DAX auf Rekordhoch, RWE kauft Amprion, Evonik streicht Jobs (23.06.2026)
RWE übernimmt Amprion für 3,6 Milliarden, der Dax knackt die 25.000-Punkte-Marke – doch Trump-Drohungen gegen Iran sorgen am Ende für Verluste.
In dieser Folge
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RWE übernimmt Mehrheit am Übertragungsnetzbetreiber Amprion für 3,6 Milliarden Euro
HandelsblattDer Essener Energiekonzern RWE stockt seine Beteiligung an Amprion, Deutschlands zweitgrößtem Hochspannungsnetzbetreiber, auf 55 Prozent auf und investiert dafür 3,6 Milliarden Euro. RWE-Chef Markus Krebber bezeichnete das regulierte Netzgeschäft als künftige dritte Säule des Konzerns neben erneuerbaren und flexiblen Energiequellen. Bis 2031 plant RWE zusätzliche Investitionen von rund 6,5 Milliarden Euro in das 11.000 Kilometer lange Übertragungsnetz von Amprion, um den Ausbau für die Energiewende zu unterstützen.
Original - 02
Dax überspringt 25.000-Punkte-Marke – Halbleiterwerte, Zalando und Hochtief im Fokus
Manager MagazinDer Dax hat am Montag die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten überwunden und schloss mit einem Plus von 0,62 Prozent bei 25.140 Zählern, gestützt durch eine freundliche Wall Street und Hoffnungen auf Fortschritte bei den Nahostfriedensgesprächen. Besonders gefragt waren Halbleiterwerte wie Infineon mit einem Kursanstieg von rund 5 Prozent, während Zalando nach dem Zukauf von Aktien durch Großaktionär Anders Holch Povlsen zeitweise um 4,5 Prozent zulegte. Zudem trat der Baukonzern Hochtief neu in den Dax ein und ersetzte damit die VW-Beteiligungsgesellschaft Porsche SE, während die Ölpreise infolge der Entspannungssignale im Nahostkonflikt deutlich nachgaben.
Original - 03
SpaceX-Aktie bricht ein, Alphabet belastet Nasdaq
n-tv WirtschaftDie US-Aktienmärkte entwickelten sich zum Wochenbeginn uneinheitlich: Während der Dow Jones um 0,3 Prozent zulegte, verloren Nasdaq und S&P 500 deutlich, belastet durch Kursverluste bei großen Technologiewerten. SpaceX-Aktien brachen um rund 16 Prozent ein, nachdem das Raumfahrtunternehmen seine erste Anleiheemission gestartet hatte – der dritte Rückgang in Folge nach dem fulminanten Börsenstart. Zusätzlichen Druck auf die Märkte übte die Aussicht auf eine straffe Geldpolitik unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh aus, während Anleger gespannt auf die am Donnerstag erwarteten US-Inflationsdaten (PCE) blicken.
Original - 04
Bundesbank-Vizepräsidentin Mauderer: Energieschocks gefährden Finanzstabilität – aber Märkte zeigen Widerstandskraft
HandelsblattSabine Mauderer, Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank, warnt vor den Auswirkungen anhaltender Energieschocks auf Realwirtschaft und Finanzmärkte, betont jedoch gleichzeitig die bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit der Märkte in den vergangenen Jahren. Sie sieht die Ursache dieser Stabilität darin, dass Investoren verstanden haben, in einem dauerhaft volatileren Umfeld agieren zu müssen, das durch Globalisierung und Digitalisierung geprägt ist. Zugleich unterstreicht Mauderer die Notwendigkeit, die Abhängigkeit von fossilen Energien zu reduzieren, und sieht für Deutschland Chancen, mit einer klugen Energiestrategie aufzuholen.
Original - 05
Konkurrenz für die Eurobike: Neue Weltleitmesse will Fahrradbranche zurückgewinnen
Manager MagazinIm deutschen Fahrradmessemarkt ist ein Wettbewerb entbrannt: Eine neue Veranstaltung positioniert sich als 'Weltleitmesse' und tritt damit in direkte Konkurrenz zur etablierten Eurobike in Frankfurt. Ziel der Initiative ist es, Teile der Fahrradindustrie zurückzugewinnen, die der Eurobike zuletzt den Rücken gekehrt hatten. Der Kampf um die Vorherrschaft im internationalen Fahrradmessegeschäft dürfte die Branche in den kommenden Jahren beschäftigen.
