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Wirtschaft im Fokus
Folge 9806.10.202612:01 KI-vertont

KI-Boom unter Druck: Börsengänge, Crash-Warnungen und Kostenfalle (06.10.2026)

Themen

In dieser Folge

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  1. 01

    Dax legt dank Wall Street zu – Ölpreis bleibt wegen Hormus-Spannungen hoch

    Manager Magazin

    Der Dax stieg am Dienstag um knapp ein Prozent und übersprang zeitweise die Marke von 25.400 Punkten, gestützt vom Nasdaq-Rekordhoch am Vortag und von gefragten Pharmawerten wie Merck KGaA, Qiagen, Sartorius und Evotec. Der überraschend starke Einbruch der deutschen Auftragseingänge im August, der vor allem auf fehlende Rüstungs-Großaufträge zurückging, belastete die Stimmung kaum. Begrenzt wird das Aufwärtspotenzial durch hohe Anleiherenditen – die zehnjährige US-Rendite liegt bei 5,328 Prozent – sowie durch Brent-Öl um 100,89 US-Dollar, da im Konflikt um die Straße von Hormus erneut ein Tanker unter Beschuss geriet.

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  2. 02

    Münchner Roboter-Startup RobCo wird mit über einer Milliarde Dollar bewertet

    n-tv Wirtschaft

    Das Münchner Unternehmen RobCo, das modulare Industrieroboter aus standardisierten Bauteilen entwickelt, hat nach einer um 40 Millionen Dollar erweiterten Finanzierungsrunde erstmals die Milliardenbewertung überschritten und zählt damit zu den deutschen Einhörnern. Die Runde umfasst bestehende und neue Anteile, wobei langjährige Mitarbeiter einen Teil ihrer Firmenanteile verkaufen konnten; bereits im Januar hatte RobCo 100 Millionen Dollar unter anderem von Volkswagens Wagniskapitalsparte und einer Agnelli-Beteiligungsfirma erhalten. Im März will das Unternehmen den zweiarmigen, autonomen Roboter „Alfie“ vorstellen und sich verstärkt auf den US-Markt konzentrieren, wohin Firmenchef Roman Hölzl für die Expansion selbst gezogen ist.

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  3. 03

    Deepseek und Moonshot peilen Börsengänge für Anfang 2027 an – Deepseek sammelt mindestens 10,6 Milliarden Euro ein

    Manager Magazin

    Laut Bloomberg steht der chinesische KI-Entwickler Deepseek kurz vor dem Abschluss einer Finanzierungsrunde über mindestens 80 Milliarden Yuan (rund 10,6 Milliarden Euro), die das ursprünglich angepeilte Volumen von 50 Milliarden Yuan deutlich übertrifft; Ankerinvestoren sind CATL und Tencent. Das Geld soll unter anderem in den Ausbau der Infrastruktur fließen, etwa in ein Rechenzentrum in der Inneren Mongolei mit mindestens 160.000 KI-Beschleunigern von Huawei, bevor Deepseek Anfang 2027 in Shanghai an die Börse gehen will. Auch der Konkurrent Moonshot, zuletzt mit 50 Milliarden Dollar bewertet, plant im ersten Quartal 2027 einen Börsengang in Hongkong und möchte dabei bis zu 5 Milliarden Dollar einnehmen.

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  4. 04

    Dividendenstarke Dax-Aktien: Nur fünf Titel übertreffen die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen

    Handelsblatt

    Mit einer Rendite von 3,6 Prozent sind zehnjährige deutsche Staatsanleihen zu einer ernsthaften Konkurrenz für Aktien geworden, denn die 40 Dax-Werte kommen im Schnitt nur auf eine Dividendenrendite von rund 2,5 Prozent. Nur fünf Konzerne, darunter vier aus derselben Branche, bieten mit Blick auf die Ausschüttung im Frühjahr mehr als 3,6 Prozent, zwei davon sogar über 4,5 Prozent. Während vor allem Autobauern Dividendenkürzungen drohen, stehen die Chancen auf höhere Ausschüttungen bei einigen dieser Titel gut, wie das Handelsblatt analysiert.

