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Wirtschaft im Fokus
Folge 10719.10.202610:55 KI-vertont

Roche stoppt Investitionen: Vertrauenskrise vor dem Berliner Investitionsgipfel (19.10.2026)

Themen

In dieser Folge

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  1. 01

    KI-Beben an den Börsen: Warum der Dax weniger sichtbar betroffen ist

    Handelsblatt

    Eine Verkaufswelle hat zuletzt viele Technologie-Aktien einbrechen lassen, weil Anleger zweifeln, dass sich die milliardenschweren KI-Investitionen auszahlen. Der Dax blieb davon weitgehend unberührt, was häufig mit seinem hohen Industrieanteil und dem geringen Technologieanteil erklärt wird. Laut dem Handelsblatt-Marktexperten Ulf Sommer ist diese Sichtweise jedoch veraltet, und der Index sei keineswegs immun gegen künftige KI-Beben.

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  2. 02

    Stimmung vor dem Investitionsgipfel in Berlin getrübt: Energiegesetze und Gesundheitssparpläne verunsichern Unternehmen

    Handelsblatt Unternehmen

    Kurz vor dem Gipfel „Invest in Germany“ in Berlin ist die Stimmung in einigen Branchen schlecht, weil mehrere wichtige Energiegesetze seit Monaten ausstehen und die Sparpläne im Gesundheitswesen die Pharmabranche verärgern. Bundeskanzler Friedrich Merz und sein Kabinett wollen mit der Veranstaltung zeigen, dass Investitionen willkommen sind und Deutschland ein attraktiver Standort ist. Investoren sehen den Zeitpunkt grundsätzlich als günstig und verweisen auf erhebliche Chancen bei Infrastruktur und Modernisierung.

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  3. 03

    Gewalttätige Proteste in Frankreich und Italien lösen Ausverkauf bei Aktien und Anleihen aus und schwächen den Euro

    The Guardian Business

    Heftige Proteste gegen steigende Lebenshaltungskosten in Frankreich und Italien haben an den Finanzmärkten einen Ausverkauf bei Aktien und Staatsanleihen ausgelöst und den Euro um fast 0,4 Prozent auf 1,1201 Dollar gedrückt. Die Rendite zehnjähriger französischer Anleihen stieg zeitweise auf bis zu 4,88 Prozent, der CAC 40 verlor nahezu 1,3 Prozent. Vor dem Hintergrund hoher Defizite und einer fragmentierten Nationalversammlung wächst die Sorge, dass die Unruhen auch andere hoch verschuldete Euroländer belasten.

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  4. 04

    Roche stoppt Investitionen in Deutschland und wirft der Politik Vertrauensverlust vor

    n-tv Wirtschaft

    Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat nach Angaben von Konzernchef Daniel Steiners alle künftigen Investitionsentscheidungen in Deutschland vorerst auf Eis gelegt. Als Grund nennt er einen Vertrauensverlust durch die Bundespolitik, die trotz des im Koalitionsvertrag angekündigten Ziels, den Pharmastandort zu stärken, auf kurzfristige Sparmaßnahmen zulasten der Industrie setze. International hält Roche dagegen an seinem Wachstumskurs fest.

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  5. 05

    Roche stoppt vorerst künftige Investitionsentscheidungen in Deutschland

    WirtschaftsWoche

    Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat wegen der Sparpolitik der Bundesregierung im Gesundheitswesen sämtliche künftigen Investitionsentscheidungen in Deutschland vorerst auf Eis gelegt. Deutschlandchef Daniel Steiners wirft der Politik vor, viel Vertrauen zerstört zu haben, und fordert verlässliche Rahmenbedingungen. Bereits getroffene Entscheidungen wie der Ausbau des Standorts Penzberg sind nach Angaben einer Sprecherin nicht betroffen.

