SpaceX-Mega-Bewertung, BMW-Sparplan & KI-Souveränität bei G7 (17.06.2026)
Märkte, Milliarden und Meilensteine: SpaceX knackt die 3-Billionen-Marke, BMW bremst, die Bank of Japan dreht an der Zinsschraube – und Europa kämpft um digitale Souveränität.
In dieser Folge
- 01
Dax knapp im Plus, Ölpreis unter 80 Dollar und SpaceX kurzzeitig mit 3 Billionen Dollar bewertet
Manager MagazinDer Dax schloss am Dienstag mit einem minimalen Plus von rund 0,1 Prozent bei 24.910 Punkten, nachdem er zwischenzeitlich die 25.000-Punkte-Marke überschritten hatte – getragen von der positiven Marktreaktion auf das US-iranische Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges. An der Wall Street setzte der Dow Jones seine Rekordrallye fort und stieg um knapp 500 Punkte auf 52.150 Zähler, während der Nasdaq 100 angesichts vorsichtigerer Anleger um 1,3 Prozent nachgab. Die Ölpreise fielen infolge des Iran-Abkommens erstmals seit Anfang März unter 80 US-Dollar je Barrel, und SpaceX erreichte nach weiteren Kursgewinnen von bis zu 17 Prozent kurzzeitig eine Marktkapitalisierung von fast 3 Billionen Dollar – womit der Konzern sowohl Amazon als auch Microsoft beim Börsenwert überholte.
Original - 02
1Komma5° plant Börsengang und Konfrontation mit Konkurrent Enpal
Manager MagazinDas Cleantech-Unternehmen 1Komma5° unter der Führung von CEO Philipp Schröder strebt einen Börsengang an und positioniert sich damit für eine direkte Konkurrenz mit dem Solaranbieter Enpal. Das Unternehmen, das sich auf erneuerbare Energielösungen wie Solaranlagen und Wärmepumpen spezialisiert hat, verfolgt damit eine ambitionierte Wachstumsstrategie. Details zu Zeitplan und Volumen des geplanten Börsengangs sowie zur konkreten Wettbewerbsstrategie gegen Enpal waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hinter einer Paywall zugänglich.
Original - 03
SpaceX überholt Amazon nach Börsengang und erreicht Bewertung von 2,75 Billionen Dollar
Zeit WirtschaftNur wenige Tage nach seinem Börsengang hat SpaceX mit einem Aktienkurs von 209 US-Dollar eine Marktkapitalisierung von 2,75 Billionen Dollar erreicht und damit Amazon überholt sowie zeitweise sogar Microsoft überflügelt. Elon Musk, der 42 Prozent des Aktienkapitals und 85 Prozent der Stimmrechte hält, sieht sein Vermögen dadurch auf geschätzte 1,4 Billionen Dollar anwachsen. Analysten warnen jedoch vor einer Überbewertung, da lediglich fünf Prozent der Aktien frei handelbar sind und das Unternehmen zuletzt einen Nettoverlust von fast fünf Milliarden Dollar verzeichnete; die bevorstehende Aufnahme in den Nasdaq 100 sowie die Indizes FTSE und MSCI dürfte den Kursanstieg dennoch vorerst weiter befeuern.
Original - 04
Deutschland und Frankreich legen gemeinsame Kriterien für digitale Souveränität fest
HandelsblattDeutschland und Frankreich haben in einem gemeinsamen Papier Kriterien definiert, nach denen Cloud-Dienste, Künstliche Intelligenz und Dateninfrastrukturen als 'souverän' eingestuft werden sollen. Ziel beider Länder ist es, kritische Abhängigkeiten von digitalen Technologien und Dienstleistungen aus Drittstaaten zu reduzieren und damit auch die Richtung für die gesamte Europäische Union vorzugeben. Das Dokument erscheint kurz nach dem Technologiesouveränitätspaket der EU-Kommission, das unter anderem den 'Cloud and AI Development Act' und den 'Chips Act 2.0' umfasst und ebenfalls auf eine Verringerung der Abhängigkeit von US-Anbietern abzielt.