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  5. 05

    Inflationsprämie 2022 bis 2024: Vor allem Gutverdiener und langjährige Beschäftigte profitierten

    FAZ Wirtschaft

    Laut einer exklusiv der F.A.Z. vorliegenden Datev-Erhebung nutzten Unternehmen die steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie von bis zu 3000 Euro vor allem zur Mitarbeiterbindung und Motivation. Insgesamt flossen 52 Milliarden Euro an etwa die Hälfte der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, wobei Angestellte in der oberen Einkommenshälfte im Schnitt 1877 Euro erhielten und Geringverdiener mit 972 Euro nur rund die Hälfte. Besonders hohe Prämien zahlten Branchen mit Personalmangel, an der Spitze die IT- und Softwarebranche mit durchschnittlich 2750 Euro. Die Datev-Ökonomen halten die Prämie für ungeeignet, dauerhafte Preisschocks auszugleichen, und raten von einer Neuauflage ab; entsprechende Pläne waren im Mai im Bundesrat gescheitert.

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  6. 06

    KKR, Apollo und weitere Finanzinvestoren warnen vor einem möglichen KI-Crash

    Manager Magazin

    Laut dem Titel eines Artikels des Manager Magazins äußern sich mit KKR und Apollo mehrere große Finanzinvestoren besorgt über die Entwicklung rund um Künstliche Intelligenz und warnen vor einem möglichen Crash. Die Bildunterschrift deutet an, dass an der Wall Street zunehmend Nervosität im Hinblick auf KI-Investitionen herrscht. Der eigentliche Artikeltext ist hinter einer Bezahlschranke nicht zugänglich, weshalb sich zu Details und Begründungen der Warnungen keine Aussagen treffen lassen.

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  7. 07

    KI-Kosten werden zum Kostenblock: Unternehmen suchen nach Wegen, den Tokenverbrauch zu begrenzen

    FAZ Wirtschaft

    Die Ausgaben für generative KI wachsen stark – der Digitalverband Bitkom erwartet in Deutschland allein dafür 11,5 Milliarden Euro in diesem Jahr –, und weil abgerechnet wird nach verarbeiteten Tokens, steigen die Gesamtkosten trotz sinkender Preise je Token, ein Effekt, der dem Jevons-Paradox entspricht. Laut Accenture benötigen nur rund 10 Prozent der Unternehmensaufgaben die leistungsfähigsten Modelle, doch mehr als die Hälfte der Anfragen läuft dorthin; erst 30 Prozent der Firmen nutzen automatisiertes Model Routing. Konzerne wie Mercedes, Zalando, SAP, Zeiss, Merck, Eon und Siemens setzen auf Kostenzuordnung, flexible Limits, Schulungen sowie Techniken wie Prompt Caching und Model Routing, während Bosch bislang auf Beschränkungen verzichtet. Befragte Führungskräfte rechnen damit, dass die Token-Preise in zwei Jahren um knapp 20 Prozent sinken, ihr eigener Verbrauch aber um knapp 80 Prozent wächst.

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  8. 08

    IW-Studie warnt vor Risiken deutscher Direktinvestitionen in China

    FAZ Wirtschaft

    Eine vom Auswärtigen Amt mitfinanzierte Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft kommt zu dem Schluss, dass die stark gestiegenen deutschen Direktinvestitionen in China – deren Bestand sich seit 2010 vervierfachte, während der Export nur auf das Doppelte wuchs – die Souveränität Deutschlands und die Steuerzahler gefährden. Die Autoren Samina Sultan und Jürgen Matthes fordern ein klares Signal, dass der Staat Verluste deutscher Unternehmen in einem geopolitischen Konflikt nicht ausgleicht, eine deutliche Begrenzung von Investitionsgarantien wie Hermes-Bürgschaften sowie im Zweifel den Vorrang für Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland. Zudem raten sie zu Ausgleichszöllen gegen chinesische Subventionen und warnen, dass zunehmend kostengetriebene Auslandsinvestitionen den Standort Deutschland schwächen, weshalb Bürokratie-, Energie- und Arbeitskosten sinken müssten.

