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Wirtschaft im Fokus
Folge 0125.05.20269:17 KI-vertont

Wirtschaft im Fokus – 25.05.2026

KI-Revolution, Goldfieber und Übernahmeschlachten: Die Märkte brodeln – während Cathie Wood SaaS den Untergang prophezeit und Papst Leo XIV. KI-Regeln fordert, kämpft Delivery Hero ums Überleben.

Themen

In dieser Folge

09
  1. 01

    Cathie Wood warnt vor SaaS-Apokalypse und setzt auf integrierte KI-Plattformen

    Handelsblatt

    Tech-Investorin Cathie Wood, Gründerin von Ark Invest, sieht die KI-Branche in drei Schichten aufgeteilt und beobachtet, dass klassische SaaS-Anbieter zunehmend unter Druck geraten. Unternehmen wie Palantir, die Software tief in die Geschäfts- und Datenmodelle ihrer Kunden integrieren, hätten gegenüber standardisierten SaaS-Produkten einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Wood hatte den Rückgang von SaaS-Aktien zwar in seiner Schärfe nicht vorhergesehen, die grundsätzliche Richtung jedoch frühzeitig erkannt und ihre Portfolios entsprechend angepasst.

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  2. 02

    Dax-Sentiment: Drei Indikatoren deuten auf steigende Kurse hin

    Handelsblatt

    Die wöchentliche Handelsblatt-Sentimentumfrage unter mehr als 10.000 Privatanlegern zeigt, dass die Anlegerstimmung auf den höchsten Stand seit Mitte April gestiegen ist und gleich drei Indikatoren – niedrige Investitionsbereitschaft, niedrige Cash-Quote und hohe Short-Quote – auf steigende Kurse am deutschen Aktienmarkt hindeuten. Historisch betrachtet folgten auf vergleichbar hohe Short-Quoten im Durchschnitt Dax-Rallys von rund zwölf Prozent binnen sechs Monaten. Sentimentexperte Stephan Heibel empfiehlt Anlegern dennoch, nicht nur auf die breiten Indizes zu schauen, sondern einzelne Branchen differenziert zu betrachten, da günstig bewertete Sektoren wie Pharma und Einzelhandel sowie KI-getriebene Unternehmen neben strukturell belasteten Bereichen stehen.

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  3. 03

    Huawei kündigt Durchbruch bei Chipentwicklung an

    Manager Magazin

    Die USA tun alles, um Chinas Techindustrie auf Abstand zu halten, doch Huawei gibt sich optimistisch: Auf einer Konferenz in Shanghai kündigte das Unternehmen einen Durchbruch in der Halbleiterproduktion an.

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  4. 04

    Deutsche Staatsanleihen steigen – fallende Ölpreise und Iran-Hoffnungen stützen Kurse

    Manager Magazin

    Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Pfingstmontag deutlich zugelegt, wobei der Euro-Bund-Future um 0,6 Prozent auf 126,18 Punkte stieg und die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf 2,96 Prozent sank. Sinkende Rohölpreise dämpften die Inflationserwartungen und damit den Druck auf künftige Leitzinserhöhungen der EZB, obwohl die Märkte weiterhin mit einer Zinserhöhung beim nächsten EZB-Treffen am 11. Juni rechnen. US-Präsident Trump dämpfte jedoch Hoffnungen auf eine schnelle Einigung im Iran-Konflikt und betonte, es bestehe kein Grund zur Eile, was die Unsicherheit an den Finanzmärkten aufrechterhalten dürfte.

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  5. 05

    EU-Kommission plant Rekordstrafe gegen Google wegen Verstoßes gegen den Digital Markets Act

    Handelsblatt

    Die EU-Kommission steht kurz vor dem Abschluss eines Verfahrens gegen Google und dessen Mutterkonzern Alphabet, dem vorgeworfen wird, eigene Dienste in der Onlinesuche bevorzugt zu behandeln und damit Wettbewerber zu benachteiligen. Die geplante Strafe soll im hohen dreistelligen Millionenbereich liegen und wäre damit die höchste bisher verhängte Sanktion im Rahmen des Digital Markets Act. Die endgültige Entscheidung liegt bei Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, eine offizielle Verkündung soll noch vor der Sommerpause erfolgen.

