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Wirtschaft im Fokus
Folge 4321.07.20268:45 KI-vertont

Chip-Kontrollen, AliExpress-Strafe und Dax-Achterbahn um die 25.000-Marke (21.07.2026)

Chinas Chip-Exportkontrollen, Rekordstrafe für AliExpress und ein neues Kartellverfahren gegen Bauchemie-Hersteller: Die EU zeigt Zähne. Dazu Streit um Mindestlohn, Solarförderung und ein abgebrochener Starship-Start – plus die Dax-Achterbahn des Tages.

Themen

In dieser Folge

10
  1. 01

    China erwägt strengere Exportkontrollen für KI-Technologie und Chips

    Handelsblatt

    Laut einem Bericht der Financial Times prüft China im Technologiewettstreit mit den USA schärfere Exportkontrollen für Künstliche Intelligenz und Halbleiter. Das chinesische Handelsministerium soll mit Unternehmen wie Alibaba, Bytedance und Zhipu über Beschränkungen beim Transfer zentraler Daten ins Ausland sowie über Hürden für ausländische Nutzer beim Herunterladen und Anpassen chinesischer KI-Modelle gesprochen haben. Der Zugang zu chinesischen KI-Diensten soll demnach zwar erhalten bleiben, aber künftig strengeren Auflagen unterliegen, während bereits im Juli erste Berichte über solche Gespräche kursierten, ohne dass es bislang eine offizielle Bestätigung Chinas gibt.

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  2. 02

    EU verhängt Rekordstrafe von 550 Millionen Euro gegen AliExpress

    n-tv Wirtschaft

    Die EU-Kommission hat gegen den chinesischen Online-Marktplatz AliExpress eine Rekordstrafe von 550 Millionen Euro verhängt, weil die Plattform nicht ausreichend gegen den Verkauf illegaler Produkte wie gefälschte Kleidung, unsicheres Kinderspielzeug und gefährliche Kosmetika vorgegangen sei. Laut Brüssel fehlt es AliExpress an Personal zur Kontrolle, zudem würden problematische Produkte teils sogar beworben, bevor sie entfernt werden. Das Verfahren stützt sich auf das Gesetz über digitale Dienste (DSA); AliExpress muss bis zum 20. Oktober einen Aktionsplan zur Nachbesserung vorlegen, andernfalls drohen weitere Strafen – zuvor war bereits Temu wegen ähnlicher Vorwürfe zu 200 Millionen Euro verurteilt worden.

    Original
  3. 03

    EU-Kommission eröffnet Kartellverfahren gegen Bauchemie-Hersteller

    FAZ Wirtschaft

    Die EU-Kommission hat ein Kartellverfahren gegen rund zwölf Hersteller von Bau-Chemikalien sowie drei nationale Branchenverbände in Deutschland, Frankreich und Spanien eröffnet, darunter deutsche Firmen wie Sika, Mapei und MC Bauchemie. Die Unternehmen sollen zwischen 2021 und 2022 Preiserhöhungen für chemische Zusatzstoffe für Zement, Beton und Mörtel abgesprochen haben, angeblich als Reaktion auf gestiegene Rohstoffkosten durch Pandemie und Ukraine-Krieg. Die Absprachen sollen im Vorfeld gemeinsamer Pressemitteilungen der Branchenverbände erfolgt sein, mit denen die Preiserhöhungen öffentlich gerechtfertigt werden sollten; den Unternehmen drohen nun Bußgelder von bis zu zehn Prozent ihres Jahresumsatzes.

    Original
  4. 04

    Lohnangleichung durch Mindestlohn: Fortschritt oder Belastung für Fachkräfte?

    FAZ Wirtschaft

    Seit 2018 sind die Bruttolöhne von Hilfskräften um 33 Prozent gestiegen, vor allem durch deutliche Erhöhungen des gesetzlichen Mindestlohns, während Hochqualifizierte im Schnitt nur 20 Prozent mehr verdienen. Der Kommentar kritisiert, dass die Koalition Fach- und Spitzenkräfte zusätzlich durch höhere Beitragsbemessungsgrenzen und verweigerte Steuerentlastungen belaste, was im Namen der „Fairness“ geschehe. Ob diese Entwicklung tatsächlich mehr Gerechtigkeit schafft, bleibe unklar, da die Statistik weder Beschäftigungseffekte bei Geringqualifizierten noch die Demotivation von Leistungsträgern erfasse – eine dynamische, wohlstandsfördernde Wirtschaft lasse sich so jedenfalls nicht erreichen.

