Autoindustrie im Absturz, Schneider kauft PTC, Kill-Switch gegen China (05.10.2026)
In dieser Folge
- 01
Ifo-Geschäftsklima in der deutschen Autoindustrie fällt im September auf minus 35 Punkte
n-tv WirtschaftLaut Ifo-Institut ist das Geschäftsklima der deutschen Automobilindustrie im September von minus 22,0 auf minus 35,0 Punkte gesunken, und die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage so schlecht wie in keinem Monat dieses Jahres. Auch Exporterwartungen, Beschäftigungserwartungen und Auftragsbestand verschlechterten sich, während die Ertragslage im dritten Quartal deutlich unter dem Vorquartal lag. Als Hauptgrund gilt die wachsende Konkurrenz aus China, weshalb die Branche Importzölle nicht mehr generell ablehnt, die Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit und einen Dialog mit China aber weiterhin priorisiert.
Original - 02
Hackerangriff auf dänisches Melderegister: Daten von 8,8 Millionen Menschen betroffen
FAZ WirtschaftUnbekannte haben sich über den legalen Zugang eines dänischen Unternehmens Zugriff auf das Melderegister verschafft und Namen, Adressen sowie Sozialversicherungsnummern von 8,8 Millionen lebenden und verstorbenen Menschen erbeutet. Die Behörden blockierten den Zugang, leiteten eine Untersuchung ein und ergriffen Maßnahmen gegen weitere Angriffe, während Digitalministerin Christina Egelund von einem „äußerst schwerwiegenden Vorfall“ sprach. Nicht betroffen sind Personen, deren Name und Adresse als besonders schützenswert gelten.
Original - 03
Schneider Electric übernimmt US-Softwareanbieter PTC für 22,6 Milliarden Dollar
Manager MagazinDer französische Technologiekonzern Schneider Electric kauft den US-Softwareanbieter PTC für 205 Dollar je Aktie, was einem Gesamtwert von 22,6 Milliarden Dollar (rund 20 Milliarden Euro) und einer Prämie von 42 Prozent auf den Freitagsschlusskurs entspricht. Mit der Übernahme will der Siemens-Konkurrent sein Geschäft in Produktdesign, Konstruktion und Datenmanagement stärken und erwartet ab dem dritten Jahr jährliche Kosteneinsparungen von 250 Millionen Euro sowie Umsatzsynergien von 800 Millionen Euro. Der Abschluss wird bis zum dritten Quartal 2027 erwartet; zuletzt hatte Schneider bereits den bulgarischen Heimautomatisierer Shelly Group für 1,2 Milliarden Euro übernommen.
Original - 04
ifo: Geschäftsklima in der Autoindustrie bricht im September deutlich ein
ifo InstitutDer ifo-Geschäftsklimaindex für die deutsche Automobilindustrie fiel im September auf -35,0 Punkte, nach -22,0 Punkten im August (saisonbereinigt). Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage deutlich schlechter und damit sogar ungünstiger als im Juni und Juli, als der bisherige Jahrestiefstand erreicht worden war, während die Geschäftserwartungen nach ihrem drastischen Rückgang im August auf niedrigem Niveau verharrten. Auch Export- und Beschäftigungserwartungen sanken nach einem vorherigen Anstieg erneut, der Auftragsbestand wurde schlechter bewertet und die Ertragslage ging im dritten Quartal deutlich zurück; ifo-Expertin Anita Wölfl sagt: „Die Automobilindustrie steckt weiterhin in der Krise.“
Original - 05
Investorengipfel „Invest in Germany“: Internationale Finanzhäuser und Konzerne sagen zu, Skepsis bleibt
FAZ WirtschaftZum Investorengipfel der Bundesregierung am 19. und 20. Oktober in Berlin haben sich knapp 150 Teilnehmer angemeldet, darunter Private-Equity-Häuser wie KKR, EQT und Ardian, Investmentbanken wie J.P. Morgan und Goldman Sachs sowie deutsche Konzerne und Start-ups aus Technologie und Rüstung. Asien ist trotz einer ursprünglich größeren Einladungsliste kaum vertreten, und Pfizer hat seine Teilnahme nach Kritik an der deutschen Gesetzgebung abgesagt. Während Investoren die Initiative grundsätzlich begrüßen, bemängeln sie fehlende konkrete Projekte, kaum Verbesserungen bei Steuern und Bürokratie sowie die geringe Präsenz des Mittelstands.