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  6. 06

    Übernahmekampf um Delivery Hero: Zerschlagung des Berliner Lieferdienstes droht

    Handelsblatt

    Der Fahrdienstvermittler Uber plant eine Komplettübernahme des Berliner Lieferdienstes Delivery Hero und hat sein erstes Angebot bereits erhöht, während auch der US-Konkurrent Doordash erste Übernahmegespräche geführt haben soll. Ein Deal gilt jedoch als äußerst kompliziert, da die Großaktionäre Aspex und Prosus eigene Interessen verfolgen und erhebliche kartellrechtliche Hürden bestehen – Uber überschneidet sich mit Delivery Hero in 22 Ländern, Doordash in 18. Angesichts dieser Verflechtungen und der zu erwartenden strengen Prüfung durch die EU-Wettbewerbsbehörden halten Experten eine Zerschlagung von Delivery Hero für ein realistisches Szenario.

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  7. 07

    Gold überholt Aktien: Anleger setzen auf das gelbe Metall als attraktivste Langfristanlage

    Manager Magazin

    Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag des Goldhändlers Pro Aurum halten 30 Prozent der befragten Anleger Gold für die renditestärkste Anlageform auf Sicht von mindestens drei Jahren – damit verdrängt Gold erstmals seit Jahren die Aktien vom Spitzenplatz, die nur noch 26 Prozent der Stimmen erhalten. Unterstützt wird diese Einschätzung durch die jüngste Preisentwicklung: Der Goldpreis stieg in den vergangenen zwölf Monaten um rund 37 Prozent und notierte zuletzt bei 4562 Dollar je Feinunze. Nachlassende Spannungen am Persischen Golf dämpfen derzeit die Inflations- und Zinssorgen, was dem Goldpreis nach einem zwischenzeitlichen Rückgang von etwa 15 Prozent wieder Auftrieb verleiht.

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  8. 08

    Papst Leo XIV. fordert strenge Regeln für den Umgang mit künstlicher Intelligenz

    Manager Magazin

    Das Oberhaupt der katholischen Kirche blickt kritisch auf die Gefahren der künstlichen Intelligenz. In seinem ersten umfangreichen Kirchenschreiben sorgt sich Papst Leo XIV. um öffentliche Güter, Grundrechte und den Einsatz von KI im Krieg.

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  9. 09

    ETFs in Hedgefonds-Depots: Welche börsengehandelten Fonds auch professionelle Investoren nutzen

    Handelsblatt

    Börsengehandelte Fonds (ETFs) sind längst nicht mehr nur ein Instrument für Privatanleger, sondern finden sich laut Daten der US-Börsenaufsicht SEC auch in den Depots erfolgreicher Hedgefonds. Besonders beliebt sind dabei ETFs auf den marktbreiten US-Aktienindex S&P 500 sowie den technologielastigen Nasdaq 100. Darüber hinaus setzen professionelle Investoren auch auf ETFs, die weitere Aktienindizes und andere Anlageklassen abbilden.

