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Wirtschaft im Fokus
Folge 2119.06.20268:38 KI-vertont

EU-Zölle auf China-Hybride, Dax über 25.000, KI-Kosten explodieren (19.06.2026)

Der Dax knackt die 25.000-Punkte-Marke, während die EU Strafzölle auf chinesische Hybride plant und KI-Kosten deutsche Firmen belasten. Dazu: SAP verliert zwei Gründer und Konjunkturprognosen auf dem Prüfstand.

Themen

In dieser Folge

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  1. 01

    EU plant Ausgleichszölle auf chinesische Plug-in-Hybride

    Handelsblatt

    Die Europäische Union bereitet neue Handelsschutzmaßnahmen vor, um ihren Binnenmarkt kurzfristig stärker gegen chinesische Importe abzuschirmen. Wie das Handelsblatt aus EU-Kreisen und der Industrie erfuhr, sollen bereits in den nächsten Wochen Ausgleichszölle speziell auf chinesische Plug-in-Hybride eingeführt werden. Damit will die EU ein bestehendes Steuerschlupfloch in diesem Fahrzeugsegment schließen.

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  2. 02

    EU plant Zölle auf chinesische Plug-in-Hybride von BYD, Chery und SAIC

    Manager Magazin

    Die Europäische Union bereitet laut einem Bericht des Handelsblatts eine Untersuchung vor, um Ausgleichszölle auf Plug-in-Hybridfahrzeuge chinesischer Hersteller wie BYD, Chery und SAIC einzuführen. Hintergrund ist, dass viele chinesische Autobauer seit Einführung der EU-Zölle auf Vollelektroautos Mitte 2024 verstärkt auf den Export von Hybridfahrzeugen umgeschwenkt sind, um die bestehenden Abgaben zu umgehen. Die EU-Kommission könnte die neuen Zölle schnell verhängen, sobald eine Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten zustimmt.

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  3. 03

    Anschlussfinanzierung: Viele Immobilieneigentümer haben kaum Wechselmöglichkeiten

    Handelsblatt

    Eine aktuelle Studie der Boston Consulting Group (BCG) zeigt, dass die Baufinanzierung nicht nur teurer, sondern auch selektiver wird: Viele Eigentümer, deren Zinsbindung demnächst ausläuft, erhalten nur noch das Angebot ihrer Hausbank, ohne echte Alternativen auf dem Markt. Besonders betroffen sind Immobilienbesitzer, die ihre Finanzierung in den Niedrigzins-Jahren 2017 bis 2021 abgeschlossen haben und deren Verträge in den nächsten 24 Monaten auslaufen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Restschulden vielfach höher sind als erwartet und die aktuellen Marktwerte der Immobilien teilweise unter den damaligen Beleihungswerten liegen.

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  4. 04

    EU setzt auf Dialog mit China trotz wachsendem Handelsdefizit von 360 Milliarden Euro

    n-tv Wirtschaft

    Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich auf einen vorsichtigen Kurs gegenüber China verständigt und wollen den konstruktiven Dialog mit Peking fortsetzen, um das massive Handelsdefizit von rund 360 Milliarden Euro im Jahr 2025 anzugehen. Brüssel wirft China vor, eigene Unternehmen durch Staatshilfen unfair zu begünstigen, und hat bereits Zölle auf Elektroautos verhängt, während EU-Industriekommissar Séjourné weitergehende Schutzmaßnahmen für ganze Branchen anstrebt. Innerhalb der EU bestehen jedoch Meinungsverschiedenheiten über den richtigen Umgang: Während einige Mitgliedstaaten eine härtere Linie befürworten, plädieren Deutschland und Spanien aus wirtschaftlichen Interessen für einen pragmatischen Ansatz ohne offene Konfrontation.

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  5. 05

    Konjunkturprognosen im Check: Wie verlässlich sind die Sommervorhersagen der deutschen Wirtschaftsinstitute?

