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Wirtschaft im Fokus
Folge 10616.10.202610:14 KI-vertont

Tech-Ausverkauf, China-Defizit und Anleiherenditen unter Druck (16.10.2026)

Themen

In dieser Folge

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  1. 01

    IW-Studie: Handelsdefizit mit China dürfte 2025 erstmals über 100 Milliarden Euro liegen

    Süddeutsche Wirtschaft

    Laut einer Analyse des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) wird Deutschlands Handelsdefizit mit China in diesem Jahr voraussichtlich erstmals die Marke von 100 Milliarden Euro überschreiten. Besonders stark belastet sind die Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Elektroindustrie, während hohe Energiekosten die Entwicklung nur zu einem kleinen Teil erklären. Das Institut fordert neben heimischen Reformen rasch umsetzbare, breite Ausgleichszölle.

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  2. 02

    DAX startet mit Gewinnen: Tech-Erholung und grünes Licht für UniCredit bei der Commerzbank

    Tagesschau

    Die Erholung im weltweiten Technologiesektor stützt den deutschen Aktienmarkt, der DAX legte in den ersten Handelsminuten um 0,4 Prozent auf 25.492,07 Punkte zu. Zusätzlich rückt die Commerzbank in den Fokus, nachdem UniCredit nach eigenen Angaben von der Europäischen Zentralbank die Erlaubnis erhalten hat, ihren Anteil über 30 Prozent hinaus auszubauen. Fed-Chef Kevin Warsh bezeichnete Künstliche Intelligenz zudem als bedeutsamste Veränderung für die Weltwirtschaft in seinem bisherigen Leben.

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  3. 03

    Deutsche-Bank-Stratege Stephan: Steigende Anleiherenditen als Test für die EZB

    Handelsblatt

    Nach Einschätzung von Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank, könnten die zuletzt deutlich gestiegenen Renditen europäischer Staatsanleihen als Test für die Europäische Zentralbank verstanden werden. Investoren könnten demnach ausloten, ob und wann die EZB ein Notfallprogramm zum Kauf von Anleihen aktiviert. Bislang habe die Notenbank darauf verzichtet, da trotz des schnellen Renditeanstiegs in Europa und den USA noch kein echter Marktstress erkennbar sei.

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  4. 04

    Tech-Ausverkauf an US-Börsen: Halbleiterwerte verlieren über zwei Billionen Dollar an Börsenwert

    n-tv Wirtschaft

    Ein anhaltender Ausverkauf bei Technologieaktien belastet die US-Börsen, wobei der Nasdaq-Index um 1,4 Prozent fiel und der Philadelphia-Halbleiter-Index nach sieben Verlusttagen in Folge auf Einbußen von mehr als zwei Billionen Dollar zusteuert. Auslöser sind Inflationssorgen, die Aussicht auf steigende Zinsen sowie wachsende Zweifel, dass sich die Milliardeninvestitionen in KI-Infrastruktur auszahlen. Zusätzlich brachen die Aktien von Rocket Lab und FMC nach schlechten Nachrichten deutlich ein.

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  5. 05

    Tech-Ausverkauf erfasst Europas Börsen: Sorgen vor Insolvenzwelle bei Rechenzentrumsbetreibern

    n-tv Wirtschaft

    Steigende Zinsen, hohe Bewertungen und Zweifel an der Rentabilität des KI-Booms haben Anleger aus Technologiewerten getrieben und den Ausverkauf aus den USA und Asien nach Europa getragen. Der Dax gab gegen Mittag rund ein halbes Prozent nach, während Infineon, Aixtron und Suss Microtec um acht bis neun Prozent einbrachen. Entspannung am Öl- und Anleihemarkt sowie der geringere Anteil von Chipaktien begrenzten die Verluste an Europas Börsen.

