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Wirtschaft im Fokus
Folge 9602.10.202611:10 KI-vertont

Dax über 25.000: KI-Rally, Wachstumsprognose und Anthropic-IPO (02.10.2026)

Der Dax knackt die 25.000er-Marke, getrieben von KI-Werten, während Nike Adidas und Puma bremst. Dazu: höhere Wachstumsprognose der Bundesregierung, Anthropics möglicher Börsengang und der Streit um die PSI-Übernahme.

Themen

In dieser Folge

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  1. 01

    Dax springt über 25.000 Punkte – Ölpreis gibt nach, Frankreich-Sorgen belasten Anleihemärkte

    Handelsblatt

    Der Dax startete am Freitag mit einem Plus von bis zu 1,2 Prozent auf 25.227 Punkte und machte damit einen Teil der Verluste vom Vortag wett, als er ein Prozent tiefer bei 24.939 Punkten geschlossen hatte. Zuvor hatten gestiegene Ölpreise und hohe Anleiherenditen die Stimmung in Europa getrübt, wobei die Sorge um Frankreichs Staatsfinanzen die Rendite zehnjähriger französischer Anleihen auf den höchsten Stand seit 2002 trieb. Anleger richten ihren Blick nun auf die Inflationsdaten der Eurozone und den US-Arbeitsmarktbericht, für den Ökonomen ein Stellenplus von 90.000 erwarten, nach 162.000 im August.

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  2. 02

    Bundesregierung hebt Wachstumsprognose auf 1,3 Prozent für 2026 an

    Manager Magazin

    Laut einem Reuters-Bericht unter Berufung auf einen Insider will die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose deutlich anheben und rechnet nun mit 1,3 Prozent in diesem Jahr, 1,1 Prozent im nächsten Jahr und 0,6 Prozent im Jahr 2028; im Frühjahr waren noch 0,5 und 0,9 Prozent für 2026 und 2027 erwartet worden. Getragen wird der Aufschwung vor allem von schuldenfinanzierten Staatsinvestitionen in Infrastruktur und Bundeswehr sowie vom Export, während die Baubranche 2027 die Wende schaffen soll. Die Inflation bleibt mit erwarteten 2,7 Prozent in diesem und 3,0 Prozent im nächsten Jahr hoch, vor allem wegen der durch den Nahostkrieg gestiegenen Kraftstoffpreise; Wirtschaftsministerin Katherina Reiche will die Herbstprojektion kommende Woche vorstellen.

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  3. 03

    Dax legt kräftig zu: KI-Werte gefragt, Nike-Schwäche belastet Adidas und Puma

    Manager Magazin

    Der Dax startete am Freitag trotz Zins- und Inflationssorgen robust und lag zuletzt rund 0,9 Prozent im Plus bei 25.166 Punkten, gestützt von KI-nahen Werten wie Infineon, Siemens Energy und Hochtief. Adidas und Puma gaben dagegen nach, nachdem Nike mit einem enttäuschenden Ausblick und einem angekündigten Stellenabbau nachbörslich um mehr als 8 Prozent eingebrochen war. Am Anleihenmarkt blieben die Renditen französischer Staatsanleihen mit knapp 5 Prozent auf dem höchsten Stand seit 2002, während die Inflation in der Eurozone im September auf 3,8 Prozent stieg und der Ölpreis wegen der Lage in Nahost bei rund 102 Dollar je Fass (Brent) verharrte.

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  4. 04

    Anthropic könnte Börsengang bereits Mitte November vermarkten – Rekordverlust und hohe Bewertung im Blick

    FAZ Wirtschaft

    Laut Bloomberg könnte Anthropic bereits in der Woche ab dem 9. November mit der offiziellen Vermarktung seines Börsengangs beginnen, sodass ein Handelsstart noch vor Thanksgiving möglich wäre; spätestens soll das Debüt bis Jahresende erfolgen, der Zeitplan kann sich aber noch verschieben. Insider halten eine Bewertung von 1,8 bis 2 Billionen Dollar für angemessen, obwohl Anthropic 2025 bei einem Umsatz von rund 4,6 Milliarden Dollar einen Nettoverlust von fast 42 Milliarden Dollar verbuchte, der vor allem auf die Neubewertung von Verbindlichkeiten zurückgeht. Das Unternehmen sieht sich zugleich stärkerem Wettbewerb und wachsenden Sicherheitsdebatten über außer Kontrolle geratene KI-Agenten ausgesetzt, während Rivale OpenAI seine Börsenpläne verschoben hat.

