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Wirtschaft im Fokus
Folge 9907.10.20269:57 KI-vertont

Zippel-Verbot: Berlin bremst Cosco und schützt sich vor China (07.10.2026)

Themen

In dieser Folge

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  1. 01

    Bundesregierung untersagt Übernahme des Logistikers Zippel durch chinesische Reederei Cosco

    Handelsblatt

    Das Bundeskabinett hat nach Handelsblatt-Informationen aus Regierungskreisen die Übernahme des Hinterland-Logistikers Zippel durch die chinesische Staatsreederei Cosco gestoppt; die Entscheidung fiel am Mittwoch ohne weitere Aussprache. Zippel beschäftigt 210 Mitarbeiter, erzielt rund 80 Millionen Euro Umsatz und hat an den Terminals Berlin, Schkopau und Elsterwerda einen Umschlaganteil von 35 bis 90 Prozent. Die Regierung verweist auf erhebliche Sicherheitsbedenken, da das Unternehmen für die logistische Unterstützung der Bundeswehr und im Konfliktfall auch für die Nato bedeutsam ist und strategische Abhängigkeiten als mögliches Druckmittel drohen.

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  2. 02

    Vor Pekingreise des EU-Handelskommissars: Berlin und Paris fordern neue Schutzinstrumente gegen Chinas Exportdruck

    Tagesschau

    Kurz vor dem Besuch von EU-Handelskommissar Maros Sefcovic in Peking verlangen Bundeskanzler Merz und Frankreichs Präsident Macron in einem Schreiben an die Kommission neue Instrumente, darunter eines zur Diversifizierung von Lieferketten und eines zum Ausschluss von Drittländern vom Binnenmarkt. Hintergrund ist ein Handelsdefizit der EU gegenüber China von im Schnitt mehr als einer Milliarde Euro pro Tag sowie der Verlust von schätzungsweise 400.000 Jobs in Deutschland durch steigende chinesische Exporte. Die EU hofft auf freiwillige Exportbeschränkungen Pekings, etwa bei Hybridautos und Chemikalien, während das Thema am 15. und 16. Oktober auch den EU-Gipfel beschäftigen wird.

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  3. 03

    Bundesregierung untersagt Verkauf des Hamburger Logistikunternehmens Zippel an chinesische Reederei Cosco

    n-tv Wirtschaft

    Die Bundesregierung verbietet aus Sicherheitsgründen den Verkauf von 80 Prozent der Anteile am Hamburger Logistikunternehmen Zippel an die chinesische Staatsreederei Cosco. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums hätte der Erwerb Abhängigkeiten vertieft und die Resilienz der Lieferketten Deutschlands und der EU gefährdet; der Untersagungsbescheid soll nun folgen. Zuvor hatte das Bundeskartellamt im Februar wettbewerbsrechtlich zugestimmt, ehe Ende April Bedenken des Bundesamts für Verfassungsschutz bekannt wurden.

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  4. 04

    Wall Street auf Rekordhoch: G7-Ölreserven und KI-Nachfrage beflügeln die Märkte

    n-tv Wirtschaft

    Die US-Börsen schlossen am Dienstag im Plus, S&P 500 (7818 Punkte) und Nasdaq (27.599 Punkte) erreichten Rekordstände, der Dow Jones legte auf 51.521 Punkte zu. Auslöser waren die Freigabe von Diesel- und Rohölreserven durch die G7-Staaten zur Linderung der Angebotssorgen infolge des Iran-Kriegs sowie sinkende Anleiherenditen; zugleich sank laut CME FedWatch die Wahrscheinlichkeit einer zweiten Zinsanhebung der Fed in Folge. Chipwerte wie Marvell Technology und AMD profitierten von der hohen KI-Nachfrage, während ein auf Rekordimporten beruhendes, um 13,7 Prozent gewachsenes US-Handelsdefizit den Inflationsdruck neu anheizen könnte und die Anleger auf die anstehende Berichtssaison zum dritten Quartal blicken.

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  5. 05

    Paramount schließt 111 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Bros. ab

    Zeit Wirtschaft

    Die umstrittene Übernahme von Warner Bros. durch Paramount ist vollzogen. Das Transaktionsvolumen der Fusion in der US-Filmindustrie beträgt 111 Milliarden Dollar. Zwölf Bundesstaaten hatten dagegen geklagt, konnten den Zusammenschluss aber nicht verhindern.