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  6. 06

    Russland stellt Vermögen weiterer europäischer Unternehmen unter staatliche Verwaltung

    WirtschaftsWoche

    Per Dekret von Präsident Wladimir Putin hat Russland die Vermögenswerte weiterer europäischer Firmen unter vorläufige staatliche Verwaltung gestellt, darunter den deutschen Verpackungshersteller Menshen. Moskau begründet den Schritt als Reaktion auf die Beteiligung von EU-Staaten an Feindseligkeiten auf dem Schlachtfeld und das Einfrieren russischen Staatsvermögens. Die Maßnahme erfolgt kurz vor einem Auftritt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei einem EU-Gipfel.

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  7. 07

    Frankreichs Schuldenkrise verunsichert Anleihemärkte: Ruhen die Hoffnungen auf der EZB?

    Handelsblatt

    Die Schuldenkrise in Frankreich hat auch andere Euro-Länder wie Italien und Spanien erfasst, da verunsicherte Investoren höhere Risikoprämien verlangen und die Kurse der Staatsanleihen sinken. Lediglich Bundesanleihen sind gefragt und entwickeln sich gegen den Trend. Während Pessimisten eine neue Euro-Krise fürchten, setzen Optimisten auf die disziplinierende Kraft der Märkte und auf ein Eingreifen der EZB, notfalls mit einem unerprobten und umstrittenen Anleihekaufprogramm.

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  8. 08

    Vertrauensranking 2026: Discounter gewinnen das Vertrauen der Kunden, Aldi Nord liegt vorn

    WirtschaftsWoche

    Nach teils kräftigen Preiserhöhungen bei Lebensmitteln haben viele Hersteller und Händler Vertrauen verloren, während die Discounter laut einem Ranking von ServiceValue für die WirtschaftsWoche davon profitierten. 76 Prozent der befragten Kunden vertrauen den Lebensmitteldiscountern, der höchste Wert über alle untersuchten Branchen, wobei Aldi Nord mit 85,6 Prozent führt. Auch in der Hotellerie zeigt sich, dass höhere Preise nicht automatisch mehr Vertrauen bedeuten.

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  9. 09

    EU will nach Hybridauto-Einigung auch Maschinen und Chemie aus China ins Visier nehmen

    FAZ Wirtschaft

    Die EU-Staats- und Regierungschefs haben die Kommission beauftragt, das deutsch-französische „Zweitschlaginstrument“ gegen Druck aus China umzusetzen, und Kommissionspräsidentin von der Leyen kündigte zudem Schritte gegen Einfuhren von Maschinen und Chemieprodukten an. Die Einigung mit Peking über Hybridautos, die per Schutzklausel begrenzt werden, gilt in Brüssel als Blaupause für weitere Branchen. Hintergrund ist ein Handelsdefizit mit China, das in diesem Jahr voraussichtlich 400 Milliarden Euro erreicht.

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  10. 10

    Anthropic vor dem Börsengang: Investoren rechnen mit niedrigerer Bewertung von rund 1,5 Billionen Dollar

    WirtschaftsWoche

    Vor dem für November geplanten Börsengang von Anthropic stellen sich Investoren auf eine geringere Bewertung ein: Diskutiert werden nun etwa 1,5 Billionen Dollar statt der zuvor erwarteten rund zwei Billionen Dollar. Grund sind die stark steigenden KI-Kosten und ein nachlassendes Wachstum, obwohl das Unternehmen im dritten Quartal einen Umsatz von 16,8 Milliarden Dollar und bereinigt einen Gewinn meldete. Ein schwaches Echo auf die Aktienplatzierung könnte den gesamten KI-Markt belasten, zumal im kommenden Jahr der mögliche Börsengang von OpenAI folgen soll.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie hoch dürfte das deutsche Handelsdefizit mit China 2025 laut IW ausfallen und welche Branchen sind betroffen?

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet, dass das Defizit erstmals die Marke von 100 Milliarden Euro überschreitet. Besonders belastet sind die Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Elektroindustrie. Hohe Energiekosten erklären die Entwicklung nur zu einem kleinen Teil.

Was fordert das IW als Reaktion auf das wachsende Handelsdefizit mit China?

