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Wirtschaft im Fokus
Folge 0226.05.20268:40 KI-vertont

Wirtschaft im Fokus – 26.05.2026

Deutschlands Wirtschaft sendet widersprüchliche Signale: Ausländische Investitionen fallen auf den tiefsten Stand seit 2009, die EU halbiert die Wachstumsprognose – doch der Dax klettert auf Rekordhoch.

Themen

In dieser Folge

10
  1. 01

    Ausländische Direktinvestitionen in Deutschland auf tiefstem Stand seit 2009

    n-tv Wirtschaft

    Die Zahl der von ausländischen Unternehmen in Deutschland angekündigten Investitionsprojekte ist 2025 um zehn Prozent auf 548 gesunken – der achte Rückgang in Folge und der niedrigste Wert seit 2009. Seit dem Rekordjahr 2017 hat sich die Zahl der Projekte insgesamt um 51 Prozent verringert, womit Deutschland laut EY-Chef Henrik Ahlers stärker an Attraktivität verloren hat als jeder andere große europäische Standort. Als Hauptursachen nennt EY die hohe Steuer- und Energiekostenbelastung, hohe Arbeitskosten sowie eine lähmende Bürokratie, während Länder wie Spanien und die Türkei zuletzt deutliche Zuwächse verzeichneten.

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  2. 02

    Kanadischer KI-Konzern Cohere übernimmt deutsche Startups – Experten warnen vor Ausverkauf europäischer KI-Kompetenz

    n-tv Wirtschaft

    Das kanadische KI-Unternehmen Cohere hat innerhalb weniger Wochen gleich zwei deutsche KI-Startups übernommen: den Heidelberger Hoffnungsträger Aleph Alpha und das Berliner Biopharma-Startup Reliant AI, das unter anderem für den Pharmariesen GlaxoSmithKline arbeitet. Während Bundesdigitalminister Karsten Wildberger die Übernahmen als starkes Signal für den KI-Standort Deutschland wertet, sehen Expertinnen wie Barbara Lampl darin ein ernstes Warnsignal: Europa produziere zwar gute KI-Forscher und -Unternehmen, scheitere jedoch regelmäßig in der Wachstumsfinanzierungsphase und mache seine Startups so zur günstigen Beute für nordamerikanische Konzerne. Als Hauptursachen gelten deutlich niedrigere Gehälter im Vergleich zu US-Tech-Zentren, ein zu kleiner Talentpool sowie das Fehlen europäischer Investoren mit ausreichend Kapital für die Skalierungsphase.

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  3. 03

    Ifo-Beschäftigungsbarometer steigt leicht – Arbeitsmarkt bleibt angespannt

    Handelsblatt

    Das Ifo-Beschäftigungsbarometer ist im Mai auf 93,9 Punkte gestiegen, den höchsten Wert seit Juli 2024, was auf eine etwas weniger restriktive Personalplanung der deutschen Unternehmen hindeutet. Dennoch warnt Ifo-Chefstatistiker Klaus Wohlrabe, dass angesichts schwacher Konjunktur und anhaltender Unsicherheit von einer nachhaltigen Erholung am Arbeitsmarkt keine Rede sein könne. Besonders die Chemieindustrie und die Automobilbranche bauen weiterhin massiv Stellen ab, während der Arbeitgeberverband Gesamtmetall die Lage in der Metall- und Elektroindustrie als die längste Negativphase seit den frühen 1990er-Jahren bezeichnet.

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  4. 04

    SpaceX-Börsengang: Musk plant mit 75 Milliarden Dollar den größten Börsengang der Geschichte

    n-tv Wirtschaft

    Der Weltraumkonzern SpaceX von Elon Musk hat seinen Emissionsprospekt veröffentlicht und strebt einen Börsengang mit einem erwarteten Volumen von 75 Milliarden Dollar an, was den bisherigen Weltrekord von Saudi Aramco aus dem Jahr 2019 um das Dreifache übertreffen würde. Musk sichert sich durch eine Zwei-Klassen-Aktienstruktur 85,1 Prozent der Stimmrechte und bleibt damit trotz des Börsengangs nahezu uneingeschränkt in der Kontrolle des Unternehmens, dessen Marktkapitalisierung Experten auf 1,75 Billionen Dollar schätzen. Im Prospekt skizziert Musk weitreichende Visionen wie den Rohstoffabbau auf Asteroiden, Energiegewinnung auf dem Mond und KI-Rechenzentren im Weltall, während das Satelliteninternet-Netzwerk Starlink derzeit rund 80 Prozent des Konzernumsatzes von 18,67 Milliarden Dollar erwirtschaftet.