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  6. 06

    1Komma5Grad-Chef Schröder warnt vor Reiches Energiegesetzen und wirft Netzbetreibern wie Eon Monopolschutz vor

    n-tv Wirtschaft

    Philipp Schröder, Mitgründer und Chef von 1Komma5Grad, kritisiert die im Bundestag beratenen Energiegesetze von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, insbesondere die Wirkleistungsbegrenzung, wonach private Solaranlagen, Speicher, E-Autos und Wärmepumpen höchstens die Hälfte ihres Stroms ins Netz einspeisen dürfen. Er sieht darin einen Versuch, Wettbewerb zu vermeiden, und wirft Netzbetreibern wie Eon sowie Verbänden wie dem VKU vor, mit massivem Kupfer-Netzausbau ihre gesetzlich abgesicherten Renditen zu schützen, was die Netzentgelte weiter steigen lasse. Stattdessen plädiert er für eine intelligente Steuerung und Bepreisung der ohnehin kaum ausgelasteten Netzanschlussleistung nach US-Vorbild und warnt vor einem immensen volkswirtschaftlichen Schaden, falls die Pläne unverändert beschlossen werden.

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  7. 07

    Bundeskabinett untersagt Übernahme des Logistikers Zippel durch chinesischen Cosco-Konzern

    Manager Magazin

    Das Bundeskabinett hat den geplanten Erwerb von 80 Prozent der Stimmrechte am Containerfracht-Logistiker Zippel durch den chinesischen Cosco-Konzern untersagt. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums hätte die Übernahme Abhängigkeiten vertieft und die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten in Deutschland und der EU gefährdet. Grundlage ist das Außenwirtschaftsgesetz; von durchschnittlich etwa 300 jährlich geprüften Erwerbsfällen wurden bislang insgesamt nur acht untersagt, während Cosco bereits 2023 mit dem begrenzten Einstieg bei einem Hamburger Containerterminal für Kontroversen gesorgt hatte.

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  8. 08

    China kritisiert EU-Pläne für neue Handelsschutzinstrumente

    Zeit Wirtschaft

    Deutschland und Frankreich haben neue Schutzinstrumente im Handel angeregt, um die europäische Wirtschaft besser abzusichern. China reagiert mit Kritik auf diese Überlegungen und fordert die EU auf, auf Protektionismus zu verzichten.

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  9. 09

    Schattenbanken im Anleihemarkt: Wachsender Einfluss nach dem Abverkauf europäischer Staatsanleihen

    Handelsblatt

    Nach einem heftigen Abverkauf europäischer Staatsanleihen hat sich die Lage am Dienstag leicht entspannt: Die Rendite zehnjähriger französischer Anleihen sank auf 4,78 Prozent, die der Bundesanleihen auf 3,45 Prozent, und der Renditeabstand zwischen beiden Papieren ging von bis zu 1,5 auf 1,32 Prozentpunkte zurück – dennoch bleibt er nahe den Höchstständen der Euro-Schuldenkrise 2011. Commerzbank-Anleihestratege Christoph Rieger berichtet von großer Unsicherheit und sich verschlechternder Liquidität, zudem mehren sich Spekulationen, Hedgefonds könnten gezwungen sein, Positionen aufzulösen. Damit rückt die Debatte über den wachsenden Einfluss sogenannter Schattenbanken auf den Staatsanleihehandel und ihr Verhalten in Stresssituationen erneut in den Fokus, die Notenbanken weltweit seit Jahren mit Sorge beobachten.

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  10. 10

    Frankreichs Notenbankchef warnt vor Strangulierung durch steigende Zinsen

    Manager Magazin

    Frankreichs Notenbank-Präsident Emmanuel Moulin warnt, das Land könne „von den Zinssätzen stranguliert“ werden, falls die Staatsfinanzen nicht saniert werden. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen war zuletzt auf fast 5 Prozent gestiegen, die Spreads zu deutschen Anleihen lagen kurzzeitig über 1,5 Prozentpunkten, und der Euro fiel auf den tiefsten Stand gegenüber dem Dollar seit Mai 2025. Die Minderheitsregierung hat für ihren Sparhaushalt über 43 Milliarden Euro keine Mehrheit im Parlament, während Marine Le Pen als Favoritin für die Präsidentschaftswahl die EZB zum Eingreifen auffordert, um die Finanzierungskosten zu senken.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum hat die Bundesregierung die Übernahme des Logistikers Zippel durch die chinesische Reederei Cosco untersagt?

