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Wirtschaft im Fokus
Folge 4117.07.20268:52 KI-vertont

Inflation, Zölle und Hitzekosten: Wirtschaft unter Druck (17.07.2026)

Inflation lässt nach, doch die EZB steckt im Dilemma: Von Wall-Street-Ausverkauf über Trumps Brasilien-Zoll bis zu Ubers Milliarden-Deal für Delivery Hero – plus Hitzewelle, Klimapolitik und Xis KI-Ambitionen.

Themen

In dieser Folge

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  1. 01

    Konjunktur: Hoher Inflationsdruck im Euroraum lässt etwas nach: „EZB steckt im Dilemma“

    Handelsblatt

    Die Jahres-Teuerungsrate ging im Juni auf 2,8 Prozent zurück, wie neue Eurostat-Berechnungen ergeben. Im Mai war die Inflationsrate im Zuge des Energiepreisschocks noch auf 3,2 Prozent gestiegen.

    Original
  2. 02

    Tech-Ausverkauf und Ölpreissorgen belasten Wall Street

    n-tv Wirtschaft

    Trotz starker Quartalszahlen von TSMC und ASML setzte sich an der Wall Street ein Ausverkauf bei Technologiewerten fort, da Anleger zunehmend an der Nachhaltigkeit des KI-Hypes zweifeln und die anhaltenden Spannungen im Iran-Konflikt die Stimmung belasten. Besonders Speicherchiphersteller wie Western Digital und Micron verzeichneten deutliche Kursverluste, während Netflix trotz gestiegener Umsätze mit seinem schwachen Ausblick enttäuschte. United Airlines geriet unter Druck, weil das Unternehmen wegen des gestiegenen Ölpreises mit zusätzlichen Treibstoffkosten von fast sechs Milliarden Dollar rechnet, während Abbott und UnitedHealth mit angehobenen Gewinnprognosen positiv überraschten.

    Original
  3. 03

    EU-Emissionshandel vor der Reform: Klimaschutz zwischen Wirkung und Wettbewerbsdruck

    Zeit Wirtschaft

    Angesichts extremer Hitzewellen und Warnungen von Konzernen wie BASF und Thyssenkrupp vor Produktionsverlagerungen steht der europäische Emissionshandel (ETS) vor einer Reform, die die EU-Kommission vorlegen will. Seit 2005 senkte das System die Emissionen der erfassten Branchen um 51 Prozent, doch für energieintensive Industrien wird die Reduktion zunehmend teuer, da kostenlose Zertifikate auslaufen und grüne Alternativen wie Wasserstoff noch nicht ausreichend verfügbar sind. Da die EU nur für rund sechs Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich ist, bleibt fraglich, welchen globalen Klimaeffekt strengere europäische Regeln haben können, solange große Emittenten wie China, die USA und Indien nicht in vergleichbarem Maße nachziehen.

    Original
  4. 04

    USA verhängen 25-Prozent-Zoll auf brasilianische Importe

    Zeit Wirtschaft

    Die US-Regierung führt ab dem kommenden Mittwoch einen Importzoll von 25 Prozent auf Waren aus Brasilien ein, wobei sensible Güter wie Erdöl, Rindfleisch, Kaffee und bestimmte Flugzeugteile ausgenommen bleiben. Als Begründung nennt Washington angeblich unfaire Handelspraktiken, Handelsvorteile für Indien und Mexiko sowie Hemmnisse für US-Techkonzerne und die Abholzung des Regenwaldes. Brasilien wies die Vorwürfe entschieden zurück, kündigte Gegenmaßnahmen nach seinem Gegenseitigkeitsgesetz an und will den Fall vor die Welthandelsorganisation bringen.

    Original
  5. 05

    Uber übernimmt Delivery Hero für 13 Milliarden Euro

    n-tv Wirtschaft

    Uber greift für 13 Milliarden Euro nach dem Berliner Lieferdienst Delivery Hero und bietet den Aktionären 41,50 Euro pro Aktie, wodurch der US-Konzern zum größten Essenslieferdienst außerhalb Chinas aufsteigt. Experten werten den Deal angesichts einstiger Pandemie-Höchststände als Schnäppchen und verweisen auf die starke globale Präsenz von Delivery Hero in Asien und im Nahen Osten als Kaufgrund. Um politische und kartellrechtliche Bedenken zu zerstreuen, sichert Uber den Berliner Hauptsitz und die Belegschaft bis 2029 zu, während Delivery Hero sich in 14 Ländern von Konkurrenzgeschäften mit Uber Eats trennt.

