ifo-Reformplan: 60 Mrd. sparen, Bank of Japan hebt Zinsen an (17.06.2026)
60 Milliarden Ersparnis durch Reformen, Rekordstände in Japan und fünf Steuertipps für deinen Geldbeutel – das und mehr im Überblick!
In dieser Folge
- 01
ifo Institut: Reformen könnten Bundeshaushalt bis 2030 um bis zu 60 Milliarden Euro jährlich entlasten
IFOLaut Berechnungen des ifo Instituts im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ließe sich die Finanzsituation des Bundes bis 2030 um jährlich bis zu 60 Milliarden Euro verbessern. Den größten Anteil von rund 54 Milliarden Euro könnten Reformen bei der Rentenversicherung – darunter eine Inflationskopplung der Renten und eine Halbierung der Mütterrente –, eine Absenkung der Einkommensgrenze beim Elterngeld sowie Kürzungen noch nicht genehmigter Subventionen um 60 Prozent erbringen. ifo-Präsident Clemens Fuest betont, dass eine Haushaltskonsolidierung unerlässlich sei, um einen starken Anstieg der Nettokreditaufnahme und der Staatsschulden in den kommenden Jahren zu verhindern.
Original - 02
Bank of Japan hebt Leitzins auf höchsten Stand seit 31 Jahren
HandelsblattDie japanische Notenbank (Bank of Japan) hat ihren Leitzins um einen Viertelprozentpunkt auf 1,0 Prozent angehoben – das höchste Niveau seit 31 Jahren – und reagiert damit auf den gestiegenen Inflationsdruck, der unter anderem durch den Iran-Konflikt befeuert wird. Die Entscheidung fiel nicht einstimmig: Direktor Toichiro Asada stimmte aus konjunkturellen Bedenken dagegen, während die übrigen sieben Ratsmitglieder für die Zinserhöhung votierten. Vizegouverneur Shinichi Uchida, der den erkrankten Notenbankchef Kazuo Ueda vertrat, warnte vor einer zunehmenden Ausweitung des Preisanstiegs und betonte die Notwendigkeit, das Inflationsziel dauerhaft zu erreichen.
Original - 03
Bank of Japan hebt Leitzins auf höchsten Stand seit 1995 – Nikkei 225 überschreitet erstmals 70.000 Punkte
FAZDie Bank von Japan hat ihren Leitzins auf ein Prozent angehoben, den höchsten Stand seit 1995, um einer steigenden Inflation entgegenzuwirken und den schwachen Yen zu stützen – es ist die fünfte Zinserhöhung seit dem Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik im März 2024. Die Entscheidung, die mit sieben zu einer Stimme gefällt wurde, beflügelte den Tokioter Aktienmarkt: Der Nikkei 225 durchbrach erstmals in seiner Geschichte die Marke von 70.000 Punkten. Zugleich kündigte die Notenbank an, ihre Anleihekäufe ab April 2027 nicht weiter zu reduzieren und die monatlichen Käufe bei rund zwei Billionen Yen zu stabilisieren, nachdem die Renditen japanischer Staatsanleihen zuletzt auf den höchsten Stand seit den 1990er-Jahren gestiegen waren.
Original - 04
Betrug im Namen der Verbraucherzentrale: Warnung vor gefälschten Websites und Telefonmaschen
VerbracuerzentraleKriminelle missbrauchen zunehmend den Namen und das Erscheinungsbild der Verbraucherzentralen, um Verbraucherinnen und Verbraucher am Telefon oder über gefälschte Internetseiten zur Herausgabe persönlicher Daten oder zur Zahlung von Geld zu verleiten. Zu den bekannten Maschen zählen unter anderem angebliche Datenlöschungen nach Datenlecks, erfundene Inkassoforderungen, Drohungen mit Kontopfändungen sowie das Versprechen, bei Trading-Betrug verlorenes Geld zurückzuholen. Die echten Verbraucherzentralen rufen niemals unaufgefordert an, bieten keine Dienstleistungen am Telefon an und holen keinerlei Bargeld oder Wertgegenstände ab – wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte das Gespräch beenden und die Angaben direkt bei der zuständigen Verbraucherzentrale überprüfen.