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  6. 06

    Chinas Wirtschaft wächst im dritten Quartal 2026 um 4,5 Prozent, aber ungleichmäßig

    Handelsblatt

    Chinas Bruttoinlandsprodukt ist im dritten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 4,5 Prozent gestiegen und hat damit leicht stärker zugelegt als im zweiten Quartal und als erwartet. Das Wachstum liegt jedoch nahe am unteren Ende des Regierungsziels von 4,5 bis fünf Prozent und bleibt hinter den Vorjahreswerten zurück. Die Daten offenbaren zudem deutliche Ungleichgewichte zwischen Industrieproduktion, Exporten, Konsum und Investitionen.

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  7. 07

    Roche stellt künftige Investitionen in Deutschland wegen Sparpolitik im Gesundheitswesen auf den Prüfstand

    Handelsblatt Unternehmen

    Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat alle künftigen Investitionsentscheidungen in Deutschland vorerst auf Eis gelegt und begründet das mit der Sparpolitik der Bundesregierung im Gesundheitswesen. Deutschlandchef Daniel Steiners wirft der Politik vor, zuletzt sehr viel Vertrauen zerstört zu haben, und fordert verlässliche Rahmenbedingungen. Bereits beschlossene Projekte wie der Ausbau des Standorts Penzberg sind nach Angaben einer Sprecherin nicht betroffen.

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  8. 08

    Italiens Haushalt 2027: Defizit steigt wieder über die Drei-Prozent-Grenze, Zinslast wächst

    FAZ Wirtschaft

    Die italienische Regierung unter Giorgia Meloni will trotz des Wahljahres 2027 an kontrollierten Staatsfinanzen festhalten, doch auslaufende EU-Mittel, steigende Zinsen und wachsende Rentenausgaben setzen sie zunehmend unter Druck. Das Defizit soll im kommenden Jahr von 2,9 auf 3,4 Prozent des BIP steigen, vor allem wegen zusätzlicher Energie- und Verteidigungsausgaben. Zur Gegenfinanzierung plant Rom erneut eine Sonderabgabe für Banken und Versicherungen, während das Wachstum schwach bleiben dürfte.

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  9. 09

    Siemens Healthineers und Paradromics starten Partnerschaft für Hirnimplantate

    Handelsblatt

    Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers will gemeinsam mit dem texanischen Neurotechnologieunternehmen Paradromics den Einsatz von Hirnimplantaten voranbringen. Geplant ist eine Bildgebungsplattform für Gehirn-Computer-Schnittstellen, die den gesamten Behandlungsprozess von der Patientenauswahl bis zur Bewertung des Eingriffs abbilden soll. Die Initiative soll an diesem Montag offiziell bekanntgegeben werden.

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  10. 10

    Erster Investitionsgipfel der Bundesregierung: 500 Gäste im ehemaligen Heizkraftwerk in Berlin-Mitte

    Handelsblatt

    Die Bundesregierung lädt am Montagabend erstmals zu einem Investitionsgipfel nach Berlin und orientiert sich dabei am französischen Format „Choose France“. Rund 500 Politiker, Unternehmer und vor allem Investoren sollen zusammenkommen, um mehr privates Kapital für den angeschlagenen Standort Deutschland zu mobilisieren.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum war der Dax von der jüngsten KI-bedingten Verkaufswelle bei Technologie-Aktien kaum betroffen?

Üblicherweise wird das mit dem hohen Industrieanteil und dem geringen Technologieanteil des Dax erklärt. Handelsblatt-Marktexperte Ulf Sommer hält diese Sichtweise für veraltet und sieht den Index nicht als immun gegen künftige KI-Beben.

Warum ist die Stimmung vor dem Investitionsgipfel „Invest in Germany“ in Berlin in einigen Branchen getrübt?

Mehrere wichtige Energiegesetze stehen seit Monaten aus, und die Sparpläne im Gesundheitswesen verärgern die Pharmabranche. Die Bundesregierung will mit dem Gipfel dennoch zeigen, dass Investitionen willkommen sind, und Investoren sehen Chancen bei Infrastruktur und Modernisierung.

Welche Folgen hatten die gewalttätigen Proteste in Frankreich und Italien für die Finanzmärkte?