Die Regierung sieht erhebliche Sicherheitsrisiken. Zippel ist wichtig für die logistische Unterstützung der Bundeswehr und im Konfliktfall der Nato, und der Einstieg von Cosco (geplant: 80 Prozent der Anteile) würde strategische Abhängigkeiten vertiefen, die als Druckmittel dienen könnten. Das Bundeskartellamt hatte wettbewerbsrechtlich bereits zugestimmt, der förmliche Untersagungsbescheid steht noch aus.

Welche neuen Schutzinstrumente gegen Chinas Exportdruck fordern Deutschland und Frankreich?

Kanzler Merz und Präsident Macron verlangen von der EU-Kommission unter anderem ein Instrument zur Diversifizierung von Lieferketten und eines, mit dem Drittländer vom Binnenmarkt ausgeschlossen werden können. Anlass sind ein EU-Handelsdefizit gegenüber China von im Schnitt über einer Milliarde Euro pro Tag und der geschätzte Verlust von rund 400.000 Jobs in Deutschland.

Was bedeutet die Pekingreise von EU-Handelskommissar Šefčovič für europäische Unternehmen?

Die EU hofft auf freiwillige Exportbeschränkungen Chinas, etwa bei Hybridautos und Chemikalien. Das Thema steht außerdem am 15. und 16. Oktober auf der Agenda des EU-Gipfels, sodass Unternehmen mit neuen Handelsschutzmaßnahmen oder veränderten Wettbewerbsbedingungen rechnen müssen.

Was hat die US-Börsen zuletzt auf Rekordhöhen getrieben?

S&P 500 und Nasdaq erreichten Rekordstände, gestützt von der Freigabe von Diesel- und Rohölreserven durch die G7 wegen der Angebotssorgen im Iran-Krieg, sinkenden Anleiherenditen und hoher KI-Nachfrage nach Chipwerten wie Marvell und AMD. Risiken bleiben: Das um 13,7 Prozent gewachsene US-Handelsdefizit könnte den Inflationsdruck wieder erhöhen, und die Berichtssaison zum dritten Quartal steht an.

Warum kritisiert 1Komma5Grad-Chef Philipp Schröder die Energiegesetze von Wirtschaftsministerin Reiche?

Er wendet sich vor allem gegen die Wirkleistungsbegrenzung, nach der private Solaranlagen, Speicher, E-Autos und Wärmepumpen höchstens die Hälfte ihres Stroms ins Netz einspeisen dürfen. Seiner Ansicht nach schützt das Netzbetreiber wie Eon vor Wettbewerb, weil sie mit umfangreichem Netzausbau ihre gesetzlich abgesicherten Renditen sichern wollen, was die Netzentgelte belasten könnte.