Das IW fordert neben heimischen Reformen rasch umsetzbare, breite Ausgleichszölle. Es sieht also sowohl die Standortbedingungen in Deutschland als auch handelspolitische Maßnahmen als nötig an.

Warum geraten Technologie- und Halbleiterwerte an den Börsen derzeit unter Druck?

Auslöser sind Inflationssorgen, die Aussicht auf steigende Zinsen, hohe Bewertungen und wachsende Zweifel, dass sich die Milliardeninvestitionen in KI-Infrastruktur auszahlen. In den USA verlor der Philadelphia-Halbleiter-Index nach sieben Verlusttagen in Folge mehr als zwei Billionen Dollar an Börsenwert. Der Ausverkauf erfasste auch Europa, wo Infineon, Aixtron und Suss Microtec um acht bis neun Prozent einbrachen.

Warum fielen die Verluste an Europas Börsen vergleichsweise moderat aus?

Entspannung am Öl- und Anleihemarkt sowie der geringere Anteil von Chipaktien in den europäischen Indizes begrenzten die Verluste. Der Dax gab gegen Mittag nur rund ein halbes Prozent nach.

Was bedeuten die steigenden Renditen europäischer Staatsanleihen für die EZB?

Laut Deutsche-Bank-Chefanlagestratege Ulrich Stephan könnten Investoren testen, ob und wann die EZB ein Notfallprogramm zum Anleihekauf aktiviert. Bislang verzichtete die Notenbank darauf, weil trotz des schnellen Renditeanstiegs in Europa und den USA noch kein echter Marktstress erkennbar ist.