    Handelsblatt

    Das Handelsblatt analysiert mithilfe eines Datensatzes des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), wie stark die Prognosen führender Wirtschaftsinstitute von der tatsächlichen Entwicklung abweichen – und stellt dabei fest, dass die Fehler keineswegs zufällig sind, sondern einem erkennbaren Muster folgen. Für die aktuelle Einschätzung der deutschen Wirtschaft werden zwei Szenarien präsentiert, die die Bandbreite der Vorhersagen zu Inflation, Arbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum abbilden. In die Auswertung fließen bereits die Sommerprognosen von vier der fünf führenden Institute ein – ifo, DIW, IWH und RWI –, während das IW Köln traditionell keine Sommerprognose veröffentlicht.

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  6. 06

    SAP: Zwei Gründerpersönlichkeiten verlassen das Unternehmen

    Manager Magazin

    Beim Softwarekonzern SAP ziehen sich zwei prominente Gründerfiguren aus dem Unternehmen zurück, was den Verlust wichtiger unternehmerischer Impulse bedeutet. CEO Christian Klein hatte eigentlich daran gearbeitet, Gründertalente langfristig an den Walldorfer Konzern zu binden. Der Abgang der beiden Persönlichkeiten markiert einen weiteren Wandel in der Unternehmenskultur des DAX-Schwergewichts.

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  7. 07

    Holcim schließt Übernahme von Xella für 1,85 Milliarden Euro ab

    Handelsblatt

    Der Schweizer Baustoffkonzern Holcim hat die Übernahme des deutschen Baustoffherstellers Xella aus Duisburg für 1,85 Milliarden Euro abgeschlossen und sichert sich damit bekannte Marken wie Ytong, Silka, Hebel und Multipor. Konzernchef Miljan Gutovic bezeichnete den Zeitpunkt der Akquisition inmitten einer schwachen Baukonjunktur als bewusste strategische Entscheidung, da man auf eine Markterholung in den nächsten fünf bis zehn Jahren setze. Mit der Übernahme will Holcim sein Angebot über klassische Baustoffe hinaus erweitern und künftig verstärkt komplette Bausysteme anbieten.

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  8. 08

    Nemetschek: Widerstandsfähigkeit der Softwareaktie gegenüber KI-Konkurrenz

    Manager Magazin

    Der Artikel im Manager Magazin analysiert, warum die Aktie des Softwareunternehmens Nemetschek dem wachsenden Wettbewerbsdruck durch Künstliche Intelligenz standhalten kann. Nemetschek ist als Anbieter von Software für die Bau- und Immobilienbranche in einem spezialisierten Marktsegment tätig, das besondere Resilienz gegenüber KI-getriebenen Disruption aufweisen soll. Der vollständige Artikel ist jedoch nur für zahlende Manager-Plus-Abonnenten zugänglich, weshalb keine weiteren inhaltlichen Details verfügbar sind.

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  9. 09

    KI-Kosten explodieren: Deutsche Unternehmen kämpfen mit nutzungsbasierter Token-Abrechnung

    Handelsblatt

    Mit der Umstellung von Pauschal- auf nutzungsbasierte Abrechnungsmodelle durch große KI-Anbieter wie Microsoft werden Token zu einer kostspieligen und aktiv zu verwaltenden Unternehmensressource. Besonders deutlich zeigt sich dieser Wandel beim Programmierassistenten Github Copilot, wo Entwickler seit Anfang Juni für jeden verarbeiteten Token zahlen und in Foren über drastisch gestiegene Rechnungen klagen. Das Analysehaus Citrini Research bezeichnet den Trend bereits als 'Token Panic' und warnt Unternehmen, die das Kostenmanagement vernachlässigen, vor einem empfindlichen Preisschock.

