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Wirtschaft im Fokus
Folge 10109.10.202610:51 KI-vertont

Pleitewelle und Bondbeben: Wie stabil ist Deutschlands Erholung? (09.10.2026)

Themen

In dieser Folge

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  1. 01

    Firmenpleiten im Juli auf höchstem Stand seit 13 Jahren

    n-tv Wirtschaft

    Die Amtsgerichte registrierten im Juli 2373 beantragte Unternehmensinsolvenzen, 8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und der höchste Juliwert seit 2013. Von Januar bis Juli stiegen die Fälle um 6,9 Prozent auf 15.185, wobei die Forderungen der Gläubiger mit 21,9 Milliarden Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 31,8 Milliarden Euro lagen, da 2025 mehr wirtschaftlich bedeutende Firmen betroffen waren. Am häufigsten gingen Unternehmen in Verkehr und Lagerei, im Gastgewerbe und im Baugewerbe pleite, während die Verbraucherinsolvenzen im Juli um 5,9 Prozent auf 7111 sanken; die DIHK mahnt angesichts der schwachen Breite des Aufschwungs rasche Reformen an.

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  2. 02

    Bondbeben: Steigende Anleiherenditen setzen Staaten und Finanzmärkte unter Druck

    Handelsblatt

    Die langfristigen Zinsen für Staatsanleihen sind weltweit in kurzer Zeit über kritische Marken gestiegen, was die hohe Verschuldung vieler Staaten auf die Probe stellt. Besonders die USA stehen im Fokus, da das Vertrauen in ihre Finanzpolitik schwindet; der Ökonom Mohamed El-Erian sagt dazu, Amerika exportiere seine Schuldenkrise. Der Artikel beleuchtet die Folgen der neuen Zinswelt für Europa und die USA sowie die Faktoren, die die Renditen weiter nach oben treiben könnten.

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  3. 03

    Deutschland-Gipfel: Kanada als Vorbild und die Frage, ob Deutschland zur Lokomotive Europas werden kann

    Handelsblatt

    Auf dem Deutschland-Gipfel von Handelsblatt und „Wirtschaftswoche“ in Berlin lobte Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing die „Equity-Story“, die der kanadische Premier Mark Carney auf dem Investment-Summit in Toronto für sein Land präsentiert hatte. Europa habe eine große Chance, wenn es eine ähnliche Karte spielte, und Deutschland könne dabei die Lokomotive sein – der Konjunktiv zeige jedoch, dass beide dafür noch nicht weit genug seien. Beim Gipfel zum 80. und 100. Geburtstag der beiden Medien diskutierten Konzernchefs, der Kanzler, der Digitalminister und Ökonomen einen Tag lang über die Zukunft des Standorts, wobei der Autor vier Thesen daraus mitnahm.

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  4. 04

    OpenAI steuert auf rund 50 statt 70 Milliarden Dollar Jahresumsatz zu

    FAZ Wirtschaft

    Laut Berichten von Bloomberg und der Financial Times liegt der annualisierte Umsatz von OpenAI bei etwa 50 Milliarden Dollar und damit rund 20 Milliarden unter den zuletzt kolportierten knapp 70 Milliarden Dollar. Die Abweichung soll daher rühren, dass Investoren die Zahlen besser mit denen des Konkurrenten Anthropic vergleichbar machen wollten, etwa bei der Verbuchung von Umsätzen über Cloud-Anbieter. Anthropic kam laut Bloomberg Ende Juli auf einen annualisierten Umsatz von 65 Milliarden Dollar; beide Unternehmen werben um Firmenkunden und streben einen Börsengang an, während OpenAI sich nicht äußerte.

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  5. 05

    Anleihemarkt: Artikel über Einstiegschancen in Zinspapiere nicht abrufbar

    Manager Magazin

    Der Beitrag des Manager Magazins mit dem Titel „Anleihemarkt: Wo sich derzeit der Einstieg in Zinspapiere lohnt“ ist im vorliegenden Text nicht zugänglich, da der Link abgelaufen ist oder die zulässige Zahl an Aufrufen überschritten wurde. Stattdessen wird lediglich auf das kostenpflichtige Digital-Abo manager+ samt Preisen und Zahlungsmöglichkeiten verwiesen. Inhaltliche Aussagen zu Anleihen, Renditen oder konkreten Anlageempfehlungen lassen sich daher nicht ableiten.

