Zollstreit mit Kanada, EZB-Zinsdebatte und Deutschlands Export-Hoch (26.08.2026)
Kanada kontert die USA mit Zöllen bis 50 Prozent, während Deutschlands Exportstimmung Höchststände erreicht. Dazu: Schnabel fordert höhere Zinsen und der Wohnungsbau steckt tief in der Krise.
In dieser Folge
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Kanada verhängt Vergeltungszölle von bis zu 50 Prozent gegen die USA
n-tv WirtschaftIm eskalierenden Handelsstreit kündigte Kanadas Finanzminister François-Philippe Champagne ab dem 8. September Gegenzölle von 15 bis 50 Prozent auf US-Importe im Gesamtwert von 27,6 Milliarden kanadischen Dollar an, nachdem die Handelsgespräche mit Washington gescheitert waren. Zuvor hatten die USA Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren wie Hockeyschläger, Möbel, Honig und Wein erhoben und drohten zudem mit einer Erhöhung der Abgaben auf Autos, Lastwagen und Stahl ab Januar 2027. Kanadas Premierminister Mark Carney warf den USA vor, gezielt Schlüsselindustrien wie die Automobil-, Stahl- und Aluminiumbranche zerstören zu wollen, während Handelsminister Dominic LeBlanc trotz weiter bestehender Verhandlungsbereitschaft ankündigte, man werde nicht tatenlos abwarten.
Original - 02
ifo Institut: Exportstimmung in Deutschland auf höchstem Stand seit Februar 2022
Zeit WirtschaftDie Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hellt sich deutlich auf. Die Unternehmen profitieren von hohen KI-Investitionen und dem boomenden Export ins EU-Ausland.
Original - 03
Inflation: EZB-Direktorin Isabel Schnabel spricht sich für höheren Leitzins aus
Zeit WirtschaftDie Chefin der Europäischen Zentralbank rechnet mit einer anhaltend hohen Inflation. Zur Diskussion steht offenbar eine Erhöhung des Leitzinses auf 2,5 Prozent.
Original - 04
Konjunktur: Der Export treibt Deutschlands Wirtschaft überraschend an
FAZ WirtschaftNach drei Jahren rückläufiger Ausfuhren hat ausgerechnet der Export im ersten Halbjahr die deutsche Wirtschaft angetrieben, während die Inlandsnachfrage weiterhin schwach bleibt. Ein Teil dieses Erfolgs beruht auf Vorzieheffekten ausländischer Käufer wegen der Iran-Krise, ein anderer Teil zeigt jedoch die Anpassungsfähigkeit deutscher Unternehmen, die trotz sinkender Absätze in den USA und China neue Märkte in der EU erschließen. Trotz gut verkrafteter Energiepreise fehlt es weiterhin an Investitionsbereitschaft der Unternehmen, weshalb eine wirklich stabile Erholung ohne eine kluge Angebotspolitik der Regierung ausbleiben dürfte.
Original - 05
EZB-Direktorin Schnabel plädiert für weitere Zinserhöhungen
Manager MagazinEZB-Direktorin Isabel Schnabel sieht bei einem Leitzins von 2,25 Prozent keine Aussicht auf eine mittelfristige Rückkehr zum Inflationsziel und fordert deshalb eine weitere geldpolitische Straffung. Sie warnt vor Zweitrundeneffekten durch steigende Energiekosten und verweist auf erhebliche Aufwärtsrisiken bei den Erdgaspreisen, die durch niedrige Speicherstände und Lieferunsicherheiten aus dem Persischen Golf verstärkt würden. Die Inflation im Euroraum lag im Juli bereits bei 2,9 Prozent, während die nächste EZB-Zinssitzung für den 10. September angesetzt ist.
Original - 06
Ifo-Institut: Deutsche Exportstimmung erreicht höchsten Stand seit Anfang 2022
HandelsblattDie Stimmung unter deutschen Exportunternehmen hat sich laut Ifo-Institut deutlich verbessert und erreichte im August mit plus 9,6 Punkten den besten Wert seit Februar 2022, nach minus 2,8 Punkten im Juli. Treiber sind vor allem die boomende Nachfrage aus der EU sowie Digitalisierung und Investitionen in Künstliche Intelligenz, während die Exporte nach China weiterhin schwächeln. Besonders optimistisch zeigen sich Hersteller elektrischer Ausrüstungen sowie von Datenverarbeitungsgeräten und elektronischen Erzeugnissen.
