SpaceX-Absturz, Jobangst in der Autoindustrie und Dax im Nahost-Schock (16.07.2026)
SpaceX-Aktie unter Ausgabepreis, 726.000 gefährdete Jobs in der Autoindustrie und ein Dax-Rutsch wegen Nahost: Wir bringen Sie auf den neuesten Stand der Wirtschaft – plus Bürokratieabbau, Chinas Yuan und ein Münchner KI-Coup mit 55 Millionen Dollar.
In dieser Folge
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SpaceX-Aktie fällt einen Monat nach Börsengang unter Ausgabepreis
n-tv WirtschaftRund einen Monat nach ihrem gefeierten Börsendebüt ist die Aktie von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX unter den Ausgabepreis von 135 Dollar gefallen und notierte zuletzt bei etwa 133 Dollar, nachdem sie zwischenzeitlich auf 225 Dollar gestiegen war. Der Börsengang hatte SpaceX mit einem Erlös von 75 Milliarden Dollar zum größten IPO der Geschichte gemacht und Musk zum ersten Billionär der Welt. Die Bewertung basiert dabei weniger auf den aktuellen Geschäftszahlen, die 2025 einen Verlust von fast fünf Milliarden Dollar bei rund 18,7 Milliarden Dollar Umsatz auswiesen, als auf Hoffnungen auf künftige Erfolge etwa im Bereich künstliche Intelligenz und weltraumbasierte Rechenzentren.
Original - 02
Studie warnt vor Verlust von bis zu 726.000 Jobs in Europas Autoindustrie
n-tv WirtschaftLaut einer Studie des Fraunhofer-Instituts im Auftrag von Gesamtmetall droht der europäischen Autoproduktion bis 2040 der Verlust von bis zu 726.000 Arbeitsplätzen, wobei bereits bis 2030 mit 375.000 und bis 2035 mit 660.000 wegfallenden Stellen gerechnet wird. Hauptgrund ist der Umstieg auf Elektromobilität, da E-Autos weniger komplex sind und weniger Teile benötigen, wodurch vor allem Zulieferer betroffen sind. Experten warnen, dass Europa ohne Gegenmaßnahmen dauerhaft von Drittstaaten bei Schlüsseltechnologien abhängig werden könnte, während neue Jobs durch schlechte Standortbedingungen eher im Ausland entstehen.
Original - 03
DIW-Ökonomin: Verteidigungsausgaben können Produktivität langfristig steigern
FAZ WirtschaftDie DIW-Ökonomin Geraldine Dany-Knedlik erläutert im Interview, dass der kurzfristige fiskalische Multiplikator staatlicher Verteidigungsausgaben in Deutschland oft mit nur 0,5 angesetzt wird, dieser Wert angesichts nicht ausgelasteter Kapazitäten aber eher zu niedrig sei. Entscheidender seien die langfristigen Effekte über militärische Forschung, da staatliche Forschungsausgaben laut Studien private Forschungsinvestitionen anregen und so dauerhaft die Produktivität heben, wie historische Beispiele wie Internet oder GPS zeigen. Deutschland liege mit rund 0,05 Prozent des BIP für militärische Forschung jedoch weit unter dem US-Niveau, weshalb hier noch erhebliches Potenzial für positive Effekte bestehe, während sich eine „Sicherheitsdividende“ durch geringere Risikoprämien wissenschaftlich bisher kaum genau beziffern lasse.
Original - 04
Wirtschaftsfaktor Umweltschutz: 1,9 % weniger Umsatz im Jahr 2024
Statistisches BundesamtDie Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleitungssektors haben im Jahr 2024 in Deutschland 117,5 Milliarden Euro Umsatz mit Gütern und Leistungen für den Umweltschutz erwirtschaftet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 1,9 %. Damit ist seit sechs Jahren erstmals ein Rückgang der Umsätze mit Gütern und Leistungen für den Umweltschutz zu verzeichnen.
Original - 05
Morgan Stanley steigert Gewinn dank M&A-Boom deutlich
Manager MagazinMorgan Stanley hat im zweiten Quartal von einem florierenden Fusions- und Übernahmegeschäft sowie starkem Handel profitiert und den Nettogewinn um 58 Prozent auf 5,58 Milliarden Dollar gesteigert. Die Erlöse im Investmentbanking kletterten auf 2,44 Milliarden Dollar, unter anderem durch Beratungsmandate wie die Übernahme von Caesars Entertainment und den Börsengang von SpaceX. Zusätzlich sorgten geopolitische Spannungen und Unsicherheit über die Zinspolitik der US-Notenbank für rege Handelsaktivität, wodurch die Erträge im Aktienhandel um mehr als 69 Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar zulegten.
