Zollrückzahlungen, Gasspeicher-Sorgen und die 40-Billionen-Dollar-Schulden der USA (21.08.2026)
Zoll-Rückzahlungen für deutsche Konzerne, Kritik an klagenden Wirtschaftsführern und leerere Gasspeicher: Deutschland zwischen Erleichterung und neuen Sorgen. Dazu Japans Inflation, US-Schulden bei 40 Billionen und der Dax knapp am Rekord.
In dieser Folge
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Zölle: USA müssen deutschen Konzernen hunderte Millionen Euro erstatten
HandelsblattDer Supreme Court hatte Trumps Zollregelung gekippt – mit Folgen auch für deutsche Unternehmen. Insgesamt summieren sich die Kosten für die USA auf einen zweistelligen Milliardenbetrag.
Original - 02
Siemens-Healthineers-Chef Montag kritisiert klagende Wirtschaftsführer
Manager MagazinBernhard Montag, Vorstandschef von Siemens Healthineers, hat die häufigen Klagen deutscher Unternehmenslenker über die Politik kritisiert und ihnen ein widersprüchliches Verhalten gegenüber ihren eigenen Ansprüchen an Arbeitnehmer vorgeworfen. Er betonte, dass Deutschland für sein Unternehmen weiterhin ein wichtiger Standort mit über 20 Prozent der Belegschaft sei, in den zuletzt 650 Millionen Euro investiert wurden und an dem es keine Probleme bei der Mitarbeitersuche gebe. Siemens Healthineers, die frühere Medizintechniksparte von Siemens, verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 23,4 Milliarden Euro und erstmals einen Nettogewinn von über zwei Milliarden Euro.
Original - 03
Gasspeicher nur halb voll: Ministerium fordert Händler zum Einspeichern auf
n-tv WirtschaftWegen hoher Gaspreise infolge des Iran-Kriegs und der blockierten Straße von Hormus sind die deutschen Gasspeicher derzeit nur zu gut 50 Prozent gefüllt, weshalb die gesetzlich vorgeschriebenen 80 Prozent bis zum 1. November kaum noch erreichbar sind. Bundeswirtschaftsministerium und Bundesnetzagentur appellieren daher an die Gashändler, ihrer Verantwortung nachzukommen und ausreichend Gas einzuspeichern, da genug Gas verfügbar sei. Der Erdgaspreis TTF stieg zuletzt auf 64,60 Euro je Megawattstunde, während Deutschland inzwischen dank eigener LNG-Importkapazitäten und Lieferungen aus Norwegen, Frankreich und Belgien weniger abhängig von russischem Gas ist als während der früheren Gaskrise.
Original - 04
Fachkräftemangel in Deutschland nimmt wieder leicht zu
ifo InstitutLaut ifo-Institut berichteten im Juli 23,2% der deutschen Unternehmen von einem Fachkräftemangel, nach 21,1% im April, was jedoch weiterhin unter dem langfristigen Durchschnitt von 31,7% liegt. Besonders stark stieg der Mangel in der Telekommunikation sowie in der Rechts- und Steuerberatung, während im Bauhauptgewerbe fast jedes dritte Unternehmen betroffen ist. ifo-Forscherin Daria Schaller erwartet, dass der Fachkräftemangel mit einer wirtschaftlichen Erholung wieder deutlicher zunehmen dürfte, wobei die Passung von Qualifikation und Stellenanforderungen entscheidend sei.
Original - 05
Japans Kerninflation zieht im Juli an – BOJ-Zinserhöhung im September wahrscheinlicher
HandelsblattDie japanische Kerninflation ist im Juli auf 1,8 Prozent gestiegen, nach 1,6 Prozent im Juni, was den Erwartungen der Analysten entsprach. Hintergrund ist, dass Unternehmen höhere Importkosten infolge eines schwachen Yen und der Auswirkungen des US-israelischen Konflikts mit dem Iran an die Verbraucher weitergeben. Die Daten dürften die Entscheidung der Bank of Japan bei ihrer Zinssitzung am 17. und 18. September beeinflussen, bei der Experten eine Anhebung des Leitzinses von einem auf 1,25 Prozent erwarten, auch wenn die Kerninflation dank staatlicher Subventionen weiterhin unter dem Zielwert von zwei Prozent bleibt.