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  5. 05

    EU-Kommission halbiert Wachstumsprognose für Deutschland auf 0,6 Prozent

    n-tv Wirtschaft

    Die Europäische Kommission hat ihre Wachstumsprognose für Deutschland im Jahr 2026 aufgrund der hohen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs von 1,2 auf 0,6 Prozent halbiert, da die Blockade der Straße von Hormus zu massiven Preissteigerungen bei Öl und Gas geführt hat. Auch für die gesamte EU und die Eurozone wurden die Erwartungen deutlich nach unten korrigiert, auf 1,1 beziehungsweise 0,9 Prozent Wachstum. Eine leichte Erholung erhofft sich die Kommission für 2027, sofern sich die Lage auf den Energiemärkten entspannt, wobei sie gezielte Hilfen für bedürftige Haushalte und stark betroffene Unternehmen anstelle von pauschalen Subventionen empfiehlt.

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  6. 06

    SpaceX verschiebt Starship-Testflug wegen technischer Probleme

    n-tv Wirtschaft

    SpaceX musste den geplanten Testflug einer neuen Version der Starship-Rakete am Donnerstag kurzfristig absagen, nachdem der Countdown am texanischen Startgelände mehrfach unterbrochen worden war. Als Ursache nannte Elon Musk einen defekten Hydraulik-Pin am Greifarm der Startrampe; ein neuer Startversuch soll am Freitag um 17.30 Uhr Ortszeit unternommen werden. Es wäre der zwölfte Starship-Flug und der erste seit sieben Monaten – die 124 Meter hohe Rakete ist ein zentrales Element der Weltraumpläne von SpaceX und der Nasa, die eine Rückkehr von Astronauten zum Mond anstrebt.

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  7. 07

    Handelskonflikt zwischen Ungarn und EU: Magyar hält an Orbáns Sondersteuer für ausländische Einzelhändler fest

    n-tv Wirtschaft

    Ungarns neuer Ministerpräsident Péter Magyar lässt trotz seiner pro-europäischen Versprechen eine unter Orbán eingeführte Sondersteuer auf den Umsatz ausländischer Einzelhändler wie Spar, Penny und Tesco vorerst bestehen, da das Land mit einem Haushaltsdefizit von über fünf Prozent der Wirtschaftsleistung kämpft. Die EU-Kommission hat Ungarn deswegen bereits Ende April vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt, da die Steuer die Niederlassungsfreiheit verletze, und prüft zusätzlich ein beihilferechtliches Verfahren. Finanzminister Kármán verknüpfte einen möglichen Abbau der Sondersteuer mit einer Überprüfung von Subventionen, von denen vor allem deutsche Autobauer profitieren, was die Lage weiter verkompliziert.

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  8. 08

    Dax erreicht höchsten Stand seit Kriegsbeginn im Iran – Aufwärtstrend bremst sich ein

    Handelsblatt

    Der Dax hat am Pfingstmontag um zwei Prozent auf 25.389 Punkte zugelegt und damit den höchsten Stand seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar erreicht, getrieben von Hoffnungen auf einen Friedensschluss zwischen den USA und dem Iran. Auch der MDax kletterte auf den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren, während der SDax ein Rekordhoch verzeichnete – allerdings bei feiertagsbedingt niedrigen Handelsumsätzen. Am frühen Dienstagmorgen setzt sich der Aufwärtstrend nicht fort, der Dax notiert vorbörslich im Minus, während Anleger neben den Nahost-Entwicklungen auf US-Konjunkturdaten wie das Verbrauchervertrauen achten.

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  9. 09

    Europas Chip-Lücke: Kontinent braucht Dutzende neue Halbleiterfabriken

    FAZ Wirtschaft

    Europa deckt seinen Halbleiterbedarf derzeit nur zur Hälfte aus eigener Produktion und verfehlt laut einer ZVEI-Studie sein Ziel, den Weltmarktanteil bis 2030 auf 20 Prozent zu verdoppeln – dafür fehlen mindestens ein Dutzend moderne Chipfabriken, in anderthalb Jahrzehnten könnten es sogar 65 sein. Der Chips Act 1.0 von 2023 blieb hinter den Erwartungen zurück, da große Investoren wie Intel und Wolfspeed ihre angekündigten Werke absagten und die Produktion in Europa bis zu 30 Prozent teurer ist als in Asien. Brüssel arbeitet nun an einem Chips Act 2.0, während Branchenvertreter von Infineon und NXP langfristige industriepolitische Strategien und staatliche Beihilfen fordern, um die technologische Souveränität Europas zu sichern.