Original - 06
Chinas Währung wertet auf – Folgen für deutsche Wirtschaft umstritten
TagesschauDer chinesische Yuan hat gegenüber dem Euro innerhalb eines Jahres um acht Prozent aufgewertet, wird aber laut Experten weiterhin als unterbewertet eingeschätzt. Bundeskanzler Merz kritisiert eine künstlich niedrig gehaltene Währung als Wettbewerbsvorteil für China und fordert Verhandlungen mit Peking, während Ökonomen wie Jürgen Matthes Ausgleichszölle als Mittel für fairen Wettbewerb vorschlagen. Beobachter halten es jedoch für unwahrscheinlich, dass China einer von außen gesteuerten Aufwertung zustimmt, da der Export weiterhin zentrale Stütze der chinesischen Wirtschaft bleibt.
Original - 07
Bürokratieabbau der Bundesregierung: Viel Symbolik, wenig Entlastung
n-tv WirtschaftDie schwarz-rote Koalition feiert ihre jüngsten Beschlüsse zum Bürokratieabbau, etwa den Wegfall von Prüfplaketten für Kaffeemaschinen oder Umweltplaketten für Elektroautos, als Erfolg mit angeblich über zehn Milliarden Euro Entlastung. Ein Kommentator kritisiert diese Bilanz jedoch als Augenwischerei, da die Summen im Verhältnis zur deutschen Wirtschaftsleistung verschwindend gering seien und zudem Zusatzkosten etwa durch das neue Heizungsgesetz nicht eingerechnet würden. Zugleich würden Bürger und Unternehmen durch steigende Sozialversicherungsbeiträge, insbesondere die geplante Rentenreform mit über 30 Milliarden Euro Mehrbelastung, netto stärker belastet als durch den Bürokratieabbau entlastet.
Original - 08
Eurozone rutscht wegen steigender Energiepreise ins Handelsdefizit
n-tv WirtschaftDie Eurozone verzeichnete im Mai laut Eurostat ein Handelsdefizit von 7,8 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahresmonat noch ein Überschuss von 15 Milliarden Euro erzielt worden war – Hauptursache sind steigende Energiepreise infolge von Lieferunterbrechungen durch den Nahost-Konflikt sowie geringere Überschüsse bei Maschinen, Fahrzeugen und Chemieerzeugnissen. Parallel dazu meldete der Chemieverband VCI für Deutschland ein schwaches erstes Halbjahr mit sinkender Produktion und rückläufigen Investitionen, während an den Aktienmärkten die Übernahme von Delivery Hero durch Uber für rund 12,7 Milliarden Euro sowie ein Rekordgewinn von TSMC für positive Impulse sorgten. Der Dax startete angesichts anhaltender US-Iran-Spannungen nahezu unverändert bei rund 25.000 Punkten in den Handelstag.
Original - 09
Dax rutscht unter 25.000-Punkte-Marke im Zeichen von Nahost-Konflikt
HandelsblattDer deutsche Leitindex kämpft weiterhin um die psychologisch wichtige 25.000-Punkte-Marke und liegt am Donnerstagmittag bei rund 24.848 Punkten, 0,6 Prozent im Minus. Grund für die anhaltende Unsicherheit sind die eskalierenden Angriffe zwischen den USA und dem Iran im Nahen Osten, wobei Analysten trotz der Spannungen weiterhin von einer baldigen Wiederaufnahme von Verhandlungen ausgehen. Zusätzlich richten Anleger den Blick auf US-Konjunkturdaten wie Einzelhandelsumsätze und Inflationsentwicklung sowie auf anstehende Quartalszahlen von Netflix und anderen US-Unternehmen.