Original - 06
Lone Star rechnet mit mehreren Geboten für die Mittelstandsbank IKB
HandelsblattDer Finanzinvestor Lone Star erwartet laut Handelsblatt-Recherchen mehrere Angebote für die Mittelstandsbank IKB. Erste verbindliche Offerten sollen bereits in dieser Woche eingehen. Insidern zufolge ist jedoch fraglich, ob die Helaba bei dem Verkauf zum Zuge kommt.
Original - 07
Deutschland und Frankreich fordern EU-„Kill-Switch“ gegen China im Handelsstreit
HandelsblattDeutschland und Frankreich wollen die EU im Handelsstreit mit China mit weitreichenden neuen Kompetenzen ausstatten. Nach Informationen des Handelsblatts von Diplomaten und Spitzenbeamten soll die Kommission ermächtigt werden, chinesische Unternehmen im Eilverfahren vom europäischen Binnenmarkt auszuschließen. Bundeskanzler Friedrich Merz und Präsident Emmanuel Macron drängen damit auf einen noch schärferen EU-Mechanismus.
Original - 08
X-Fab startet Bau einer neuen Chipfabrik in Erfurt mit 127,4 Millionen Euro staatlicher Förderung
n-tv WirtschaftDer Halbleiterhersteller X-Fab legt in Erfurt den Grundstein für eine neue Chipfabrik und investiert dafür 300 bis 400 Millionen Euro. Bund und Land Thüringen steuern zusammen 127,4 Millionen Euro bei, nachdem die EU Ende vergangenen Jahres entsprechende Beihilfen genehmigt hatte. Die bestehende Fabrik für Mikrosysteme ist wegen der hohen Nachfrage etwa aus KI-Anwendungen, Rechenzentren und Medizintechnik weitgehend ausgelastet; ab Ende 2028 sollen in der neuen Anlage die ersten Halbleiter gefertigt werden und rund 100 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.
Original - 09
Russlands Luftangriffe zielen auf die ukrainische Wirtschaft: Stahl, Agrarexport und Bahn unter Druck
n-tv WirtschaftRussland greift mit Raketen und Drohnen gezielt Stahlwerke, Häfen, Bahn- und Logistikinfrastruktur sowie Einkaufszentren an; Wirtschaftsminister Krawtschenko beziffert die Schäden am Anlagevermögen allein in diesem Jahr auf zehn Milliarden US-Dollar. Die Stahlindustrie ist weitgehend zerstört, der Agrarexport läuft nur mit halber Kraft, und der Staatshaushalt weist ein Loch von rund 17,6 Milliarden Euro auf, während Inflation bei 8,1 Prozent liegt und die Wachstumsprognose auf 1,3 Prozent gesenkt wurde. Auch deutsche Firmen sind betroffen, doch Ökonomen erwarten keinen Kollaps, sofern die westlichen Partner weiter helfen und die Ukraine mehr Flugabwehr gegen russische Jet-Drohnen entwickelt.
Original - 10
Trump ernennt Geheimdienstdirektor Jay Clayton zum KI-Sonderbeauftragten
Manager MagazinUS-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass Geheimdienstdirektor Jay Clayton die Anstrengungen der USA koordinieren soll, damit das Land bei der von Trump so genannten „Superintelligenz“ weltweit führend bleibt. Der Jurist und langjährige Trump-Vertraute folgt auf David Sacks, hat aber keine Erfahrung in der Technologiebranche, und er wies wie der Präsident Forderungen von Techunternehmen nach einer langsameren KI-Entwicklung zurück. Die Berufung fällt in eine Phase wachsender Warnungen vor KI-Risiken und verbreiteter Skepsis in der US-Bevölkerung, während Trump eine staatliche Regulierung ablehnt und auf freiwillige Selbstkontrolle der Branche setzt.
