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Wirtschaft im Fokus
Folge 8011.09.20268:45 KI-vertont

Ölpreisschock, EZB-Zinserhöhung und Rekord bei Firmenpleiten (11.09.2026)

Ölpreis über 105 Dollar, Anleiherenditen auf Rekordniveau und die EZB dreht erneut an der Zinsschraube auf 2,5 Prozent. Was das für Bauzinsen, Dax und die Rekord-Insolvenzwelle in Deutschland bedeutet – alle Themen im Überblick.

Themen

In dieser Folge

10
  1. 01

    Dax erholt sich leicht trotz Ölpreisschock und steigender Anleiherenditen

    Manager Magazin

    Nach den jüngsten Verlusten legte der Dax am Freitag um rund 0,5 Prozent auf 25.476 Punkte zu, während der Ölpreis wegen der Eskalation im Nahen Osten zeitweise auf fast 110 Dollar pro Barrel Brent kletterte. Belastet von Zins- und Inflationssorgen sowie dem Ölpreissprung hatten sowohl die Wall Street als auch asiatische Börsen zuvor deutlich nachgegeben, während die Renditen zehn- und dreißigjähriger US-Staatsanleihen auf Mehrjahreshochs stiegen. Im Dax gehörten Siemens Energy und Airbus zu den Gewinnern, während SAP nach schwachen Adobe-Zahlen verlor und im MDax die Flatexdegiro-Aktie nach dem Rücktritt des Aufsichtsratschefs stark einbrach.

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  2. 02

    Ölpreis über 105 Dollar: Anleiherenditen weltweit auf Rekordniveau

    Manager Magazin

    Der Krieg im Nahen Osten und die Eroberung der jemenitischen Hafenstadt Mokka durch die Huthi-Miliz treiben den Ölpreis kräftig nach oben, Brent notiert bei über 105 Dollar und WTI erstmals seit Mai wieder über 100 Dollar je Barrel. Die steigenden Energiepreise nähren Inflationssorgen und lösten einen weltweiten Ausverkauf von Staatsanleihen aus, wodurch die Rendite 30-jähriger US-Bonds mit 5,35 Prozent den höchsten Stand seit 2007 erreichte und auch in Großbritannien und der Eurozone die Kreditkosten deutlich stiegen. Zusätzlich befeuert wurden die Sorgen durch geplante US-Anleiherückkäufe sowie Trumps Ankündigung möglicher Steuer-„Dividenden“ von 5000 Dollar pro Bürger, was die ohnehin hohe Staatsverschuldung weiter erhöhen könnte.

    Original
  3. 03

    ifo-Präsident Fuest: EZB-Zinserhöhung war unvermeidlich

    ifo Institut

    Der EZB-Rat hat die Leitzinsen um jeweils 25 Basispunkte angehoben, was ifo-Präsident Clemens Fuest angesichts einer Inflation von über 3 Prozent im Euroraum als unvermeidlich bezeichnet. Auch die deutlich über zwei Prozent liegende Kerninflation habe die Zentralbank zum Handeln gezwungen, obwohl die Zinserhöhung angesichts der schwachen Konjunktur in Deutschland ungünstig komme. Fuest betont jedoch, dass die EZB den Auftrag habe, Geldpolitik für den gesamten Euroraum zu gestalten, nicht nur für einzelne Länder.

    Original
  4. 04

    EZB erhöht Leitzins erneut wegen steigender Inflation

    Tagesschau

    Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins zum zweiten Mal in diesem Jahr um 0,25 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent angehoben, da die Inflation im Euroraum wegen des Kriegs zwischen USA/Israel und Iran und den daraus resultierenden Öl-, Gas- und Rohstoffengpässen auf 3,3 Prozent gestiegen ist. Für Verbraucher bedeutet dies teurere Konsumkredite und tendenziell steigende Bauzinsen, während Tages- und Festgeldanlagen wieder attraktiver werden; Unternehmen leiden zwar unter höheren Investitionskosten, doch Ökonomen sehen die eigentlichen Wachstumsbremsen eher in Bürokratie, Fachkräftemangel und schwacher Konsumnachfrage. Ob es 2026 weitere Zinsschritte gibt, hängt von der Entwicklung im Nahen Osten ab, während die US-Notenbank wegen eines robusteren Arbeitsmarkts und politischem Druck von Präsident Trump bislang zurückhaltender agiert.