Original - 10
MicroAGI: Münchner Start-up sichert sich 55 Millionen Dollar für Robotertraining
Manager MagazinDas Münchner Start-up MicroAGI hat eine Finanzierungsrunde über 55 Millionen Dollar abgeschlossen, um seine Technologie zum Training von Robotern weiterzuentwickeln. An der Spitze des Unternehmens stehen CEO Bercan Kilic und CTO Nico Nußbaum. Weitere Details zu Investoren und Geschäftsmodell sind aufgrund der Paywall des Originalartikels nicht öffentlich zugänglich.
Original
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SpaceX-Aktie fällt einen Monat nach Börsengang unter Ausgabepreis
n-tv WirtschaftRund einen Monat nach ihrem gefeierten Börsendebüt ist die Aktie von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX unter den Ausgabepreis von 135 Dollar gefallen und notierte zuletzt bei etwa 133 Dollar, nachdem sie zwischenzeitlich auf 225 Dollar gestiegen war. Der Börsengang hatte SpaceX mit einem Erlös von 75 Milliarden Dollar zum größten IPO der Geschichte gemacht und Musk zum ersten Billionär der Welt. Die Bewertung basiert dabei weniger auf den aktuellen Geschäftszahlen, die 2025 einen Verlust von fast fünf Milliarden Dollar bei rund 18,7 Milliarden Dollar Umsatz auswiesen, als auf Hoffnungen auf künftige Erfolge etwa im Bereich künstliche Intelligenz und weltraumbasierte Rechenzentren.
Original - 02
Studie warnt vor Verlust von bis zu 726.000 Jobs in Europas Autoindustrie
n-tv WirtschaftLaut einer Studie des Fraunhofer-Instituts im Auftrag von Gesamtmetall droht der europäischen Autoproduktion bis 2040 der Verlust von bis zu 726.000 Arbeitsplätzen, wobei bereits bis 2030 mit 375.000 und bis 2035 mit 660.000 wegfallenden Stellen gerechnet wird. Hauptgrund ist der Umstieg auf Elektromobilität, da E-Autos weniger komplex sind und weniger Teile benötigen, wodurch vor allem Zulieferer betroffen sind. Experten warnen, dass Europa ohne Gegenmaßnahmen dauerhaft von Drittstaaten bei Schlüsseltechnologien abhängig werden könnte, während neue Jobs durch schlechte Standortbedingungen eher im Ausland entstehen.
Original - 03
DIW-Ökonomin: Verteidigungsausgaben können Produktivität langfristig steigern
FAZ WirtschaftDie DIW-Ökonomin Geraldine Dany-Knedlik erläutert im Interview, dass der kurzfristige fiskalische Multiplikator staatlicher Verteidigungsausgaben in Deutschland oft mit nur 0,5 angesetzt wird, dieser Wert angesichts nicht ausgelasteter Kapazitäten aber eher zu niedrig sei. Entscheidender seien die langfristigen Effekte über militärische Forschung, da staatliche Forschungsausgaben laut Studien private Forschungsinvestitionen anregen und so dauerhaft die Produktivität heben, wie historische Beispiele wie Internet oder GPS zeigen. Deutschland liege mit rund 0,05 Prozent des BIP für militärische Forschung jedoch weit unter dem US-Niveau, weshalb hier noch erhebliches Potenzial für positive Effekte bestehe, während sich eine „Sicherheitsdividende“ durch geringere Risikoprämien wissenschaftlich bisher kaum genau beziffern lasse.
Original - 04
Wirtschaftsfaktor Umweltschutz: 1,9 % weniger Umsatz im Jahr 2024
Statistisches BundesamtDie Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleitungssektors haben im Jahr 2024 in Deutschland 117,5 Milliarden Euro Umsatz mit Gütern und Leistungen für den Umweltschutz erwirtschaftet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 1,9 %. Damit ist seit sechs Jahren erstmals ein Rückgang der Umsätze mit Gütern und Leistungen für den Umweltschutz zu verzeichnen.
Original - 05
Morgan Stanley steigert Gewinn dank M&A-Boom deutlich
Manager MagazinMorgan Stanley hat im zweiten Quartal von einem florierenden Fusions- und Übernahmegeschäft sowie starkem Handel profitiert und den Nettogewinn um 58 Prozent auf 5,58 Milliarden Dollar gesteigert. Die Erlöse im Investmentbanking kletterten auf 2,44 Milliarden Dollar, unter anderem durch Beratungsmandate wie die Übernahme von Caesars Entertainment und den Börsengang von SpaceX. Zusätzlich sorgten geopolitische Spannungen und Unsicherheit über die Zinspolitik der US-Notenbank für rege Handelsaktivität, wodurch die Erträge im Aktienhandel um mehr als 69 Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar zulegten.
