Chip-Zölle, Chemie-Aufhellung und Milliarden für Rechenzentren (28.08.2026)
Chip-Zölle für Laptops und Konsolen, Hitzeschutz im Job und Fachkräftemangel trotz Flaute: Die Chemieindustrie blickt optimistischer nach vorn, während Bert Rürup vor deutscher Untergangslust warnt und der IWF Entwarnung bei der Energiekrise gibt.
In dieser Folge
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USA erwägen offenbar Ausweitung der Chip-Zölle auf Laptops und Spielekonsolen
n-tv WirtschaftEinem Bericht des Magazins Politico zufolge prüft die US-Regierung, Halbleiter-Zölle nicht nur auf Chips selbst, sondern auch auf Produkte wie Laptops, Spielekonsolen und Server auszuweiten, was die Preise für diese Geräte in den USA erhöhen könnte. Handelsminister Howard Lutnick soll eine Regelung favorisieren, wonach ausländische Unternehmen nur bei Investitionen in die US-Chipfertigung von den Zöllen ausgenommen würden, zudem sei eine schrittweise Einführung im Gespräch. Das US-Handelsministerium bezeichnete den Bericht bislang als grundlose Spekulation, während Präsident Trump die Rückverlagerung kritischer Fertigung in die USA als oberste Priorität betont.
Original - 02
Trotz Konjunkturflaute: In diesen Branchen werden noch Fachkräfte gesucht
TagesschauDer Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit zeigt für August eine anhaltende Seitwärtsbewegung auf dem deutschen Arbeitsmarkt, wobei einzelne Branchen wie der öffentliche Dienst, der Finanzsektor, die Energie- und Wasserwirtschaft sowie das verarbeitende Gewerbe leichte Zuwächse verzeichnen. Besonders gefragt sind weiterhin Fachkräfte in Pflege, Gesundheit, Erziehung, Handwerk und Bau, während die Automobilindustrie Stellen abbaut und stattdessen die Rüstungsbranche mit Unternehmen wie Rheinmetall und Renk deutliche Zuwächse zeigt. Der demografische Wandel durch den Renteneintritt der Babyboomer verschärft den Fachkräftemangel zusätzlich, wobei Experten auch mangelnde Mobilität und fehlenden günstigen Wohnraum als Hemmnisse für mehr Beschäftigung nennen.
Original - 03
Chemieindustrie in Deutschland: Ifo meldet erstmals wieder positive Geschäftslage
Manager MagazinNach vier Jahren bewertet die deutsche Chemieindustrie ihre Geschäftslage laut Ifo-Institut erstmals wieder positiv, das Geschäftsklima stieg im August deutlich von minus 26,3 auf minus 2,4 Punkte. Grund ist unter anderem die anhaltende Blockade der Straße von Hormus, die Lieferausfälle in Asien verursacht und die Nachfrage nach deutschen Chemieerzeugnissen erhöht, während sich auch das Exportgeschäft und die Versorgungslage bei Materialknappheit verbessern. Strukturelle Probleme wie hohe Energie- und Standortkosten belasten die Branche jedoch weiterhin, sodass trotz der Erholung mit weiterem Personalabbau gerechnet wird.
Original - 04
Bert Rürup: Deutschland: Die fatale Lust am Untergang
HandelsblattDie deutsche Wirtschaft ist leistungsfähiger als ihr Ruf. Was dem Land fehlt, ist eine kommunikativ starke und entschlossen handelnde Bundesregierung.
Original - 05
Wie Unternehmen ihre Beschäftigten vor Sommerhitze schützen
TagesschauAngesichts steigender Temperaturen ergreifen Unternehmen wie die Berliner Druckerei PIEREG und der Entsorgungsbetrieb Berlin Recycling zunehmend Maßnahmen zum Hitzeschutz, etwa durch reflektierende Dächer, Photovoltaikanlagen, angepasste Schichtzeiten, klimatisierte Fahrzeugkabinen und kostenlose Getränke sowie Sonnenschutzmittel für Mitarbeitende. Eine Studie von Allianz Research zeigt, dass Hitzewellen erhebliche wirtschaftliche Folgen haben können – allein die zweiwöchige Hitzeperiode im Juni habe das europäische Wirtschaftswachstum um 0,3 Prozentpunkte gedrückt, da hohe Temperaturen ab etwa 30 Grad die Produktivität durch gesundheitliche Belastungen und schlechteren Schlaf verringern. Besonders Europa sei betroffen, was auf eine alternde Bevölkerung, dicht bebaute Städte und eine geringe Verbreitung von Klimaanlagen zurückgeführt wird, weshalb Hitzeschutz für Arbeitgeber zunehmend zu einer festen Aufgabe wird.