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  5. 05

    PSI-Übernahme durch Warburg Pincus: Wirtschaftsministerium hält Sicherheitsauflagen unter Verschluss

    Handelsblatt

    Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Mehrheitsübernahme des Berliner Energiesoftware-Anbieters PSI durch den US-Finanzinvestor Warburg Pincus Ende Juni 2026 unter Auflagen freigegeben, will diese aber nicht öffentlich machen. Es beruft sich auf geschützte Geschäftsgeheimnisse der beteiligten Unternehmen und erklärt, die Verpflichtungen sollten im Investitionsprüfverfahren identifizierte Sicherheitsbedenken ausräumen. Die Details sind als „VS-VERTRAULICH“ eingestuft und liegen der Geheimschutzstelle des Bundestages vor, wo Abgeordnete sie einsehen, aber nicht veröffentlichen dürfen; der Grünen-Politiker Michael Kellner zeigt Verständnis und sieht darin eine gestiegene politische Sensibilität bei US-Investitionen in kritische Infrastruktur.

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  6. 06

    Amcham-Umfrage: Fast die Hälfte der US-Unternehmen sieht Deutschland als Investitionsstandort weiter skeptisch

    Handelsblatt

    Laut einer Umfrage der Amerikanischen Handelskammer (Amcham), die dem Handelsblatt vorab vorlag, erwarten fast 50 Prozent der befragten Unternehmen, dass sich die Attraktivität Deutschlands als Investitionsziel in den kommenden zwölf Monaten eher verschlechtert. Die Reformagenda der Bundesregierung hat die Zweifel am Standort demnach bislang nicht ausräumen können. Der neue Amcham-Chef in Deutschland, Christopher Porter, erklärt in seinem ersten Zeitungsinterview, warum er trotz der schwachen Stimmung und des noch zaghaften konjunkturellen Aufschwungs optimistisch bleibt.

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  7. 07

    Expo Real in München: Messechef Rummel sieht Immobilien und Infrastruktur zusammenwachsen

    FAZ Wirtschaft

    Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München, erklärt, dass die Expo Real (5. bis 7. Oktober) das Thema Infrastruktur zunächst als Sonderschau mit Konferenzprogramm aufnimmt, weil 71 Prozent der befragten Branchenvertreter diese bei Immobilienprojekten stärker berücksichtigen wollen. Trotz der anhaltenden Krise der Branche wächst die Zahl der Aussteller um zwei Prozent auf rund 1780, und es werden wieder etwa 42.000 Besucher erwartet; das Transaktionsvolumen stieg im ersten Halbjahr 2026 um 13 Prozent auf mehr als 16 Milliarden Euro. Für den schwächelnden Wohnungsbau sieht Rummel Chancen in der Umwandlung von Büros und im seriellen Bauen, während Rechenzentren dank Künstlicher Intelligenz stark wachsen, aber oft vom Stromanschluss abhängen.

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  8. 08

    KI-Boom im Logistiksektor: Kühne + Nagel und andere Konzerne könnten doppelt profitieren

    n-tv Wirtschaft

    Laut einem Capital-Beitrag können Logistikkonzerne gleich auf zwei Wegen vom KI-Boom profitieren: durch Effizienzgewinne im eigenen Geschäft und als Lieferanten des Materials für den Ausbau von Rechenzentren. Als Beispiel dient der Schweizer Konzern Kühne + Nagel, der Mitte September eine Allianz mit Amazon angekündigt hat. Ob das neue Geschäftsfeld die Probleme der Branche löst und bei welchen Aktien noch Kurspotenzial besteht, wird im Volltext hinter der Bezahlschranke erörtert, der im Auszug nicht vorliegt.