Original - 06
Chinas Währung wertet auf – Folgen für deutsche Wirtschaft umstritten
TagesschauDer chinesische Yuan hat gegenüber dem Euro innerhalb eines Jahres um acht Prozent aufgewertet, wird aber laut Experten weiterhin als unterbewertet eingeschätzt. Bundeskanzler Merz kritisiert eine künstlich niedrig gehaltene Währung als Wettbewerbsvorteil für China und fordert Verhandlungen mit Peking, während Ökonomen wie Jürgen Matthes Ausgleichszölle als Mittel für fairen Wettbewerb vorschlagen. Beobachter halten es jedoch für unwahrscheinlich, dass China einer von außen gesteuerten Aufwertung zustimmt, da der Export weiterhin zentrale Stütze der chinesischen Wirtschaft bleibt.
Original - 07
Bürokratieabbau der Bundesregierung: Viel Symbolik, wenig Entlastung
n-tv WirtschaftDie schwarz-rote Koalition feiert ihre jüngsten Beschlüsse zum Bürokratieabbau, etwa den Wegfall von Prüfplaketten für Kaffeemaschinen oder Umweltplaketten für Elektroautos, als Erfolg mit angeblich über zehn Milliarden Euro Entlastung. Ein Kommentator kritisiert diese Bilanz jedoch als Augenwischerei, da die Summen im Verhältnis zur deutschen Wirtschaftsleistung verschwindend gering seien und zudem Zusatzkosten etwa durch das neue Heizungsgesetz nicht eingerechnet würden. Zugleich würden Bürger und Unternehmen durch steigende Sozialversicherungsbeiträge, insbesondere die geplante Rentenreform mit über 30 Milliarden Euro Mehrbelastung, netto stärker belastet als durch den Bürokratieabbau entlastet.
Original - 08
Eurozone rutscht wegen steigender Energiepreise ins Handelsdefizit
n-tv WirtschaftDie Eurozone verzeichnete im Mai laut Eurostat ein Handelsdefizit von 7,8 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahresmonat noch ein Überschuss von 15 Milliarden Euro erzielt worden war – Hauptursache sind steigende Energiepreise infolge von Lieferunterbrechungen durch den Nahost-Konflikt sowie geringere Überschüsse bei Maschinen, Fahrzeugen und Chemieerzeugnissen. Parallel dazu meldete der Chemieverband VCI für Deutschland ein schwaches erstes Halbjahr mit sinkender Produktion und rückläufigen Investitionen, während an den Aktienmärkten die Übernahme von Delivery Hero durch Uber für rund 12,7 Milliarden Euro sowie ein Rekordgewinn von TSMC für positive Impulse sorgten. Der Dax startete angesichts anhaltender US-Iran-Spannungen nahezu unverändert bei rund 25.000 Punkten in den Handelstag.
Original - 09
Dax rutscht unter 25.000-Punkte-Marke im Zeichen von Nahost-Konflikt
HandelsblattDer deutsche Leitindex kämpft weiterhin um die psychologisch wichtige 25.000-Punkte-Marke und liegt am Donnerstagmittag bei rund 24.848 Punkten, 0,6 Prozent im Minus. Grund für die anhaltende Unsicherheit sind die eskalierenden Angriffe zwischen den USA und dem Iran im Nahen Osten, wobei Analysten trotz der Spannungen weiterhin von einer baldigen Wiederaufnahme von Verhandlungen ausgehen. Zusätzlich richten Anleger den Blick auf US-Konjunkturdaten wie Einzelhandelsumsätze und Inflationsentwicklung sowie auf anstehende Quartalszahlen von Netflix und anderen US-Unternehmen.
Original - 10
MicroAGI: Münchner Start-up sichert sich 55 Millionen Dollar für Robotertraining
Manager MagazinDas Münchner Start-up MicroAGI hat eine Finanzierungsrunde über 55 Millionen Dollar abgeschlossen, um seine Technologie zum Training von Robotern weiterzuentwickeln. An der Spitze des Unternehmens stehen CEO Bercan Kilic und CTO Nico Nußbaum. Weitere Details zu Investoren und Geschäftsmodell sind aufgrund der Paywall des Originalartikels nicht öffentlich zugänglich.