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  6. 06

    Kapitalregel als Wettbewerbsvorteil: Banken wie Unicredit drängen ins Versicherungsgeschäft

    Handelsblatt

    Die italienische Großbank Unicredit rückt einer Übernahme der Commerzbank näher, was ihre harte Kernkapitalquote belasten würde, sobald das deutsche Institut in der Bilanz konsolidiert wird. Eine Sonderregel im EU-Bankenaufsichtsrecht verschafft dem Konzern jedoch nahezu zeitgleich Entlastung. Diese Regelung könnte zudem den Wettbewerb im europäischen Finanzsektor spürbar verändern, da Banken und Versicherer von unterschiedlichen Kapitalregeln betroffen sind.

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  7. 07

    Dax stabilisiert sich über 25.000 Punkten – Telekom, Nvidia und Intel unter Druck

    Manager Magazin

    Nach dem schwachen Vortag und dem tiefsten Stand seit Juli legte der Dax am Freitag um gut ein Prozent auf 25.053 Punkte zu, während die Wochenbilanz mit rund 0,9 Prozent im Minus bleibt. Belastet wurden KI-Halbleiterwerte wie Nvidia und Intel durch einen Bericht über geringere OpenAI-Umsätze sowie die Deutsche Telekom, die um 6,7 Prozent einbrach, nachdem SpaceX mit einem großen Frequenzkauf die US-Mobilfunkanbieter angegriffen hatte. Am Ölmarkt gaben Brent und WTI nach Trumps Dementi neuer Angriffe auf Iran um bis zu 1,5 Prozent nach, während die Rendite zehnjähriger US-Anleihen mit 5,2 Prozent hoch blieb.

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  8. 08

    US-Botschafter Puzder warnt vor wirtschaftlichem und zivilisatorischem Niedergang Europas

    Handelsblatt

    Andrew Puzder, Trumps Botschafter für die EU, sieht Europa wirtschaftlich in deutlichem Niedergang und verweist darauf, dass das nominale Pro-Kopf-BIP Deutschlands zuletzt unter dem von West Virginia lag, das der gesamten EU sogar unter dem von Mississippi. Im Gespräch mit dem Handelsblatt, das auf eine Grundsatzrede von Außenminister Marco Rubio über „Verfall, Knechtschaft und Niedergang“ des Westens folgt, äußert er zudem Sorgen über einen zivilisatorischen Niedergang und nennt die Entwicklung in Frankreich als Beispiel. Die USA wünschten sich ein wirtschaftlich, politisch und militärisch starkes Europa, das stolz auf sein Erbe und eng mit dem Westen verbunden sei, auch weil man mit Verbündeten vertrauliche und geheime Informationen teile.

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  9. 09

    Gegen den Trend: EWE und Verbund planen 500-Megawatt-Elektrolyseur für grünen Wasserstoff in der Wesermarsch

    Handelsblatt

    Obwohl der Wasserstoffmarkt in Deutschland stockt und Projekte abgesagt oder verschoben werden, wollen die EWE AG aus Oldenburg und die österreichische Verbund AG gemeinsam einen Elektrolyseur mit bis zu 500 Megawatt Leistung errichten. Die Anlage in der Wesermarsch zwischen Oldenburg und Bremerhaven soll ab 2032 grünen Wasserstoff für Industrie, Mobilität und Energiesektor liefern, wie die Konzernchefs Stefan Dohler und Michael Strugl dem Handelsblatt bestätigten. Die endgültige Investitionsentscheidung steht noch aus und hängt von der EU-Kommission ab.

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  10. 10

    Konjunkturerholung auf unsicherem Fundament: Wachstum stützt sich vor allem auf Staatsschulden

    FAZ Wirtschaft

    Die Bundesregierung erwartet für dieses Jahr ein reales BIP-Wachstum von 1,3 Prozent und für das kommende Jahr von 1,1 Prozent, womit sie sich den Prognosen der großen Wirtschaftsforschungsinstitute anschließt. Nach Jahren der Rezession und Stagnation ist das zwar ein Erfolg, doch die Erholung speist sich laut Kommentar überwiegend aus schuldenfinanzierten Staatsausgaben, während die privatwirtschaftliche Basis dünn bleibt: Die Exporte laufen vorerst robust, die privaten Investitionen sollen aber nur um 0,2 Prozent zulegen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche setzt auf den Staat als Anschubgeber für die Privatwirtschaft, doch laut dem Autor wächst die Unsicherheit durch neue Steuern, höhere Sozialausgaben und steigende Zinsen, was Unternehmer vom Investieren abhält.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie stark sind die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland im Juli 2025 gestiegen?

