KI-Boom, Rezessionsgefahr und DAX unter Druck (10.06.2026)
Deutschland droht die Rezession, während KI-Boom Südkorea und Taiwan beflügelt – und der DAX zwischen Golfkrise und Tech-Skepsis schwankt. Dazu: Isar Aerospace, Podolski als Unternehmer und KI in deutschen Firmen.
In dieser Folge
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DIW senkt Wachstumsprognose und erwartet vorübergehende Rezession in Deutschland
Zeit WirtschaftDas Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet infolge des Irankriegs und des damit verbundenen Energiepreisschocks mit einer vorübergehenden technischen Rezession in Deutschland im Frühjahr und Sommer 2026. Die Wachstumsprognose für das Gesamtjahr wurde auf 0,5 Prozent gesenkt, für 2027 erwartet das Institut ein Plus von 0,8 Prozent – jeweils rund einen halben Prozentpunkt weniger als noch im Frühjahr prognostiziert. Gleichzeitig dürfte die Inflation mit knapp drei Prozent deutlich über dem EZB-Stabilitätsziel liegen, während die Arbeitslosenquote auf 6,4 Prozent steigen soll.
Original - 02
KI-Chip-Nachfrage treibt Südkoreas Wirtschaft auf stärkstes Quartalswachstum seit 2020
Manager MagazinSüdkoreas Bruttoinlandsprodukt ist im ersten Quartal 2025 um 1,8 Prozent gewachsen und verzeichnet damit das stärkste Quartalswachstum seit fünfeinhalb Jahren, angetrieben von der globalen Nachfrage nach KI-Chips. Die heimischen Unternehmen Samsung Electronics und SK Hynix kontrollieren gemeinsam rund 80 Prozent des weltweiten Marktes für High-Bandwidth-Memory-Chips, die in KI-Rechenzentren eingesetzt werden. Trotz geopolitischer Risiken durch den Nahostkonflikt und der damit verbundenen Energiekrise zeigt sich die südkoreanische Volkswirtschaft robust, während der Leitindex Kospi seit Jahresbeginn 2026 eine Verdopplung verzeichnet.
Original - 03
Isar Aerospace verdoppelt Bewertung auf zwei Milliarden Euro – Überblick über die Wirtschaftsnews vom 9. Juni 2026
Manager MagazinDer Münchner Raketenbauer Isar Aerospace hat in einer neuen Finanzierungsrunde 270 Millionen Euro von Venture-Capital-Investoren eingesammelt und dabei seine Bewertung innerhalb eines Jahres auf rund zwei Milliarden Euro verdoppelt – just in der Woche, in der SpaceX seinen Rekord-Börsengang plant. Unterdessen bereitet sich die EZB auf eine erwartete Leitzinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte vor, obwohl Europas Wirtschaft stagniert, während das EU-Parlament kommende Woche über den ausgehandelten Handelsdeal mit den USA abstimmen soll. Im Kunstmarkt zeigt sich nach schwachen Jahren eine leichte Erholung, wobei Käufer derzeit auf bewährte Klassiker wie Klimt, Picasso und Kahlo setzen, während zeitgenössische Provokateure wie Banksy aus den Topumsatzlisten verschwunden sind.
Original - 04
US-Handelsdefizit sinkt dank Rekordexporten – Zollpolitik bleibt rechtlich umstritten
Zeit WirtschaftDas US-Handelsdefizit ist im April 2025 leicht auf 55,9 Milliarden Dollar gesunken, nachdem die Exporte auf einen Rekordwert von 327 Milliarden Dollar gestiegen waren – getrieben vor allem durch höhere Erdölausfuhren im Kontext des Irankriegs sowie gestiegene Lieferungen von Investitionsgütern. Gleichzeitig stiegen die Importe um 2,0 Prozent auf 383 Milliarden Dollar, wozu maßgeblich Computer und Halbleiter für den Ausbau Künstlicher Intelligenz beitrugen. Trumps Zollpolitik, die das Defizit eigentlich verringern sollte, hat das Handelsdefizit unter seiner Präsidentschaft auf ein Rekordhoch getrieben, während ein Großteil der verhängten Sonderzölle von US-Gerichten bereits für rechtswidrig erklärt wurde.
