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Wirtschaft im Fokus
Folge 6927.08.20269:32 KI-vertont

Exportlaune, schwache Löhne und neue Iran-Sanktionen: Die Wirtschaftslage im Überblick (27.08.2026)

Exportstimmung hellt sich auf, Reallöhne stagnieren, neues Wärmenetzgesetz kommt – und international: Zollstreit mit Kanada, US-Iran-Sanktionen und Chinas Sorgen vor dem Trump-Treffen. Dazu Dax, Jackson Hole und Rückschlag für Flugtaxis in Peking.

Themen

In dieser Folge

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  1. 01

    Deutsche Exporteure so optimistisch wie seit viereinhalb Jahren nicht mehr

    Tagesschau

    Das ifo-Exportbarometer ist im August auf plus 9,6 Punkte gestiegen, nach minus 2,8 im Juli – der höchste Wert seit Februar 2022 und der stärkste Anstieg seit über sechs Jahren. Treiber sind vor allem der KI-Boom, der deutsche Technik für Rechenzentren gefragt macht, sowie das boomende Geschäft mit der EU, das die schwächelnden China-Exporte ausgleicht. Besonders zuversichtlich zeigen sich die Hersteller von Elektronik, Datenverarbeitungsgeräten und zunehmend auch die Automobilindustrie, während der Groß- und Außenhandelsverband BGA vor verfrühtem Optimismus warnt und auf staatliche Großaufträge als Teilursache hinweist.

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  2. 02

    Reallöhne in Deutschland wachsen im zweiten Quartal nur noch schwach

    n-tv Wirtschaft

    Wegen der durch den Iran-Krieg gestiegenen Inflation von 2,5 Prozent legten die Reallöhne der deutschen Arbeitnehmer im zweiten Quartal nur um rund 1,5 Prozent zu – der geringste Zuwachs seit Anfang 2025, nach 1,8 und 1,9 Prozent in den Vorquartalen. Laut WSI-Experte Malte Lübker liegen die Reallöhne im Vergleich zum Vorkrisenniveau von 2019 gerade einmal 0,6 Prozent höher, sodass das laufende Jahrzehnt den Beschäftigten kaum echte Kaufkraftgewinne gebracht habe. Besonders stark stiegen die Bruttolöhne in Land- und Forstwirtschaft, Energieversorgung sowie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, während Geringverdiener mit einem Plus von 6,7 Prozent deutlich stärker profitierten als das oberste Einkommensfünftel mit 3,3 Prozent.

    Original
  3. 03

    Bundeskabinett beschließt Eckpunkte für neues Wärmenetzgesetz

    FAZ Wirtschaft

    Die Bundesregierung hat Eckpunkte zur Neuregulierung der Fernwärme beschlossen, die in einem künftigen Wärmenetzgesetz bestehende Verordnungen zusammenführen sollen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche verspricht Unternehmen mehr Planungssicherheit und Verbrauchern mehr Preistransparenz, unter anderem durch verständlichere Preisänderungsklauseln, eine neue Schlichtungsstelle sowie eine Plattform zur Veröffentlichung von Preisen und Tarifstrukturen. Verbände wie der BDEW und der Wirtschaftsrat der CDU begrüßten die Pläne grundsätzlich, warnten aber vor zusätzlicher Bürokratie und forderten, dass Investitionen in den Netzausbau weiterhin über die Wärmepreise refinanzierbar bleiben müssten.

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  4. 04

    Chemie und Pharma: Deutschland fällt im Patente-Ranking zurück

    FAZ Wirtschaft

    Hightech-Agenda hier, Chemie-Agenda dort: Deutschland fällt als Forschungsstandort zurück. Der Branchenverband VCI ruft nach einem Koordinator im Kanzleramt.

