Jobrückgang, Zinsflut und Zollboom: Wirtschaft zwischen Warnsignalen und Rekorden (18.08.2026)
Erwerbstätigkeit sinkt trotz Wachstum, Acatis erklärt die geplatzte DJE-Fusion, und der Dax rutscht nach Rekordserie ins Minus. Dazu: US-Schuldenwette, Trumps Zoll-Überraschung und Mercosur-Gewinner.
In dieser Folge
- 01
Erwerbstätigkeit in Deutschland sinkt trotz Wirtschaftswachstum
Zeit WirtschaftDie konjunkturelle Erholung in Deutschland spiegelt sich bislang nicht am Arbeitsmarkt wider. Im zweiten Quartal waren durchschnittlich 45,7 Millionen Menschen erwerbstätig, was einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum darstellt. Damit setzt sich der Trend fort, dass Wirtschaftswachstum nicht automatisch zu mehr Beschäftigung führt.
Original - 02
Acatis-Chefs erklären geplatzte Fusion mit Rivalen DJE
Manager MagazinDie erfahrenen Assetmanager Hendrik Leber und Thorsten Schrieber vom Fondshaus Acatis erläutern die Hintergründe der gescheiterten Fusion mit dem Konkurrenten DJE. Zudem äußern sie sich zur Entwicklung des KI-Booms, den sie bald für beendet halten, und erklären, wie sie ihr Unternehmen durch eine Phase von Kollaps, Konsolidierung und Übernahmen in der Branche steuern wollen.
Original - 03
Börse: Dax schließt mit Verlusten, Anthropic-Gerüchte stützen KI-Aktien wie Infineon oder Siemens Energy
Manager MagazinNeue Sorgen im Irankrieg lassen den Dax mit Verlusten schließen. Gerüchte über Umsatzzahlen von Anthropic sorgen hingegen für einen Aufschwung von KI-Aktien wie Infineon oder Siemens Energy. Auch an der Wall Street rücken Techunternehmen in den Fokus.
Original - 04
Baugenehmigungen legen so stark zu wie seit zehn Jahren nicht mehr
FAZ WirtschaftDer aktuelle Business-Ticker der FAZ meldet den stärksten Anstieg der Baugenehmigungen in Deutschland seit einem Jahrzehnt. Zudem wird berichtet, dass Google Daten von Spirit Airlines kauft, möglicherweise für das Training von KI-Modellen, während BASF wegen niedrigen Wasserstands im Rhein erste Anlagen drosseln muss. Der Antriebstechnikhersteller EBM-Papst wird für 5,1 Milliarden Euro an einen US-Konzern verkauft.
Original - 05
Dax notiert nach Rekordserie im Minus – Anleger halten sich zurück
HandelsblattNach mehreren Rekordständen zeigt sich der deutsche Aktienmarkt aktuell zurückhaltend, da sowohl Käufer als auch Verkäufer fehlen. Anleger befinden sich in einer Abwarte-Haltung, während frische Konjunkturdaten dennoch positive Impulse liefern.
Original - 06
Eine Billion Dollar Zinszahlungen im Jahr – die gefährliche Schuldenwette der USA
HandelsblattDie US-Regierung zahlt inzwischen täglich rund drei Milliarden Dollar an Zinsen, was sich auf über eine Billion Dollar im Jahr summiert. Zunehmend finanziert Washington seine Schulden über kurzfristige Anleihen, was die Abhängigkeit von schwankenden Zinssätzen erhöht und erhebliche Risiken für die Stabilität des globalen Finanzsystems birgt.
Original - 07
Trumps Zollpolitik befeuert US-Wirtschaft auf unerwartete Weise
HandelsblattDie Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump stützt tatsächlich die amerikanische Wirtschaft, wie er es versprochen hatte. Allerdings geschieht dies laut Analyst Jakob Blume auf eine völlig andere Art und Weise, als von Trump ursprünglich beabsichtigt. Die Zollpolitik löst damit eine kuriose Sonderkonjunktur in den USA aus.
Original - 08
CEOs küren Künstliche Intelligenz zur bedeutendsten Büroinnovation
Manager MagazinEine Umfrage unter Führungskräften zeigt, dass Künstliche Intelligenz als disruptivste Innovation der Gegenwart im Arbeitsleben gilt und frühere Erfindungen wie Elektrizität, Telefon oder Schreibmaschine in ihrer Bedeutung übertrifft. Die CEOs betonen damit die tiefgreifenden Veränderungen, die KI bereits jetzt für Büroalltag und Unternehmensprozesse mit sich bringt.