Original - 05
KI-Boom treibt Taiwans Exporte auf Rekordhoch – Halbleiter als Wachstumsmotor
FAZ WirtschaftDer weltweite Boom der Künstlichen Intelligenz hat Taiwans Exporte im Mai um 51,7 Prozent auf 78,48 Milliarden Dollar steigen lassen – den zweithöchsten jemals gemessenen Wert. Als zentraler Akteur in der globalen KI-Lieferkette profitiert Taiwan vor allem von der stark gestiegenen Nachfrage nach Elektronikbauteilen und Informationsprodukten, angeführt vom weltgrößten Chip-Auftragsfertiger TSMC. Die taiwanische Regierung hat ihre Wachstumsprognose für 2025 daraufhin auf 9,64 Prozent angehoben, was das stärkste Wirtschaftswachstum seit 2010 wäre.
Original - 06
Nasdaq unter Druck: Tech-Ausverkauf setzt sich fort – SpaceX-Börsengang und Geopolitik belasten Märkte
n-tv WirtschaftDer US-Technologiesektor geriet am Dienstag erneut unter Druck, nachdem eine zwischenzeitliche Erholung im Frühhandel von Gewinnmitnahmen zunichte gemacht wurde und die Nasdaq um ein Prozent nachgab. Analysten vermuten, dass Investoren Gewinne bei Chip-Aktien realisieren, um Liquidität für den geplanten Börsengang von SpaceX am Freitag zu schaffen, der mit einer angestrebten Bewertung von 1,75 Billionen Dollar der größte der Geschichte wäre. Zusätzliche Verunsicherung entstand durch Trumps Vorwurf, der Iran habe einen US-Militärhubschrauber über der Straße von Hormus abgeschossen, was Zweifel an einer dauerhaften Waffenruhe im Nahen Osten schürte und den Volatilitätsindex VIX auf den höchsten Stand seit Anfang April trieb.
Original - 07
Heidelberger Druck diversifiziert ins Rüstungsgeschäft mit Drohnenabwehrsystemen
n-tv WirtschaftDer Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck baut angesichts eines schwächelnden Kerngeschäfts neue Standbeine auf und steigt über das Joint Venture Onberg – gemeinsam mit dem US-israelischen Unternehmen Ondas – in den Vertrieb und die Serienproduktion von Drohnenabwehrsystemen ein. Auf der Luftfahrtmesse ILA in Berlin soll zudem eine Absichtserklärung zur möglichen Kooperation mit einem ukrainischen Unternehmen im Bereich Drohnentechnik bekanntgegeben werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/2026 belasteten Lieferengpässe infolge des Iran-Kriegs, höhere Energiekosten und Zölle das Ergebnis, während der Konzern bei einem Umsatz von 2,29 Milliarden Euro einen Nettogewinn von 15 Millionen Euro erzielte.
Original - 08
KI in deutschen Unternehmen: Großes Potenzial, aber kaum Produktivitätsfortschritte
FAZ WirtschaftObwohl künstliche Intelligenz in deutschen Unternehmen weit verbreitet ist, scheitern laut einer McKinsey-Analyse rund 90 Prozent aller KI-Anwendungen noch in der Pilotphase, ohne nennenswerte wirtschaftliche Wirkung zu entfalten. Als Haupthindernisse gelten mangelnde Veränderungsbereitschaft, Unternehmenskultur und das regulatorische Umfeld, während nur etwa 30 Unternehmen fast die Hälfte des gesamten deutschen Produktivitätswachstums zwischen 2019 und 2023 erzeugt haben. Eine ZEW-Studie zeigt zudem, dass vor allem große Unternehmen der Informationswirtschaft ihren Mitarbeitern KI-Lizenzen bereitstellen, während kleinere Betriebe und das verarbeitende Gewerbe deutlich zurückliegen.
Original - 09
DAX unter Druck: Militäreskalation am Persischen Golf und KI-Skepsis belasten deutschen Aktienmarkt
TagesschauDer DAX notiert zur Wochenmitte rund 0,2 Prozent im Minus bei 24.380 Punkten, belastet durch eine Eskalation am Persischen Golf, nachdem das US-Militär Vergeltungsangriffe auf iranische Stellungen meldete und der Iran seinerseits US-Stützpunkte attackierte. Zusätzlich sorgt eine stockende KI-Rally für Unsicherheit, da im Vorfeld bevorstehender Großbörsengänge die Bewertungen von KI-Titeln kritisch hinterfragt werden, was auch SAP weiter unter Druck setzt. Am Nachmittag richten sich die Blicke auf die US-Inflationsdaten für Mai, die wegen des Preisdrucks durch den Iran-Krieg auf bis zu 4,2 Prozent gestiegen sein könnten, sowie auf die Quartalszahlen von Oracle nach US-Börsenschluss.