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  5. 05

    Wirtschafts-Ticker: Höchste Insolvenzzahlen seit 2013, Oracle beruhigt Anleger, Anthropic deckt KI-Missbrauch auf

    FAZ Wirtschaft

    Im Juni stiegen die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland um 15,8 Prozent, womit das erste Halbjahr 2026 den höchsten Wert seit 2013 verzeichnet, während Puma seinen Vertriebschef Matthias Bäumer verliert und ein texanisches Gericht TikTok Täuschung beim Jugendschutz vorwirft. Oracle übertraf mit geringeren Ausgaben als erwartet die Erwartungen der Anleger und ließ die Sorgen um hohe KI-Investitionskosten schwinden, während die KI-Firma Anthropic sowohl Versuche zur Biowaffen-Forschung über ihr Modell Claude als auch heimliche Umleitungen von Nutzeranfragen durch die chinesischen Konkurrenten Kimi und DeepSeek aufdeckte. Zudem kündigten die Vereinigten Arabischen Emirate Investitionen von 40 Milliarden Euro in Deutschland an, die europäischen Gaspreise erreichten wegen des Irankriegs den höchsten Stand seit 2022, und das Bundesarbeitsgericht setzte in einem Diskriminierungsfall zeitliche Grenzen für Entschädigungsansprüche.

    Original
  6. 06

    Bauzinsen steigen über vier Prozent – höchster Stand seit Ende der Niedrigzinsphase

    Handelsblatt

    Die Bauzinsen in Deutschland sind aufgrund steigender Anleiherenditen deutlich über die Vierprozentmarke geklettert, laut FMH-Finanzberatung liegt der Zinssatz für eine Standard-Baufinanzierung mit zehnjähriger Zinsbindung bei 4,29 Prozent – dem höchsten Stand seit Ende der Niedrigzinsära. Noch Anfang Juli lagen die Zinsen im Schnitt unter drei Prozent, was den rapiden Anstieg innerhalb weniger Monate verdeutlicht. Interhyp-Chef Jörg Utecht rechnet damit, dass das Zinsniveau vorerst über der Vierprozentmarke bleiben wird.

    Original
  7. 07

    Baufinanzierung: Auswirkungen der EZB-Zinserhöhung auf Immobilienkäufer

    Manager Magazin

    Der Artikel des Manager Magazins zur Baufinanzierung nach der EZB-Zinserhöhung ist online nicht mehr frei zugänglich, da der Link entweder abgelaufen oder das Nutzungslimit erreicht wurde. Interessierte Leser müssen ein manager+ Abonnement abschließen, um Zugriff auf den vollständigen Inhalt zu erhalten. Konkrete Informationen zu den Auswirkungen der Zinserhöhung auf Immobilienkäufer werden im verfügbaren Text nicht genannt.

    Original
  8. 08

    EZB erhöht Leitzins erneut auf 2,5 Prozent

    Zeit Wirtschaft

    Die Europäische Zentralbank hat den Einlagenzins zum zweiten Mal in diesem Jahr angehoben, von 2,25 auf 2,5 Prozent, da die Inflation im Euroraum mit zuletzt 3,3 Prozent deutlich über dem Zielwert von zwei Prozent liegt. Als Gründe nennt die EZB den anhaltenden Inflationsdruck durch den Nahost-Konflikt sowie die Unsicherheit über Energiepreise infolge der Sperrung der Straße von Hormus. Gleichzeitig hob die Zentralbank ihre Wachstumsprognosen leicht an, unter anderem auf 0,9 Prozent BIP-Wachstum für dieses Jahr, was Bankenvertreter als Zeichen wirtschaftlicher Widerstandsfähigkeit begrüßten.

