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Wirtschaft im Fokus
Folge 7201.09.20268:25 KI-vertont

Zollstreit, Zinssorgen und Dax-Achterbahn: Die Weltwirtschaft im Ausnahmezustand (01.09.2026)

Indiens Wirtschaft trotzt der Nahost-Krise, Trumps Zollpläne treffen Japans Autobauer und Kanada hart, Shein startet holprig in Hongkong, und der Dax pendelt zwischen 26.000 Punkten hin und her – plus: Warsh zweifelt an Zinssenkung.

Themen

In dieser Folge

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  1. 01

    Indiens Wirtschaft wächst trotz Nahost-Krise robust um 7,8 Prozent

    n-tv Wirtschaft

    Indiens Bruttoinlandsprodukt legte im Frühjahrsquartal auf Jahressicht um 7,8 Prozent zu und übertraf damit die Erwartungen vieler Ökonomen, wenngleich das Wachstum leicht unter dem revidierten Vorquartalswert von 8,6 Prozent lag. Getragen wurde die Entwicklung vor allem durch das verarbeitende Gewerbe, gestiegene Exporte sowie einen robusten privaten Konsum, während Ministerpräsident Modi angesichts von Ölpreisschock und Lieferkettenproblemen von einer „Herkulesaufgabe“ sprach. Belastend wirken jedoch die hohe Abhängigkeit von Energieimporten, stark gestiegene Rohölrechnungen infolge des Nahost-Konflikts sowie Risiken durch El Niño und einen unzureichenden Monsun, was die Notenbank zu einer nur leichten Anhebung ihrer Wachstumsprognose auf 6,7 Prozent veranlasste.

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  2. 02

    Trumps geplante Zollverdopplung gegen Kanada bedroht japanische Autobauer

    n-tv Wirtschaft

    US-Präsident Trump plant, die Zölle auf kanadische Autoimporte zum 1. Januar auf 50 Prozent zu verdoppeln, was laut Branchenexperten besonders Toyota und Honda hart treffen würde, da beide Konzerne über drei Viertel der in Kanada produzierten Fahrzeuge herstellen. Rund 427.000 Arbeitsplätze in der kanadischen Autoindustrie hängen von diesem Sektor ab, und Analysten warnen vor möglichen Produktionsstopps bei den japanischen Herstellern, für die die USA der wichtigste Absatzmarkt sind. Toyota reagiert bereits mit Milliardeninvestitionen in den USA, während Honda den Bau eines weiteren Nordamerika-Werks von der Zukunft des Freihandelsabkommens USMCA abhängig macht, dessen automatische Verlängerung Trump zuvor abgelehnt hatte.

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  3. 03

    Shein-Börsengang in Hongkong startet mit kräftigen Kursverlusten

    Zeit Wirtschaft

    Der Online-Modehändler Shein ist an der Hongkonger Börse mit einem Kursrückgang von zeitweise acht Prozent gestartet, nachdem beim Börsengang umgerechnet bis zu 1,5 Milliarden Euro eingesammelt wurden. Die aktuelle Unternehmensbewertung von rund 24 Milliarden Dollar liegt weit unter dem Höchststand von fast 100 Milliarden Dollar vor vier Jahren, gilt Analysten zufolge aber im Vergleich zu Konkurrenten wie Temu weiterhin als teuer. Nach gescheiterten Börsenplänen in London und New York will Shein das frische Kapital nun in technische Infrastruktur und Markenbildung investieren, während das Geschäft durch neue Zollregelungen in den USA und Europa sowie anhaltende Kritik an Arbeitsbedingungen und Umweltbilanz belastet bleibt.

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  4. 04

    Kommt die Zinsanhebung?Fed-Chef Warsh hadert mit hoher Inflationsrate

    n-tv Wirtschaft

    Über sein Handeln lässt der neue Fed-Chef Warsh die Märkte ausdrücklich im Unklaren. Aber er benennt ein Problem, dass die US-Notenbank zum Eingreifen zwingen könnte. Analysten sehen darin Andeutungen für eine Zinsanhebung.