Original - 05
G7-Gipfel in Évian: KI-Regulierung und europäische Technologiesouveränität im Fokus
FAZ WirtschaftBeim G7-Gipfel im französischen Évian rückte neben Ukraine und Nahost-Konflikt vor allem der Umgang mit Künstlicher Intelligenz in den Vordergrund, wobei Frankreichs Präsident Macron führende KI-Unternehmenschefs wie Sam Altman von OpenAI und Dario Amodei von Anthropic zu einem gemeinsamen Mittagessen lud. Macron verfolgt mit seinem sogenannten 'Projekt Marengo' das Ziel, Frankreich als europäische KI-Führungsmacht zu etablieren und die Abhängigkeit von amerikanischen Technologieanbietern zu reduzieren – untermauert durch angekündigte Investitionen von insgesamt über 180 Milliarden Euro sowie Pläne, US-Software aus der französischen Verwaltung zu verbannen. Deutschland hingegen gilt im KI-Bereich als zurückhaltender: Nach dem Scheitern des einst gefeierten Heidelberger Unternehmens Aleph Alpha und dem US-Exportstopp für Anthropics leistungsstärkste Modelle wächst in der deutschen Politik die Sorge vor technologischer Abhängigkeit, während ein breiter politischer Konsens über KI als wirtschaftliche Chance bislang ausbleibt.
Original - 06
BMW senkt Jahresprognose drastisch und kündigt Sparmaßnahmen an
FAZ WirtschaftDer Automobilhersteller BMW hat seine Gewinnprognose für das laufende Jahr erheblich nach unten korrigiert und erwartet für die Autosparte nun nur noch eine operative Marge von einem bis drei Prozent, nachdem bislang vier bis sechs Prozent angepeilt worden waren. Als Hauptgründe nennt der Konzern die anhaltende Krise auf dem chinesischen Automarkt, verschärften Wettbewerb in der Asien-Pazifik-Region sowie die wirtschaftlichen Folgen des Nahostkonflikts. Neuer Konzernchef Milan Nedeljkovic kündigte Struktur- und Effizienzmaßnahmen an, die jedoch erst in den Folgejahren wirksam werden sollen, und verwies auf die kommende Elektrofahrzeuggeneration unter dem Namen Neue Klasse als Hoffnungsträger.
Original - 07
Sequoias Luciana Lixandru über Europas Chancen auf ein Billionen-Dollar-Technologieunternehmen
Financial Times – CompaniesLuciana Lixandru, globale Co-Leiterin des Frühphasen-Investmentgeschäfts des US-amerikanischen Risikokapitalgebers Sequoia, diskutiert die Möglichkeiten und Voraussetzungen für Europa, ein Technologieunternehmen mit einer Bewertung von über einer Billion Dollar hervorzubringen. Sie sieht die europäische Tech-Branche an einem Wendepunkt und spricht von einem bevorstehenden 'zweiten Akt', der neue Chancen für Gründer und Investoren auf dem Kontinent eröffne. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche strukturellen und kulturellen Veränderungen notwendig sind, damit Europa mit den dominierenden Tech-Ökosystemen in den USA und Asien mithalten kann.
Original - 08
Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland 2025 erneut gesunken
TagesschauDie Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland ist auch im Jahr 2025 weiter zurückgegangen: Obwohl 27.283 neue Wohnungen gefördert wurden, fielen gleichzeitig 57.621 Wohnungen aus der Sozialbindung, was unter dem Strich ein Minus von rund 20.000 Sozialwohnungen ergibt. Besonders stark betroffen ist Nordrhein-Westfalen, wo mehr als 26.000 Wohnungen und Wohnheimplätze die Sozialbindung verloren, während nur rund 8.000 neue hinzukamen. Bundesbauministerin Verena Hubertz plant bis 2029 Investitionen von 23,5 Milliarden Euro, doch Kritiker wie die Linkspartei-Abgeordnete Caren Lay halten diese Mittel angesichts eines bundesweiten Fehlbedarfs von bis zu einer Million Wohnungen für bei weitem nicht ausreichend.