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  9. 09

    TOP 100 2026: 282 Mittelständler als innovativste Unternehmen Deutschlands ausgezeichnet

    Manager Magazin

    Im 33. TOP 100 Wettbewerb von manager magazin und Compamedia haben 282 von 356 Bewerbern das unter wissenschaftlicher Leitung von Nikolaus Franke vergebene Innovationssiegel erhalten. Zu den „Innovatoren des Jahres“ in den drei Größenklassen zählen BIT Consulting, Greenflash und Peter Huber Kältemaschinenbau. Laut den Auswertungen sind die Ausgezeichneten in drei Jahren um 18,5 Prozentpunkte stärker gewachsen als ihre Branchen und erzielen 36 Prozent ihres Umsatzes mit Innovationen; die Wissenschaftlerin Katharina Hölzle übernimmt künftig die wissenschaftliche Leitung, Bewerbungen für 2027 sind bis Ende Oktober 2026 möglich.

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  10. 10

    US-Rüstungsfirma Covenant will in Leipzig bis zu 5000 Marschflugkörper pro Jahr fertigen

    n-tv Wirtschaft

    Das 2024 gegründete US-Unternehmen Covenant hat in Leipzig eine Produktionsstätte für den weitreichenden Marschflugkörper Anthem eröffnet, der einen 200 Kilogramm schweren Gefechtskopf tragen und Ziele in weit über 1000 Kilometern Entfernung erreichen kann. Die Fertigung soll 2027 mit 1000 Stück beginnen und 2028 auf 5000 Exemplare steigen, wobei europäische Kunden beliefert werden und das Unternehmen rund 250 Millionen Euro investiert. Covenant will die Waffe für einen sechsstelligen Betrag pro Stück und damit deutlich günstiger als vergleichbare Systeme anbieten, während Politiker wie Staatssekretär Johannes Steiniger und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer die Ansiedlung als Beitrag zur Abschreckung begrüßen; zu den Geldgebern zählt auch der Founders Fund, bei dem Peter Thiel Mitgründer ist.

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FAQ

Häufige Fragen

Was stützte den Dax am Dienstag und was begrenzt seine Aufwärtsbewegung?

Der Dax stieg um knapp ein Prozent und übersprang zeitweise 25.400 Punkte, getragen vom Nasdaq-Rekordhoch und gefragten Pharmawerten wie Merck KGaA, Qiagen, Sartorius und Evotec. Begrenzt wird das Potenzial durch hohe Anleiherenditen (zehnjährige US-Rendite: 5,328 Prozent) und einen Brent-Preis um 100,89 US-Dollar, da im Konflikt um die Straße von Hormus erneut ein Tanker beschossen wurde.

Warum ist RobCo für den deutschen Start-up-Markt relevant?

Das Münchner Unternehmen, das modulare Industrieroboter aus standardisierten Bauteilen baut, hat nach einer um 40 Millionen Dollar erweiterten Runde erstmals die Milliardenbewertung überschritten und zählt damit zu den deutschen Einhörnern. Im Januar hatte es bereits 100 Millionen Dollar unter anderem von Volkswagens Wagniskapitalsparte und einer Agnelli-Beteiligungsfirma erhalten; im März soll der autonome Roboter „Alfie“ folgen, zugleich will RobCo stärker in den US-Markt expandieren.

Wie viel Kapital sammelt Deepseek ein und welche Börsenpläne gibt es in der chinesischen KI-Branche?

Laut Bloomberg steht Deepseek kurz vor dem Abschluss einer Runde über mindestens 80 Milliarden Yuan (rund 10,6 Milliarden Euro) mit CATL und Tencent als Ankerinvestoren; ein Börsengang in Shanghai ist für Anfang 2027 geplant. Der Konkurrent Moonshot, zuletzt mit 50 Milliarden Dollar bewertet, will im ersten Quartal 2027 in Hongkong an die Börse und bis zu 5 Milliarden Dollar einnehmen.

Warum sind Dax-Dividendenwerte aktuell weniger attraktiv gegenüber Bundesanleihen?

Zehnjährige Bundesanleihen rentieren mit 3,6 Prozent, während die 40 Dax-Werte im Schnitt nur auf rund 2,5 Prozent Dividendenrendite kommen. Nur fünf Konzerne, darunter vier aus derselben Branche, bieten mehr als 3,6 Prozent, zwei davon sogar über 4,5 Prozent; vor allem Autobauern drohen zudem Dividendenkürzungen.