Vollständiges Transkript

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Hallo, hier ist Leo von Wirtschaft im Fokus. Heute geht es um ein Thema, das sich durch fast alle Meldungen zieht: Wie abhängig sind wir von anderen, und wie stark sollten wir uns schützen? Das gilt für Handel und Lieferketten genauso wie für Staatsschulden und Zinsen. Außerdem schauen wir auf die Börsen in den USA und auf zwei Unternehmensthemen. Fangen wir mit dem Fall an, der gleich mehrere Medien beschäftigt. Das Bundeskabinett hat die Übernahme des Logistikunternehmens Zippel durch die chinesische Staatsreederei Cosco untersagt. Es ging um 80 Prozent der Anteile. Zippel ist mit rund 210 Beschäftigten und etwa 80 Millionen Euro Umsatz eigentlich ein kleines Unternehmen. Es betreibt aber Umschlagterminals im Hinterland, unter anderem in Berlin, Schkopau und Elsterwerda, und hat dort nach Angaben des Handelsblatts teils sehr hohe Marktanteile. Außerdem ist die Firma für die logistische Unterstützung der Bundeswehr wichtig, im Konfliktfall auch für die Nato. Die Begründung der Regierung: Die Übernahme hätte Abhängigkeiten vertieft und die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten in Deutschland und der EU gefährdet. Dahinter steht die Sorge, dass ein staatlich kontrollierter Konzern im Ernstfall als Druckmittel genutzt werden könnte. Interessant ist auch die Einordnung: Von rund 300 jährlich geprüften Übernahmen wurden bislang insgesamt nur acht untersagt. Das ist also ein seltener Schritt, und er zeigt, wie sehr sich der Blick auf chinesische Investitionen in kritischer Infrastruktur verändert hat. Das Kartellamt hatte wettbewerbsrechtlich übrigens schon im Februar zugestimmt. Erst später kamen Sicherheitsbedenken ans Licht. Der formale Bescheid steht noch aus. Das passt zu einer größeren Debatte. Kurz vor der Reise von EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nach Peking haben Bundeskanzler Merz und Frankreichs Präsident Macron in einem Brief an die Kommission neue Schutzinstrumente gefordert. Zum einen soll es ein Instrument geben, das Lieferketten breiter aufstellt. Zum anderen soll es die Möglichkeit geben, Drittländer vom europäischen Binnenmarkt auszuschließen. Der Hintergrund sind Zahlen, die Eindruck machen: Das Handelsdefizit der EU gegenüber China liegt im Schnitt bei mehr als einer Milliarde Euro pro Tag. Und schätzungsweise 400.000 Jobs in Deutschland sind durch steigende chinesische Exporte verloren gegangen. Die EU hofft in Peking auf freiwillige Exportbeschränkungen, etwa bei Hybridautos und Chemikalien. Das Thema landet außerdem Mitte Oktober auf dem EU-Gipfel. China hat erwartungsgemäß reagiert und die Pläne kritisiert. Peking fordert die EU auf, auf Protektionismus zu verzichten. Wichtig ist: Hier geht es um mehr als einzelne Zölle oder einzelne Firmen. Europa versucht gerade, eine neue Balance zu finden, zwischen offenen Märkten, von denen die exportstarke deutsche Wirtschaft lebt, und dem Schutz vor einseitigen Abhängigkeiten. Was als Nächstes folgt, hängt stark davon ab, ob Peking tatsächlich zu Zugeständnissen bereit ist. Wenn nicht, dürfte der Druck auf Brüssel wachsen, die neuen Instrumente schnell auf den Weg zu bringen. Das könnte wiederum Gegenmaßnahmen aus China nach sich ziehen. Wechseln wir zu den Finanzmärkten, und hier gibt es zwei sehr unterschiedliche Bilder. In den USA haben die Börsen am Dienstag im Plus geschlossen. Der S&P 500 und die Technologiebörse Nasdaq erreichten neue Rekordstände, der Dow Jones stieg auf rund 51.500 Punkte. Ausgelöst wurde das unter anderem durch die Freigabe von Diesel- und Rohölreserven durch die G7-Staaten. Damit sollen die Angebotssorgen gelindert werden, die der Krieg im Iran ausgelöst hat. Dazu kamen sinkende Anleiherenditen und die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed nicht so schnell ein zweites Mal in Folge die Zinsen anhebt. Chipwerte wie AMD und Marvell profitierten außerdem von der hohen Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz. Ein Wermutstropfen bleibt: Das US-Handelsdefizit ist wegen Rekordimporten um 13,7 Prozent gewachsen. Das könnte den Inflationsdruck wieder erhöhen. Anleger schauen jetzt auf die Berichtssaison zum dritten Quartal. Sie zeigt, ob die Unternehmen die hohen Erwartungen erfüllen können. In Europa ist die Stimmung deutlich nervöser, und zwar am Anleihemarkt. Nach einem heftigen