Jobabbau, Insolvenzen und KI-Sorgen belasten Wirtschaft (26.06.2026)
Firmeninsolvenzen auf Rekordhoch, Stellenabbau geplant und Märkte unter Druck: Deutschlands Wirtschaft kämpft. Dazu: Japans Billionen-Plan, OpenAIs IPO-Verschiebung und Mercks Milliarden-Deal.
In dieser Folge
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ifo-Beschäftigungsbarometer sinkt: Deutsche Unternehmen planen verstärkten Stellenabbau
Zeit WirtschaftDas ifo-Beschäftigungsbarometer ist im Juni um 1,6 auf 92,3 Punkte gefallen und erreicht damit einen der schlechtesten Werte seit der Coronapandemie. Besonders in der Industrie und im Handel überwiegen die Pläne zum Stellenabbau deutlich, während auch der Dienstleistungssektor eine negative Trendwende verzeichnet. ifo-Experte Klaus Wohlrabe betonte, dass Deutschland von einer nachhaltigen Belebung des Arbeitsmarkts noch weit entfernt sei, obwohl sich der allgemeine Geschäftsklimaindex zuletzt leicht verbessert hatte.
Original - 02
Takaichis Zukunftsbranchen: Ein Billionen-Plan für Japan
FAZ WirtschaftMinisterpräsidentin Takaichi plant riesige Investitionen, um die japanische Wirtschaft anzukurbeln. Neben KI und Robotik sind sogar für Mangas und Anime Milliarden vorgesehen.
Original - 03
DAX startet mit Verlusten: KI-Sorgen, Zalando-Einbruch und Verkaufswelle im Tech-Sektor belasten Märkte
TagesschauDer DAX eröffnete am Freitag mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 24.798 Punkten, belastet durch eine Häufung negativer Nachrichten aus dem Technologiesektor: Angekündigte Preiserhöhungen bei Apple, Berichte über eine mögliche Verschiebung des OpenAI-Börsengangs sowie Sorgen vor einer Korrektur bei KI-Aktien schürten die Risikoaversion der Anleger. Zusätzlich brach die Zalando-Aktie zeitweise um rund 20 Prozent ein, nachdem die Finanzaufsicht Bafin die Bilanz des Unternehmens im Zusammenhang mit der Übernahme von About You unter die Lupe nimmt. Besonders hart traf es die asiatischen Märkte: Der japanische Nikkei verlor 4,2 Prozent, der südkoreanische Kospi sogar rund sieben Prozent, während SoftBank-Aktien als größter OpenAI-Investor um mehr als zwölf Prozent einbrachen.
Original - 04
OpenAI erwägt Verschiebung des Börsengangs auf 2027
Manager MagazinDer ChatGPT-Entwickler OpenAI denkt laut einem Bericht der 'New York Times' darüber nach, seinen geplanten Börsengang vom dritten oder vierten Quartal 2025 auf das Jahr 2027 zu verschieben. Hintergrund sind aktuelle Marktturbulenzen und Kursverluste bei Technologieaktien, die Berater dazu veranlasst haben, vor einer geringen Nachfrage durch Kleinanleger zu warnen. CEO Sam Altman besteht dabei auf einer Bewertung von einer Billion Dollar und lehnt es ab, diese Zielmarke für ein früheres Börsendebüt zu senken.
Original - 05
Merck übernimmt Bio-Techne für knapp 10 Milliarden Euro
Manager MagazinDer Darmstädter Pharma- und Technologiekonzern Merck übernimmt den US-amerikanischen Anbieter von Life-Science-Werkzeugen und Analysetechnologien Bio-Techne für rund 9,9 Milliarden Euro, was einer der größten Akquisitionen in der Unternehmensgeschichte entspricht. Die Aktionäre von Bio-Techne erhalten 73 US-Dollar je Aktie in bar; der Abschluss des Deals ist für Ende 2026 oder Anfang 2027 geplant, vorbehaltlich der Zustimmung von Aufsichtsbehörden und Aktionären. Mit der Übernahme stärkt Merck seine Laborsparte in wachstumsstarken Bereichen wie Zell- und Gentherapien sowie Präzisionsdiagnostik und erwartet bis zum dritten Jahr nach Abschluss jährliche Kostensynergien von rund 140 Millionen Euro.
