KNDS-Börsengang, Huawei-Rauswurf, Ölpreisrückgang & KI-Boom (25.06.2026)
Rüstungskonzern KNDS peilt den Börsengang an, Merz will chinesische Anbieter aus 5G-Netzen verbannen und der Ölpreis fällt auf Vorkriegsniveau – das und mehr in unserem Wirtschafts-Update!
In dieser Folge
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Panzerbauer KNDS gibt offiziellen Startschuss für Börsengang vor der Sommerpause
n-tv WirtschaftDer deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS hat den Börsengang offiziell eingeleitet und plant die Erstnotiz an den Börsen Frankfurt und Paris spätestens am 13. Juli 2026. Frankreich und die deutschen Eigentümerfamilien wollen jeweils zehn Prozent ihrer Anteile veräußern, während der deutsche Staat vorab ein 40-Prozent-Paket von der Wegmann-Holding übernimmt und dafür einen Aufschlag von mehr als zehn Prozent auf den Emissionspreis zahlt. Das Unternehmen, das Panzer wie den Leopard 2 und den Leclerc herstellt, wird derzeit mit rund 15 Milliarden Euro bewertet und verzeichnet dank der europäischen Aufrüstung ein starkes Wachstum mit einem Orderbestand von 33 Milliarden Euro.
Original - 02
Merz fordert Ausschluss chinesischer Anbieter aus deutschen 5G-Netzen
n-tv WirtschaftBundeskanzler Friedrich Merz hat sich im Bundestag dafür ausgesprochen, chinesische Unternehmen von der Modernisierung des deutschen Mobilfunknetzes auszuschließen, da europäische Telekommunikationsunternehmen umgekehrt keinen Zugang zu chinesischen Netzen hätten – ein Zeichen für unfairen Wettbewerb auf Basis fehlender Gegenseitigkeit. Neben den handelspolitischen Bedenken verwies Merz auch auf erhebliche Sicherheitsrisiken und betonte, dass europäische Hersteller als Alternative bereitstünden. Zudem kündigte er an, im Oktober ein härteres EU-Vorgehen gegen chinesische Handelspraktiken wie staatliche Subventionen, Überkapazitäten und eine künstlich niedrig gehaltene Währung zu unterstützen.
Original - 03
ifo-Präsident Fuest warnt: Wachsender Staatskonsum verdrängt private Investitionen
ifo Institutifo-Präsident Clemens Fuest schlägt Alarm: Während der Staatskonsum in Deutschland seit 2015 um 29 Prozent gestiegen ist, liegen die privaten Investitionen wieder auf dem Niveau von 2015 und gefährden damit die langfristige Wirtschaftsleistung. Fuest betont, dass die anhaltende Stagnation der deutschen Wirtschaft gravierender sei als allgemein wahrgenommen, da der private Sektor als eigentlicher Motor des Wachstums schrumpfe, während sich der Staat immer weiter ausdehne. Er fordert die Politik auf, staatliche Konsumausgaben zu begrenzen und Reformen zur Förderung privater Investitionen umzusetzen, zumal ein EU-weiter Vergleich zeige, dass der überproportionale Anstieg des Staatskonsums kein zwangsläufiges Phänomen sei.
Original - 04
KI-Optimismus beflügelt Börsen in Japan und Südkorea nach Verkaufswelle
HandelsblattNach deutlichen Verlusten zu Wochenbeginn erholen sich die ostasiatischen Aktienmärkte kräftig: Der japanische Nikkei-225 legte zur Mittagspause um 3,9 Prozent zu und nähert sich wieder seinem Rekordwert, während Südkoreas Kospi nach einem historischen Tagesverlust von fast zehn Prozent am Dienstag um 4,9 Prozent zulegte. Als wesentlicher Auslöser gilt die starke Quartalsbilanz des US-Chipherstellers Micron Technology, dessen Gewinne und Prognosen die Markterwartungen deutlich übertrafen und Sorgen vor einer KI-Spekulationsblase dämpften. Besonders Japan und Südkorea profitieren von der KI-Euphorie, da sie als wichtige Lieferanten von Chips und Rechenzentrum-Hardware eng mit dem KI-Boom verknüpft sind.