Original - 05
Steuererklärung: Fünf Posten für spürbare Steuerersparnis
SpiegelDer Artikel aus dem SPIEGEL befasst sich mit fünf konkreten Ausgabenposten, die Steuerzahler in ihrer Steuererklärung geltend machen können, um spürbar Geld zu sparen. Der vollständige Inhalt ist jedoch ausschließlich für SPIEGEL+-Abonnenten zugänglich und konnte nicht eingesehen werden. Eine inhaltliche Zusammenfassung der genannten Steuerposten ist daher auf Basis des vorliegenden Textes nicht möglich.
Original - 06
Ifo-Institut schlägt drastische Kürzungen bei Elterngeld und Mütterrente vor
ZeitIm Auftrag der Lobbyorganisation Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hat das ifo Institut Sparvorschläge für den Bundeshaushalt erarbeitet, darunter eine drastische Absenkung der Einkommensgrenze beim Elterngeld von derzeit 175.000 auf 50.000 Euro sowie eine Halbierung der Mütterrente innerhalb von vier Jahren. Zusätzlich schlägt das Institut vor, Renten künftig an die Inflation statt an die Lohnentwicklung zu koppeln und noch nicht genehmigte Bundessubventionen jährlich um 15 Prozent zu kürzen. Mit diesen Maßnahmen ließen sich laut ifo bis 2030 jährlich bis zu 60 Milliarden Euro einsparen, wobei Ifo-Präsident Clemens Fuest eine rasche Umsetzung von Reformpaketen fordert, um einen unkontrollierten Anstieg der Staatsschulden zu verhindern.
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ifo Institut: Reformen könnten Bundeshaushalt bis 2030 um bis zu 60 Milliarden Euro jährlich entlasten
IFOLaut Berechnungen des ifo Instituts im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ließe sich die Finanzsituation des Bundes bis 2030 um jährlich bis zu 60 Milliarden Euro verbessern. Den größten Anteil von rund 54 Milliarden Euro könnten Reformen bei der Rentenversicherung – darunter eine Inflationskopplung der Renten und eine Halbierung der Mütterrente –, eine Absenkung der Einkommensgrenze beim Elterngeld sowie Kürzungen noch nicht genehmigter Subventionen um 60 Prozent erbringen. ifo-Präsident Clemens Fuest betont, dass eine Haushaltskonsolidierung unerlässlich sei, um einen starken Anstieg der Nettokreditaufnahme und der Staatsschulden in den kommenden Jahren zu verhindern.
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Bank of Japan hebt Leitzins auf höchsten Stand seit 31 Jahren
HandelsblattDie japanische Notenbank (Bank of Japan) hat ihren Leitzins um einen Viertelprozentpunkt auf 1,0 Prozent angehoben – das höchste Niveau seit 31 Jahren – und reagiert damit auf den gestiegenen Inflationsdruck, der unter anderem durch den Iran-Konflikt befeuert wird. Die Entscheidung fiel nicht einstimmig: Direktor Toichiro Asada stimmte aus konjunkturellen Bedenken dagegen, während die übrigen sieben Ratsmitglieder für die Zinserhöhung votierten. Vizegouverneur Shinichi Uchida, der den erkrankten Notenbankchef Kazuo Ueda vertrat, warnte vor einer zunehmenden Ausweitung des Preisanstiegs und betonte die Notwendigkeit, das Inflationsziel dauerhaft zu erreichen.