Original - 06
Evonik streicht weitere 3200 Stellen und stellt Polyester-Geschäft ein
n-tv WirtschaftDer Essener Spezialchemiekonzern Evonik verschärft seinen Stellenabbau und plant, von 2027 bis Ende 2029 weitere 3200 Arbeitsplätze zu streichen, davon 2150 allein in Deutschland. Als Begründung nennt Vorstandschef Christian Kullmann die anhaltend schwache Weltkonjunktur sowie zunehmenden internationalen Wettbewerbsdruck. Zudem wird Evonik sein seit Jahren unrentables Polyester-Geschäft mit einem Jahresumsatz von rund 150 Millionen Euro vollständig einstellen, was unter anderem die Schließung des Standorts Witten mit 266 Beschäftigten im Jahr 2027 bedeutet.
Original - 07
EU-Kommission gibt grünes Licht für Bundesbeteiligung am Rüstungskonzern KNDS
n-tv WirtschaftDie EU-Kommission hat den Einstieg der Bundesregierung beim deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS ohne Auflagen genehmigt und dabei keine Wettbewerbsbedenken festgestellt. Der Bund plant zunächst eine Beteiligung von 40 Prozent an dem auf rund 20 Milliarden Euro geschätzten Unternehmen, das unter anderem den Kampfpanzer Leopard 2 und die Panzerhaubitze 2000 herstellt, mit der erklärten Absicht, den Anteil innerhalb von zwei bis drei Jahren auf 30 Prozent zu reduzieren. KNDS plant zudem den Aufbau von zwei weiteren Produktionsstätten in Deutschland und rechnet damit, die Belegschaft bis Ende des Jahrzehnts auf etwa 4.000 bis 5.000 zusätzliche Mitarbeiter zu verdoppeln.
Original - 08
EU-E-Klasse: Neue Fahrzeugkategorie soll günstige Elektro-Kleinwagen ab 15.000 Euro ermöglichen
n-tv WirtschaftDie EU-Kommission schafft mit dem sogenannten Automotive-Omnibus-Paket eine neue Fahrzeugkategorie namens M1E, die ausschließlich batterieelektrische Kleinwagen bis 4,20 Meter Länge umfasst und Herstellern durch ein zehnjähriges Einfrieren von Assistenzsystem-Vorschriften sowie ein Super-Credit-System bei CO2-Flottenzielen erhebliche Kosteneinsparungen bietet. Modelle wie der Renault 5 E-Tech, der Citroen e-C3 und der VW ID.Polo erfüllen die technischen Kriterien bereits, müssen jedoch zwingend innerhalb der EU produziert werden, um die Vorteile zu erhalten – ein Mechanismus, der chinesische Importe gezielt ausschließt. Kritiker bemängeln protektionistische Züge, mögliche Sicherheitsrisiken durch den Technologie-Freeze sowie die Gefahr, dass Hersteller die Subventionsgewinne nicht in niedrigere Verkaufspreise, sondern in höhere Margen umwandeln könnten.
Original - 09
Dax schließt mit kräftigem Wochengewinn – Friedenshoffnungen im Iran-Krieg beflügeln Märkte
n-tv WirtschaftHoffnungen auf einen baldigen Friedensschluss im Iran-Krieg haben den deutschen Aktienmarkt zum Wochenschluss angetrieben: Der Dax schloss mit einem Plus von 1,8 Prozent bei 24.635 Punkten, der EuroStoxx50 legte rund 2,0 Prozent zu. Besonders gefragt waren konjunktur- und zinssensible Bankenwerte wie Deutsche Bank und Commerzbank, während Rüstungsaktien wie Rheinmetall deutlich nachgaben. US-Präsident Trump hatte erneut eine baldige Einigung mit dem Iran in Aussicht gestellt, Experten mahnten jedoch zur Vorsicht und warnten, dass bloße Absichtserklärungen den Markt nicht dauerhaft stützen könnten.
Original - 10
Dax schließt mit Verlusten – Trump-Drohungen gegen Iran belasten Märkte
n-tv WirtschaftDer deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch mit einem Minus von einem Prozent auf 24.195 Punkte geschlossen, nachdem US-Präsident Donald Trump dem Iran mit Konsequenzen drohte, weil dieser sich bei Friedensverhandlungen zu viel Zeit lasse. Besonders unter Druck gerieten Softwaretitel wie SAP und Nemetschek sowie Chipwerte wie Aixtron und Siemens Energy, während die Ölpreise infolge der geopolitischen Spannungen um rund 1,6 Prozent anzogen. Etwas Entlastung boten die US-Verbraucherpreisdaten, da die Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel moderat ausfiel und die US-Notenbank nach Einschätzung der Commerzbank daher vorerst keine Leitzinserhöhung vornehmen dürfte.