    Original
  5. 05

    Dax legt nach Nvidia-Zahlen leicht zu, Fokus richtet sich auf Notenbanktreffen in Jackson Hole

    Manager Magazin

    Der Dax stieg im frühen Handel leicht auf 26.310 Punkte, während Halbleiterwerte wie Infineon und Aixtron von den starken Nvidia-Quartalszahlen profitierten. Delivery Hero legte nach einer erhöhten Jahresprognose zu, und Bilfinger sprang nach einer Hochstufung durch die UBS deutlich an. Anleger richten ihren Blick nun gespannt auf das Notenbanktreffen in Jackson Hole, insbesondere auf die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag, während die Ölpreise angesichts diplomatischer Fortschritte im Nahen Osten weiter nachgaben.

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  6. 06

    Chinas Außenminister warnt vor Risiken im Verhältnis zu den USA vor Treffen mit Trump

    Handelsblatt

    Chinas Chefdiplomat Wang Yi hat beim Treffen mit dem US-Botschafter David Perdue in Peking auf „Risiken und Herausforderungen“ im bilateralen Verhältnis hingewiesen, ein ungewöhnlicher diplomatischer Vorgang. Anlass sind neue US-Sekundärsanktionen gegen Geschäftspartner des Iran, die auch chinesische Unternehmen betreffen, wenn auch schwächer ausfielen als zunächst angedroht. Beide Länder bemühen sich derzeit, eine weitere Eskalation zu vermeiden, um das geplante Treffen zwischen Xi Jinping und Donald Trump am 24. September nicht zu gefährden, bei dem vor allem über eine Verlängerung des im November auslaufenden Stillhalteabkommens verhandelt werden soll.

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  7. 07

    Chinas Flugtaxi-Branche gerät nach Flugzeugcrash in Peking ins Stocken

    FAZ Wirtschaft

    Nachdem Chinas Regierung die Niedrigflugwirtschaft mit Flugtaxis und Drohnen jahrelang als Zukunftsbranche gefördert und großzügig subventioniert hat, bremst ein tödlicher Absturz eines Kleinflugzeugs in ein Pekinger Hochhaus im Juni die Entwicklung nun deutlich aus. Die Aufsichtsbehörden reagieren mit strengeren Sicherheitsauflagen und verzögerten Genehmigungen, sodass Marktführer Ehang seine Umsatzprognose zurückziehen musste und der Aktienkurs stark einbrach. Der Fall zeigt exemplarisch die Risiken der chinesischen Industriepolitik, die gezielt neue Technologiebranchen fördert, ohne deren tatsächliche Marktreife und Sicherheit vorhersehen zu können.

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  8. 08

    Iran: Bevölkerung leidet unter Wirtschaftskrise und neuen US-Sanktionen

    Tagesschau

    Während die USA neue Sanktionen gegen Iran verhängen und auch Handelspartnern wie China Konsequenzen androhen, verschärft sich die wirtschaftliche Not der iranischen Bevölkerung dramatisch. Die Inflation liegt bei rund 128 Prozent, Grundnahrungsmittel wie Obst, Eier oder Fleisch werden für viele Familien unerschwinglich, während der Rial als weltweit schwächste Währung immer weiter abstürzt. Die anhaltende Krise, verstärkt durch den ungelösten Krieg zwischen den USA und Iran, lässt viele Menschen ohne Zukunftsperspektive zurück und macht offene Kritik am Regime zugleich riskant.

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  9. 09

    USA kündigen umfassende Wirtschaftsisolation des Iran an

    n-tv Wirtschaft

    US-Finanzminister Scott Bessent hat im Rahmen der Operation „Economic Outcast“ eine globale Wirtschaftsoffensive gegen den Iran angekündigt, die Staaten und Unternehmen mit drastischen Konsequenzen droht, sollten sie weiterhin mit Teheran Geschäfte betreiben. Ziel sei es, sämtliche Einnahmequellen der iranischen Revolutionsgarden zu kappen, wobei der Fokus auf digitalen Vermögenswerten, Technologie, Gold sowie Luft- und Schifffahrt liegt; zudem wurden fast 60 Unternehmen, Personen und Schiffe sanktioniert. Konkrete Maßnahmen und Zeitpläne blieben jedoch offen, während Präsident Trump die Aktion als „wirtschaftlichen D-Day“ bezeichnete und die Straße von Hormus weiterhin blockiert bleibt, was die weltweiten Energiepreise hochhält.