Original - 06
Schweiz und China erweitern Freihandelsabkommen erheblich
Zeit WirtschaftDie Schweiz und China haben eine Erweiterung ihres Freihandelsabkommens angekündigt, wodurch künftig 99,8 Prozent der Schweizer Exporte nach China zollfrei sein sollen – bisher war es nur die Hälfte. Zusätzlich erleichtert die Vereinbarung den Marktzugang für Schweizer Investoren und schließt erstmals auch Dienstleistungs- und digitalen Handel ein. Das Abkommen soll noch 2025 unterzeichnet werden und nach Genehmigung in beiden Ländern schrittweise in Kraft treten, wobei China bereits heute mit einem Exportvolumen von rund 30 Milliarden Franken der viertwichtigste Absatzmarkt der Schweiz ist.
Original - 07
China und die Europäische Union: Peking droht EU wegen JD.com-Prüfung mit Gegenmaßnahmen
Manager MagazinChina droht der EU wegen der Prüfung der Ceconomy-Übernahme durch JD.com mit Gegenmaßnahmen. Peking wirft Brüssel überzogene Auskunftsersuchen vor – und untersagt Unterstützung bei bestimmten EU-Anfragen.
Original - 08
"Dinge ziemlich außer Kontrolle"US-Staatsverschuldung steigt auf satte 40 Billionen Dollar
n-tv WirtschaftEine erratische Zollpolitik, langfristige Zahlungsverpflichtungen, steigende Zinskosten - die USA verschulden sich immer weiter. Experten sind besorgt: "Wir bringen unsere Wirtschaft und die Zukunft unseres Landes wirklich in Gefahr."
Original - 09
Dax verliert leicht - Nahost-Sorgen und steigende Anleiherenditen belasten Anleger
n-tv WirtschaftDer Dax gab zum Wochenstart um 0,4 Prozent auf 26.339 Punkte nach, während die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen wegen anhaltender Nahost-Spannungen und Inflationssorgen auf ein 15-Jahres-Hoch von rund 3,22 Prozent kletterte. Belastend wirkten der verlangsamte Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus sowie unklare Signale Irans zu möglichen Gesprächen mit den USA, während Technologiewerte wie Infineon und Aixtron von Zinssenkungshoffnungen profitierten. Zudem meldeten BASF Lieferengpässe wegen Niedrigwassers am Rhein, Rheinmetall erhielt einen Großauftrag der Bundeswehr über mobile Rettungsstationen, und der Ventilatorenhersteller EBM-Papst wird für über fünf Milliarden Euro an den US-Konzern Madison Air verkauft.
Original - 10
Dax nähert sich Rekordhoch, verpasst neue Bestmarke knapp
n-tv WirtschaftDer Dax legte zum Wochenschluss zu und näherte sich seinem Rekordstand, schloss aber knapp darunter bei 26.440 Punkten, während der EuroStoxx50 leicht nachgab. Anleger zeigten sich trotz stockender Iran-USA-Verhandlungen optimistisch, gestützt durch starke Bilanzsaison und robuste Weltwirtschaft; Software-Werte wie SAP und Nemetschek profitierten von Übernahmespekulationen um Workday, während Energiekontor nach einer Gewinnwarnung stark einbrach. An den US-Börsen sorgten Gewinnmitnahmen nach dem S&P-500-Rekord und Nahost-Sorgen für Zurückhaltung, zudem fiel der Bitcoin-Kurs wegen der angespannten Lage in der Straße von Hormus deutlich.