    Original
  9. 09

    EZB erhöht Leitzins erneut auf 2,5 Prozent

    Tagesschau

    Die Europäische Zentralbank hat als Reaktion auf die gestiegene Inflation den Einlagenzins von 2,25 auf 2,5 Prozent angehoben - die zweite Erhöhung in diesem Jahr. Grund ist die durch den Nahost-Konflikt und die Blockade der Straße von Hormus verursachte Ölpreissteigerung, die die Teuerungsrate im Euroraum im August auf 3,3 Prozent trieb, deutlich über dem EZB-Ziel von 2,0 Prozent. Die Notenbank rechnet auch für 2027 und 2028 mit höherer Inflation als bisher angenommen und will künftige Zinsentscheidungen von Sitzung zu Sitzung von den aktuellen Wirtschaftsdaten abhängig machen, so EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

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  10. 10

    Firmenpleiten in Deutschland erreichen höchsten Stand seit 13 Jahren

    n-tv Wirtschaft

    Trotz der wirtschaftlichen Erholung stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr 2026 auf 12.812 Fälle, ein Plus von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der höchste Wert seit 2013. Besonders betroffen waren die Branchen Verkehr und Lagerei, Gastgewerbe sowie Bau, während Experten hohe Energie- und Arbeitskosten sowie Bürokratie als Ursachen nennen. Gleichzeitig meldete der Startup-Verband einen Gründungsboom mit 3053 neuen Startups im gleichen Zeitraum, während auch die Verbraucherinsolvenzen um 2,4 Prozent zunahmen.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum stieg der Dax trotz Ölpreisschock und steigender Anleiherenditen leicht an?

Der Dax legte am Freitag um rund 0,5 Prozent auf 25.476 Punkte zu, obwohl der Ölpreis wegen der Eskalation im Nahen Osten zeitweise auf fast 110 Dollar pro Barrel kletterte und US-Anleiherenditen auf Mehrjahreshochs stiegen. Gewinner waren vor allem Siemens Energy und Airbus, während SAP nach schwachen Adobe-Zahlen und Flatexdegiro nach dem Rücktritt des Aufsichtsratschefs deutlich verloren.

Was treibt den aktuellen Anstieg des Ölpreises und wie wirkt sich das auf die Anleihemärkte aus?

Der Krieg im Nahen Osten und die Eroberung der Hafenstadt Mokka durch die Huthi-Miliz ließen Brent auf über 105 und WTI erstmals seit Mai wieder über 100 Dollar pro Barrel steigen. Die dadurch geschürten Inflationssorgen lösten einen weltweiten Ausverkauf von Staatsanleihen aus, wodurch die Rendite 30-jähriger US-Bonds mit 5,35 Prozent den höchsten Stand seit 2007 erreichte.

Warum hält ifo-Präsident Fuest die jüngste EZB-Zinserhöhung für unvermeidlich?

Angesichts einer Inflation von über 3 Prozent im Euroraum und einer Kerninflation deutlich über 2 Prozent sah sich die EZB laut Fuest zum Handeln gezwungen, auch wenn dies angesichts der schwachen deutschen Konjunktur ungünstig kommt. Er betont, dass die EZB Geldpolitik für den gesamten Euroraum machen müsse, nicht nur für einzelne Länder wie Deutschland.

Was bedeutet die erneute EZB-Zinserhöhung auf 2,5 Prozent für Verbraucher und Unternehmen?

Die EZB hob den Leitzins wegen einer auf 3,3 Prozent gestiegenen Inflation – ausgelöst durch Öl-, Gas- und Rohstoffengpässe infolge des Nahostkriegs – zum zweiten Mal 2026 um 0,25 Prozentpunkte an. Für Verbraucher bedeutet das teurere Konsumkredite und Bauzinsen, aber attraktivere Spareinlagen, während Unternehmen höhere Investitionskosten tragen müssen, obwohl Ökonomen die eigentlichen Wachstumsbremsen eher in Bürokratie und Fachkräftemangel sehen.

Welche wichtigen Wirtschaftsentwicklungen zeigt der aktuelle Ticker abseits von Zinsen und Ölpreis?

Im Juni stiegen die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland um 15,8 Prozent auf den höchsten Halbjahreswert seit 2013, während Oracle mit geringeren Ausgaben als erwartet die Anleger beruhigte und Anthropic Missbrauchsversuche seines KI-Modells Claude sowie heimliche Umleitungen durch die chinesischen Konkurrenten Kimi und DeepSeek aufdeckte. Zudem kündigten die VAE Investitionen von 40 Milliarden Euro in Deutschland an, während die europäischen Gaspreise wegen des Irankriegs den höchsten Stand seit 2022 erreichten.