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  5. 05

    Warum Kanadas Premier Carney im Zollstreit mit Trump nicht einlenkt

    n-tv Wirtschaft

    Obwohl Kanada wirtschaftlich stark von den USA abhängig ist, verweigert Premierminister Mark Carney im eskalierenden Zollstreit jegliches Nachgeben und reagiert auf Trumps Strafzölle mit Gegenzöllen in gleicher Höhe. Während Carneys harter Kurs seine Zustimmungswerte im eigenen Land auf rund 60 Prozent treibt, sinkt Trumps Popularität wegen steigender Preise etwa für Aluminium und Toilettenpapier sowie wegen der unpopulären Handels- und Militärkonflikte. Zusätzlich profitiert Kanadas Wirtschaft von hohen Zusatzeinnahmen aus dem Energiesektor infolge des von Trump ausgelösten Iran-Kriegs, was Carney trotz Jobverlusten in der Zollkrise wirtschaftlichen Spielraum verschafft.

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  6. 06

    US-Rüstungsfirma Covenant plant Marschflugkörper-Fertigung bei Leipzig

    n-tv Wirtschaft

    Das US-Unternehmen Covenant will laut Insiderinformationen ab 2027 nahe Leipzig Mittelstrecken-Flugkörper mit einer Reichweite von über 1500 Kilometern produzieren, wobei bis zu 1000 Stück jährlich gefertigt werden könnten und die Bauteile größtenteils aus Deutschland und Europa stammen sollen. Hintergrund ist, dass die USA Deutschland trotz früherer Zusagen derzeit keine Tomahawk-Marschflugkörper liefern, weshalb die Bundesregierung nach günstigeren Alternativen sucht. Hinter dem 2024 gegründeten Startup Covenant steht Investor Michael Kaufman, unterstützt von bekannten US-Technologieinvestoren wie Andreessen Horowitz und Founders Fund; erste Auslieferungen sind bereits für Anfang 2027 geplant.

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  7. 07

    Ausländische Direktinvestitionen in Deutschland steigen 2025 um mehr als 50 Prozent

    n-tv Wirtschaft

    Nach dem Einbruch von fast 32 Prozent im Jahr 2024 haben ausländische Unternehmen 2025 wieder deutlich mehr in Deutschland investiert, wie eine Studie des IW Köln auf Basis von Bundesbank-Daten zeigt: Die Investitionen legten um rund 50 Prozent auf etwa 86 Milliarden Euro zu. Während US-Investitionen um fast 44 Prozent einbrachen und ihr Anteil auf rund 14 Prozent schrumpfte, verzeichnete das Vereinigte Königreich einen Sprung um 284 Prozent auf 26 Milliarden Euro und liegt damit klar vor den USA. Insgesamt bleibt Europa mit einem Anteil von über 80 Prozent der wichtigste Kapitalgeber, während China mit lediglich 0,2 Prozent Anteil weiterhin ein Randphänomen darstellt.

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  8. 08

    Dax klettert über 26.000 Punkte, Sorge um US-Staatsverschuldung bleibt Topthema

    n-tv Wirtschaft

    Gestützt von einem positiven Handelsbeginn an der Wall Street ist der Dax mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 26.137 Punkte ins Wochenende gegangen, während der EuroStoxx50 auf 6456 Punkte zulegte. Zuvor hatten Sorgen um die ausufernden Staatsfinanzen der USA, hohe Ölpreise und steigende Anleiherenditen die Kauflust gedämpft, dennoch erholten sich Salzgitter und Thyssenkrupp im MDax deutlich. An der Wall Street zeigten sich Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq ebenfalls fester, wobei Kryptoaktien wie Coinbase und MicroStrategy von einem Bitcoin-Höchststand seit Ende Mai profitierten.

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  9. 09

    Dax fällt unter 26.000 Punkte im Bann steigender Ölpreise und Anleihesorgen

    n-tv Wirtschaft

    Der Dax rutschte trotz einer leichten Entspannung an den Anleihemärkten unter die 26.000-Punkte-Marke und schloss 0,4 Prozent tiefer bei 25.983 Zählern, belastet von anhaltenden Ölpreis- und Inflationssorgen sowie der angespannten Lage im Nahen Osten. Die Ölpreise für Brent und WTI legten kräftig zu und haben binnen zwei Wochen fast 14 Prozent gewonnen, während US-Finanzminister mit einer Verdopplung des Anleiherückkaufvolumens die Rentenmärkte vorerst beruhigten. An der Wall Street sorgten enttäuschende Zahlen von Walmart und Coty für Kursverluste, während Bitcoin dank geldpolitischer Signale und politischem Rückenwind erstmals seit Anfang Juni wieder über 70.000 Dollar stieg.