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Bank of Japan hebt Leitzins auf höchsten Stand seit 1995 – Nikkei 225 überschreitet erstmals 70.000 Punkte
FAZDie Bank von Japan hat ihren Leitzins auf ein Prozent angehoben, den höchsten Stand seit 1995, um einer steigenden Inflation entgegenzuwirken und den schwachen Yen zu stützen – es ist die fünfte Zinserhöhung seit dem Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik im März 2024. Die Entscheidung, die mit sieben zu einer Stimme gefällt wurde, beflügelte den Tokioter Aktienmarkt: Der Nikkei 225 durchbrach erstmals in seiner Geschichte die Marke von 70.000 Punkten. Zugleich kündigte die Notenbank an, ihre Anleihekäufe ab April 2027 nicht weiter zu reduzieren und die monatlichen Käufe bei rund zwei Billionen Yen zu stabilisieren, nachdem die Renditen japanischer Staatsanleihen zuletzt auf den höchsten Stand seit den 1990er-Jahren gestiegen waren.
Original - 04
Betrug im Namen der Verbraucherzentrale: Warnung vor gefälschten Websites und Telefonmaschen
VerbracuerzentraleKriminelle missbrauchen zunehmend den Namen und das Erscheinungsbild der Verbraucherzentralen, um Verbraucherinnen und Verbraucher am Telefon oder über gefälschte Internetseiten zur Herausgabe persönlicher Daten oder zur Zahlung von Geld zu verleiten. Zu den bekannten Maschen zählen unter anderem angebliche Datenlöschungen nach Datenlecks, erfundene Inkassoforderungen, Drohungen mit Kontopfändungen sowie das Versprechen, bei Trading-Betrug verlorenes Geld zurückzuholen. Die echten Verbraucherzentralen rufen niemals unaufgefordert an, bieten keine Dienstleistungen am Telefon an und holen keinerlei Bargeld oder Wertgegenstände ab – wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte das Gespräch beenden und die Angaben direkt bei der zuständigen Verbraucherzentrale überprüfen.
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Steuererklärung: Fünf Posten für spürbare Steuerersparnis
SpiegelDer Artikel aus dem SPIEGEL befasst sich mit fünf konkreten Ausgabenposten, die Steuerzahler in ihrer Steuererklärung geltend machen können, um spürbar Geld zu sparen. Der vollständige Inhalt ist jedoch ausschließlich für SPIEGEL+-Abonnenten zugänglich und konnte nicht eingesehen werden. Eine inhaltliche Zusammenfassung der genannten Steuerposten ist daher auf Basis des vorliegenden Textes nicht möglich.
Original - 06
Ifo-Institut schlägt drastische Kürzungen bei Elterngeld und Mütterrente vor
ZeitIm Auftrag der Lobbyorganisation Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hat das ifo Institut Sparvorschläge für den Bundeshaushalt erarbeitet, darunter eine drastische Absenkung der Einkommensgrenze beim Elterngeld von derzeit 175.000 auf 50.000 Euro sowie eine Halbierung der Mütterrente innerhalb von vier Jahren. Zusätzlich schlägt das Institut vor, Renten künftig an die Inflation statt an die Lohnentwicklung zu koppeln und noch nicht genehmigte Bundessubventionen jährlich um 15 Prozent zu kürzen. Mit diesen Maßnahmen ließen sich laut ifo bis 2030 jährlich bis zu 60 Milliarden Euro einsparen, wobei Ifo-Präsident Clemens Fuest eine rasche Umsetzung von Reformpaketen fordert, um einen unkontrollierten Anstieg der Staatsschulden zu verhindern.
Original
Häufige Fragen
Wie soll der Bundeshaushalt laut ifo Institut bis 2030 um 60 Milliarden Euro entlastet werden?
Das ifo Institut schlägt im Auftrag der INSM ein Bündel aus Rentenreformen (u. a. Inflationskopplung der Renten, Halbierung der Mütterrente), einer Absenkung der Einkommensgrenze beim Elterngeld sowie Kürzungen noch nicht genehmigter Subventionen um 60 Prozent vor. Allein die Rentenmaßnahmen sollen rund 54 der angestrebten 60 Milliarden Euro jährlich einsparen. ifo-Präsident Clemens Fuest sieht die Konsolidierung als notwendig an, um einen starken Anstieg der Staatsverschuldung zu verhindern.