Original
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Zölle: USA müssen deutschen Konzernen hunderte Millionen Euro erstatten
HandelsblattDer Supreme Court hatte Trumps Zollregelung gekippt – mit Folgen auch für deutsche Unternehmen. Insgesamt summieren sich die Kosten für die USA auf einen zweistelligen Milliardenbetrag.
Original - 02
Siemens-Healthineers-Chef Montag kritisiert klagende Wirtschaftsführer
Manager MagazinBernhard Montag, Vorstandschef von Siemens Healthineers, hat die häufigen Klagen deutscher Unternehmenslenker über die Politik kritisiert und ihnen ein widersprüchliches Verhalten gegenüber ihren eigenen Ansprüchen an Arbeitnehmer vorgeworfen. Er betonte, dass Deutschland für sein Unternehmen weiterhin ein wichtiger Standort mit über 20 Prozent der Belegschaft sei, in den zuletzt 650 Millionen Euro investiert wurden und an dem es keine Probleme bei der Mitarbeitersuche gebe. Siemens Healthineers, die frühere Medizintechniksparte von Siemens, verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 23,4 Milliarden Euro und erstmals einen Nettogewinn von über zwei Milliarden Euro.
Original - 03
Gasspeicher nur halb voll: Ministerium fordert Händler zum Einspeichern auf
n-tv WirtschaftWegen hoher Gaspreise infolge des Iran-Kriegs und der blockierten Straße von Hormus sind die deutschen Gasspeicher derzeit nur zu gut 50 Prozent gefüllt, weshalb die gesetzlich vorgeschriebenen 80 Prozent bis zum 1. November kaum noch erreichbar sind. Bundeswirtschaftsministerium und Bundesnetzagentur appellieren daher an die Gashändler, ihrer Verantwortung nachzukommen und ausreichend Gas einzuspeichern, da genug Gas verfügbar sei. Der Erdgaspreis TTF stieg zuletzt auf 64,60 Euro je Megawattstunde, während Deutschland inzwischen dank eigener LNG-Importkapazitäten und Lieferungen aus Norwegen, Frankreich und Belgien weniger abhängig von russischem Gas ist als während der früheren Gaskrise.
Original - 04
Fachkräftemangel in Deutschland nimmt wieder leicht zu
ifo InstitutLaut ifo-Institut berichteten im Juli 23,2% der deutschen Unternehmen von einem Fachkräftemangel, nach 21,1% im April, was jedoch weiterhin unter dem langfristigen Durchschnitt von 31,7% liegt. Besonders stark stieg der Mangel in der Telekommunikation sowie in der Rechts- und Steuerberatung, während im Bauhauptgewerbe fast jedes dritte Unternehmen betroffen ist. ifo-Forscherin Daria Schaller erwartet, dass der Fachkräftemangel mit einer wirtschaftlichen Erholung wieder deutlicher zunehmen dürfte, wobei die Passung von Qualifikation und Stellenanforderungen entscheidend sei.
Original - 05
Japans Kerninflation zieht im Juli an – BOJ-Zinserhöhung im September wahrscheinlicher
HandelsblattDie japanische Kerninflation ist im Juli auf 1,8 Prozent gestiegen, nach 1,6 Prozent im Juni, was den Erwartungen der Analysten entsprach. Hintergrund ist, dass Unternehmen höhere Importkosten infolge eines schwachen Yen und der Auswirkungen des US-israelischen Konflikts mit dem Iran an die Verbraucher weitergeben. Die Daten dürften die Entscheidung der Bank of Japan bei ihrer Zinssitzung am 17. und 18. September beeinflussen, bei der Experten eine Anhebung des Leitzinses von einem auf 1,25 Prozent erwarten, auch wenn die Kerninflation dank staatlicher Subventionen weiterhin unter dem Zielwert von zwei Prozent bleibt.