Original - 09
Siltronic nutzt KI-Kursrally für Kapitalerhöhung von 273 Millionen Euro
Manager MagazinDer Münchner Chipzulieferer Siltronic hat den starken Kursanstieg seiner Aktie genutzt und durch die Ausgabe von drei Millionen neuen Aktien brutto 273 Millionen Euro bei institutionellen Investoren eingesammelt, wobei die Papiere zu einem Abschlag von knapp sieben Prozent zum Xetra-Schlusskurs zugeteilt wurden. Der Kursanstieg, der die Siltronic-Aktie seit Ende März fast verdoppelt hat, ist auf die Erwartung zurückzuführen, dass der wachsende Bedarf an Rechenkapazitäten für Künstliche Intelligenz die Chipnachfrage ankurbeln wird. Das Unternehmen, das Siliziumwafer als Vorprodukt für Chips herstellt und seit Jahren mit Überkapazitäten der Branche kämpft, will mit dem frischen Kapital seine finanzielle Basis stärken und strategische Wachstumschancen im KI-Umfeld nutzen, obwohl für das laufende Jahr noch Verluste erwartet werden.
Original - 10
Bank of Japan hebt Leitzins auf höchsten Stand seit 31 Jahren und kündigt weitere Erhöhungen an
Manager MagazinDie japanische Zentralbank (BOJ) hat ihren kurzfristigen Leitzins mit einer Mehrheit von sieben zu einer Stimme von 0,75 auf ein Prozent angehoben – den höchsten Stand seit 31 Jahren – und weitere Zinsschritte in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung angekündigt. Ausschlaggebend für die Entscheidung ist der durch gestiegene Energiepreise infolge des Krieges im Iran ausgelöste Preisdruck, der das Risiko birgt, die angestrebte Inflationsrate von zwei Prozent deutlich zu überschreiten. Die BOJ beobachtet dabei sowohl die Lage im Nahen Osten als auch die globale Nachfrage im Bereich der Künstlichen Intelligenz, während die Kerninflation laut Prognose der Notenbank zwischen 2026 und 2027 schrittweise das Zwei-Prozent-Ziel erreichen soll.
Original
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Dax knapp im Plus, Ölpreis unter 80 Dollar und SpaceX kurzzeitig mit 3 Billionen Dollar bewertet
Manager MagazinDer Dax schloss am Dienstag mit einem minimalen Plus von rund 0,1 Prozent bei 24.910 Punkten, nachdem er zwischenzeitlich die 25.000-Punkte-Marke überschritten hatte – getragen von der positiven Marktreaktion auf das US-iranische Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges. An der Wall Street setzte der Dow Jones seine Rekordrallye fort und stieg um knapp 500 Punkte auf 52.150 Zähler, während der Nasdaq 100 angesichts vorsichtigerer Anleger um 1,3 Prozent nachgab. Die Ölpreise fielen infolge des Iran-Abkommens erstmals seit Anfang März unter 80 US-Dollar je Barrel, und SpaceX erreichte nach weiteren Kursgewinnen von bis zu 17 Prozent kurzzeitig eine Marktkapitalisierung von fast 3 Billionen Dollar – womit der Konzern sowohl Amazon als auch Microsoft beim Börsenwert überholte.
Original - 02
1Komma5° plant Börsengang und Konfrontation mit Konkurrent Enpal
Manager MagazinDas Cleantech-Unternehmen 1Komma5° unter der Führung von CEO Philipp Schröder strebt einen Börsengang an und positioniert sich damit für eine direkte Konkurrenz mit dem Solaranbieter Enpal. Das Unternehmen, das sich auf erneuerbare Energielösungen wie Solaranlagen und Wärmepumpen spezialisiert hat, verfolgt damit eine ambitionierte Wachstumsstrategie. Details zu Zeitplan und Volumen des geplanten Börsengangs sowie zur konkreten Wettbewerbsstrategie gegen Enpal waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hinter einer Paywall zugänglich.
