Tech-Crash, Inflationsangst und Chinas Exportflut: Kospi bricht ein (15.10.2026)
Chinas Exporte boomen, Deutschlands Handelsdefizit knackt wohl die 100-Milliarden-Marke. Dazu: Tech-Ausverkauf schickt den Kospi in den Keller, Anleger flüchten in Bundesanleihen, und die US-Inflation zieht an.
In dieser Folge
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Handelsdefizit mit China dürfte erstmals die Marke von 100 Milliarden Euro überschreiten
WirtschaftsWocheLaut einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) wird Deutschlands Handelsdefizit mit China in diesem Jahr erstmals über 100 Milliarden Euro liegen. Im ersten Halbjahr importierte Deutschland fast zweieinhalbmal so viele Waren aus China, wie es dorthin exportierte, wobei vor allem Automobilindustrie, Maschinenbau und Elektroindustrie betroffen sind. Das IW fordert neben heimischen Reformen breite Ausgleichszölle der EU.
Original - 02
Chinas Exporte steigen im September um 36 Prozent – Handelsüberschuss nähert sich Rekordmarke
TagesschauChinas Ausfuhren sind im September um 36,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen und lagen damit deutlich über den Erwartungen der Analysten. Getrieben wird das Wachstum vor allem von Halbleitern und Autos, sodass der Handelsüberschuss von Januar bis September bereits 938,11 Milliarden Dollar erreichte. Das dürfte die Handelskonflikte mit den USA und der EU weiter verschärfen.
Original - 03
Deutsche Staatsanleihen legen deutlich zu: Tech-Ausverkauf löst Flucht in sichere Anlagen aus
WirtschaftsWocheDie Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Donnerstag kräftig gestiegen, weil starke Verluste bei Technologiewerten Anleger in sichere Anlagehäfen trieben. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank auf 3,38 Prozent, auch in anderen Eurostaaten gingen die Renditen zurück. Auslöser des Ausverkaufs, der vor allem den KI-Sektor traf, war eine überraschend hohe US-Inflation, die Spekulationen auf steigende Zinsen verstärkte.
Original - 04
Ausverkauf bei Technologiewerten: DAX startet schwach, Kospi bricht um neun Prozent ein
TagesschauDer DAX ist am 15. Oktober 2026 mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 25.173 Punkte in den Handel gestartet, nachdem sich die Verkaufswelle bei Halbleiteraktien von der Nasdaq auf Asien ausgeweitet hatte. Auslöser sind überraschend hohe US-Inflationsdaten, die die Sorge vor weiteren Zinsanhebungen der Federal Reserve verstärken, sowie Zweifel an den hohen Bewertungen von Technologieunternehmen. Der taiwanische Chipfertiger TSMC meldete trotz des schwierigen Marktumfelds einen weiteren Rekordgewinn.
Original - 05
KI-Sorgen belasten Techwerte weltweit: Kospi bricht ein, Dax hält sich weitgehend stabil
Manager MagazinEin überraschend starker Inflationsanstieg in den USA schürt Sorgen vor steigenden Zinsen und setzt Technologiewerte in den USA und Asien massiv unter Druck, besonders den südkoreanischen Kospi. Der Dax blieb im frühen Handel mit rund 25.301 Punkten kaum verändert, da er nur wenige Techwerte enthält; einzelne Titel wie Infineon und Siemens Energy verloren dennoch deutlich. Die Ölpreise gaben unterdessen nach, nachdem die Sorgen vor Lieferausfällen im Nahen Osten etwas nachgelassen hatten.
Original - 06
US-Inflation steigt auf 3,7 Prozent: Nasdaq bricht ein, Dax schließt knapp im Plus, Goldpreis fällt
Manager MagazinDie überraschend stark gestiegene US-Inflation hat am Mittwoch größere Kursgewinne am deutschen Aktienmarkt verhindert: Der Dax schloss 0,15 Prozent höher bei 25.298 Punkten, während der Nasdaq 100 am Abend um mehr als 2 Prozent absackte. Anleger fürchten einen Zinsschock, der Dollar und die US-Renditen legten zu, der Goldpreis sank dagegen auf 4.079 Dollar je Feinunze. Gestützt wurde die Stimmung in Europa durch den Plan der EU-Kommission, bestimmte Klimaschutzregeln für importierte fossile Brennstoffe später anzuwenden.