    Original
  6. 06

    DGB-Chefin Fahimi fordert Ausfallgeld für Hitzetage

    n-tv Wirtschaft

    DGB-Chefin Yasmin Fahimi verlangt angesichts zunehmender Hitzewellen ein staatlich abgesichertes Ausfallgeld für Beschäftigte und Arbeitgeber, da witterungsbedingte Arbeitsausfälle künftig häufiger würden. Eine DGB-Umfrage unter 4000 Beschäftigten zeigt, dass sich mehr als jeder Dritte durch Hitze am Arbeitsplatz stark belastet fühlt, besonders bei Arbeit im Freien, unter Zeitdruck oder bei körperlich schwerer Tätigkeit. Fahimi warnt vor Produktionseinbrüchen und Unfällen durch Hitze, die die Wirtschaft täglich 431 Millionen Euro kosten, und fordert eine ganzheitliche Hitzeschutzstrategie mit Maßnahmen wie Verschattung, Getränken und lockererer Kleiderordnung.

    Original
  7. 07

    Hitzewelle im Juni kostete deutsche Wirtschaft über sechs Milliarden Euro

    n-tv Wirtschaft

    Die extreme Hitzeperiode im Juni mit Temperaturen um 40 Grad hat die deutsche Wirtschaft laut einer Prognos-Analyse mindestens 6,3 Milliarden Euro gekostet, wie das Handelsblatt berichtet. Den größten Anteil trug das verarbeitende Gewerbe mit rund 1,9 Milliarden Euro, gefolgt vom Gesundheits- und Sozialwesen sowie dem Handel, wobei 97 Prozent der Schäden auf sinkende Produktivität der Beschäftigten zurückgehen und nicht auf Maschinenausfälle. Experten warnen, dass diese Summe eher eine Untergrenze darstellt, da weitere Kosten wie höhere Energiepreise noch nicht berücksichtigt sind, und sehen darin ein Warnsignal für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

    Original
  8. 08

    EU-Kommission plant Reform des Emissionshandels

    FAZ Wirtschaft

    Die EU-Kommission schlägt eine Reform des europäischen Emissionshandelssystems (ETS) vor, um die Industrie angesichts hoher Energiepreise und internationaler Konkurrenz zu entlasten, ohne die Klimaziele bis 2040 aus den Augen zu verlieren. Im Fokus stehen dabei das Tempo der jährlichen Verknappung von CO2-Zertifikaten, die Regeln für kostenlose Zuteilungen an energieintensive Branchen wie Chemie und Stahl sowie mögliche Anpassungen der Marktstabilitätsreserve und eine Ausweitung auf Bereiche wie Flug-, Seeverkehr oder Müllverbrennung. Während Industrieverbände und Länder wie Polen auf Lockerungen drängen, um Werksschließungen zu verhindern, fordern Umweltschützer sowie nordeuropäische Staaten und Teile des EU-Parlaments ein Festhalten an strengen Vorgaben, um Klimaschutz und Investitionssicherheit für Vorreiterunternehmen nicht zu gefährden.

    Original
  9. 09

    Künstliche Intelligenz: Xi will die Welt mit KI aus China versorgen und gründet Allianz zur Regulierung

    Handelsblatt

    China gründet mit 29 Ländern eine Organisation zur Kooperation bei Künstlicher Intelligenz – und fordert damit die technologische Vorherrschaft der USA heraus.