Original - 10
Lukas Podolski: Unternehmer mit mehr als nur einem Döner-Imperium
Manager MagazinLukas Podolski, Weltmeister von 2014, hat sich nach seiner Fußballkarriere als erfolgreicher Unternehmer etabliert und ist weit über sein bekanntes Döner-Geschäft hinaus aktiv. Der Artikel beleuchtet die vielfältigen geschäftlichen Aktivitäten des ehemaligen Nationalspielers, der sein sportliches Renommee in mehrere Unternehmensbereiche investiert hat. Der Beitrag ist exklusiv für Abonnenten des Manager Magazins zugänglich und gibt Einblicke in Podolskis wirtschaftliches Engagement abseits des Fußballplatzes.
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DIW senkt Wachstumsprognose und erwartet vorübergehende Rezession in Deutschland
Zeit WirtschaftDas Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet infolge des Irankriegs und des damit verbundenen Energiepreisschocks mit einer vorübergehenden technischen Rezession in Deutschland im Frühjahr und Sommer 2026. Die Wachstumsprognose für das Gesamtjahr wurde auf 0,5 Prozent gesenkt, für 2027 erwartet das Institut ein Plus von 0,8 Prozent – jeweils rund einen halben Prozentpunkt weniger als noch im Frühjahr prognostiziert. Gleichzeitig dürfte die Inflation mit knapp drei Prozent deutlich über dem EZB-Stabilitätsziel liegen, während die Arbeitslosenquote auf 6,4 Prozent steigen soll.
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KI-Chip-Nachfrage treibt Südkoreas Wirtschaft auf stärkstes Quartalswachstum seit 2020
Manager MagazinSüdkoreas Bruttoinlandsprodukt ist im ersten Quartal 2025 um 1,8 Prozent gewachsen und verzeichnet damit das stärkste Quartalswachstum seit fünfeinhalb Jahren, angetrieben von der globalen Nachfrage nach KI-Chips. Die heimischen Unternehmen Samsung Electronics und SK Hynix kontrollieren gemeinsam rund 80 Prozent des weltweiten Marktes für High-Bandwidth-Memory-Chips, die in KI-Rechenzentren eingesetzt werden. Trotz geopolitischer Risiken durch den Nahostkonflikt und der damit verbundenen Energiekrise zeigt sich die südkoreanische Volkswirtschaft robust, während der Leitindex Kospi seit Jahresbeginn 2026 eine Verdopplung verzeichnet.
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Isar Aerospace verdoppelt Bewertung auf zwei Milliarden Euro – Überblick über die Wirtschaftsnews vom 9. Juni 2026
Manager MagazinDer Münchner Raketenbauer Isar Aerospace hat in einer neuen Finanzierungsrunde 270 Millionen Euro von Venture-Capital-Investoren eingesammelt und dabei seine Bewertung innerhalb eines Jahres auf rund zwei Milliarden Euro verdoppelt – just in der Woche, in der SpaceX seinen Rekord-Börsengang plant. Unterdessen bereitet sich die EZB auf eine erwartete Leitzinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte vor, obwohl Europas Wirtschaft stagniert, während das EU-Parlament kommende Woche über den ausgehandelten Handelsdeal mit den USA abstimmen soll. Im Kunstmarkt zeigt sich nach schwachen Jahren eine leichte Erholung, wobei Käufer derzeit auf bewährte Klassiker wie Klimt, Picasso und Kahlo setzen, während zeitgenössische Provokateure wie Banksy aus den Topumsatzlisten verschwunden sind.
Original - 04
US-Handelsdefizit sinkt dank Rekordexporten – Zollpolitik bleibt rechtlich umstritten
Zeit WirtschaftDas US-Handelsdefizit ist im April 2025 leicht auf 55,9 Milliarden Dollar gesunken, nachdem die Exporte auf einen Rekordwert von 327 Milliarden Dollar gestiegen waren – getrieben vor allem durch höhere Erdölausfuhren im Kontext des Irankriegs sowie gestiegene Lieferungen von Investitionsgütern. Gleichzeitig stiegen die Importe um 2,0 Prozent auf 383 Milliarden Dollar, wozu maßgeblich Computer und Halbleiter für den Ausbau Künstlicher Intelligenz beitrugen. Trumps Zollpolitik, die das Defizit eigentlich verringern sollte, hat das Handelsdefizit unter seiner Präsidentschaft auf ein Rekordhoch getrieben, während ein Großteil der verhängten Sonderzölle von US-Gerichten bereits für rechtswidrig erklärt wurde.