Original - 07
IWF: Weltwirtschaft verkraftet Energieschock durch Irankrieg besser als erwartet
Zeit WirtschaftNach Einschätzung von IWF-Chefin Kristalina Georgiewa hat die Weltwirtschaft die Folgen des Irankriegs und der zeitweiligen Schließung der Straße von Hormus besser überstanden als im April befürchtet, da Staaten auf Reserven zurückgriffen, die Ölproduktion außerhalb der Golfregion stieg und die Energienachfrage insgesamt sank. Dennoch bleibe der Ausblick abwärtsgerichtet, da hohe Staatsschulden, hartnäckige Inflation und mögliche straffe Geldpolitik der Zentralbanken weiterhin belasten. Gegenläufig wirke der KI-Boom, der vor allem in den USA Investitionen, Unternehmensgewinne und Konsum stütze, während der IWF im Juli seine Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft und insbesondere für Deutschland gesenkt hatte.
Original - 08
Schwarz-Rot hat es in der HandDas Ende der Wirtschafts-Schwarzmalerei ist noch kein Aufschwung
n-tv WirtschaftDie Wirtschaft läuft besser, als die Schwarzmalerei der vergangenen Monate vermuten ließ. Ökonomen und Banken korrigieren ihre Prognosen nach oben. Dieser Vertrauensgewinn kann Deutschland aus der konjunkturellen Pessimismus-Spirale befreien.
Original - 09
Exportstimmung in Deutschland erreicht Höchststand seit viereinhalb Jahren
n-tv WirtschaftLaut Ifo-Institut ist die Stimmung unter deutschen Exporteuren im August auf plus 9,6 Punkte gestiegen, den höchsten Wert seit Februar 2022, angetrieben von steigender Nachfrage aus der EU und dem KI-Boom, der deutsche Technik für Rechenzentren begehrt macht. Während die Ausfuhren nach China weiter schwächeln, zeigen sich besonders Hersteller elektrischer Ausrüstungen, Datenverarbeitungsgeräte sowie die Automobilindustrie optimistisch. Der Außenhandel stützte bereits das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal, in dem das BIP um 0,3 Prozent zulegte, vor allem dank eines Anstiegs der Warenexporte um 2,6 Prozent.
Original - 10
Immobilien: Hohe Kosten, strenge Vorgaben: „Regierung lässt den Wohnungsbau abstürzen“
HandelsblattBei ihrer Kabinettsklausur verspricht die Bundesregierung, Deutschland aus der Krise zu führen. Doch neue Daten des Pestel-Instituts zeigen: Beim Wohnungsbau gehen Wachstumschancen verloren.
Original
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Kanada verhängt Vergeltungszölle von bis zu 50 Prozent gegen die USA
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EZB-Direktorin Schnabel plädiert für weitere Zinserhöhungen
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Ifo-Institut: Deutsche Exportstimmung erreicht höchsten Stand seit Anfang 2022
HandelsblattDie Stimmung unter deutschen Exportunternehmen hat sich laut Ifo-Institut deutlich verbessert und erreichte im August mit plus 9,6 Punkten den besten Wert seit Februar 2022, nach minus 2,8 Punkten im Juli. Treiber sind vor allem die boomende Nachfrage aus der EU sowie Digitalisierung und Investitionen in Künstliche Intelligenz, während die Exporte nach China weiterhin schwächeln. Besonders optimistisch zeigen sich Hersteller elektrischer Ausrüstungen sowie von Datenverarbeitungsgeräten und elektronischen Erzeugnissen.
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IWF: Weltwirtschaft verkraftet Energieschock durch Irankrieg besser als erwartet
Zeit WirtschaftNach Einschätzung von IWF-Chefin Kristalina Georgiewa hat die Weltwirtschaft die Folgen des Irankriegs und der zeitweiligen Schließung der Straße von Hormus besser überstanden als im April befürchtet, da Staaten auf Reserven zurückgriffen, die Ölproduktion außerhalb der Golfregion stieg und die Energienachfrage insgesamt sank. Dennoch bleibe der Ausblick abwärtsgerichtet, da hohe Staatsschulden, hartnäckige Inflation und mögliche straffe Geldpolitik der Zentralbanken weiterhin belasten. Gegenläufig wirke der KI-Boom, der vor allem in den USA Investitionen, Unternehmensgewinne und Konsum stütze, während der IWF im Juli seine Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft und insbesondere für Deutschland gesenkt hatte.