Original
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RWE übernimmt Mehrheit am Übertragungsnetzbetreiber Amprion für 3,6 Milliarden Euro
HandelsblattDer Essener Energiekonzern RWE stockt seine Beteiligung an Amprion, Deutschlands zweitgrößtem Hochspannungsnetzbetreiber, auf 55 Prozent auf und investiert dafür 3,6 Milliarden Euro. RWE-Chef Markus Krebber bezeichnete das regulierte Netzgeschäft als künftige dritte Säule des Konzerns neben erneuerbaren und flexiblen Energiequellen. Bis 2031 plant RWE zusätzliche Investitionen von rund 6,5 Milliarden Euro in das 11.000 Kilometer lange Übertragungsnetz von Amprion, um den Ausbau für die Energiewende zu unterstützen.
Original - 02
Dax überspringt 25.000-Punkte-Marke – Halbleiterwerte, Zalando und Hochtief im Fokus
Manager MagazinDer Dax hat am Montag die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten überwunden und schloss mit einem Plus von 0,62 Prozent bei 25.140 Zählern, gestützt durch eine freundliche Wall Street und Hoffnungen auf Fortschritte bei den Nahostfriedensgesprächen. Besonders gefragt waren Halbleiterwerte wie Infineon mit einem Kursanstieg von rund 5 Prozent, während Zalando nach dem Zukauf von Aktien durch Großaktionär Anders Holch Povlsen zeitweise um 4,5 Prozent zulegte. Zudem trat der Baukonzern Hochtief neu in den Dax ein und ersetzte damit die VW-Beteiligungsgesellschaft Porsche SE, während die Ölpreise infolge der Entspannungssignale im Nahostkonflikt deutlich nachgaben.
Original - 03
SpaceX-Aktie bricht ein, Alphabet belastet Nasdaq
n-tv WirtschaftDie US-Aktienmärkte entwickelten sich zum Wochenbeginn uneinheitlich: Während der Dow Jones um 0,3 Prozent zulegte, verloren Nasdaq und S&P 500 deutlich, belastet durch Kursverluste bei großen Technologiewerten. SpaceX-Aktien brachen um rund 16 Prozent ein, nachdem das Raumfahrtunternehmen seine erste Anleiheemission gestartet hatte – der dritte Rückgang in Folge nach dem fulminanten Börsenstart. Zusätzlichen Druck auf die Märkte übte die Aussicht auf eine straffe Geldpolitik unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh aus, während Anleger gespannt auf die am Donnerstag erwarteten US-Inflationsdaten (PCE) blicken.
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Bundesbank-Vizepräsidentin Mauderer: Energieschocks gefährden Finanzstabilität – aber Märkte zeigen Widerstandskraft
HandelsblattSabine Mauderer, Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank, warnt vor den Auswirkungen anhaltender Energieschocks auf Realwirtschaft und Finanzmärkte, betont jedoch gleichzeitig die bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit der Märkte in den vergangenen Jahren. Sie sieht die Ursache dieser Stabilität darin, dass Investoren verstanden haben, in einem dauerhaft volatileren Umfeld agieren zu müssen, das durch Globalisierung und Digitalisierung geprägt ist. Zugleich unterstreicht Mauderer die Notwendigkeit, die Abhängigkeit von fossilen Energien zu reduzieren, und sieht für Deutschland Chancen, mit einer klugen Energiestrategie aufzuholen.
Original - 05
Konkurrenz für die Eurobike: Neue Weltleitmesse will Fahrradbranche zurückgewinnen
Manager MagazinIm deutschen Fahrradmessemarkt ist ein Wettbewerb entbrannt: Eine neue Veranstaltung positioniert sich als 'Weltleitmesse' und tritt damit in direkte Konkurrenz zur etablierten Eurobike in Frankfurt. Ziel der Initiative ist es, Teile der Fahrradindustrie zurückzugewinnen, die der Eurobike zuletzt den Rücken gekehrt hatten. Der Kampf um die Vorherrschaft im internationalen Fahrradmessegeschäft dürfte die Branche in den kommenden Jahren beschäftigen.
