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Wirtschaft im Fokus
Folge 8923.09.202610:29 KI-vertont

Konjunktur-Aufschwung, teure Bauzinsen und IG Metalls Fünf-Prozent-Forderung (23.09.2026)

Aufschwung an der Konjunkturfront, doch teure Kredite bremsen den Immobilienmarkt: Wir blicken auf Einkaufsmanagerindizes, Bauzinsen über vier Prozent und den Dax im Spannungsfeld von Öl und KI-Boom. Dazu Iran-Sanktionen, IG Metall und Trumps KI-Vergleiche.

Themen

In dieser Folge

10
  1. 01

    Einkaufsmanagerindizes signalisieren stärkeres Wachstum in Deutschland und der Euro-Zone

    Handelsblatt

    Die Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Euro-Zone sind im September deutlich stärker gestiegen als von Ökonomen erwartet und deuten auf das kräftigste Wirtschaftswachstum seit rund dreieinhalb Jahren hin. Der Index für die Euro-Zone kletterte laut S&P Global auf 53,1 Punkte, während Deutschland mit 53,8 Punkten den höchsten Stand seit elf Monaten erreichte, getragen von einer starken Belebung im Dienstleistungssektor und soliden Zuwächsen in der Industrieproduktion. Trotz des höheren Auftragsplus blieb der Stellenaufbau gedämpft, da sich die Geschäftsaussichten auf ein Drei-Monatstief verschlechterten.

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  2. 02

    Digitalisierung schadet vor allem der Gesundheit körperlich Arbeitender

    ifo Institut

    Eine Studie des ifo Instituts, des IAB und der Universität Konstanz zeigt, dass zunehmende Digitalisierung bei Beschäftigten mit überwiegend körperlichen Tätigkeiten mit schlechterer Gesundheit und rund 20 Prozent mehr Krankheitstagen einhergeht, während sich bei Büro- und Wissensberufen kein negativer Zusammenhang nachweisen lässt. Als mögliche Ursache gilt Technostress durch fehlende digitale Kompetenzen; gezielte Schulungen und eine unterstützende Führungskultur können die negativen Effekte jedoch deutlich abmildern. Höhere Löhne gleichen die gesundheitlichen Belastungen den Forschenden zufolge nicht aus, weshalb die Digitalisierung bestehende gesundheitliche Ungleichheiten zwischen Beschäftigtengruppen verschärfen könnte.

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  3. 03

    US-Sanktionen gegen iranische Airlines zeigen erste Wirkung an Flughäfen

    n-tv Wirtschaft

    Noch vor Inkrafttreten verschärfter US-Sanktionen gegen iranische Fluggesellschaften kommt es bereits zu Einschränkungen im regionalen Flugverkehr: Der von einem britischen Unternehmen betriebene Flughafen Bagdad hat aus Furcht vor Strafmaßnahmen iranische Flüge gestrichen, auch Omans Hauptstadt Maskat nimmt keine iranischen Maschinen mehr auf. US-Finanzminister Scott Bessent hatte angekündigt, iranische Airlines würden ab dem 23. September weltweit lahmgelegt, und drohte Ländern, die Kerosin oder Bodenabfertigung bereitstellen, mit Ausschluss aus dem Dollarsystem. Betroffen sind insgesamt 36 iranische Fluggesellschaften und Luftfahrtunternehmen, während andere Staaten wie die Türkei bislang keine offiziellen Anweisungen zur Aussetzung des Flugverkehrs erteilt haben und China die einseitigen Sanktionen ablehnt.

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  4. 04

    Deutschland und Niederlande starten gemeinsames Förderprogramm für KI-Chips

    Handelsblatt

    Deutschland und die Niederlande wollen mit einem gemeinsamen Förderprogramm die Entwicklung europäischer KI-Prozessoren beschleunigen und stellen dafür über ihre Innovationsagenturen Sprind und Nadi insgesamt 40 Millionen Euro bereit. Ziel ist es laut Sprind-Vertreter Jano Costard nicht nur, bestehende Technologien schrittweise zu verbessern, sondern einen echten strategischen Vorteil gegenüber anderen Weltregionen zu erlangen, indem die Entwicklungszeit neuer Prozessoren deutlich verkürzt wird. Zunächst sollen mehrere Forschungsteams gefördert werden, um aus unterschiedlichen technologischen Ansätzen die erfolgversprechendsten zu identifizieren, wobei die Kooperation laut Nadi-Chef Jelle Prins naheliegt, da die Niederlande mit ASML über den weltweit führenden Anbieter von Chip-Fertigungsanlagen verfügen und Deutschland in Forschung und Industrie stark aufgestellt ist.