Die Proteste gegen steigende Lebenshaltungskosten lösten einen Ausverkauf bei Aktien und Staatsanleihen aus: Der CAC 40 verlor fast 1,3 Prozent, die Rendite zehnjähriger französischer Anleihen stieg zeitweise auf 4,88 Prozent, und der Euro fiel um fast 0,4 Prozent auf 1,1201 Dollar. Hohe Defizite und eine fragmentierte Nationalversammlung verstärken die Sorge, dass auch andere hoch verschuldete Euroländer belastet werden.

Warum hat Roche künftige Investitionsentscheidungen in Deutschland vorerst gestoppt?

Laut Deutschlandchef Daniel Steiners hat die Bundespolitik mit kurzfristigen Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen Vertrauen zerstört, obwohl der Koalitionsvertrag eine Stärkung des Pharmastandorts verspricht. Roche fordert verlässliche Rahmenbedingungen und hält international an seinem Wachstumskurs fest.

Sind bereits beschlossene Roche-Investitionen wie in Penzberg vom Investitionsstopp betroffen?

Nein, bereits getroffene Entscheidungen wie der Ausbau des Standorts Penzberg sind nach Angaben einer Sprecherin nicht betroffen. Der Stopp gilt nur für künftige Investitionsentscheidungen in Deutschland.