Original - 06
Evonik streicht weitere 3200 Stellen und stellt Polyester-Geschäft ein
n-tv WirtschaftDer Essener Spezialchemiekonzern Evonik verschärft seinen Stellenabbau und plant, von 2027 bis Ende 2029 weitere 3200 Arbeitsplätze zu streichen, davon 2150 allein in Deutschland. Als Begründung nennt Vorstandschef Christian Kullmann die anhaltend schwache Weltkonjunktur sowie zunehmenden internationalen Wettbewerbsdruck. Zudem wird Evonik sein seit Jahren unrentables Polyester-Geschäft mit einem Jahresumsatz von rund 150 Millionen Euro vollständig einstellen, was unter anderem die Schließung des Standorts Witten mit 266 Beschäftigten im Jahr 2027 bedeutet.
Original - 07
EU-Kommission gibt grünes Licht für Bundesbeteiligung am Rüstungskonzern KNDS
n-tv WirtschaftDie EU-Kommission hat den Einstieg der Bundesregierung beim deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS ohne Auflagen genehmigt und dabei keine Wettbewerbsbedenken festgestellt. Der Bund plant zunächst eine Beteiligung von 40 Prozent an dem auf rund 20 Milliarden Euro geschätzten Unternehmen, das unter anderem den Kampfpanzer Leopard 2 und die Panzerhaubitze 2000 herstellt, mit der erklärten Absicht, den Anteil innerhalb von zwei bis drei Jahren auf 30 Prozent zu reduzieren. KNDS plant zudem den Aufbau von zwei weiteren Produktionsstätten in Deutschland und rechnet damit, die Belegschaft bis Ende des Jahrzehnts auf etwa 4.000 bis 5.000 zusätzliche Mitarbeiter zu verdoppeln.
Original - 08
EU-E-Klasse: Neue Fahrzeugkategorie soll günstige Elektro-Kleinwagen ab 15.000 Euro ermöglichen
n-tv WirtschaftDie EU-Kommission schafft mit dem sogenannten Automotive-Omnibus-Paket eine neue Fahrzeugkategorie namens M1E, die ausschließlich batterieelektrische Kleinwagen bis 4,20 Meter Länge umfasst und Herstellern durch ein zehnjähriges Einfrieren von Assistenzsystem-Vorschriften sowie ein Super-Credit-System bei CO2-Flottenzielen erhebliche Kosteneinsparungen bietet. Modelle wie der Renault 5 E-Tech, der Citroen e-C3 und der VW ID.Polo erfüllen die technischen Kriterien bereits, müssen jedoch zwingend innerhalb der EU produziert werden, um die Vorteile zu erhalten – ein Mechanismus, der chinesische Importe gezielt ausschließt. Kritiker bemängeln protektionistische Züge, mögliche Sicherheitsrisiken durch den Technologie-Freeze sowie die Gefahr, dass Hersteller die Subventionsgewinne nicht in niedrigere Verkaufspreise, sondern in höhere Margen umwandeln könnten.
Original - 09
Dax schließt mit kräftigem Wochengewinn – Friedenshoffnungen im Iran-Krieg beflügeln Märkte
n-tv WirtschaftHoffnungen auf einen baldigen Friedensschluss im Iran-Krieg haben den deutschen Aktienmarkt zum Wochenschluss angetrieben: Der Dax schloss mit einem Plus von 1,8 Prozent bei 24.635 Punkten, der EuroStoxx50 legte rund 2,0 Prozent zu. Besonders gefragt waren konjunktur- und zinssensible Bankenwerte wie Deutsche Bank und Commerzbank, während Rüstungsaktien wie Rheinmetall deutlich nachgaben. US-Präsident Trump hatte erneut eine baldige Einigung mit dem Iran in Aussicht gestellt, Experten mahnten jedoch zur Vorsicht und warnten, dass bloße Absichtserklärungen den Markt nicht dauerhaft stützen könnten.