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  10. 10

    Dax stabilisiert sich nach Verlustserie, Moderna-Aktie explodiert nach Studienerfolg

    n-tv Wirtschaft

    Nach zwei schwachen Handelstagen hat sich der Dax bei 26.091 Punkten weitgehend stabilisiert, während steigende Anleihezinsen und die angespannte Lage im Nahen Osten die Anleger weiterhin verunsichern; insbesondere zinssensitive Halbleiterwerte gerieten erneut unter Druck. An der Wall Street sorgten unterdessen ein starker Studienerfolg von Moderna und Merck bei einem Hautkrebs-Impfstoff für einen Kurssprung von rund 90 Prozent bei Moderna, während optimistische Prognosen die Aktien von Target und Estee Lauder bewegten. Zudem meldeten Hapag-Lloyd eine Beteiligung an einem Rotterdamer Terminal, Carlsberg eine bessere Gewinnprognose dank der Britvic-Übernahme und Heidelberger Druck den Einstieg in Drohnenabwehr und Energiespeicher.

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FAQ

Häufige Fragen

Wie stark wächst Indiens Wirtschaft trotz der Nahost-Krise?

Indiens BIP wuchs im Frühjahrsquartal um 7,8 Prozent im Jahresvergleich und übertraf damit die Erwartungen der Ökonomen, lag jedoch leicht unter dem revidierten Vorquartalswert von 8,6 Prozent. Treiber waren das verarbeitende Gewerbe, steigende Exporte und ein robuster privater Konsum, während hohe Energieimporte und Ölpreisrisiken weiterhin belasten.

Welche Folgen hätte Trumps geplante Zollverdopplung gegen Kanada für japanische Autobauer?

Die geplante Verdopplung der US-Zölle auf kanadische Autoimporte auf 50 Prozent zum 1. Januar würde vor allem Toyota und Honda treffen, da beide über drei Viertel der in Kanada produzierten Fahrzeuge herstellen. Rund 427.000 Arbeitsplätze in der kanadischen Autoindustrie sind betroffen, weshalb Toyota bereits mit Milliardeninvestitionen in den USA reagiert und Honda weitere Werksausbauten von der Zukunft des Freihandelsabkommens USMCA abhängig macht.

Wie verlief der Börsengang von Shein in Hongkong?

Sheins Aktie startete an der Hongkonger Börse mit einem Kursrückgang von zeitweise acht Prozent, obwohl beim IPO umgerechnet bis zu 1,5 Milliarden Euro eingesammelt wurden. Die Bewertung von rund 24 Milliarden Dollar liegt weit unter dem früheren Höchststand von fast 100 Milliarden Dollar und gilt gegenüber Konkurrenten wie Temu weiterhin als hoch.

Deutet Fed-Chef Warsh eine Zinsanhebung an?

Der neue Fed-Chef Warsh lässt offen, wie er konkret handeln wird, benennt aber die hohe Inflationsrate als Problem, das die Notenbank zum Eingreifen zwingen könnte. Analysten interpretieren diese Aussagen als mögliches Signal für eine bevorstehende Zinsanhebung.

Warum gibt Kanadas Premier Carney im Zollstreit mit Trump nicht nach?

Trotz starker wirtschaftlicher Abhängigkeit von den USA reagiert Carney auf Trumps Strafzölle mit gleich hohen Gegenzöllen und gewinnt dadurch im eigenen Land an Zustimmung, während Trumps Popularität wegen steigender Preise sinkt. Zusätzliche Einnahmen aus dem Energiesektor infolge des Iran-Kriegs verschaffen Kanada trotz Jobverlusten wirtschaftlichen Spielraum, um hart zu bleiben.