Original - 06
Geschäftsklima in der Chemieindustrie hellt sich deutlich auf
ifo InstitutDas ifo Geschäftsklima für die deutsche Chemieindustrie ist im August stark gestiegen und liegt mit minus 2,4 Punkten deutlich über dem Juli-Wert von minus 26,3 Punkten. Erstmals seit vier Jahren bewerten die Unternehmen ihre aktuelle Lage sowie die Erwartungen positiver, was laut ifo-Expertin Anna Wolf vor allem an der Blockade der Straße von Hormus liegt, die Lieferausfälle in Asien verursacht und die Nachfrage nach deutscher Chemieproduktion sowie den Export ankurbelt. Trotz nachlassender Materialknappheit belasten strukturelle Probleme wie hohe Energiekosten die Branche weiterhin, sodass die Unternehmen trotz der Belebung mit weiterem Personalabbau rechnen, während staatliche Investitionsprogramme mittelfristig stützend wirken könnten.
Original - 07
Depot-Betreiberin GDC kündigt alle Verträge – Wirtschaftsticker der FAZ
FAZ WirtschaftDie insolvente GDC Deutschland GmbH, Betreiberin der Deko-Kette Depot, stellt Ende September ihren Geschäftsbetrieb ein und kündigt sämtliche Arbeits- und Mietverträge, wovon rund 730 Beschäftigte betroffen sind; Inhaber Christian Gries will die Marke jedoch in eine neue Gesellschaft überführen und mit weniger Filialen fortführen. Daneben meldet der Ticker eine erste positive Geschäftslage-Einschätzung der deutschen Chemieindustrie seit vier Jahren laut Ifo-Institut, eine krankheitsbedingte Vertretung von Evonik-Chef Christian Kullmann durch Claus Rettig sowie eine 200-Millionen-Euro-Förderung der ESA für das Raumfahrt-Start-up Isar Aerospace. Zudem wird über 109 Klagen gegen Zalando nach Kündigungen in Erfurt, ein Gespräch von Vize-Kanzler Klingbeil mit Unicredit-Chef Orcel zur Commerzbank-Übernahme sowie einen Verlust von fast 384 Millionen Euro bei der Meyer Werft berichtet.
Original - 08
Geldanlage mit KI: Nutzen künstlicher Intelligenz für das Depot
Manager MagazinDer Artikel des Manager Magazins behandelt den Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Geldanlage und deren potenziellen Nutzen für Anleger. Der vollständige Inhalt ist jedoch nicht mehr frei zugänglich, da der Artikel-Link abgelaufen ist oder das Zugriffslimit von zehn Aufrufen überschritten wurde. Interessierte Leser benötigen ein manager+ Abonnement, um den vollständigen Text einsehen zu können.
Original - 09
Schwarz Gruppe investiert Milliarden in Rechenzentrum bei Rostock
Manager MagazinDie Lidl- und Kaufland-Mutter Schwarz Gruppe plant den Bau eines Großrechenzentrums in Dummerstorf bei Rostock mit einer Kapazität von 240 Megawatt bis 2033, wofür 5,6 Milliarden Euro investiert werden sollen. Als Standortvorteile nennt das Unternehmen die reichlich verfügbare Windenergie in Mecklenburg-Vorpommern sowie den Anschluss an das Höchstspannungsnetz; zudem soll die Abwärme künftig zur Wärmeversorgung Rostocks genutzt werden. Mit dem Projekt, das an ein ähnlich großes Vorhaben in Brandenburg anknüpft, will sich die Sparte Schwarz Digits als europäischer Cloud-Anbieter und digitale Alternative zu US-Konzernen wie Amazon und Microsoft positionieren, obwohl deren bisheriger Geschäftserfolg noch verhalten ausfiel.