Original - 06
Island schließt sich dem europäischen Echtzeit-Zahlungssystem TIPS an
Deutsche Bundesbank – PressenotizenDie Europäische Zentralbank und die isländische Zentralbank Seðlabanki Íslands haben eine Vereinbarung über den Beitritt Islands zum Eurosystem-Zahlungssystem TARGET Instant Payment Settlement (TIPS) unterzeichnet. Ab 2028 können damit Zahlungen in isländischer Krone in Echtzeit über Zentralbankgeld abgewickelt werden. Island erweitert damit den Kreis der am TIPS-System teilnehmenden Länder über die Eurozone hinaus.
Original - 07
Rentenreform: Wirtschaft und Gewerkschaften warnen vor Mehrbelastungen durch kapitalgedeckte Komponente
TagesschauDie Bundesregierung plant, alle 33 Empfehlungen der Rentenkommission umzusetzen, doch Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften äußern erhebliche Bedenken, insbesondere gegenüber der geplanten kapitalgedeckten Rentenkomponente nach schwedischem Vorbild. Gewerkschaftsnahe Institute wie IMK und WSI warnen, dass der Aufbau eines Kapitalstocks den Beitragssatz bis 2032 auf rund 22 Prozent treiben könnte, was die Konsumlaune dämpfen und ab 2028 etwa ein Prozent Wirtschaftswachstum sowie rund 250.000 Arbeitsplätze kosten könnte. Während die OECD viele Reformelemente wie die Abschaffung von Minijobs und das Ende der abschlagsfreien Frührente grundsätzlich begrüßt, fordern Arbeitgeberverband BDA und DGB-Chefin Yasmin Fahimi Nachbesserungen an zentralen Punkten des Pakets.
Original - 08
Firmeninsolvenzen erreichen höchsten Stand seit 2013
n-tv WirtschaftIm ersten Halbjahr 2026 haben nach Hochrechnungen der Auskunftei Creditreform rund 12.900 Unternehmen in Deutschland Insolvenz angemeldet – knapp acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und der höchste Wert seit dem ersten Halbjahr 2013. Als Ursachen nennt Creditreform teure Energie, zurückhaltende Konsumenten, bürokratische Belastungen sowie die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs, die einen erhofften Aufschwung bremsen. Besonders betroffen sind Großunternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten sowie junge Firmen, während insgesamt rund 165.000 Arbeitsplätze durch die Insolvenzen gefährdet sind; eine Stabilisierung erwartet Creditreform frühestens 2027.
Original - 09
Deutschland auf Platz vier: Bundesrepublik zählt zur globalen Solarspitze
n-tv WirtschaftDeutschland hat sich beim Ausbau der Solarenergie auf den vierten Platz der weltweiten Rangliste vorgearbeitet und liegt damit in Europa vor sonnenreicheren Ländern wie Spanien, Frankreich und Italien. Im Jahr 2025 wurden hierzulande neue Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 17,6 Gigawatt installiert, wobei fast die Hälfte des Zubaus auf Großanlagen auf freiem Feld entfiel, während private Haushalte und Unternehmen weniger Aufträge erteilten. Die Branche warnt jedoch vor einem möglichen Einbruch, sollte die Bundesregierung die Einspeisevergütung für Dachanlagen streichen, da sich Solaranlagen für Eigenheimbesitzer dann erst nach rund 20 statt der erwarteten 10 bis 12 Jahre amortisieren würden.