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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute geht es um ein Thema, das viele Meldungen miteinander verbindet: Geld wird wieder teurer, und das stellt vieles auf die Probe. An den Börsen, bei Staatsanleihen und im Welthandel zeigt sich, wie verletzlich manche Annahmen der letzten Jahre waren. Los geht's mit den Finanzmärkten. Die Technologiewerte haben zuletzt kräftig Federn gelassen. In den USA fiel der Nasdaq-Index zeitweise um 1,4 Prozent. Der Index der Halbleiterwerte steuerte nach sieben Verlusttagen in Folge auf Einbußen von mehr als zwei Billionen Dollar an Börsenwert zu. Das ist eine Zahl, die man sich kurz auf der Zunge zergehen lassen muss. Auch in Asien ging es steil bergab: Die Leitindizes in Japan und Südkorea schlossen mit rund 5 und 7,5 Prozent im Minus. Danach erreichte die Welle Europa. Der Dax gab zeitweise rund ein halbes Prozent nach, Infineon, Aixtron und Suss Microtec brachen um acht bis neun Prozent ein. Was steckt dahinter? Es kommen mehrere Dinge zusammen. Erstens höher als erwartet ausgefallene Verbraucherpreise in den USA, die Sorgen vor weiter steigenden Zinsen nähren. Zweitens wachsen die Zweifel, ob sich die gigantischen Investitionen in Rechenzentren, Chips und KI-Anwendungen so schnell auszahlen wie erhofft. Ein Analyst der IG Group bringt es so auf den Punkt: Der Markt erkenne allmählich, dass eine hohe KI-Nachfrage und ein profitables Geschäftsmodell zwei verschiedene Dinge sind. Und wenn Kapital teurer wird, könnten selbst die stärksten Nachfrage-Zahlen die am höchsten verschuldeten Anbieter nicht unbedingt schützen. Wie nervös die Lage ist, zeigt auch der Markt für Kreditausfallversicherungen: Die Absicherung für Anleihen des Softwarekonzerns Oracle, der mit mehr als 120 Milliarden Dollar verschuldet ist, hat sich auf ein Rekordhoch verteuert. Ein Marktbeobachter sagte, es sei nicht die klassische Gewinnmitnahme, sondern echte Sorge vor einer massiven Korrektur. Selbst überraschend starke Zahlen des Chipherstellers TSMC beruhigten die Anleger nicht. Das wertete ein Experte als deutliches Warnsignal. Der deutsche Markt kommt bisher vergleichsweise glimpflich davon. Das liegt unter anderem daran, dass der Dax stärker von Industrie-, Chemie- und Autokonzernen geprägt ist und weniger von Chipwerten. Dazu kam ein wenig Entspannung beim Ölpreis: Brent fiel um rund 1,5 Prozent auf gut 104 Dollar je Fass, auch weil die US-Regierung laut einem Vertreter erwägt, Sanktionen gegen Schiffe der russischen Schattenflotte zu lockern. Am Freitagmorgen sah es dann besser aus: Der Dax legte in den ersten Minuten um 0,4 Prozent auf rund 25.500 Punkte zu, der MDAX gewann fast ein Prozent. Eine Erholung im Technologiesektor half dabei. Fed-Chef Kevin Warsh sagte bei der Jahrestagung von IWF und Weltbank in Bangkok, Künstliche Intelligenz sei die bedeutsamste Veränderung für die Weltwirtschaft in seinem bisherigen Leben. Sie könne auch Notenbanken helfen, Daten besser auszuwerten. Das zeigt: Die Grundüberzeugung bleibt bei vielen intakt, nur die Frage, wer das am Ende bezahlt und wie schnell es sich rechnet, wird kritischer gestellt. Auf dem Aktienmarkt gab es noch eine zweite Geschichte. Die Commerzbank rückt in den Fokus, weil UniCredit nach eigenen Angaben von der Europäischen Zentralbank die Erlaubnis bekommen hat, ihren Anteil über 30 Prozent hinaus auszubauen. UniCredit spricht von einem wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer Übernahme. Wichtig zur Einordnung: Eine Übernahme ist damit weder beschlossen noch abgeschlossen. Es ist eine Genehmigung, kein Fahrplan. Wie es weitergeht, hängt davon ab, wie konkret UniCredit ihre Pläne macht. Damit sind wir bei den Zinsen und den Staatsanleihen, dem vielleicht wichtigsten Hintergrund des Ganzen. Die Renditen europäischer Staatsanleihen sind zuletzt deutlich gestiegen, in den USA ebenfalls, und zwar sehr schnell. Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank, sieht darin eine Art Test für die EZB. Anleger könnten ausloten, ob und wann die Notenbank ein Notfallprogramm zum Kauf von Anleihen aktiviert. Bisher hat sie darauf, so Stephan, aus gutem Grund verzichtet, denn trotz des Anstiegs gebe es an den Märkten noch keinen wirklichen Stress. Ganz so ruhig sieht es allerdings nicht überall aus. Die Schuldenkrise in Frankreich hat andere Euro-Länder wie Italien und Spanien erfasst. Anleger verlangen höhere Risikoprämien, die Kurse der Staatsanleihen sinken. Die Aufschläge liegen vielfach höher als noch vor zwei Wochen. Nur Bundesanleihen sind gefragt und laufen gegen den Trend. Das legt eine alte Kluft innerhalb der Euro-Zone offen. Tomasz Wieladek vom Investmentmanager T. Rowe Price sagt, viele hätten angenommen, die EZB könne die Zinsen immer weiter erhöhen und die Märkte würden das aushalten. Das sei eine eindeutige Fehleinschätzung. Der steile Renditeanstieg und die gestiegenen Abstände zwischen den Ländern hätten Grundlegendes verändert, auch für die EZB. Pessimisten fürchten eine neue Euro-Krise, Optimisten setzen auf die disziplinierende Kraft der Märkte und notfalls auf ein unerprobtes und umstrittenes Anleihekaufprogramm der Notenbank. Für Sie als Verbraucherin oder Unternehmer heißt das: Die Zinsfrage ist keine abstrakte Notenbank-Debatte. Wenn Staaten mehr zahlen müssen, wenn Finanzierung teurer wird und Börsen schwanken, spüren das irgendwann Kredite, Investitionen und am Ende auch Jobs und Löhne. Ein ganz anderes, aber ebenso ernstes Thema ist der Handel mit China. Das Institut der deutschen Wirtschaft, kurz IW, rechnet damit, dass Deutschlands Handelsdefizit mit China in diesem Jahr erstmals über 100 Milliarden Euro liegt. Im ersten Halbjahr importierte Deutschland fast zweieinhalbmal so viele Waren aus China, wie es dorthin exportierte. Setzt sich der Trend fort, hätte sich das Defizit seit 2019 mehr als versiebenfacht. Besonders hart trifft es drei Kernbranchen. Die Autoindustrie hatte 2019 noch einen Überschuss von mehr als 23 Milliarden Euro, der dürfte bis Jahresende fast vollständig verschwinden, weil die Exporte einbrechen und chinesische Fahrzeuge massenhaft importiert werden. Der Maschinenbau rutscht aus einem Überschuss von fast zehn Milliarden Euro erstmals in ein Defizit von rund einer Milliarde. Und die Elektroindustrie trägt mit rund 30 Milliarden Euro etwa ein Drittel zum Anstieg des Defizits bei, getrieben von Elektromotoren und Batterien. Spannend: Die hohen Energiekosten, die oft als Hauptgrund genannt werden, erklären laut IW nur einen kleinen Teil. Chemie, Papier, Glas und Metalle machen zusammen nur rund vier Milliarden Euro aus. Die Forscher nennen stattdessen das technologische Aufholen Chinas, massive Subventionen und eine unterbewertete Währung. IW-Experte Jürgen Matthes fordert, neben Reformen im Inland, rasch umsetzbare, breite Ausgleichszölle. Der Europäische Rat solle die Kommission auffordern, ein solches Instrument zu entwickeln. Das sei kein Protektionismus, sondern sichere faire Wettbewerbsbedingungen. Man darf gespannt sein, wie viel Rückhalt das in Europa findet, denn Zölle haben immer auch Folgen für Preise und Verbraucher. Noch eine Meldung zu den Rahmenbedingungen für Unternehmen: Russland hat per Dekret von Präsident Putin die Vermögenswerte weiterer europäischer Firmen unter vorläufige staatliche Verwaltung gestellt. Betroffen ist unter anderem der deutsche Verpackungshersteller Menshen aus dem Sauerland, außerdem der französische Bodenbelaghersteller Tarkett, der schwedische Verpackungshersteller Sverige International Holdings und der belgische Hygieneproduktehersteller Ontex. Genannt wurden auch die russischen Vermögenswerte des früheren Metallverpackungsunternehmens Eviosys, das im Dezember 2024 vom US-Konzern Sonoco übernommen wurde. Moskau begründet das als Reaktion darauf, dass die EU rund 210 Milliarden Euro russisches Staatsvermögen eingefroren hat, und nennt die Maßnahmen „umkehrbar". Schon im vergangenen Monat traf es Nestlé sowie die Händler Auchan und Metro. Für Unternehmen mit Auslandsgeschäft zeigt das einmal mehr, wie groß das politische Risiko sein kann. Und zum Schluss noch ein Blick auf den Alltag: Im Vertrauensranking 2026 gewinnen Discounter das Vertrauen der Kundschaft. Das passt zu einem Umfeld, in dem viele Haushalte genau auf ihr Geld schauen. Was bleibt also an diesem Tag? Teureres Geld bringt Bewegung in Börsen und Anleihemärkte, die Euro-Zone muss ihre Schwachstellen ernst nehmen, und die deutsche Wirtschaft kämpft an mehreren Fronten, von China bis Russland. Die Frage ist, wie robust das Fundament ist, wenn die Zinsen nicht mehr nachgeben. Zusammengefasst: Tech-Aktien unter Druck, Sorgen um Staatsanleihen und die EZB, ein Rekorddefizit im Handel mit China und neue Eingriffe Russlands bei europäischen Firmen. Morgen sind wir wieder für Sie da, mit dem, was die Wirtschaft bewegt. Und noch ein Hinweis: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, alle Quellen und Hintergründe finden Sie auf unserer Website. Bis morgen!

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