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Wirtschaft im Fokus
Folge 0326.05.20268:42 KI-vertont

Wirtschaft im Fokus – 26.05.2026

EZB, Exportflaute, KI-Boom und Dax-Rally – die Wirtschaft sendet gemischte Signale. Was das für Märkte, Jobs und Technologie bedeutet, hören Sie jetzt.

Themen

In dieser Folge

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  1. 01

    EZB-Direktorin Schnabel hält Leitzinserhöhung im Juni für notwendig

    n-tv Wirtschaft

    Infolge des Iran-Krieges und des damit verbundenen Ölpreisschocks spricht sich EZB-Direktorin Isabel Schnabel für eine Anhebung des Leitzinses auf der EZB-Ratssitzung am 11. Juni aus, da die Inflation im Euroraum mit 3,0 Prozent deutlich über dem Zielwert von 2,0 Prozent liegt. Schnabel warnte, dass der bereits entstandene Schaden an der globalen Energieinfrastruktur und den Lieferketten eine geldpolitische Reaktion erforderlich mache, selbst wenn der Krieg sofort enden würde. Für die deutsche Wirtschaft erwartet sie zwar keine Rezession, doch hat die EU-Kommission die Wachstumsprognose für Deutschland wegen der Kriegsfolgen bereits auf 0,6 Prozent halbiert.

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  2. 02

    EU-Industrie-Beschleunigungsgesetz: Ambitioniertes Ziel mit dirigistischen Mitteln

    FAZ Wirtschaft

    Die EU-Kommission plant mit einem sogenannten Industrie-Beschleunigungsgesetz, den Anteil der Industrie an der Gesamtwirtschaft bis 2035 von 14 auf 20 Prozent zu steigern – ein Ziel, das laut Commerzbank-Chefvolkswirt jedoch nur durch staatlichen Zwang erreichbar ist. Der sinkende Industrieanteil in westlichen Ländern ist demnach weitgehend Ausdruck einer natürlichen wirtschaftlichen Entwicklung, da steigende Wohlstandsniveaus die Nachfrage hin zu Dienstleistungen verschieben und die Industrieproduktivität durch technischen Fortschritt kontinuierlich zunimmt. Das geplante Gesetz sieht unter anderem Mindestanteile europäischer Wertschöpfung bei öffentlichen Aufträgen sowie Beschränkungen ausländischer Direktinvestitionen vor, was die Produktionskosten erhöht, Bürokratie verursacht und letztlich auch der Industrie selbst schaden dürfte.

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  3. 03

    ifo Exporterwartungen im Mai 2026 deutlich gesunken

    ifo Institut

    Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich im Mai 2026 merklich eingetrübt: Die ifo Exporterwartungen fielen auf minus 5,5 Punkte, nach minus 1,2 Punkten im April. Besonders die Automobilindustrie, die Metallindustrie sowie energieintensive Branchen rechnen mit rückläufigen Auslandsumsätzen, während die Elektrobranche und die Möbelhersteller noch leicht optimistisch bleiben. ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser verweist auf anhaltend hohe geopolitische Unsicherheit als wesentlichen Belastungsfaktor trotz einer Erholung im ersten Quartal.

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  4. 04

    Ifo-Beschäftigungsbarometer steigt auf höchsten Stand seit zehn Monaten – Erholung bleibt aus

    Handelsblatt

    Das Ifo-Beschäftigungsbarometer stieg im Mai auf 93,9 Punkte und erreichte damit den höchsten Wert seit Juli 2024, was auf eine leicht optimistischere Personalplanung der deutschen Unternehmen hindeutet. Dennoch warnt Ifo-Chefstatistiker Klaus Wohlrabe, dass die Unternehmen angesichts schwacher Konjunktur und anhaltender Unsicherheit weiterhin zurückhaltend planen und eine nachhaltige Erholung am Arbeitsmarkt nicht in Sicht sei. Besonders gravierend ist die Lage in der Chemieindustrie und bei den Autobauern, während der Arbeitgeberverband Gesamtmetall meldet, dass sich die Metall- und Elektroindustrie seit drei Jahren ununterbrochen im Rezessionsbereich befindet – die längste Negativphase seit den frühen 1990er-Jahren.

