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Geld & Alltag
Folge 0127.05.20269:56 KI-vertont

Geld & Alltag – 27.05.2026

Gold schlägt Aktien – die Inflationsangst verändert das Sparverhalten der Deutschen. Außerdem: Steuerfallen bei Immobilien, Wohngeld 2026 und wie Sie bei Kfz-Versicherung und Festgeld bares Geld sparen!

Themen

In dieser Folge

06
  1. 01

    Inflationsangst treibt Deutsche zu Gold: Edelmetall verdrängt Aktien als bevorzugte Geldanlage

    FAZ

    Laut der diesjährigen Goldumfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von Pro Aurum halten 30 Prozent der Deutschen Gold für die renditestärkste Anlageform der nächsten drei Jahre – mehr als die 26 Prozent, die auf Aktien setzen. Als Hauptgründe für diese Verschiebung, die erstmals seit Jahren Aktien von Platz eins verdrängt, nennt die Studie Inflationsängste und geopolitische Spannungen. Zugleich stieg der Anteil der Befragten, die tatsächlich Gold oder Silber besitzen, von 16 auf 21 Prozent, wobei die große Mehrheit das Edelmetall als Ergänzung zu anderen Anlageformen betrachtet.

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  2. 02

    Steuerfalle beim Immobilienerwerb: Risiken bei der Grundbucheintragung von Kindern

    FAZ

    Eltern können jedem Kind alle zehn Jahre bis zu 400.000 Euro steuerfrei schenken oder vererben, weshalb die Beteiligung von Kindern am Immobilieneigentum durch eine gemeinsame Grundbucheintragung verlockend erscheint. Doch dieser Ansatz birgt rechtliche und steuerliche Fallstricke, die Familien vor erhebliche Herausforderungen stellen können. Der Artikel mahnt zur Vorsicht und empfiehlt, die komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen sorgfältig zu prüfen, bevor Kinder als Miteigentümer in das Grundbuch eingetragen werden.

    Original
  3. 03

    Steuererklärung 2025: Wer muss abgeben und wie holt man sich Geld zurück?

    Finanztipp

    Im Steuerjahr 2025 gab es kaum wesentliche Änderungen, sodass die Einkommensteuererklärung für viele besonders zügig erledigt werden kann. Nur etwa die Hälfte aller Steuerzahler ist zur Abgabe verpflichtet, etwa Selbstständige, Arbeitnehmer mit Lohnersatzleistungen über 410 Euro oder Ehepaare mit der Steuerklassenkombination 3/5, während freiwillig Abgebende bis zu vier Jahre Zeit haben und im Schnitt mehr als 1.000 Euro Erstattung erwarten können. Besonders lohnt es sich, Werbungskosten wie Fahrtkosten zur Arbeit sorgfältig zu dokumentieren, da diese die automatisch berücksichtigte Pauschale von 1.230 Euro häufig übersteigen und so die Steuerlast spürbar senken.

    Original
  4. 04

    Wohngeld 2026: Anspruch, Beantragung und durchschnittliche Förderhöhe von 300 Euro monatlich

    Finanztipp

    Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zu den Wohnkosten für Mieter und Hauseigentümer mit geringem Einkommen, wobei Ende 2024 rund 1,2 Millionen Haushalte diese Leistung bezogen und der durchschnittliche Förderbetrag bei 300 Euro monatlich lag. Die Höhe des Wohngelds wird individuell anhand von Haushaltsgröße, Familieneinkommen und der regionalen Mietstufe berechnet, wobei die Einkommensgrenzen je nach Wohnort und Haushaltsgröße erheblich variieren. Eine Erhöhung des Wohngelds ist für 2026 nicht vorgesehen, die nächste Anpassung ist gesetzlich erst zum 1. Januar 2027 geplant; Bezieher von Bürgergeld, Grundsicherung oder Sozialhilfe sind vom Wohngeld grundsätzlich ausgeschlossen.