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  9. 09

    Transkaspischer Korridor: EU und Zentralasien wollen Transportzeiten auf 15 bis 20 Tage senken

    Euronews Business

    Die Länder entlang des Transkaspischen Korridors wollen mit Unterstützung der EU die Transitzeit von derzeit etwa 35 Tagen auf 15 bis 20 Tage verkürzen und die Route planbarer machen. Bei der zweiten nationalen Konferenz in Taschkent betonten Vertreter von TRACECA und EU, dass neben dem Ausbau von Schienen und Häfen vor allem digitale Dokumente, harmonisierte Zollverfahren und eine einheitliche Genehmigung für alle Transitländer entscheidend seien. Engpässe bleiben unter anderem durch die unsichere Lage im Schwarzen Meer, begrenzte Fährkapazitäten und die Auslastung des usbekischen Schienennetzes, das mit einer geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecke und neuen Verbindungen etwa nach China ausgebaut werden soll.

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  10. 10

    DAX kehrt vor US-Arbeitsmarktdaten und EU-Inflation über 25.000 Punkte zurück

    Tagesschau

    Der DAX ist am Freitag mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 25.020 Punkte robust in den Handel gestartet und hat damit die Marke von 25.000 Punkten zurückerobert, die er am Vortag erstmals seit Juli unterschritten hatte. Belastend wirken weiterhin Ölpreise über 100 Dollar je Barrel, die durch die Entsendung einer dritten US-Flugzeugträgerkampfgruppe in den Nahen Osten und einen Exportstopp für Ölprodukte aus chinesischen Raffinerien gestützt werden; die EU dringt wegen knapper Dieselbestände auf ein koordiniertes Vorgehen mit den USA. Anleger erwarten zudem die US-Arbeitsmarktdaten (prognostiziert: 90.000 neue Stellen) und die Eurozonen-Inflation für September (erwartet: 3,6 Prozent), während die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose auf 1,3 Prozent für dieses und 1,1 Prozent für nächstes Jahr anheben will und die Stimmung in der Chemieindustrie laut ifo-Institut erneut gestiegen ist.