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  10. 10

    Investitionen in Deutschland: Hochtechnologiebranchen als Lichtblick in schwierigem Umfeld

    FAZ Wirtschaft

    Eine neue Studie des Ifo-Instituts im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung zeichnet ein differenziertes Bild der deutschen Industrieinvestitionen: Während Schlüsselbranchen wie Automobil und Maschinenbau stagnieren und der BDI-Präsident den Standort im 'freien Fall' sieht, verzeichnen Hochtechnologiebranchen wie Pharma, Elektronik und Optik eine hohe Investitionsdynamik. Exemplarisch dafür steht die Eröffnung einer fünf Milliarden Euro teuren Halbleiterfabrik von Infineon in Dresden, während insgesamt die Investitionen im laufenden Jahr auf dem schwachen Vorjahresniveau stagnieren und mehr als die Hälfte des geplanten Volumens auf nur vier Bundesländer entfällt. Die Forscher empfehlen zur Trendwende eine Kombination aus klassischer Angebotspolitik mit niedrigeren Steuern und Energiekosten sowie verstärkter Förderung von Wagniskapital und Start-ups im Wachstums- und Hightech-Bereich.

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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute schauen wir auf ein Bild, das sich wie ein roter Faden durch fast alle Meldungen zieht: Deutschland und Europa kämpfen um ihre wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, und die Signale sind gemischt. Es gibt echte Lichtblicke, aber auch ernste Warnsignale, die man nicht wegdiskutieren kann. Fangen wir mit dem an, was mich heute am meisten beschäftigt: dem Investitionsstandort Deutschland. Ausländische Unternehmen haben 2025 nur noch 548 Investitionsprojekte in Deutschland angekündigt. Das klingt erstmal nach einer trockenen Zahl, aber dahinter steckt eine beunruhigende Geschichte. Es ist der achte Rückgang in Folge, der niedrigste Wert seit 2009, und seit dem Rekordjahr 2017 hat sich die Zahl der Projekte halbiert. Halbiert. Kein anderer großer europäischer Standort hat so stark an Attraktivität verloren. Spanien und die Türkei hingegen verzeichnen Zuwächse. Die Gründe sind bekannt und werden immer wieder genannt: zu hohe Energiekosten, zu hohe Steuern, zu hohe Arbeitskosten und eine Bürokratie, die Investoren mehr abschreckt als einlädt. Das passt zu dem, was das Ifo-Institut in einer neuen Studie herausgearbeitet hat. Das Bild der deutschen Industrieinvestitionen ist differenziert, aber nicht wirklich beruhigend. Automobil und Maschinenbau, zwei der tragenden Säulen der deutschen Wirtschaft, stagnieren. Der BDI-Präsident spricht vom freien Fall des Standorts. Gleichzeitig gibt es Bereiche, die wirklich Fahrt aufnehmen: Pharma, Elektronik, Optik. Die Eröffnung einer fünf Milliarden Euro teuren Halbleiterfabrik von Infineon in Dresden ist so ein Lichtblick. Aber das allein reicht nicht, um den Trend umzukehren. Die Forscher empfehlen eine Kombination aus niedrigeren Steuern und Energiekosten auf der einen Seite und mehr Wagniskapital für Startups und Wachstumsunternehmen auf der anderen. Das ist leichter gesagt als getan, aber die Richtung stimmt. Und genau bei den Startups zeigt sich ein weiteres strukturelles Problem, das Europa schon lange begleitet. Innerhalb weniger Wochen hat das kanadische KI-Unternehmen Cohere gleich zwei deutsche KI-Startups übernommen: Aleph Alpha aus Heidelberg und das Berliner Biopharma-Startup Reliant AI. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger sieht darin ein starkes Signal für den KI-Standort Deutschland. Aber Expertinnen wie Barbara Lampl warnen zu Recht: Europa produziert gute Forscher und gute Ideen, scheitert aber immer wieder in dem Moment, wo es darum geht, aus einem vielversprechenden Startup ein wirklich großes Unternehmen zu machen. Das Kapital für diese Wachstumsphase fehlt. Die Gehälter können nicht mit US-Tech-Zentren mithalten. Und so werden europäische Innovationen zur günstigen Beute für nordamerikanische Konzerne. Das ist kein Einzelfall, das ist ein Muster. Ähnliches gilt für den Halbleiterbereich. Europa deckt seinen Bedarf an Chips derzeit nur zur Hälfte aus eigener Produktion. Um das selbst gesteckte Ziel von 20 Prozent Weltmarktanteil bis 2030 zu erreichen, bräuchte es mindestens ein Dutzend neue, moderne Chipfabriken. Große Investoren wie Intel und Wolfspeed haben ihre angekündigten Werke in Europa bereits abgesagt, weil die Produktion hier bis zu 30 Prozent teurer ist als in Asien. Der Chips Act von 2023 hat nicht geliefert, was er versprochen