Vollständiges Transkript

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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Heute geht es um ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch fast alle Wirtschaftsnachrichten zieht: die Eskalation im Nahen Osten und ihre Wellen, die bis in unsere Portemonnaies schwappen. Also, schnallt euch an, wir haben einiges zu besprechen. Fangen wir dort an, wo die ganze Kettenreaktion ihren Ursprung hat: beim Ölpreis. Die Lage im Nahen Osten hat sich weiter zugespitzt, die Huthi-Miliz hat die jemenitische Hafenstadt Mokka erobert, und das hat die Ölpreise regelrecht explodieren lassen. Brent-Öl ist zeitweise auf fast 110 Dollar pro Barrel geklettert, WTI erstmals seit Mai wieder über die 100-Dollar-Marke. Das ist ein richtig kräftiger Sprung, und der hat sofort Folgen für die gesamte Weltwirtschaft. Warum ist das so wichtig? Ganz einfach: Öl steckt in fast allem. Im Sprit, in der Heizung, in der Logistik, in der Produktion. Wenn Öl teurer wird, wird praktisch alles teurer. Und genau das sehen wir jetzt bei der Inflation. Im Euroraum ist die Teuerungsrate zuletzt auf 3,3 Prozent gestiegen, deutlich über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von 2 Prozent. Und ein großer Treiber dafür ist eben der Energiepreis, verstärkt durch die Sperrung der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Wasserstraßen für den globalen Öltransport. Und das bringt uns direkt zur zweiten großen Geschichte der Woche: Die EZB hat reagiert. Zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde der Leitzins angehoben, und zwar um 0,25 Prozentpunkte auf jetzt 2,5 Prozent. Ifo-Präsident Clemens Fuest hat das als nahezu unvermeidlich bezeichnet. Seine Begründung: Bei einer Inflation von über 3 Prozent und einer Kerninflation, die auch deutlich über 2 Prozent liegt, bleibt der Notenbank kaum eine andere Wahl. Fuest weist aber auch darauf hin, dass das für Deutschland ungünstig kommt, weil unsere Konjunktur ohnehin schon schwächelt. Die EZB müsse aber Geldpolitik für den ganzen Euroraum machen, nicht nur für ein einzelnes Land, und das ist eben der Zielkonflikt, in dem die Notenbank aktuell steckt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat außerdem klargemacht, dass man auch für die Jahre 2027 und 2028 mit einer höheren Inflation rechnet als bisher angenommen. Künftige Zinsentscheidungen will die EZB von Sitzung zu Sitzung treffen, je nachdem wie sich die Wirtschaftsdaten entwickeln. Ein kleiner Lichtblick dabei: Die Notenbank hat ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr leicht angehoben, auf 0,9 Prozent BIP-Wachstum. Bankenvertreter sehen darin ein Zeichen für wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit, trotz aller Krisen. Was heißt das jetzt konkret für uns alle? Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet die Zinserhöhung vor allem eines: Konsumkredite werden teurer, und auch die Bauzinsen ziehen weiter an. Und hier haben wir tatsächlich schon knallharte Zahlen. Die Bauzinsen in Deutschland sind über die Vierprozentmarke geklettert, konkret auf 4,29 Prozent für eine zehnjährige Standard-Baufinanzierung. Das ist der höchste Stand seit dem Ende der Niedrigzinsphase. Und was den Anstieg so bemerkenswert macht: Noch Anfang Juli lagen die Zinsen im Schnitt unter drei Prozent. Das heißt, innerhalb von nur wenigen Monaten sind die Kosten für eine Baufinanzierung massiv gestiegen. Der Chef von Interhyp rechnet damit, dass wir vorerst über der Vierprozentmarke bleiben werden. Wer also gerade eine Immobilie kaufen oder eine Anschlussfinanzierung abschließen möchte, für den wird es spürbar teurer. Die gute Nachricht für Sparerinnen und Sparer: Tages- und Festgeld werden durch die höheren Zinsen wieder attraktiver. Auf der anderen Seite leiden Unternehmen unter höheren Investitionskosten. Ökonomen sagen aber, dass die eigentlichen Wachstumsbremsen in Deutschland gar nicht primär die