Vollständiges Transkript

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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Heute schauen wir auf ein ziemlich vollgepacktes Wirtschaftsbild: Wachstum in Asien, Zollstreit in Nordamerika, Nervosität an den Börsen und ein paar spannende Unternehmensgeschichten. Fangen wir an. Beginnen wir mit einer richtig guten Nachricht aus Asien. Indien hat im Frühjahrsquartal ein Wirtschaftswachstum von 7,8 Prozent hingelegt, das ist deutlich mehr, als viele Ökonomen erwartet hatten. Klar, im Vergleich zum Vorquartal mit 8,6 Prozent ist das etwas schwächer, aber angesichts der Lage im Nahen Osten und der damit verbundenen Ölpreis-Unsicherheit ist das ein starkes Ergebnis. Getragen wird das Wachstum vor allem von der Industrie, von steigenden Exporten und einem robusten privaten Konsum. Premierminister Modi selbst hat von einer Herkulesaufgabe gesprochen, und das trifft es ganz gut. Denn Indien ist stark von Energieimporten abhängig, und die gestiegenen Ölrechnungen durch den Nahost-Konflikt sind ein echtes Risiko. Auch ein möglicherweise schwacher Monsun durch El Niño könnte die Landwirtschaft belasten. Die Notenbank hat ihre Wachstumsprognose deshalb nur vorsichtig angehoben, auf 6,7 Prozent. Das zeigt: Auch starke Volkswirtschaften bewegen sich gerade auf ziemlich dünnem Eis, wenn es um Energie und geopolitische Risiken geht. Und genau dieses Thema, Handel und Zölle, zieht sich heute wie ein roter Faden durch die Nachrichtenlage, vor allem zwischen den USA und Kanada. Donald Trump plant offenbar, die Zölle auf kanadische Autoimporte zum ersten Januar auf 50 Prozent zu verdoppeln. Das klingt zunächst nach einem nordamerikanischen Problem, trifft aber vor allem japanische Autobauer hart. Toyota und Honda produzieren zusammen über drei Viertel aller in Kanada gebauten Fahrzeuge, und für beide Konzerne sind die USA der wichtigste Absatzmarkt. Rund 427.000 Arbeitsplätze in Kanada hängen direkt an dieser Industrie. Toyota reagiert schon jetzt mit Milliardeninvestitionen direkt in den USA, um Zöllen auszuweichen, und Honda macht weitere Werksausbauten in Nordamerika davon abhängig, wie es mit dem Freihandelsabkommen USMCA weitergeht. Trump hatte eine automatische Verlängerung dieses Abkommens zuvor abgelehnt, was die Unsicherheit für die Autoindustrie zusätzlich erhöht. Interessant ist dabei die politische Reaktion in Kanada. Premierminister Mark Carney lenkt trotz der wirtschaftlichen Abhängigkeit von den USA nicht ein, sondern antwortet auf Trumps Strafzölle mit Gegenzöllen in gleicher Höhe. Und dieser harte Kurs kommt im eigenen Land gut an, Carneys Zustimmungswerte liegen bei rund 60 Prozent. Trump dagegen verliert an Popularität, weil die Zölle die Preise für Dinge wie Aluminium oder auch simples Toilettenpapier in die Höhe treiben. Kanada wiederum profitiert aktuell sogar von höheren Einnahmen im Energiesektor, ausgelöst durch den Ölpreisanstieg infolge des Iran-Konflikts. Das gibt Carney trotz Jobverlusten in der Autoindustrie wirtschaftlich mehr Spielraum, als man erwarten würde. Ein Handelskonflikt also, bei dem die politische Rechnung nicht ganz so eindeutig ausfällt, wie man zunächst denken könnte. Schauen wir auf die USA und die Notenbank. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh hält sich bedeckt, was sein konkretes Handeln angeht, benennt aber ein Problem ganz offen: die weiterhin hohe Inflationsrate. Analysten deuten das bereits als Hinweis, dass eine Zinsanhebung wieder auf dem Tisch liegen könnte. Das ist relevant, weil die Märkte sich in den vergangenen Wochen eher auf sinkende Zinsen eingestellt hatten. Sollte die Fed tatsächlich in Richtung Straffung drehen, hätte das Auswirkungen weit über die USA hinaus, auch auf europäische Anleihemärkte und auf die Aktienbewertungen, gerade bei zinssensitiven Branchen. Und damit sind wir mitten im Börsengeschehen der letzten