Vollständiges Transkript

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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute geht es um ein Thema, das sich durch fast alle Meldungen zieht: Vertrauen. Anleger zweifeln an der Künstlichen Intelligenz als Geldmaschine, Unternehmen zweifeln an der Verlässlichkeit der deutschen Politik, und an den Finanzmärkten wächst die Sorge um hoch verschuldete Staaten in Europa. Dazu kommt ein Blick nach China, wo die Wirtschaft stabil, aber alles andere als rund läuft. Beginnen wir an der Börse. Dort gab es in den vergangenen Tagen eine kräftige Verkaufswelle bei Technologie-Aktien. Der Auslöser: Viele Anleger fragen sich, ob sich die milliardenschweren Investitionen in Künstliche Intelligenz überhaupt auszahlen. Der Dax blieb davon weitgehend unberührt. Die gängige Erklärung lautet, dass im deutschen Leitindex viel Industrie und wenig Technologie steckt, also die sogenannte Old Economy. Ulf Sommer, Marktexperte des Handelsblatts, hält das allerdings für eine veraltete Sichtweise. Bei näherem Hinsehen sei der Dax künftigen KI-Beben durchaus ausgesetzt. Heißt für Sie: Wer glaubt, mit deutschen Aktien sei man vor Turbulenzen im Technologiesektor sicher, sollte noch einmal genauer hinschauen. Deutlich handfester wurde es zuletzt in Frankreich und Italien. Dort haben heftige Proteste gegen steigende Lebenshaltungskosten die Märkte erschüttert. Aktien und Staatsanleihen wurden verkauft, der Euro verlor fast 0,4 Prozent und fiel auf 1,1201 Dollar. Der französische Leitindex CAC 40 gab um nahezu 1,3 Prozent nach, die Bank Société Générale verlor 2,5 Prozent, die BNP Paribas 2,2 Prozent. Die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen stieg zeitweise auf bis zu 4,88 Prozent. Das ist der Zins, den Frankreich für frisches Geld zahlen muss. Der Aufschlag gegenüber deutschen Anleihen liegt bei 1,45 Prozentpunkten, so hoch wie seit zwei Jahren nicht mehr, wenn auch noch unter dem Wert von Anfang Oktober. Warum ist das wichtig? Weil Frankreich ohnehin finanziell unter Druck steht. Die Bank Natixis erwartet für 2026 ein Defizit von 5,4 Prozent der Wirtschaftsleistung und selbst nach einem angekündigten Sparplan von 54 Milliarden Euro rund 5,5 Prozent für 2027. Die Schuldenquote dürfte bis Ende nächsten Jahres über 120 Prozent steigen, und die Zinslast könnte bis Ende des Jahrzehnts von 2,2 auf 4 Prozent der Wirtschaftsleistung klettern. Dazu kommt eine zersplitterte Nationalversammlung, die Reformen nicht einfacher macht. Am Freitag soll außerdem die Ratingagentur Moody's Frankreichs Kreditwürdigkeit überprüfen. Eine Herabstufung wäre möglich und könnte die Lage an den Märkten noch einmal verschärfen. In Italien sieht man, wie sich der Frust auf der Straße zeigt. In Mailand kam es am Sonntag zu Zusammenstößen, die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, nachdem Hunderte Vermummte Schaufenster eingeschlagen hatten. Lkw-Fahrer blockierten Straßen in Sizilien, Apulien und Kalabrien. Hunderte Tankstellen hatten keinen Treibstoff mehr, und Supermärkte meldeten Engpässe bei Frischwaren. Der Verband Conftrasporto forderte von der Regierung ein dringendes Treffen und drohte sonst mit einem landesweiten Streik. Für Verbraucher ist das ein deutliches Signal: Wenn die Preise über längere Zeit drücken, wird aus Unmut schnell wirtschaftlicher Stillstand, und die Märkte reagieren sofort. Und genau da passt die Haushaltsplanung in Rom dazu. Die Regierung unter Giorgia Meloni will trotz des Wahljahrs 2027 an soliden Staatsfinanzen festhalten, gerät aber zunehmend unter Druck. Auslaufende EU-Mittel, steigende Zinsen und wachsende Rentenausgaben belasten den Haushalt. Das Defizit soll im kommenden Jahr von 2,9 auf 3,4 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen und damit wieder über die Drei-Prozent-Grenze, vor allem wegen zusätzlicher Ausgaben für Energie und Verteidigung. Zur Gegenfinanzierung plant Rom erneut eine Sonderabgabe für Banken und Versicherungen. Das Wachstum dürfte dabei schwach bleiben. Man sieht: Hohe Schulden, höhere Zinsen und wenig Wachstum, das ist eine schwierige Mischung, nicht nur für Frankreich, sondern auch für Italien. Kommen wir nach Deutschland. Am Montag und Dienstag findet in Berlin der Gipfel „Invest in Germany“ statt. Die Bundesregierung hat dazu heimische und internationale Unternehmen eingeladen, organisiert mit Hilfe ihres Investitionsbeauftragten Martin Blessing. Kanzler Friedrich Merz und sein Kabinett wollen zeigen: Investitionen sind hier willkommen, Deutschland ist ein attraktiver Standort. Viele Vorstandschefs bekommen dort die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen mit dem Kanzler und mit Ministern. Die Stimmung davor ist in einigen