Original - 06
Schweiz und China erweitern Freihandelsabkommen erheblich
Zeit WirtschaftDie Schweiz und China haben eine Erweiterung ihres Freihandelsabkommens angekündigt, wodurch künftig 99,8 Prozent der Schweizer Exporte nach China zollfrei sein sollen – bisher war es nur die Hälfte. Zusätzlich erleichtert die Vereinbarung den Marktzugang für Schweizer Investoren und schließt erstmals auch Dienstleistungs- und digitalen Handel ein. Das Abkommen soll noch 2025 unterzeichnet werden und nach Genehmigung in beiden Ländern schrittweise in Kraft treten, wobei China bereits heute mit einem Exportvolumen von rund 30 Milliarden Franken der viertwichtigste Absatzmarkt der Schweiz ist.
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China und die Europäische Union: Peking droht EU wegen JD.com-Prüfung mit Gegenmaßnahmen
Manager MagazinChina droht der EU wegen der Prüfung der Ceconomy-Übernahme durch JD.com mit Gegenmaßnahmen. Peking wirft Brüssel überzogene Auskunftsersuchen vor – und untersagt Unterstützung bei bestimmten EU-Anfragen.
Original - 08
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Dax verliert leicht - Nahost-Sorgen und steigende Anleiherenditen belasten Anleger
n-tv WirtschaftDer Dax gab zum Wochenstart um 0,4 Prozent auf 26.339 Punkte nach, während die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen wegen anhaltender Nahost-Spannungen und Inflationssorgen auf ein 15-Jahres-Hoch von rund 3,22 Prozent kletterte. Belastend wirkten der verlangsamte Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus sowie unklare Signale Irans zu möglichen Gesprächen mit den USA, während Technologiewerte wie Infineon und Aixtron von Zinssenkungshoffnungen profitierten. Zudem meldeten BASF Lieferengpässe wegen Niedrigwassers am Rhein, Rheinmetall erhielt einen Großauftrag der Bundeswehr über mobile Rettungsstationen, und der Ventilatorenhersteller EBM-Papst wird für über fünf Milliarden Euro an den US-Konzern Madison Air verkauft.
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Dax nähert sich Rekordhoch, verpasst neue Bestmarke knapp
n-tv WirtschaftDer Dax legte zum Wochenschluss zu und näherte sich seinem Rekordstand, schloss aber knapp darunter bei 26.440 Punkten, während der EuroStoxx50 leicht nachgab. Anleger zeigten sich trotz stockender Iran-USA-Verhandlungen optimistisch, gestützt durch starke Bilanzsaison und robuste Weltwirtschaft; Software-Werte wie SAP und Nemetschek profitierten von Übernahmespekulationen um Workday, während Energiekontor nach einer Gewinnwarnung stark einbrach. An den US-Börsen sorgten Gewinnmitnahmen nach dem S&P-500-Rekord und Nahost-Sorgen für Zurückhaltung, zudem fiel der Bitcoin-Kurs wegen der angespannten Lage in der Straße von Hormus deutlich.
Original
Häufige Fragen
Warum müssen die USA deutschen Konzernen Zölle erstatten?
Der Supreme Court hat Trumps Zollregelung für ungültig erklärt, weshalb die USA betroffenen deutschen Unternehmen bereits gezahlte Zölle in Höhe von hunderten Millionen Euro zurückerstatten müssen. Insgesamt summieren sich die Rückzahlungskosten für die USA auf einen zweistelligen Milliardenbetrag.
Was kritisiert Siemens-Healthineers-Chef Bernhard Montag an anderen Wirtschaftsführern?
Montag wirft klagenden Unternehmenslenkern ein widersprüchliches Verhalten vor, da sie sich über den Standort Deutschland beschweren, aber selbst hohe Ansprüche an Arbeitnehmer stellen. Für sein Unternehmen sei Deutschland weiterhin attraktiv: 2025 investierte man 650 Millionen Euro dort und hatte keine Probleme bei der Mitarbeitersuche.
Warum sind die deutschen Gasspeicher aktuell nur halb voll und was fordert das Wirtschaftsministerium?