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  10. 10

    Dax schließt über 25.000 Punkten: US-Iran-Abkommen und Siemens-Energy-Pläne beflügeln Märkte

    Manager Magazin

    Der deutsche Leitindex Dax schloss am Donnerstag mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 25.026 Punkten, angetrieben unter anderem durch die Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran, das die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und die Aufhebung der US-Seeblockade vorsieht. Besonders im Fokus stand die Siemens-Energy-Aktie, die knapp 6 Prozent zulegte, nachdem bekannt wurde, dass das Unternehmen im Rahmen des sogenannten 'Project Voyager' eine Abspaltung seines Kompressoren- und Dampfturbinengeschäfts prüft. An der Wall Street profitierten vor allem Technologiewerte von der Entspannung im Nahen Osten, wobei der Nasdaq 100 um 2,1 Prozent zulegte und Intel nach Berichten über eine Halbleiterpartnerschaft mit Apple um 11,6 Prozent sprang.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum plant die EU Ausgleichszölle speziell auf chinesische Plug-in-Hybride?

Seit Einführung der EU-Zölle auf chinesische Vollelektroautos Mitte 2024 haben viele chinesische Hersteller wie BYD, Chery und SAIC ihren Export auf Plug-in-Hybride verlagert, um die bestehenden Abgaben zu umgehen. Die EU will dieses Steuerschlupfloch nun schließen und bereitet eine entsprechende Untersuchung vor. Neue Zölle könnten verhängt werden, sobald eine Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten zustimmt.

Wie groß ist das Handelsdefizit der EU gegenüber China, und wie geht Brüssel damit um?

Das EU-Handelsdefizit gegenüber China beläuft sich 2025 auf rund 360 Milliarden Euro, was Brüssel unter anderem auf unfaire staatliche Subventionen chinesischer Unternehmen zurückführt. Die EU setzt dennoch auf Dialog statt offene Konfrontation, wobei Länder wie Deutschland und Spanien aus wirtschaftlichen Eigeninteressen einen pragmatischen Kurs bevorzugen, während andere Mitgliedstaaten härtere Maßnahmen fordern.

Welche Immobilieneigentümer sind bei der Anschlussfinanzierung besonders gefährdet?

Besonders betroffen sind Eigentümer, die ihre Baufinanzierung in der Niedrigzinsphase zwischen 2017 und 2021 abgeschlossen haben und deren Zinsbindung in den nächsten 24 Monaten ausläuft. Laut einer BCG-Studie erhalten viele von ihnen nur noch das Angebot ihrer Hausbank ohne echte Marktalternativen – verschärft dadurch, dass Restschulden oft höher als erwartet sind und aktuelle Immobilienwerte teilweise unter den ursprünglichen Beleihungswerten liegen.

Wie verlässlich sind die Konjunkturprognosen deutscher Wirtschaftsinstitute?

Eine Analyse des IWH-Datensatzes zeigt, dass die Abweichungen der Prognosen führender Institute wie ifo, DIW, IWH und RWI von der tatsächlichen Wirtschaftsentwicklung keinem Zufall folgen, sondern erkennbaren Mustern. Für die aktuelle Lage der deutschen Wirtschaft werden zwei Szenarien präsentiert, die die Bandbreite der Vorhersagen zu Wachstum, Inflation und Arbeitslosigkeit abbilden.

Was bedeutet der Abgang zweier Gründerpersönlichkeiten für SAP?

Der Rückzug der beiden prominenten Gründerfiguren markiert einen weiteren kulturellen Wandel beim Walldorfer Softwarekonzern und bedeutet den Verlust wichtiger unternehmerischer Impulse. Dies ist besonders bemerkenswert, da CEO Christian Klein zuvor gezielt daran gearbeitet hatte, solche Gründertalente langfristig an SAP zu binden.