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Schwarz-Rot hat es in der HandDas Ende der Wirtschafts-Schwarzmalerei ist noch kein Aufschwung
n-tv WirtschaftDie Wirtschaft läuft besser, als die Schwarzmalerei der vergangenen Monate vermuten ließ. Ökonomen und Banken korrigieren ihre Prognosen nach oben. Dieser Vertrauensgewinn kann Deutschland aus der konjunkturellen Pessimismus-Spirale befreien.
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Exportstimmung in Deutschland erreicht Höchststand seit viereinhalb Jahren
n-tv WirtschaftLaut Ifo-Institut ist die Stimmung unter deutschen Exporteuren im August auf plus 9,6 Punkte gestiegen, den höchsten Wert seit Februar 2022, angetrieben von steigender Nachfrage aus der EU und dem KI-Boom, der deutsche Technik für Rechenzentren begehrt macht. Während die Ausfuhren nach China weiter schwächeln, zeigen sich besonders Hersteller elektrischer Ausrüstungen, Datenverarbeitungsgeräte sowie die Automobilindustrie optimistisch. Der Außenhandel stützte bereits das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal, in dem das BIP um 0,3 Prozent zulegte, vor allem dank eines Anstiegs der Warenexporte um 2,6 Prozent.
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Immobilien: Hohe Kosten, strenge Vorgaben: „Regierung lässt den Wohnungsbau abstürzen“
HandelsblattBei ihrer Kabinettsklausur verspricht die Bundesregierung, Deutschland aus der Krise zu führen. Doch neue Daten des Pestel-Instituts zeigen: Beim Wohnungsbau gehen Wachstumschancen verloren.
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Häufige Fragen
Warum verhängt Kanada Vergeltungszölle gegen die USA?
Nachdem die Handelsgespräche mit Washington gescheitert waren, kündigte Kanada ab dem 8. September Gegenzölle von 15 bis 50 Prozent auf US-Importe im Wert von 27,6 Milliarden kanadischen Dollar an. Zuvor hatten die USA bereits 50-Prozent-Zölle auf kanadische Waren wie Hockeyschläger, Möbel, Honig und Wein erhoben und weitere Erhöhungen ab 2027 angedroht.
Wie hat sich die Exportstimmung in Deutschland laut ifo Institut entwickelt?
Die Exportstimmung deutscher Unternehmen erreichte im August mit plus 9,6 Punkten den höchsten Stand seit Februar 2022, nach minus 2,8 Punkten im Juli. Haupttreiber sind die starke Nachfrage aus der EU sowie Investitionen in Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, während der China-Export weiter schwächelt.
Warum fordert EZB-Direktorin Isabel Schnabel höhere Leitzinsen?
Schnabel sieht bei einem Leitzins von 2,25 Prozent keine Aussicht auf eine baldige Rückkehr zum Inflationsziel und plädiert für eine weitere geldpolitische Straffung, möglicherweise auf 2,5 Prozent. Sie warnt vor Zweitrundeneffekten durch steigende Energiekosten, insbesondere durch niedrige Gasspeicherstände und Lieferrisiken aus dem Persischen Golf.
Was trägt aktuell zum Wachstum der deutschen Wirtschaft bei?
Nach drei Jahren rückläufiger Ausfuhren hat der Export im ersten Halbjahr überraschend die deutsche Wirtschaft angetrieben, während die Inlandsnachfrage schwach bleibt. Teils beruht dies auf Vorzieheffekten wegen der Iran-Krise, teils auf der Erschließung neuer EU-Märkte trotz sinkender Absätze in den USA und China.
Welche Rolle spielt die Inflation im Euroraum für die EZB-Zinsentscheidung im September?
Die Inflation im Euroraum lag im Juli bereits bei 2,9 Prozent, was EZB-Direktorin Schnabel als Argument für eine weitere Zinserhöhung anführt. Die nächste EZB-Zinssitzung, bei der über den Leitzins entschieden wird, findet am 10. September statt.