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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Heute schauen wir auf ein Bündel an Themen, die auf den ersten Blick unterschiedlich wirken, aber bei genauerem Hinsehen alle auf dasselbe hindeuten: Wir befinden uns in einer Phase, in der Anleger, Unternehmen und Politiker gleichermaßen versuchen, sich in einem unsicheren Umfeld neu zu positionieren. Zinsen, Inflation, Technologie, Übernahmen und Goldpreise – alles hängt gerade irgendwie zusammen. Ich versuche heute, das für euch zu einem stimmigen Bild zusammenzufügen. Fangen wir mit dem an, was die Finanzmärkte gerade bewegt. Am Pfingstmontag sind die Kurse deutscher Staatsanleihen spürbar gestiegen. Der Preis für zehnjährige Bundesanleihen legte zu, die Rendite sank auf knapp unter drei Prozent. Das klingt technisch, hat aber eine klare Botschaft: Die Märkte rechnen mit weniger Inflationsdruck. Warum? Weil der Ölpreis gefallen ist. Günstigeres Öl bedeutet niedrigere Energiekosten, und niedrigere Energiekosten dämpfen die Inflation. Und weniger Inflation bedeutet, dass die Europäische Zentralbank weniger Druck hat, die Zinsen weiter zu erhöhen. Trotzdem rechnen die Märkte beim nächsten EZB-Treffen Anfang Juni noch mit einer Zinserhöhung. Das zeigt, wie angespannt die Lage bleibt. Und dann gibt es da noch den Iran-Faktor. US-Präsident Trump hat zuletzt Hoffnungen auf eine schnelle diplomatische Einigung gedämpft und betont, es bestehe kein Grund zur Eile. Das hält die Unsicherheit am Laufen und erklärt, warum viele Anleger gerade in sichere Häfen flüchten – also in Anleihen, aber auch in Gold. Und Gold ist gerade wirklich ein großes Thema. Laut einer aktuellen Umfrage halten inzwischen 30 Prozent der befragten deutschen Anleger Gold für die renditestärkste Anlageform auf Sicht von mindestens drei Jahren. Aktien landen nur noch bei 26 Prozent. Das ist eine Verschiebung, die man sich merken sollte. In den vergangenen zwölf Monaten ist der Goldpreis um rund 37 Prozent gestiegen, zuletzt notierte er bei über 4500 Dollar je Feinunze. Klar, nach einem zwischenzeitlichen Rückgang von etwa 15 Prozent hat er sich wieder erholt, aber die grundlegende Stimmung ist eindeutig: Viele Menschen vertrauen dem Metall mehr als dem Aktienmarkt. Das sagt auch etwas über das allgemeine Vertrauen in die wirtschaftliche Stabilität aus. Interessant dabei: Während Privatanleger also zunehmend auf Gold setzen, nutzen professionelle Investoren wie Hedgefonds längst ganz andere Instrumente – nämlich ETFs. Das sind börsengehandelte Fonds, die einfach einen Index nachbilden. Laut Daten der US-Börsenaufsicht SEC stecken in den Depots vieler erfolgreicher Hedgefonds ETFs auf den S&P 500 und den Nasdaq 100. Das zeigt: Selbst die Profis setzen nicht immer auf komplizierte Strategien, sondern nutzen schlichte, kostengünstige Instrumente. Für Privatanleger ist das eigentlich eine beruhigende Botschaft. Kommen wir zur Stimmung am deutschen Aktienmarkt. Die wöchentliche Sentimentumfrage des Handelsblatts unter mehr als zehntausend Privatanlegern zeigt, dass die Stimmung auf den höchsten Stand seit Mitte April gestiegen ist. Gleichzeitig deuten gleich drei Indikatoren auf steigende Kurse hin: eine niedrige Investitionsbereitschaft, eine niedrige Cash-Quote und eine hohe Short-Quote. Wer leer verkauft, also auf fallende Kurse setzt, muss irgendwann seine Position schließen – und kauft damit. Historisch gesehen folgten auf ähnlich hohe Short-Quoten im Schnitt Dax-Rallys von rund zwölf Prozent innerhalb von sechs Monaten. Das klingt verlockend, aber Experten warnen zu Recht: Nicht alle Branchen laufen gleich. Pharma und Einzelhandel gelten als günstig bewertet, KI-Unternehmen als chancenreich, andere Sektoren sind strukturell unter Druck. Wer also einfach auf den Dax setzt und hofft, könnte richtig liegen – aber differenziertes Hinschauen lohnt sich. Und damit sind wir schon mitten im Technologiethema. Cathie Wood, die bekannte amerikanische Tech-Investorin, warnt vor dem, was sie als eine Art Apokalypse für klassische Software-as-a-Service-Anbieter bezeichnet. Das sind Unternehmen, die Software über das Internet