Original - 07
Bending Spoons: Aktie legt nach weiterer Berkshire-Investition um mehr als 50 Prozent zu
Manager MagazinBerkshire Hathaway steigt mit einer weiteren Investition bei dem App-Aufkäufer Bending Spoons ein, woraufhin die Aktie um mehr als 50 Prozent steigt. Das frische Kapital soll für Übernahmen genutzt werden, um das Portfolio an digitalen Unternehmen auszubauen. Der neue Berkshire-CEO Greg Abel verstärkt damit sein Engagement im Technologiesektor, den sein Vorgänger Warren Buffett bekanntermaßen gemieden hatte.
Original - 08
KI als Chance im Kostendruck: IBM setzt in Deutschland auf Forschung und Automatisierung
TagesschauTrotz hoher Energie- und Arbeitskosten sowie geopolitischer Unsicherheiten sieht IBM Deutschland in Künstlicher Intelligenz einen Schlüssel für mehr Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Der Mannheimer Betriebswirt Jannis Bischof erklärt, KI-orientierte Konzerne könnten Kostensteigerungen leichter weitergeben, und betont, dass der Einsatz von KI nicht nur Stellenabbau bedeute, sondern verstärkt Fachkräfte und Weiterbildung erfordere. Gleichzeitig kritisiert IBM-Geschäftsführerin Christine Rupp Standortnachteile wie schwerfällige Genehmigungsverfahren und den schwierigen Zugang zu Risikokapital.
Original - 09
Healey nennt Banken „Juwel in der Krone“ der britischen Wirtschaft und weicht Fragen zu Steuerplänen vor dem Haushalt aus
The Guardian BusinessDer britische Schatzkanzler John Healey hat am Rande der IWF-Jahrestagung in Bangkok erklärt, Banken seien fest im wirtschaftlichen Gefüge des Landes verankert und ein „Juwel in der britischen Wirtschaftskrone“, was Spekulationen über eine neue Bankensteuer dämpfen könnte. Zugleich lehnte er jede Spekulation über den Haushalt in zwei Wochen ab, sagte die Einhaltung der Fiskalregeln zu und deutete mehr Unterstützung für die Ukraine an. Rückenwind erhält er durch das unerwartete Wirtschaftswachstum im August und die Anhebung der IWF-Wachstumsprognose.
Original - 10
Inflationssorgen und Zinsangst: Tech-Aktien in Asien brechen ein
Spiegel WirtschaftDie asiatischen Börsen haben nach einem unerwartet starken Anstieg der US-Inflation deutlich im Minus geschlossen, da Anleger mit Zinserhöhungen der Federal Reserve noch in diesem Jahr rechnen. Besonders technologielastige Indizes und KI-nahe Werte gerieten unter Druck, weil höhere Zinsen die Finanzierung wachstumsstarker Unternehmen verteuern. Marktbeobachter sprechen von einer echten Korrektursorge statt klassischer Gewinnmitnahmen.
Original
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Handelsdefizit mit China dürfte erstmals die Marke von 100 Milliarden Euro überschreiten
WirtschaftsWocheLaut einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) wird Deutschlands Handelsdefizit mit China in diesem Jahr erstmals über 100 Milliarden Euro liegen. Im ersten Halbjahr importierte Deutschland fast zweieinhalbmal so viele Waren aus China, wie es dorthin exportierte, wobei vor allem Automobilindustrie, Maschinenbau und Elektroindustrie betroffen sind. Das IW fordert neben heimischen Reformen breite Ausgleichszölle der EU.