Original
- 01
Ifo-Geschäftsklima in der deutschen Autoindustrie fällt im September auf minus 35 Punkte
n-tv WirtschaftLaut Ifo-Institut ist das Geschäftsklima der deutschen Automobilindustrie im September von minus 22,0 auf minus 35,0 Punkte gesunken, und die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage so schlecht wie in keinem Monat dieses Jahres. Auch Exporterwartungen, Beschäftigungserwartungen und Auftragsbestand verschlechterten sich, während die Ertragslage im dritten Quartal deutlich unter dem Vorquartal lag. Als Hauptgrund gilt die wachsende Konkurrenz aus China, weshalb die Branche Importzölle nicht mehr generell ablehnt, die Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit und einen Dialog mit China aber weiterhin priorisiert.
Original - 02
Hackerangriff auf dänisches Melderegister: Daten von 8,8 Millionen Menschen betroffen
FAZ WirtschaftUnbekannte haben sich über den legalen Zugang eines dänischen Unternehmens Zugriff auf das Melderegister verschafft und Namen, Adressen sowie Sozialversicherungsnummern von 8,8 Millionen lebenden und verstorbenen Menschen erbeutet. Die Behörden blockierten den Zugang, leiteten eine Untersuchung ein und ergriffen Maßnahmen gegen weitere Angriffe, während Digitalministerin Christina Egelund von einem „äußerst schwerwiegenden Vorfall“ sprach. Nicht betroffen sind Personen, deren Name und Adresse als besonders schützenswert gelten.
Original - 03
Schneider Electric übernimmt US-Softwareanbieter PTC für 22,6 Milliarden Dollar
Manager MagazinDer französische Technologiekonzern Schneider Electric kauft den US-Softwareanbieter PTC für 205 Dollar je Aktie, was einem Gesamtwert von 22,6 Milliarden Dollar (rund 20 Milliarden Euro) und einer Prämie von 42 Prozent auf den Freitagsschlusskurs entspricht. Mit der Übernahme will der Siemens-Konkurrent sein Geschäft in Produktdesign, Konstruktion und Datenmanagement stärken und erwartet ab dem dritten Jahr jährliche Kosteneinsparungen von 250 Millionen Euro sowie Umsatzsynergien von 800 Millionen Euro. Der Abschluss wird bis zum dritten Quartal 2027 erwartet; zuletzt hatte Schneider bereits den bulgarischen Heimautomatisierer Shelly Group für 1,2 Milliarden Euro übernommen.
Original - 04
ifo: Geschäftsklima in der Autoindustrie bricht im September deutlich ein
ifo InstitutDer ifo-Geschäftsklimaindex für die deutsche Automobilindustrie fiel im September auf -35,0 Punkte, nach -22,0 Punkten im August (saisonbereinigt). Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage deutlich schlechter und damit sogar ungünstiger als im Juni und Juli, als der bisherige Jahrestiefstand erreicht worden war, während die Geschäftserwartungen nach ihrem drastischen Rückgang im August auf niedrigem Niveau verharrten. Auch Export- und Beschäftigungserwartungen sanken nach einem vorherigen Anstieg erneut, der Auftragsbestand wurde schlechter bewertet und die Ertragslage ging im dritten Quartal deutlich zurück; ifo-Expertin Anita Wölfl sagt: „Die Automobilindustrie steckt weiterhin in der Krise.“
Original - 05
Investorengipfel „Invest in Germany“: Internationale Finanzhäuser und Konzerne sagen zu, Skepsis bleibt
FAZ WirtschaftZum Investorengipfel der Bundesregierung am 19. und 20. Oktober in Berlin haben sich knapp 150 Teilnehmer angemeldet, darunter Private-Equity-Häuser wie KKR, EQT und Ardian, Investmentbanken wie J.P. Morgan und Goldman Sachs sowie deutsche Konzerne und Start-ups aus Technologie und Rüstung. Asien ist trotz einer ursprünglich größeren Einladungsliste kaum vertreten, und Pfizer hat seine Teilnahme nach Kritik an der deutschen Gesetzgebung abgesagt. Während Investoren die Initiative grundsätzlich begrüßen, bemängeln sie fehlende konkrete Projekte, kaum Verbesserungen bei Steuern und Bürokratie sowie die geringe Präsenz des Mittelstands.