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Häufige Fragen
Warum ist die SpaceX-Aktie einen Monat nach dem Börsengang unter den Ausgabepreis gefallen?
Die Aktie notierte zuletzt bei rund 133 Dollar und damit unter dem Ausgabepreis von 135 Dollar, nachdem sie zwischenzeitlich auf 225 Dollar gestiegen war. Die hohe Bewertung basiert weniger auf aktuellen Geschäftszahlen – 2025 stand einem Umsatz von 18,7 Milliarden Dollar ein Verlust von fast fünf Milliarden Dollar gegenüber – als auf Zukunftshoffnungen in Bereichen wie KI und weltraumbasierte Rechenzentren.
Wie viele Arbeitsplätze sind in Europas Autoindustrie durch die Elektromobilität gefährdet?
Laut einer Fraunhofer-Studie im Auftrag von Gesamtmetall drohen bis 2040 bis zu 726.000 Jobverluste, mit Zwischenschritten von 375.000 bis 2030 und 660.000 bis 2035. Hauptursache ist der Umstieg auf E-Autos, die weniger komplex sind und weniger Teile benötigen, was vor allem Zulieferer trifft.
Können Verteidigungsausgaben die Produktivität einer Volkswirtschaft langfristig steigern?
DIW-Ökonomin Geraldine Dany-Knedlik zufolge regen staatliche Forschungsausgaben im Militärbereich private Forschungsinvestitionen an und heben so langfristig die Produktivität, wie historische Beispiele wie Internet oder GPS zeigen. Deutschland liegt mit rund 0,05 Prozent des BIP für militärische Forschung jedoch weit unter dem US-Niveau, weshalb hier noch erhebliches ungenutztes Potenzial besteht.
Wie hat sich der Umsatz mit Umweltschutzgütern in Deutschland 2024 entwickelt?
Laut Destatis erwirtschafteten Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors 2024 rund 117,5 Milliarden Euro Umsatz mit Umweltschutzgütern und -leistungen, was einem Rückgang von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies ist der erste Umsatzrückgang in diesem Bereich seit sechs Jahren.
Warum konnte Morgan Stanley im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnsprung verzeichnen?
Die Bank steigerte ihren Nettogewinn um 58 Prozent auf 5,58 Milliarden Dollar, getragen von einem florierenden M&A-Geschäft mit Mandaten wie der Caesars-Übernahme und dem SpaceX-Börsengang. Zusätzlich sorgten geopolitische Spannungen und Zins-Unsicherheit für regen Handel, wodurch die Aktienhandelserträge um über 69 Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar zulegten.
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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Heute schauen wir auf ein ziemlich vollgepacktes Wirtschaftspanorama, das von den Finanzmärkten über die Autoindustrie bis hin zur Frage reicht, was Bürokratieabbau in Deutschland wirklich bringt. Fangen wir mit den Märkten an, denn dort ist gerade einiges los. Der Dax kämpft aktuell mit der 25.000-Punkte-Marke und ist zuletzt sogar leicht darunter gerutscht, auf etwa 24.848 Punkte. Der Grund dafür liegt vor allem im Nahen Osten. Die Angriffe zwischen den USA und dem Iran sorgen für Nervosität an den Börsen, auch wenn viele Analysten weiterhin davon ausgehen, dass es bald wieder Verhandlungen geben könnte. Gleichzeitig blicken Investoren auf wichtige US-Daten wie Einzelhandelsumsätze und Inflationszahlen, die in den kommenden Tagen weitere Hinweise liefern dürften, wie es an den Märkten weitergeht. Diese geopolitische Unsicherheit hat übrigens auch ganz reale wirtschaftliche Folgen, und zwar nicht nur an der Börse. Die Eurozone ist im Mai in ein Handelsdefizit von 7,8 Milliarden Euro gerutscht. Im Vergleich dazu, im Vorjahresmonat gab es noch einen Überschuss von 15 Milliarden Euro. Das ist ein deutlicher Umschwung, und er hat vor allem mit steigenden Energiepreisen zu tun, die durch Lieferunterbrechungen im Zuge des Nahost-Konflikts entstanden sind. Auch