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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute geht es um ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch mehrere Meldungen zieht: Wie geht Europa mit China um, was kostet uns das, und wo stehen wir gerade wirtschaftlich? Dazu schauen wir auf die Märkte, auf steigende Kosten für Unternehmen und auf eine Frage, die viele Immobilienbesitzer gerade beschäftigt. Fangen wir an. Die Europäische Union und China, das bleibt eine komplizierte Beziehung. Auf der einen Seite will die EU den Dialog aufrechterhalten, auf der anderen Seite werden die Schutzmaßnahmen gerade deutlich ausgeweitet. Das Handelsblatt berichtet, dass die EU in den nächsten Wochen Ausgleichszölle speziell auf chinesische Plug-in-Hybride einführen will. Und das ist kein Zufall, sondern eine direkte Reaktion auf ein Schlupfloch, das chinesische Autobauer clever genutzt haben. Zur Erinnerung: Mitte 2024 hat die EU Zölle auf chinesische Elektroautos eingeführt, weil Hersteller wie BYD, Chery und SAIC von staatlichen Subventionen profitieren und dadurch unfair günstig anbieten können. Was ist passiert? Viele dieser Hersteller haben einfach umgeschwenkt und statt reiner Elektroautos verstärkt Plug-in-Hybride nach Europa exportiert, weil die bisher nicht unter die neuen Zölle fielen. Dieses Schlupfloch will die EU jetzt schließen. Sobald eine Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten zustimmt, könnten die neuen Zölle schnell kommen. Gleichzeitig ist das Gesamtbild komplizierter. Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich auf einen vorsichtigen Kurs verständigt. Man will den Dialog mit Peking fortsetzen, denn das Handelsdefizit zwischen der EU und China liegt bei rund 360 Milliarden Euro im Jahr. Das ist eine enorme Schieflage. Brüssel wirft China vor, eigene Unternehmen durch Staatshilfen unfair zu begünstigen. Aber innerhalb der EU sind die Meinungen gespalten. Länder wie Deutschland und Spanien, die wirtschaftlich stark von China abhängen, plädieren für einen pragmatischen Kurs ohne offene Konfrontation. Andere Mitgliedstaaten wollen eine härtere Linie. Diese Spannung wird uns noch eine Weile begleiten, denn die Abhängigkeiten auf beiden Seiten sind real, und ein Handelskrieg wäre für alle teuer. Kommen wir zu einem Thema, das viele Menschen direkt betrifft: Immobilienfinanzierung. Eine aktuelle Studie der Boston Consulting Group zeigt, dass die Lage für viele Eigentümer gerade schwieriger wird als erwartet. Wer seine Baufinanzierung zwischen 2017 und 2021 abgeschlossen hat, also in den Jahren mit historisch niedrigen Zinsen, der steht jetzt vor einem Problem. Die Zinsbindung läuft aus, und die Anschlussfinanzierung ist deutlich teurer. Soweit ist das bekannt. Was die Studie aber besonders hervorhebt, ist die fehlende Wahlfreiheit. Viele Eigentümer bekommen nur noch ein Angebot, nämlich das ihrer Hausbank, ohne echte Alternativen auf dem Markt. Das ist eine schwache Verhandlungsposition. Erschwerend kommt hinzu, dass die Restschulden vielfach höher sind als ursprünglich geplant und die aktuellen Immobilienwerte teilweise unter den damaligen Beleihungswerten liegen. Das bedeutet: Die Bank sieht mehr Risiko, der Eigentümer hat weniger Spielraum. Wer in den nächsten zwei Jahren eine Anschlussfinanzierung braucht, sollte sich frühzeitig informieren und nicht bis zur letzten Minute warten. Jetzt ein Blick auf die Konjunktur und die Frage, wie verlässlich eigentlich die Prognosen der Wirtschaftsinstitute sind. Das Handelsblatt hat sich gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle angeschaut, wie stark die Vorhersagen von ifo, DIW, IWH und RWI in der Vergangenheit von der tatsächlichen Entwicklung abgewichen sind. Das Ergebnis ist interessant: Die Fehler sind nicht zufällig, sondern folgen einem erkennbaren Muster. Das heißt, es gibt systematische Tendenzen, in bestimmte Richtungen danebenzuliegen. Für die aktuelle Lage