Tage, das ziemlich wechselhaft war. Der Dax ist zunächst auf über 26.000 Punkte geklettert, getragen von einem guten Wall-Street-Start und einer gewissen Erleichterung an den Anleihemärkten. Kurz darauf ist er aber wieder unter diese Marke gerutscht, belastet von steigenden Ölpreisen, die binnen zwei Wochen um fast 14 Prozent zugelegt haben, sowie von anhaltenden Sorgen um die US-Staatsverschuldung. Zwischenzeitlich hat sich der Index dann wieder stabilisiert, bei etwas über 26.000 Punkten, wobei vor allem Halbleiterwerte unter Druck standen, weil sie besonders empfindlich auf steigende Zinsen reagieren. Insgesamt zeigt das: Die Märkte pendeln aktuell zwischen zwei Sorgen, einerseits die Inflation und mögliche Zinserhöhungen, andererseits die Nahost-Lage mit ihren Auswirkungen auf den Ölpreis. Das sind die beiden Themen, die man in den kommenden Wochen im Blick behalten sollte. Neben der Zinssensitivität gab es aber auch handfeste Unternehmensnachrichten, die für Bewegung gesorgt haben. Ein echter Kurssprung kam von Moderna, zusammen mit Merck, dank eines Studienerfolgs bei einem Hautkrebs-Impfstoff, die Aktie hat sich zeitweise fast verdoppelt. Auch Hapag-Lloyd, Carlsberg und Heidelberger Druck standen mit eigenen strategischen Nachrichten im Fokus, von einer Terminal-Beteiligung in Rotterdam bis zum Einstieg in Drohnenabwehr und Energiespeicher, ein Zeichen dafür, wie stark sich klassische Industrieunternehmen aktuell neu ausrichten. Ein Börsengang, der besonders viel Aufmerksamkeit bekommen hat, war der von Shein in Hongkong. Der Online-Modehändler ist mit einem Kursrückgang von zeitweise acht Prozent gestartet, trotz frischem Kapital von umgerechnet bis zu 1,5 Milliarden Euro. Die aktuelle Bewertung von rund 24 Milliarden Dollar liegt weit unter dem einstigen Höchststand von fast 100 Milliarden Dollar. Nach gescheiterten Börsenplänen in London und New York war Hongkong quasi die letzte Option, und auch hier bleibt der Druck hoch, durch neue Zollregeln in den USA und Europa sowie anhaltende Kritik an Arbeitsbedingungen und Umweltbilanz. Eine Meldung mit Deutschland-Bezug, die man im Blick haben sollte: Das US-Rüstungsunternehmen Covenant plant offenbar, ab 2027 nahe Leipzig Marschflugkörper mit einer Reichweite von über 1500 Kilometern zu produzieren, mit Bauteilen größtenteils aus Deutschland und Europa. Hintergrund ist, dass die USA Deutschland trotz früherer Zusagen aktuell keine Tomahawk-Marschflugkörper liefern. Das zeigt, wie sich sicherheitspolitische Fragen zunehmend auch zu wirtschaftspolitischen und industriellen Themen entwickeln. Und zum Schluss noch eine positive Zahl für den Standort Deutschland. Die ausländischen Direktinvestitionen sind 2025 laut einer IW-Köln-Studie um rund 50 Prozent gestiegen, auf etwa 86 Milliarden Euro, nach einem deutlichen Einbruch im Vorjahr. Während US-Investitionen stark zurückgegangen sind, hat das Vereinigte Königreich seine Investitionen fast vervierfacht und liegt damit klar vor den USA. Europa bleibt insgesamt der wichtigste Kapitalgeber für Deutschland, mit einem Anteil von über 80 Prozent. Zusammengefasst zeigt sich heute ein ziemlich klares Muster: Wachstum ja, aber unter Vorbehalt, Handelskonflikte, die politisch komplizierter wirken als wirtschaftlich, und Märkte, die zwischen Zinssorgen und Ölpreis hin und her pendeln. Gleichzeitig gibt es ermutigende Signale, etwa bei den Investitionen in Deutschland oder bei einzelnen Unternehmenserfolgen. Das war's für heute von mir. Morgen schauen wir wieder gemeinsam auf die wichtigsten Entwicklungen aus Wirtschaft und Märkten. Bis dahin, macht's gut, und denkt daran: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, alle Quellen und Hintergründe findet ihr wie immer auf unserer Website. Bis morgen.

Vorlage für die Sprachsynthese. Kleinere Abweichungen zur Audio-Datei möglich.

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