Original - 09
ZEW-Konjunkturbarometer steigt überraschend deutlich
HandelsblattDie Konjunkturerwartungen der vom ZEW befragten Finanzmarktexperten sind im aktuellen Barometer auf 34,2 Punkte gestiegen und haben damit die Erwartungen der Ökonomen, die lediglich mit rund 30 Punkten gerechnet hatten, deutlich übertroffen. Als Gründe für den unerwartet kräftigen Anstieg gelten gute Quartalszahlen von Unternehmen sowie ein starkes Exportgeschäft. Gleichzeitig wird jedoch das Niedrigwasser in schiffbaren Flüssen als zusätzliches Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung genannt.
Original - 10
Mercosur-Abkommen: Diese Aktien könnten profitieren
HandelsblattNach jahrzehntelangen Verhandlungen ist das Handelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten Lateinamerikas im Mai vorläufig in Kraft getreten. Dadurch sollen die Zölle zwischen den Regionen um bis zu 90 Prozent sinken, was den Handel deutlich erleichtern und ankurbeln könnte. Anleger sollten daher prüfen, welche europäischen Unternehmen und Branchen von den verbesserten Exportbedingungen nach Südamerika besonders profitieren dürften.
Original
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Erwerbstätigkeit in Deutschland sinkt trotz Wirtschaftswachstum
Zeit WirtschaftDie konjunkturelle Erholung in Deutschland spiegelt sich bislang nicht am Arbeitsmarkt wider. Im zweiten Quartal waren durchschnittlich 45,7 Millionen Menschen erwerbstätig, was einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum darstellt. Damit setzt sich der Trend fort, dass Wirtschaftswachstum nicht automatisch zu mehr Beschäftigung führt.
Original - 02
Acatis-Chefs erklären geplatzte Fusion mit Rivalen DJE
Manager MagazinDie erfahrenen Assetmanager Hendrik Leber und Thorsten Schrieber vom Fondshaus Acatis erläutern die Hintergründe der gescheiterten Fusion mit dem Konkurrenten DJE. Zudem äußern sie sich zur Entwicklung des KI-Booms, den sie bald für beendet halten, und erklären, wie sie ihr Unternehmen durch eine Phase von Kollaps, Konsolidierung und Übernahmen in der Branche steuern wollen.
Original - 03
Börse: Dax schließt mit Verlusten, Anthropic-Gerüchte stützen KI-Aktien wie Infineon oder Siemens Energy
Manager MagazinNeue Sorgen im Irankrieg lassen den Dax mit Verlusten schließen. Gerüchte über Umsatzzahlen von Anthropic sorgen hingegen für einen Aufschwung von KI-Aktien wie Infineon oder Siemens Energy. Auch an der Wall Street rücken Techunternehmen in den Fokus.
Original - 04
Baugenehmigungen legen so stark zu wie seit zehn Jahren nicht mehr
FAZ WirtschaftDer aktuelle Business-Ticker der FAZ meldet den stärksten Anstieg der Baugenehmigungen in Deutschland seit einem Jahrzehnt. Zudem wird berichtet, dass Google Daten von Spirit Airlines kauft, möglicherweise für das Training von KI-Modellen, während BASF wegen niedrigen Wasserstands im Rhein erste Anlagen drosseln muss. Der Antriebstechnikhersteller EBM-Papst wird für 5,1 Milliarden Euro an einen US-Konzern verkauft.
Original - 05
Dax notiert nach Rekordserie im Minus – Anleger halten sich zurück
HandelsblattNach mehreren Rekordständen zeigt sich der deutsche Aktienmarkt aktuell zurückhaltend, da sowohl Käufer als auch Verkäufer fehlen. Anleger befinden sich in einer Abwarte-Haltung, während frische Konjunkturdaten dennoch positive Impulse liefern.
Original - 06
Eine Billion Dollar Zinszahlungen im Jahr – die gefährliche Schuldenwette der USA
HandelsblattDie US-Regierung zahlt inzwischen täglich rund drei Milliarden Dollar an Zinsen, was sich auf über eine Billion Dollar im Jahr summiert. Zunehmend finanziert Washington seine Schulden über kurzfristige Anleihen, was die Abhängigkeit von schwankenden Zinssätzen erhöht und erhebliche Risiken für die Stabilität des globalen Finanzsystems birgt.