Original - 06
Lone Star rechnet mit mehreren Geboten für die Mittelstandsbank IKB
HandelsblattDer Finanzinvestor Lone Star erwartet laut Handelsblatt-Recherchen mehrere Angebote für die Mittelstandsbank IKB. Erste verbindliche Offerten sollen bereits in dieser Woche eingehen. Insidern zufolge ist jedoch fraglich, ob die Helaba bei dem Verkauf zum Zuge kommt.
Original - 07
Deutschland und Frankreich fordern EU-„Kill-Switch“ gegen China im Handelsstreit
HandelsblattDeutschland und Frankreich wollen die EU im Handelsstreit mit China mit weitreichenden neuen Kompetenzen ausstatten. Nach Informationen des Handelsblatts von Diplomaten und Spitzenbeamten soll die Kommission ermächtigt werden, chinesische Unternehmen im Eilverfahren vom europäischen Binnenmarkt auszuschließen. Bundeskanzler Friedrich Merz und Präsident Emmanuel Macron drängen damit auf einen noch schärferen EU-Mechanismus.
Original - 08
X-Fab startet Bau einer neuen Chipfabrik in Erfurt mit 127,4 Millionen Euro staatlicher Förderung
n-tv WirtschaftDer Halbleiterhersteller X-Fab legt in Erfurt den Grundstein für eine neue Chipfabrik und investiert dafür 300 bis 400 Millionen Euro. Bund und Land Thüringen steuern zusammen 127,4 Millionen Euro bei, nachdem die EU Ende vergangenen Jahres entsprechende Beihilfen genehmigt hatte. Die bestehende Fabrik für Mikrosysteme ist wegen der hohen Nachfrage etwa aus KI-Anwendungen, Rechenzentren und Medizintechnik weitgehend ausgelastet; ab Ende 2028 sollen in der neuen Anlage die ersten Halbleiter gefertigt werden und rund 100 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.
Original - 09
Russlands Luftangriffe zielen auf die ukrainische Wirtschaft: Stahl, Agrarexport und Bahn unter Druck
n-tv WirtschaftRussland greift mit Raketen und Drohnen gezielt Stahlwerke, Häfen, Bahn- und Logistikinfrastruktur sowie Einkaufszentren an; Wirtschaftsminister Krawtschenko beziffert die Schäden am Anlagevermögen allein in diesem Jahr auf zehn Milliarden US-Dollar. Die Stahlindustrie ist weitgehend zerstört, der Agrarexport läuft nur mit halber Kraft, und der Staatshaushalt weist ein Loch von rund 17,6 Milliarden Euro auf, während Inflation bei 8,1 Prozent liegt und die Wachstumsprognose auf 1,3 Prozent gesenkt wurde. Auch deutsche Firmen sind betroffen, doch Ökonomen erwarten keinen Kollaps, sofern die westlichen Partner weiter helfen und die Ukraine mehr Flugabwehr gegen russische Jet-Drohnen entwickelt.
Original - 10
Trump ernennt Geheimdienstdirektor Jay Clayton zum KI-Sonderbeauftragten
Manager MagazinUS-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass Geheimdienstdirektor Jay Clayton die Anstrengungen der USA koordinieren soll, damit das Land bei der von Trump so genannten „Superintelligenz“ weltweit führend bleibt. Der Jurist und langjährige Trump-Vertraute folgt auf David Sacks, hat aber keine Erfahrung in der Technologiebranche, und er wies wie der Präsident Forderungen von Techunternehmen nach einer langsameren KI-Entwicklung zurück. Die Berufung fällt in eine Phase wachsender Warnungen vor KI-Risiken und verbreiteter Skepsis in der US-Bevölkerung, während Trump eine staatliche Regulierung ablehnt und auf freiwillige Selbstkontrolle der Branche setzt.
Original
Häufige Fragen
Wie stark ist das Geschäftsklima in der deutschen Autoindustrie im September gefallen und was steckt dahinter?