Warum ist der Vorschlag des ifo Instituts zu Elterngeld und Mütterrente umstritten?
Die Vorschläge stammen aus einem Gutachten, das von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) – einer arbeitgebernahen Lobbyorganisation – in Auftrag gegeben wurde, was Fragen zur Neutralität aufwirft. Kritiker sehen in den geplanten Einschnitten bei Mütterrente und Elterngeld eine einseitige Belastung von Familien und Rentnern, während andere Einsparpotenziale weniger stark gewichtet werden.
Warum hat die Bank of Japan den Leitzins auf 1,0 Prozent angehoben, und was bedeutet das historisch?
Die Bank of Japan reagierte auf gestiegenen Inflationsdruck – unter anderem ausgelöst durch geopolitische Spannungen – und hob den Leitzins auf 1,0 Prozent an, den höchsten Stand seit 31 Jahren bzw. seit 1995. Es ist die fünfte Zinserhöhung seit dem Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik im März 2024 und markiert eine deutliche geldpolitische Wende Japans.
Welche Auswirkungen hatte die Zinsentscheidung der Bank of Japan auf den Aktienmarkt?
Die Zinserhöhung beflügelte den japanischen Aktienmarkt: Der Nikkei 225 überschritt erstmals in seiner Geschichte die Marke von 70.000 Punkten. Offenbar werteten Investoren die Entscheidung als Signal für eine stabilere Wirtschaft und eine Stärkung des schwachen Yen.
Wie erkenne ich Betrug im Namen der Verbraucherzentrale, und wie schütze ich mich?
Kriminelle imitieren das Erscheinungsbild der Verbraucherzentralen per Telefon oder gefälschten Websites und locken mit angeblichen Datenlöschungen, Inkassoforderungen oder der Rückholung von Trading-Verlusten. Die echten Verbraucherzentralen rufen niemals unaufgefordert an, bieten keine telefonischen Dienstleistungen an und holen kein Bargeld ab. Wer einen verdächtigen Kontakt erhält, sollte das Gespräch sofort beenden und die Angaben direkt über die offizielle Website der zuständigen Verbraucherzentrale überprüfen.
Vollständiges Transkript
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Martin: Herzlich willkommen bei Geld und Alltag, ich bin Martin. Und heute ist wieder Nina dabei, die uns durch die Meldungen begleitet und nachfragt, was das alles konkret für uns im Alltag bedeutet. Hallo Nina.
Nina: Hallo Martin, schön wieder dabei zu sein. Es gibt heute einiges, worüber ich mir ehrlich gesagt schon beim Lesen der Überschriften Gedanken gemacht habe.
Martin: Das geht mir genauso. Fangen wir gleich mit einem Thema an, das wirklich viele Menschen direkt betreffen könnte. Das ifo Institut hat im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft berechnet, wie sich der Bundeshaushalt bis 2030 jährlich um bis zu 60 Milliarden Euro entlasten ließe. Und die Vorschläge sind nicht ohne.
Nina: Was schlagen die denn vor?
Martin: Der größte Brocken wären Reformen bei der Rentenversicherung. Konkret geht es darum, Renten künftig nicht mehr an die Lohnentwicklung zu koppeln, sondern nur noch an die Inflation. Das klingt erstmal technisch, aber der Unterschied ist erheblich. Löhne steigen in der Regel stärker als die Inflation. Wer also Rente bezieht, würde in diesem Modell langfristig weniger Kaufkraft gewinnen als bisher.
Nina: Also im Klartext: Rentnerinnen und Rentner hätten weniger Geld zur Verfügung als unter dem bisherigen System.
Martin: Genau so kann man das sagen. Dazu kommt noch ein weiterer Punkt, der für viele Familien relevant ist: Die Mütterrente soll laut diesem Vorschlag innerhalb von vier Jahren halbiert werden. Und beim Elterngeld soll die Einkommensgrenze drastisch von derzeit 175.000 Euro auf 50.000 Euro abgesenkt werden.