Original - 07
Trumps Zollpolitik befeuert US-Wirtschaft auf unerwartete Weise
HandelsblattDie Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump stützt tatsächlich die amerikanische Wirtschaft, wie er es versprochen hatte. Allerdings geschieht dies laut Analyst Jakob Blume auf eine völlig andere Art und Weise, als von Trump ursprünglich beabsichtigt. Die Zollpolitik löst damit eine kuriose Sonderkonjunktur in den USA aus.
Original - 08
CEOs küren Künstliche Intelligenz zur bedeutendsten Büroinnovation
Manager MagazinEine Umfrage unter Führungskräften zeigt, dass Künstliche Intelligenz als disruptivste Innovation der Gegenwart im Arbeitsleben gilt und frühere Erfindungen wie Elektrizität, Telefon oder Schreibmaschine in ihrer Bedeutung übertrifft. Die CEOs betonen damit die tiefgreifenden Veränderungen, die KI bereits jetzt für Büroalltag und Unternehmensprozesse mit sich bringt.
Original - 09
ZEW-Konjunkturbarometer steigt überraschend deutlich
HandelsblattDie Konjunkturerwartungen der vom ZEW befragten Finanzmarktexperten sind im aktuellen Barometer auf 34,2 Punkte gestiegen und haben damit die Erwartungen der Ökonomen, die lediglich mit rund 30 Punkten gerechnet hatten, deutlich übertroffen. Als Gründe für den unerwartet kräftigen Anstieg gelten gute Quartalszahlen von Unternehmen sowie ein starkes Exportgeschäft. Gleichzeitig wird jedoch das Niedrigwasser in schiffbaren Flüssen als zusätzliches Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung genannt.
Original - 10
Mercosur-Abkommen: Diese Aktien könnten profitieren
HandelsblattNach jahrzehntelangen Verhandlungen ist das Handelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten Lateinamerikas im Mai vorläufig in Kraft getreten. Dadurch sollen die Zölle zwischen den Regionen um bis zu 90 Prozent sinken, was den Handel deutlich erleichtern und ankurbeln könnte. Anleger sollten daher prüfen, welche europäischen Unternehmen und Branchen von den verbesserten Exportbedingungen nach Südamerika besonders profitieren dürften.
Original
Häufige Fragen
Warum sinkt die Erwerbstätigkeit in Deutschland trotz Wirtschaftswachstum?
Im zweiten Quartal waren durchschnittlich 45,7 Millionen Menschen erwerbstätig, leicht weniger als im Vorjahr. Dies zeigt, dass konjunkturelle Erholung derzeit nicht automatisch in mehr Beschäftigung übersetzt wird, was auf strukturelle Verschiebungen am Arbeitsmarkt hindeutet.
Warum ist die Fusion von Acatis und DJE gescheitert?
Die Acatis-Chefs Hendrik Leber und Thorsten Schrieber erläutern die Hintergründe des Scheiterns und ordnen sie in eine Branchenphase von Konsolidierung und Übernahmen ein. Zudem gehen sie davon aus, dass der aktuelle KI-Boom bald abklingen könnte.
Wie beeinflussen Anthropic-Gerüchte deutsche KI-Aktien wie Infineon oder Siemens Energy?
Trotz eines insgesamt schwächeren Dax aufgrund von Sorgen im Irankrieg sorgten Gerüchte über starke Umsatzzahlen von Anthropic für Kursgewinne bei KI-nahen Aktien wie Infineon und Siemens Energy. Auch an der Wall Street rückten Technologiewerte dadurch verstärkt in den Fokus.
Was bedeutet der starke Anstieg der Baugenehmigungen für die deutsche Wirtschaft?
Die Baugenehmigungen sind so stark gestiegen wie seit zehn Jahren nicht mehr, was auf eine mögliche Erholung der Bauwirtschaft hindeutet. Gleichzeitig zeigen Meldungen wie die BASF-Produktionsdrosselung wegen Niedrigwasser im Rhein oder der 5,1-Milliarden-Euro-Verkauf von EBM-Papst an einen US-Konzern die gemischte wirtschaftliche Gesamtlage.
Warum gelten die hohen US-Zinszahlungen als gefährliche Schuldenwette?