Original - 10
Dax schließt mit Verlusten – Trump-Drohungen gegen Iran belasten Märkte
n-tv WirtschaftDer deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch mit einem Minus von einem Prozent auf 24.195 Punkte geschlossen, nachdem US-Präsident Donald Trump dem Iran mit Konsequenzen drohte, weil dieser sich bei Friedensverhandlungen zu viel Zeit lasse. Besonders unter Druck gerieten Softwaretitel wie SAP und Nemetschek sowie Chipwerte wie Aixtron und Siemens Energy, während die Ölpreise infolge der geopolitischen Spannungen um rund 1,6 Prozent anzogen. Etwas Entlastung boten die US-Verbraucherpreisdaten, da die Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel moderat ausfiel und die US-Notenbank nach Einschätzung der Commerzbank daher vorerst keine Leitzinserhöhung vornehmen dürfte.
Original
Häufige Fragen
Warum übernimmt RWE die Mehrheit an Amprion, und was bedeutet das strategisch?
RWE investiert 3,6 Milliarden Euro, um seinen Anteil an Amprion auf 55 Prozent zu erhöhen, und baut das regulierte Netzgeschäft zur dritten Konzernstrategie-Säule neben Erneuerbaren und flexibler Energie aus. Das Hochspannungsnetz gilt als stabiles, reguliertes Geschäftsfeld mit planbaren Renditen – attraktiv in einem volatilen Energiemarkt. Bis 2031 sind weitere 6,5 Milliarden Euro Investitionen geplant, um das 11.000 Kilometer lange Netz für die Energiewende auszubauen.
Was signalisiert der Dax-Rekord über 25.000 Punkte für Investoren?
Das Überschreiten der 25.000-Punkte-Marke gilt als psychologisch wichtiges Signal und spiegelt eine breit gestützte Markterholung wider, getragen von Hoffnungen auf Nahostfrieden und einer freundlichen Wall Street. Besonders Halbleiterwerte wie Infineon profitierten überproportional, was auf eine Neubewertung technologieintensiver Sektoren hindeutet. Der Indexwechsel – Hochtief rein, Porsche SE raus – zeigt zudem eine strukturelle Verschiebung hin zu Infrastruktur- und Bauwerten.
Warum verloren SpaceX-Aktien rund 16 Prozent, obwohl das Unternehmen erst kürzlich an die Börse gegangen ist?
Der Kursrückgang folgte auf SpaceX' erste Anleiheemission, die Anleger als Signal für erhöhten Kapitalbedarf und mögliche Verwässerung interpretierten – es war bereits der dritte Rückgang in Folge nach dem starken Börsenstart. Zusätzlich belastete die Erwartung einer straffen Geldpolitik unter dem designierten Fed-Chef Kevin Warsh wachstumsstarke Tech-Werte generell. Anleger warten zudem auf die PCE-Inflationsdaten am Donnerstag, die die weitere Zinspolitik maßgeblich beeinflussen dürften.
Welche Konsequenzen zieht Bundesbank-Vizepräsidentin Mauderer aus anhaltenden Energieschocks für Unternehmen und Investoren?
Mauderer warnt, dass wiederkehrende Energieschocks die Realwirtschaft und Finanzmärkte strukturell belasten, sieht aber in der gestiegenen Risikotoleranz der Investoren ein stabilisierendes Element. Für Unternehmen und Portfoliomanager bedeutet das: Volatilität ist kein vorübergehendes Phänomen, sondern das neue Normal – Resilienz und Diversifikation werden zur strategischen Pflicht. Deutschland sieht sie mit einer klugen Energiestrategie in der Lage, Wettbewerbsnachteile durch die Abhängigkeit von fossilen Energien mittelfristig aufzuholen.
Was steckt hinter Evoniks weiterem Stellenabbau, und welche Signalwirkung hat das für die deutsche Chemiebranche?
Evonik streicht bis 2029 weitere 3.200 Stellen – davon 2.150 in Deutschland – und stellt das verlustbringende Polyester-Geschäft ein, als Reaktion auf schwache Weltkonjunktur und wachsenden internationalen Wettbewerbsdruck. Der Schritt steht exemplarisch für den Strukturwandel in der deutschen Spezialchemie: Unrentable Geschäftsbereiche werden konsequent abgestoßen, um Ressourcen auf margenstarke Segmente zu konzentrieren. Für B2B-Entscheider in der Chemie und ihren Zulieferindustrien ist das ein klares Signal, Lieferketten- und Partnerabhängigkeiten von unter Druck stehenden Standorten kritisch zu überprüfen.
