loginai.
Wirtschaft im Fokus
Folge 7302.09.20267:35 KI-vertont

EEG-Streit, Ölpreis-Schock und Hoffnungsschimmer für die deutsche Wirtschaft (02.09.2026)

Solar- und Autobranche schlagen Alarm wegen Reiches EEG-Pläne, während der Dax unter dem steigenden Ölpreis leidet. Doch Nagel sieht Wachstum voraus, Mittelstand und Unternehmen für Demokratie machen Mut – kommt der Aufschwung?

Themen

In dieser Folge

10
  1. 01

    Solarbranche und Autoindustrie warnen vor Reiches EEG-Reformplänen

    Zeit Wirtschaft

    Die eigentlich konkurrierenden Energiekonzerne Enpal und 1komma5grad haben sich verbündet, um gegen die geplante Reform der Solarstromförderung von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zu protestieren. Die Ministerin will kleinen Solaranlagen die garantierte Einspeisevergütung streichen und steht wegen einer geplanten pauschalen Drosselung von Solaranlagen und Autobatterien unter Druck, was Kritiker als Gefahr für die Zukunftshoffnungen der Autoindustrie werten. Reiche gilt inzwischen zunehmend als Störfaktor in der Bundesregierung, zumal sie zuletzt auch mit scharfer Kritik an der Einkommensteuerreform von Union und SPD den Koalitionsfrieden infrage stellte.

    Original
  2. 02

    Dax aktuell: Dax baut Minus aus – Ölpreis nähert sich 100-Dollar-Marke

    Handelsblatt

    Am deutschen Aktienmarkt bestimmen insbesondere zwei Themen die Lage: der Ölpreis und der Anleihemarkt. Dafür dürften Anleger heute in die USA schauen.

    Original
  3. 03

    Bundesbank-Präsident Nagel erwartet deutlich stärkeres Wirtschaftswachstum in Deutschland

    Handelsblatt

    Bundesbank-Präsident Joachim Nagel rechnet für Deutschland mit einem Wirtschaftswachstum von bis zu einem Prozent in diesem Jahr und damit doppelt so viel wie in der bisherigen Juni-Prognose der Notenbank. Grundlage seiner optimistischeren Einschätzung sind die soliden Exportzahlen und ordentlichen Auftragseingänge in der Industrie der ersten beiden Quartale. Die Bundesbank hatte bereits zuvor erklärt, Deutschland befinde sich endlich auf einem Erholungspfad, gestützt durch eine Datenrevision, die eine stärkere wirtschaftliche Dynamik seit Ende 2023 zeigt als bisher angenommen.

    Original
  4. 04

    Marktbericht: DAX bleibt unter Druck

    Tagesschau

    Eine neue Welle von Inflationssorgen belastet die Weltbörsen. Grund ist die neue Eskalation im Iran-Krieg. Der DAX gibt zum Handelsstart weiter nach, hat seine Talfahrt aber deutlich verlangsamt.

    Original
  5. 05

    Unternehmen gründen Bündnis für Weltoffenheit und Demokratie

    n-tv Wirtschaft

    Rund 2500 Unternehmen, darunter Volkswagen und Infineon, haben den Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland“ gegründet, um sich für Demokratieförderung, Weltoffenheit und mehr Einwanderung starkzumachen. Die Initiatoren betonen, dass Deutschland auf zugewanderte Fachkräfte angewiesen sei, derzeit aber als Einwanderungsland zu unattraktiv sei, etwa wegen Sorgen um die Sicherheit der Familien. Der Verein positioniert sich zudem klar gegen die AfD, deren Programm nach eigener Einschätzung Europa, Wissenschaft und Medienfreiheit schade, und verweist zur Untermauerung seines Engagements auf das Edelman Trust Barometer 2026.

    Original
  6. 06

    Mittelstandsbarometer steigt vierten Monat in Folge

    n-tv Wirtschaft

    Die Stimmung im deutschen Mittelstand hat sich laut dem gemeinsamen Barometer von KfW und Ifo-Institut im August überraschend deutlich aufgehellt und legt bereits den vierten Monat in Folge zu. Der Geschäftsklimaindex liegt zwar mit minus 12,5 Punkten noch im negativen Bereich, verbesserte sich aber um 4,5 Zähler, getragen von einer besseren aktuellen Lage und optimistischeren Zukunftserwartungen. Besonders die Exportwirtschaft in die EU boomt, wobei laut KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher der weltweite KI-Ausrüstungsboom auch der deutschen Digitalisierungsbranche zugutekommt.

