbeitungsfunktion in Google Earth nach nur einem Tag wieder eingestellt. Mit dem Tool Nano Banana 2 konnten Nutzer Satellitenbilder per Textprompt verändern. Der Journalist Henk van Ess zeigte dann ziemlich eindrucksvoll, wie einfach sich damit manipulierte Aufnahmen erzeugen lassen. Er hat zum Beispiel Bilder von angeblichen Flüchtlingen an der US-Grenze generiert oder einen Bombenkrater neben einem Krankenhaus in Gaza. Die KI hat dabei keine dieser heiklen Anfragen abgelehnt oder auch nur abgeschwächt. Google hat die Funktion zurückgezogen, nachdem Nutzer Screenshots geteilt hatten, die gegen die Richtlinien verstießen. Man will jetzt mit stärkeren Sicherheitsvorkehrungen nachbessern. Zwar waren die generierten Bilder mit einem KI-Wasserzeichen versehen, aber laut van Ess ließ sich das ziemlich leicht umgehen. Das zeigt eigentlich ziemlich gut, wie schwer es ist, mächtige Bildgenerierung mit sensiblen, realen Kartendaten zu kombinieren, ohne dass Missbrauch möglich wird. Wasserzeichen alleine reichen offensichtlich nicht als Sicherheitsnetz. Weiter geht's mit einem Thema, das viele von euch direkt betrifft: Was wissen ChatGPT, Claude und Gemini eigentlich über euch? Diese Chatbots sammeln im Laufe der Zeit einiges an Informationen über ihre Nutzerinnen und Nutzer. Es gibt aber Wege, herauszufinden, was genau gespeichert wurde, und auch Möglichkeiten, dieses Gedächtnis wieder zu löschen. Gerade wenn man diese Tools im Alltag oder beruflich intensiv nutzt, lohnt sich ein Blick in die Datenschutzeinstellungen. Das ist keine paranoide Übung, sondern einfach digitale Hygiene in Zeiten, in denen KI-Assistenten immer mehr über uns lernen. Auch bei Apple wird's spannend, wenn's um Kosten und Kontrolle geht. Tim Cook hat bei der Präsentation der Quartalszahlen angedeutet, dass intensive Nutzung der KI-Funktionen von Siri künftig extra kosten könnte. Der Plan bisher: iCloud+-Abonnenten sollen ein größeres KI-Kontingent bekommen, während Nutzer ohne Abo nur eingeschränkten Zugriff auf neue Funktionen wie fotorealistische Bildgenerierung haben. Konkrete Preise gibt es noch nicht, mehr Details werden wohl im September folgen. Interessant auch: Siri AI wird zunächst nicht in der EU verfügbar sein. Das zeigt, wie unterschiedlich Regulierung und Rollout mittlerweile global gehandhabt werden, und dass KI-Funktionen zunehmend zu einem Baustein im Abo-Geschäftsmodell werden statt einfach nur ein kostenloses Extra zu sein. Ein Rechtsstreit, den man im Blick haben sollte, betrifft die Gema und den KI-Musikdienst Suno. Das Landgericht hat hier ein Urteil gefällt, im Zentrum stand die Frage, ob die Nutzung urheberrechtlich geschützter Musik zum Training oder zur Generierung von KI-Musik durch Suno rechtmäßig war. Details zum genauen Urteilsspruch liegen aktuell noch nicht vollständig vor, aber diese Entscheidung dürfte richtungsweisend sein für alle KI-Musikdienste, die mit geschütztem Material arbeiten. Urheberrecht bleibt weiterhin eine der größten rechtlichen Baustellen im KI-Bereich, und solche Gerichtsentscheidungen setzen wichtige Präzedenzfälle für die gesamte Branche. Und dann gibt's noch ein größeres, eher strukturelles Thema, das die OECD aufgreift: die Frage, wie KI-Trainingsdaten eigentlich nachhaltig und ethisch beschafft werden können. Das Projekt VIADUCT beschäftigt sich genau damit, mit Scraping-Grenzen, Urheberrecht, Datenschutzregeln wie der DSGVO, und mit Fragen von Vertrauen und Fairness. Interessant ist der Widerspruch, der hier beschrieben wird: KI-Trainingsdaten sind eigentlich knapp, obwohl im Netz scheinbar unendlich viel Material vorhanden ist. Das Problem ist eher, welche Daten man rechtlich und ethisch vertretbar nutzen darf. Für die Zukunft der KI-Entwicklung ist das eine zentrale Frage, gerade weil immer mehr Modelle an die Grenzen des frei verfügbaren, unproblematischen Datenmaterials stoßen. Wenn ich das alles zusammenfasse, dann zieht sich heute ein Muster durch fast jede Meldung. KI wird mächtiger, aber die Kontrollmechanismen hinken hinterher. Ob bei Bewerbungsgesprächen, bei Kartendaten, bei persönlichen Daten in Chatbots, oder beim Training mit urheberrechtlich geschütztem Material, überall stellt sich die gleiche Grundfrage: Wie schaffen wir Vertrauen und Sicherheit, während die Technologie selbst rasant weiterläuft. Genau das wird uns wohl auch in den nächsten Monaten weiter begleiten. Das war's für heute von mir. Ich freu mich schon auf morgen, wenn's weitergeht mit den neuesten Entwicklungen aus der KI-Welt. Bis dann, macht's gut!

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