Original - 05
KI-Boom treibt Taiwans Exporte auf Rekordhoch – Halbleiter als Wachstumsmotor
FAZ WirtschaftDer weltweite Boom der Künstlichen Intelligenz hat Taiwans Exporte im Mai um 51,7 Prozent auf 78,48 Milliarden Dollar steigen lassen – den zweithöchsten jemals gemessenen Wert. Als zentraler Akteur in der globalen KI-Lieferkette profitiert Taiwan vor allem von der stark gestiegenen Nachfrage nach Elektronikbauteilen und Informationsprodukten, angeführt vom weltgrößten Chip-Auftragsfertiger TSMC. Die taiwanische Regierung hat ihre Wachstumsprognose für 2025 daraufhin auf 9,64 Prozent angehoben, was das stärkste Wirtschaftswachstum seit 2010 wäre.
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Nasdaq unter Druck: Tech-Ausverkauf setzt sich fort – SpaceX-Börsengang und Geopolitik belasten Märkte
n-tv WirtschaftDer US-Technologiesektor geriet am Dienstag erneut unter Druck, nachdem eine zwischenzeitliche Erholung im Frühhandel von Gewinnmitnahmen zunichte gemacht wurde und die Nasdaq um ein Prozent nachgab. Analysten vermuten, dass Investoren Gewinne bei Chip-Aktien realisieren, um Liquidität für den geplanten Börsengang von SpaceX am Freitag zu schaffen, der mit einer angestrebten Bewertung von 1,75 Billionen Dollar der größte der Geschichte wäre. Zusätzliche Verunsicherung entstand durch Trumps Vorwurf, der Iran habe einen US-Militärhubschrauber über der Straße von Hormus abgeschossen, was Zweifel an einer dauerhaften Waffenruhe im Nahen Osten schürte und den Volatilitätsindex VIX auf den höchsten Stand seit Anfang April trieb.
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Heidelberger Druck diversifiziert ins Rüstungsgeschäft mit Drohnenabwehrsystemen
n-tv WirtschaftDer Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck baut angesichts eines schwächelnden Kerngeschäfts neue Standbeine auf und steigt über das Joint Venture Onberg – gemeinsam mit dem US-israelischen Unternehmen Ondas – in den Vertrieb und die Serienproduktion von Drohnenabwehrsystemen ein. Auf der Luftfahrtmesse ILA in Berlin soll zudem eine Absichtserklärung zur möglichen Kooperation mit einem ukrainischen Unternehmen im Bereich Drohnentechnik bekanntgegeben werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/2026 belasteten Lieferengpässe infolge des Iran-Kriegs, höhere Energiekosten und Zölle das Ergebnis, während der Konzern bei einem Umsatz von 2,29 Milliarden Euro einen Nettogewinn von 15 Millionen Euro erzielte.
Original - 08
KI in deutschen Unternehmen: Großes Potenzial, aber kaum Produktivitätsfortschritte
FAZ WirtschaftObwohl künstliche Intelligenz in deutschen Unternehmen weit verbreitet ist, scheitern laut einer McKinsey-Analyse rund 90 Prozent aller KI-Anwendungen noch in der Pilotphase, ohne nennenswerte wirtschaftliche Wirkung zu entfalten. Als Haupthindernisse gelten mangelnde Veränderungsbereitschaft, Unternehmenskultur und das regulatorische Umfeld, während nur etwa 30 Unternehmen fast die Hälfte des gesamten deutschen Produktivitätswachstums zwischen 2019 und 2023 erzeugt haben. Eine ZEW-Studie zeigt zudem, dass vor allem große Unternehmen der Informationswirtschaft ihren Mitarbeitern KI-Lizenzen bereitstellen, während kleinere Betriebe und das verarbeitende Gewerbe deutlich zurückliegen.