Laut ifo-Institut sank der Geschäftsklimaindex der Branche saisonbereinigt von -22,0 auf -35,0 Punkte. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage so schlecht wie in keinem Monat dieses Jahres. Als Hauptgrund gilt die wachsende Konkurrenz aus China.
Welche weiteren Indikatoren der Autoindustrie haben sich laut ifo verschlechtert?
Export- und Beschäftigungserwartungen sanken nach einem vorherigen Anstieg erneut, und der Auftragsbestand wurde schlechter bewertet. Die Ertragslage fiel im dritten Quartal deutlich unter das Niveau des Vorquartals. Die ifo-Expertin Anita Wölfl sagt, die Branche stecke weiterhin in der Krise.
Wie positioniert sich die deutsche Autoindustrie zu Importzöllen gegenüber China?
Die Branche lehnt Importzölle nicht mehr generell ab. Priorität haben für sie aber weiterhin die Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit und ein Dialog mit China.
Was ist bei dem Hackerangriff auf das dänische Melderegister passiert?
Unbekannte verschafften sich über den legalen Zugang eines dänischen Unternehmens Zugriff auf das Melderegister. Sie erbeuteten Namen, Adressen und Sozialversicherungsnummern von 8,8 Millionen lebenden und verstorbenen Menschen. Die Behörden blockierten den Zugang und leiteten eine Untersuchung ein. Digitalministerin Christina Egelund sprach von einem „äußerst schwerwiegenden Vorfall“.
Welche Eckdaten hat die Übernahme von PTC durch Schneider Electric?
Schneider Electric zahlt 205 Dollar je Aktie, insgesamt 22,6 Milliarden Dollar (rund 20 Milliarden Euro). Das entspricht einer Prämie von 42 Prozent auf den Freitagsschlusskurs. Der Abschluss wird bis zum dritten Quartal 2027 erwartet. Schneider will damit sein Geschäft in Produktdesign, Konstruktion und Datenmanagement stärken.
Vollständiges Transkript
Transkript ein-/ausblenden
Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute geht es um eine deutsche Schlüsselbranche in der Krise, um den Streit mit China und um die Frage, wie attraktiv Deutschland und Europa für Investitionen noch sind. Dazu kommen ein paar große Firmenmeldungen und ein Blick in die Ukraine, wo die Wirtschaft gezielt unter Beschuss steht. Beginnen wir mit den Zahlen, die am meisten Sorgen machen. Das ifo-Geschäftsklima in der deutschen Autoindustrie ist im September regelrecht eingebrochen: von minus 22 Punkten im August auf minus 35. Die Unternehmen bewerten ihre aktuelle Lage so schlecht wie in keinem anderen Monat dieses Jahres, sogar schlechter als im Juni und Juli, die bis dahin den Tiefpunkt markiert hatten. Die Erwartungen für das Geschäft liegen weiter auf niedrigem Niveau. Auch die Erwartungen bei Exporten und Beschäftigung sind wieder gesunken, nachdem sie zwischenzeitlich leicht gestiegen waren. Der Auftragsbestand wird schlechter beurteilt, und die Erträge im dritten Quartal lagen deutlich unter denen des Vorquartals. Die ifo-Expertin Anita Wölfl bringt es so auf den Punkt: Die Automobilindustrie steckt weiterhin in der Krise. Als Hauptgrund gilt die wachsende Konkurrenz aus China. Und das verändert langsam auch die Haltung der Branche. Importzölle lehnt sie nicht mehr generell ab. Vorrang hat für die Unternehmen aber weiterhin, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und im Gespräch mit China zu bleiben. Das ist ein bemerkenswerter Wandel, denn die deutsche Autoindustrie lebt traditionell vom freien Handel. Wenn sie über Schutzmaßnahmen auch nur nachdenkt, zeigt das, wie groß der Druck geworden ist. Und weil an der Branche viele Arbeitsplätze hängen, auch bei Zulieferern, ist das