Original - 10
Bertelsmann Stiftung warnt: Geplanter Kurswechsel bei erneuerbaren Energien gefährdet Tausende Arbeitsplätze
n-tv WirtschaftDie Beschäftigung im Bereich der erneuerbaren Energien hat 2025 mit rund 436.000 Stellen einen Rekordwert erreicht, wobei allein die Windenergie mit 131.000 Arbeitsplätzen knapp ein Drittel des Sektors ausmacht. Die Bertelsmann Stiftung warnt jedoch, dass die geplanten energiepolitischen Reformen der Bundesregierung, darunter mögliche Kürzungen der Förderung für kleine Solaranlagen und eine stärkere Kopplung des Ausbaus an den Netzausbau, Tausende Jobs gefährden könnten. Die Stiftung fordert daher, die anstehenden Gesetzesvorhaben beschäftigungssicher zu gestalten und den Ausbau erneuerbarer Energien nicht erneut abzuwürgen.
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ifo-Beschäftigungsbarometer sinkt: Deutsche Unternehmen planen verstärkten Stellenabbau
Zeit WirtschaftDas ifo-Beschäftigungsbarometer ist im Juni um 1,6 auf 92,3 Punkte gefallen und erreicht damit einen der schlechtesten Werte seit der Coronapandemie. Besonders in der Industrie und im Handel überwiegen die Pläne zum Stellenabbau deutlich, während auch der Dienstleistungssektor eine negative Trendwende verzeichnet. ifo-Experte Klaus Wohlrabe betonte, dass Deutschland von einer nachhaltigen Belebung des Arbeitsmarkts noch weit entfernt sei, obwohl sich der allgemeine Geschäftsklimaindex zuletzt leicht verbessert hatte.
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Takaichis Zukunftsbranchen: Ein Billionen-Plan für Japan
FAZ WirtschaftMinisterpräsidentin Takaichi plant riesige Investitionen, um die japanische Wirtschaft anzukurbeln. Neben KI und Robotik sind sogar für Mangas und Anime Milliarden vorgesehen.
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DAX startet mit Verlusten: KI-Sorgen, Zalando-Einbruch und Verkaufswelle im Tech-Sektor belasten Märkte
TagesschauDer DAX eröffnete am Freitag mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 24.798 Punkten, belastet durch eine Häufung negativer Nachrichten aus dem Technologiesektor: Angekündigte Preiserhöhungen bei Apple, Berichte über eine mögliche Verschiebung des OpenAI-Börsengangs sowie Sorgen vor einer Korrektur bei KI-Aktien schürten die Risikoaversion der Anleger. Zusätzlich brach die Zalando-Aktie zeitweise um rund 20 Prozent ein, nachdem die Finanzaufsicht Bafin die Bilanz des Unternehmens im Zusammenhang mit der Übernahme von About You unter die Lupe nimmt. Besonders hart traf es die asiatischen Märkte: Der japanische Nikkei verlor 4,2 Prozent, der südkoreanische Kospi sogar rund sieben Prozent, während SoftBank-Aktien als größter OpenAI-Investor um mehr als zwölf Prozent einbrachen.
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OpenAI erwägt Verschiebung des Börsengangs auf 2027
Manager MagazinDer ChatGPT-Entwickler OpenAI denkt laut einem Bericht der 'New York Times' darüber nach, seinen geplanten Börsengang vom dritten oder vierten Quartal 2025 auf das Jahr 2027 zu verschieben. Hintergrund sind aktuelle Marktturbulenzen und Kursverluste bei Technologieaktien, die Berater dazu veranlasst haben, vor einer geringen Nachfrage durch Kleinanleger zu warnen. CEO Sam Altman besteht dabei auf einer Bewertung von einer Billion Dollar und lehnt es ab, diese Zielmarke für ein früheres Börsendebüt zu senken.