Original - 10
IWF: Weltwirtschaft übersteht Energiekrise besser als erwartet
n-tv WirtschaftDer IWF sieht die Weltwirtschaft trotz des Iran-Kriegs und der zeitweiligen Schließung der Straße von Hormus robuster als befürchtet, da freigegebene Öl- und Gasreserven sowie der Ausbau erneuerbarer Energien die Folgen abgemildert haben. IWF-Chefin Georgieva warnte jedoch vor Selbstzufriedenheit, da der Energieschock noch nicht überstanden sei und ein erneuter Ölpreisanstieg Inflation und Zinsen wieder anheizen könnte. Zudem äußerte sie Sorge über die zunehmend angespannte Haushaltslage einiger Staaten und mahnte den Abbau globaler Handelsungleichgewichte an, etwa durch eine stärkere Binnenorientierung Chinas.
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USA erwägen offenbar Ausweitung der Chip-Zölle auf Laptops und Spielekonsolen
n-tv WirtschaftEinem Bericht des Magazins Politico zufolge prüft die US-Regierung, Halbleiter-Zölle nicht nur auf Chips selbst, sondern auch auf Produkte wie Laptops, Spielekonsolen und Server auszuweiten, was die Preise für diese Geräte in den USA erhöhen könnte. Handelsminister Howard Lutnick soll eine Regelung favorisieren, wonach ausländische Unternehmen nur bei Investitionen in die US-Chipfertigung von den Zöllen ausgenommen würden, zudem sei eine schrittweise Einführung im Gespräch. Das US-Handelsministerium bezeichnete den Bericht bislang als grundlose Spekulation, während Präsident Trump die Rückverlagerung kritischer Fertigung in die USA als oberste Priorität betont.
Original - 02
Trotz Konjunkturflaute: In diesen Branchen werden noch Fachkräfte gesucht
TagesschauDer Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit zeigt für August eine anhaltende Seitwärtsbewegung auf dem deutschen Arbeitsmarkt, wobei einzelne Branchen wie der öffentliche Dienst, der Finanzsektor, die Energie- und Wasserwirtschaft sowie das verarbeitende Gewerbe leichte Zuwächse verzeichnen. Besonders gefragt sind weiterhin Fachkräfte in Pflege, Gesundheit, Erziehung, Handwerk und Bau, während die Automobilindustrie Stellen abbaut und stattdessen die Rüstungsbranche mit Unternehmen wie Rheinmetall und Renk deutliche Zuwächse zeigt. Der demografische Wandel durch den Renteneintritt der Babyboomer verschärft den Fachkräftemangel zusätzlich, wobei Experten auch mangelnde Mobilität und fehlenden günstigen Wohnraum als Hemmnisse für mehr Beschäftigung nennen.
Original - 03
Chemieindustrie in Deutschland: Ifo meldet erstmals wieder positive Geschäftslage
Manager MagazinNach vier Jahren bewertet die deutsche Chemieindustrie ihre Geschäftslage laut Ifo-Institut erstmals wieder positiv, das Geschäftsklima stieg im August deutlich von minus 26,3 auf minus 2,4 Punkte. Grund ist unter anderem die anhaltende Blockade der Straße von Hormus, die Lieferausfälle in Asien verursacht und die Nachfrage nach deutschen Chemieerzeugnissen erhöht, während sich auch das Exportgeschäft und die Versorgungslage bei Materialknappheit verbessern. Strukturelle Probleme wie hohe Energie- und Standortkosten belasten die Branche jedoch weiterhin, sodass trotz der Erholung mit weiterem Personalabbau gerechnet wird.
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Bert Rürup: Deutschland: Die fatale Lust am Untergang
HandelsblattDie deutsche Wirtschaft ist leistungsfähiger als ihr Ruf. Was dem Land fehlt, ist eine kommunikativ starke und entschlossen handelnde Bundesregierung.