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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute geht es um einen Freitag, an dem sich an den Märkten fast alles um drei Dinge dreht: Öl, Inflation und die Frage, wie robust die Konjunktur wirklich ist. Dazu gibt es eine überraschend gute Nachricht aus Berlin, einen möglichen Mega-Börsengang aus den USA und ein paar Signale zum Standort Deutschland. Fangen wir mit dem Aktienmarkt an. Der Dax ist am Freitag klar über die Marke von 25.000 Punkten zurückgekehrt. Am Vortag war er noch darunter gerutscht, erstmals seit Juli, und hatte bei knapp 24.940 Punkten geschlossen. Im Handelsverlauf ging es dann zeitweise bis auf rund 25.200 Punkte nach oben. Das ist ein kräftiger Satz, vor allem weil die Stimmung eigentlich nicht besonders gut ist. Der Ölpreis liegt mit rund 100 Dollar je Fass für die Sorte Brent weiter auf hohem Niveau. Dahinter stecken die Spannungen im Nahen Osten: Die USA schicken eine dritte Flugzeugträgerkampfgruppe in die Region, und China hat die Ausfuhr von Ölprodukten aus seinen Raffinerien gestoppt. Wegen knapper Dieselbestände dringt die EU außerdem auf ein abgestimmtes Vorgehen mit den USA. Dazu kommen die Anleihemärkte. Die Sorgen um Frankreichs Staatsfinanzen haben die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen auf knapp fünf Prozent getrieben, den höchsten Stand seit 2002. Einfach gesagt: Anleger verlangen von Frankreich mehr Zinsen, weil sie dem Land weniger zutrauen, seine Schulden in den Griff zu bekommen. Das ist nicht nur ein französisches Thema, denn steigende Renditen in einem großen Euroland können auch die Finanzierungskosten anderswo nach oben ziehen. Getragen wurde der Dax am Freitag vor allem von Werten, die vom Boom bei Künstlicher Intelligenz profitieren, zum Beispiel Infineon, Siemens Energy und Hochtief. Auf der anderen Seite standen Adidas und Puma unter Druck. Der Grund: Nike hatte einen enttäuschenden Ausblick und einen Stellenabbau angekündigt, die Aktie brach nachbörslich um mehr als acht Prozent ein. Das zeigt, wie sensibel die Märkte gerade auf Signale aus dem Konsumgütergeschäft reagieren. Und dann ist da die Inflation. Die Teuerung im Euroraum ist im September laut den neuen Daten auf 3,8 Prozent gestiegen. Ökonomen hatten mit etwa 3,6 Prozent gerechnet. Das ist deutlich über dem Zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank. Und es ist wichtig, weil damit die Hoffnung auf bald sinkende Zinsen einen Dämpfer bekommt. Für Verbraucher heißt das: Tanken und Heizen bleiben teuer, und die Kaufkraft wird weiter belastet. Für Unternehmen heißt es: Kredite werden nicht so schnell günstiger, wie viele gehofft hatten. Am Nachmittag richtet sich der Blick zusätzlich auf den US-Arbeitsmarktbericht. Erwartet werden nur etwa 90.000 neue Stellen, nach 162.000 im August. Fällt die Zahl schwach aus, würde das Sorgen um die Konjunktur in den USA verstärken. Fällt sie stark aus, könnten die Zinsen länger hoch bleiben. Für die Märkte ist es also ein Datenpunkt mit Gewicht in beide Richtungen. Jetzt zu einer Nachricht, die in diesem Umfeld fast ein bisschen gegen den Strom läuft. Die Bundesregierung will ihre Wachstumsprognose deutlich anheben. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, der sich auf einen Insider beruft, rechnet sie für dieses Jahr mit 1,3 Prozent Wachstum, für das nächste Jahr mit 1,1 Prozent und für 2028 mit 0,6 Prozent. Im Frühjahr hatte sie für dieses Jahr nur 0,5 Prozent und für das kommende 0,9 Prozent erwartet. Das ist ein ordentlicher Sprung für eine Volkswirtschaft, die zuletzt mehr über Stagnation als über Wachstum gesprochen hat. Was steckt dahinter? Vor allem der Staat selbst. Schuldenfinanzierte Investitionen in Infrastruktur und Bundeswehr sollen die Konjunktur antreiben, dazu kommt der Export. Die Baubranche soll laut Prognose erst 2027 die Wende schaffen. Wichtig zu wissen: Dieses Wachstum ist also zu einem guten Teil staatlich angeschoben. Ob private Investitionen nachziehen, ist die entscheidende Frage für die Jahre danach. Die Prognose für 2028 mit nur noch 0,6 Prozent deutet an, dass der Schub nicht von allein anhält. Der Haken bei der Sache ist die Inflation. Die Regierung erwartet für dieses Jahr 2,7 Prozent und für das nächste sogar 3,0 Prozent, vor allem wegen der gestiegenen Kraftstoffpreise durch den Nahostkrieg. Mehr Wachstum und gleichzeitig hohe Preise, das ist keine bequeme Mischung. Es bedeutet, dass die Löhne real, also nach Abzug der Preissteigerung, kaum Spielraum nach oben haben. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche will die Herbstprojektion in der kommenden Woche offiziell vorstellen. Dann wird sich zeigen, wie die Zahlen im Detail begründet werden. Ein kleiner Lichtblick kam übrigens vom ifo-Institut: Die Stimmung in der Chemieindustrie hat sich erneut verbessert. Dazu passt eine Umfrage, die weniger zuversichtlich klingt. Die Amerikanische Handelskammer in Deutschland hat US-Unternehmen befragt, die hier aktiv sind. Fast die Hälfte erwartet, dass Deutschland in den kommenden zwölf Monaten als Investitionsstandort eher unattraktiver wird. Die Reformagenda der Bundesregierung konnte die Zweifel bislang nicht ausräumen. Der neue Amcham-Chef Christopher Porter bleibt trotzdem optimistisch, auch wenn die Stimmung schwach und der Aufschwung noch zaghaft ist. Man kann das so lesen: Die Konjunkturzahlen werden besser, aber bei Investoren muss das Vertrauen erst noch ankommen. Und genau davon hängt ab, ob aus einem staatlich getriebenen Aufschwung ein selbsttragender wird. Ein verwandtes Thema ist die Übernahme des Berliner Energiesoftware-Anbieters PSI durch den US-Finanzinvestor Warburg Pincus. Das Bundeswirtschaftsministerium hat sie Ende Juni unter Auflagen genehmigt, will diese aber nicht öffentlich machen. Begründung: Geschäftsgeheimnisse und Sicherheitsbedenken, die im Prüfverfahren aufgefallen sind. Abgeordnete dürfen die Details in der Geheimschutzstelle des Bundestages einsehen, aber nicht weitergeben. Der Grünen-Politiker Michael Kellner zeigt dafür Verständnis. Die Einordnung: Bei Investitionen aus dem Ausland in kritische Infrastruktur, hier Software für die Energiewirtschaft, wird der Staat genauer hinschauen. Offene Märkte und Sicherheitsinteressen müssen dabei immer wieder neu austariert werden. Blicken wir noch auf die Technologiebranche. Der KI-Anbieter Anthropic könnte laut Bloomberg schon in der Woche ab dem 9. November mit der Vermarktung seines Börsengangs beginnen. Ein Handelsstart noch vor Thanksgiving wäre dann möglich, spätestens soll es bis Jahresende klappen, der Zeitplan kann sich aber noch verschieben. Insider halten eine Bewertung von 1,8 bis 2 Billionen Dollar für angemessen. Das ist gewaltig, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen 2025 bei rund 4,6 Milliarden Dollar Umsatz einen Nettoverlust von fast 42 Milliarden Dollar gemacht hat. Der Verlust geht allerdings vor allem auf die Neubewertung von Verbindlichkeiten zurück und nicht allein auf das laufende Geschäft. Trotzdem zeigt die Zahl, wie viel Erwartung in dieser Branche steckt. Der Konkurrent OpenAI hat seine Börsenpläne dagegen verschoben. Für Anleger ist das ein Stimmungstest: Wie viel Fantasie ist der Markt bereit zu bezahlen, wenn Zinsen und Inflation hoch bleiben? Der KI-Boom wirkt übrigens auch in andere Branchen hinein. Logistikkonzerne wie Kühne + Nagel können gleich doppelt profitieren, so eine Einschätzung aus dem Magazin Capital: durch Effizienzgewinne im eigenen Geschäft und als Transporteur des Materials für neue Rechenzentren. Kühne + Nagel hat Mitte September eine Allianz mit Amazon angekündigt. Und auch bei der Immobilienmesse Expo Real in München ist das Thema präsent. Messechef Stefan Rummel sagt, Rechenzentren wachsen dank KI stark, hängen aber oft am Stromanschluss. Die Branche steckt zwar weiter in der Krise, doch die Zahlen drehen: Das Transaktionsvolumen stieg im ersten Halbjahr um 13 Prozent auf mehr als 16 Milliarden Euro. Beim Wohnungsbau setzt Rummel auf die Umwandlung von Büros und auf serielles Bauen. Zudem wächst das Thema Infrastruktur mit der Immobilienwirtschaft zusammen. Zum Schluss noch ein Blick auf den Welthandel. Entlang des Transkaspischen Korridors, der Handelsroute zwischen Asien und Europa durch Zentralasien und den Kaukasus, wollen die beteiligten Länder mit Unterstützung der EU die Transportzeit von derzeit etwa 35 Tagen auf 15 bis 20 Tage senken. Entscheidend sind dafür nicht nur Schienen und Häfen, sondern auch digitale Dokumente, einheitliche Zollverfahren und eine gemeinsame Genehmigung für alle Transitländer. Engpässe bleiben, etwa bei Fährkapazitäten und durch die unsichere Lage im Schwarzen Meer. Für europäische Unternehmen ist das interessant, weil sie nach Alternativen zu bisherigen Lieferwegen suchen. Was nehmen wir mit? Die Wirtschaft zeigt sich widerstandsfähiger, als viele dachten, getragen von Staatsinvestitionen und KI-Fantasie. Gleichzeitig drücken hohe Ölpreise, eine Inflation von fast vier Prozent im Euroraum und Zweifel am Standort auf die Stimmung. Wie lange der Aufschwung hält, hängt davon ab, ob Preise und Zinsen wieder zur Ruhe kommen. Kurz zusammengefasst: Der Dax ist über 25.000 Punkte zurück, die Bundesregierung hebt ihre Wachstumsprognose auf 1,3 Prozent an, die Inflation bleibt hoch, und bei Anthropic könnte schon bald einer der größten Börsengänge überhaupt anstehen. Morgen sind wir wieder für Sie da, mit den wichtigsten Wirtschaftsthemen des Tages. Noch ein Hinweis: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, und alle Quellen und Hintergründe finden Sie auf unserer Website. Bis morgen!

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