    Original
  10. 10

    Siemens Energy plant Umbau: Umbenennung, Sparten-Trennung und Namenswechsel zu Omterra

    Manager Magazin

    Trotz Bestellrekorden bei Gasturbinen und Transformatoren sowie eines starken Aktienkurses stellt CEO Christian Bruch den Dax-Konzern Siemens Energy vor tiefgreifende Veränderungen. Der Konzern will sich noch in diesem Jahr in „Omterra“ umbenennen, um jährliche Lizenzgebühren von rund 300 Millionen Euro an die frühere Mutter Siemens AG einzusparen, während gleichzeitig mindestens eine der vier Sparten aus dem strategischen Fokus fallen könnte. Intern wachsen zudem Sorgen über eine mögliche KI-Blase, während Bruch die Marge weiter steigern und stärker vom globalen Stromhunger profitieren will.

    Original
FAQ

Häufige Fragen

Warum steckt die EZB laut aktuellen Inflationsdaten in einem Dilemma?

Die Jahres-Teuerungsrate im Euroraum sank im Juni auf 2,8 Prozent, nachdem sie im Mai wegen des Energiepreisschocks noch auf 3,2 Prozent gestiegen war. Die EZB muss nun abwägen, ob sie trotz noch erhöhter Inflation die Zinsen weiter anpasst, ohne die konjunkturelle Erholung zu gefährden.

Warum kam es an der Wall Street zu einem Ausverkauf bei Technologiewerten?

Trotz starker Quartalszahlen von TSMC und ASML zweifeln Anleger zunehmend an der Nachhaltigkeit des KI-Hypes, während der Iran-Konflikt zusätzlich die Stimmung belastet. Besonders Speicherchiphersteller wie Western Digital und Micron verzeichneten deutliche Kursverluste, ebenso enttäuschte Netflix mit einem schwachen Ausblick.

Welche Reform steht dem EU-Emissionshandel bevor und warum ist sie umstritten?

Die EU-Kommission will das ETS-System reformieren, da energieintensive Industrien wie BASF und Thyssenkrupp vor Produktionsverlagerungen warnen, weil kostenlose Zertifikate auslaufen und grüne Alternativen wie Wasserstoff fehlen. Da die EU nur für rund sechs Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich ist, bleibt der globale Klimaeffekt strengerer Regeln fraglich, solange große Emittenten wie China, USA und Indien nicht nachziehen.

Was hat die USA zur Einführung eines 25-Prozent-Zolls auf brasilianische Importe bewogen?

Washington begründet den ab Mittwoch geltenden Zoll mit angeblich unfairen Handelspraktiken, Handelsvorteilen für Indien und Mexiko sowie Hemmnissen für US-Techkonzerne und der Regenwaldabholzung. Sensible Güter wie Erdöl, Rindfleisch, Kaffee und bestimmte Flugzeugteile sind ausgenommen, während Brasilien die Vorwürfe zurückweist und Gegenmaßnahmen sowie eine WTO-Klage ankündigt.

Welche Bedingungen sichert Uber bei der Übernahme von Delivery Hero zu?

Uber bietet 41,50 Euro pro Aktie für insgesamt 13 Milliarden Euro und wird damit zum größten Essenslieferdienst außerhalb Chinas. Um politische und kartellrechtliche Bedenken zu zerstreuen, sichert der Konzern den Berliner Hauptsitz und die Belegschaft bis 2029 zu, während Delivery Hero sich in 14 Ländern von Konkurrenzgeschäften mit Uber Eats trennt.