Original - 05
EZB-Konvergenzbericht 2026: Begrenzte Fortschritte bei Euro-Einführung in Nicht-Euroländern
Deutsche Bundesbank – PressenotizenDie nicht dem Euroraum angehörenden EU-Mitgliedstaaten haben seit 2024 nur geringe Fortschritte bei der wirtschaftlichen Konvergenz mit dem Euroraum erzielt, wie der heute veröffentlichte Konvergenzbericht 2026 der Europäischen Zentralbank zeigt. Als Hauptursachen nennt die EZB die wirtschaftlichen Auswirkungen externer Schocks, insbesondere Russlands Krieg gegen die Ukraine, globale Handelsspannungen sowie den Krieg im Nahen Osten. Diese Faktoren haben die Annäherung der betroffenen Länder an die für eine Euro-Einführung erforderlichen Kriterien erheblich erschwert.
Original - 06
Dax steigt moderat: Rheinmetall-Kurssturz bremst Aufwärtsbewegung
HandelsblattDer Dax notiert am Donnerstag mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 24.878 Punkten, bleibt jedoch trotz positiver Impulse wie sinkender Ölpreise und starker Quartalszahlen des KI-Chipherstellers Micron weiterhin unter der Marke von 25.000 Punkten. Schwer belastet wurde der Index durch die Rheinmetall-Aktie, die nach der Entscheidung des Verteidigungsministeriums für einen Fregattenwechsel um 18,7 Prozent einbrach und erstmals seit über einem Jahr unter die 1.000-Euro-Marke fiel. Rückenwind kommt hingegen vom Halbleitersektor: Micron kündigte für das vierte Quartal einen Rekordumsatz von 50 Milliarden Dollar an, woraufhin europäische Chiphersteller wie Infineon und ASML deutlich zulegten.
Original - 07
Investorin Judith Dada wird Co-Chefin beim KI-Start-up Langdock
HandelsblattDie Wagniskapitalinvestorin Judith Dada wechselt vom Investor zum operativen Management und übernimmt ab September gemeinsam mit Mitgründer Lennard Schmidt die Führung des deutschen KI-Start-ups Langdock. Dada, die bereits die bisher einzige Finanzierungsrunde des Unternehmens geleitet hatte, zeigt sich überzeugt, dass Langdock zur größten KI-Firma Europas heranwachsen wird. Die Plattform ermöglicht Unternehmensangestellten den zentralen Zugang zu verschiedenen KI-Modellen von Anbietern wie Anthropic, OpenAI und Mistral über einen einheitlichen Firmenaccount.
Original - 08
Ölpreis fällt auf Vorkriegsniveau: Brent unter 72 Dollar
HandelsblattDer Rohölpreis der Sorte Brent ist am Donnerstag um rund 1,5 Prozent gefallen und hat damit seinen Vorkriegsschlusskurs von 72,48 Dollar unterschritten – der vierte Rückgang in Folge. Als Hauptursache gilt ein deutlich gestiegenes Angebot aus dem Nahen Osten und Afrika, das auf Fortschritte bei den US-Iran-Friedensgesprächen zurückzuführen ist und sich unter anderem in einem wieder belebten Tankerverkehr durch die Straße von Hormus zeigt. Laut Carolyn Kissane von der New York University treibt die Erwartung eines Szenarios mit mehr Angebot bei gleichzeitig schwächerer Nachfrage den Preisverfall maßgeblich voran.
Original - 09
KI-Nachfrage treibt Micron Technology zu Rekordergebnissen und starkem Ausblick
HandelsblattDer US-amerikanische Speicherchiphersteller Micron Technology hat dank der boomenden Nachfrage nach KI-Speicherlösungen die Erwartungen der Wall Street deutlich übertroffen: Für das vierte Quartal prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz von rund 50 Milliarden Dollar, während Analysten lediglich 43,6 Milliarden Dollar erwartet hatten. Auch im abgelaufenen dritten Quartal überraschte Micron positiv mit Erlösen von 41,5 Milliarden Dollar und einem bereinigten Gewinn je Aktie, der mehr als 13-mal so hoch ausfiel wie im Vorjahreszeitraum. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel zeitweise um rund 18 Prozent zu und steuerte damit auf einen möglichen neuen Rekordkurs zu.