Original - 02
Chinas Exporte steigen im September um 36 Prozent – Handelsüberschuss nähert sich Rekordmarke
TagesschauChinas Ausfuhren sind im September um 36,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen und lagen damit deutlich über den Erwartungen der Analysten. Getrieben wird das Wachstum vor allem von Halbleitern und Autos, sodass der Handelsüberschuss von Januar bis September bereits 938,11 Milliarden Dollar erreichte. Das dürfte die Handelskonflikte mit den USA und der EU weiter verschärfen.
Original - 03
Deutsche Staatsanleihen legen deutlich zu: Tech-Ausverkauf löst Flucht in sichere Anlagen aus
WirtschaftsWocheDie Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Donnerstag kräftig gestiegen, weil starke Verluste bei Technologiewerten Anleger in sichere Anlagehäfen trieben. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank auf 3,38 Prozent, auch in anderen Eurostaaten gingen die Renditen zurück. Auslöser des Ausverkaufs, der vor allem den KI-Sektor traf, war eine überraschend hohe US-Inflation, die Spekulationen auf steigende Zinsen verstärkte.
Original - 04
Ausverkauf bei Technologiewerten: DAX startet schwach, Kospi bricht um neun Prozent ein
TagesschauDer DAX ist am 15. Oktober 2026 mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 25.173 Punkte in den Handel gestartet, nachdem sich die Verkaufswelle bei Halbleiteraktien von der Nasdaq auf Asien ausgeweitet hatte. Auslöser sind überraschend hohe US-Inflationsdaten, die die Sorge vor weiteren Zinsanhebungen der Federal Reserve verstärken, sowie Zweifel an den hohen Bewertungen von Technologieunternehmen. Der taiwanische Chipfertiger TSMC meldete trotz des schwierigen Marktumfelds einen weiteren Rekordgewinn.
Original - 05
KI-Sorgen belasten Techwerte weltweit: Kospi bricht ein, Dax hält sich weitgehend stabil
Manager MagazinEin überraschend starker Inflationsanstieg in den USA schürt Sorgen vor steigenden Zinsen und setzt Technologiewerte in den USA und Asien massiv unter Druck, besonders den südkoreanischen Kospi. Der Dax blieb im frühen Handel mit rund 25.301 Punkten kaum verändert, da er nur wenige Techwerte enthält; einzelne Titel wie Infineon und Siemens Energy verloren dennoch deutlich. Die Ölpreise gaben unterdessen nach, nachdem die Sorgen vor Lieferausfällen im Nahen Osten etwas nachgelassen hatten.
Original - 06
US-Inflation steigt auf 3,7 Prozent: Nasdaq bricht ein, Dax schließt knapp im Plus, Goldpreis fällt
Manager MagazinDie überraschend stark gestiegene US-Inflation hat am Mittwoch größere Kursgewinne am deutschen Aktienmarkt verhindert: Der Dax schloss 0,15 Prozent höher bei 25.298 Punkten, während der Nasdaq 100 am Abend um mehr als 2 Prozent absackte. Anleger fürchten einen Zinsschock, der Dollar und die US-Renditen legten zu, der Goldpreis sank dagegen auf 4.079 Dollar je Feinunze. Gestützt wurde die Stimmung in Europa durch den Plan der EU-Kommission, bestimmte Klimaschutzregeln für importierte fossile Brennstoffe später anzuwenden.
Original - 07
Bending Spoons: Aktie legt nach weiterer Berkshire-Investition um mehr als 50 Prozent zu
Manager MagazinBerkshire Hathaway steigt mit einer weiteren Investition bei dem App-Aufkäufer Bending Spoons ein, woraufhin die Aktie um mehr als 50 Prozent steigt. Das frische Kapital soll für Übernahmen genutzt werden, um das Portfolio an digitalen Unternehmen auszubauen. Der neue Berkshire-CEO Greg Abel verstärkt damit sein Engagement im Technologiesektor, den sein Vorgänger Warren Buffett bekanntermaßen gemieden hatte.