Original - 03
SpaceX überholt Amazon nach Börsengang und erreicht Bewertung von 2,75 Billionen Dollar
Zeit WirtschaftNur wenige Tage nach seinem Börsengang hat SpaceX mit einem Aktienkurs von 209 US-Dollar eine Marktkapitalisierung von 2,75 Billionen Dollar erreicht und damit Amazon überholt sowie zeitweise sogar Microsoft überflügelt. Elon Musk, der 42 Prozent des Aktienkapitals und 85 Prozent der Stimmrechte hält, sieht sein Vermögen dadurch auf geschätzte 1,4 Billionen Dollar anwachsen. Analysten warnen jedoch vor einer Überbewertung, da lediglich fünf Prozent der Aktien frei handelbar sind und das Unternehmen zuletzt einen Nettoverlust von fast fünf Milliarden Dollar verzeichnete; die bevorstehende Aufnahme in den Nasdaq 100 sowie die Indizes FTSE und MSCI dürfte den Kursanstieg dennoch vorerst weiter befeuern.
Original - 04
Deutschland und Frankreich legen gemeinsame Kriterien für digitale Souveränität fest
HandelsblattDeutschland und Frankreich haben in einem gemeinsamen Papier Kriterien definiert, nach denen Cloud-Dienste, Künstliche Intelligenz und Dateninfrastrukturen als 'souverän' eingestuft werden sollen. Ziel beider Länder ist es, kritische Abhängigkeiten von digitalen Technologien und Dienstleistungen aus Drittstaaten zu reduzieren und damit auch die Richtung für die gesamte Europäische Union vorzugeben. Das Dokument erscheint kurz nach dem Technologiesouveränitätspaket der EU-Kommission, das unter anderem den 'Cloud and AI Development Act' und den 'Chips Act 2.0' umfasst und ebenfalls auf eine Verringerung der Abhängigkeit von US-Anbietern abzielt.
Original - 05
G7-Gipfel in Évian: KI-Regulierung und europäische Technologiesouveränität im Fokus
FAZ WirtschaftBeim G7-Gipfel im französischen Évian rückte neben Ukraine und Nahost-Konflikt vor allem der Umgang mit Künstlicher Intelligenz in den Vordergrund, wobei Frankreichs Präsident Macron führende KI-Unternehmenschefs wie Sam Altman von OpenAI und Dario Amodei von Anthropic zu einem gemeinsamen Mittagessen lud. Macron verfolgt mit seinem sogenannten 'Projekt Marengo' das Ziel, Frankreich als europäische KI-Führungsmacht zu etablieren und die Abhängigkeit von amerikanischen Technologieanbietern zu reduzieren – untermauert durch angekündigte Investitionen von insgesamt über 180 Milliarden Euro sowie Pläne, US-Software aus der französischen Verwaltung zu verbannen. Deutschland hingegen gilt im KI-Bereich als zurückhaltender: Nach dem Scheitern des einst gefeierten Heidelberger Unternehmens Aleph Alpha und dem US-Exportstopp für Anthropics leistungsstärkste Modelle wächst in der deutschen Politik die Sorge vor technologischer Abhängigkeit, während ein breiter politischer Konsens über KI als wirtschaftliche Chance bislang ausbleibt.
Original - 06
BMW senkt Jahresprognose drastisch und kündigt Sparmaßnahmen an
FAZ WirtschaftDer Automobilhersteller BMW hat seine Gewinnprognose für das laufende Jahr erheblich nach unten korrigiert und erwartet für die Autosparte nun nur noch eine operative Marge von einem bis drei Prozent, nachdem bislang vier bis sechs Prozent angepeilt worden waren. Als Hauptgründe nennt der Konzern die anhaltende Krise auf dem chinesischen Automarkt, verschärften Wettbewerb in der Asien-Pazifik-Region sowie die wirtschaftlichen Folgen des Nahostkonflikts. Neuer Konzernchef Milan Nedeljkovic kündigte Struktur- und Effizienzmaßnahmen an, die jedoch erst in den Folgejahren wirksam werden sollen, und verwies auf die kommende Elektrofahrzeuggeneration unter dem Namen Neue Klasse als Hoffnungsträger.