der deutschen Wirtschaft zeichnen die Institute zwei Szenarien, die die Bandbreite bei Inflation, Arbeitslosigkeit und Wachstum abbilden. Das ist ehrlich, denn die Unsicherheit ist derzeit tatsächlich groß. Wer also die nächste Prognose liest, sollte sie einordnen als das, was sie ist: eine informierte Schätzung mit echten Unsicherheiten, keine Gewissheit. Schauen wir auf die Unternehmen. Beim Softwarekonzern SAP verlassen zwei prominente Gründerpersönlichkeiten das Unternehmen. CEO Christian Klein hatte daran gearbeitet, gründerische Impulse langfristig im Konzern zu verankern. Der Abgang markiert einen weiteren kulturellen Wandel bei einem der wichtigsten deutschen Technologieunternehmen. Details sind noch dünn, aber für ein Unternehmen, das sich gerade stark in Richtung KI und Cloud transformiert, ist der Verlust unternehmerischer Impulsgeber kein unwichtiges Signal. Ebenfalls aus der Unternehmensszene: Der Schweizer Baustoffkonzern Holcim hat die Übernahme des deutschen Herstellers Xella für 1,85 Milliarden Euro abgeschlossen. Xella ist bekannt durch Marken wie Ytong und Silka, also Produkte, die viele im Hausbau kennen. Holcim-Chef Gutovic nennt den Zeitpunkt bewusst gewählt, mitten in einer schwachen Baukonjunktur. Die Logik dahinter: Wer jetzt kauft, zahlt weniger und ist gut positioniert, wenn der Markt sich in den nächsten Jahren erholt. Das ist klassisches antizyklisches Denken, riskant, aber bei einem langen Zeithorizont durchaus sinnvoll. Ein Thema, das für viele Unternehmen gerade unangenehm aktuell wird: die Kosten für Künstliche Intelligenz. Microsoft und andere große Anbieter stellen ihre Abrechnungsmodelle um. Statt einer Pauschale zahlen Unternehmen jetzt nutzungsbasiert, also pro verarbeitetem Token. Token sind vereinfacht gesagt die Einheiten, in denen KI-Systeme Text verarbeiten. Das klingt technisch, hat aber sehr konkrete Folgen. Entwickler berichten, dass ihre Rechnungen für den Programmierassistenten GitHub Copilot seit Anfang Juni drastisch gestiegen sind. Das Analysehaus Citrini Research spricht bereits von einer sogenannten Token Panic. Für Unternehmen bedeutet das: KI ist keine Pauschalkostenposition mehr, sondern eine aktiv zu steuernde Ressource. Wer das nicht im Blick hat, erlebt einen unangenehmen Preisschock. Das ist ein Thema, das in den Finanz- und IT-Abteilungen vieler Unternehmen gerade auf den Tisch kommt. Zum Abschluss ein Blick auf die Märkte. Der DAX hat am Donnerstag die Marke von 25.000 Punkten überschritten und schloss bei 25.026 Punkten, ein Plus von 0,4 Prozent. Angetrieben wurde das unter anderem durch ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran, das eine Entspannung im Nahen Osten signalisiert und die Straße von Hormus wieder öffnen soll. Das ist für die globalen Energiemärkte relevant. Besonders auffällig war Siemens Energy mit einem Plus von fast sechs Prozent, nachdem bekannt wurde, dass das Unternehmen eine Abspaltung seines Kompressoren- und Dampfturbinengeschäfts prüft. An der Wall Street profitierten vor allem Technologiewerte, der Nasdaq 100 legte 2,1 Prozent zu. Intel sprang sogar um fast zwölf Prozent, nach Berichten über eine mögliche Halbleiterpartnerschaft mit Apple. Das zeigt, wie sensibel die Märkte auf geopolitische Signale und Unternehmensankündigungen reagieren. Was bleibt als Gesamtbild des heutigen Tages? Europa sucht seinen Weg zwischen Schutz und Dialog im Verhältnis zu China. Immobilienbesitzer stehen vor echten Finanzierungsfragen. Die Konjunkturprognosen bleiben unsicher, und Unternehmen merken, dass KI zwar Potenzial hat, aber auch Kosten, die man im Griff haben muss. Gleichzeitig zeigen die Märkte, dass gute Nachrichten schnell eingepreist werden. Das war heute eine Menge Stoff. Vom EU-China-Handelsstreit über steigende KI-Kosten bis hin zum DAX über 25.000 Punkten war einiges los. Morgen schauen wir wieder, was sich bewegt. Bis dann.

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