    Original
  7. 07

    Wall Street rutscht weiter ab – Ölpreis steigt nach Angriffen an der Straße von Hormus

    n-tv Wirtschaft

    Die US-Börsen verzeichneten am Dienstag den dritten Verlusttag in Folge, da neue US-Luftangriffe auf iranische Ziele nahe der Straße von Hormus die Ölpreise deutlich nach oben trieben und Inflationssorgen verstärkten. WTI kletterte um 5,2 Prozent auf über 90 Dollar, während die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen weiter stiegen und die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September laut CME FedWatch-Tool auf 68,2 Prozent kletterte. Neben geopolitischen Spannungen belasteten auch schwächere Konjunkturdaten und saisonale Effekte die Stimmung, während Energiewerte von den steigenden Ölpreisen profitierten und die Apple-Aktie nach dem Führungswechsel an der Konzernspitze zulegte.

    Original
  8. 08

    Börse: Dax mit Verlusten, VW fliegt aus EuroStoxx 50, Gea-Aktie unter Druck

    Manager Magazin

    Der Dax baut seine Verluste vom Vortag weiter aus und folgt damit den tiefroten Vorgaben aus Übersee. Volkswagen muss den EuroStoxx 50 verlassen, Gea-Aktien stehen wegen eines mutmaßlichen Anteilsverkaufs unter Druck.

    Original
  9. 09

    Deutsche Wirtschaft profitiert von Investitionsschub in Europa

    Handelsblatt

    Ökonom Jens Südekum verweist auf überraschend positive Konjunkturdaten in Deutschland: Das BIP wuchs im zweiten Quartal um 0,3 Prozent, Exporte und Industrieproduktion legten zu, und der Ifo-Geschäftsklimaindex zeigt eine deutliche Stimmungsaufhellung. KfW Research hat die Wachstumsprognose für 2026 bereits auf 1,1 Prozent angehoben, weitere Institute dürften folgen. Besonders auffällig ist, dass der wichtigste Impuls aus dem europäischen Außenhandel kommt – die deutschen Exporte in die EU stiegen um 7,5 Prozent, während das Geschäft mit China schwach bleibt und die USA keinen besonderen Schub liefern.

    Original
  10. 10

    Deutsche Wirtschaft: Mehren sich die Zeichen für einen Aufschwung?

    Zeit Wirtschaft

    Mehrere Wirtschaftsindikatoren deuten darauf hin, dass Deutschland nach der Schwächephase einen konjunkturellen Wendepunkt erreicht haben könnte. So wuchs das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal stärker als erwartet, die Unternehmensstimmung hellte sich auf, die Industrieproduktion schrumpft nicht mehr, der Dax erreichte ein Rekordhoch und ausländische Direktinvestitionen stiegen deutlich. Die Deutsche Bank reagierte darauf, indem sie ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 0,5 auf 1,0 Prozent verdoppelte.

    Original
FAQ

Häufige Fragen

Warum protestieren Enpal und 1komma5grad gemeinsam gegen Wirtschaftsministerin Reiche?

Beide Solarkonzerne befürchten, dass Reiches geplante EEG-Reform mit Streichung der Einspeisevergütung für kleine Solaranlagen und pauschaler Drosselung von Solaranlagen und Autobatterien ihr Geschäftsmodell gefährdet. Trotz sonstiger Konkurrenz verbünden sie sich, weil sie die Reform als Bedrohung für die Zukunftshoffnungen der Solar- und Autoindustrie sehen.

Welche Faktoren belasten aktuell den DAX und die Weltbörsen?

Der steigende Ölpreis, der sich der 100-Dollar-Marke nähert, sowie Entwicklungen am Anleihemarkt drücken auf die Stimmung am deutschen Aktienmarkt. Zusätzlich verschärft die neue Eskalation im Iran-Krieg die Inflationssorgen weltweit, was den DAX weiter unter Druck setzt, wenngleich sich die Talfahrt zuletzt verlangsamt hat.

Wie fällt die aktuelle Wachstumsprognose der Bundesbank für Deutschland aus?

Bundesbank-Präsident Joachim Nagel erwartet für 2025 ein Wirtschaftswachstum von bis zu einem Prozent, doppelt so viel wie in der bisherigen Juni-Prognose. Grundlage sind solide Exportzahlen, gute Auftragseingänge in der Industrie sowie eine Datenrevision, die eine stärkere wirtschaftliche Dynamik seit Ende 2023 zeigt.

Was bezweckt das neue Unternehmensbündnis 'Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland'?