Nina: Das trifft dann ja nicht nur Besserverdienende, oder? 50.000 Euro Haushaltseinkommen ist für viele Paare schnell erreicht, wenn beide arbeiten.
Martin: Das ist ein wichtiger Punkt. Bei einem Paar, das zusammen 50.000 Euro oder mehr verdient, würde Elterngeld in diesem Modell wegfallen oder deutlich reduziert. Das wäre dann auch für Haushalte mit mittlerem Einkommen spürbar. Wichtig zu sagen: Das sind Vorschläge eines Instituts im Auftrag einer Lobbyorganisation. Politisch beschlossen ist davon noch nichts.
Nina: Das muss man wirklich betonen. Wer jetzt plant, ein Kind zu bekommen oder kurz vor der Rente steht, sollte das im Blick behalten, aber noch nicht in Panik verfallen.
Martin: Genau. Wir berichten darüber, weil solche Vorschläge aus dem ifo Institut erfahrungsgemäß in der politischen Debatte auftauchen und dann irgendwann doch Grundlage für Entscheidungen werden können. Deshalb lohnt es sich, informiert zu bleiben.
Nina: Mhm. Und was war das mit den Subventionen?
Martin: Das ifo Institut schlägt außerdem vor, noch nicht genehmigte Bundessubventionen jährlich um 15 Prozent zu kürzen. Insgesamt sollen diese Maßnahmen zusammen rund 54 Milliarden Euro der angestrebten 60 Milliarden ausmachen. ifo-Präsident Clemens Fuest argumentiert, dass ohne solche Reformen die Staatsschulden in den kommenden Jahren unkontrolliert steigen könnten.
Nina: Okay, also es geht ums große Ganze, aber die konkreten Einschnitte würden bei ganz normalen Menschen landen.
Martin: So ist es. Kommen wir zu einem anderen Thema, das auf den ersten Blick weit weg wirkt, aber durchaus Verbindungen zu unserem Alltag hat. Die Bank of Japan, also die japanische Notenbank, hat ihren Leitzins auf ein Prozent angehoben. Das ist der höchste Stand seit 1995.
Nina: Japan und Leitzins, warum sollte mich das interessieren?
Martin: Gute Frage. Japan ist eine der größten Volkswirtschaften der Welt, und die japanische Geldpolitik hatte über Jahrzehnte einen indirekten Einfluss auf globale Kapitalmärkte. Japan hatte extrem niedrige, teils sogar negative Zinsen. Viele Investoren haben sich deshalb günstig in Japan Geld geliehen und anderswo angelegt. Wenn Japan die Zinsen erhöht, kann das diese Kapitalflüsse verändern.
Nina: Also könnte das auch Auswirkungen auf Zinsen oder Märkte in Europa haben?
Martin: Indirekt ja, aber das ist komplex und nicht direkt vorhersehbar. Was wir sagen können: Der Tokioter Aktienindex Nikkei 225 hat nach der Entscheidung erstmals die Marke von 70.000 Punkten überschritten. Das zeigt, dass die Märkte die Entscheidung der japanischen Notenbank positiv aufgenommen haben. Für deutsche Sparerinnen und Sparer oder Haushalte ändert sich dadurch erstmal nichts unmittelbar.
Nina: Okay, also eher ein Hintergrundthema, das man kennen sollte.
Martin: Genau. Es ist ein Signal dafür, dass global die Ära der ultraniedrigen Zinsen weiter zu Ende geht. Japan war da besonders lange dabei. Das ist relevant als Kontext, wenn man über Sparzinsen, Bauzinsen oder Altersvorsorge nachdenkt.
Nina: Verstehe. Und jetzt haben wir noch ein Thema, das mich wirklich beschäftigt hat.
Martin: Die Warnung der Verbraucherzentralen vor Betrug in ihrem Namen. Das ist leider ein wachsendes Problem. Kriminelle geben sich am Telefon oder über gefälschte Internetseiten als Verbraucherzentrale aus und versuchen, Menschen zur Herausgabe persönlicher Daten oder zur Zahlung von Geld zu bringen.