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  5. 05

    Nvidia übertrifft Markterwartungen mit 85 Prozent Umsatzwachstum

    n-tv Wirtschaft

    Der Chipkonzern Nvidia hat im abgelaufenen Quartal seinen Umsatz um 85 Prozent auf 81,6 Milliarden Dollar gesteigert und damit alle Markterwartungen übertroffen, angetrieben vor allem durch die nahezu verdoppelten Erlöse im Rechenzentrumssegment auf 75,2 Milliarden Dollar. Für das laufende Quartal peilt das mit rund 5,5 Billionen Dollar wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt einen Umsatz von 91 Milliarden Dollar an. Trotz der starken Zahlen reagierte die Nvidia-Aktie im nachbörslichen Handel nur verhalten mit einem Plus von etwa einem Prozent, da Analysten zunehmend die Frage stellen, ob das Unternehmen seine hohen Wachstumsraten auch in den Jahren 2027 und 2028 aufrechterhalten kann.

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  6. 06

    Wall Street erholt sich dank KI-Euphorie – Nvidia im Fokus der Anleger

    n-tv Wirtschaft

    Die US-Börsen haben sich zur Wochenmitte eindrucksvoll von den Verlusten der Vortage erholt, angetrieben von Spekulationen auf starke Quartalszahlen des Chipkonzerns Nvidia, der als wichtigster Gradmesser für den KI-Boom gilt. Analysten erwarten laut einer FactSet-Umfrage einen Umsatzanstieg von 79 Prozent auf 79 Milliarden Dollar, während Chipaktien wie AMD und Intel Kursgewinne von bis zu 8 Prozent verzeichneten. Zusätzlichen Rückenwind lieferten deutlich fallende Ölpreise sowie eine vorläufige Einigung zwischen EU-Unterhändlern zur Abschaffung einiger Einfuhrzölle, was den Dow Jones um 1,3 Prozent und den Nasdaq um bis zu 1,7 Prozent steigen ließ.

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  7. 07

    Wachsender KI-Widerstand in den USA beeinflusst Wahlkampf und Rechenzentrum-Bau

    n-tv Wirtschaft

    In den USA wächst der gesellschaftliche Widerstand gegen Künstliche Intelligenz: Prominente Tech-Vertreter wie Ex-Google-Chef Eric Schmidt werden bei öffentlichen Auftritten ausgebuht, während Politiker von Bernie Sanders bis Ron DeSantis Regulierungsforderungen erheben und selbst konservative Kreise um Steve Bannon eine staatliche Genehmigungspflicht für neue KI-Sprachmodelle verlangen. Laut einer Pew-Umfrage überwiegt bei 50 Prozent der US-Amerikaner die Sorge vor KI, und 74 Prozent fordern stärkere staatliche Regulierung. Besonders konkret zeigt sich der Widerstand beim Bau von Rechenzentren: Im Jahr 2025 wurden laut der NGO Data Center Watch 48 Bauprojekte mit einem Investitionsvolumen von 156 Milliarden Dollar gestoppt, und das Thema entwickelt sich zu einem zentralen Streitpunkt im Vorfeld der US-Zwischenwahlen im November.