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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Es war eine Woche, die an den Märkten und in der Wirtschaft einiges zu bieten hatte. Geopolitik, Energiewende, Stellenabbau und neue Regeln für Elektroautos, das alles hat die vergangenen Tage geprägt. Ich nehme euch heute mit durch die wichtigsten Entwicklungen und versuche, die roten Fäden sichtbar zu machen, die sich durch all diese Meldungen ziehen. Fangen wir mit den Aktienmärkten an, denn die haben in dieser Woche eine echte Achterbahnfahrt hingelegt. Der Dax hat zwischenzeitlich die 25.000-Punkte-Marke geknackt, was psychologisch eine wichtige Schwelle ist. Getragen wurde dieser Anstieg unter anderem von Hoffnungen auf Fortschritte bei Friedensgesprächen im Nahen Osten. Besonders Halbleiterwerte wie Infineon legten kräftig zu, auch Zalando profitierte davon, dass ein Großaktionär sichtbar Vertrauen in das Unternehmen signalisiert hat. Und mit Hochtief ist ein neues Mitglied in den Dax eingezogen, während die Porsche-Beteiligungsgesellschaft SE den Index verlassen hat. Doch so schön dieser Höhenflug war, er hielt nicht die ganze Woche an. Schon am Mittwoch rutschte der Dax wieder auf rund 24.200 Punkte ab, weil Donald Trump dem Iran mit Konsequenzen drohte und damit die geopolitische Unsicherheit zurückkehrte. Softwaretitel und Chipwerte gaben nach, die Ölpreise zogen an. Am Ende der Woche erholte sich der Markt wieder, weil Trump gleichzeitig eine baldige Einigung mit dem Iran in Aussicht stellte. Der Dax schloss die Woche mit einem soliden Plus von knapp zwei Prozent. Experten warnen aber zu Recht, dass bloße Absichtserklärungen keine dauerhafte Grundlage für Kursgewinne sind. Wer auf Frieden hofft, der sollte auch auf Enttäuschungen vorbereitet sein. Interessant war auch der Blick auf die USA. Während der Dow Jones zulegte, gerieten Nasdaq und S&P 500 unter Druck. SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, verlor rund 16 Prozent, nachdem es seine erste Anleiheemission gestartet hatte. Das ist ein Zeichen, dass Investoren bei hochbewerteten Wachstumstiteln zunehmend kritischer werden. Zusätzlich belastet die Erwartung, dass der neue Chef der amerikanischen Notenbank Fed, Kevin Warsh, einen eher restriktiven geldpolitischen Kurs fahren wird. Alle Augen richten sich deshalb auf die US-Inflationsdaten, die für Donnerstag erwartet werden. Und tatsächlich: Die Kernrate der Verbraucherpreise fiel moderat aus, was zumindest vorerst eine Leitzinserhöhung in den USA unwahrscheinlicher macht. Das ist eine gute Nachricht, auch für europäische Märkte, denn steigende US-Zinsen würden Kapital aus Europa abziehen. Kommen wir zur Deutschen Bundesbank. Vizepräsidentin Sabine Mauderer hat sich zu den Risiken durch Energieschocks geäußert. Ihre Botschaft war differenziert: Ja, anhaltende Energiepreisschwankungen sind eine echte Gefahr für die Realwirtschaft und die Finanzmärkte. Gleichzeitig betonte sie, dass die Märkte in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Widerstandskraft gezeigt haben. Investoren hätten gelernt, in einem dauerhaft unsicheren Umfeld zu agieren. Und für Deutschland sieht Mauderer sogar Chancen, wenn das Land eine kluge Energiestrategie entwickelt und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduziert. Das klingt nach einem langen Weg, aber die Richtung ist klar. Und genau in diese Richtung passt eine der größten Wirtschaftsmeldungen der Woche: RWE übernimmt die Mehrheit am Übertragungsnetzbetreiber Amprion. 