Die Amtsgerichte registrierten im Juli 2.373 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das sind 8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und der höchste Juliwert seit 2013. Von Januar bis Juli stiegen die Fälle um 6,9 Prozent auf 15.185, am häufigsten in Verkehr und Lagerei, im Gastgewerbe und im Baugewerbe.

Warum sind die Gläubigerforderungen trotz mehr Pleiten gesunken?

Die Forderungen der Gläubiger lagen von Januar bis Juli bei 21,9 Milliarden Euro, nach 31,8 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Grund: Im Vorjahr waren mehr wirtschaftlich bedeutende Firmen betroffen. Die Zahl der Fälle steigt also, die durchschnittliche Größe der betroffenen Unternehmen war zuletzt aber geringer.

Warum setzen steigende Anleiherenditen Staaten und Finanzmärkte unter Druck?

Die langfristigen Zinsen für Staatsanleihen sind weltweit in kurzer Zeit über kritische Marken gestiegen. Das stellt die hohe Verschuldung vieler Staaten auf die Probe, weil Schulden teurer zu finanzieren sind. Besonders im Fokus stehen die USA, deren Finanzpolitik zunehmend an Vertrauen verliert.

Was bedeutet die Aussage „Amerika exportiert seine Schuldenkrise“?

Der Ökonom Mohamed El-Erian meint damit, dass die Probleme der US-Staatsverschuldung auf andere Länder und Märkte ausstrahlen. Wenn Anleger US-Finanzpolitik weniger vertrauen, steigen die Renditen, und das wirkt auch auf die Finanzierungsbedingungen in Europa.

Was ist die Kernbotschaft des Deutschland-Gipfels zur Rolle Deutschlands in Europa?

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing lobte die „Equity-Story“, mit der Kanadas Premier Mark Carney sein Land Investoren präsentiert hatte. Europa könne mit einer ähnlichen Erzählung eine große Chance nutzen, und Deutschland könnte dabei die Lokomotive sein. Der Konjunktiv zeige aber, dass beide dafür noch nicht weit genug seien.