Original - 05
Merck übernimmt Bio-Techne für knapp 10 Milliarden Euro
Manager MagazinDer Darmstädter Pharma- und Technologiekonzern Merck übernimmt den US-amerikanischen Anbieter von Life-Science-Werkzeugen und Analysetechnologien Bio-Techne für rund 9,9 Milliarden Euro, was einer der größten Akquisitionen in der Unternehmensgeschichte entspricht. Die Aktionäre von Bio-Techne erhalten 73 US-Dollar je Aktie in bar; der Abschluss des Deals ist für Ende 2026 oder Anfang 2027 geplant, vorbehaltlich der Zustimmung von Aufsichtsbehörden und Aktionären. Mit der Übernahme stärkt Merck seine Laborsparte in wachstumsstarken Bereichen wie Zell- und Gentherapien sowie Präzisionsdiagnostik und erwartet bis zum dritten Jahr nach Abschluss jährliche Kostensynergien von rund 140 Millionen Euro.
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Island schließt sich dem europäischen Echtzeit-Zahlungssystem TIPS an
Deutsche Bundesbank – PressenotizenDie Europäische Zentralbank und die isländische Zentralbank Seðlabanki Íslands haben eine Vereinbarung über den Beitritt Islands zum Eurosystem-Zahlungssystem TARGET Instant Payment Settlement (TIPS) unterzeichnet. Ab 2028 können damit Zahlungen in isländischer Krone in Echtzeit über Zentralbankgeld abgewickelt werden. Island erweitert damit den Kreis der am TIPS-System teilnehmenden Länder über die Eurozone hinaus.
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Rentenreform: Wirtschaft und Gewerkschaften warnen vor Mehrbelastungen durch kapitalgedeckte Komponente
TagesschauDie Bundesregierung plant, alle 33 Empfehlungen der Rentenkommission umzusetzen, doch Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften äußern erhebliche Bedenken, insbesondere gegenüber der geplanten kapitalgedeckten Rentenkomponente nach schwedischem Vorbild. Gewerkschaftsnahe Institute wie IMK und WSI warnen, dass der Aufbau eines Kapitalstocks den Beitragssatz bis 2032 auf rund 22 Prozent treiben könnte, was die Konsumlaune dämpfen und ab 2028 etwa ein Prozent Wirtschaftswachstum sowie rund 250.000 Arbeitsplätze kosten könnte. Während die OECD viele Reformelemente wie die Abschaffung von Minijobs und das Ende der abschlagsfreien Frührente grundsätzlich begrüßt, fordern Arbeitgeberverband BDA und DGB-Chefin Yasmin Fahimi Nachbesserungen an zentralen Punkten des Pakets.
Original - 08
Firmeninsolvenzen erreichen höchsten Stand seit 2013
n-tv WirtschaftIm ersten Halbjahr 2026 haben nach Hochrechnungen der Auskunftei Creditreform rund 12.900 Unternehmen in Deutschland Insolvenz angemeldet – knapp acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und der höchste Wert seit dem ersten Halbjahr 2013. Als Ursachen nennt Creditreform teure Energie, zurückhaltende Konsumenten, bürokratische Belastungen sowie die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs, die einen erhofften Aufschwung bremsen. Besonders betroffen sind Großunternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten sowie junge Firmen, während insgesamt rund 165.000 Arbeitsplätze durch die Insolvenzen gefährdet sind; eine Stabilisierung erwartet Creditreform frühestens 2027.
Original - 09
Deutschland auf Platz vier: Bundesrepublik zählt zur globalen Solarspitze
n-tv WirtschaftDeutschland hat sich beim Ausbau der Solarenergie auf den vierten Platz der weltweiten Rangliste vorgearbeitet und liegt damit in Europa vor sonnenreicheren Ländern wie Spanien, Frankreich und Italien. Im Jahr 2025 wurden hierzulande neue Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 17,6 Gigawatt installiert, wobei fast die Hälfte des Zubaus auf Großanlagen auf freiem Feld entfiel, während private Haushalte und Unternehmen weniger Aufträge erteilten. Die Branche warnt jedoch vor einem möglichen Einbruch, sollte die Bundesregierung die Einspeisevergütung für Dachanlagen streichen, da sich Solaranlagen für Eigenheimbesitzer dann erst nach rund 20 statt der erwarteten 10 bis 12 Jahre amortisieren würden.