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  5. 05

    Solarförderung: Kritik an Reiches Kurswechsel bei der Einspeisevergütung

    FAZ Wirtschaft

    Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche verlängert entgegen ursprünglicher Pläne die EEG-Förderung für privat erzeugten Solarstrom um drei weitere Jahre und gibt damit dem Druck ihrer Kritiker nach. Der Kommentar der FAZ hält die Begründung, es fehle an Direktvermarktern für den Solarstrom, für vorgeschoben, da sich neue Geschäftsmodelle ohnehin entwickeln würden und Solaranlagen mit Speicher schon jetzt wirtschaftlich seien. Kritisiert wird zudem, dass der Staat damit vor allem gut situierte Hausbesitzer weiter subventioniere, was die Akzeptanz der Energiewende gefährde.

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  6. 06

    SpaceX bricht Starship-Testflug kurz vor Start ab

    n-tv Wirtschaft

    Ein geplanter Testflug der Starship-Rakete von SpaceX wurde in letzter Sekunde abgebrochen, da mehrere Triebwerke nicht zündeten und ein automatischer Startstopp ausgelöst wurde. Elon Musk kündigte an, dass ein neuer Startversuch in einigen Tagen erfolgen soll; bei dem Test sollten Satelliten ausgesetzt und Verbesserungen am Hitzeschild überprüft werden. Das Starship-System, das größte je gebaute Raketensystem, soll künftig sowohl der Nasa für Mondmissionen als auch SpaceX für geplante Marsflüge dienen, nachdem frühere Testflüge bereits gemischte Ergebnisse gezeigt hatten.

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  7. 07

    Chinas Privatkreditblase droht zu platzen

    n-tv Wirtschaft

    Angesichts eines schwachen Arbeitsmarktes und einer anhaltenden Immobilienkrise erreichen die Zahlungsausfälle bei chinesischen Verbraucherkrediten ein Rekordhoch, während Peking die Bürger weiterhin zur Kreditaufnahme ermutigt, um den schwächelnden Konsum anzukurbeln. Der Gesamtbestand ausfallgefährdeter Privatkredite stieg im vergangenen Jahr um mehr als ein Fünftel auf 2,22 Billionen Yuan, wobei jeder zehnte erwachsene Chinese mit seinen Ratenzahlungen in Verzug geriet. Banken reagieren mit strengeren Vergaberichtlinien und Umschuldungen statt sofortiger Ausfallmeldungen, während Experten warnen, dass billigere Kredite ohne echtes Einkommenswachstum das Ausfallrisiko weiter verschärfen könnten.

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  8. 08

    E-Auto-Kaufprämie: Bisher gehen die meisten Förderfälle an Tesla-Käufer

    n-tv Wirtschaft

    Von der neuen staatlichen E-Auto-Kaufprämie der Bundesregierung, die je nach Einkommen und Familiengröße bis zu 6000 Euro betragen kann, wurden bis Ende Juni bereits knapp 54 Millionen Euro aus dem bis zu drei Milliarden Euro schweren Programm ausgezahlt. Nach Einzelmarken betrachtet profitierte Tesla mit 2086 bewilligten Förderfällen am stärksten, gefolgt von Skoda und Renault, während nach Konzernen die Volkswagen-Gruppe mit 2720 Fahrzeugen vor Stellantis führte. Das Bundesumweltministerium warnt jedoch davor, aus diesen frühen Zahlen bereits belastbare Rückschlüsse auf die Verteilung der Förderung über die gesamte Programmlaufzeit zu ziehen, da sie erst seit dem Start des Antragsportals am 19. Mai erfasst werden.