Vollständiges Transkript

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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute geht es um eine Frage, die sich durch fast alle Meldungen zieht: Wie belastbar ist die Erholung der deutschen Wirtschaft, wenn die Zinsen hoch bleiben und die Unsicherheit wächst? Wir schauen auf die Konjunkturprognose der Bundesregierung, auf die Firmenpleiten, auf das Beben an den Anleihemärkten und auf einen Dax, der gerade die Marke von 25.000 Punkten verteidigt. Fangen wir mit der Konjunktur an. Die Bundesregierung erwartet für dieses Jahr ein reales Wachstum von 1,3 Prozent und für das kommende Jahr von 1,1 Prozent. Damit liegt sie auf einer Linie mit den großen Wirtschaftsforschungsinstituten. Nach Jahren von Rezession und Stagnation ist das erst einmal eine gute Nachricht. Aber ein Kommentar in der FAZ weist auf ein Problem hin: Die Erholung speist sich vor allem aus schuldenfinanzierten Staatsausgaben. Die privatwirtschaftliche Basis bleibt dünn. Die Exporte laufen vorerst robust, doch die privaten Investitionen sollen nur um 0,2 Prozent zulegen. Das ist wenig, wenn man bedenkt, dass vor allem Investitionen der Unternehmen ein Aufschwung langfristig tragen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche setzt darauf, dass der Staat als Anschubgeber wirkt und die Privatwirtschaft nachzieht. Der Autor des Kommentars sieht allerdings Hürden: neue Steuern, höhere Sozialausgaben und steigende Zinsen. Das alles erzeugt Unsicherheit, und Unsicherheit ist für Unternehmer meist ein guter Grund, Investitionen aufzuschieben. Der Staat kann also Geld ins System geben, aber ob daraus ein selbsttragender Aufschwung wird, entscheidet sich bei den Unternehmen. Wie angespannt es dort teilweise ist, zeigen die aktuellen Insolvenzzahlen. Im Juli haben die Amtsgerichte 2373 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Das sind 8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und der höchste Juliwert seit 2013. Von Januar bis Juli stieg die Zahl um 6,9 Prozent auf 15.185 Fälle. Interessant ist die Summe der offenen Forderungen der Gläubiger: Sie liegt mit 21,9 Milliarden Euro deutlich unter den 31,8 Milliarden Euro aus dem Vorjahreszeitraum. Der Grund: Damals waren mehr wirtschaftlich bedeutende Firmen betroffen. Es gibt also aktuell mehr Pleiten, aber im Schnitt kleinere. Am häufigsten traf es Verkehr und Lagerei, das Gastgewerbe und das Baugewerbe. Bei den Verbraucherinsolvenzen gab es dagegen einen Rückgang um 5,9 Prozent auf 7111 Fälle. Die Industrie- und Handelskammern, vertreten durch die DIHK, mahnen angesichts der schwachen Breite des Aufschwungs rasche Reformen an. Das passt gut zum Bild: Die Gesamtzahlen sehen besser aus, aber in einzelnen Branchen ist der Druck weiter hoch. Damit sind wir bei der Frage, wie es mit dem Standort weitergeht. Beim Deutschland-Gipfel von Handelsblatt und Wirtschaftswoche in Berlin war genau das Thema. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing lobte dort die Geschichte, die Kanadas Premier Mark Carney für sein Land bei einem Investorentreffen in Toronto erzählt hatte, eine Art Standort-Erzählung für Anleger. Sewing sagte, Europa habe eine große Chance, wenn es eine ähnliche Karte spielt, und Deutschland könne dabei die Lokomotive sein. Das Wort „könnte“ ist hier wichtig, denn es zeigt, dass wir davon noch ein Stück entfernt sind. Konzernchefs, der Kanzler und Ökonomen diskutierten einen ganzen Tag lang über die Zukunft des Standorts. Die Botschaft: Es reicht nicht, Probleme zu benennen. Deutschland braucht eine klare Erzählung, warum sich Investitionen hier lohnen, und dann auch die Rahmenbedingungen dazu. Ein Beispiel dafür, wie schwer das manchmal ist, liefert der Wasserstoffmarkt. Er stockt in Deutschland, Projekte werden abgesagt oder verschoben. Trotzdem wollen der Oldenburger Versorger EWE und der österreichische Konzern Verbund gemeinsam einen Elektrolyseur mit bis zu 500 Megawatt Leistung in der Wesermarsch bauen. Ab 2032 soll dort grüner Wasserstoff für Industrie, Mobilität und den Energiesektor entstehen. Die endgültige Investitionsentscheidung steht aber noch aus und hängt von der EU-Kommission ab. Das ist ein Muster, das man oft sieht: Der Wille zu investieren ist da, aber politische Entscheidungen und Genehmigungen bestimmen den Zeitplan. Nun zu den Märkten, wo gerade eine Menge in Bewegung ist. Die Renditen langfristiger Staatsanleihen sind weltweit in kurzer Zeit über kritische Marken gestiegen. Einfach erklärt: Wenn Staaten sich Geld leihen, müssen sie dafür mehr Zinsen zahlen. Das stellt die hohe Verschuldung vieler Länder auf die Probe. Besonders im Fokus stehen die USA, weil das Vertrauen in ihre Finanzpolitik schwindet. Der Ökonom Mohamed El-Erian sagt, Amerika exportiere seine Schuldenkrise. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen lag zuletzt bei 5,2 Prozent, also weiter sehr hoch. Für Europa ist das nicht egal. Wenn in den USA die Zinsen steigen, ziehen sie oft die Zinsen anderswo mit nach oben. Das verteuert Kredite für Staaten, Unternehmen und am Ende auch für Verbraucher, etwa bei Baufinanzierungen. Es erklärt auch, warum steigende Zinsen in der deutschen Konjunkturdebatte als Risiko genannt werden: Je mehr der Staat sich verschuldet, desto stärker spürt er selbst die neue Zinswelt. Am Aktienmarkt zeigte sich das Ganze eher nervös als dramatisch. Der Dax legte am Freitag um gut ein Prozent auf 25.053 Punkte zu, nachdem er am Vortag auf den tiefsten Stand seit Juli gefallen war. Auf die Woche gesehen bleibt ein Minus von etwa 0,9 Prozent. Belastet wurden vor allem Technologiewerte. Ein Auslöser war ein Bericht über geringere Umsätze beim KI-Unternehmen OpenAI. Nach Berichten von Bloomberg und der Financial Times liegt dessen auf das Jahr hochgerechneter Umsatz bei rund 50 Milliarden Dollar und nicht bei den zuletzt genannten knapp 70 Milliarden. Der Unterschied soll teilweise daher kommen, dass Investoren die Zahlen besser mit denen des Konkurrenten Anthropic vergleichbar machen wollten, etwa bei der Verbuchung von Umsätzen über Cloud-Anbieter. Anthropic kam laut Bloomberg Ende Juli auf hochgerechnet 65 Milliarden Dollar. Beide Firmen streben an die Börse. Der Markt reagierte empfindlich, Nvidia und Intel gaben nach. Das zeigt, wie hoch die Erwartungen an das KI-Geschäft sind: Schon eine Korrektur der Zahlen reicht, um Kurse unter Druck zu setzen. Noch deutlicher traf es die Deutsche Telekom, die um 6,7 Prozent einbrach. Auslöser war, dass SpaceX mit einem großen Frequenzkauf die US-Mobilfunkanbieter angegriffen hat. Für die Telekom ist das wichtig, weil ihr US-Geschäft ein zentraler Ergebnisbringer ist. Die Anleger fürchten also mehr Konkurrenz in einem Markt, der bisher als stabil galt. Am Ölmarkt ging es dagegen etwas entspannter zu. Brent und WTI gaben um bis zu 1,5 Prozent nach, nachdem Donald Trump neue Angriffe auf den Iran dementiert hatte. Für Verbraucher und Unternehmen ist das eine kleine Entlastung, denn niedrigere Ölpreise dämpfen tendenziell die Inflation. Ein Blick noch auf den Bankensektor. Die italienische Großbank Unicredit rückt einer Übernahme der Commerzbank näher. Wenn die Commerzbank in der Bilanz konsolidiert wird, würde das die harte Kernkapitalquote von Unicredit belasten, also den wichtigen Puffer, den Banken gegen Verluste vorhalten müssen. Doch eine Sonderregel im EU-Bankenaufsichtsrecht verschafft dem Konzern fast zeitgleich Entlastung. Das Handelsblatt weist außerdem darauf hin, dass Banken und Versicherer unterschiedlichen Kapitalregeln unterliegen. Das könnte den Wettbewerb im europäischen Finanzsektor verändern, weil Banken stärker ins Versicherungsgeschäft drängen. Regeln, die auf den ersten Blick technisch wirken, entscheiden also am Ende mit darüber, wer im Markt Vorteile hat. Zum Schluss ein Blick von außen auf Europa. Andrew Puzder, Trumps Botschafter bei der EU, sieht Europa wirtschaftlich im Niedergang. Er verweist darauf, dass das nominale Pro-Kopf-BIP Deutschlands zuletzt unter dem des US-Bundesstaats West Virginia lag und das der gesamten EU sogar unter dem von Mississippi. Solche Vergleiche sind natürlich zugespitzt, denn sie hängen auch von Wechselkursen und der Art der Berechnung ab. Aber sie zeigen, wie in Washington auf die europäische Wirtschaftskraft geschaut wird. Und sie passen zur Debatte in Deutschland: Wachstum muss nachhaltiger werden und stärker aus der Privatwirtschaft kommen. Was bleibt also? Die deutsche Wirtschaft wächst wieder, aber auf einem Fundament, das stark vom Staat getragen wird. Die Pleitenzahlen zeigen, dass viele Unternehmen weiter unter Druck stehen. Und die steigenden Zinsen weltweit erhöhen die Kosten für alle, die investieren oder sich verschulden wollen. Ob aus der Erholung ein echter Aufschwung wird, hängt davon ab, ob Unternehmen wieder Vertrauen fassen und Reformen schnell genug kommen. Zusammengefasst: Die Regierung rechnet mit 1,3 Prozent Wachstum, die Firmenpleiten erreichen den höchsten Julistand seit 13 Jahren, die Anleiherenditen setzen Staaten unter Druck, und der Dax hält sich knapp über 25.000 Punkten. Morgen schauen wir wieder darauf, was die Wirtschaft bewegt. Bis dahin, machen Sie es gut und bleiben Sie neugierig. Noch ein Hinweis: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert. Alle Quellen und Hintergründe finden Sie auf unserer Website.

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