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Wie Unternehmen ihre Beschäftigten vor Sommerhitze schützen
TagesschauAngesichts steigender Temperaturen ergreifen Unternehmen wie die Berliner Druckerei PIEREG und der Entsorgungsbetrieb Berlin Recycling zunehmend Maßnahmen zum Hitzeschutz, etwa durch reflektierende Dächer, Photovoltaikanlagen, angepasste Schichtzeiten, klimatisierte Fahrzeugkabinen und kostenlose Getränke sowie Sonnenschutzmittel für Mitarbeitende. Eine Studie von Allianz Research zeigt, dass Hitzewellen erhebliche wirtschaftliche Folgen haben können – allein die zweiwöchige Hitzeperiode im Juni habe das europäische Wirtschaftswachstum um 0,3 Prozentpunkte gedrückt, da hohe Temperaturen ab etwa 30 Grad die Produktivität durch gesundheitliche Belastungen und schlechteren Schlaf verringern. Besonders Europa sei betroffen, was auf eine alternde Bevölkerung, dicht bebaute Städte und eine geringe Verbreitung von Klimaanlagen zurückgeführt wird, weshalb Hitzeschutz für Arbeitgeber zunehmend zu einer festen Aufgabe wird.
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Geschäftsklima in der Chemieindustrie hellt sich deutlich auf
ifo InstitutDas ifo Geschäftsklima für die deutsche Chemieindustrie ist im August stark gestiegen und liegt mit minus 2,4 Punkten deutlich über dem Juli-Wert von minus 26,3 Punkten. Erstmals seit vier Jahren bewerten die Unternehmen ihre aktuelle Lage sowie die Erwartungen positiver, was laut ifo-Expertin Anna Wolf vor allem an der Blockade der Straße von Hormus liegt, die Lieferausfälle in Asien verursacht und die Nachfrage nach deutscher Chemieproduktion sowie den Export ankurbelt. Trotz nachlassender Materialknappheit belasten strukturelle Probleme wie hohe Energiekosten die Branche weiterhin, sodass die Unternehmen trotz der Belebung mit weiterem Personalabbau rechnen, während staatliche Investitionsprogramme mittelfristig stützend wirken könnten.
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Depot-Betreiberin GDC kündigt alle Verträge – Wirtschaftsticker der FAZ
FAZ WirtschaftDie insolvente GDC Deutschland GmbH, Betreiberin der Deko-Kette Depot, stellt Ende September ihren Geschäftsbetrieb ein und kündigt sämtliche Arbeits- und Mietverträge, wovon rund 730 Beschäftigte betroffen sind; Inhaber Christian Gries will die Marke jedoch in eine neue Gesellschaft überführen und mit weniger Filialen fortführen. Daneben meldet der Ticker eine erste positive Geschäftslage-Einschätzung der deutschen Chemieindustrie seit vier Jahren laut Ifo-Institut, eine krankheitsbedingte Vertretung von Evonik-Chef Christian Kullmann durch Claus Rettig sowie eine 200-Millionen-Euro-Förderung der ESA für das Raumfahrt-Start-up Isar Aerospace. Zudem wird über 109 Klagen gegen Zalando nach Kündigungen in Erfurt, ein Gespräch von Vize-Kanzler Klingbeil mit Unicredit-Chef Orcel zur Commerzbank-Übernahme sowie einen Verlust von fast 384 Millionen Euro bei der Meyer Werft berichtet.
Original - 08
Geldanlage mit KI: Nutzen künstlicher Intelligenz für das Depot
Manager MagazinDer Artikel des Manager Magazins behandelt den Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Geldanlage und deren potenziellen Nutzen für Anleger. Der vollständige Inhalt ist jedoch nicht mehr frei zugänglich, da der Artikel-Link abgelaufen ist oder das Zugriffslimit von zehn Aufrufen überschritten wurde. Interessierte Leser benötigen ein manager+ Abonnement, um den vollständigen Text einsehen zu können.
Original - 09
Schwarz Gruppe investiert Milliarden in Rechenzentrum bei Rostock
Manager MagazinDie Lidl- und Kaufland-Mutter Schwarz Gruppe plant den Bau eines Großrechenzentrums in Dummerstorf bei Rostock mit einer Kapazität von 240 Megawatt bis 2033, wofür 5,6 Milliarden Euro investiert werden sollen. Als Standortvorteile nennt das Unternehmen die reichlich verfügbare Windenergie in Mecklenburg-Vorpommern sowie den Anschluss an das Höchstspannungsnetz; zudem soll die Abwärme künftig zur Wärmeversorgung Rostocks genutzt werden. Mit dem Projekt, das an ein ähnlich großes Vorhaben in Brandenburg anknüpft, will sich die Sparte Schwarz Digits als europäischer Cloud-Anbieter und digitale Alternative zu US-Konzernen wie Amazon und Microsoft positionieren, obwohl deren bisheriger Geschäftserfolg noch verhalten ausfiel.