Rund 2500 Unternehmen wie Volkswagen und Infineon setzen sich mit diesem Verein für Demokratieförderung, Weltoffenheit und mehr Einwanderung ein, da Deutschland auf ausländische Fachkräfte angewiesen sei. Der Verein positioniert sich zudem explizit gegen die AfD, deren Programm nach eigener Einschätzung Europa, Wissenschaft und Medienfreiheit schadet.

Wie hat sich die Stimmung im deutschen Mittelstand zuletzt entwickelt?

Das KfW-Ifo-Mittelstandsbarometer stieg im August den vierten Monat in Folge und verbesserte sich um 4,5 Zähler, liegt mit minus 12,5 Punkten aber noch im negativen Bereich. Treiber sind eine bessere aktuelle Lage, optimistischere Erwartungen und eine boomende Exportwirtschaft, die laut KfW auch vom weltweiten KI-Ausrüstungsboom profitiert.

Vollständiges Transkript

Transkript ein-/ausblenden

Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Heute haben wir eine spannende Gemengelage vor uns: Auf der einen Seite gibt es richtig gute Signale für die deutsche Wirtschaft, auf der anderen Seite sorgt die Lage im Nahen Osten gerade für ordentlich Nervosität an den Börsen. Und dazwischen gibt es noch handfesten Streit um die Energiepolitik. Lasst uns das mal Stück für Stück auseinandernehmen. Fangen wir mit den guten Nachrichten an, denn die gibt es tatsächlich reichlich. Bundesbank-Präsident Joachim Nagel hat seine Wachstumserwartung für Deutschland in diesem Jahr quasi verdoppelt. Statt der ursprünglich veranschlagten 0,5 Prozent rechnet er jetzt mit bis zu einem Prozent Wachstum. Das mag auf den ersten Blick nach wenig klingen, ist aber für die deutsche Wirtschaft, die zuletzt eher Stagnation gewohnt war, ein richtig deutliches Signal nach oben. Und Nagel steht mit dieser Einschätzung nicht allein. Auch die Deutsche Bank hat ihre Prognose von 0,5 auf 1,0 Prozent angehoben, und KfW Research sieht für das kommende Jahr sogar 1,1 Prozent Wachstum. Was steckt hinter diesem Stimmungswandel? Ökonom Jens Südekum bringt es auf den Punkt: Der wichtigste Wachstumstreiber kommt aktuell aus Europa. Die deutschen Exporte in die EU sind um 7,5 Prozent gestiegen, während das Geschäft mit China weiterhin schwächelt und auch aus den USA kein besonderer Schub kommt. Das Bruttoinlandsprodukt legte im zweiten Quartal um 0,3 Prozent zu, die Industrieproduktion schrumpft nicht mehr, und selbst der Ifo-Geschäftsklimaindex zeigt eine spürbare Aufhellung. Auch beim Mittelstand tut sich was: Das gemeinsame Barometer von KfW und Ifo-Institut ist im August bereits den vierten Monat in Folge gestiegen. Zwar liegt der Wert mit minus 12,5 Punkten noch im negativen Bereich, aber die Richtung stimmt. Besonders bemerkenswert ist hier ein Nebenaspekt: Laut KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher profitiert auch die deutsche Digitalisierungsbranche vom weltweiten Boom bei KI-Ausrüstung. Das zeigt, wie technologische Trends inzwischen ganz direkt in die heimische Konjunktur durchschlagen. Zusammengenommen ergibt sich also ein Bild, das man durchaus als konjunkturellen Wendepunkt bezeichnen könnte. Steigende Direktinvestitionen aus dem Ausland, ein Dax, der zeitweise Rekordhochs markiert hat, und eine Industrie, die nach Jahren der Schwäche endlich wieder Tritt fasst. Das sind ermutigende Zeichen, gerade nach den vielen Krisenjahren, die hinter uns liegen. Und trotzdem, und das ist die Kehrseite der Medaille, sieht es an den Finanzmärkten aktuell ziemlich ungemütlich aus. Der Grund liegt nicht in Deutschland, sondern in der Eskalation im Nahost-Konflikt. Neue US-Luftangriffe auf iranische Ziele in der Nähe der Straße von Hormus haben die Ölpreise kräftig nach oben getrieben. Die Sorte WTI kletterte um mehr als fünf Prozent auf über 90 Dollar, und Experten sprechen bereits davon, dass eine Annäherung an die 100-Dollar-Marke nicht mehr ausgeschlossen ist. Das ist relevant für uns alle, denn steigende Ölpreise bedeuten am Ende höhere Kosten für Sprit, Heizen und Transport, und das schürt neue Inflationssorgen. Diese Sorgen haben sich auch prompt in den USA niedergeschlagen. Die Wall Street verzeichnete bereits