hat. Brüssel arbeitet jetzt an einem Nachfolger, und Unternehmen wie Infineon und NXP fordern langfristige staatliche Strategien. Die Frage ist, ob Europa diesmal schnell genug handelt. Zu all dem kommt eine schlechte Nachricht aus Brüssel: Die Europäische Kommission hat ihre Wachstumsprognose für Deutschland im Jahr 2026 halbiert, von 1,2 auf 0,6 Prozent. Hintergrund ist der Konflikt im Iran, der die Straße von Hormus blockiert und damit die Energiepreise in die Höhe treibt. Auch für die gesamte EU und die Eurozone wurden die Erwartungen deutlich nach unten korrigiert. Eine Erholung erhofft sich die Kommission für 2027, aber das hängt stark davon ab, wie sich die Lage im Nahen Osten entwickelt. Gezielte Hilfen für betroffene Haushalte und Unternehmen werden empfohlen, keine pauschalen Subventionen. Der Arbeitsmarkt bleibt in diesem Umfeld angespannt, auch wenn es einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer ist im Mai auf 93,9 Punkte gestiegen, den höchsten Wert seit fast einem Jahr. Das bedeutet, dass die Unternehmen beim Personalabbau etwas auf die Bremse treten. Aber Ifo-Chefstatistiker Klaus Wohlrabe dämpft die Erwartungen sofort: Von einer echten Erholung am Arbeitsmarkt kann keine Rede sein. Chemieindustrie und Automobilbranche bauen weiter massiv Stellen ab. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall spricht von der längsten Negativphase in der Metall- und Elektroindustrie seit den frühen 1990er-Jahren. Das ist eine nüchterne Einordnung, die man ernst nehmen sollte. Ein Blick auf die Finanzmärkte zeigt, dass die Stimmung trotzdem nicht komplett am Boden ist. Der Dax hat am Pfingstmontag auf den höchsten Stand seit dem Beginn des Iran-Konflikts Ende Februar geklettert, getrieben von Hoffnungen auf einen Friedensschluss zwischen den USA und dem Iran. Auch der MDax und der SDax haben deutlich zugelegt. Allerdings war das Handelsvolumen feiertagsbedingt niedrig, was solche Bewegungen immer mit Vorsicht zu genießen macht. Am frühen Dienstagmorgen bremst der Aufwärtstrend bereits wieder ab, der Dax notiert vorbörslich im Minus. Anleger schauen jetzt auf US-Konjunkturdaten und die weiteren Entwicklungen im Nahen Osten. Dann noch ein Blick auf SpaceX, das gerade auf zwei Arten Schlagzeilen macht. Elon Musk plant mit einem Börsengang im Volumen von 75 Milliarden Dollar den größten in der Geschichte der Finanzmärkte, dreimal so groß wie der bisherige Rekord von Saudi Aramco. Die Bewertung des Unternehmens wird auf 1,75 Billionen Dollar geschätzt, und Starlink, das Satelliteninternetnetz, macht derzeit rund 80 Prozent des Umsatzes aus. Musk sichert sich über eine besondere Aktienstruktur 85 Prozent der Stimmrechte, behält also die volle Kontrolle. Gleichzeitig musste SpaceX einen geplanten Testflug der Starship-Rakete kurzfristig absagen, wegen eines defekten Hydraulik-Pins am Greifarm der Startrampe. Ein neuer Versuch soll bald folgen. Das wäre der zwölfte Testflug der größten jemals gebauten Rakete, ein zentrales Element der Mondpläne von SpaceX und der Nasa. Und schließlich noch ein Blick nach Ungarn, wo der neue Ministerpräsident Péter Magyar trotz seiner pro-europäischen Versprechen eine Sondersteuer auf ausländische Einzelhändler wie Spar, Penny und Tesco vorerst bestehen lässt. Der Hintergrund ist ein Haushaltsdefizit von über fünf Prozent der Wirtschaftsleistung. Die EU-Kommission hat Ungarn deswegen bereits vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt. Und das Ganze wird noch komplizierter, weil Ungarns Finanzminister einen möglichen Abbau der Steuer mit einer Überprüfung von Subventionen verknüpft, von denen vor allem deutsche Autobauer profitieren. Ein Handelsstreit mit Potenzial für weitere Eskalation. Was bleibt als Gesamteindruck? Deutschland und Europa stehen unter Druck von mehreren Seiten gleichzeitig: schwaches Wachstum, hohe Energiekosten, ein Arbeitsmarkt ohne echte Erholung, und strukturelle Schwächen bei der Frage, wie man aus guten Ideen wirklich große Unternehmen macht. Die Lichtblicke in der Hightech-Industrie sind real, aber sie reichen allein nicht aus. Das war der Überblick für heute: Investitionsflaute in Deutschland, der drohende Ausverkauf europäischer KI-Kompetenz, ein angespannter Arbeitsmarkt mit kleinem Hoffnungszeichen, halbierte Wachstumsprognosen aus Brüssel, und dazu der größte geplante Börsengang der Geschichte von SpaceX. Morgen schauen wir wieder, was sich bewegt. Bis dann.

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