Original - 10
IWF: Weltwirtschaft übersteht Energiekrise besser als erwartet
n-tv WirtschaftDer IWF sieht die Weltwirtschaft trotz des Iran-Kriegs und der zeitweiligen Schließung der Straße von Hormus robuster als befürchtet, da freigegebene Öl- und Gasreserven sowie der Ausbau erneuerbarer Energien die Folgen abgemildert haben. IWF-Chefin Georgieva warnte jedoch vor Selbstzufriedenheit, da der Energieschock noch nicht überstanden sei und ein erneuter Ölpreisanstieg Inflation und Zinsen wieder anheizen könnte. Zudem äußerte sie Sorge über die zunehmend angespannte Haushaltslage einiger Staaten und mahnte den Abbau globaler Handelsungleichgewichte an, etwa durch eine stärkere Binnenorientierung Chinas.
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Häufige Fragen
Warum erwägen die USA eine Ausweitung der Chip-Zölle auf Laptops und Spielekonsolen?
Die US-Regierung prüft laut einem Politico-Bericht, Halbleiter-Zölle nicht nur auf Chips, sondern auch auf Endgeräte wie Laptops, Spielekonsolen und Server auszudehnen, um die Rückverlagerung der Chipfertigung in die USA zu forcieren. Ausländische Unternehmen sollen nur bei Investitionen in US-Chipfabriken von den Zöllen befreit werden, eine schrittweise Einführung ist im Gespräch.
Welche Branchen suchen trotz Konjunkturflaute noch Fachkräfte in Deutschland?
Besonders gefragt sind weiterhin Pflege, Gesundheit, Erziehung, Handwerk und Bau, während öffentlicher Dienst, Finanzsektor, Energie- und Wasserwirtschaft leichte Zuwächse zeigen. Die Rüstungsbranche mit Unternehmen wie Rheinmetall und Renk wächst deutlich, während die Automobilindustrie Stellen abbaut.
Warum verbessert sich das Geschäftsklima der deutschen Chemieindustrie erstmals seit vier Jahren?
Laut Ifo-Institut stieg das Geschäftsklima im August von minus 26,3 auf minus 2,4 Punkte, da die Blockade der Straße von Hormus Lieferausfälle in Asien verursacht und dadurch die Nachfrage nach deutschen Chemieerzeugnissen erhöht. Strukturelle Probleme wie hohe Energie- und Standortkosten bleiben jedoch bestehen, weshalb weiterer Personalabbau erwartet wird.
Wie schützen Unternehmen ihre Beschäftigten vor Sommerhitze und warum ist das wirtschaftlich relevant?
Firmen wie die Berliner Druckerei PIEREG und Berlin Recycling setzen auf reflektierende Dächer, Photovoltaik, angepasste Schichtzeiten, klimatisierte Fahrzeuge sowie kostenlose Getränke und Sonnenschutz. Laut Allianz Research kostete die Hitzewelle im Juni Europa allein 0,3 Prozentpunkte Wirtschaftswachstum, da Temperaturen ab etwa 30 Grad die Produktivität durch gesundheitliche Belastung und schlechteren Schlaf senken.
Was meint Bert Rürup mit der 'fatalen Lust am Untergang' in Bezug auf die deutsche Wirtschaft?
Rürup argumentiert, dass die deutsche Wirtschaft leistungsfähiger ist als ihr öffentlicher Ruf vermuten lässt. Dem Land fehle es vor allem an einer kommunikativ starken und entschlossen handelnden Bundesregierung, um dieses Potenzial sichtbar zu machen.