Original - 10
BAT erwägt Investitionen in deutsche Nikotinbeutel-Produktion – doch rechtliche Hürden bleiben
FAZ WirtschaftWährend die deutsche Tabakindustrie seit Jahrzehnten schrumpft und zuletzt Werke von Philip Morris und Reemtsma geschlossen wurden, kündigt Jorge Araya, Deutschland-Chef von British American Tobacco, Investitionsbereitschaft für eine heimische Nikotinbeutel-Produktion an – sofern die regulatorischen Rahmenbedingungen stimmen. Derzeit sind Nikotinbeutel in Deutschland nicht legal erhältlich, obwohl der jährliche Verbrauch auf rund zwei Milliarden Stück geschätzt wird, die ausschließlich über Schmuggel oder organisierte Kriminalität in den Markt gelangen und dem Staat laut BAT etwa 500 Millionen Euro Steuereinnahmen pro Jahr entgehen lassen. Eine Legalisierung könnte sich über eine überarbeitete EU-Tabaksteuerrichtlinie ergeben, auf deren Grundlage das Bundesfinanzministerium eine nationale Besteuerung und damit einen regulierten Verkauf in Aussicht stellt.
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Panzerbauer KNDS gibt offiziellen Startschuss für Börsengang vor der Sommerpause
n-tv WirtschaftDer deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS hat den Börsengang offiziell eingeleitet und plant die Erstnotiz an den Börsen Frankfurt und Paris spätestens am 13. Juli 2026. Frankreich und die deutschen Eigentümerfamilien wollen jeweils zehn Prozent ihrer Anteile veräußern, während der deutsche Staat vorab ein 40-Prozent-Paket von der Wegmann-Holding übernimmt und dafür einen Aufschlag von mehr als zehn Prozent auf den Emissionspreis zahlt. Das Unternehmen, das Panzer wie den Leopard 2 und den Leclerc herstellt, wird derzeit mit rund 15 Milliarden Euro bewertet und verzeichnet dank der europäischen Aufrüstung ein starkes Wachstum mit einem Orderbestand von 33 Milliarden Euro.
Original - 02
Merz fordert Ausschluss chinesischer Anbieter aus deutschen 5G-Netzen
n-tv WirtschaftBundeskanzler Friedrich Merz hat sich im Bundestag dafür ausgesprochen, chinesische Unternehmen von der Modernisierung des deutschen Mobilfunknetzes auszuschließen, da europäische Telekommunikationsunternehmen umgekehrt keinen Zugang zu chinesischen Netzen hätten – ein Zeichen für unfairen Wettbewerb auf Basis fehlender Gegenseitigkeit. Neben den handelspolitischen Bedenken verwies Merz auch auf erhebliche Sicherheitsrisiken und betonte, dass europäische Hersteller als Alternative bereitstünden. Zudem kündigte er an, im Oktober ein härteres EU-Vorgehen gegen chinesische Handelspraktiken wie staatliche Subventionen, Überkapazitäten und eine künstlich niedrig gehaltene Währung zu unterstützen.
Original - 03
ifo-Präsident Fuest warnt: Wachsender Staatskonsum verdrängt private Investitionen
ifo Institutifo-Präsident Clemens Fuest schlägt Alarm: Während der Staatskonsum in Deutschland seit 2015 um 29 Prozent gestiegen ist, liegen die privaten Investitionen wieder auf dem Niveau von 2015 und gefährden damit die langfristige Wirtschaftsleistung. Fuest betont, dass die anhaltende Stagnation der deutschen Wirtschaft gravierender sei als allgemein wahrgenommen, da der private Sektor als eigentlicher Motor des Wachstums schrumpfe, während sich der Staat immer weiter ausdehne. Er fordert die Politik auf, staatliche Konsumausgaben zu begrenzen und Reformen zur Förderung privater Investitionen umzusetzen, zumal ein EU-weiter Vergleich zeige, dass der überproportionale Anstieg des Staatskonsums kein zwangsläufiges Phänomen sei.
Original - 04
KI-Optimismus beflügelt Börsen in Japan und Südkorea nach Verkaufswelle
HandelsblattNach deutlichen Verlusten zu Wochenbeginn erholen sich die ostasiatischen Aktienmärkte kräftig: Der japanische Nikkei-225 legte zur Mittagspause um 3,9 Prozent zu und nähert sich wieder seinem Rekordwert, während Südkoreas Kospi nach einem historischen Tagesverlust von fast zehn Prozent am Dienstag um 4,9 Prozent zulegte. Als wesentlicher Auslöser gilt die starke Quartalsbilanz des US-Chipherstellers Micron Technology, dessen Gewinne und Prognosen die Markterwartungen deutlich übertrafen und Sorgen vor einer KI-Spekulationsblase dämpften. Besonders Japan und Südkorea profitieren von der KI-Euphorie, da sie als wichtige Lieferanten von Chips und Rechenzentrum-Hardware eng mit dem KI-Boom verknüpft sind.