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  5. 05

    Bauzinsen steigen über vier Prozent – teurer Immobilienkauf

    Tagesschau

    Die Bauzinsen für zehnjährige Darlehen liegen aktuell bei rund 4,1 bis 4,2 Prozent, ein deutlicher Anstieg gegenüber 3,4 Prozent vor einem Jahr, was etwa bei einer Finanzierung von 300.000 Euro rund 250 Euro mehr Monatsrate bedeutet. Ursache ist vor allem das gestiegene Zinsniveau am Kapitalmarkt, verstärkt durch Inflationssorgen infolge hoher Energiepreise im Zuge des Iran-Konflikts, weshalb Experten kurzfristig keine Entspannung erwarten. Auch Eigentümer mit auslaufender Zinsbindung sind betroffen, wobei Fachleute empfehlen, Angebote gründlich zu vergleichen und mit einem Forward-Darlehen abzuwarten, statt die aktuell hohen Zinsen vorschnell langfristig zu fixieren.

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  6. 06

    Donald Trump: US-Präsident vergleicht KI-Skeptiker mit Umweltaktivisten

    Manager Magazin

    Donald Trump setzt beim KI-Ausbau auf Tempo statt Leitplanken: Kritiker vergleicht der US-Präsident mit Klimawandelwarnern, Regulierung mit Wachstumsbremse. Doch selbst Tech-Manager und viele Anwohner neuer Rechenzentren schlagen Alarm.

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  7. 07

    Immobilienaktien nach Wahlerfolg der Linken in Berlin unter Druck

    Zeit Wirtschaft

    Nach dem Wahlsieg der Linken bei der Berlin-Wahl sind die Kurse von Immobilienunternehmen an der Börse eingebrochen. Besonders betroffen war die Vonovia-Aktie, die zwischenzeitlich auf 17,06 Euro fiel – ihren niedrigsten Stand seit Sommer 2023. Hintergrund der Kursverluste sind offenbar Sorgen der Anleger vor möglichen Vergesellschaftungsbestrebungen im Wohnungssektor.

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  8. 08

    Dax uneinheitlich: Ölpreis-Sorgen, KI-Boom stützt Konjunktur, Wacker trennt sich von Siltronic-Anteilen

    n-tv Wirtschaft

    Der Dax pendelt am Mittwoch zwischen Gewinnen und Verlusten, während der Ölpreis nach der Wiederaufnahme saudischer Pipeline-Lieferungen zunächst sank, dann aber wieder anzog und die Sorge um steigende Dieselpreise befeuert. Positive Signale kommen von der OECD, die ihre Wachstumsprognose für Deutschland dank starker Exporte im KI-Boom auf 1,1 Prozent anhob, sowie von überraschend guten Einkaufsmanagerindizes im Euroraum. An den Einzelwerten sorgen der Teilverkauf von Siltronic-Aktien durch Wacker Chemie, ein enttäuschender Jahresabschluss bei KWS Saat und die Ernennung eines neuen Adyen-Finanzchefs für deutliche Kursbewegungen, während die Märkte insgesamt gespannt auf das Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping am Donnerstag blicken.

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  9. 09

    IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn für VW-Beschäftigte

    n-tv Wirtschaft

    Die IG Metall verlangt in der neuen Tarifrunde für rund 130.000 VW-Beschäftigte fünf Prozent mehr Gehalt bei zwölf Monaten Laufzeit, zusätzlich soll eine soziale Komponente untere Entgeltgruppen begünstigen. Verhandlungsführer Thorsten Gröger begründet die Forderung mit den bereits getragenen Einschnitten der Belegschaft und den gleichzeitig hohen Aktionärsausschüttungen des Konzerns, während Betriebsratschefin Daniela Cavallo auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten seit der letzten Erhöhung im Mai 2024 verweist. Die Gespräche gelten angesichts geplanter Stellenstreichungen und ungewisser Werkszukunft als besonders konfliktreich, ein Verhandlungstermin mit VW steht noch nicht fest.

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  10. 10

    "Kämpferischer Realismus"IG Metall geht mit Forderung nach fünf Prozent in Tarifrunde

    n-tv Wirtschaft

    In Krisenzeiten will die IG Metall mit nach eigener Aussage realistischen Forderungen in die anstehende Tarifrunde gehen. So sollen für die meisten Beschäftigten die Reallöhne gehalten werden - in "Boom-Unternehmen" will die Gewerkschaft jedoch noch etwas mehr herausschlagen.