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KI als Chance im Kostendruck: IBM setzt in Deutschland auf Forschung und Automatisierung
TagesschauTrotz hoher Energie- und Arbeitskosten sowie geopolitischer Unsicherheiten sieht IBM Deutschland in Künstlicher Intelligenz einen Schlüssel für mehr Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Der Mannheimer Betriebswirt Jannis Bischof erklärt, KI-orientierte Konzerne könnten Kostensteigerungen leichter weitergeben, und betont, dass der Einsatz von KI nicht nur Stellenabbau bedeute, sondern verstärkt Fachkräfte und Weiterbildung erfordere. Gleichzeitig kritisiert IBM-Geschäftsführerin Christine Rupp Standortnachteile wie schwerfällige Genehmigungsverfahren und den schwierigen Zugang zu Risikokapital.
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Healey nennt Banken „Juwel in der Krone“ der britischen Wirtschaft und weicht Fragen zu Steuerplänen vor dem Haushalt aus
The Guardian BusinessDer britische Schatzkanzler John Healey hat am Rande der IWF-Jahrestagung in Bangkok erklärt, Banken seien fest im wirtschaftlichen Gefüge des Landes verankert und ein „Juwel in der britischen Wirtschaftskrone“, was Spekulationen über eine neue Bankensteuer dämpfen könnte. Zugleich lehnte er jede Spekulation über den Haushalt in zwei Wochen ab, sagte die Einhaltung der Fiskalregeln zu und deutete mehr Unterstützung für die Ukraine an. Rückenwind erhält er durch das unerwartete Wirtschaftswachstum im August und die Anhebung der IWF-Wachstumsprognose.
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Inflationssorgen und Zinsangst: Tech-Aktien in Asien brechen ein
Spiegel WirtschaftDie asiatischen Börsen haben nach einem unerwartet starken Anstieg der US-Inflation deutlich im Minus geschlossen, da Anleger mit Zinserhöhungen der Federal Reserve noch in diesem Jahr rechnen. Besonders technologielastige Indizes und KI-nahe Werte gerieten unter Druck, weil höhere Zinsen die Finanzierung wachstumsstarker Unternehmen verteuern. Marktbeobachter sprechen von einer echten Korrektursorge statt klassischer Gewinnmitnahmen.
Original
Häufige Fragen
Wie hoch wird das deutsche Handelsdefizit mit China voraussichtlich ausfallen?
Laut Institut der deutschen Wirtschaft (IW) wird das Defizit in diesem Jahr erstmals über 100 Milliarden Euro liegen. Im ersten Halbjahr importierte Deutschland fast zweieinhalbmal so viele Waren aus China, wie es dorthin exportierte. Besonders betroffen sind Automobilindustrie, Maschinenbau und Elektroindustrie.
Warum verschärft sich der Handelskonflikt zwischen China, der EU und den USA?
Chinas Exporte stiegen im September um 36,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, vor allem bei Halbleitern und Autos. Der Handelsüberschuss erreichte von Januar bis September bereits 938,11 Milliarden Dollar. Das dürfte die Spannungen mit den USA und der EU weiter verschärfen.
Was fordert das IW als Reaktion auf das wachsende Defizit?
Das IW verlangt neben heimischen Reformen breite Ausgleichszölle der EU. Ziel ist es, den Druck durch die stark steigenden Importe aus China auf die deutsche Industrie zu begrenzen.
Was hat den jüngsten Ausverkauf bei Technologiewerten ausgelöst?
Auslöser war eine überraschend hohe US-Inflation von 3,7 Prozent, die die Sorge vor weiteren Zinsanhebungen der Fed verstärkte. Hinzu kamen Zweifel an den hohen Bewertungen von Technologieunternehmen, vor allem im KI-Sektor. Der Nasdaq 100 fiel zeitweise um mehr als 2 Prozent, der südkoreanische Kospi brach um neun Prozent ein.
Wie reagierten DAX und deutsche Staatsanleihen auf die Turbulenzen?