Die US-Regierung zahlt inzwischen täglich rund drei Milliarden Dollar an Zinsen, was sich auf über eine Billion Dollar jährlich summiert. Da Washington zunehmend kurzfristige Anleihen nutzt, steigt die Abhängigkeit von Zinsschwankungen und damit das Risiko für die Stabilität des globalen Finanzsystems.
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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Heute haben wir ein ziemlich vielschichtiges Bild der Wirtschaftslage vor uns, deshalb schauen wir uns die Themen mal nicht einzeln an, sondern versuchen, die roten Fäden zu finden, die sich durch die aktuellen Meldungen ziehen. Fangen wir beim Arbeitsmarkt an, denn da gibt es eine Zahl, die zum Nachdenken anregt. Im zweiten Quartal waren in Deutschland durchschnittlich 45,7 Millionen Menschen erwerbstätig, das ist tatsächlich weniger als im Vorjahr. Und das, obwohl die Wirtschaft eigentlich wieder wächst. Das ist ein Muster, das wir in den letzten Quartalen immer wieder beobachten. Wachstum und Beschäftigung entkoppeln sich zunehmend. Früher galt die Faustregel, mehr Wirtschaftsleistung bedeutet automatisch mehr Jobs. Diese Regel scheint gerade nicht mehr zu greifen, vermutlich weil Unternehmen effizienter produzieren, in Digitalisierung und eben auch in Künstliche Intelligenz investieren, statt zusätzliches Personal einzustellen. Und damit sind wir eigentlich schon mitten im nächsten großen Thema, das sich heute wie ein Querschnittsthema durch fast alle Meldungen zieht, nämlich Künstliche Intelligenz. Eine aktuelle Umfrage unter Führungskräften zeigt, dass CEOs KI inzwischen für die bedeutendste Innovation im Arbeitsleben überhaupt halten, noch vor Erfindungen wie der Elektrizität oder dem Telefon. Das ist eine ziemlich starke Aussage und zeigt, wie tief dieser Wandel gerade in den Chefetagen verankert wird. Gleichzeitig gibt es aber auch mahnende Stimmen. Die erfahrenen Assetmanager Hendrik Leber und Thorsten Schrieber vom Fondshaus Acatis gehen davon aus, dass der aktuelle KI-Boom an den Finanzmärkten bald an sein Ende kommt. Die beiden hatten kürzlich auch eine Fusion mit dem Konkurrenten DJE geplant, die aber am Ende gescheitert ist, und sie sprechen offen darüber, wie sie sich für eine Phase der Konsolidierung in der Fondsbranche wappnen wollen. Interessant ist das vor allem deshalb, weil es zeigt, dass selbst Profis am Kapitalmarkt sehr unterschiedlich einschätzen, wie nachhaltig der aktuelle Hype tatsächlich ist. An der Börse merkt man diese Unsicherheit ebenfalls deutlich. Der Dax hat zuletzt mit Verlusten geschlossen, nachdem es zuvor mehrere Rekordstände gegeben hatte. Käufer und Verkäufer halten sich aktuell gleichermaßen zurück, man könnte sagen, der Markt sucht gerade seine Richtung. Neue Sorgen im Zusammenhang mit dem Konflikt im Iran belasten die Stimmung zusätzlich. Auf der anderen Seite gab es aber auch Lichtblicke, und die kommen tatsächlich wieder aus der KI-Ecke. Gerüchte über die Umsatzentwicklung beim KI-Unternehmen Anthropic haben Aktien wie Infineon oder Siemens Energy beflügelt. Das zeigt, wie stark die Erwartungen rund um Künstliche Intelligenz inzwischen auch europäische Industriewerte beeinflussen, selbst wenn die eigentlichen Nachrichten aus den USA kommen. Werfen wir einen Blick auf die Konjunkturdaten, denn hier gibt es tatsächlich eine positive Überraschung. Das ZEW-Konjunkturbarometer ist deutlich stärker gestiegen als erwartet, auf 34,2 Punkte, während Ökonomen im Schnitt nur mit rund 30 Punkten gerechnet hatten. Die Finanzmarktexperten begründen das mit guten Quartalszahlen der Unternehmen und einem robusten Exportgeschäft. Das passt zu einer weiteren Meldung, die zeigt, wie greifbar die konjunkturelle Erholung inzwischen in einzelnen Branchen wird. Die Baugenehmigungen in Deutschland sind so stark gestiegen wie seit zehn Jahren nicht mehr. Das ist ein