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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Heute schauen wir auf ein Wirtschaftsbild, das ziemlich viele Facetten hat. Wir haben einen eskalierenden Handelsstreit zwischen den USA und Kanada, wir haben überraschend gute Stimmung bei deutschen Exporteuren, wir haben eine EZB, die über weitere Zinserhöhungen nachdenkt, und wir haben eine Immobilienbranche, die trotz aller Hoffnungssignale weiter in der Krise steckt. Fangen wir mal von außen nach innen an. Starten wir mit dem transatlantischen Handelskonflikt, der gerade richtig Fahrt aufnimmt. Kanada hat angekündigt, ab dem 8. September Vergeltungszölle auf US-Importe zu erheben, und zwar happige 15 bis 50 Prozent auf Waren im Wert von umgerechnet fast 28 Milliarden kanadischen Dollar. Der Hintergrund: Die Handelsgespräche mit Washington sind gescheitert. Die USA hatten vorher schon Zölle von bis zu 50 Prozent auf kanadische Produkte wie Hockeyschläger, Möbel, Honig oder Wein verhängt und drohen jetzt sogar mit noch höheren Abgaben auf Autos, Lastwagen und Stahl ab 2027. Kanadas Premierminister Mark Carney wird da richtig deutlich und wirft den USA vor, gezielt Schlüsselindustrien wie die Auto-, Stahl- und Aluminiumbranche kaputt machen zu wollen. Warum ist das für uns relevant? Weil solche Handelskonflikte nie isoliert bleiben. Wenn sich zwei große Volkswirtschaften gegenseitig mit Zöllen belegen, spürt das am Ende die gesamte globale Lieferkette, auch deutsche Unternehmen, die Teile aus Nordamerika beziehen oder dorthin liefern. Man sollte diesen Konflikt also im Blick behalten, auch wenn er auf den ersten Blick weit weg von uns wirkt. Und damit kommen wir zu den wirklich guten Nachrichten aus Deutschland, denn die gibt es tatsächlich. Das Ifo-Institut hat aktuelle Zahlen zur Exportstimmung veröffentlicht, und die sind richtig stark. Im August ist der entsprechende Index auf plus 9,6 Punkte gestiegen, nach minus 2,8 Punkten im Juli. Das ist der beste Wert seit Februar 2022, also seit dreieinhalb Jahren. Was steckt dahinter? Zum einen eine boomende Nachfrage aus dem EU-Ausland, zum anderen der Digitalisierungs- und KI-Boom, der deutsche Technik für Rechenzentren und elektronische Ausrüstung extrem gefragt macht. Besonders optimistisch sind Hersteller elektrischer Anlagen und Datenverarbeitungsgeräte, aber auch die Automobilindustrie schöpft wieder etwas Hoffnung. Die Kehrseite: Die Exporte nach China bleiben weiterhin schwach, da tut sich einfach nicht viel. Diese verbesserte Exportstimmung passt auch zu den Konjunkturdaten, die die FAZ aufgegriffen hat. Nach drei Jahren rückläufiger Ausfuhren war es ausgerechnet der Export, der die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr angetrieben hat. Das Bruttoinlandsprodukt legte im zweiten Quartal um 0,3 Prozent zu, vor allem weil die Warenexporte um 2,6 Prozent gestiegen sind. Das ist eine echte Überraschung, denn die Binnennachfrage bleibt weiterhin schwach. Wichtig dabei einzuordnen: Ein Teil dieses Exporterfolgs geht auf Vorzieheffekte zurück, weil ausländische Käufer wegen der Iran-Krise vorsichtshalber früher bestellt haben. Aber ein anderer Teil zeigt tatsächlich, dass deutsche Unternehmen anpassungsfähig sind. Trotz sinkender Absätze in den USA und China haben sie sich neue Märkte innerhalb der EU erschlossen, und die gestiegenen Energiepreise wurden erstaunlich gut verkraftet. Der Haken an der Geschichte: Es fehlt weiterhin an Investitionsbereitschaft bei den Unternehmen. Ohne eine kluge Angebotspolitik von der Bundesregierung dürfte aus diesem Aufschwung keine wirklich stabile Erholung werden. Diese vorsichtig positive Grundstimmung greift auch ein Kommentar von n-tv auf, der einen interessanten Punkt macht: Die Wirtschaft läuft aktuell besser, als die Schwarzmalerei der letzten Monate vermuten ließ. Ökonomen und Banken korrigieren ihre Prognosen gerade nach oben, und dieser Vertrauensgewinn könnte tatsächlich helfen, Deutschland aus einer gewissen Pessimismus-Spirale zu befreien. Aber, und das ist wichtig, das Ende der Schwarzmalerei