Original - 07
Sequoias Luciana Lixandru über Europas Chancen auf ein Billionen-Dollar-Technologieunternehmen
Financial Times – CompaniesLuciana Lixandru, globale Co-Leiterin des Frühphasen-Investmentgeschäfts des US-amerikanischen Risikokapitalgebers Sequoia, diskutiert die Möglichkeiten und Voraussetzungen für Europa, ein Technologieunternehmen mit einer Bewertung von über einer Billion Dollar hervorzubringen. Sie sieht die europäische Tech-Branche an einem Wendepunkt und spricht von einem bevorstehenden 'zweiten Akt', der neue Chancen für Gründer und Investoren auf dem Kontinent eröffne. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche strukturellen und kulturellen Veränderungen notwendig sind, damit Europa mit den dominierenden Tech-Ökosystemen in den USA und Asien mithalten kann.
Original - 08
Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland 2025 erneut gesunken
TagesschauDie Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland ist auch im Jahr 2025 weiter zurückgegangen: Obwohl 27.283 neue Wohnungen gefördert wurden, fielen gleichzeitig 57.621 Wohnungen aus der Sozialbindung, was unter dem Strich ein Minus von rund 20.000 Sozialwohnungen ergibt. Besonders stark betroffen ist Nordrhein-Westfalen, wo mehr als 26.000 Wohnungen und Wohnheimplätze die Sozialbindung verloren, während nur rund 8.000 neue hinzukamen. Bundesbauministerin Verena Hubertz plant bis 2029 Investitionen von 23,5 Milliarden Euro, doch Kritiker wie die Linkspartei-Abgeordnete Caren Lay halten diese Mittel angesichts eines bundesweiten Fehlbedarfs von bis zu einer Million Wohnungen für bei weitem nicht ausreichend.
Original - 09
Siltronic nutzt KI-Kursrally für Kapitalerhöhung von 273 Millionen Euro
Manager MagazinDer Münchner Chipzulieferer Siltronic hat den starken Kursanstieg seiner Aktie genutzt und durch die Ausgabe von drei Millionen neuen Aktien brutto 273 Millionen Euro bei institutionellen Investoren eingesammelt, wobei die Papiere zu einem Abschlag von knapp sieben Prozent zum Xetra-Schlusskurs zugeteilt wurden. Der Kursanstieg, der die Siltronic-Aktie seit Ende März fast verdoppelt hat, ist auf die Erwartung zurückzuführen, dass der wachsende Bedarf an Rechenkapazitäten für Künstliche Intelligenz die Chipnachfrage ankurbeln wird. Das Unternehmen, das Siliziumwafer als Vorprodukt für Chips herstellt und seit Jahren mit Überkapazitäten der Branche kämpft, will mit dem frischen Kapital seine finanzielle Basis stärken und strategische Wachstumschancen im KI-Umfeld nutzen, obwohl für das laufende Jahr noch Verluste erwartet werden.
Original - 10
Bank of Japan hebt Leitzins auf höchsten Stand seit 31 Jahren und kündigt weitere Erhöhungen an
Manager MagazinDie japanische Zentralbank (BOJ) hat ihren kurzfristigen Leitzins mit einer Mehrheit von sieben zu einer Stimme von 0,75 auf ein Prozent angehoben – den höchsten Stand seit 31 Jahren – und weitere Zinsschritte in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung angekündigt. Ausschlaggebend für die Entscheidung ist der durch gestiegene Energiepreise infolge des Krieges im Iran ausgelöste Preisdruck, der das Risiko birgt, die angestrebte Inflationsrate von zwei Prozent deutlich zu überschreiten. Die BOJ beobachtet dabei sowohl die Lage im Nahen Osten als auch die globale Nachfrage im Bereich der Künstlichen Intelligenz, während die Kerninflation laut Prognose der Notenbank zwischen 2026 und 2027 schrittweise das Zwei-Prozent-Ziel erreichen soll.
Original
Häufige Fragen
Warum fiel der Ölpreis unter 80 Dollar, und welche Bedeutung hat das für Unternehmen?
Das US-iranische Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges hat die Märkte beruhigt und Angebotssorgen reduziert, was den Ölpreis erstmals seit März unter 80 US-Dollar je Barrel drückte. Für energieintensive Unternehmen bedeutet das kurzfristig sinkende Produktionskosten, erhöht aber gleichzeitig den Druck auf Energieversorger und Ölkonzerne.