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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Heute geht es um eine ganze Menge Bewegung in der deutschen und internationalen Wirtschaft, von möglichen neuen US-Zöllen über den Arbeitsmarkt bis hin zu überraschend guten Signalen aus der Chemieindustrie. Fangen wir gleich an. Erstmal ein Blick über den Atlantik. Die US-Regierung prüft offenbar, ihre Chip-Zölle deutlich auszuweiten. Bisher ging es vor allem um Halbleiter selbst, jetzt könnten auch fertige Produkte wie Laptops, Spielekonsolen und Server betroffen sein. Das berichtet das Magazin Politico, und wenn das so kommt, würde das die Preise für solche Geräte in den USA ziemlich direkt nach oben treiben. Handelsminister Howard Lutnick soll dabei eine Regelung bevorzugen, nach der ausländische Unternehmen nur dann von den Zöllen verschont bleiben, wenn sie selbst in die US-Chipfertigung investieren. Auch eine schrittweise Einführung ist im Gespräch. Offiziell bezeichnet das US-Handelsministerium den Bericht noch als Spekulation, aber die Richtung ist klar: Präsident Trump will kritische Fertigung zurück in die USA holen, und das mit ziemlich viel Nachdruck. Für deutsche und europäische Unternehmen, die Elektronik oder Bauteile in die USA liefern, wäre das ein Thema, das man im Blick behalten sollte, denn steigende Kosten auf der einen Seite bedeuten oft Anpassungsdruck auf der anderen. Jetzt aber nach Deutschland, zum Arbeitsmarkt. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit zeigt für August: Es bewegt sich kaum was, eine klassische Seitwärtsbewegung. Aber unter der Oberfläche gibt es durchaus Unterschiede. Der öffentliche Dienst, der Finanzsektor, die Energie- und Wasserwirtschaft und das verarbeitende Gewerbe legen leicht zu. Ganz konkret gesucht werden weiterhin Fachkräfte in Pflege, Gesundheit, Erziehung, im Handwerk und am Bau, also in Bereichen, die schon länger unter Personalmangel leiden. Auf der anderen Seite baut die Automobilindustrie Stellen ab, während die Rüstungsbranche mit Unternehmen wie Rheinmetall und Renk kräftig wächst. Das zeigt ganz gut, wie sich die deutsche Wirtschaft gerade verschiebt. Und dazu kommt ein Faktor, der uns noch länger begleiten wird: Die geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge gehen jetzt in Rente, das verschärft den Fachkräftemangel zusätzlich. Experten weisen außerdem darauf hin, dass fehlende Mobilität und knapper, bezahlbarer Wohnraum viele Menschen davon abhalten, überhaupt dort zu arbeiten, wo Stellen frei sind. Das ist also nicht nur ein Zahlenproblem, sondern auch ein strukturelles. Ein Thema, das direkt mit dem Arbeitsmarkt zusammenhängt, aber oft unterschätzt wird: Hitze am Arbeitsplatz. Immer mehr Unternehmen reagieren darauf, zum Beispiel eine Berliner Druckerei und ein Entsorgungsbetrieb in Berlin, die mit reflektierenden Dächern, eigenen Photovoltaikanlagen, angepassten Schichtzeiten und klimatisierten Fahrzeugkabinen arbeiten. Das ist kein reiner Wohlfühlfaktor, sondern hat handfeste wirtschaftliche Gründe. Eine Studie von Allianz Research zeigt, dass allein die zweiwöchige Hitzewelle im Juni das europäische Wirtschaftswachstum um 0,3 Prozentpunkte gedrückt hat. Ab etwa 30 Grad sinkt die Produktivität messbar, weil Gesundheit und Schlafqualität leiden. Besonders betroffen ist Europa, wegen der alternden Bevölkerung, dicht bebauter Städte und vergleichsweise wenig verbreiteter Klimaanlagen. Hitzeschutz wird für Arbeitgeber also zunehmend zu einer festen, wirtschaftlich relevanten Aufgabe und nicht mehr nur zu einer Randnotiz im Sommer. Kommen wir zu einer wirklich positiven Meldung, und die kommt ausgerechnet aus einer Branche, die lange gelitten hat: der Chemieindustrie. Laut ifo-Institut bewerten die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage erstmals seit vier Jahren wieder positiv. Das Geschäftsklima ist im August deutlich gestiegen, von minus 26,3 auf minus 2,4 Punkte. Das ist ein richtiger Sprung. Der Hauptgrund dahinter ist etwas überraschend: Die anhaltende Blockade der Straße von Hormus sorgt für Lieferausfälle in Asien, und