    Original
  10. 10

    Autos, Lkw, Stahl im VisierTrump eskaliert Zollstreit mit Kanada

    n-tv Wirtschaft

    Präsident Trump kündigt an, dass die USA ab Januar Zölle von 50 Prozent auf Automobile und Autoteile aus Kanada erheben werden. Zuvor sind Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen den beiden Nachbarländern gescheitert.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum ist das ifo-Exportbarometer im August so stark gestiegen?

Das ifo-Exportbarometer kletterte von minus 2,8 auf plus 9,6 Punkte, den höchsten Wert seit Februar 2022. Haupttreiber sind der KI-Boom, der deutsche Technik für Rechenzentren gefragt macht, sowie ein boomendes EU-Geschäft, das schwächelnde China-Exporte ausgleicht.

Wie haben sich die Reallöhne in Deutschland im zweiten Quartal entwickelt?

Die Reallöhne stiegen im zweiten Quartal nur um rund 1,5 Prozent, den geringsten Zuwachs seit Anfang 2025, da die Inflation durch den Iran-Krieg auf 2,5 Prozent kletterte. Im Vergleich zu 2019 liegen die Reallöhne damit erst 0,6 Prozent höher, wobei Geringverdiener mit plus 6,7 Prozent deutlich stärker profitierten als Topverdiener mit 3,3 Prozent.

Was sieht das geplante Wärmenetzgesetz der Bundesregierung vor?

Das Kabinett hat Eckpunkte für ein neues Wärmenetzgesetz beschlossen, das bestehende Fernwärme-Verordnungen zusammenführen soll. Geplant sind mehr Preistransparenz durch verständlichere Preisänderungsklauseln, eine neue Schlichtungsstelle und eine Plattform für Tarife, während Verbände vor zusätzlicher Bürokratie warnen.

Warum fordert der VCI einen Koordinator im Kanzleramt für die Chemie- und Pharmabranche?

Deutschland fällt im internationalen Patente-Ranking bei Chemie und Pharma zurück, obwohl es parallel eine Hightech- und eine Chemie-Agenda gibt. Der Branchenverband VCI sieht mangelnde Koordination als Ursache und fordert daher eine zentrale Steuerung im Kanzleramt.

Worauf richten sich die Blicke der Anleger nach dem Dax-Anstieg durch Nvidia-Zahlen?

Der Dax legte dank starker Nvidia-Quartalszahlen leicht auf 26.310 Punkte zu, wovon besonders Halbleiterwerte wie Infineon und Aixtron profitierten. Nun konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf das Notenbankertreffen in Jackson Hole, insbesondere auf die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag.