    Original
  5. 05

    Kfz-Versicherung 2026: So finden Sie den günstigsten Tarif trotz steigender Kosten

    Finanztipp

    Beim Vergleich von Kfz-Versicherungen zeigen verschiedene Portale deutliche Unterschiede in ihrer Preisgenauigkeit: Während ein Portal in 13 von 32 Abfragen den günstigsten Tarif anzeigte, überzeugte ein anderes durch die kleinste durchschnittliche Abweichung vom günstigsten Preis. Finanztip empfiehlt, mehrere Vergleichsportale zu nutzen, da keines den gesamten Markt abdeckt und einzelne Anbieter im Direktvergleich teils deutlich teurer sein können. Für die bestmögliche Ersparnis sollte der Abschluss direkt über ein Vergleichsportal erfolgen und zusätzlich ein weiterer Preisvergleich durchgeführt werden.

    Original
  6. 06

    Festgeld 2024: Bis zu 3,1 Prozent Zinsen bei ausgewählten Banken

    Finanztipp

    Mehrere Banken bieten derzeit attraktive Festgeld-Konditionen mit Zinssätzen von bis zu 3,1 Prozent an, darunter Institute mit AAA-Rating wie schwedische Anbieter. Anleger können je nach Bank bereits ab einem Euro bis zu 500.000 Euro anlegen, wobei einige Anbieter wie Klarna ausschließlich über ihre App zugänglich sind. Ein wesentlicher Unterschied zwischen den empfohlenen Banken besteht darin, ob sie automatisch Steuern abführen und ob eine automatische Verlängerung der Anlage nach Laufzeitende möglich ist.

    Original

Vollständiges Transkript

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Martin: Willkommen bei Geld und Alltag, ich bin Martin. Heute schauen wir uns wieder eine Reihe von Themen an, die gerade viele Menschen beschäftigen – von Gold über Steuern bis zur Kfz-Versicherung. Mit dabei ist heute Nina, die wie immer nachhakt, wenn etwas zu abstrakt wird. Hallo Nina.

Nina: Hallo Martin, schön wieder dabei zu sein. Ich bin gespannt, was heute so auf dem Tisch liegt.

Martin: Fangen wir mit einer Meldung an, die mich ehrlich gesagt ein bisschen überrascht hat. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage halten inzwischen 30 Prozent der Deutschen Gold für die renditestärkste Anlageform der nächsten drei Jahre. Damit hat Gold erstmals seit Jahren die Aktie vom ersten Platz verdrängt – die kommen nur noch auf 26 Prozent.

Nina: Warte mal kurz – 30 Prozent glauben wirklich, Gold bringt mehr als Aktien?

Martin: So steht es in der Umfrage, ja. Und das ist keine Kleinigkeit. Als Hauptgründe werden Inflationsängste und geopolitische Spannungen genannt. Also das Gefühl: Die Welt ist unsicher, ich will etwas Handfestes. Und Gold fühlt sich für viele Menschen eben handfest an – im wörtlichen Sinne.

Nina: Das verstehe ich irgendwie. Wenn man Nachrichten schaut und alles teurer wird, will man was, das nicht einfach wegfällt.

Martin: Genau dieses Gefühl steckt dahinter. Was die Studie auch zeigt: Der Anteil der Menschen, die tatsächlich Gold oder Silber besitzen, ist von 16 auf 21 Prozent gestiegen. Das ist ein deutlicher Sprung. Aber – und das ist wichtig – die meisten sehen es als Ergänzung zu anderen Anlagen, nicht als Ersatz.

Nina: Also nicht alles auf Gold setzen sozusagen.

Martin: Genau. Und das ist aus meiner Sicht auch der entscheidende Punkt für unsere Hörerinnen und Hörer: Gold kann als Teil einer breiteren Strategie sinnvoll sein, aber es zahlt keine Dividenden, es wirft keine Zinsen ab, und der Preis kann auch stark schwanken. Die Nachfrage treibt den Kurs gerade hoch – das muss nicht so bleiben. Wer Gold kaufen möchte, sollte das bewusst und informiert tun, nicht aus Panik.

Nina: Gut, das ist ein wichtiger Hinweis. Kommen wir zum nächsten Thema?

Martin: Ja, und das ist eines, das viele Familien betrifft, die Immobilien besitzen oder vererben wollen. Es geht um die Frage: Kann ich mein Kind einfach ins Grundbuch eintragen lassen, um Steuern zu sparen?