Original - 09
DAX unter Druck: Militäreskalation am Persischen Golf und KI-Skepsis belasten deutschen Aktienmarkt
TagesschauDer DAX notiert zur Wochenmitte rund 0,2 Prozent im Minus bei 24.380 Punkten, belastet durch eine Eskalation am Persischen Golf, nachdem das US-Militär Vergeltungsangriffe auf iranische Stellungen meldete und der Iran seinerseits US-Stützpunkte attackierte. Zusätzlich sorgt eine stockende KI-Rally für Unsicherheit, da im Vorfeld bevorstehender Großbörsengänge die Bewertungen von KI-Titeln kritisch hinterfragt werden, was auch SAP weiter unter Druck setzt. Am Nachmittag richten sich die Blicke auf die US-Inflationsdaten für Mai, die wegen des Preisdrucks durch den Iran-Krieg auf bis zu 4,2 Prozent gestiegen sein könnten, sowie auf die Quartalszahlen von Oracle nach US-Börsenschluss.
Original - 10
Lukas Podolski: Unternehmer mit mehr als nur einem Döner-Imperium
Manager MagazinLukas Podolski, Weltmeister von 2014, hat sich nach seiner Fußballkarriere als erfolgreicher Unternehmer etabliert und ist weit über sein bekanntes Döner-Geschäft hinaus aktiv. Der Artikel beleuchtet die vielfältigen geschäftlichen Aktivitäten des ehemaligen Nationalspielers, der sein sportliches Renommee in mehrere Unternehmensbereiche investiert hat. Der Beitrag ist exklusiv für Abonnenten des Manager Magazins zugänglich und gibt Einblicke in Podolskis wirtschaftliches Engagement abseits des Fußballplatzes.
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Häufige Fragen
Warum erwartet das DIW eine Rezession in Deutschland, und wie stark fällt sie aus?
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung rechnet infolge des Irankriegs und des damit ausgelösten Energiepreisschocks mit einer technischen Rezession in Deutschland im Frühjahr und Sommer 2026. Die Wachstumsprognose für das Gesamtjahr 2026 wurde auf 0,5 Prozent gesenkt, für 2027 auf 0,8 Prozent – jeweils rund einen halben Prozentpunkt weniger als noch im Frühjahr erwartet. Begleitend dazu dürfte die Inflation auf knapp drei Prozent steigen und die Arbeitslosenquote auf 6,4 Prozent klettern.
Warum boomt Südkoreas Wirtschaft trotz globaler Unsicherheiten so stark?
Südkorea profitiert massiv vom weltweiten KI-Boom, da die heimischen Unternehmen Samsung Electronics und SK Hynix gemeinsam rund 80 Prozent des globalen Marktes für High-Bandwidth-Memory-Chips kontrollieren, die in KI-Rechenzentren unverzichtbar sind. Das BIP wuchs im ersten Quartal 2025 um 1,8 Prozent – das stärkste Quartalswachstum seit fünfeinhalb Jahren – und der Leitindex Kospi hat sich seit Jahresbeginn 2026 verdoppelt.
Was steckt hinter der Milliardenbewertung von Isar Aerospace, und was bedeutet das für den europäischen Raumfahrtmarkt?
Der Münchner Raketenbauer Isar Aerospace hat in einer neuen Finanzierungsrunde 270 Millionen Euro eingesammelt und seine Bewertung innerhalb eines Jahres auf rund zwei Milliarden Euro verdoppelt – ein Signal für das wachsende Investorenvertrauen in europäische New-Space-Unternehmen. Das Timing ist bemerkenswert, da zeitgleich SpaceX seinen Rekord-Börsengang plant und damit den Wettbewerbsdruck im globalen Raumfahrtmarkt weiter erhöht.
Hat Trumps Zollpolitik das US-Handelsdefizit tatsächlich verringert?
Nein – trotz des erklärten Ziels, das Handelsdefizit zu senken, hat Trumps Zollpolitik das Defizit unter seiner Präsidentschaft auf ein Rekordhoch getrieben. Zwar sank das Defizit im April 2025 leicht auf 55,9 Milliarden Dollar, weil Exporte – vor allem Erdöl und Investitionsgüter – auf einen Rekordwert von 327 Milliarden Dollar stiegen, doch ein Großteil der verhängten Sonderzölle wurde bereits von US-Gerichten für rechtswidrig erklärt.
Wie stark profitiert Taiwan vom KI-Boom, und welche Rolle spielt TSMC dabei?