Wie konnte SpaceX kurz nach dem Börsengang Amazon und Microsoft beim Börsenwert überholen?
SpaceX erreichte mit einem Aktienkurs von 209 US-Dollar eine Marktkapitalisierung von bis zu 3 Billionen Dollar, getrieben durch starke Kurszuwächse von bis zu 17 Prozent und die bevorstehende Aufnahme in wichtige Indizes wie den Nasdaq 100, FTSE und MSCI, die institutionelle Käufe erzwingen. Analysten warnen jedoch vor Überbewertung: Nur fünf Prozent der Aktien sind frei handelbar, und das Unternehmen verzeichnete zuletzt einen Nettoverlust von fast fünf Milliarden Dollar.
Welche Risiken birgt Elon Musks dominante Stellung bei SpaceX für institutionelle Investoren?
Musk hält 42 Prozent des Aktienkapitals und 85 Prozent der Stimmrechte, was institutionellen Investoren kaum Einfluss auf Unternehmensentscheidungen lässt. Kombiniert mit dem geringen Streubesitz von nur fünf Prozent entsteht eine erhebliche Kursanfälligkeit bei negativen Nachrichten rund um Musk oder das Unternehmen.
Was bedeuten die deutsch-französischen Kriterien für digitale Souveränität konkret für B2B-Einkäufer von Cloud- und KI-Diensten?
Deutschland und Frankreich definieren gemeinsam, welche Cloud-, KI- und Dateninfrastrukturdienste als 'souverän' gelten – also hinreichend unabhängig von Drittstaaten wie den USA. Für B2B-Entscheider bedeutet das, dass Beschaffungsentscheidungen künftig stärker an diesen Kriterien ausgerichtet werden müssen, insbesondere in regulierten Branchen und bei öffentlichen Aufträgen, da das Papier als Blaupause für die gesamte EU gilt.
Wie positionieren sich Deutschland und Frankreich unterschiedlich im europäischen KI-Wettbewerb, und was folgt daraus für die Technologiestrategie von Unternehmen?
Frankreich verfolgt unter Macron mit 'Projekt Marengo' und angekündigten Investitionen von über 180 Milliarden Euro eine offensive KI-Führungsstrategie inklusive Plänen, US-Software aus der Verwaltung zu verdrängen. Deutschland gilt nach dem Scheitern von Aleph Alpha und dem US-Exportstopp für leistungsstarke KI-Modelle als zurückhaltender, was europäische Unternehmen vor die Frage stellt, auf welche nationalen oder europäischen KI-Alternativen sie ihre Digitalstrategie langfristig stützen können.
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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute haben wir einen dieser Tage, an denen sich viele Entwicklungen gleichzeitig überlagern und man das Gefühl bekommt, dass gerade an mehreren Fronten gleichzeitig Weichen gestellt werden. Märkte, Technologie, Zinsen, Wohnungspolitik, Industrieprobleme – alles auf einmal. Ich versuche, das für euch zusammenzubringen und einzuordnen. Fangen wir mit dem an, was die Märkte gerade bewegt. Der Dax hat sich am Dienstag knapp im Plus gehalten, kurzzeitig sogar die 25.000-Punkte-Marke geknackt, am Ende aber nur mit einem Mini-Plus von 0,1 Prozent bei rund 24.910 Punkten geschlossen. Die Wall Street lief deutlich besser: Der Dow Jones setzte seine Rekordrally fort und stieg um fast 500 Punkte auf über 52.000 Zähler. Beim Nasdaq war es etwas verhaltener, er gab leicht nach. Was die Märkte gerade antreibt, ist vor allem das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges. Das hat auch die Ölpreise bewegt: Erstmals seit März ist Rohöl unter 80 Dollar je Barrel gefallen. Das ist für Verbraucher und Unternehmen grundsätzlich eine gute Nachricht, weil es den Kostendruck etwas dämpft. Mitten in dieses Bild passt auch die Bank of Japan, die gerade einen bemerkenswerten Schritt