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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Heute schauen wir auf ein paar wirklich spannende Entwicklungen, die zeigen, wie unterschiedlich die Stimmung gerade zwischen Deutschland, den USA und China auseinanderläuft. Fangen wir mit den guten Nachrichten aus der deutschen Wirtschaft an, denn die gibt es tatsächlich. Das ifo-Institut hat sein Exportbarometer veröffentlicht, und der Sprung ist beachtlich. Von minus 2,8 Punkten im Juli auf plus 9,6 Punkte im August. Das ist der höchste Stand seit Februar 2022 und der stärkste Anstieg seit über sechs Jahren. Was steckt dahinter? Zum einen der KI-Boom. Deutsche Technik für Rechenzentren ist weltweit gefragt, und davon profitieren vor allem Hersteller von Elektronik und Datenverarbeitungsgeräten. Zum anderen läuft das Geschäft mit der EU derzeit richtig gut und gleicht die schwächelnden China-Exporte aus. Sogar die Automobilindustrie zeigt sich zunehmend optimistischer, was angesichts der schwierigen letzten Monate schon eine kleine Überraschung ist. Der Groß- und Außenhandelsverband BGA dämpft die Euphorie allerdings ein wenig und weist darauf hin, dass ein Teil dieses Aufschwungs auf staatliche Großaufträge zurückgeht, also nicht unbedingt eine breite, nachhaltige Erholung widerspiegelt. Trotzdem, ein Lichtblick nach vielen Monaten mit eher trüben Zahlen. Weniger erfreulich sieht es bei den Löhnen aus. Im zweiten Quartal sind die Reallöhne in Deutschland nur noch um etwa 1,5 Prozent gestiegen, das ist der schwächste Zuwachs seit Anfang 2025. Grund dafür ist die durch den Iran-Krieg gestiegene Inflation von 2,5 Prozent, die einen Teil der Lohnsteigerungen einfach wieder aufgefressen hat. Und wenn man das Ganze etwas größer denkt, wird es noch ernüchternder. WSI-Experte Malte Lübker rechnet vor, dass die Reallöhne heute gerade einmal 0,6 Prozent höher liegen als vor der Pandemie im Jahr 2019. Das bedeutet, das gesamte Jahrzehnt hat den Beschäftigten in Deutschland kaum echte Kaufkraftgewinne gebracht. Interessant ist aber, wer innerhalb dieser Entwicklung besonders profitiert hat. Geringverdiener konnten ihre Bruttolöhne um 6,7 Prozent steigern, während das oberste Einkommensfünftel nur auf 3,3 Prozent kam. Die Lohnschere hat sich also zumindest etwas geschlossen, auch wenn das Gesamtbild insgesamt eher mau bleibt. Auch strukturell gibt es Warnsignale. Die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie verliert offenbar an Boden, wenn es um neue Patente geht. Der Branchenverband VCI schlägt Alarm und fordert einen zentralen Koordinator im Kanzleramt, der die verschiedenen Technologie-Agenden der Regierung besser aufeinander abstimmt. Das zeigt ein Muster, das wir auch bei anderen Themen sehen. Deutschland hat viele einzelne Strategien und Programme, aber es fehlt oft an einer klaren, gebündelten Linie. Ein Beispiel für so eine gebündelte Linie versucht die Bundesregierung immerhin beim Thema Fernwärme zu liefern. Das Kabinett hat Eckpunkte für ein neues Wärmenetzgesetz beschlossen, das mehrere bestehende Verordnungen zusammenführen soll. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche verspricht dadurch mehr Planungssicherheit für Unternehmen und mehr Preistransparenz für Verbraucher. Konkret soll es verständlichere Preisänderungsklauseln geben, eine neue Schlichtungsstelle für Streitfälle sowie eine Plattform, auf der Preise und Tarifstrukturen einsehbar sind. Branchenverbände wie der BDEW und der Wirtschaftsrat der CDU begrüßen das grundsätzlich, mahnen aber an, dass die nötigen Investitionen in den Netzausbau weiterhin über die Wärmepreise finanzierbar bleiben müssen. Es bleibt also ein Balanceakt zwischen Verbraucherschutz und Investitionsanreizen. Kommen wir zu den Märkten. Der Dax ist heute im frühen Handel leicht gestiegen, auf rund 26.310 Punkte. Getrieben wurde das vor allem von den starken Quartalszahlen von Nvidia, von denen auch deutsche Halbleiterwerte wie Infineon und Aixtron profitiert haben. Delivery Hero legte nach einer angehobenen Jahresprognose zu, und Bilfinger sprang nach einer Hochstufung durch die UBS deutlich nach oben. Die eigentliche Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich aber auf etwas anderes, nämlich auf das Notenbanktreffen in Jackson