Taiwan verzeichnete im Mai einen Exportanstieg von 51,7 Prozent auf 78,48 Milliarden Dollar – den zweithöchsten jemals gemessenen Wert – getrieben vor allem von der globalen Nachfrage nach KI-Chips und Elektronikbauteilen. Als weltgrößter Chip-Auftragsfertiger steht TSMC im Zentrum dieser Entwicklung und macht Taiwan zu einem unverzichtbaren Glied der globalen KI-Lieferkette. Die taiwanische Regierung hat ihre Wachstumsprognose für 2025 daraufhin auf 9,64 Prozent angehoben, was das stärkste Wirtschaftswachstum seit 2010 wäre.
Vollständiges Transkript
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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute haben wir eine ganze Reihe von Themen, die sich bei näherer Betrachtung zu einem ziemlich klaren Bild zusammenfügen. Es geht um Rezessionssorgen in Deutschland, um den KI-Boom, der einige Volkswirtschaften regelrecht beflügelt, um Turbulenzen an den Märkten und um die Frage, warum Technologie allein noch keine Produktivität schafft. Fangen wir an. Das DIW, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, hat seine Wachstumsprognose für Deutschland deutlich nach unten korrigiert. Für das laufende Jahr rechnen die Ökonomen nur noch mit einem Wachstum von 0,5 Prozent, für 2027 mit 0,8 Prozent. Das klingt nach wenig, und das ist es auch. Hintergrund ist der Energiepreisschock infolge des Irankriegs, der die ohnehin schwächelnde deutsche Wirtschaft zusätzlich belastet. Im Frühjahr und Sommer 2026 droht sogar eine technische Rezession, also zwei aufeinanderfolgende Quartale mit schrumpfender Wirtschaftsleistung. Gleichzeitig soll die Inflation auf knapp drei Prozent steigen, also deutlich über dem Ziel der Europäischen Zentralbank. Und die Arbeitslosenquote könnte auf 6,4 Prozent klettern. Das ist die Kombination, die Ökonomen ungern sehen: schwaches Wachstum, hohe Preise, mehr Joblosigkeit. Stagflation nennt man das, und sie macht es für die Wirtschaftspolitik besonders schwierig, weil die üblichen Gegenmaßnahmen sich gegenseitig im Weg stehen. Passend dazu bereitet sich die EZB offenbar auf eine Leitzinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte vor, obwohl Europas Wirtschaft gerade stagniert. Das klingt widersprüchlich, ist aber aus Sicht der Zentralbank nachvollziehbar: Wenn die Inflation durch externe Schocks wie steigende Energiepreise angeheizt wird, muss die EZB reagieren, auch wenn das die Konjunktur weiter bremst. Für Unternehmen, die ohnehin schon mit höheren Energiekosten kämpfen, bedeutet das zusätzlichen Druck durch teurere Kredite. Während Deutschland also mit sich ringt, zeigt ein Blick nach Asien ein ganz anderes Bild. Südkorea hat im ersten Quartal 2025 das stärkste Quartalswachstum seit fünfeinhalb Jahren hingelegt, mit einem Plus von 1,8 Prozent. Der Treiber ist eindeutig: KI-Chips. Samsung und SK Hynix kontrollieren zusammen rund 80 Prozent des weltweiten Marktes für sogenannte High-Bandwidth-Memory-Chips, also jene Hochleistungsspeicher, die in KI-Rechenzentren verbaut werden. Die globale Nachfrage nach diesen Bauteilen ist enorm, und Südkorea sitzt genau an der richtigen Stelle in der Lieferkette. Noch beeindruckender ist das Bild aus Taiwan. Die Exporte sind im Mai um mehr als 50 Prozent gestiegen, auf fast 80 Milliarden Dollar. Das ist der zweithöchste jemals gemessene Wert. Der weltgrößte Chipauftragsfertiger TSMC ist der zentrale Akteur dahinter. Taiwan hat seine Wachstumsprognose für das Gesamtjahr auf fast zehn Prozent angehoben, was das stärkste Wachstum seit 2010 wäre. Man muss das kurz sacken lassen: Während Deutschland über eine mögliche Rezession diskutiert, wächst Taiwan um fast zehn Prozent. Der Unterschied liegt in der Positionierung in der globalen Technologielieferkette, und dieser Unterschied ist gewaltig. In den USA zeigt sich ein gemischtes Bild. Das Handelsdefizit ist im April leicht gesunken, weil die Exporte