die Überschüsse bei Maschinen, Fahrzeugen und Chemieerzeugnissen sind kleiner geworden. Das passt leider ins Bild, denn der deutsche Chemieverband VCI meldet für das erste Halbjahr ebenfalls schwächere Zahlen, mit sinkender Produktion und weniger Investitionen. Auf der positiven Seite gab es aber auch Lichtblicke: Die Übernahme von Delivery Hero durch Uber für rund 12,7 Milliarden Euro und ein Rekordgewinn beim taiwanischen Chiphersteller TSMC haben für etwas Auftrieb gesorgt. Insgesamt zeigt sich hier ein Muster, das wir in den letzten Monaten öfter gesehen haben. Geopolitische Risiken bremsen die europäische Wirtschaft, während einzelne Unternehmen und Sektoren trotzdem gute Geschäfte machen. Ein gutes Beispiel dafür ist Morgan Stanley. Die US-Bank hat im zweiten Quartal ihren Nettogewinn um satte 58 Prozent auf 5,58 Milliarden Dollar gesteigert. Der Treiber dahinter ist ein regelrechter Boom bei Fusionen und Übernahmen sowie ein sehr lebhafter Handel. Die Erlöse im Investmentbanking kletterten auf 2,44 Milliarden Dollar, unter anderem dank Beratungsmandaten wie der Übernahme von Caesars Entertainment und dem Börsengang von SpaceX. Auch im Aktienhandel ging es kräftig nach oben, um mehr als 69 Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar. Interessant ist hier die Erklärung dahinter: Gerade die Unsicherheit über die Zinspolitik der US-Notenbank und geopolitische Spannungen sorgen für mehr Handelsaktivität. Was für die einen ein Risiko ist, ist für Banken wie Morgan Stanley offenbar ein gutes Geschäft. Und weil wir gerade bei SpaceX waren, das Unternehmen selbst hat inzwischen eine deutlich schwierigere Phase erreicht. Rund einen Monat nach dem gefeierten Börsendebüt ist die Aktie unter den Ausgabepreis von 135 Dollar gefallen und notiert nun bei etwa 133 Dollar. Zwischenzeitlich war der Kurs sogar auf 225 Dollar gestiegen. Zur Erinnerung: Der Börsengang hatte SpaceX einen Erlös von 75 Milliarden Dollar gebracht und war damit der größte IPO der Geschichte. Elon Musk wurde dadurch zum ersten Billionär der Welt. Doch die aktuellen Geschäftszahlen zeichnen ein anderes Bild. Im Jahr 2025 stand ein Verlust von fast fünf Milliarden Dollar bei einem Umsatz von rund 18,7 Milliarden Dollar. Die hohe Bewertung stützt sich also weniger auf das laufende Geschäft, sondern vor allem auf Erwartungen an künftige Erfolge, etwa im Bereich künstliche Intelligenz und weltraumbasierte Rechenzentren. Das zeigt ganz gut, wie stark manche Marktbewertungen aktuell von Zukunftshoffnungen getragen werden statt von aktuellen Zahlen. Ganz andere, aber ebenfalls zukunftsgerichtete Fragen stellen sich in der deutschen und europäischen Autoindustrie. Eine Studie des Fraunhofer-Instituts im Auftrag von Gesamtmetall warnt, dass bis 2040 bis zu 726.000 Arbeitsplätze in der europäischen Autoproduktion wegfallen könnten. Schon bis 2030 könnten es 375.000 Stellen sein, bis 2035 sogar 660.000. Der Haupttreiber ist der Umstieg auf Elektromobilität. E-Autos sind schlicht weniger komplex und brauchen weniger Teile, was vor allem die Zulieferer trifft. Die Experten warnen zudem, dass Europa ohne Gegenmaßnahmen dauerhaft von Drittstaaten bei wichtigen Zukunftstechnologien abhängig werden könnte. Neue Jobs entstehen zwar auch, aber eben oft im Ausland, weil die Standortbedingungen hier nicht mithalten können. Das ist ein Thema, das uns in den kommenden Jahren sicher noch intensiv begleiten wird. Bleiben wir bei Zukunftsinvestitionen, aber aus einem etwas ungewöhnlicheren Blickwinkel. Die DIW-Ökonomin Geraldine Dany-Knedlik hat sich im Interview mit den langfristigen Effekten von Verteidigungsausgaben beschäftigt. Ihr Punkt ist, dass der kurzfristige wirtschaftliche Effekt