Wegen hoher Gaspreise infolge des Iran-Kriegs und der blockierten Straße von Hormus sind die Speicher nur zu gut 50 Prozent gefüllt, während gesetzlich 80 Prozent bis zum 1. November vorgeschrieben sind. Das Bundeswirtschaftsministerium fordert Gashändler auf, mehr einzuspeichern, da ausreichend Gas verfügbar sei.
Wie hat sich der Fachkräftemangel in Deutschland zuletzt entwickelt?
Laut ifo-Institut stieg der Anteil betroffener Unternehmen von 21,1 Prozent im April auf 23,2 Prozent im Juli, liegt aber weiterhin unter dem langfristigen Durchschnitt von 31,7 Prozent. Besonders betroffen sind Telekommunikation, Rechts- und Steuerberatung sowie das Bauhauptgewerbe, und mit einer wirtschaftlichen Erholung dürfte der Mangel weiter zunehmen.
Was beinhaltet die Erweiterung des Freihandelsabkommens zwischen der Schweiz und China?
Künftig sollen 99,8 Prozent der Schweizer Exporte nach China zollfrei sein, gegenüber bisher nur der Hälfte, zudem werden Marktzugang für Investoren sowie Dienstleistungs- und digitaler Handel erstmals einbezogen. Das Abkommen soll noch 2025 unterzeichnet werden und schrittweise in Kraft treten.
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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Heute haben wir einiges auf dem Tisch, das zeigt, wie eng internationale Politik, Energie und Finanzmärkte mittlerweile miteinander verwoben sind. Lasst uns direkt einsteigen. Fangen wir mit einem Thema an, das viele überraschen dürfte: Die USA müssen deutschen Konzernen hunderte Millionen Euro erstatten. Hintergrund ist eine Entscheidung des Supreme Court, der Trumps Zollregelung gekippt hat. Für die USA summieren sich die Rückzahlungen insgesamt auf einen zweistelligen Milliardenbetrag. Das zeigt, wie unvorhersehbar Handelspolitik sein kann, gerade wenn sie auf wackligen rechtlichen Füßen steht. Für deutsche Unternehmen ist das erst mal eine gute Nachricht, für die US-Haushaltslage aber ein weiterer Belastungsfaktor. Und die US-Verschuldung ist tatsächlich ein Thema für sich. Die Staatsschulden der USA haben mittlerweile die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten. Experten sprechen davon, dass die Dinge ziemlich außer Kontrolle geraten. Eine erratische Zollpolitik, langfristige Zahlungsverpflichtungen und steigende Zinskosten treiben die Verschuldung immer weiter nach oben. Das ist nicht nur ein amerikanisches Problem, denn steigende US-Zinskosten wirken sich auf die globalen Finanzmärkte aus, auch auf uns in Europa. Das sehen wir auch an den Anleihemärkten. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen ist zuletzt auf ein Fünfzehn-Jahres-Hoch von rund 3,22 Prozent geklettert. Das hat mit den Sorgen um die Lage im Nahen Osten zu tun, aber auch mit allgemeinen Inflationsängsten. Der Dax hat entsprechend etwas nachgegeben, zum Wochenstart ging es um 0,4 Prozent runter auf gut 26.300 Punkte. Belastend wirkten neben den Anleiherenditen auch der verlangsamte Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus und unklare Signale aus Iran zu möglichen Gesprächen mit den USA. Interessant dabei: Technologiewerte wie Infineon und Aixtron konnten trotzdem zulegen, weil Anleger auf sinkende Zinsen hoffen. Das zeigt, wie unterschiedlich einzelne Branchen auf dieselbe Nachrichtenlage reagieren. Zum Wochenschluss hat sich das Bild dann wieder etwas gedreht. Der Dax näherte sich seinem Rekordhoch, verpasste die Bestmarke aber knapp