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  9. 09

    Der Börsen-Tag17:55 Dax rutscht unter psychologisch wichtige Marke

    n-tv Wirtschaft

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  10. 10

    Dax klettert im starken Endspurt zurück über 25.000 Punkte

    n-tv Wirtschaft

    Trotz anhaltender Unsicherheit im Nahost-Konflikt legte der Dax am Nachmittag deutlich zu und schloss 0,9 Prozent höher bei 25.118 Punkten, während sich die Ölpreise etwas beruhigten. Besonders Chipwerte wie Infineon, Siltronic und Aixtron profitierten von einem Bericht über einen möglichen chinesischen Zugang zu Nvidia-Chips, während Volkswagen wegen drohender Werksschließungen und Protesten an den Standorten unter Druck geriet. Zudem meldeten Renk und Rheinmetall einen erweiterten Rüstungsvertrag, Salzgitter übernahm die Stahlfirma HKM unter deutlichem Stellenabbau, und Pepsico übertraf mit zuckerfreien Getränken die Erwartungen der Analysten.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum erwägt China strengere Exportkontrollen für KI-Technologie und Chips?

China prüft laut Financial Times schärfere Kontrollen, um im Technologiewettstreit mit den USA den Transfer zentraler Daten und den Zugriff ausländischer Nutzer auf chinesische KI-Modelle stärker zu regulieren. Der Zugang zu chinesischen KI-Diensten soll dabei erhalten bleiben, aber strengeren Auflagen unterliegen.

Weshalb hat die EU-Kommission AliExpress mit 550 Millionen Euro Strafe belegt?

Die EU wirft AliExpress vor, nicht ausreichend gegen den Verkauf illegaler Produkte wie gefälschte Kleidung oder gefährliches Kinderspielzeug vorgegangen zu sein und diese teils sogar beworben zu haben. Das Verfahren stützt sich auf das Digital Services Act; bis 20. Oktober muss die Plattform einen Aktionsplan zur Nachbesserung vorlegen.

Was wird den Bauchemie-Herstellern im neuen EU-Kartellverfahren vorgeworfen?

Rund zwölf Hersteller wie Sika, Mapei und MC Bauchemie sowie drei Branchenverbände sollen zwischen 2021 und 2022 Preiserhöhungen für Zusatzstoffe für Zement, Beton und Mörtel abgesprochen haben. Die Absprachen erfolgten angeblich im Vorfeld gemeinsamer Pressemitteilungen zur Rechtfertigung der Preissteigerungen, weshalb Bußgelder von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes drohen.

Wie hat sich die Lohnentwicklung zwischen Hilfskräften und Fachkräften seit 2018 unterschieden?

Seit 2018 stiegen die Bruttolöhne von Hilfskräften um 33 Prozent, vor allem durch Mindestlohnerhöhungen, während Hochqualifizierte im Schnitt nur 20 Prozent mehr verdienten. Kritiker bemängeln, dass Fach- und Spitzenkräfte zusätzlich durch höhere Beitragsbemessungsgrenzen und ausbleibende Steuerentlastungen belastet werden.

Warum verlängert Wirtschaftsministerin Reiche die EEG-Förderung für Solarstrom entgegen ursprünglicher Pläne?

Reiche begründet die Verlängerung um drei Jahre mit fehlenden Direktvermarktern für privat erzeugten Solarstrom, gibt damit aber dem Druck ihrer Kritiker nach. Die FAZ kritisiert dies als vorgeschoben, da sich neue Geschäftsmodelle entwickeln würden und vor allem gut situierte Hausbesitzer weiter subventioniert würden.