Original - 05
EZB-Konvergenzbericht 2026: Begrenzte Fortschritte bei Euro-Einführung in Nicht-Euroländern
Deutsche Bundesbank – PressenotizenDie nicht dem Euroraum angehörenden EU-Mitgliedstaaten haben seit 2024 nur geringe Fortschritte bei der wirtschaftlichen Konvergenz mit dem Euroraum erzielt, wie der heute veröffentlichte Konvergenzbericht 2026 der Europäischen Zentralbank zeigt. Als Hauptursachen nennt die EZB die wirtschaftlichen Auswirkungen externer Schocks, insbesondere Russlands Krieg gegen die Ukraine, globale Handelsspannungen sowie den Krieg im Nahen Osten. Diese Faktoren haben die Annäherung der betroffenen Länder an die für eine Euro-Einführung erforderlichen Kriterien erheblich erschwert.
Original - 06
Dax steigt moderat: Rheinmetall-Kurssturz bremst Aufwärtsbewegung
HandelsblattDer Dax notiert am Donnerstag mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 24.878 Punkten, bleibt jedoch trotz positiver Impulse wie sinkender Ölpreise und starker Quartalszahlen des KI-Chipherstellers Micron weiterhin unter der Marke von 25.000 Punkten. Schwer belastet wurde der Index durch die Rheinmetall-Aktie, die nach der Entscheidung des Verteidigungsministeriums für einen Fregattenwechsel um 18,7 Prozent einbrach und erstmals seit über einem Jahr unter die 1.000-Euro-Marke fiel. Rückenwind kommt hingegen vom Halbleitersektor: Micron kündigte für das vierte Quartal einen Rekordumsatz von 50 Milliarden Dollar an, woraufhin europäische Chiphersteller wie Infineon und ASML deutlich zulegten.
Original - 07
Investorin Judith Dada wird Co-Chefin beim KI-Start-up Langdock
HandelsblattDie Wagniskapitalinvestorin Judith Dada wechselt vom Investor zum operativen Management und übernimmt ab September gemeinsam mit Mitgründer Lennard Schmidt die Führung des deutschen KI-Start-ups Langdock. Dada, die bereits die bisher einzige Finanzierungsrunde des Unternehmens geleitet hatte, zeigt sich überzeugt, dass Langdock zur größten KI-Firma Europas heranwachsen wird. Die Plattform ermöglicht Unternehmensangestellten den zentralen Zugang zu verschiedenen KI-Modellen von Anbietern wie Anthropic, OpenAI und Mistral über einen einheitlichen Firmenaccount.
Original - 08
Ölpreis fällt auf Vorkriegsniveau: Brent unter 72 Dollar
HandelsblattDer Rohölpreis der Sorte Brent ist am Donnerstag um rund 1,5 Prozent gefallen und hat damit seinen Vorkriegsschlusskurs von 72,48 Dollar unterschritten – der vierte Rückgang in Folge. Als Hauptursache gilt ein deutlich gestiegenes Angebot aus dem Nahen Osten und Afrika, das auf Fortschritte bei den US-Iran-Friedensgesprächen zurückzuführen ist und sich unter anderem in einem wieder belebten Tankerverkehr durch die Straße von Hormus zeigt. Laut Carolyn Kissane von der New York University treibt die Erwartung eines Szenarios mit mehr Angebot bei gleichzeitig schwächerer Nachfrage den Preisverfall maßgeblich voran.
Original - 09
KI-Nachfrage treibt Micron Technology zu Rekordergebnissen und starkem Ausblick
HandelsblattDer US-amerikanische Speicherchiphersteller Micron Technology hat dank der boomenden Nachfrage nach KI-Speicherlösungen die Erwartungen der Wall Street deutlich übertroffen: Für das vierte Quartal prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz von rund 50 Milliarden Dollar, während Analysten lediglich 43,6 Milliarden Dollar erwartet hatten. Auch im abgelaufenen dritten Quartal überraschte Micron positiv mit Erlösen von 41,5 Milliarden Dollar und einem bereinigten Gewinn je Aktie, der mehr als 13-mal so hoch ausfiel wie im Vorjahreszeitraum. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel zeitweise um rund 18 Prozent zu und steuerte damit auf einen möglichen neuen Rekordkurs zu.