Original - 10
Bertelsmann Stiftung warnt: Geplanter Kurswechsel bei erneuerbaren Energien gefährdet Tausende Arbeitsplätze
n-tv WirtschaftDie Beschäftigung im Bereich der erneuerbaren Energien hat 2025 mit rund 436.000 Stellen einen Rekordwert erreicht, wobei allein die Windenergie mit 131.000 Arbeitsplätzen knapp ein Drittel des Sektors ausmacht. Die Bertelsmann Stiftung warnt jedoch, dass die geplanten energiepolitischen Reformen der Bundesregierung, darunter mögliche Kürzungen der Förderung für kleine Solaranlagen und eine stärkere Kopplung des Ausbaus an den Netzausbau, Tausende Jobs gefährden könnten. Die Stiftung fordert daher, die anstehenden Gesetzesvorhaben beschäftigungssicher zu gestalten und den Ausbau erneuerbarer Energien nicht erneut abzuwürgen.
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Häufige Fragen
Was sagt das aktuelle ifo-Beschäftigungsbarometer über den deutschen Arbeitsmarkt aus?
Das ifo-Beschäftigungsbarometer ist im Juni 2025 auf 92,3 Punkte gefallen – einen der schlechtesten Werte seit der Coronapandemie. Besonders Industrie und Handel planen verstärkten Stellenabbau, und auch der Dienstleistungssektor dreht ins Negative. Eine nachhaltige Erholung des Arbeitsmarkts ist laut ifo-Experte Klaus Wohlrabe trotz leicht verbessertem Geschäftsklima nicht in Sicht.
Warum verzeichnete der DAX zum Wochenschluss deutliche Verluste, und welche Märkte waren besonders betroffen?
Der DAX eröffnete mit einem Minus von 0,7 Prozent, belastet durch eine Kombination aus angekündigten Apple-Preiserhöhungen, Sorgen vor einer KI-Aktienkorrektur und einem rund 20-prozentigen Kurseinbruch bei Zalando infolge einer Bafin-Prüfung. Besonders hart traf es asiatische Märkte: Der Nikkei verlor 4,2 Prozent, der Kospi rund sieben Prozent, und SoftBank-Aktien brachen als größter OpenAI-Investor um über zwölf Prozent ein.
Warum verschiebt OpenAI seinen Börsengang möglicherweise auf 2027, und welche Bewertung wird angestrebt?
Laut einem Bericht der 'New York Times' erwägt OpenAI, den geplanten IPO vom Jahr 2025 auf 2027 zu verschieben, da aktuelle Marktturbulenzen und Kursverluste bei Tech-Aktien die Nachfrage durch Kleinanleger gefährden könnten. CEO Sam Altman besteht auf einer Bewertung von einer Billion US-Dollar und lehnt Abstriche für ein früheres Börsendebüt ab.
Was steckt hinter der knapp 10 Milliarden Euro schweren Übernahme von Bio-Techne durch Merck?
Der Darmstädter Konzern Merck übernimmt den US-amerikanischen Life-Science-Spezialisten Bio-Techne für rund 9,9 Milliarden Euro, um seine Laborsparte in Wachstumsfeldern wie Zell- und Gentherapien sowie Präzisionsdiagnostik strategisch auszubauen. Der Deal soll Ende 2026 oder Anfang 2027 abgeschlossen werden und jährliche Kostensynergien von rund 140 Millionen Euro ab dem dritten Jahr nach Abschluss bringen.
Was bedeutet Islands Beitritt zum EZB-Zahlungssystem TIPS für den europäischen Zahlungsverkehr?
Ab 2028 können Zahlungen in isländischer Krone über das TARGET Instant Payment Settlement (TIPS) der EZB in Echtzeit und auf Basis von Zentralbankgeld abgewickelt werden. Island ist damit eines der ersten Länder außerhalb der Eurozone, das dem System beitritt, und signalisiert damit eine engere Anbindung an die europäische Zahlungsinfrastruktur.