und schloss bei 26.440 Punkten. Die Stimmung war trotz der stockenden Verhandlungen zwischen Iran und den USA insgesamt optimistisch, getragen von einer starken Bilanzsaison und einer robusten Weltwirtschaft. Auffällig war auch, dass Softwarewerte wie SAP und Nemetschek von Übernahmespekulationen rund um Workday profitierten. Das zeigt, dass trotz aller geopolitischen Unsicherheit an den Märkten auch wieder handfeste Unternehmensgeschichten für Bewegung sorgen. Bleiben wir kurz bei der Energiefrage, denn die hat gerade eine ganz praktische Dimension für uns in Deutschland. Die Gasspeicher sind derzeit nur zu etwas mehr als 50 Prozent gefüllt. Grund dafür sind die hohen Gaspreise infolge des Iran-Kriegs und der blockierten Straße von Hormus. Eigentlich schreibt das Gesetz vor, dass bis zum 1. November 80 Prozent der Speicher gefüllt sein sollen, das dürfte jetzt kaum noch zu erreichen sein. Das Bundeswirtschaftsministerium und die Bundesnetzagentur haben deshalb an die Gashändler appelliert, jetzt verstärkt einzuspeichern, denn Gas sei grundsätzlich genug verfügbar. Der Erdgaspreis ist zuletzt auf 64,60 Euro je Megawattstunde gestiegen. Die gute Nachricht dabei: Dank eigener LNG-Importkapazitäten und Lieferungen aus Norwegen, Frankreich und Belgien ist Deutschland heute deutlich weniger abhängig von russischem Gas als noch während der früheren Energiekrise. Trotzdem zeigt diese Entwicklung, wie schnell sich geopolitische Spannungen ganz konkret auf unsere Energieversorgung auswirken können. Ein Unternehmen, das von den steigenden Rohstoffpreisen und Lieferengpässen ebenfalls betroffen ist, ist BASF. Der Chemiekonzern meldete zuletzt Lieferengpässe wegen Niedrigwasser am Rhein, ein Problem, das wir in den vergangenen Jahren schon öfter gesehen haben und das zeigt, wie klimatische Bedingungen zunehmend zu einem handfesten Wirtschaftsfaktor werden. Kommen wir zum Arbeitsmarkt. Das ifo-Institut berichtet, dass der Fachkräftemangel in Deutschland wieder leicht zunimmt. Im Juli klagten 23,2 Prozent der Unternehmen über fehlende Fachkräfte, im April waren es noch 21,1 Prozent. Damit liegen wir zwar weiterhin unter dem langfristigen Durchschnitt von 31,7 Prozent, aber der Trend zeigt nach oben. Besonders betroffen sind die Telekommunikationsbranche und die Rechts- und Steuerberatung. Im Bauhauptgewerbe ist sogar fast jedes dritte Unternehmen betroffen. Die ifo-Forscherin Daria Schaller geht davon aus, dass der Fachkräftemangel mit einer wirtschaftlichen Erholung wieder deutlicher zunehmen dürfte. Entscheidend sei dabei, wie gut Qualifikationen und Stellenanforderungen zusammenpassen. Das ist ein Punkt, der uns wahrscheinlich noch länger begleiten wird, gerade wenn die Konjunktur wieder anzieht. Zum Thema Standort Deutschland gab es diese Woche auch einen interessanten Debattenbeitrag. Siemens-Healthineers-Chef Bernhard Montag hat die häufigen Klagen deutscher Unternehmenslenker über die Politik kritisiert. Er wirft einigen seiner Kollegen ein widersprüchliches Verhalten vor, sie würden viel über den Standort schimpfen, aber selbst hohe Ansprüche an ihre Arbeitnehmer stellen. Montag betont, dass Deutschland für sein Unternehmen weiterhin sehr wichtig sei. Mehr als 20 Prozent der Belegschaft arbeiten hier, zuletzt wurden 650 Millionen Euro investiert, und Probleme bei der Mitarbeitersuche gebe es nicht. Siemens Healthineers selbst steht wirtschaftlich gut da, im