Wer profitierte von der Inflationsausgleichsprämie 2022 bis 2024 und wird eine Neuauflage empfohlen?

Laut Datev flossen insgesamt 52 Milliarden Euro an etwa die Hälfte der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, wobei Angestellte der oberen Einkommenshälfte im Schnitt 1877 Euro erhielten und Geringverdiener mit 972 Euro rund die Hälfte. Am meisten zahlte die IT- und Softwarebranche mit durchschnittlich 2750 Euro. Die Datev-Ökonomen halten die Prämie nicht für geeignet, dauerhafte Preisschocks auszugleichen, und raten von einer Neuauflage ab.

Vollständiges Transkript

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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute geht es um einen Aktienmarkt, der trotz hoher Zinsen und teurem Öl erstaunlich stabil bleibt, um den Hype und die Sorgen rund um Künstliche Intelligenz, um die Frage, wo Deutschland sein Geld investiert, und um einen Rückblick auf die Inflationsprämie. Beginnen wir an der Börse. Der Dax hat am Dienstag um knapp ein Prozent zugelegt und zeitweise die Marke von 25.400 Punkten übersprungen. Rückenwind kam von der Wall Street, wo der Technologieindex Nasdaq am Vortag ein Rekordhoch erreicht hatte. Gefragt waren außerdem Pharmawerte wie Merck, Qiagen, Sartorius und Evotec. Bemerkenswert ist, dass die deutschen Auftragseingänge im August überraschend stark eingebrochen sind. Der Grund: Es fehlten vor allem große Rüstungsaufträge, die ein Jahr zuvor die Zahlen nach oben getrieben hatten. Die Anleger haben das weitgehend abgehakt, weil es eher ein Sondereffekt als ein breiter Abschwung zu sein scheint. Trotzdem lohnt der Blick darauf, denn die Industrie bleibt ein Gradmesser für die Konjunktur, und ein solcher Ausschlag zeigt, wie sehr einzelne Großaufträge die Statistik verzerren können. Der Aufwärtsdrang des Marktes hat Grenzen, und die haben mit Zinsen und Energie zu tun. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen liegt bei über 5,3 Prozent. Das ist eine Menge Geld, die man ohne Aktienrisiko bekommen kann. Dazu kostet ein Fass Brent-Öl rund 101 US-Dollar, weil im Konflikt um die Straße von Hormus erneut ein Tanker unter Beschuss geraten ist. Teures Öl ist für Verbraucher und Unternehmen doppelt unangenehm: Es treibt die Preise an der Tankstelle und die Kosten in der Produktion, und es erschwert den Notenbanken, die Zinsen zu senken. Dazu passt eine Analyse des Handelsblatts zu den Dividenden. Zehnjährige deutsche Staatsanleihen werfen aktuell etwa 3,6 Prozent ab. Die 40 Dax-Konzerne kommen im Schnitt nur auf rund 2,5 Prozent Dividendenrendite. Nur fünf Unternehmen liegen darüber, vier davon aus derselben Branche, zwei sogar über 4,5 Prozent. Für Sparerinnen und Sparer heißt das: Der sichere Staatskredit ist wieder eine echte Alternative. Für Aktien bedeutet es, dass sie nicht nur mit Dividenden locken können, sondern vor allem mit Wachstumsaussichten. Und gerade bei den Autobauern drohen Kürzungen der Ausschüttung. Bei einigen anderen Titeln stehen die Chancen auf höhere Dividenden dagegen gut. Damit zum Thema, das die Märkte derzeit besonders bewegt: Künstliche Intelligenz. Da zeigen sich heute zwei Gesichter. Das erste ist der Optimismus mit sehr viel Geld dahinter. Der chinesische KI-Entwickler Deepseek steht laut Bloomberg kurz vor dem Abschluss einer Finanzierungsrunde von mindestens 80 Milliarden Yuan, das sind rund 10,6 Milliarden Euro. Ursprünglich waren 50 Milliarden Yuan angepeilt. Als Ankerinvestoren treten der Batteriekonzern CATL und der Internetriese Tencent auf. Das Geld soll unter anderem in ein großes Rechenzentrum in