Vollständiges Transkript

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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Heute haben wir ein ziemlich buntes Programm für euch, von der Inflation über die Hitzewelle bis hin zu einem Milliarden-Deal in der Lieferdienst-Branche. Legen wir direkt los. Starten wir mit den guten Nachrichten von der Preisfront. Die Inflation im Euroraum hat im Juni tatsächlich nachgelassen. Nach Zahlen von Eurostat liegt die Teuerungsrate jetzt bei 2,8 Prozent, im Mai waren es noch 3,2 Prozent. Der Grund dafür war vor allem der Energiepreisschock, der sich jetzt langsam wieder beruhigt. Das klingt erstmal nach Entspannung, aber die Situation bleibt kompliziert. Die EZB steckt nämlich in einem echten Dilemma. Einerseits will man die Zinsen nicht zu früh senken, um die Inflation nicht wieder anzufachen. Andererseits bremsen hohe Zinsen die Konjunktur, die ohnehin schon schwächelt. Es bleibt also ein Balanceakt, und wir werden in den kommenden Monaten sehen, wie die Notenbank darauf reagiert. An den Finanzmärkten war die Stimmung dagegen deutlich angespannter. An der Wall Street gab es einen regelrechten Ausverkauf bei Technologiewerten. Und das, obwohl Unternehmen wie TSMC und ASML eigentlich starke Quartalszahlen vorgelegt haben. Aber die Anleger werden zunehmend nervös, was den ganzen KI-Boom angeht. Die Frage, ob sich die enormen Investitionen in künstliche Intelligenz wirklich auszahlen, wird lauter. Dazu kommen noch die Spannungen im Iran-Konflikt, die den Ölpreis nach oben treiben. Besonders hart getroffen hat es Speicherchip-Hersteller wie Western Digital und Micron, die deutliche Kursverluste hinnehmen mussten. Auch Netflix konnte trotz guter Umsätze nicht überzeugen, weil der Ausblick die Anleger enttäuschte. United Airlines wiederum kämpft mit den gestiegenen Spritkosten, die sich auf fast sechs Milliarden Dollar summieren sollen. Positiver sah es bei Abbott und UnitedHealth aus, die ihre Gewinnprognosen anheben konnten. Insgesamt zeigt sich hier ein Markt, der zwischen Techeuphorie und handfesten geopolitischen Sorgen hin und her schwankt. Ein Thema, das uns länger begleiten wird, ist die Reform des europäischen Emissionshandels. Die EU-Kommission will hier ran, und zwar aus gutem Grund. Seit 2005 hat das System die Emissionen in den erfassten Branchen immerhin um 51 Prozent gesenkt. Das klingt nach einem Erfolg, aber für energieintensive Industrien wie Chemie oder Stahl wird es zunehmend teuer. Die kostenlosen Zertifikate laufen aus, und grüne Alternativen wie Wasserstoff sind schlicht noch nicht in ausreichender Menge verfügbar. Konzerne wie BASF und Thyssenkrupp warnen bereits offen vor Produktionsverlagerungen ins Ausland. Die Kommission steht also vor einer echten Zwickmühle. Auf der einen Seite drängen Industrieverbände und Länder wie Polen auf Lockerungen, um Werksschließungen zu verhindern. Auf der anderen Seite fordern Umweltverbände und nordeuropäische Staaten, an den strengen Vorgaben festzuhalten, damit sich Investitionen in klimafreundliche Technologien auch weiterhin lohnen. Spannend ist dabei auch die globale Perspektive. Die EU ist nur für rund sechs Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Das wirft die berechtigte Frage auf, wie viel strengere europäische Regeln am Ende wirklich fürs globale Klima bringen, wenn große Player wie China, die USA und Indien nicht in ähnlichem Tempo nachziehen. Handelspolitisch wird es unterdessen wieder unruhiger. Die USA verhängen ab Mittwoch einen Importzoll von 25 Prozent auf Waren aus Brasilien. Ausgenommen sind sensible Güter wie Erdöl, Rindfleisch, Kaffee und bestimmte Flugzeugteile. Washington begründet das mit angeblich unfairen Handelspraktiken und Vorteilen, die Indien und Mexiko genießen würden, außerdem mit Hemmnissen für US-Techkonzerne und der Abholzung des Regenwaldes. Brasilien weist das entschieden zurück, kündigt Gegenmaßnahmen an und will vor die Welthandelsorganisation ziehen. Solche Zollstreitigkeiten sind für die Weltwirtschaft nie eine gute