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FAQ

Häufige Fragen

Was zeigen die aktuellen Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Euro-Zone?

Die Indizes stiegen im September stärker als erwartet auf 53,8 Punkte in Deutschland und 53,1 Punkte in der Euro-Zone und signalisieren das kräftigste Wirtschaftswachstum seit rund dreieinhalb Jahren. Trotz steigender Aufträge blieb der Stellenaufbau jedoch gedämpft, da sich die Geschäftsaussichten leicht verschlechterten.

Wie wirkt sich Digitalisierung auf die Gesundheit von Beschäftigten aus?

Laut einer Studie von ifo, IAB und Universität Konstanz führt zunehmende Digitalisierung bei körperlich Arbeitenden zu rund 20 Prozent mehr Krankheitstagen, während bei Büro- und Wissensberufen kein negativer Effekt nachweisbar ist. Ursache ist vermuteter Technostress durch fehlende digitale Kompetenzen, dem gezielte Schulungen und gute Führung entgegenwirken können.

Welche Auswirkungen haben die verschärften US-Sanktionen gegen iranische Airlines bereits jetzt?

Noch vor ihrem Inkrafttreten am 23. September haben die Flughäfen Bagdad und Maskat bereits iranische Flüge gestrichen bzw. blockiert, aus Furcht vor US-Strafmaßnahmen. Die Sanktionen betreffen 36 iranische Fluggesellschaften und drohen auch Drittstaaten, die Kerosin oder Bodenabfertigung liefern, mit Ausschluss aus dem Dollarsystem.

Was beinhaltet das gemeinsame Förderprogramm von Deutschland und den Niederlanden für KI-Chips?

Über die Innovationsagenturen Sprind und Nadi stellen beide Länder insgesamt 40 Millionen Euro bereit, um die Entwicklung europäischer KI-Prozessoren zu beschleunigen und einen strategischen Vorteil gegenüber anderen Weltregionen zu erreichen. Zunächst werden mehrere Forschungsteams gefördert, um die erfolgversprechendsten technologischen Ansätze zu identifizieren.

Warum sind die Bauzinsen aktuell auf über vier Prozent gestiegen?

Zehnjährige Baudarlehen kosten derzeit rund 4,1 bis 4,2 Prozent gegenüber 3,4 Prozent vor einem Jahr, was bei einer Finanzierung von 300.000 Euro etwa 250 Euro mehr Monatsrate bedeutet. Grund sind gestiegene Kapitalmarktzinsen, verstärkt durch Inflationssorgen infolge hoher Energiepreise im Zuge des Iran-Konflikts.