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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute reden wir über eine deutsche Wirtschaft, die an mehreren Fronten gleichzeitig unter Druck steht. Und wenn man die Meldungen des Tages zusammennimmt, ergibt sich ein ziemlich klares Bild: Der Aufschwung, auf den viele gehofft haben, lässt weiter auf sich warten. Fangen wir mit dem Arbeitsmarkt an, denn da gibt es heute einen deutlichen Warnschuss. Das ifo-Institut hat sein Beschäftigungsbarometer veröffentlicht, und der ist im Juni auf 92,3 Punkte gefallen. Das klingt abstrakt, bedeutet aber konkret: Deutsche Unternehmen planen, Stellen abzubauen, und zwar in einem Ausmaß, das wir seit der Coronapandemie kaum gesehen haben. Besonders in der Industrie und im Handel überwiegen die Pläne zum Stellenabbau, aber auch der Dienstleistungssektor dreht ins Negative. ifo-Experte Klaus Wohlrabe sagt klar: Von einer nachhaltigen Erholung am Arbeitsmarkt ist Deutschland weit entfernt. Das ist deshalb so bemerkenswert, weil der allgemeine Geschäftsklimaindex zuletzt leicht gestiegen war. Man könnte also denken, es geht aufwärts. Aber offenbar reicht diese zaghafte Stimmungsaufhellung nicht, um Unternehmen davon zu überzeugen, Personal aufzubauen oder auch nur zu halten. Und das passt leider sehr gut zu einer anderen Zahl, die heute veröffentlicht wurde. Im ersten Halbjahr 2026 haben rund 12.900 Unternehmen in Deutschland Insolvenz angemeldet. Das ist der höchste Wert seit 2013, also seit über zwölf Jahren. Knapp acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Auskunftei Creditreform nennt als Ursachen teure Energie, zurückhaltende Konsumenten, Bürokratie und die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs. Besonders betroffen sind Großunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern und junge Firmen. Insgesamt stehen rund 165.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Eine Stabilisierung erwartet Creditreform frühestens 2027. Das sind keine abstrakten Zahlen. Das sind Betriebe, Familien, Lebensläufe. In diesem Umfeld plant die Bundesregierung eine große Rentenreform, und auch da ist heute einiges in Bewegung. Alle 33 Empfehlungen der sogenannten Rentenkommission sollen umgesetzt werden, darunter eine kapitalgedeckte Komponente nach schwedischem Vorbild. Klingt modern, hat aber einen Haken: Gewerkschaftsnahe Institute wie das IMK und das WSI warnen, dass der Aufbau dieses Kapitalstocks den Beitragssatz bis 2032 auf rund 22 Prozent treiben könnte. Das würde Arbeitnehmer und Arbeitgeber spürbar belasten, die Konsumlaune dämpfen und ab 2028 etwa ein Prozent Wirtschaftswachstum kosten. Das entspräche rund 250.000 Arbeitsplätzen. Sowohl der Arbeitgeberverband BDA als auch DGB-Chefin Yasmin Fahimi fordern Nachbesserungen. Wenn also Gewerkschaften und Arbeitgeber gemeinsam auf die Bremse treten, sollte die Politik genau hinhören. Kommen wir zu den Finanzmärkten, und auch da war heute kein schöner Tag. Der DAX startete mit einem Minus von 0,7 Prozent. Was steckt dahinter? Zum einen Sorgen rund um Künstliche Intelligenz: Apple hat Preiserhöhungen angekündigt, und es gibt Berichte, dass der geplante Börsengang von OpenAI möglicherweise auf 2027 verschoben werden könnte. CEO Sam Altman besteht auf einer Bewertung von einer Billion Dollar und will diese Zielmarke nicht für ein früheres Börsendebüt senken. Das hat Anleger weltweit nervös gemacht. Besonders heftig hat es Asien erwischt: Der japanische Nikkei verlor 4,2 Prozent, der südkoreanische Kospi sogar rund sieben Prozent. SoftBank, der größte OpenAI-Investor, brach um mehr als zwölf Prozent ein. Und dann war da noch Zalando, dessen Aktie zeitweise um rund 20 Prozent einbrach, weil die Finanzaufsicht Bafin die Bilanz des Unternehmens im Zusammenhang mit der Übernahme von About You unter die Lupe nimmt. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Nachrichten, die zeigen, dass trotz allem investiert wird. Der Darmstädter Konzern Merck übernimmt den amerikanischen Anbieter Bio-Techne für knapp zehn Milliarden Euro. Das ist eine der größten Akquisitionen in der Unternehmensgeschichte von Merck. Bio-Techne liefert Werkzeuge und Technologien für die Lebenswissenschaften, also genau das, was Merck braucht, um in Bereichen wie Zell- und Gentherapien sowie Präzisionsdiagnostik zu wachsen. Bis zu 140 Millionen Euro jährliche Kostensynergien werden erwartet. Der Deal soll Ende 2026 oder Anfang 2027 abgeschlossen werden. Das ist ein klares Signal: Auch in turbulenten Zeiten setzen große Unternehmen auf langfristiges Wachstum. Zum Thema Energie und Arbeitsplätze gibt es heute zwei Meldungen, die man zusammen lesen sollte. Einerseits hat Deutschland beim Solarausbau weltweit den vierten Platz erreicht. 17,6 Gigawatt neue Leistung wurden 2025 installiert. Das ist beachtlich, auch weil Deutschland nun vor sonnenreicheren Ländern wie Spanien, Frankreich und Italien liegt. Andererseits warnt die Branche: Wenn die Bundesregierung die Einspeisevergütung für Dachanlagen streicht, würde sich eine Solaranlage für Eigenheimbesitzer erst nach rund 20 Jahren rechnen statt nach zehn bis zwölf. Das würde den privaten Ausbau abwürgen. Und genau daran knüpft die Bertelsmann Stiftung an. Sie warnt, dass die geplanten energiepolitischen Reformen Tausende Arbeitsplätze gefährden könnten. 436.000 Menschen arbeiten inzwischen im Bereich der erneuerbaren Energien, allein in der Windenergie sind es 131.000. Die Stiftung fordert, die anstehenden Gesetzesvorhaben beschäftigungssicher zu gestalten. Angesichts der Insolvenzwelle und der schlechten Arbeitsmarktaussichten wäre das ein wichtiges Signal. Zum Abschluss noch ein kurzer Blick über den Tellerrand. Japan plant unter Ministerpräsidentin Takaichi massive Investitionen in Zukunftsbranchen, von Künstlicher Intelligenz über Robotik bis hin zu Manga und Anime. Das klingt ungewöhnlich, zeigt aber, wie ernst Japan es meint, die eigene Kreativwirtschaft als Wirtschaftskraft zu begreifen. Und aus dem Bereich Zahlungsverkehr: Island schließt sich ab 2028 dem europäischen Echtzeit-Zahlungssystem TIPS an. Damit können Zahlungen in isländischer Krone künftig in Echtzeit über Zentralbankgeld abgewickelt werden. Ein kleiner, aber symbolisch wichtiger Schritt für die Integration Europas im Finanzbereich. Was bleibt? Ein Bild einer deutschen Wirtschaft, die strukturell unter Druck steht. Mehr Insolvenzen, weniger Einstellungen, eine Rentenreform mit unsicheren Folgen und eine Energiepolitik, die Tausende Jobs riskiert. Gleichzeitig gibt es Lichtblicke: Merck investiert mutig, die Solarbranche wächst, und der Arbeitsmarkt in den erneuerbaren Energien ist auf Rekordniveau. Die Frage ist, ob die Politik die richtigen Weichen stellt. Damit verabschiede ich mich für heute. Die wichtigsten Themen: Der Arbeitsmarkt schwächelt, die Insolvenzzahlen erreichen ein Zwölfjahreshoch, die Rentenreform sorgt für Streit, und an den Märkten hat die KI-Euphorie erst einmal einen Dämpfer bekommen. Morgen schauen wir wieder gemeinsam, was sich bewegt. Bis dann.
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