Original - 10
BAT erwägt Investitionen in deutsche Nikotinbeutel-Produktion – doch rechtliche Hürden bleiben
FAZ WirtschaftWährend die deutsche Tabakindustrie seit Jahrzehnten schrumpft und zuletzt Werke von Philip Morris und Reemtsma geschlossen wurden, kündigt Jorge Araya, Deutschland-Chef von British American Tobacco, Investitionsbereitschaft für eine heimische Nikotinbeutel-Produktion an – sofern die regulatorischen Rahmenbedingungen stimmen. Derzeit sind Nikotinbeutel in Deutschland nicht legal erhältlich, obwohl der jährliche Verbrauch auf rund zwei Milliarden Stück geschätzt wird, die ausschließlich über Schmuggel oder organisierte Kriminalität in den Markt gelangen und dem Staat laut BAT etwa 500 Millionen Euro Steuereinnahmen pro Jahr entgehen lassen. Eine Legalisierung könnte sich über eine überarbeitete EU-Tabaksteuerrichtlinie ergeben, auf deren Grundlage das Bundesfinanzministerium eine nationale Besteuerung und damit einen regulierten Verkauf in Aussicht stellt.
Original
Häufige Fragen
Was plant KNDS mit seinem Börsengang und wie hoch ist die angestrebte Bewertung?
Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS strebt eine Erstnotiz an den Börsen Frankfurt und Paris spätestens zum 13. Juli 2026 an. Das Unternehmen, bekannt für Panzer wie den Leopard 2 und den Leclerc, wird aktuell mit rund 15 Milliarden Euro bewertet und verfügt über einen Orderbestand von 33 Milliarden Euro.
Welche Rolle spielt der deutsche Staat beim KNDS-Börsengang?
Der deutsche Staat übernimmt vorab ein 40-Prozent-Paket von der Wegmann-Holding und zahlt dafür einen Aufschlag von mehr als zehn Prozent auf den späteren Emissionspreis. Im Zuge des Börsengangs veräußern Frankreich und die deutschen Eigentümerfamilien jeweils zehn Prozent ihrer Anteile.
Warum fordert Bundeskanzler Merz den Ausschluss chinesischer Anbieter aus deutschen 5G-Netzen?
Merz begründet seine Forderung mit fehlendem Wettbewerbsgleichgewicht: Europäische Telekommunikationsunternehmen haben keinen Zugang zu chinesischen Netzen, während chinesische Anbieter bislang in Deutschland tätig sein dürfen. Hinzu kommen erhebliche Sicherheitsbedenken, und Merz betont, dass europäische Hersteller als gleichwertige Alternative bereitstehen.
Was kritisiert ifo-Präsident Fuest an der deutschen Wirtschaftspolitik?
Fuest warnt, dass der stark gestiegene Staatskonsum – seit 2015 um 29 Prozent – private Investitionen verdrängt, die heute wieder auf dem Niveau von 2015 liegen. Da der private Sektor der eigentliche Wachstumsmotor ist, gefährdet diese Entwicklung die langfristige Wirtschaftsleistung Deutschlands erheblich. Er fordert eine Begrenzung staatlicher Konsumausgaben und Reformen zur Stärkung privater Investitionen.
Warum erholen sich die Börsen in Japan und Südkorea besonders stark nach dem KI-Optimismus?
Beide Länder sind als bedeutende Lieferanten von Chips und Rechenzentrum-Hardware eng mit dem globalen KI-Boom verknüpft und profitieren daher überproportional von positiven Signalen aus der Branche. Ausgelöst wurde die Erholung durch starke Quartalszahlen des US-Chipherstellers Micron Technology, die Sorgen vor einer KI-Spekulationsblase dämpften.