solcher Ausgaben in Deutschland oft zu niedrig angesetzt wird, gerade weil es noch ungenutzte Kapazitäten gibt. Viel interessanter seien aber die langfristigen Effekte über militärische Forschung. Historische Beispiele wie Internet oder GPS zeigen, dass staatliche Forschungsausgaben private Investitionen anregen und so die Produktivität einer ganzen Volkswirtschaft dauerhaft steigern können. Deutschland gibt aktuell nur etwa 0,05 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für militärische Forschung aus, deutlich weniger als die USA. Das heißt, hier gäbe es theoretisch noch erhebliches Potenzial. Wie groß der zusätzliche Effekt durch mehr Sicherheit und geringere Risikoprämien wäre, lässt sich wissenschaftlich aber bisher kaum genau beziffern. Ein Thema, das ebenfalls mit langfristigen Trends zu tun hat, kommt vom Statistischen Bundesamt. Der Umweltschutz als Wirtschaftsfaktor hat 2024 einen Umsatz von 117,5 Milliarden Euro erzielt, das ist aber ein Rückgang von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit gibt es erstmals seit sechs Jahren wieder einen Rückgang bei Umsätzen mit Gütern und Leistungen für den Umweltschutz. Das ist ein interessantes Signal, weil es zeigt, dass auch grüne Zukunftsbranchen nicht automatisch immer weiterwachsen, sondern ebenfalls von der allgemeinen Konjunkturlage abhängig sind. Schauen wir noch kurz nach China, denn dort bewegt sich etwas Grundlegendes. Der chinesische Yuan hat gegenüber dem Euro innerhalb eines Jahres um acht Prozent aufgewertet. Trotzdem gilt die Währung laut Experten weiterhin als unterbewertet. Bundeskanzler Merz hat das als Wettbewerbsvorteil für China kritisiert und Verhandlungen mit Peking gefordert. Ökonomen wie Jürgen Matthes bringen sogar Ausgleichszölle ins Spiel, um fairen Wettbewerb herzustellen. Ob China da mitspielt, ist aber fraglich, denn der Export bleibt für die chinesische Wirtschaft ein zentraler Stabilitätsfaktor, den man dort ungern von außen antasten lässt. Zum Schluss noch ein Blick nach innen, auf die deutsche Wirtschaftspolitik. Die Bundesregierung feiert ihre jüngsten Bürokratieabbau-Maßnahmen, etwa den Wegfall von Prüfplaketten für Kaffeemaschinen, als großen Erfolg mit angeblich über zehn Milliarden Euro Entlastung. Kritiker sehen das allerdings deutlich nüchterner. Im Verhältnis zur gesamten deutschen Wirtschaftsleistung seien diese Summen eher symbolisch, zumal Zusatzkosten etwa durch das Heizungsgesetz gar nicht eingerechnet werden. Gleichzeitig belasten steigende Sozialversicherungsbeiträge, vor allem durch die geplante Rentenreform mit über 30 Milliarden Euro Mehrkosten, Bürger und Unternehmen am Ende deutlich stärker, als der Bürokratieabbau sie entlastet. Und weil es nicht nur um große Konzerne und Politik geht, zum Abschluss noch eine kleine, aber spannende Meldung aus der Start-up-Welt. Das Münchner Unternehmen MicroAGI hat sich 55 Millionen Dollar gesichert, um seine Technologie zum Training von Robotern weiterzuentwickeln. An der Spitze stehen CEO Bercan Kilic und CTO Nico Nußbaum. Es zeigt, dass auch abseits der ganz großen Schlagzeilen in Deutschland weiterhin kräftig in Zukunftstechnologien investiert wird. Damit haben wir heute einen ziemlich weiten Bogen gespannt, von wackelnden Börsenkursen über den Strukturwandel in der Autoindustrie bis hin zu Fragen, wie viel Bürokratieabbau am Ende wirklich bringt. Die Highlights waren sicher der Dämpfer bei SpaceX, die alarmierende Job-Studie für die Autobranche und der ernüchternde Blick auf die deutsche Bürokratiebilanz. Danke, dass ihr zugehört habt. Morgen gibt es wieder frische Einordnungen aus der Wirtschaftswelt, bis dahin, macht's gut.
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