Der DAX blieb mit rund 25.300 Punkten weitgehend stabil, da er nur wenige Techwerte enthält, wobei Titel wie Infineon und Siemens Energy deutlich verloren. Anleger flüchteten in sichere Anlagen: Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank auf 3,38 Prozent. Der Goldpreis gab auf 4.079 Dollar je Feinunze nach, während Dollar und US-Renditen zulegten.
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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute geht es um zwei Entwicklungen, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben, aber beide zeigen, wie nervös die Weltwirtschaft gerade ist. Auf der einen Seite steht eine überraschend hohe Inflation in den USA, die die Börsen kräftig durchgeschüttelt hat. Auf der anderen Seite ein Handelsdefizit mit China, das für Deutschland eine neue Dimension erreicht. Dazu kommen ein paar Zahlen zu Preisen, Öl und Zinsen. Los geht's. Beginnen wir mit den USA. Dort sind die Verbraucherpreise im September im Jahresvergleich um 3,7 Prozent gestiegen. Im August waren es noch 3,4 Prozent. Die Experten hatten mit weniger gerechnet, und genau das war der Auslöser für die Unruhe an den Märkten. Die Logik dahinter ist einfach: Steigt die Inflation stärker als gedacht, wächst die Sorge, dass die amerikanische Notenbank Federal Reserve die Zinsen weiter anhebt. Der Leitzins liegt aktuell bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Die Fed berät am 27. und 28. Oktober über ihren Kurs. Viele Fachleute halten eine weitere Erhöhung in diesem Jahr für möglich, am ehesten im Dezember. Ein Marktbeobachter von CFRA Research hält eine Erhöhung schon im Oktober zwar für wahrscheinlicher geworden, glaubt aber nicht daran. Sein Argument: Vor Zwischenwahlen habe es noch nie zwei Zinserhöhungen innerhalb von zwei Monaten gegeben. Die Märkte haben trotzdem sofort reagiert. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg auf 5,3 Prozent, die für zweijährige Papiere auf rund 4,9 Prozent. Der Dollar legte zu, der Euro rutschte auf etwa 1,11 Dollar. Und an der Technologiebörse Nasdaq ging es deutlich nach unten: Der Nasdaq 100 verlor am Abend über zwei Prozent. Der breite S&P 500 gab gut ein Prozent nach. Besonders hart traf es dann die Börsen in Asien, vor allem alles, was mit Halbleitern und künstlicher Intelligenz zu tun hat. Der südkoreanische Leitindex Kospi brach um rund neun Prozent ein und liegt damit mehr als ein Drittel unter seinem Rekordhoch vom Juni. Die Schwergewichte Samsung und SK Hynix verloren zeitweise jeweils mehr als neun Prozent. Der japanische Nikkei büßte fast fünf Prozent ein, auch in Shanghai und Shenzhen ging es um gut zwei Prozent abwärts. Eine Anlagestrategin der Saxo Bank brachte die Stimmung ganz gut auf den Punkt: Anleger fragen sich zunehmend, welchen Preis sie für Wachstum zahlen sollen, wenn die Zinsen hoch sind und vielleicht noch weiter steigen. Dahinter steckt ein ganz konkretes Problem. Viele Unternehmen im KI-Geschäft haben gewaltige Summen investiert und sind dafür hoch verschuldet. Wenn Kredite teurer werden, wird das für sie schnell unangenehm. Ein Beispiel ist der KI-Cloud-Anbieter Coreweave: Seine Aktie brach um gut 15 Prozent ein, nachdem die Anleihen des Unternehmens auf ein Niveau gefallen waren, das normalerweise auf finanzielle Schwierigkeiten hindeutet. Dazu kommen Befürchtungen, dass der Wettbewerb bei Speicherchips härter werden könnte. Selbst der taiwanische Chipfertiger TSMC konnte die Lage kaum beruhigen, obwohl er einen Rekordgewinn