Vollständiges Transkript

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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Heute schauen wir auf ein Bündel Nachrichten, die auf den ersten Blick ganz unterschiedlich wirken, aber im Kern alle mit einer Frage zu tun haben: Wie stabil ist unser wirtschaftliches Fundament gerade wirklich, und wo drohen neue Risse? Fangen wir mit den guten Nachrichten an, denn die gibt es tatsächlich. Die Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Euro-Zone haben im September einen richtig kräftigen Sprung nach oben gemacht. Für Deutschland liegt der Wert jetzt bei 53,8 Punkten, so hoch wie seit elf Monaten nicht mehr. Für die gesamte Euro-Zone sind es 53,1 Punkte. Das mag jetzt erstmal nach trockenen Zahlen klingen, aber diese Indizes gelten als ziemlich verlässlicher Frühindikator dafür, wie es der Wirtschaft in den kommenden Monaten geht. Und das Signal ist eindeutig positiv: Es ist das stärkste Wachstumssignal seit rund dreieinhalb Jahren. Getragen wird das vor allem vom Dienstleistungssektor, aber auch die Industrie legt ordentlich zu. Interessant ist allerdings, dass die Unternehmen trotz voller Auftragsbücher beim Personal zurückhaltend bleiben. Die Geschäftsaussichten haben sich sogar leicht eingetrübt, auf ein Drei-Monatstief. Das heißt, der Aufschwung ist da, aber die Unternehmen trauen ihm noch nicht so richtig über den Weg. Passend dazu hat auch die OECD ihre Wachstumsprognose für Deutschland angehoben, auf 1,1 Prozent. Der Grund dafür ist spannend: starke Exporte, die vom KI-Boom weltweit profitieren. Das zeigt sich auch am Dax, der zuletzt zwischen Gewinnen und Verlusten pendelte, aber von diesen positiven Konjunktursignalen durchaus gestützt wurde. Einzelne Unternehmen sorgten zusätzlich für Bewegung, etwa Wacker Chemie mit einem Teilverkauf von Siltronic-Anteilen oder KWS Saat mit einem enttäuschenden Jahresabschluss. Insgesamt blicken die Märkte aber gespannt auf das Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping, das für viele als nächster wichtiger Termin gilt, der die Stimmung an den Börsen beeinflussen könnte. Jetzt zur anderen Seite der Medaille, denn während die Konjunktur sich erholt, wird das Leben für viele Verbraucher gerade teurer, vor allem beim Thema Wohnen. Die Bauzinsen für zehnjährige Darlehen liegen inzwischen bei rund 4,1 bis 4,2 Prozent. Vor einem Jahr waren es noch 3,4 Prozent. Das klingt nach einer kleinen Zahl, hat aber große Auswirkungen: Bei einer Finanzierung von 300.000 Euro bedeutet das im Schnitt rund 250 Euro mehr Monatsrate. Der Hauptgrund ist das gestiegene Zinsniveau am Kapitalmarkt, verstärkt durch Inflationssorgen wegen hoher Energiepreise, die wiederum mit dem Iran-Konflikt zusammenhängen. Wer gerade eine Immobilie kaufen möchte oder eine auslaufende Zinsbindung hat, sollte laut Experten genau vergleichen und nicht überstürzt langfristig binden. Ein sogenanntes Forward-Darlehen kann helfen, spätere Zinsentwicklungen abzuwarten, statt jetzt zu hohen Sätzen fest einzusteigen. Kurzfristig, so die Einschätzung, ist an dieser Front keine Entspannung in Sicht. Und dieser Iran-Konflikt zeigt sich noch an einer ganz anderen Stelle, nämlich im Flugverkehr. Die USA haben verschärfte Sanktionen gegen iranische Fluggesellschaften angekündigt, die ab dem 23. September greifen sollen. Insgesamt sind 36 iranische Airlines und Luftfahrtunternehmen betroffen. Schon vor dem offiziellen Inkrafttreten reagieren erste Flughäfen: Bagdad hat iranische Flüge gestrichen, auch Maskat in Oman nimmt keine iranischen Maschinen mehr an. Die USA drohen sogar Ländern, die Kerosin oder Bodenabfertigung für iranische Flieger bereitstellen, mit dem Ausschluss aus dem Dollarsystem. Das ist ein ziemlich hartes Druckmittel. Nicht alle Länder ziehen da mit, die Türkei hat bislang keine offiziellen Anweisungen erteilt, und China lehnt die einseitigen Sanktionen klar ab. Für uns wirtschaftlich relevant ist das vor allem über den Ölpreis, der zuletzt schwankte, weil saudische Pipeline-Lieferungen wieder aufgenommen wurden, dann aber wegen genau dieser geopolitischen Spannungen erneut anzog. Das treibt die Sorge um steigende Dieselpreise weiter an, ein Punkt, den man im Blick behalten sollte. Auch an der Börse gab es diese Woche einen Ausschlag, der zeigt, wie schnell politische Entscheidungen auf Unternehmenswerte durchschlagen können. Nach dem Wahlerfolg der Linken bei der Berlin-Wahl sind die Kurse großer Immobilienunternehmen eingebrochen. Besonders die Vonovia-Aktie hat es getroffen, sie fiel zwischenzeitlich auf 17,06 Euro, den niedrigsten Stand seit Sommer 2023. Anleger befürchten offenbar, dass es im Wohnungssektor zu politischen Eingriffen bis hin zu Vergesellschaftungsdebatten kommen