das erhöht die Nachfrage nach deutschen Chemieerzeugnissen. Auch das Exportgeschäft und die Versorgungslage bei Rohstoffen haben sich verbessert. Trotzdem, und das ist wichtig, bleiben die strukturellen Probleme bestehen. Hohe Energiekosten und teure Standortbedingungen belasten die Branche weiterhin, weshalb trotz der besseren Stimmung weiterhin mit Personalabbau gerechnet wird. Also eine Erholung, aber keine Entwarnung. Und das passt eigentlich ganz gut zu einer Einschätzung, die aktuell im Handelsblatt diskutiert wird. Der Ökonom Bert Rürup argumentiert, dass die deutsche Wirtschaft leistungsfähiger ist als ihr aktueller Ruf. Sein Punkt: Es fehlt weniger an echter wirtschaftlicher Substanz, sondern eher an einer Bundesregierung, die klar kommuniziert und entschlossen handelt. Ein Gedanke, der sich mit den Chemiedaten deckt. Die Grundlagen sind teilweise besser, als es die Stimmung im Land vermuten lässt, aber ohne klare politische Linie bleibt viel Potenzial ungenutzt. Auch international gibt es ein ähnliches Muster von Robustheit trotz Risiken. Der Internationale Währungsfonds sieht die Weltwirtschaft besser durch die jüngste Energiekrise gekommen, als viele erwartet hatten. Trotz des Iran-Konflikts und der zeitweisen Sperrung der Straße von Hormus haben freigegebene Öl- und Gasreserven sowie der Ausbau erneuerbarer Energien größere Schäden verhindert. IWF-Chefin Kristalina Georgieva warnt aber ausdrücklich vor Selbstzufriedenheit. Der Energieschock sei noch nicht ausgestanden, ein erneuter Ölpreisanstieg könnte Inflation und Zinsen wieder anheizen. Zusätzlich macht sie sich Sorgen über die angespannte Haushaltslage vieler Staaten und mahnt an, globale Handelsungleichgewichte abzubauen, unter anderem durch eine stärkere Binnenorientierung Chinas. Also, insgesamt ein vorsichtig positives Bild, aber mit klaren Warnsignalen. Zum Schluss noch ein paar Unternehmensnachrichten, die zeigen, wie unterschiedlich es gerade in der deutschen Wirtschaft zugeht. Die Schwarz Gruppe, bekannt durch Lidl und Kaufland, investiert 5,6 Milliarden Euro in ein riesiges Rechenzentrum bei Rostock, mit einer Kapazität von 240 Megawatt bis 2033. Genutzt werden sollen dabei die reichlich verfügbare Windenergie in der Region und sogar die Abwärme für die Wärmeversorgung Rostocks. Ziel ist es, sich mit der Sparte Schwarz Digits als europäische Alternative zu US-Cloud-Anbietern wie Amazon und Microsoft zu positionieren, auch wenn der wirtschaftliche Erfolg bisher noch verhalten ausfällt. Ganz anders sieht es bei der Deko-Kette Depot aus. Die Betreiberfirma GDC Deutschland ist insolvent und stellt Ende September den Geschäftsbetrieb ein, alle Arbeits- und Mietverträge werden gekündigt, betroffen sind rund 730 Beschäftigte. Der bisherige Inhaber will die Marke allerdings mit weniger Filialen in eine neue Gesellschaft überführen. Und im Wirtschaftsticker der FAZ gab es noch weitere Meldungen, unter anderem zu einer krankheitsbedingten Vertretung an der Spitze von Evonik, einer größeren ESA-Förderung für das Raumfahrt-Start-up Isar Aerospace, zahlreichen Klagen gegen Zalando nach Kündigungen in Erfurt, Gesprächen zur möglichen Commerzbank-Übernahme durch Unicredit und einem deutlichen Verlust bei der Meyer Werft. So, das war ein ziemlich dichter Überblick heute. Zusammengefasst: International könnten neue US-Zölle auf Elektronikgeräte spürbare Preiseffekte haben, der deutsche Arbeitsmarkt bleibt gespalten zwischen Fachkräftemangel und Stellenabbau in der Autoindustrie, die Chemieindustrie zeigt überraschend positive Signale, und der IWF sieht die Weltwirtschaft robuster, aber weiterhin verwundbar. Dazu kommen große Investitionen wie beim Rechenzentrum der Schwarz Gruppe und schwierige Situationen wie bei Depot. Das war's von mir für heute. Danke, dass ihr zugehört habt, morgen geht's weiter mit neuen Themen aus Wirtschaft und Finanzen. Ein Hinweis zum Schluss: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, alle Quellen und Hintergründe zu den heutigen Themen findet ihr auf unserer Website. Bis morgen!
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