Nina: Das ist besonders perfide, weil man der Verbraucherzentrale ja eigentlich vertraut.
Martin: Genau das ist der Trick. Die Maschen sind dabei unterschiedlich. Manche behaupten, nach einem Datenleck könnten sie persönliche Daten löschen, gegen eine Gebühr natürlich. Andere erfinden Inkassoforderungen oder drohen mit Kontopfändungen. Und es gibt sogar Fälle, wo versprochen wird, bei Trading-Betrug verlorenes Geld zurückzuholen.
Nina: Was soll man tun, wenn man so einen Anruf bekommt?
Martin: Die echten Verbraucherzentralen rufen niemals unaufgefordert an. Sie bieten keine Dienstleistungen am Telefon an, und sie holen keinerlei Bargeld oder Wertgegenstände ab. Das ist ein ganz klares Merkmal. Wer also einen solchen Anruf bekommt, sollte das Gespräch sofort beenden und dann selbst aktiv die Nummer der zuständigen Verbraucherzentrale heraussuchen und dort nachfragen.
Nina: Also nie die Nummer zurückrufen, die der Anrufer hinterlässt.
Martin: Richtig. Immer selbst recherchieren, über die offizielle Website der Verbraucherzentrale. Das ist der sicherste Weg. Und wenn jemand am Telefon Druck macht oder Dringlichkeit erzeugt, ist das schon ein Warnsignal. Seriöse Stellen tun das nicht.
Nina: Das sollten wirklich alle wissen. Gerade ältere Menschen, die vielleicht weniger damit rechnen, dass jemand den Namen einer Verbraucherschutzorganisation missbraucht.
Martin: Absolut. Deshalb ist es gut, solche Warnungen weiterzugeben, auch im Bekanntenkreis. [pauses] Dann haben wir noch einen Hinweis zur Steuererklärung. Es kursiert gerade ein Artikel, der fünf Posten nennt, mit denen man spürbar Steuern sparen kann. Der Artikel selbst ist leider nur für Abonnenten zugänglich, sodass wir die konkreten Inhalte nicht wiedergeben können.
Nina: Das ist ein bisschen unbefriedigend.
Martin: Ja, das stimmt. Was wir sagen können: Grundsätzlich lohnt es sich immer, die eigene Steuererklärung sorgfältig zu machen. Werbungskosten, Handwerkerleistungen im Haushalt, Spenden, Kinderbetreuungskosten oder auch außergewöhnliche Belastungen, das sind Bereiche, die viele Menschen vergessen oder unterschätzen. Wer unsicher ist, kann sich an eine Lohnsteuerhilfestelle oder einen Steuerberater wenden.
Nina: Und die Verbraucherzentralen bieten da auch oft Beratung an, die echten natürlich.
Martin: [laughs] Genau, die echten. Sehr gut. Dann fassen wir kurz zusammen, was wir heute besprochen haben. Das ifo Institut hat im Auftrag einer Lobbyorganisation weitreichende Sparvorschläge für den Bundeshaushalt vorgelegt, darunter Einschnitte bei Rente, Mütterrente und Elterngeld. Politisch beschlossen ist das nicht, aber es ist eine Debatte, die wir im Blick behalten sollten. Die Bank of Japan hat ihren Leitzins auf den höchsten Stand seit 30 Jahren angehoben, ein Signal für den globalen Zinstrend, der auch hierzulande als Hintergrund relevant bleibt. Und sehr konkret und wichtig: Kriminelle missbrauchen den Namen der Verbraucherzentralen für Betrug. Niemals unaufgeforderten Anrufern Daten geben oder Geld zahlen, immer selbst die echte Nummer heraussuchen.
Nina: Und bei der Steuererklärung ruhig alle Möglichkeiten ausschöpfen, aber im Zweifel Beratung holen. Danke Martin, das war wie immer sehr hilfreich.
Martin: Danke Nina, und danke euch fürs Zuhören. Bleibt informiert und bis zur nächsten Folge von Geld und Alltag.
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