gemacht hat. Die japanische Zentralbank hat ihren Leitzins auf ein Prozent angehoben, den höchsten Stand seit 31 Jahren. Das klingt nach einer kleinen Zahl, ist aber für Japan eine echte Zeitenwende. Jahrzehntelang hat das Land mit Nullzinsen oder sogar negativen Zinsen gearbeitet. Der Grund für die Erhöhung ist der gestiegene Preisdruck, ausgelöst durch höhere Energiepreise infolge des Iran-Krieges. Die Notenbank hat außerdem weitere Zinsschritte in Aussicht gestellt. Das ist relevant, weil Japan eine der größten Volkswirtschaften der Welt ist und weil steigende Zinsen in Japan globale Kapitalflüsse beeinflussen können. Investoren, die sich in Japan günstig Geld geliehen und anderswo angelegt haben, müssen das neu bewerten. Das ist kein abstraktes Thema, das spürt man an den Märkten. Jetzt zu einem Unternehmen, das gerade die Fantasie der Anleger beflügelt wie kaum ein anderes: SpaceX. Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk ist erst vor wenigen Tagen an die Börse gegangen und hat dabei eine Marktkapitalisierung von 2,75 Billionen Dollar erreicht. Kurzzeitig war der Konzern sogar fast drei Billionen Dollar wert und hat damit sowohl Amazon als auch Microsoft überholt. Das ist eine schwindelerregende Zahl. Zum Vergleich: Das gesamte Bruttoinlandsprodukt Deutschlands liegt bei rund vier Billionen Dollar. SpaceX ist also allein schon fast drei Viertel davon wert. Elon Musk hält 42 Prozent der Aktien und 85 Prozent der Stimmrechte, sein Vermögen wird auf 1,4 Billionen Dollar geschätzt. Analysten warnen aber zu Recht vor Übertreibung: Nur fünf Prozent der Aktien sind überhaupt frei handelbar, und das Unternehmen hat zuletzt fast fünf Milliarden Dollar Verlust gemacht. Trotzdem dürfte die bevorstehende Aufnahme in wichtige Indizes wie den Nasdaq 100 den Kurs weiter stützen, weil dann Indexfonds automatisch kaufen müssen. Vom Weltraum zurück auf den Boden, und zwar in die Automobilindustrie. BMW hat seine Gewinnprognose für dieses Jahr drastisch gesenkt. Statt einer operativen Marge von vier bis sechs Prozent erwartet der Konzern jetzt nur noch ein bis drei Prozent in der Autosparte. Das ist eine erhebliche Korrektur. Die Gründe: Die Krise auf dem chinesischen Automarkt hält an, der Wettbewerb in Asien wird schärfer, und der Nahostkonflikt belastet zusätzlich. Der neue Konzernchef Milan Nedeljkovic hat Sparmaßnahmen angekündigt, die aber erst in den nächsten Jahren wirken sollen. Als Hoffnungsträger gilt die neue Elektrofahrzeuggeneration unter dem Namen Neue Klasse. BMW ist kein Einzelfall, sondern steht exemplarisch für den Druck, unter dem die deutsche Automobilindustrie gerade steht. China als wichtigster Wachstumsmarkt schwächelt, und die Transformation zur Elektromobilität kostet Geld und Zeit. Ebenfalls bemerkenswert: Der Münchner Chipzulieferer Siltronic hat die aktuelle KI-Euphorie genutzt, um frisches Kapital einzusammeln. Durch die Ausgabe neuer Aktien hat das Unternehmen 273 Millionen Euro bei institutionellen Investoren eingeworben. Siltronic stellt Siliziumwafer her, also Vorprodukte für Chips, und profitiert von der Erwartung, dass der Hunger nach Rechenkapazität für Künstliche Intelligenz die Chipnachfrage dauerhaft ankurbeln wird. Die Aktie hat sich seit Ende März fast verdoppelt. Gleichzeitig kämpft das Unternehmen noch mit Überkapazitäten und erwartet für dieses Jahr Verluste. Das zeigt das Spannungsfeld gerade gut: Die KI-Fantasie treibt Bewertungen hoch, auch wenn die Zahlen noch nicht mithalten. Apropos KI und Technologie: Da tut sich politisch gerade einiges. Deutschland und Frankreich haben gemeinsam Kriterien festgelegt, nach denen Cloud-Dienste, Künstliche Intelligenz und Dateninfrastrukturen als souverän gelten sollen. Ziel ist es, Abhängigkeiten von Anbietern aus Drittstaaten, also vor allem aus den USA, zu reduzieren. Das Papier erscheint zeitgleich mit einem Technologiepaket der EU-Kommission, das unter anderem einen neuen Cloud-und-KI-Entwicklungsakt und eine Neuauflage des Chips-Gesetzes umfasst. Beim G7-Gipfel im französischen Évian war das Thema ebenfalls präsent. Frankreichs Präsident Macron hat sich dabei besonders ambitioniert gezeigt: Er lud führende KI-Unternehmenschefs zum Mittagessen, plant Investitionen von über 180 Milliarden Euro und will US-Software sogar aus der französischen Verwaltung verbannen. Deutschland hingegen wirkt in dieser Frage noch zögerlich. Nach dem Scheitern des einst gefeierten Heidelberger KI-Unternehmens Aleph Alpha und dem US-Exportstopp für leistungsstarke KI-Modelle wächst zwar die Sorge vor Abhängigkeit, aber ein breiter politischer Konsens, KI als wirtschaftliche Chance zu begreifen, fehlt bislang. Das ist ein echtes Defizit, das langfristig teuer werden könnte. Dazu passt auch die Einschätzung von Luciana Lixandru, der globalen Co-Leiterin des Frühphasen-Investmentbereichs beim US-Risikokapitalgeber Sequoia. Sie sieht Europa an einem Wendepunkt und spricht von einem zweiten Akt für die europäische Technologiebranche. Die entscheidende Frage ist, ob Europa die strukturellen und kulturellen Voraussetzungen schafft, um ein Technologieunternehmen mit einer Bewertung von über einer Billion Dollar hervorzubringen. Bisher ist das noch keinem europäischen Unternehmen gelungen. Ob der politische Wille und die Investitionsbereitschaft dafür ausreichen, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Zum Schluss noch ein Thema, das weniger Schlagzeilen macht, aber viele Menschen direkt betrifft: die Sozialwohnungen. Die Zahl ist in Deutschland auch 2025 weiter gesunken. Zwar wurden über 27.000 neue Wohnungen gefördert, aber gleichzeitig fielen fast 58.000 Wohnungen aus der Sozialbindung heraus. Unterm Strich fehlen wieder rund 20.000 Sozialwohnungen mehr als vorher. Besonders betroffen ist Nordrhein-Westfalen. Bundesbauministerin Verena Hubertz plant bis 2029 Investitionen von 23,5 Milliarden Euro, aber Kritiker halten das angesichts eines bundesweiten Fehlbedarfs von bis zu einer Million Wohnungen für bei weitem nicht ausreichend. Das ist ein strukturelles Problem, das sich seit Jahren aufbaut und das den Wohnungsmarkt vor allem in Ballungsräumen weiter unter Druck setzt. Was verbindet all das? Wir befinden uns in einer Phase, in der alte Gewissheiten wegbrechen. Japan hebt die Zinsen auf ein Niveau, das es seit einer Generation nicht mehr gab. BMW kämpft mit einem China-Markt, der nicht mehr so funktioniert wie früher. Europa versucht, technologisch unabhängiger zu werden, während SpaceX zeigt, wie weit amerikanische Unternehmen bereits voraus sind. Und der Wohnungsmarkt erinnert uns daran, dass wirtschaftlicher Wandel nicht automatisch bei allen ankommt. Also: Japans Zinswende auf dem höchsten Stand seit 31 Jahren, BMW mit drastisch gesenkter Gewinnprognose, SpaceX mit einer schwindelerregenden Börsenbewertung, Europa ringt um technologische Unabhängigkeit, und der Sozialwohnungsmarkt verliert weiter an Boden. Morgen schauen wir wieder, was sich bewegt. Bis dann.
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