könnte. Das zeigt, wie sensibel der Markt gerade auf alles reagiert, was mit Wohnraum und Regulierung zu tun hat, ein Thema, das angesichts der angespannten Wohnungsmärkte in vielen deutschen Städten sicher nicht verschwinden wird. Kommen wir zum Arbeitsmarkt, denn dort tut sich gerade einiges, vor allem bei Volkswagen. Die IG Metall fordert für rund 130.000 VW-Beschäftigte fünf Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, zusätzlich soll eine soziale Komponente die unteren Entgeltgruppen stärker begünstigen. Die Gewerkschaft begründet das mit den Einschnitten, die die Belegschaft in den letzten Jahren schon getragen hat, während gleichzeitig hohe Ausschüttungen an die Aktionäre geflossen sind. Die Betriebsratschefin verweist zusätzlich auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten seit der letzten Erhöhung im Mai 2024. Spannend ist dabei die Formulierung der IG Metall selbst, die von einem, Zitat, kämpferischen Realismus spricht. Das heißt übersetzt: Für die meisten Beschäftigten soll vor allem die Kaufkraft gehalten werden, während in wirtschaftlich stärkeren Unternehmen durchaus mehr herausgeholt werden soll. Angesichts der geplanten Stellenstreichungen bei VW und der insgesamt unsicheren Werkszukunft dürfte diese Tarifrunde zu einer der konfliktreicheren der letzten Jahre werden. Ein konkreter Verhandlungstermin steht noch nicht fest, wir bleiben da für euch dran. Ein Thema, das in der öffentlichen Diskussion oft zu kurz kommt, aber langfristig enorm wichtig ist, betrifft die Gesundheit am Arbeitsplatz im Zusammenhang mit der Digitalisierung. Eine Studie des ifo Instituts zusammen mit dem IAB und der Universität Konstanz zeigt: Bei Beschäftigten mit überwiegend körperlichen Tätigkeiten geht zunehmende Digitalisierung mit schlechterer Gesundheit einher, konkret mit rund 20 Prozent mehr Krankheitstagen. Bei Büro- und Wissensberufen lässt sich dieser negative Zusammenhang dagegen nicht nachweisen. Als Ursache vermuten die Forschenden sogenannten Technostress, also Stress durch fehlende digitale Kompetenzen im Arbeitsalltag. Die gute Nachricht dabei: Gezielte Schulungen und eine unterstützende Führungskultur können diese negativen Effekte deutlich abmildern. Höhere Löhne allein reichen aber nicht aus, um die gesundheitliche Belastung auszugleichen. Das ist ein wichtiger Hinweis für Unternehmen, die gerade Digitalisierungsprojekte vorantreiben, denn wenn hier nicht nachgesteuert wird, könnte sich die gesundheitliche Ungleichheit zwischen verschiedenen Beschäftigtengruppen weiter verschärfen. Zum Abschluss noch ein Blick auf ein Zukunftsthema, das gerade viel Fördergeld und politische Aufmerksamkeit bekommt: Künstliche Intelligenz, genauer gesagt die Hardware dahinter. Deutschland und die Niederlande haben ein gemeinsames Förderprogramm für europäische KI-Prozessoren gestartet, mit insgesamt 40 Millionen Euro über die Innovationsagenturen Sprind und Nadi. Ziel ist nicht nur eine schrittweise Verbesserung, sondern ein echter strategischer Vorteil gegenüber anderen Weltregionen, indem die Entwicklungszeit neuer Chips deutlich verkürzt wird. Die Kooperation macht Sinn, denn die Niederlande haben mit ASML den weltweit führenden Anbieter von Chip-Fertigungsanlagen, während Deutschland in Forschung und Industrie stark aufgestellt ist. Dass dieses Thema politisch gerade so viel Rückenwind bekommt, passt auch zur Debatte in den USA, wo Donald Trump beim Ausbau von KI klar auf Tempo statt auf Regulierung setzt und Kritiker mit Klimawandelwarnern vergleicht. Selbst wenn manche Tech-Manager und Anwohner neuer Rechenzentren vorsichtiger sind, zeigt sich insgesamt ein globaler Wettlauf um technologische Führung bei KI, an dem sich auch Europa gerade strategisch positioniert. Fassen wir das Ganze kurz zusammen: Die Konjunktur zeigt überraschend deutliche Erholungssignale, gleichzeitig bleiben die Zinsen hoch und belasten vor allem Immobilienkäufer, geopolitische Spannungen rund um den Iran wirken über den Ölpreis direkt in unseren Alltag, bei Volkswagen zeichnet sich eine harte Tarifrunde ab, und beim Thema künstliche Intelligenz investiert Europa gezielt, um im globalen Wettbewerb nicht ins Hintertreffen zu geraten. Viel Bewegung also, aber genau deshalb lohnt es sich, dranzubleiben. Das war's für heute von mir. Danke, dass ihr zugehört habt, und ich freue mich, wenn ihr morgen wieder mit dabei seid, wenn es weitergeht mit den wichtigsten Wirtschaftsthemen. Zum Schluss noch der Hinweis, den ich euch nicht vorenthalten möchte: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, und alle Quellen sowie Hintergründe zu den heutigen Themen findet ihr wie immer auf unserer Website. Bis morgen und macht's gut!

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