Geschäftsjahr 2025 gab es einen Umsatz von 23,4 Milliarden Euro und erstmals einen Nettogewinn von über zwei Milliarden Euro. Ein bemerkenswertes Gegenbeispiel zur oft gehörten Krisenstimmung. Schauen wir noch kurz nach Asien. Japans Kerninflation ist im Juli auf 1,8 Prozent gestiegen, nach 1,6 Prozent im Juni. Grund dafür sind höhere Importkosten durch den schwachen Yen und die Auswirkungen des US-israelischen Konflikts mit Iran, die Unternehmen an die Verbraucher weitergeben. Diese Entwicklung dürfte die Bank of Japan bei ihrer Zinssitzung im September beeinflussen. Experten erwarten dort eine Anhebung des Leitzinses von einem auf 1,25 Prozent. Auch wenn die Kerninflation dank staatlicher Subventionen noch unter dem Zielwert von zwei Prozent liegt, zeigt sich hier ein klarer Trend hin zu einer strafferen Geldpolitik in Japan. Auch bei internationalen Handelsabkommen gibt es Bewegung. Die Schweiz und China haben eine deutliche Erweiterung ihres Freihandelsabkommens angekündigt. Künftig sollen 99,8 Prozent der Schweizer Exporte nach China zollfrei sein, bisher war es nur die Hälfte. Zusätzlich erleichtert die Vereinbarung den Marktzugang für Schweizer Investoren und schließt erstmals auch Dienstleistungen und digitalen Handel mit ein. Unterschrieben werden soll das Abkommen noch in diesem Jahr. China ist mit einem Exportvolumen von rund 30 Milliarden Franken bereits heute der viertwichtigste Absatzmarkt der Schweiz, diese Erweiterung dürfte die wirtschaftliche Verbindung also noch einmal deutlich stärken. Weniger harmonisch verläuft es zwischen China und der EU. Peking droht der Europäischen Union mit Gegenmaßnahmen, weil die EU-Kommission die Übernahme von Ceconomy durch den chinesischen Konzern JD.com genauer prüft. China wirft Brüssel überzogene Auskunftsersuchen vor und untersagt sogar Unterstützung bei bestimmten EU-Anfragen. Das zeigt, wie sensibel Übernahmeprüfungen mittlerweile geopolitisch aufgeladen sind, gerade wenn chinesische Unternehmen in Europa investieren wollen. Zum Abschluss noch ein Blick auf zwei Unternehmensmeldungen, die die Woche geprägt haben. Rheinmetall hat einen Großauftrag der Bundeswehr über mobile Rettungsstationen erhalten, ein weiteres Zeichen für die anhaltend hohe Nachfrage im Verteidigungssektor. Und der Ventilatorenhersteller EBM-Papst wird für über fünf Milliarden Euro an den US-Konzern Madison Air verkauft, eine der größeren Übernahmen der vergangenen Zeit im deutschen Mittelstand. Insgesamt war das eine Woche, in der geopolitische Spannungen, insbesondere rund um den Nahen Osten und die Straße von Hormus, ziemlich direkt auf Energiepreise, Anleihemärkte und die Börsenstimmung durchgeschlagen haben. Gleichzeitig zeigen Zahlen zum Fachkräftemangel und einzelne Unternehmensbeispiele wie Siemens Healthineers, dass es abseits der großen Schlagzeilen auch differenzierte Entwicklungen am Standort Deutschland gibt. Das waren die wichtigsten Themen für heute, von steigenden US-Schulden und wackligen Gasspeichern bis hin zu neuen Handelsabkommen und einem Dax, der sich tapfer seinem Rekordhoch nähert. Vielen Dank, dass ihr zugehört habt. Schaut gerne morgen wieder rein, wenn es weitergeht mit den wichtigsten Entwicklungen aus Wirtschaft und Märkten. Dieser Podcast wurde vollständig KI-generiert, alle Quellen und Hintergründe findet ihr wie immer auf unserer Website. Bis morgen!
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