den dritten Verlusttag in Folge, die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen stiegen weiter an, und die Markterwartung für eine Zinserhöhung im September ist deutlich gestiegen, laut CME FedWatch-Tool liegt die Wahrscheinlichkeit inzwischen bei über 68 Prozent. Das wäre eine Kehrtwende gegenüber der bisherigen Erwartung sinkender Zinsen und würde die Finanzierungskosten für Unternehmen und Verbraucher wieder steigen lassen. Auch der deutsche Aktienmarkt bleibt davon nicht verschont. Der Dax hat seine Verluste ausgebaut und folgt damit den schwachen Vorgaben aus Übersee, auch wenn sich die Talfahrt inzwischen etwas verlangsamt hat. Ein kurioses Detail am Rande: Volkswagen muss den EuroStoxx 50 verlassen, während die Aktie von Gea wegen eines mutmaßlichen größeren Anteilsverkaufs unter Druck steht. Man sieht also, wie eng geopolitische Ereignisse, Ölpreis, Zinserwartungen und die Stimmung an den Börsen inzwischen miteinander verzahnt sind. Ein Ereignis am Persischen Golf wirkt sich binnen Stunden auf Anleiherenditen in den USA und auf Aktienkurse in Frankfurt aus. Kommen wir zu einem Thema, das gerade für ordentlich politischen Zündstoff sorgt: die geplante Reform der Solarstromförderung von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Sie will kleinen Solaranlagen die garantierte Einspeisevergütung streichen und plant außerdem eine pauschale Drosselung von Solaranlagen und Autobatterien. Das hat für einen ungewöhnlichen Schulterschluss gesorgt: Die eigentlich konkurrierenden Energiekonzerne Enpal und 1komma5grad haben sich zusammengetan, um gegen diese Pläne zu protestieren. Kritiker sehen darin eine Gefahr nicht nur für die Solarbranche, sondern auch für die Zukunftshoffnungen der deutschen Autoindustrie, die stark auf Batteriespeicher und intelligente Netzintegration setzt. Reiche gilt inzwischen als zunehmender Unruheherd innerhalb der Bundesregierung, zumal sie zuletzt auch mit scharfer Kritik an der geplanten Einkommensteuerreform von Union und SPD den Koalitionsfrieden strapaziert hat. Das ist ein Thema, das wir sicher weiterverfolgen werden, denn hier geht es um nichts weniger als die Ausrichtung der deutschen Energiewende und ihre wirtschaftlichen Folgen für Verbraucher und Unternehmen. Zum Schluss noch ein Blick auf eine Initiative aus der Wirtschaft selbst. Rund 2500 Unternehmen, darunter große Namen wie Volkswagen und Infineon, haben den Verein "Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland" gegründet. Ihr Anliegen: mehr Demokratieförderung, Weltoffenheit und Einwanderung. Die Initiatoren argumentieren wirtschaftlich ganz pragmatisch, Deutschland sei auf zugewanderte Fachkräfte angewiesen, gelte aber international noch als zu unattraktives Einwanderungsland, unter anderem wegen Sicherheitsbedenken für Familien. Das zeigt, dass Themen wie Fachkräftemangel und gesellschaftlicher Zusammenhalt für die deutsche Wirtschaft längst keine Nebensächlichkeit mehr sind, sondern als knallharter Standortfaktor verstanden werden. Fassen wir zusammen: Deutschland zeigt bei den harten Wirtschaftsdaten überraschend robuste Erholungstendenzen, getragen vor allem vom europäischen Exportgeschäft. Gleichzeitig sorgt die Eskalation im Nahen Osten für steigende Ölpreise und neue Inflationssorgen, die auch die Zinserwartungen in den USA wieder nach oben drehen lassen. Und innenpolitisch gibt es mit der Energiepolitik ein Reibungsfeld, das noch für einige Diskussionen sorgen dürfte. Das war's für heute von mir. Morgen schauen wir wieder genau hin, was sich in der Wirtschaft tut, ich freue mich, wenn ihr wieder dabei seid. Nur zur Einordnung: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, alle Quellen und Hintergründe zu den heutigen Themen findet ihr wie immer auf unserer Website. Bis morgen, und einen guten Tag euch allen.

Vorlage für die Sprachsynthese. Kleinere Abweichungen zur Audio-Datei möglich.

Feedback

Fehler gefunden?

Die Pipeline ist automatisiert — gelegentliche Fehler passieren. Wir korrigieren auf Hinweis. Mehr Details unter Korrekturen.

corrections@login-online.com