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  8. 08

    Bundestag billigt Bahn-Neubaustrecken – Finanzierung bleibt ungeklärt

    n-tv Wirtschaft

    Der Bundestag hat grünes Licht für die weitere Planung mehrerer milliardenschwerer Schieneninfrastrukturprojekte gegeben, darunter eine Neubaustrecke von Dresden zur tschechischen Grenze mit einem 30 Kilometer langen Erzgebirge-Tunnel, eine Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Augsburg und Ulm sowie den Ausbau der Marschbahn nach Sylt. Die Gesamtkosten der Projekte belaufen sich auf mehrere Milliarden Euro, wobei allein die Strecke Augsburg–Ulm mindestens 8,2 Milliarden Euro kosten soll. Die Finanzierung ist jedoch noch nicht gesichert, da das Bundesverkehrsministerium für den Ausbau des Schienennetzes in den kommenden Jahren erhebliche Haushaltslücken einräumt und noch an einer Lösung arbeitet.

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  9. 09

    SpaceX testet neue Starship-Version erfolgreich – kurz vor geplantem Rekord-Börsengang

    n-tv Wirtschaft

    SpaceX hat einen weitgehend erfolgreichen Testflug der neuen, 124 Meter hohen Starship-V3-Rakete vom Stützpunkt in Texas durchgeführt, bei dem die obere Stufe planmäßig im Indischen Ozean landete. Lediglich die kontrollierte Rückkehr des Boosters misslang, da dieser unkontrolliert in den Golf von Mexiko stürzte. Der Testflug kommt zu einem strategisch wichtigen Zeitpunkt, da SpaceX mit einem angestrebten Börsenwert von rund zwei Billionen Dollar und erhofften Erlösen von bis zu 80 Milliarden Dollar den größten Börsengang der Geschichte plant.

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  10. 10

    Dax legt an Christi Himmelfahrt kräftig zu – US-China-Gipfel und Tech-Aktien als Treiber

    n-tv Wirtschaft

    Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete am Feiertag Christi Himmelfahrt deutliche Gewinne: Der Dax stieg um 1,3 Prozent auf 24.456 Punkte, angetrieben von der Hoffnung, dass das Gipfeltreffen zwischen den USA und China zur Stabilisierung der geopolitischen Lage im Nahen Osten beitragen könnte. Besonders gefragt waren Tech-Werte wie Infineon und Aixtron, die um bis zu 7,2 Prozent zulegten, während Siemens nach einem positiven JPMorgan-Kommentar um 2,6 Prozent anzog. An der Wall Street sorgten starke Quartalszahlen von Cisco Systems für ein Kursfeuerwerk von über 16 Prozent, während der Zahlungsdienstleister Klarna mit einem Umsatzsprung von 44 Prozent und der Rückkehr in die Gewinnzone überzeugte.