Nina: Das klingt verlockend. Man kann Kindern doch bis zu 400.000 Euro steuerfrei schenken alle zehn Jahre, oder?

Martin: Genau das ist der Freibetrag. Und deshalb denken manche Eltern: Wenn ich mein Kind als Miteigentümer ins Grundbuch eintrage, spare ich Erbschaft- oder Schenkungsteuer. Das stimmt grundsätzlich – aber der Teufel steckt im Detail.

Nina: Was kann da schiefgehen?

Martin: Einiges. Zum Beispiel verliert das Kind nicht automatisch wieder seinen Anteil, wenn sich die Situation ändert – etwa bei einer Scheidung des Kindes. Dann könnte ein Schwiegerkind plötzlich Ansprüche auf die Immobilie haben. Oder es entstehen steuerliche Probleme, die man vorher nicht bedacht hat. Experten empfehlen hier dringend, das vorher rechtlich und steuerlich sorgfältig prüfen zu lassen, bevor man handelt.

Nina: Also bitte nicht einfach zum Notar und sagen, schreib das Kind rein – vorher beraten lassen.

Martin: Genau so. Das ist kein Thema, das man mal eben selbst regelt. [pauses] Gut, weiter geht's mit einem Thema, das viele jetzt im Frühjahr beschäftigt: die Steuererklärung.

Nina: Ah ja, das Thema, das gefühlt jeder vor sich herschiebt.

Martin: [laughs] Stimmt. Aber für das Steuerjahr 2025 gibt es eine gute Nachricht: Es gab kaum wesentliche Änderungen, das heißt, wer die Erklärung schon mal gemacht hat, kann sie in diesem Jahr vergleichsweise schnell erledigen. Nur rund die Hälfte aller Steuerzahler ist überhaupt zur Abgabe verpflichtet.

Nina: Wer muss denn unbedingt abgeben?

Martin: Zum Beispiel Selbstständige, Arbeitnehmer, die Lohnersatzleistungen über 410 Euro bekommen haben – das kann Kurzarbeitergeld sein oder Elterngeld – und Ehepaare mit der Steuerklassenkombination drei und fünf. Alle anderen können freiwillig abgeben, haben dafür bis zu vier Jahre Zeit und bekommen im Schnitt mehr als 1.000 Euro zurück.

Nina: 1.000 Euro – das ist doch kein kleiner Betrag. Warum geben dann nicht alle freiwillig ab?

Martin: Vermutlich weil viele denken, es lohnt sich nicht oder es ist zu aufwendig. Aber gerade wer regelmäßig zur Arbeit pendelt, sollte mal nachrechnen. Die automatisch berücksichtigte Werbungskostenpauschale liegt bei 1.230 Euro. Wer mehr Fahrtkosten hat – und das ist bei vielen der Fall – kann den Unterschied geltend machen und so die Steuerlast spürbar senken.

Nina: Also Fahrtkosten genau dokumentieren. Gut zu wissen.

Martin: Absolut. Und das gilt auch für Homeoffice-Pauschalen, Fortbildungen oder Gewerkschaftsbeiträge. Alles, was mit dem Beruf zusammenhängt, kann relevant sein. [pauses] Kommen wir zu einem Thema, das vor allem Menschen mit niedrigerem Einkommen interessiert: Wohngeld.

Nina: Wohngeld – ich glaube, viele wissen gar nicht, ob sie da Anspruch hätten.

Martin: Das ist tatsächlich ein Problem. Ende 2024 haben rund 1,2 Millionen Haushalte Wohngeld bezogen, im Schnitt 300 Euro im Monat. Das ist für viele eine echte Entlastung. Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zu den Wohnkosten – für Mieter, aber auch für Eigentümer mit geringem Einkommen.

Nina: 300 Euro im Monat – das macht 3.600 Euro im Jahr. Das ist erheblich.

Martin: Ja, und die Höhe hängt von mehreren Faktoren ab: Haushaltsgröße, Einkommen und die sogenannte Mietstufe, also wie teuer der Wohnort ist. In einer Großstadt kann der Anspruch höher sein als auf dem Land. Was man wissen sollte: Eine Erhöhung ist für 2026 nicht geplant, die nächste Anpassung kommt erst zum 1. Januar 2027.