meldete. Im dritten Quartal stieg der Gewinn um über zwei Drittel auf umgerechnet gut 21 Milliarden Euro, mehr als Analysten im Schnitt erwartet hatten. Und wie sieht es in Deutschland aus? Der Dax hat sich vergleichsweise gut gehalten. Am Mittwoch schloss er mit 25.298 Punkten leicht im Plus, am Donnerstag ging es zum Start im Rahmen von gut einem halben Prozent hin und her, je nach Zeitpunkt knapp unter oder bei etwa 25.200 bis 25.300 Punkten. Das liegt vor allem daran, dass im Dax nur wenige reine Technologiewerte stecken. Ganz spurlos ging die Entwicklung aber nicht vorbei: Infineon verlor etwa neun Prozent, Siemens Energy gut sieben Prozent. Im MDax traf es Chip-nahe Titel wie Aixtron, Siltronic oder Suss Microtec, die zwischen viereinhalb und fast zehn Prozent nachgaben. Gestützt wurde der deutsche Markt am Mittwoch durch einen Plan der EU-Kommission, bestimmte Klimaschutzregeln für importierte fossile Brennstoffe später anzuwenden. Der europäische Gaspreis fiel daraufhin deutlich, und davon profitierten Aktien wie BASF mit einem Plus von etwa zwei Prozent. Wohin flüchten Anleger in solchen Phasen? In sichere Häfen. Deutsche Staatsanleihen waren am Donnerstag gefragt, ihre Kurse stiegen kräftig, und die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank auf 3,38 Prozent. Die Verluste nach den US-Inflationsdaten vom Vortag sind damit schon mehr als wettgemacht. Besonders deutlich fiel der Rückgang in Frankreich aus: Dort sank die Rendite zehnjähriger Anleihen um 0,12 Prozentpunkte auf 4,76 Prozent, nachdem Sorgen um die französischen Staatsfinanzen sie zuvor nach oben getrieben hatten. Gold, sonst ein beliebter Zufluchtsort, gab dagegen nach und lag bei rund 4.079 Dollar je Feinunze. Das liegt an den steigenden Zinsen und dem stärkeren Dollar, denn Gold wirft keine Zinsen ab. Ein Blick noch auf den Ölpreis, der für Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen zählt. Brent-Rohöl wurde am Donnerstag etwas billiger und kostete gut 104 Dollar je Barrel, nachdem die Sorgen vor Lieferausfällen im Nahen Osten etwas nachgelassen hatten. Die Internationale Energieagentur erwartet außerdem, dass die weltweite Ölnachfrage im kommenden Jahr schwächer ausfällt als bisher gedacht, nämlich bei 104,4 statt 105 Millionen Barrel pro Tag. Gleichzeitig hatten iranische Regierungsvertreter am Mittwoch angekündigt, mit neuen Taktiken für Angriffe auf Schiffe die Preise hochzuhalten. Die Lage bleibt also schwankungsanfällig. Und weil wir bei Preisen sind: In Deutschland lag die Inflationsrate im September laut Statistischem Bundesamt bei 3,3 Prozent. Ein Beispiel aus dem Alltag sind Kartoffeln, die wegen der geringen Ernte 11,3 Prozent mehr kosteten als vor einem Jahr. Der Preisdruck ist also auch bei uns im Supermarkt zu spüren. Damit zum zweiten großen Thema, dem Handel mit China. Das Institut der deutschen Wirtschaft rechnet damit, dass Deutschlands Handelsdefizit mit China in diesem Jahr erstmals über 100 Milliarden Euro liegt. Im ersten Halbjahr importierte Deutschland fast zweieinhalbmal so viele Waren aus China, wie es dorthin exportierte. Wenn der Trend in der zweiten Jahreshälfte anhält, hat sich das Defizit seit 2019 mehr als versiebenfacht. Besonders auffällig ist die Autoindustrie. 