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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Heute haben wir eine ganze Menge spannender Entwicklungen für euch, die zeigen, wie eng Technologie, Handel und Wirtschaftspolitik mittlerweile miteinander verwoben sind. Fangen wir gleich mit dem großen Thema an, das gerade viele Märkte bewegt: der Technologiewettstreit zwischen China und den USA. Laut einem Bericht der Financial Times, über den auch das Handelsblatt berichtet, denkt China darüber nach, seine Exportkontrollen für Künstliche Intelligenz und Halbleiter deutlich zu verschärfen. Das chinesische Handelsministerium soll bereits mit großen Playern wie Alibaba, Bytedance und Zhipu gesprochen haben. Es geht dabei vor allem darum, den Transfer wichtiger Daten ins Ausland einzuschränken und es ausländischen Nutzern schwerer zu machen, chinesische KI-Modelle herunterzuladen und anzupassen. Der Zugang zu den Diensten soll zwar grundsätzlich bestehen bleiben, aber unter strengeren Auflagen. Was bedeutet das für uns? Nun, es zeigt, dass sich der Kampf um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz weiter zuspitzt. China will offensichtlich verhindern, dass wichtiges Know-how ungehindert abfließt, während gleichzeitig der Zugang zu den eigenen Modellen als strategisches Instrument genutzt wird. Für europäische und amerikanische Unternehmen, die auf chinesische KI-Technologie setzen, könnte das in Zukunft zu echten Hürden werden. Bleiben wir gleich beim Thema China, aber wechseln wir die Perspektive: Die EU hat nämlich richtig hart durchgegriffen. Der chinesische Online-Marktplatz AliExpress wurde von der EU-Kommission mit einer Rekordstrafe von 550 Millionen Euro belegt. Der Vorwurf: Die Plattform ist nicht ausreichend gegen den Verkauf illegaler Produkte vorgegangen. Wir sprechen hier von gefälschter Kleidung, unsicherem Kinderspielzeug und gefährlichen Kosmetikprodukten. Brüssel wirft AliExpress vor, schlicht zu wenig Personal für die Kontrolle einzusetzen, und teilweise sollen problematische Produkte sogar noch beworben worden sein, bevor sie überhaupt entfernt wurden. Grundlage für das Verfahren ist das europäische Gesetz über digitale Dienste, kurz DSA. AliExpress muss jetzt bis zum 20. Oktober einen Plan vorlegen, wie das Unternehmen nachbessern will. Sonst drohen weitere Strafen. Zur Einordnung: Das ist nicht der erste Fall dieser Art. Schon Temu wurde wegen ähnlicher Vorwürfe zu 200 Millionen Euro verurteilt. Die EU zeigt hier ganz klar, dass sie bei großen chinesischen Online-Plattformen künftig konsequenter durchgreifen will, wenn es um Verbraucherschutz geht. Und die EU-Kommission war heute noch an einer weiteren Front aktiv. Es geht um ein neues Kartellverfahren, dieses Mal in der Baubranche. Rund zwölf Hersteller von Bau-Chemikalien stehen im Fokus, darunter bekannte deutsche Namen wie Sika, Mapei und MC Bauchemie. Der Vorwurf: Zwischen 2021 und 2022 sollen sich die Unternehmen bei Preiserhöhungen für chemische Zusatzstoffe für Zement, Beton und Mörtel abgesprochen haben. Offiziell wurde das damals mit gestiegenen Rohstoffkosten durch die Pandemie und den Ukraine-Krieg begründet. Die Kommission vermutet aber, dass im Vorfeld gemeinsamer Pressemitteilungen der Branchenverbände genau abgesprochen wurde, wie diese Preiserhöhungen öffentlich gerechtfertigt werden sollten. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohen den beteiligten Unternehmen Bußgelder von bis zu zehn Prozent ihres Jahresumsatzes. Das ist ein Betrag, der durchaus schmerzhaft werden kann und zeigt einmal mehr, wie genau die Kommission mittlerweile hinschaut, wenn es um koordiniertes Verhalten in wichtigen Industriezweigen geht. Kommen wir zu einem Thema, das uns alle direkt betrifft: den Löhnen hier in Deutschland. Seit 2018 sind die Bruttolöhne von Hilfskräften um satte 33 Prozent gestiegen, vor allem angetrieben durch die deutlichen Erhöhungen des gesetzlichen Mindestlohns. Im Vergleich dazu verdienen Hochqualifizierte im Schnitt nur 20 Prozent mehr. Auf den ersten Blick klingt das nach mehr Gerechtigkeit. Kritische Stimmen sehen das aber differenzierter. Der Punkt ist: Gleichzeitig werden Fach- und Spitzenkräfte zusätzlich belastet, etwa durch höhere Beitragsbemessungsgrenzen und ausbleibende Steuerentlastungen. Die eigentliche Frage, die dahintersteckt, ist: Führt diese Entwicklung tatsächlich zu mehr Fairness, oder schwächt sie am Ende die Motivation gerade jener Menschen, die mit ihrer Qualifikation wirtschaftliches Wachstum vorantreiben? Die reine Lohnstatistik zeigt eben nicht, was das für Beschäftigungseffekte bei Geringqualifizierten hat und wie sich die Stimmung bei Leistungsträgern entwickelt. Das ist ein Thema, das uns sicher noch länger beschäftigen wird. Auch bei der Energiepolitik gibt es interessante Bewegung. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat entschieden, die EEG-Förderung für privat erzeugten Solarstrom um drei weitere Jahre zu verlängern, obwohl ursprünglich ein anderer Kurs geplant war. Kritiker sehen das durchaus zwiespältig. Die offizielle Begründung, es fehle noch an ausreichenden Direktvermarktern für Solarstrom, wird von manchen als vorgeschoben bezeichnet, schließlich entwickeln sich neue Geschäftsmodelle ohnehin ständig weiter, und Solaranlagen mit Speicher sind schon heute wirtschaftlich attraktiv. Der eigentliche Kritikpunkt ist: Mit dieser Verlängerung subventioniert der Staat vor allem gut situierte Hausbesitzer weiter, was langfristig die Akzeptanz der gesamten Energiewende in der Bevölkerung gefährden könnte, wenn der Eindruck entsteht, dass hier vor allem eine bestimmte Gruppe bevorzugt wird. Werfen wir noch einen Blick über den Atlantik und dann auf die Finanzmärkte. SpaceX musste einen geplanten Testflug der Starship-Rakete kurz vor dem Start abbrechen, weil mehrere Triebwerke nicht zündeten. Elon Musk hat bereits angekündigt, dass ein neuer Versuch in wenigen Tagen folgen soll. Bei dem Test ging es unter anderem darum, Satelliten auszusetzen und Verbesserungen am Hitzeschild zu überprüfen. Starship ist immerhin das größte je gebaute Raketensystem und soll künftig sowohl bei Nasa-Mondmissionen als auch bei den geplanten Marsflügen von SpaceX zum Einsatz kommen. Und dann noch ein Blick nach China, der wirtschaftlich durchaus besorgniserregend ist. Die Zahlungsausfälle bei chinesischen Verbraucherkrediten erreichen ein Rekordhoch. Grund dafür sind ein schwacher Arbeitsmarkt und die anhaltende Immobilienkrise. Trotzdem ermuntert Peking die eigenen Bürger weiterhin zur Kreditaufnahme, um den lahmenden Konsum anzukurbeln. Der Bestand ausfallgefährdeter Privatkredite ist im vergangenen Jahr um mehr als ein Fünftel gestiegen, mittlerweile gerät jeder zehnte erwachsene Chinese mit seinen Ratenzahlungen in Verzug. Banken reagieren zwar mit strengeren Vergaberichtlinien, aber Experten warnen deutlich: Ohne echtes Einkommenswachstum verschärfen billigere Kredite das Risiko eher, als es zu lösen. Zum Schluss noch kurz zu unserer heimischen E-Auto-Förderung. Bei der neuen staatlichen Kaufprämie, die je nach Einkommen und Familiengröße bis zu 6000 Euro betragen kann, profitiert bislang vor allem Tesla am meisten von den bewilligten Förderfällen, gefolgt von Skoda und Renault. Betrachtet man die Konzerne, liegt die Volkswagen-Gruppe insgesamt vorne. Das Bundesumweltministerium warnt aber davor, aus diesen frühen Zahlen schon endgültige Schlüsse zu ziehen, da das Antragsportal erst seit Mai läuft. Und an der Börse ging es heute munter zu: Nach zwischenzeitlicher Schwäche kletterte der Dax im starken Endspurt zurück über die 25.000-Punkte-Marke und schloss 0,9 Prozent höher. Besonders Chipwerte wie Infineon profitierten von Spekulationen über einen möglichen chinesischen Zugang zu Nvidia-Chips, während Volkswagen wegen drohender Werksschließungen unter Druck stand. Insgesamt ein Tag mit vielen spannenden Verschiebungen: verschärfter Technologiewettstreit, eine harte Kartellpolitik der EU, Diskussionen um Lohngerechtigkeit und Energieförderung, und dazwischen ein Dax, der sich am Ende doch noch behauptet hat. Das war's für heute von mir. Danke, dass ihr zugehört habt. Morgen geht's weiter mit neuen Themen aus der Wirtschaftswelt. Bis dann, macht's gut!

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