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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute haben wir eine ganze Reihe interessanter Meldungen, die auf den ersten Blick sehr unterschiedlich wirken, aber bei näherer Betrachtung ein gemeinsames Bild zeichnen: Es geht um Vertrauen. Vertrauen in Technologie, in Märkte, in die Wirtschaftspolitik und in die Zukunftsfähigkeit Deutschlands und Europas. Schauen wir uns das mal zusammen an. Fangen wir mit einem Thema an, das die Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Sicherheitspolitik sehr deutlich zeigt. Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS hat den Startschuss für seinen Börsengang gegeben. Spätestens am 13. Juli 2026 soll das Unternehmen an den Börsen in Frankfurt und Paris notiert sein. KNDS baut unter anderem den Leopard 2 und den französischen Leclerc, also zwei der bekanntesten Kampfpanzer Europas. Der Konzern wird derzeit mit rund 15 Milliarden Euro bewertet und hat Aufträge im Wert von 33 Milliarden Euro in den Büchern. Das ist enorm. Der Hintergrund ist klar: Europa rüstet auf, und das spiegelt sich direkt in den Zahlen wider. Interessant ist dabei auch, dass der deutsche Staat vorab ein 40-Prozent-Paket von der Eigentümerfamilie Wegmann übernimmt und dafür sogar einen Aufschlag von mehr als zehn Prozent auf den späteren Emissionspreis zahlt. Der Staat sichert sich also strategischen Einfluss, bevor das Unternehmen an die Öffentlichkeit geht. Das passt gut zu einer anderen Meldung des Tages. Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich im Bundestag klar dafür ausgesprochen, chinesische Anbieter wie Huawei aus dem Aufbau des deutschen 5G-Netzes auszuschließen. Sein Argument: Europäische Telekommunikationsunternehmen haben keinen vergleichbaren Zugang zu chinesischen Netzen. Das ist kein fairer Wettbewerb, sondern eine Einbahnstraße. Dazu kommen Sicherheitsbedenken, die in der politischen Debatte schon länger eine Rolle spielen. Merz hat außerdem angekündigt, im Oktober ein härteres EU-Vorgehen gegen chinesische Handelspraktiken zu unterstützen, also gegen staatliche Subventionen, Überkapazitäten und eine künstlich niedrig gehaltene Währung. Das ist ein deutliches Signal, dass die Bundesregierung in der Handelspolitik gegenüber China eine härtere Linie fahren will. Bleiben wir kurz in Deutschland, aber wechseln das Thema. Das ifo-Institut hat heute eine bemerkenswerte Warnung veröffentlicht. ifo-Präsident Clemens Fuest macht darauf aufmerksam, dass der Staatskonsum in Deutschland seit 2015 um 29 Prozent gestiegen ist, während die privaten Investitionen im gleichen Zeitraum auf dem Niveau von 2015 stagnieren. Das klingt zunächst technisch, hat aber eine sehr konkrete Bedeutung: Der Staat gibt immer mehr Geld aus, aber das Geld fließt nicht in produktive Investitionen, die langfristig Wachstum erzeugen. Stattdessen verdrängt der wachsende Staatsapparat private Unternehmen, die eigentlich der Motor der Wirtschaft sein sollten. Fuest sagt, die Stagnation der deutschen Wirtschaft sei gravierender als allgemein wahrgenommen. Das ist ein starkes Wort aus einer Institution, die für ihre nüchterne Analyse bekannt ist. Sein Fazit: Weniger staatlicher Konsum, mehr Raum für private Investitionen. Das ist leichter gesagt als getan, aber die Diagnose sitzt. Schauen wir jetzt auf die Märkte. Der Dax notiert heute mit einem Plus von 0,6 Prozent bei rund 24.878 Punkten. Die Marke von 25.000 Punkten bleibt aber vorerst außer Reichweite, und das hat vor allem einen Grund: Rheinmetall. Die Aktie des Rüstungskonzerns ist heute um fast 19 Prozent eingebrochen und hat dabei erstmals seit über einem Jahr die Marke von 1.000 Euro unterschritten. Der Auslöser war eine Entscheidung des Verteidigungsministeriums, bei einem Fregattenprogramm auf einen anderen Anbieter zu setzen. Das zeigt, wie sensibel Rüstungsaktien auf politische Entscheidungen reagieren können. Ein einzelner Auftragsverlust kann innerhalb von Stunden Milliarden an Börsenwert vernichten. Rückenwind kam heute hingegen aus einer ganz anderen Ecke, nämlich aus der Halbleiterbranche. Der US-Chiphersteller