2019 hatte sie noch einen Handelsüberschuss von mehr als 23 Milliarden Euro, der dürfte bis Ende des Jahres fast vollständig verschwinden. Der Grund: Die deutschen Exporte brechen ein, während massiv mehr chinesische Fahrzeuge importiert werden. Im Maschinenbau kippt ein Überschuss von fast zehn Milliarden Euro erstmals in ein Defizit von rund einer Milliarde. Und die Elektroindustrie trägt mit rund 30 Milliarden Euro etwa ein Drittel zum Anstieg des Defizits bei, vor allem durch Elektromotoren und Batterien. Interessant: Energieintensive Branchen wie Chemie, Papier oder Glas spielen mit zusammen rund vier Milliarden Euro nur eine kleine Rolle. Hohe Energiekosten erklären die Entwicklung laut IW also nur zu einem kleinen Teil. Die Forscher nennen stattdessen das technologische Aufholen Chinas, massive Subventionen und eine unterbewertete Währung. Passend dazu kamen aus China selbst neue Zahlen. Die Exporte stiegen im September um 36,3 Prozent zum Vorjahresmonat, deutlich mehr als die erwarteten rund 25 Prozent. Auch die Importe legten kräftig zu. Der Handelsüberschuss lag im September bei gut 133 Milliarden Dollar, von Januar bis September bei rund 938 Milliarden Dollar, und nähert sich damit einer Rekordmarke. Getrieben wird das von Halbleitern, deren Exportwert in den ersten neun Monaten um gut 108 Prozent zulegte, und von Autos mit einem Plus von mehr als 50 Prozent. Was heißt das? Der Druck auf Europa und die USA wächst, und mit ihm das Risiko neuer Handelskonflikte. Der IW-Experte Jürgen Matthes fordert, der Europäische Rat solle die EU-Kommission beauftragen, ein Instrument für Ausgleichszölle zu entwickeln, das kein Protektionismus sein soll, sondern faire Wettbewerbsbedingungen schaffen. Es gibt aber auch ein Signal der Entspannung: Die EU und China haben sich auf eine Obergrenze für Hybridauto-Importe geeinigt, zunächst 350.000 Fahrzeuge pro Jahr, mit einem Anstieg von sechs Prozent jährlich in den kommenden vier Jahren. Sie soll ab Dezember gelten. Der Chef der deutschen Auslandshandelskammer in Ostchina, Michael Kern, sprach von einem hoffnungsvollen Signal, das Eskalationsrisiko für die mehr als 5.000 deutschen Unternehmen in China habe sich zunächst verringert. Und im Zollstreit zwischen China und den USA wurden im September Zollsenkungen für Waren im Wert von jeweils 30 Milliarden Dollar vereinbart. Ob die Annäherung hält, ist offen. Noch eine Meldung vom Kapitalmarkt: Berkshire Hathaway steigt mit einer weiteren Investition bei Bending Spoons ein, einem Unternehmen, das seit 2013 angeschlagene Apps aufkauft und deren Abläufe verbessert. Berkshire erhält zehn Millionen Aktien zu je 33 Dollar, die Aktie sprang um mehr als 50 Prozent nach oben. Bemerkenswert ist, dass der neue Berkshire-Chef Greg Abel damit stärker auf Technologie setzt, die sein Vorgänger Warren Buffett bekanntermaßen gemieden hatte. Was nehmen wir aus dem Tag mit? Hohe Preise und möglicherweise höhere Zinsen setzen die Märkte unter Druck, vor allem dort, wo Wachstum auf Pump finanziert wird. Und im Handel mit China zeigt sich, dass die deutsche Industrie unter einem Strukturwandel leidet, der weit über kurzfristige Schwankungen hinausgeht. Das waren die Highlights für heute: die überraschend hohe US-Inflation und der Tech-Ausverkauf, der vor allem Asien erwischt hat, die Flucht in sichere Anleihen, ein Handelsdefizit mit China von über 100 Milliarden Euro und ein erster Schritt zur Entspannung bei Hybridautos. Morgen sind wir wieder für euch da und schauen, wie die Märkte auf die nächsten Daten reagieren. Übrigens: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, und alle Quellen und Hintergründe findet ihr auf unserer Website. Bis morgen, macht's gut!
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