Nachricht, weil sie Lieferketten verkomplizieren und am Ende oft die Verbraucher die Kosten tragen. Ein echter Paukenschlag kommt aus der Lieferdienst-Branche. Uber übernimmt den Berliner Lieferdienst Delivery Hero für satte 13 Milliarden Euro, das sind 41,50 Euro pro Aktie. Damit steigt Uber zum größten Essenslieferdienst außerhalb Chinas auf. Experten sehen den Deal angesichts der einstigen Pandemie-Höchststände sogar als echtes Schnäppchen. Reizvoll ist vor allem die starke Präsenz von Delivery Hero in Asien und im Nahen Osten. Damit kartellrechtliche und politische Bedenken erst gar nicht aufkommen, sichert Uber den Berliner Hauptsitz und die Arbeitsplätze bis 2029 zu. Gleichzeitig trennt sich Delivery Hero in 14 Ländern vom Konkurrenzgeschäft mit Uber Eats. Ein Deal, der zeigt, wie sehr sich die Plattformökonomie gerade neu sortiert. Kommen wir zu einem Thema, das uns diesen Sommer wohl noch öfter begegnen wird, nämlich die Auswirkungen der Hitze auf die Wirtschaft. Die extreme Hitzeperiode im Juni mit Temperaturen um 40 Grad hat laut einer Prognos-Analyse mindestens 6,3 Milliarden Euro gekostet. Am stärksten betroffen war das verarbeitende Gewerbe mit rund 1,9 Milliarden Euro, gefolgt vom Gesundheitswesen und dem Handel. Interessant dabei ist, dass 97 Prozent der Schäden nicht auf kaputte Maschinen zurückgehen, sondern schlicht auf die sinkende Produktivität der Beschäftigten. Und diese Summe ist eher eine Untergrenze, weitere Kosten wie höhere Energiepreise sind da noch gar nicht eingerechnet. Passend dazu meldet sich auch DGB-Chefin Yasmin Fahimi zu Wort. Sie fordert ein staatlich abgesichertes Ausfallgeld für Beschäftigte und Arbeitgeber, wenn Hitze die Arbeit unmöglich macht. Eine Umfrage des DGB unter 4000 Beschäftigten zeigt, dass sich mehr als jeder Dritte durch Hitze am Arbeitsplatz stark belastet fühlt, besonders wer im Freien, unter Zeitdruck oder körperlich schwer arbeitet. Fahimi warnt vor Produktionseinbrüchen und mehr Unfällen und fordert eine ganzheitliche Hitzeschutzstrategie, mit Verschattung, ausreichend Getränken und einer lockereren Kleiderordnung. Man merkt, das Thema Klimaanpassung ist längst auch ein handfestes Wirtschaftsthema geworden, nicht nur eine Umweltfrage. Werfen wir noch einen Blick nach China. Dort hat Präsident Xi Jinping mit 29 Ländern eine neue Organisation zur Kooperation bei künstlicher Intelligenz gegründet. Damit positioniert sich China ganz bewusst als Gegenpol zur technologischen Vorherrschaft der USA und will eigene Standards für die globale KI-Regulierung setzen. Ein Schritt, der zeigt, dass der Wettlauf um die Führungsrolle bei KI längst nicht nur eine Frage der Technologie ist, sondern auch der geopolitischen Einflussnahme. Zum Abschluss noch ein Blick auf einen deutschen Konzern im Umbau. Siemens Energy plant offenbar einen ziemlich großen Schritt. Der Dax-Konzern will sich noch in diesem Jahr in Omterra umbenennen. Der Hintergrund ist finanziell ziemlich pragmatisch, mit dem neuen Namen könnte man jährliche Lizenzgebühren von rund 300 Millionen Euro sparen, die bisher an die frühere Mutter Siemens AG fließen. Gleichzeitig steht mindestens eine der vier Sparten möglicherweise vor dem Verkauf oder der Abspaltung. Und das, obwohl das Unternehmen aktuell Bestellrekorde bei Gasturbinen und Transformatoren verzeichnet und der Aktienkurs stark läuft. Intern wachsen aber wohl auch Sorgen über eine mögliche KI-Blase, die die hohe Nachfrage nach Energieinfrastruktur langfristig beeinflussen könnte. So, das war unser Ritt durch die Wirtschaftsthemen von heute. Von einer leicht sinkenden Inflation über einen nervösen Technologiemarkt, eine anstehende Klimareform, neue Handelszölle, einen großen Übernahme-Deal bei den Lieferdiensten bis hin zu den handfesten wirtschaftlichen Folgen der Hitzewelle war einiges dabei. Ich hoffe, es war für euch spannend und verständlich aufbereitet. Vielen Dank fürs Zuhören, ich bin Leo, und wir hören uns morgen wieder bei Wirtschaft im Fokus. Bis dann.

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