ist noch kein Aufschwung. Es ist eher ein erstes Aufatmen, keine Entwarnung. Auch der Internationale Währungsfonds zeichnet ein differenziertes Bild. IWF-Chefin Kristalina Georgiewa sagt, die Weltwirtschaft habe die Folgen des Irankriegs und der zeitweiligen Sperrung der Straße von Hormus besser weggesteckt als im April noch befürchtet. Staaten haben auf Reserven zurückgegriffen, die Ölproduktion außerhalb der Golfregion ist gestiegen, und insgesamt ist die Energienachfrage gesunken. Das ist eine gute Nachricht. Trotzdem bleibt der Ausblick laut IWF eher abwärtsgerichtet, denn hohe Staatsschulden, eine hartnäckige Inflation und möglicherweise straffere Geldpolitik der Zentralbanken belasten weiterhin. Ein positiver Gegenpol ist der KI-Boom, der vor allem in den USA Investitionen, Unternehmensgewinne und Konsum stützt. Interessant dabei: Der IWF hatte im Juli seine Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft und besonders für Deutschland eigentlich nach unten korrigiert. Die aktuellen Exportdaten könnten also tatsächlich eine kleine positive Überraschung gegenüber diesen eher skeptischen Erwartungen sein. Damit sind wir mitten im Thema Inflation und Zinsen, und da wird es spannend. EZB-Direktorin Isabel Schnabel hat sich klar für eine weitere Zinserhöhung ausgesprochen. Aktuell liegt der Leitzins bei 2,25 Prozent, und Schnabel sieht bei diesem Niveau keine Aussicht darauf, mittelfristig zum Inflationsziel zurückzukehren. Sie warnt vor sogenannten Zweitrundeneffekten, also davor, dass steigende Energiekosten sich über höhere Löhne und Preise weiter durch die gesamte Wirtschaft ziehen. Besonders im Blick hat sie die Erdgaspreise, die durch niedrige Speicherstände in Europa und Lieferunsicherheiten aus dem Persischen Golf unter Druck stehen könnten. Zur Erinnerung: Die Inflation im Euroraum lag im Juli bei 2,9 Prozent, also deutlich über dem Zwei-Prozent-Ziel der EZB. Im Gespräch ist offenbar eine Erhöhung des Leitzinses auf 2,5 Prozent. Die nächste EZB-Zinssitzung findet am 10. September statt, das ist also durchaus ein Termin, den man sich merken sollte. Für Verbraucher und Unternehmen würde das bedeuten: Kredite bleiben teuer, und auch Sparerinnen und Sparer bekommen zwar etwas höhere Zinsen, aber eben auch bei anhaltend hoher Inflation. Zum Schluss noch ein Thema, das zeigt, dass nicht überall Aufwind herrscht: der Wohnungsbau. Das Handelsblatt berichtet über neue Daten des Pestel-Instituts, die ein ziemlich ernüchterndes Bild zeichnen. Während die Bundesregierung bei ihrer Kabinettsklausur große Versprechen macht, Deutschland aus der Krise zu führen, zeigen die Zahlen, dass beim Wohnungsbau gerade massiv Wachstumschancen verloren gehen. Hohe Baukosten und strenge Vorgaben bremsen die Branche weiterhin aus. Das ist ein Beispiel dafür, dass die positive Stimmung im Export nicht automatisch auf alle Wirtschaftsbereiche übertragbar ist. Gerade Branchen, die stark von heimischer Nachfrage und Investitionsentscheidungen abhängen, tun sich weiterhin schwer. Wenn man das alles zusammennimmt, ergibt sich ein Bild von einer deutschen Wirtschaft, die überraschend robust auf den Außenhandel reagiert, während im Inneren, sei es bei Investitionen oder beim Wohnungsbau, weiterhin Bremsen wirken. Gleichzeitig bleibt die Inflation ein Thema, das uns über höhere Zinsen noch länger begleiten wird, und international sorgt der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada für zusätzliche Unsicherheit. Das war's für heute von mir. Kurz zusammengefasst: Bessere Exportstimmung und überraschendes Wachstum in Deutschland, aber gleichzeitig drohende Zinserhöhungen durch die EZB, ein eskalierender Handelskonflikt zwischen den USA und Kanada und anhaltende Probleme im Wohnungsbau. Schaut morgen gerne wieder rein, dann gibt's die nächste Einordnung der wichtigsten Wirtschaftsthemen. Bis dahin, macht's gut, und ein Hinweis noch: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, alle Quellen und Hintergründe findet ihr wie immer auf unserer Website.
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