Micron Technology hat mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Wall Street weit übertroffen. Für das vierte Quartal erwartet Micron einen Rekordumsatz von rund 50 Milliarden Dollar. Analysten hatten lediglich mit 43,6 Milliarden gerechnet. Der Gewinn je Aktie war mehr als 13-mal so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Die Aktie legte nachbörslich zeitweise um rund 18 Prozent zu. Und diese Euphorie hat sich heute auch auf die europäischen Märkte übertragen. Chiphersteller wie Infineon und der niederländische Maschinenbauer ASML legten deutlich zu. Dieser KI-Boom hat auch die Märkte in Ostasien wieder nach oben gezogen. Nach deutlichen Verlusten zu Wochenbeginn erholten sich der japanische Nikkei und der südkoreanische Kospi heute kräftig, mit Gewinnen von fast vier beziehungsweise fünf Prozent. Japan und Südkorea sind als Lieferanten von Chips und Rechenzentrum-Hardware eng mit dem globalen KI-Boom verknüpft. Wenn Micron Rekordergebnisse meldet, profitieren diese Märkte direkt davon. Die Sorge vor einer KI-Spekulationsblase hat sich zumindest vorerst etwas gelegt. Zum Ölmarkt: Der Preis für Rohöl der Sorte Brent ist heute um rund 1,5 Prozent gefallen und liegt damit unter 72 Dollar pro Barrel. Das ist der vierte Rückgang in Folge und der niedrigste Stand seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Hintergrund sind Fortschritte bei den Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran. Das hat das Angebot aus dem Nahen Osten und Afrika spürbar erhöht. Sinkende Ölpreise sind grundsätzlich gut für die Konjunktur und für Verbraucher, weil Energie günstiger wird. Gleichzeitig dämpfen sie die Inflation, was wiederum Spielraum für die Geldpolitik schafft. Kurz noch ein Blick auf die EZB. Der heute veröffentlichte Konvergenzbericht 2026 zeigt, dass die EU-Länder außerhalb des Euroraums seit 2024 kaum Fortschritte gemacht haben, um die Kriterien für eine Euro-Einführung zu erfüllen. Als Ursachen nennt die EZB die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs, globale Handelsspannungen und den Konflikt im Nahen Osten. Eine schnelle Erweiterung des Euroraums ist also vorerst nicht in Sicht. Zum Schluss noch zwei Meldungen, die zeigen, wie breit die wirtschaftliche Realität ist. Das deutsche KI-Start-up Langdock bekommt eine neue Co-Chefin. Die Wagniskapitalinvestorin Judith Dada wechselt ab September auf die operative Seite und übernimmt gemeinsam mit Mitgründer Lennard Schmidt die Führung. Langdock ermöglicht Unternehmen, verschiedene KI-Modelle über eine einheitliche Plattform zu nutzen. Ein weiteres Zeichen dafür, dass der europäische KI-Sektor reift und ambitionierte Köpfe anzieht. Und dann noch eine Meldung, die zeigen, wie regulatorische Rahmenbedingungen ganze Märkte formen oder verhindern können. British American Tobacco signalisiert Investitionsbereitschaft für eine Nikotinbeutel-Produktion in Deutschland. Das Problem: Nikotinbeutel sind hierzulande noch nicht legal erhältlich, obwohl jährlich schätzungsweise zwei Milliarden Stück über Schmuggel in den Markt gelangen. Dem Staat entgehen laut BAT dadurch rund 500 Millionen Euro Steuereinnahmen pro Jahr. Eine Legalisierung könnte über eine neue EU-Tabaksteuerrichtlinie kommen. Ein klassisches Beispiel dafür, wie ein ungeregelter Markt weder Verbrauchern noch dem Staat nützt. Was verbindet all diese Themen heute? Im Kern geht es um die Frage, wie Deutschland und Europa ihre wirtschaftliche Stärke erhalten und ausbauen können, in einer Zeit, in der Sicherheit, Technologie und Handelspolitik immer enger zusammenwachsen. Die Antworten darauf sind nicht einfach, aber die Debatten werden konkreter. Heute haben wir also über den Börsengang von KNDS gesprochen, über Merkels harte Linie gegenüber China im 5G-Bereich, über die Warnung des ifo-Instituts vor zu viel Staatskonsum, über den Rheinmetall-Kurseinbruch, die Rekordgewinne bei Micron und die Erholung an den asiatischen Börsen, über sinkende Ölpreise und den Stand der Euro-Erweiterung. Morgen schauen wir wieder, was die Wirtschaft bewegt. Bis dann.
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