nicht nur ein Thema für Konzernzentralen, sondern auch für den Arbeitsmarkt in ganzen Regionen. Passend dazu kommt eine Meldung aus der Handelspolitik. Deutschland und Frankreich wollen die EU im Handelsstreit mit China mit deutlich mehr Befugnissen ausstatten. Nach Informationen des Handelsblatts aus Diplomatenkreisen soll die Kommission die Möglichkeit bekommen, chinesische Unternehmen im Eilverfahren vom europäischen Binnenmarkt auszuschließen. Man spricht schon von einer Art Notausschalter. Kanzler Friedrich Merz und Präsident Emmanuel Macron drängen demnach auf einen noch schärferen Mechanismus. Warum ist das wichtig? Weil Europa damit schneller und härter reagieren könnte, wenn es sich unfair behandelt fühlt. Es birgt aber auch ein Risiko: Chinas Antwort könnte ebenfalls härter ausfallen, und davon wären gerade exportstarke deutsche Unternehmen betroffen. Wie weit die EU-Staaten da mitgehen, dürfte spannend werden, denn nicht alle Länder haben dieselben Interessen. Damit sind wir bei der Frage, wie sich der Standort Deutschland insgesamt aufstellt. Die Bundesregierung lädt am 19. und 20. Oktober zum Investorengipfel „Invest in Germany“ nach Berlin. Knapp 150 Teilnehmer haben sich angemeldet, darunter Finanzinvestoren wie KKR, EQT und Ardian, Banken wie J.P. Morgan und Goldman Sachs sowie deutsche Konzerne und Start-ups, vor allem aus Technologie und Rüstung. Allerdings gibt es Dämpfer. Aus Asien kommen kaum Gäste, obwohl die Einladungsliste ursprünglich größer war. Pfizer hat nach Kritik an der deutschen Gesetzgebung abgesagt. Und selbst die Investoren, die kommen, bemängeln, dass es bislang an konkreten Projekten fehlt, dass sich bei Steuern und Bürokratie kaum etwas verbessert hat und dass der Mittelstand zu wenig vertreten ist. Die Initiative selbst wird grundsätzlich begrüßt, aber ein Gipfel allein macht noch keinen Aufschwung. Entscheidend ist, was danach folgt. Dass es auch positive Nachrichten gibt, zeigt ein Beispiel aus Thüringen. Der Halbleiterhersteller X-Fab legt in Erfurt den Grundstein für eine neue Chipfabrik. Das Unternehmen investiert dafür 300 bis 400 Millionen Euro, Bund und Land steuern zusammen 127,4 Millionen Euro an Förderung bei. Die EU hatte die Beihilfen Ende vergangenen Jahres genehmigt. Der Hintergrund: Die bestehende Fabrik ist wegen der hohen Nachfrage weitgehend ausgelastet, etwa durch Anwendungen mit künstlicher Intelligenz, durch Rechenzentren und durch die Medizintechnik. Ab Ende 2028 sollen in der neuen Anlage die ersten Chips gefertigt werden, rund 100 zusätzliche Arbeitsplätze sollen entstehen. Das ist kein riesiges Projekt, aber ein Zeichen: In Wachstumsfeldern wird in Deutschland durchaus investiert, wenn die Rahmenbedingungen und die Förderung stimmen. Auch auf der Unternehmensseite ist einiges in Bewegung. Der französische Technologiekonzern Schneider Electric will den US-Softwareanbieter PTC übernehmen. Geboten werden 205 Dollar je Aktie, insgesamt 22,6 Milliarden Dollar, also rund 20 Milliarden Euro. Das ist ein Aufschlag von 42 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag. Schneider, ein Konkurrent von Siemens, will damit sein Geschäft mit Produktdesign, Konstruktion und Datenmanagement stärken. Ab dem dritten Jahr erwartet der Konzern jährlich 250 Millionen Euro an Kosteneinsparungen und zusätzlich 800 Millionen Euro Umsatzvorteile durch das Zusammenspiel beider Firmen. Abgeschlossen sein soll der Kauf bis zum dritten Quartal 2027. Zuletzt hatte Schneider schon den bulgarischen Anbieter für Heimautomatisierung, Shelly, für 