Zinsen sind, sondern eher Bürokratie, Fachkräftemangel und eine insgesamt schwache Konsumnachfrage. Das ist ein wichtiger Punkt, den man im Kopf behalten sollte, wenn man über die Zinspolitik diskutiert. Und diese strukturellen Probleme zeigen sich jetzt auch sehr deutlich bei den Unternehmensinsolvenzen. Die Zahlen sind wirklich beeindruckend, und zwar leider nicht im positiven Sinne. Im ersten Halbjahr 2026 gab es 12.812 Unternehmensinsolvenzen in Deutschland, ein Plus von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist der höchste Wert seit 2013. Besonders hart getroffen sind der Verkehrs- und Lagereisektor, das Gastgewerbe und die Baubranche, was angesichts der steigenden Bauzinsen auch nicht wirklich überraschend ist. Experten nennen als Hauptgründe hohe Energiekosten, hohe Arbeitskosten und eben die schon erwähnte Bürokratie. Auch die Verbraucherinsolvenzen sind übrigens um 2,4 Prozent gestiegen, was zeigt, dass der Druck nicht nur Unternehmen, sondern auch private Haushalte trifft. Aber es gibt auch eine positive Kehrseite dieser Medaille: Der Startup-Verband meldet für den gleichen Zeitraum einen echten Gründungsboom, mit 3053 neuen Startups. Das zeigt, dass trotz aller Schwierigkeiten auch neue wirtschaftliche Dynamik entsteht. Deutschland ist also gleichzeitig Schauplatz von Abschwung und Aufbruch, das muss man einfach so festhalten. Ein kurzer Blick auch auf die Finanzmärkte: Der Dax hat sich am Freitag trotz allem leicht erholt, um etwa 0,5 Prozent auf 25.476 Punkte. Das kommt nach vorherigen deutlichen Verlusten, ausgelöst durch die Zins- und Inflationssorgen sowie den Ölpreisschock. Zur Erinnerung: Die Renditen für zehn- und dreißigjährige US-Staatsanleihen sind zuletzt auf Mehrjahreshochs gestiegen, die 30-jährige US-Anleihe brachte es sogar auf 5,35 Prozent, den höchsten Stand seit 2007. Das hängt auch mit geplanten US-Anleiherückkäufen und möglichen weiteren Steuermaßnahmen zusammen, die die amerikanische Staatsverschuldung zusätzlich belasten könnten. Im Dax selbst gehörten Siemens Energy und Airbus zu den Gewinnern des Tages, während SAP nach schwachen Zahlen des US-Konzerns Adobe unter Druck geriet. Und im MDax gab es einen deutlichen Ausreißer nach unten: Die Aktie von Flatexdegiro ist stark eingebrochen, nachdem der Aufsichtsratschef zurückgetreten ist. Zum Abschluss noch ein paar kurze Meldungen aus der Wirtschaftswelt: Der amerikanische Softwarekonzern Oracle konnte die Anlegerinnen und Anleger mit geringeren Ausgaben als erwartet beruhigen, was die Sorgen um die hohen Kosten von Investitionen in Künstliche Intelligenz etwas dämpfte. Die KI-Firma Anthropic hat gleichzeitig aufgedeckt, dass ihr Modell Claude für Versuche zur Biowaffen-Forschung missbraucht wurde, und dass chinesische Konkurrenten wie Kimi und DeepSeek Nutzeranfragen heimlich umgeleitet haben. Und interessant für den Standort Deutschland: Die Vereinigten Arabischen Emirate haben Investitionen von 40 Milliarden Euro angekündigt. So, das waren die wichtigsten Entwicklungen von heute. Zusammengefasst lässt sich sagen: Der Konflikt im Nahen Osten treibt die Energiepreise nach oben, das befeuert die Inflation, die EZB reagiert mit einer weiteren Zinserhöhung auf 2,5 Prozent, und das wiederum macht Kredite und Baufinanzierungen deutlich teurer. Gleichzeitig kämpfen viele Unternehmen in Deutschland mit den höchsten Insolvenzzahlen seit 13 Jahren, während parallel ein Gründungsboom für frischen Wind sorgt. Eine ziemlich vielschichtige wirtschaftliche Gemengelage also, die uns sicher auch in den kommenden Wochen weiter begleiten wird. Das war's für heute von mir. Morgen sind wir wieder mit den neuesten Entwicklungen für euch da. Bis dahin, passt auf euch auf. Und übrigens: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, alle Quellen und Hintergründe zu den heutigen Themen findet ihr wie immer auf unserer Website. Bis morgen!

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