der Inneren Mongolei fließen, ausgestattet mit mindestens 160.000 KI-Chips von Huawei. Anfang 2027 will Deepseek dann in Shanghai an die Börse. Auch der Konkurrent Moonshot, zuletzt mit 50 Milliarden Dollar bewertet, will im ersten Quartal 2027 in Hongkong aufs Parkett und bis zu 5 Milliarden Dollar einsammeln. Auch in Deutschland gibt es einen Beleg für die Dynamik. Das Münchner Start-up RobCo, das modulare Industrieroboter aus standardisierten Bauteilen baut, wird nach einer um 40 Millionen Dollar erweiterten Finanzierungsrunde mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet. Damit gehört es zu den deutschen Einhörnern, wie man junge Firmen mit Milliardenbewertung nennt. Schon im Januar hatte RobCo 100 Millionen Dollar bekommen, unter anderem von der Wagniskapitalsparte von Volkswagen. Diesmal konnten auch langjährige Mitarbeiter einen Teil ihrer Anteile verkaufen. Im März will das Unternehmen seinen zweiarmigen autonomen Roboter Alfie vorstellen und sich stärker auf den US-Markt konzentrieren. Der Firmenchef ist dafür sogar selbst dorthin gezogen. Die Botschaft: Automatisierung ist für die Industrie ein Zukunftsthema, und Kapital dafür gibt es. Das zweite Gesicht ist die Vorsicht. Große Finanzinvestoren wie KKR und Apollo warnen laut einem Bericht des Manager Magazins vor einem möglichen Crash rund um Künstliche Intelligenz. Über die Gründe im Detail ist uns nichts bekannt, wir können also nur die Überschrift einordnen: An der Wall Street wächst offenbar die Nervosität, ob die gigantischen Investitionen sich auszahlen. Dass ausgerechnet solche Schwergewichte mahnen, sollte man ernst nehmen, auch wenn Warnungen allein noch keinen Absturz bedeuten. Es zeigt aber, dass die Bewertungen hoch sind und die Fallhöhe entsprechend. Und dass KI auch im Alltag der Unternehmen ein Kostenfaktor wird, zeigt ein Bericht der FAZ. Der Digitalverband Bitkom erwartet allein für generative KI in Deutschland in diesem Jahr Ausgaben von 11,5 Milliarden Euro. Abgerechnet wird meist nach verarbeiteten Textbausteinen, den sogenannten Tokens. Obwohl der Preis pro Token sinkt, steigt die Gesamtrechnung, weil die Firmen immer mehr nutzen. Ein bekanntes Muster: Wird etwas billiger, wird mehr davon verbraucht. Laut Accenture brauchen nur etwa 10 Prozent der Aufgaben in Unternehmen die leistungsfähigsten und teuersten Modelle, aber mehr als die Hälfte der Anfragen landet dort. Erst 30 Prozent der Firmen lenken Anfragen automatisch auf passende, günstigere Modelle. Konzerne wie Mercedes, Zalando, SAP, Siemens oder Eon setzen deshalb auf Kostenzuordnung, flexible Limits und Schulungen. Bosch verzichtet bislang auf Beschränkungen. Führungskräfte rechnen damit, dass die Preise in zwei Jahren um knapp 20 Prozent sinken, ihr eigener Verbrauch aber um knapp 80 Prozent wächst. Das heißt: Die Rechnung wird weiter steigen, und wer klug steuert, spart. Jetzt zur Frage, wo Deutschland sein Geld anlegt. Das Institut der deutschen Wirtschaft warnt in einer Studie, die vom Auswärtigen Amt mitfinanziert wurde, vor den Risiken deutscher Direktinvestitionen in China. Der Bestand hat sich seit 2010 vervierfacht, die Exporte dorthin haben sich nur verdoppelt. Die Autoren sehen darin eine Gefahr für Deutschlands Souveränität und für die Steuerzahler, falls ein geopolitischer Konflikt Verluste verursacht. Sie fordern ein klares Signal, dass der Staat solche Verluste nicht ausgleicht, eine deutliche Begrenzung von Investitionsgarantien wie den Hermes-Bürgschaften und im Zweifel Vorrang für Wertschöpfung und Beschäftigung hier im Land. Außerdem raten sie zu Ausgleichszöllen