verkaufen – Abonnementmodelle, die in den vergangenen Jahren enorm gewachsen sind. Woods These ist, dass künstliche Intelligenz dieses Modell zunehmend unter Druck setzt. Wer KI tief in die Geschäftsprozesse seiner Kunden einbaut, hat einen riesigen Vorteil gegenüber Anbietern, die einfach standardisierte Tools verkaufen. Als Beispiel nennt sie Palantir, ein Unternehmen, das Datenanalyse tief in die Strukturen seiner Kunden integriert. Die Richtung war Wood klar, auch wenn die Schärfe des Rückgangs bei SaaS-Aktien sie überrascht hat. Für Anleger bedeutet das: Die KI-Welle hebt nicht alle Boote gleichermaßen. Passend dazu kommt eine Meldung aus China. Huawei hat auf einer Konferenz in Shanghai einen Durchbruch in der Halbleiterproduktion angekündigt. Details sind noch rar, aber die Bedeutung ist klar: Die USA versuchen seit Jahren, Chinas Zugang zu moderner Chip-Technologie zu blockieren. Huawei reagiert darauf mit eigener Entwicklung. Ob dieser angekündigte Durchbruch wirklich so groß ist, wie er klingt, wird sich zeigen – aber die Richtung ist eindeutig. China arbeitet intensiv daran, technologisch unabhängig zu werden, und Huawei ist dabei eine der treibenden Kräfte. Auf der regulatorischen Seite gibt es ebenfalls Bewegung. Die EU-Kommission steht kurz davor, Google mit der bislang höchsten Strafe im Rahmen des Digital Markets Act zu belegen. Es geht um einen Betrag im hohen dreistelligen Millionenbereich. Der Vorwurf: Google bevorzugt in seiner Suche eigene Dienste und benachteiligt damit Wettbewerber. Die finale Entscheidung liegt bei Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, eine Verkündung soll noch vor der Sommerpause kommen. Das ist ein klares Signal, dass Europa den großen Plattformen gegenüber ernst macht – und es zeigt, dass der Digital Markets Act kein zahnloser Tiger ist. Und dann noch ein Thema, das die deutsche Startup-Szene betrifft: Delivery Hero, der Berliner Lieferdienst, steht im Mittelpunkt eines Übernahmekampfes. Uber will das Unternehmen komplett übernehmen und hat sein erstes Angebot bereits erhöht. Auch der US-Konkurrent Doordash soll Gespräche geführt haben. Klingt erstmal nach einer Erfolgsstory für ein deutsches Unternehmen – ist es aber nicht unbedingt. Denn die Sache ist kompliziert: Uber überschneidet sich mit Delivery Hero in 22 Ländern, Doordash in 18. Das sind erhebliche kartellrechtliche Probleme. Experten halten eine Zerschlagung von Delivery Hero für ein realistisches Szenario – also dass das Unternehmen in Teilen verkauft wird, statt als Ganzes. Für die Beschäftigten und für den Standort Berlin wäre das keine gute Nachricht. Und schließlich noch ein Blick über den wirtschaftlichen Tellerrand hinaus, der aber trotzdem relevant ist: Papst Leo XIV. hat in seinem ersten großen Kirchenschreiben vor den Gefahren der künstlichen Intelligenz gewarnt. Er sorgt sich um öffentliche Güter, Grundrechte und den Einsatz von KI in militärischen Konflikten. Das ist keine Wirtschaftsmeldung im engeren Sinne, aber es zeigt, dass die gesellschaftliche Debatte über KI längst auf höchster Ebene angekommen ist – und dass der Ruf nach klaren Regeln immer lauter wird. Für Unternehmen, die KI einsetzen oder entwickeln, ist das ein Signal: Die regulatorische und ethische Diskussion wird nicht leiser werden. Was bleibt als Gesamtbild? Wir sehen gerade eine Welt, in der Unsicherheit das dominierende Thema ist. Zinsen, Geopolitik, technologischer Wandel und regulatorischer Druck wirken gleichzeitig. Anleger suchen Sicherheit, manche in Gold, manche in Anleihen, manche in einfachen ETFs. Unternehmen wie Huawei und Google kämpfen um ihre Position in einer sich verschiebenden Weltordnung. Und der Markt für Technologie sortiert sich gerade neu – wer KI wirklich in die Tiefe integriert, hat die Nase vorn. Das war heute unser Blick auf die Wirtschaft: Goldpreise auf Rekordhoch, Anleihen im Aufwind, Delivery Hero im Übernahmestrudel, Google vor einer Rekordstrafe und die große Frage, wer in der KI-Welt wirklich das Rennen macht. Morgen schauen wir wieder, was die Märkte und die Wirtschaft bewegt. Bis dann.

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