3,6 Milliarden Euro legt der Essener Energiekonzern dafür auf den Tisch und hält künftig 55 Prozent an einem der wichtigsten Stromnetze Deutschlands. RWE-Chef Markus Krebber bezeichnet das regulierte Netzgeschäft als dritte Säule des Konzerns neben erneuerbaren Energien und flexiblen Kraftwerken. Bis 2031 sollen weitere 6,5 Milliarden Euro in das rund 11.000 Kilometer lange Hochspannungsnetz fließen. Das ist eine enorme Summe, aber auch eine strategisch kluge Entscheidung. Denn ohne leistungsfähige Netze ist die Energiewende schlicht nicht machbar. Wer die Infrastruktur kontrolliert, sitzt langfristig an einem sehr wichtigen Hebel. Weniger erfreulich sind die Nachrichten aus der deutschen Industrie. Evonik, der Spezialchemiekonzern aus Essen, hat angekündigt, bis Ende 2029 weitere 3.200 Stellen zu streichen, davon mehr als 2.000 allein in Deutschland. Dazu kommt die vollständige Einstellung des Polyester-Geschäfts, was unter anderem die Schließung des Standorts Witten bedeutet. Vorstandschef Christian Kullmann nennt als Gründe die schwache Weltkonjunktur und den wachsenden internationalen Wettbewerbsdruck. Das sind Argumente, die wir in diesen Wochen von vielen deutschen Industrieunternehmen hören. Die strukturellen Herausforderungen für den Standort Deutschland sind real, und der Stellenabbau bei Evonik ist leider kein Einzelfall. Auf der anderen Seite gibt es auch Meldungen, die Zuversicht machen. Die EU-Kommission hat den Einstieg der Bundesregierung beim Rüstungskonzern KNDS ohne Auflagen genehmigt. Der Bund plant zunächst eine Beteiligung von 40 Prozent an dem Unternehmen, das unter anderem den Leopard 2 und die Panzerhaubitze 2000 herstellt. KNDS will in Deutschland zwei neue Produktionsstätten aufbauen und die Belegschaft bis Ende des Jahrzehnts nahezu verdoppeln. Das sind tausende neue Arbeitsplätze, gerade in einer Zeit, in der andere Branchen abbauen. Die Rüstungsindustrie erlebt in Europa eine Sonderkonjunktur, die durch die veränderte Sicherheitslage getrieben wird. Und dann war da noch eine interessante Meldung aus der Automobilwelt. Die EU-Kommission schafft mit dem sogenannten Automotive-Omnibus-Paket eine neue Fahrzeugkategorie für elektrische Kleinwagen bis 4,20 Meter Länge. Das Ziel ist klar: günstige Elektroautos ab etwa 15.000 Euro sollen endlich in Europa Realität werden. Modelle wie der Renault 5, der Citroen e-C3 oder der VW ID.Polo würden die technischen Kriterien erfüllen. Hersteller sollen durch eingefrorene Vorschriften für Assistenzsysteme und günstigere CO2-Regeln profitieren, aber nur, wenn sie in der EU produzieren. Das schließt chinesische Importe gezielt aus. Kritiker bemängeln protektionistische Züge und fragen zu Recht, ob die Kosteneinsparungen wirklich beim Verbraucher ankommen oder ob sie einfach die Margen der Hersteller verbessern. Das ist eine berechtigt offene Frage. Und zum Schluss noch kurz ein Blick auf eine eher branchenspezifische, aber symbolisch interessante Meldung: Im deutschen Fahrradmessemarkt gibt es Bewegung. Eine neue Veranstaltung positioniert sich als Weltleitmesse und tritt damit in direkte Konkurrenz zur etablierten Eurobike in Frankfurt. Das klingt nach einem Nischenthema, ist aber ein Zeichen dafür, dass auch in etablierten Branchen um Marktanteile und Aufmerksamkeit gekämpft wird. Was bleibt von dieser Woche? Es ist eine Woche, die zeigt, wie viele Kräfte gleichzeitig auf die Wirtschaft einwirken. Geopolitik, Zinspolitik, Energiewende, Strukturwandel in der Industrie und neue regulatorische Weichenstellungen. Die Märkte reagieren sensibel auf jede dieser Entwicklungen, manchmal zu sensibel. Was zählt, sind die langfristigen Trends, und die zeigen: Deutschland investiert in seine Energieinfrastruktur, die Rüstungsindustrie wächst, und die Elektromobilität bekommt neuen politischen Rückenwind. Gleichzeitig kämpft die klassische Industrie mit echten strukturellen Problemen, die sich nicht von heute auf morgen lösen lassen. RWE und Amprion, Evonik-Stellenabbau, der Dax auf Achterbahnfahrt zwischen Friedenshoffnungen und Trump-Drohungen, dazu der Bundeseinstieg bei KNDS und neue EU-Regeln für günstige Elektroautos, das waren die Themen, die diese Woche bewegt haben. Morgen schauen wir wieder gemeinsam, was die Wirtschaft für uns bereithält. Bis dann.
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