1,2 Milliarden Euro übernommen. Die Botschaft: Industrie und Software wachsen immer enger zusammen, und wer vorn mitspielen will, kauft sich dieses Wissen zunehmend ein. Bewegung gibt es auch im deutschen Bankensektor. Der Finanzinvestor Lone Star rechnet laut Handelsblatt mit mehreren Geboten für die Mittelstandsbank IKB. Erste verbindliche Angebote sollen schon in dieser Woche eingehen. Ob die Helaba am Ende zum Zuge kommt, gilt Insidern zufolge als fraglich. Für Unternehmen im Mittelstand ist das relevant, denn die IKB ist eine wichtige Adresse für Finanzierungen. Wer die Bank übernimmt, könnte auch ihre Ausrichtung verändern. Zum Schluss der Blick in die Ukraine, wo Wirtschaft und Krieg untrennbar zusammenhängen. Russland greift mit Raketen und Drohnen gezielt Stahlwerke, Häfen, Bahn- und Logistikinfrastruktur an, aber auch Einkaufszentren. Wirtschaftsminister Krawtschenko beziffert die Schäden am Anlagevermögen allein in diesem Jahr auf zehn Milliarden US-Dollar. Die Stahlindustrie ist weitgehend zerstört, der Agrarexport läuft nur mit halber Kraft, und im Staatshaushalt klafft ein Loch von rund 17,6 Milliarden Euro. Die Inflation liegt bei 8,1 Prozent, die Wachstumsprognose wurde auf 1,3 Prozent gesenkt. Auch deutsche Firmen sind betroffen. Ökonomen erwarten trotzdem keinen Zusammenbruch, wenn die westlichen Partner weiter helfen und die Ukraine mehr Flugabwehr gegen russische Jet-Drohnen entwickeln kann. Das zeigt: Die wirtschaftliche Stabilität des Landes hängt direkt an der Sicherheitslage und an internationaler Unterstützung. Und noch eine Meldung aus der Technologiepolitik: US-Präsident Donald Trump hat Geheimdienstdirektor Jay Clayton zum Koordinator der amerikanischen KI-Strategie gemacht. Er folgt auf David Sacks, bringt aber selbst keine Erfahrung aus der Technologiebranche mit. Ziel ist, dass die USA bei künstlicher Intelligenz weltweit führend bleiben. Forderungen von Techunternehmen nach einer langsameren Entwicklung weist Clayton wie Trump zurück. Eine staatliche Regulierung lehnt der Präsident ab, er setzt auf freiwillige Selbstkontrolle der Branche. Für Unternehmen in Europa heißt das: Der Wettlauf um KI wird in den USA politisch weiter beschleunigt, und der Abstand könnte sich vergrößern, wenn hierzulande Investitionen und Genehmigungen zu langsam vorankommen. Was bleibt als Gesamtbild? Die deutsche Wirtschaft steht an mehreren Fronten unter Druck. Die Autoindustrie leidet unter dem Wettbewerb aus China, die Politik sucht nach härteren Antworten, und gleichzeitig muss der Standort für Investoren attraktiver werden. Dass Geld in Zukunftsfelder wie Chips und Software fließt, zeigt aber, wo die Chancen liegen. Das war es für heute von mir. Die Highlights noch einmal kurz: Die Stimmung in der deutschen Autoindustrie ist auf einem neuen Tiefpunkt, Deutschland und Frankreich wollen die EU im Streit mit China mit neuen Befugnissen ausstatten, Schneider Electric kauft für rund 20 Milliarden Euro den Softwareanbieter PTC, und in Erfurt entsteht eine neue Chipfabrik. Morgen melde ich mich wieder mit den nächsten wichtigen Entwicklungen aus der Wirtschaft. Bis dahin, mach's gut. Noch ein Hinweis zum Schluss: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert. Alle Quellen und Hintergründe findest du auf unserer Website.
Vorlage für die Sprachsynthese. Kleinere Abweichungen zur Audio-Datei möglich.
Fehler gefunden?
Die Pipeline ist automatisiert — gelegentliche Fehler passieren. Wir korrigieren auf Hinweis. Mehr Details unter Korrekturen.
corrections@login-online.com