Hole. Besonders gespannt wird die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag erwartet, die richtungsweisend für die künftige US-Zinspolitik sein könnte. Nebenbei bemerkt sind die Ölpreise weiter gesunken, unter anderem wegen diplomatischer Fortschritte im Nahen Osten. Und damit sind wir mitten im internationalen Teil unserer heutigen Ausgabe, der es diesmal in sich hat. Zwischen den USA und China brodelt es weiter. Chinas Chefdiplomat Wang Yi hat bei einem Treffen mit dem US-Botschafter David Perdue in Peking offen von Risiken und Herausforderungen im bilateralen Verhältnis gesprochen. Das ist diplomatisch schon ein ungewöhnlich deutlicher Ton. Hintergrund sind neue amerikanische Sekundärsanktionen gegen Geschäftspartner des Iran, von denen auch chinesische Unternehmen betroffen sind, wenn auch schwächer als ursprünglich angedroht. Beide Seiten scheinen aber ein Interesse daran zu haben, eine größere Eskalation zu vermeiden. Denn am 24. September ist ein Treffen zwischen Xi Jinping und Donald Trump geplant, bei dem es vor allem um eine Verlängerung des im November auslaufenden Stillhalteabkommens gehen soll. Wirtschaftlich ist da also einiges in der Schwebe. Die Iran-Sanktionen selbst haben es ebenfalls in sich. US-Finanzminister Scott Bessent hat unter dem Namen Operation Economic Outcast eine umfassende globale Wirtschaftsoffensive gegen den Iran angekündigt. Ziel ist es, sämtliche Einnahmequellen der iranischen Revolutionsgarden zu kappen, mit Fokus auf digitale Vermögenswerte, Technologie, Gold sowie Luft- und Schifffahrt. Fast 60 Unternehmen, Personen und Schiffe wurden bereits sanktioniert. Präsident Trump nannte die Aktion einen wirtschaftlichen D-Day, konkrete nächste Schritte blieben aber offen. Was das für die betroffene Bevölkerung im Iran bedeutet, zeigt ein Bericht der Tagesschau sehr eindringlich. Die Inflation liegt dort inzwischen bei rund 128 Prozent, Grundnahrungsmittel wie Obst, Eier oder Fleisch werden für viele Familien schlicht unerschwinglich, und der Rial ist mittlerweile die schwächste Währung weltweit. Eine Krise mit direkten Folgen für ganz normale Menschen, verschärft durch den ungelösten Konflikt zwischen den USA und Iran. Und solange die Straße von Hormus weiterhin blockiert bleibt, wirkt sich das auch auf die weltweiten Energiepreise aus. Auch in China selbst gibt es wirtschaftliche Rückschläge, wenn auch aus einem ganz anderen Bereich. Die Flugtaxi-Branche, die von der Regierung jahrelang als Zukunftstechnologie gefördert und subventioniert wurde, gerät nach einem tödlichen Flugzeugabsturz in ein Pekinger Hochhaus im Juni ins Stocken. Die Behörden reagieren jetzt mit strengeren Sicherheitsauflagen und verzögerten Genehmigungen. Marktführer Ehang musste seine Umsatzprognose zurückziehen, die Aktie brach deutlich ein. Der Fall zeigt ziemlich gut, wie riskant Chinas Strategie sein kann, gezielt neue Technologiebranchen mit viel Geld nach vorne zu treiben, ohne dass die tatsächliche Sicherheit und Marktreife wirklich mithalten. Zum Schluss noch ein Blick auf einen weiteren Handelskonflikt, dieses Mal zwischen den USA und einem eigentlich engen Partner. Präsident Trump hat angekündigt, ab Januar Zölle von 50 Prozent auf Automobile und Autoteile aus Kanada zu erheben. Vorausgegangen sind gescheiterte Verhandlungen über ein neues Handelsabkommen zwischen beiden Ländern. Das zeigt, dass auch traditionell enge Wirtschaftsbeziehungen derzeit nicht vor Verwerfungen sicher sind. Insgesamt also ein Tag mit vielen Gegensätzen. In Deutschland überwiegt bei den Exporten vorsichtiger Optimismus, während die Löhne der Beschäftigten kaum vorankommen. International dagegen dominieren Spannungen, sei es zwischen den USA und Iran, den USA und China, oder den USA und Kanada. An den Finanzmärkten richtet sich der Blick vor allem nach Jackson Hole, wo am Freitag wichtige Signale zur künftigen Zinspolitik erwartet werden. Das war's für heute von mir. Morgen sind wir wieder mit den wichtigsten Wirtschaftsthemen für euch da. Bis dahin, macht's gut. Und ein Hinweis zum Schluss, dieser Podcast wurde vollständig von einer künstlichen Intelligenz erstellt. Alle Quellen und Hintergründe zu den heutigen Themen findet ihr wie immer auf unserer Website.

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