Branchen aber getrübt. Mehrere wichtige Energiegesetze stehen seit Monaten aus und verunsichern die Unternehmen. In der Pharmabranche sorgen die Sparpläne im Gesundheitswesen für Frust. Gleichzeitig gibt es auch Optimismus. Yves Meyer-Bülow vom Infrastrukturinvestor I Squared spricht von einer historischen Chance, die Infrastruktur wieder zum Wettbewerbsvorteil zu machen. Nach zwei Jahrzehnten zu geringer öffentlicher Investitionen sei der Nachholbedarf erheblich. Und Roman Waleczek von Rothschild sieht große Chancen bei der Modernisierung der Wirtschaft und wertet den Gipfel als wichtiges Signal. Wie konkret der Frust ist, zeigt der Fall Roche. Der Schweizer Pharmakonzern hat alle künftigen Investitionsentscheidungen in Deutschland vorerst auf Eis gelegt. Deutschlandchef Daniel Steiners sagte der Zeitung „Welt“, man habe sie erst einmal auf „Hold“ gesetzt. Er wirft der Politik vor, viel Vertrauen zerstört zu haben. Konkret kritisiert er das Gesetz zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge. Statt auf Strukturreformen setze die Politik auf kurzfristige Einsparungen und zusätzliche Belastungen für die Industrie. Einsparungen ohne Strukturreformen, so Steiners, verpufften erfahrungsgemäß. Die geplante Standortklausel, die forschende und produzierende Pharmaunternehmen bei den Herstellerrabatten entlasten soll, könne die negativen Folgen nur teilweise abfedern. Wichtig zur Einordnung: Bereits getroffene Entscheidungen sind nicht betroffen. Der Ausbau des Standorts Penzberg in Bayern, der mehr als 600 Millionen Euro kostet, läuft weiter. Roche beschäftigt in Deutschland rund 18.000 Menschen und hat seit 2020 nach eigenen Angaben fast 3,8 Milliarden Euro hier investiert. Trotzdem ist es ein klares Warnsignal, gerade kurz vor dem Investitionsgipfel. Und Roche ist kein Einzelfall. Eli Lilly kündigte im Sommer an, seine geplanten Investitionen in Deutschland von 2,3 Milliarden Euro zu halbieren, und Boehringer Ingelheim strich geplante Ausgaben von 900 Millionen Euro komplett. International bleibt Roche übrigens auf Wachstumskurs. Der Konzern erwartet für 2025 bis 2030 ein Umsatzplus von 16,3 Milliarden Franken, das auslaufende Patente mit erwarteten Einbußen von 6,2 Milliarden Franken mehr als ausgleichen soll. Zugleich setzt Roche in der Forschung verstärkt auf Künstliche Intelligenz und hat dafür ein Innovationszentrum in Boston eröffnet. Steiners lobte dabei die Industriepolitik der USA und sagte, Europa solle vor allem lernen, sich wieder anzustrengen. Für Deutschland heißt das: Kapital ist beweglich, und es geht dorthin, wo die Rahmenbedingungen verlässlich sind. Was folgen könnte, ist offen. Die Gespräche in Berlin dürften zeigen, ob die Regierung bei Energiegesetzen und im Gesundheitswesen schnell nachlegt. Zum Schluss noch der Blick nach China. Dort ist die Wirtschaft im dritten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 4,5 Prozent gewachsen. Das ist etwas mehr als im zweiten Quartal mit 4,3 Prozent und auch mehr als erwartet. Im ersten Quartal waren es noch fünf Prozent, im dritten Quartal des Vorjahres sogar 4,8 Prozent. Für die ersten neun Monate ergibt sich ein Plus von 4,6 Prozent, weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Wachstum liegt damit nahe am unteren Ende des Regierungsziels von 4,5 bis fünf Prozent. Die leichte Beschleunigung deutet auf eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau hin, mehr nicht. Hinzu kommen Ungleichgewichte. Frederic Neumann, Chefökonom für Asien bei der HSBC in Hongkong, sagte dem Handelsblatt, die chinesische Wirtschaft laufe auf zwei getrennten Gleisen. Die Industrie und der Export, etwa mit Autos, die in Yantai auf ihre Verschiffung warten, tragen die Wirtschaft, während Konsum und Investitionen hinterherhinken. Für deutsche Unternehmen ist das relevant, weil China als Absatzmarkt und als Konkurrent gleichermaßen wichtig bleibt. Was bleibt also von diesem Tag? Die Wirtschaft kämpft an mehreren Fronten mit Zweifeln: an den KI-Gewinnen, an der Schuldentragfähigkeit in Europa und an der Verlässlichkeit der Standortpolitik. Die Lehre daraus: Stabile, verlässliche Rahmenbedingungen sind im Moment wertvoller als jede Ankündigung. Zum Abschluss die wichtigsten Punkte: Die KI-Verkaufswelle könnte auch den Dax treffen, Proteste und Schuldenängste belasten Frankreich und Italien, Roche legt Investitionen in Deutschland auf Eis, und Chinas Wirtschaft wächst stabil, aber ungleichmäßig. Morgen melde ich mich wieder mit den nächsten Wirtschaftsthemen. Bis dahin, machen Sie es gut. Noch ein Hinweis: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, und alle Quellen und Hintergründe finden Sie auf unserer Website.

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