auf einen Rekordwert gestiegen sind, getrieben unter anderem durch höhere Ölausfuhren. Gleichzeitig stiegen aber auch die Importe, vor allem von Halbleitern und Computern für den KI-Ausbau. Trumps Zollpolitik, die das Defizit eigentlich verringern sollte, hat es unter seiner Präsidentschaft auf ein Rekordhoch getrieben, und ein Großteil der Sonderzölle wurde von US-Gerichten bereits für rechtswidrig erklärt. Das ist eine bemerkenswerte Situation: Die Zollstrategie verfehlt ihr erklärtes Ziel, und die rechtliche Grundlage bröckelt. An den Märkten ist die Stimmung angespannt. Der DAX liegt zur Wochenmitte leicht im Minus, belastet durch die Eskalation am Persischen Golf, nachdem US-Militär und Iran sich gegenseitig angegriffen haben. Die Unsicherheit ist spürbar, der Volatilitätsindex VIX ist auf den höchsten Stand seit Anfang April gestiegen. Auch die Nasdaq geriet unter Druck, ein Prozent Minus nach einer kurzen Erholung. Analysten vermuten, dass Investoren Gewinne bei Chip-Aktien mitnehmen, um Liquidität für den geplanten Börsengang von SpaceX zu schaffen, der mit einer angestrebten Bewertung von 1,75 Billionen Dollar der größte Börsengang der Geschichte wäre. Das ist eine interessante Dynamik: Ein einzelner Börsengang so groß, dass er den gesamten Technologiesektor unter Druck setzt. Am Nachmittag richten sich die Blicke auf die US-Inflationsdaten für Mai, die wegen des Preisdrucks durch den Irankrieg auf bis zu 4,2 Prozent gestiegen sein könnten. Mitten in dieses Bild passt auch die Geschichte von Isar Aerospace. Das Münchner Raumfahrtunternehmen hat in einer neuen Finanzierungsrunde 270 Millionen Euro eingesammelt und seine Bewertung innerhalb eines Jahres auf zwei Milliarden Euro verdoppelt. Das zeigt, dass Risikokapital trotz aller Unsicherheiten weiterhin in Zukunftstechnologien fließt, gerade in Europa, wo man in der Raumfahrt aufholen will. Und dann ist da noch Heidelberger Druck, ein klassisches deutsches Industrieunternehmen, das eigentlich Druckmaschinen baut. Angesichts eines schwächelnden Kerngeschäfts steigt das Unternehmen jetzt in den Vertrieb und die Produktion von Drohnenabwehrsystemen ein. Das ist symptomatisch für viele deutsche Mittelständler und Industriekonzerne, die ihr Geschäftsmodell unter dem Druck von Energiekosten, Zöllen und veränderten Märkten neu ausrichten müssen. Heidelberger Druck hat im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 2,3 Milliarden Euro Umsatz gerade mal 15 Millionen Euro Gewinn gemacht. Da ist der Druck zur Veränderung enorm. Zum Abschluss noch ein Punkt, der nachdenklich stimmt. Trotz des globalen KI-Booms zeigt eine McKinsey-Analyse, dass rund 90 Prozent aller KI-Anwendungen in deutschen Unternehmen noch in der Pilotphase scheitern, ohne nennenswerte wirtschaftliche Wirkung. Die Hindernisse sind nicht technischer Natur, sondern kultureller und regulatorischer Art. Nur etwa 30 Unternehmen haben fast die Hälfte des gesamten deutschen Produktivitätswachstums zwischen 2019 und 2023 erzeugt. Das zeigt: KI allein löst keine Strukturprobleme. Es braucht auch die Bereitschaft zur Veränderung, und die ist in vielen deutschen Unternehmen noch nicht ausreichend vorhanden. Das Gesamtbild des heutigen Tages ist damit ziemlich klar: Deutschland steht unter Druck von mehreren Seiten gleichzeitig, während andere Volkswirtschaften, die früh auf KI und Halbleiter gesetzt haben, gerade einen Boom erleben. Die geopolitische Lage bleibt angespannt und sorgt für Unsicherheit an den Märkten und für Inflation, die die Handlungsspielräume der Zentralbanken einengt. Damit sind wir durch für heute. Wir hatten DIW-Rezessionswarnung, KI-Boom in Asien, Marktdruck durch SpaceX und Geopolitik sowie die Frage, warum KI in Deutschland noch nicht so richtig zündet. Morgen geht es weiter, ich freue mich, wenn du wieder dabei bist. Bis dann.
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