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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute schauen wir auf eine Wirtschaftslage, die von echten Widersprüchen geprägt ist. Auf der einen Seite gibt es an den Börsen Aufbruchsstimmung, Tech-Euphorie und starke Quartalszahlen. Auf der anderen Seite senden die reale Wirtschaft und die Geldpolitik deutlich ernstere Signale. Fangen wir damit an, was gerade den größten Druck auf die Wirtschaft ausübt. Die EZB steht vor einer schwierigen Entscheidung. EZB-Direktorin Isabel Schnabel hat sich klar für eine Leitzinserhöhung auf der Ratssitzung am 11. Juni ausgesprochen. Der Grund: Die Inflation im Euroraum liegt bei 3,0 Prozent, also deutlich über dem Zielwert von 2,0 Prozent. Und der Iran-Krieg macht die Lage nicht einfacher. Der damit verbundene Ölpreisschock hat Lieferketten und Energieinfrastruktur beschädigt, und Schnabel ist überzeugt: Selbst wenn der Krieg morgen enden würde, bräuchte es trotzdem eine geldpolitische Reaktion. Für Deutschland bedeutet das: Die EU-Kommission hat die Wachstumsprognose bereits auf 0,6 Prozent halbiert. Eine Rezession erwartet Schnabel zwar nicht, aber das Wachstum bleibt hauchdünn. Und steigende Zinsen in einem solchen Umfeld sind natürlich eine zusätzliche Belastung für Unternehmen und Verbraucher. Dass die deutsche Wirtschaft unter Druck steht, zeigen auch die aktuellen Zahlen vom ifo Institut. Die Exporterwartungen sind im Mai deutlich gefallen, auf minus 5,5 Punkte nach minus 1,2 Punkten im April. Besonders die Automobilindustrie und die Metallindustrie rechnen mit weniger Auslandsgeschäft. Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser nennt die anhaltende geopolitische Unsicherheit als Hauptgrund. Das ist ein wichtiges Signal, denn Deutschland lebt vom Export. Wenn die Unternehmen selbst nicht mehr daran glauben, dass ihre Produkte im Ausland gefragt sein werden, dann ist das kein gutes Zeichen für die kommenden Quartale. Ähnlich gemischt sieht es am Arbeitsmarkt aus. Das ifo-Beschäftigungsbarometer ist im Mai auf 93,9 Punkte gestiegen, den höchsten Stand seit zehn Monaten. Klingt erstmal gut. Aber ifo-Chefstatistiker Klaus Wohlrabe dämpft die Erwartungen sofort: Die Unternehmen planen weiterhin zurückhaltend, eine echte Erholung am Arbeitsmarkt ist nicht in Sicht. Besonders alarmierend ist die Lage in der Chemieindustrie und bei den Autobauern. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall meldet, dass die Metall- und Elektroindustrie seit drei Jahren ununterbrochen im Rezessionsbereich steckt. Drei Jahre. Das ist die längste Negativphase seit den frühen 1990er-Jahren. Das zeigt, wie tief die strukturellen Probleme in Teilen der deutschen Industrie sitzen. Und da kommt die EU mit einem Plan, der auf den ersten Blick ambitioniert klingt, aber viele Fragen aufwirft. Die EU-Kommission will mit einem sogenannten Industrie-Beschleunigungsgesetz den Industrieanteil an der Gesamtwirtschaft bis 2035 von 14 auf 20 Prozent steigern. Das klingt nach einem klaren Bekenntnis zur Industrie. Aber der Commerzbank-Chefvolkswirt sagt offen: Dieses Ziel ist nur durch staatlichen Zwang erreichbar. Der sinkende Industrieanteil in westlichen Ländern ist nämlich kein Versagen, sondern ein natürlicher Prozess. Wenn Wohlstand steigt, fragen Menschen mehr Dienstleistungen nach. Und Industrie wird durch technischen Fortschritt immer produktiver, braucht also weniger Beschäftigte für dieselbe Leistung. Das Gesetz sieht Mindestanteile europäischer Wertschöpfung bei öffentlichen Aufträgen vor und will ausländische Investitionen einschränken. Das erhöht Kosten, schafft Bürokratie und könnte am Ende der Industrie selbst schaden. Ein gut gemeinter Plan mit zweifelhafter Wirkung. Kommen wir zu den Märkten, und da ist die Stimmung eine ganz andere. Nvidia hat Zahlen geliefert, die beeindrucken. 