wichtiges Signal, denn die Baubranche gilt oft als früher Indikator dafür, wohin sich die Gesamtwirtschaft entwickelt. Steigende Genehmigungen bedeuten mehr Aufträge, mehr Investitionen und mittelfristig auch mehr Beschäftigung in diesem Sektor, was wiederum ein kleiner Gegenpol zu der eingangs erwähnten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sein könnte. Allerdings gibt es auch hier einen Wermutstropfen, den die ZEW-Experten explizit erwähnen, nämlich das Niedrigwasser in schiffbaren Flüssen. Das betrifft aktuell ganz konkret den Rhein, wo der Chemiekonzern BASF wegen des niedrigen Wasserstands bereits erste Anlagen drosseln musste. Das zeigt, wie direkt klimatische Bedingungen inzwischen in die reale Wirtschaftsleistung eingreifen können, ein Thema, das uns in den kommenden Jahren wahrscheinlich noch häufiger begleiten wird. International lohnt sich außerdem ein Blick auf die Vereinigten Staaten, denn dort passieren gerade zwei bemerkenswerte Dinge gleichzeitig. Zum einen zeigt sich, dass Donald Trumps Zollpolitik tatsächlich die amerikanische Wirtschaft stützt, allerdings auf eine Art und Weise, die so nicht geplant war. Ein Analyst spricht von einer kuriosen Sonderkonjunktur, die durch die Zölle ausgelöst wird. Zum anderen wächst aber gleichzeitig ein deutlich ernsteres Problem, nämlich die Verschuldung der USA. Die amerikanische Regierung zahlt inzwischen täglich rund drei Milliarden Dollar an Zinsen, was sich auf über eine Billion Dollar im Jahr summiert. Besonders riskant dabei ist, dass Washington zunehmend über kurzfristige Anleihen finanziert. Das erhöht die Abhängigkeit von schwankenden Zinssätzen erheblich und könnte bei steigenden Zinsen schnell zu einem noch größeren Problem werden. Diese beiden Entwicklungen, die kurzfristig positive Zollwirkung auf der einen Seite und die langfristig riskante Schuldenlast auf der anderen, stehen im Moment noch etwas im Widerspruch zueinander, könnten aber mittelfristig für erhebliche Unruhe an den globalen Finanzmärkten sorgen. Zum Schluss noch ein Blick nach Lateinamerika, denn dort tut sich wirtschaftspolitisch etwas Bedeutendes. Das Mercosur-Abkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Staaten ist im Mai vorläufig in Kraft getreten, nach jahrzehntelangen Verhandlungen. Die Zölle zwischen den Regionen sollen dadurch um bis zu 90 Prozent sinken. Für europäische Unternehmen, die stark im Export aktiv sind, könnte das durchaus neue Chancen eröffnen, vor allem für Branchen wie den Maschinenbau oder die Automobilindustrie, die von verbesserten Exportbedingungen profitieren dürften. Wenn man all diese Meldungen zusammennimmt, zeichnet sich ein Bild ab, das man vielleicht so zusammenfassen könnte, die deutsche und internationale Wirtschaft steht an mehreren Kreuzungen gleichzeitig. Auf der einen Seite gibt es echte Lichtblicke, bessere Konjunkturerwartungen, mehr Baugenehmigungen und neue Handelschancen durch Mercosur. Auf der anderen Seite bleiben strukturelle Fragen offen, ein Arbeitsmarkt, der trotz Wachstum nicht mitzieht, eine Börse, die zwischen KI-Euphorie und geopolitischer Vorsicht schwankt, und eine globale Schuldenlast, die vor allem in den USA immer bedrohlichere Ausmaße annimmt. Das waren die wichtigsten Einordnungen für heute, von steigenden Baugenehmigungen und einem überraschend starken ZEW-Barometer bis hin zur wachsenden Schuldenlast der USA und der Frage, wie nachhaltig der KI-Boom an den Märkten eigentlich ist. Ich bedanke mich fürs Zuhören und freue mich, wenn ihr auch morgen wieder mit dabei seid, wenn es weitergeht mit den wichtigsten Wirtschaftsthemen. Ein Hinweis noch zum Schluss, dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, alle Quellen und Hintergründe dazu findet ihr wie immer auf unserer Website. Bis morgen und einen schönen Tag euch allen.
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