gegen chinesische Subventionen. Ihr Argument: Immer mehr Auslandsinvestitionen sind kostengetrieben, weil der Standort Deutschland teuer ist. Deshalb müssten Bürokratie-, Energie- und Arbeitskosten sinken. Das ist eine unbequeme Mischung aus Mahnung an die Unternehmen und Hausaufgaben für die Politik. Dazu passt, was in Leipzig passiert. Das US-Unternehmen Covenant, erst 2024 gegründet, hat dort eine Fertigung für den Marschflugkörper Anthem eröffnet. Ab 2027 sollen tausend Stück im Jahr entstehen, 2028 dann 5000, vor allem für europäische Kunden. Rund 250 Millionen Euro fließen in den Standort. Covenant will deutlich günstiger sein als vergleichbare Systeme, mit Preisen im sechsstelligen Bereich pro Stück. Die Politik begrüßt die Ansiedlung, auch wegen der Abschreckung. Wirtschaftlich ist es vor allem ein Signal: Der Rüstungsboom lockt Kapital und Produktion nach Deutschland, und das erklärt auch, warum Auftragseingänge so stark von einzelnen Großbestellungen abhängen. Ebenfalls eine gute Nachricht für den Standort: Beim Wettbewerb TOP 100 von manager magazin und Compamedia sind 282 von 356 Bewerbern als besonders innovative Mittelständler ausgezeichnet worden. Laut Auswertung sind sie in drei Jahren um 18,5 Prozentpunkte stärker gewachsen als ihre Branchen und erzielen 36 Prozent ihres Umsatzes mit Innovationen. Zu den Innovatoren des Jahres zählen BIT Consulting, Greenflash und Peter Huber Kältemaschinenbau. Das zeigt: Abseits der großen Schlagzeilen gibt es viele Firmen, die mit eigenen Ideen wachsen. Zum Schluss noch ein Blick zurück auf Löhne, Preise und die Inflation. Eine Auswertung des Softwarehauses Datev, die der FAZ vorliegt, hat die steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie von bis zu 3000 Euro untersucht. Zwischen 2022 und 2024 flossen insgesamt 52 Milliarden Euro an etwa die Hälfte der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Unternehmen setzten sie vor allem ein, um Mitarbeiter zu binden und zu motivieren, und weniger, um die Teuerung auszugleichen. Das Ergebnis ist ungleich: Beschäftigte in der oberen Einkommenshälfte bekamen im Schnitt 1877 Euro, Geringverdiener mit 972 Euro nur etwa die Hälfte. Besonders großzügig waren Branchen mit Personalmangel, an der Spitze die IT- und Softwarebranche mit durchschnittlich 2750 Euro. Die Datev-Ökonomen halten die Prämie nicht für ein geeignetes Mittel gegen dauerhaft höhere Preise und raten von einer Neuauflage ab. Entsprechende Pläne waren im Mai im Bundesrat ohnehin gescheitert. Wer Menschen mit kleinen Einkommen wirklich entlasten will, braucht also andere Instrumente. Was nehmen wir aus alldem mit? Die Märkte laufen gut, aber auf dünnem Eis aus hohen Zinsen, teurem Öl und der Frage, ob der KI-Boom hält, was er verspricht. Gleichzeitig muss sich Deutschland entscheiden, wo es investiert und wie es seinen Standort wieder attraktiver macht. Das war es für heute. Wir haben gehört, dass der Dax trotz hoher Anleiherenditen und Ölpreis zulegt, dass in der KI-Branche Milliarden fließen und zugleich Warnungen lauter werden, dass Unternehmen ihre KI-Rechnung in den Griff bekommen müssen und dass Deutschland seine Abhängigkeit von China und die eigenen Standortkosten im Blick behalten sollte. Morgen melde ich mich wieder mit den nächsten Wirtschaftsthemen. Bis dahin, machen Sie es gut. Übrigens: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, und alle Quellen und Hintergründe finden Sie auf unserer Website.

Vorlage für die Sprachsynthese. Kleinere Abweichungen zur Audio-Datei möglich.

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