85 Prozent Umsatzwachstum auf 81,6 Milliarden Dollar in einem einzigen Quartal. Das Rechenzentrumsgeschäft hat sich dabei fast verdoppelt. Für das laufende Quartal peilt Nvidia 91 Milliarden Dollar an. Das Unternehmen ist mit rund 5,5 Billionen Dollar das wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt. Und trotzdem reagierte die Aktie nach den Zahlen nur mit einem Plus von etwa einem Prozent. Das sagt viel über die Erwartungshaltung aus: Die Messlatte liegt so hoch, dass selbst Rekordergebnisse die Anleger kaum noch überraschen. Die eigentliche Frage, die Analysten stellen, ist: Kann Nvidia dieses Wachstumstempo auch 2027 und 2028 halten? Das ist offen. Vor den Zahlen hatte die Nvidia-Erwartung aber bereits die Börsen angeheizt. Die Wall Street erholte sich kräftig, der Nasdaq stieg um bis zu 1,7 Prozent, Chipaktien wie AMD und Intel legten bis zu 8 Prozent zu. Auch der Dax profitierte, stieg am Feiertag Christi Himmelfahrt um 1,3 Prozent auf über 24.000 Punkte. Tech-Werte wie Infineon und Aixtron zogen deutlich an, Siemens ebenfalls. Zusätzlich sorgten fallende Ölpreise und eine Annäherung zwischen den USA und China für gute Stimmung. Doch der KI-Boom hat auch eine andere Seite, die man nicht ignorieren sollte. In den USA wächst der gesellschaftliche Widerstand gegen Künstliche Intelligenz spürbar. Laut einer aktuellen Pew-Umfrage überwiegen bei 50 Prozent der Amerikaner die Sorgen vor KI, und 74 Prozent wollen stärkere staatliche Regulierung. Das ist keine Randmeinung mehr. Prominente Tech-Vertreter werden bei öffentlichen Auftritten ausgebuht, und Politiker von ganz links bis ganz rechts fordern Einschränkungen. Besonders konkret wird das beim Bau von Rechenzentren: Im Jahr 2025 wurden laut der NGO Data Center Watch 48 Bauprojekte mit einem Investitionsvolumen von 156 Milliarden Dollar gestoppt. Das ist kein kleines Problem für eine Industrie, die auf massiven Ausbau setzt. Und das Thema entwickelt sich zu einem echten Wahlkampfthema vor den US-Zwischenwahlen im November. Noch ein Blick auf zwei weitere Meldungen, die zeigen, wie groß die Ambitionen gerade sind und wie offen die Fragen nach der Finanzierung bleiben. SpaceX hat einen weitgehend erfolgreichen Testflug der neuen Starship-V3-Rakete absolviert. Die obere Stufe landete planmäßig im Indischen Ozean, der Booster stürzte allerdings unkontrolliert ins Meer. Strategisch kommt der Test zu einem wichtigen Zeitpunkt, denn SpaceX plant den größten Börsengang der Geschichte mit einem angestrebten Unternehmenswert von rund zwei Billionen Dollar. Ob das gelingt, hängt auch davon ab, wie verlässlich die Technik in den kommenden Monaten funktioniert. Und in Deutschland hat der Bundestag grünes Licht für mehrere milliardenschwere Bahnprojekte gegeben, darunter eine Neubaustrecke von Dresden zur tschechischen Grenze mit einem 30 Kilometer langen Tunnel durchs Erzgebirge sowie eine Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Augsburg und Ulm, die allein mindestens 8,2 Milliarden Euro kosten soll. Das klingt nach einem klaren Bekenntnis zur Infrastruktur. Nur: Die Finanzierung ist noch nicht gesichert. Das Bundesverkehrsministerium räumt selbst erhebliche Haushaltslücken ein. Planung ja, Geld noch offen. Was bleibt also als Gesamtbild? Wir sehen eine Wirtschaft, die an mehreren Fronten gleichzeitig kämpft. Die Inflation zwingt die EZB zu höheren Zinsen, genau dann, wenn die deutsche Industrie am schwächsten ist. Die Exporterwartungen sinken, der Arbeitsmarkt erholt sich kaum, und die Politik sucht nach Antworten, die manchmal mehr Fragen aufwerfen als lösen. Gleichzeitig boomt die KI-Welt an den Börsen, aber auch dort wächst der Gegenwind. Das ist das Bild dieser Tage: Euphorie und Ernüchterung, dicht nebeneinander. Heute haben wir über steigende Zinsen, schwache Exporterwartungen, den Arbeitsmarkt in der Krise, den Nvidia-Boom und den wachsenden KI-Widerstand gesprochen, dazu über Bahnprojekte ohne gesicherte Finanzierung und SpaceX kurz vor dem Rekord-Börsengang. Morgen schauen wir wieder auf das, was die Wirtschaft bewegt. Bis dann.

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