Abverkauf europäischer Staatsanleihen hat sich die Lage am Dienstag etwas beruhigt. Die Rendite zehnjähriger französischer Anleihen fiel auf 4,78 Prozent, bei deutschen Bundesanleihen auf 3,45 Prozent. Der Abstand zwischen beiden, der sogenannte Spread, ging von bis zu 1,5 auf 1,32 Prozentpunkte zurück. Das klingt nach Entspannung. Trotzdem liegt dieser Abstand nahe an den Höchstständen der Euro-Schuldenkrise von 2011. Einfach gesagt: Anleger verlangen von Frankreich deutlich mehr Zinsen als von Deutschland, weil sie die französischen Staatsfinanzen für riskanter halten. Der Commerzbank-Anleihestratege Christoph Rieger spricht von großer Unsicherheit und schlechterer Liquidität. Es wird also schwieriger, Anleihen zu fairen Preisen zu handeln. Dazu kommen Spekulationen, dass Hedgefonds gezwungen sein könnten, Positionen aufzulösen. Damit rückt die Rolle der sogenannten Schattenbanken in den Blick. Das sind Finanzakteure außerhalb der klassischen Bankenaufsicht, die im Staatsanleihehandel an Einfluss gewonnen haben. Notenbanken weltweit beobachten das seit Jahren mit Sorge, weil unklar ist, wie sich diese Akteure in Stresssituationen verhalten. Die Lage in Frankreich ist politisch angespannt. Notenbankchef Emmanuel Moulin warnt, das Land könne „von den Zinssätzen stranguliert“ werden, wenn die Staatsfinanzen nicht saniert werden. Die Rendite zehnjähriger Anleihen lag zuletzt fast bei 5 Prozent, und der Euro fiel zum Dollar auf den tiefsten Stand seit Mai 2025. Die Minderheitsregierung hat für ihren Sparhaushalt von über 43 Milliarden Euro keine Mehrheit im Parlament. Marine Le Pen, die als Favoritin für die Präsidentschaftswahl gilt, fordert die EZB sogar auf, einzugreifen, um die Finanzierungskosten zu senken. Warum ist das wichtig? Höhere Zinsen für Frankreich bedeuten höhere Schuldenkosten, und die engen den Spielraum für den Haushalt weiter ein. Für den Euroraum ist es heikel, weil ein großer Mitgliedstaat unter Druck gerät. Sollte sich die Lage verschärfen, wird die Frage lauter, ob und wie die EZB reagieren soll. Das wäre eine schwierige Gratwanderung, denn die Notenbank darf Staaten nicht einfach finanzieren, soll aber den Euroraum stabil halten. Zwei Unternehmensthemen noch, die zeigen, wie Märkte und Politik zusammenhängen. In den USA ist die Übernahme von Warner Bros. durch Paramount vollzogen, mit einem Volumen von 111 Milliarden Dollar. Zwölf Bundesstaaten hatten dagegen geklagt, konnten den Zusammenschluss aber nicht verhindern. Das ist ein Signal dafür, wie groß Fusionen in der Branche inzwischen sein können, auch wenn es Widerstand gibt. Und in der Energiepolitik wird gestritten. Philipp Schröder, Chef des Solarunternehmens 1Komma5Grad, kritisiert die Energiegesetze von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, die im Bundestag beraten werden. Im Zentrum steht die Begrenzung der Einspeisung: Private Solaranlagen, Speicher, E-Autos und Wärmepumpen sollen höchstens die Hälfte ihres Stroms ins Netz einspeisen dürfen. Schröder sieht darin den Versuch, Wettbewerb zu vermeiden. Er wirft Netzbetreibern wie Eon vor, mit teurem Netzausbau ihre gesetzlich abgesicherten Renditen zu schützen, was die Netzentgelte weiter steigen lasse. Er plädiert stattdessen für eine intelligente Steuerung und Bepreisung der Netzanschlüsse, die ohnehin kaum ausgelastet seien. Das ist eine Einzelmeinung eines Branchenakteurs mit eigenen Interessen, aber die Frage dahinter ist wichtig: Wer zahlt am Ende für das Stromnetz, und das sind letztlich Verbraucher und Unternehmen. Was nehmen wir mit? Ob bei Logistik, Handel, Staatsanleihen oder Stromnetzen: Es geht überall um Abhängigkeiten, Kosten und darum, wer das Risiko trägt. Die Politik wird dabei immer aktiver, und die Märkte reagieren empfindlich, wenn Vertrauen wackelt. Das war es für heute. Wir haben gehört, dass Berlin die Cosco-Übernahme von Zippel gestoppt hat, dass Europa gegenüber China neue Schutzinstrumente fordert, dass die Wall Street Rekorde feiert, während Frankreichs Zinsen Sorgen machen, und dass in der Energiepolitik um die Netzkosten gestritten wird. Danke fürs Zuhören, und schaltet morgen gern wieder ein, wenn wir die nächsten wichtigen Wirtschaftsthemen einordnen. Noch ein Hinweis: Dieser Podcast ist vollständig KI-generiert, und alle Quellen und Hintergründe findet ihr auf unserer Website.

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