Nina: Und wer Bürgergeld bekommt, hat keinen Anspruch, oder?

Martin: Richtig. Wer Bürgergeld, Grundsicherung oder Sozialhilfe bezieht, ist vom Wohngeld ausgeschlossen – das sind getrennte Systeme. Wohngeld richtet sich an Menschen, die knapp über diesen Grenzen liegen und trotzdem Unterstützung bei den Wohnkosten brauchen. Wer unsicher ist, ob er Anspruch hat, kann das beim zuständigen Wohngeldbüro der Gemeinde klären lassen.

Nina: Gut. Und was ist mit der Kfz-Versicherung? Das ist ja auch ein Thema, das viele betrifft.

Martin: Genau, und hier gibt es eine praktische Erkenntnis aus einem aktuellen Vergleich: Die verschiedenen Vergleichsportale im Netz liefern teils sehr unterschiedliche Ergebnisse. Kein Portal deckt den gesamten Markt ab, und manche Tarife sind auf einem Portal deutlich günstiger als auf einem anderen.

Nina: Das heißt, man sollte nicht nur auf einem Portal schauen.

Martin: Genau das ist die Empfehlung. Mindestens zwei Portale vergleichen, und dann direkt über das Portal abschließen, über das man den günstigsten Tarif gefunden hat. Klingt aufwendig, kann aber je nach Fahrzeug und Profil schnell ein paar Hundert Euro im Jahr ausmachen.

Nina: Lohnt sich also, ein bisschen mehr Zeit zu investieren.

Martin: Definitiv. Gerade jetzt, wo die Kosten für Kfz-Versicherungen in den letzten Jahren gestiegen sind, ist Vergleichen wichtiger denn je. [pauses] Und zum Abschluss noch ein Thema für alle, die ihr Erspartes etwas arbeiten lassen wollen: Festgeld.

Nina: Ah, Festgeld. Da gibt es ja gerade noch ordentliche Zinsen, oder?

Martin: Ja, noch ist das Zinsniveau interessant. Mehrere Banken bieten derzeit bis zu 3,1 Prozent auf Festgeld an, darunter auch Institute mit sehr guten Bonitätsbewertungen wie bestimmte schwedische Banken. Anlegen kann man je nach Anbieter schon ab einem Euro, manche erlauben bis zu 500.000 Euro.

Nina: Klingt gut – aber worauf sollte man achten?

Martin: Zwei Dinge sind besonders wichtig. Erstens: Führt die Bank automatisch Steuern ab, also Abgeltungsteuer, oder muss man das selbst in der Steuererklärung angeben? Das macht einen Unterschied im Aufwand. Zweitens: Verlängert sich das Festgeld automatisch nach Laufzeitende, oder muss man selbst aktiv werden? Wer das nicht im Blick hat, landet vielleicht zu schlechten Konditionen in einer neuen Laufzeit.

Nina: Also Kleingedrucktes lesen – wie immer.

Martin: [laughs] Wie immer. Und noch ein Hinweis zur Einlagensicherung: In der EU sind Einlagen bis 100.000 Euro pro Person und Bank gesetzlich geschützt. Das gilt auch für viele europäische Auslandsbanken, die ihre Produkte in Deutschland anbieten. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte das vorher prüfen.

Nina: Das ist ein guter Abschluss. Einlagensicherung – das vergisst man leicht, wenn man nur auf den Zinssatz schaut.

Martin: Genau. So, das war heute Geld und Alltag. Kurz zusammengefasst: Gold ist bei vielen Deutschen gerade beliebt, aber als Ergänzung, nicht als Alleinlösung. Wer Kinder ins Grundbuch eintragen will, sollte das rechtlich prüfen lassen. Die Steuererklärung 2025 lohnt sich für viele – besonders wegen Fahrtkosten. Wohngeld wird 2026 nicht erhöht, aber wer Anspruch haben könnte, sollte ihn prüfen. Bei der Kfz-Versicherung: mehrere Portale vergleichen. Und beim Festgeld auf Steuerfragen und automatische Verlängerung achten. Danke fürs Zuhören, bis zur nächsten Folge.

Nina: Danke Martin, und danke an alle, die zugehört haben. Bis bald.

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