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Geld & Alltag
Folge 1803.07.20269:03 KI-vertont

Immobilienpreise auf Rekordkurs: Mieten teuer, DAX auf Allzeithoch (03.07.2026)

Immobilienpreise ziehen wieder an, Mieten explodieren seit zehn Jahren um 51 Prozent – und über allem schwebt die Angst vor einem KI-Inflationsschock. Immerhin: Der DAX feiert dank guter US-Vorgaben und fallender Ölpreise ein neues Allzeithoch.

Themen

In dieser Folge

06
  1. 01

    Wohnen, Mieten, Kaufen: Wie die Immobilienpreise wieder steigen

    FAZ Wirtschaft

    Die Angebotspreise für den Altbau und Neubau legen zu. Nach einer neuen Auswertung schrumpfen hingegen Verhandlungsspielräume für den Käufer.

    Original
  2. 02

    Verbraucherpreise: Die Angst vor dem KI-Inflationsschock

    Handelsblatt

    Der massive Ausbau der KI-Infrastruktur verschlingt nicht nur Milliarden an Investitionen – er sorgt auch für höhere Preise bei vielen Produkten. Droht nun die KI-Inflationswelle?

    Original
  3. 03

    Immobilienkauf in Deutschland: Steigende Zinsen und Preise erschweren den Traum vom Eigenheim

    Handelsblatt

    Steigende Bauzinsen infolge des Irankriegs und wieder auf Rekordniveau kletternde Immobilienpreise machen den Kauf eines Eigenheims für viele Deutsche zunehmend unerschwinglich, besonders für Erstkäufer fehlt oft das nötige Eigenkapital von durchschnittlich rund 131.000 Euro. Laut Erschwinglichkeitsbarometer könnten sich dennoch etwa 39 Prozent der 30- bis 44-jährigen Mieterhaushalte eine Finanzierung leisten, wobei abseits der Metropolen wie Hamburg, München und Berlin einzelne Regionen vergleichsweise günstige Konditionen bieten. Das Handelsblatt hat dazu mit Immobilienexperten gesprochen und exklusive Daten des Analysehauses vdp Research zu Preisentwicklungen in 13 deutschen Großstädten ausgewertet, um herauszufinden, wo sich ein Hauskauf aktuell noch lohnt.

    Original
  4. 04

    Studie: Mieten in deutschen Großstädten binnen zehn Jahren um 51 Prozent gestiegen

    Zeit

    Laut einer Erhebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds auf Basis von Empirica-Daten sind die Angebotsmieten in den 40 größten deutschen Städten zwischen 2016 und 2026 im Schnitt um 51 Prozent gestiegen. Besonders stark legten die Preise in Berlin (plus 76,9 Prozent auf 15,80 Euro pro Quadratmeter), Rostock (plus 83 Prozent) und Lübeck (plus 71,3 Prozent) zu, während München mit 23,26 Euro das höchste absolute Mietniveau erreichte. Anlässlich bundesweiter Mietenstopp-Aktionstage forderte DGB-Vizechef Stefan Körzell mehr sozialen Wohnungsbau und schärfere Regeln gegen Mietwucher und kritisierte geplante Kürzungen beim Wohngeld durch die schwarz-rote Koalition.

    Original
  5. 05

    DAX erreicht neues Allzeithoch dank guter US-Vorgaben

    Tagesschau

    Der DAX ist am Nachmittag auf ein Rekordhoch von 25.656 Punkten gestiegen, ein Plus von zweieinhalb Prozent, begünstigt durch die Hoffnung auf stabile US-Leitzinsen nach schwächeren Arbeitsmarktdaten und Reformpläne der Bundesregierung. Besonders die Bayer-Aktie legte um fast neun Prozent zu und führte damit den Index an, gestützt durch ein positives Analystenurteil der Deutschen Bank und ein Gerichtsurteil im Glyphosat-Streit. Zudem verschob der Panzerbauer KNDS seinen Börsengang wegen sinkender Rüstungsaktienkurse, Tesla meldete deutlich gestiegene Auslieferungen, und der EuGH bestätigte eine Rekordstrafe von 4,1 Milliarden Euro gegen Google.

    Original
  6. 06

    DAX erreicht nach sinkenden Ölpreisen Rekordstand

    Tagesschau

    Mit den sinkenden Ölpreisen kommt der Aktienmarkt wieder in Schwung. Auch Arbeitsmarktdaten aus den USA treiben die Börsen in Europa auf neue Höhen. Der DAX hat erstmals seit Januar einen neuen Höchststand erreicht.

    Original
FAQ

Häufige Fragen

Warum steigen die Immobilienpreise wieder, und was bedeutet das für Käufer?

Die Angebotspreise für Alt- und Neubauimmobilien legen aktuell wieder zu, während die Verhandlungsspielräume für Käufer gleichzeitig schrumpfen. Dies erschwert es Interessenten, bei Preisverhandlungen noch nennenswerte Nachlässe zu erzielen.

Wie hoch ist das Risiko eines KI-bedingten Inflationsschocks?

Der massive Ausbau der KI-Infrastruktur erfordert Milliardeninvestitionen, die bereits zu steigenden Preisen bei vielen Produkten führen. Experten diskutieren, ob dies zu einer breiteren KI-Inflationswelle führen könnte, die Verbraucherpreise insgesamt belastet.

Warum wird der Immobilienkauf in Deutschland aktuell schwieriger?

Steigende Bauzinsen infolge des Irankriegs treffen auf Immobilienpreise auf Rekordniveau, wodurch vor allem Erstkäufern das nötige Eigenkapital von durchschnittlich rund 131.000 Euro fehlt. Dennoch könnten sich laut Erschwinglichkeitsbarometer etwa 39 Prozent der 30- bis 44-jährigen Mieterhaushalte eine Finanzierung leisten, besonders abseits der teuren Metropolen.

Wie stark sind die Mieten in deutschen Großstädten in den letzten zehn Jahren gestiegen?

Laut einer DGB-Studie auf Basis von Empirica-Daten stiegen die Angebotsmieten in den 40 größten deutschen Städten zwischen 2016 und 2026 im Schnitt um 51 Prozent. Besonders stark war der Anstieg in Rostock (83 Prozent) und Berlin (76,9 Prozent auf 15,80 Euro/m²), während München mit 23,26 Euro das höchste absolute Mietniveau erreichte.

Was treibt den DAX aktuell auf neue Rekordstände?

Der DAX erreichte mit 25.656 Punkten ein neues Allzeithoch, begünstigt durch sinkende Ölpreise, schwächere US-Arbeitsmarktdaten und die daraus resultierende Hoffnung auf stabile US-Leitzinsen. Zusätzlich sorgten Einzelereignisse wie ein starkes Bayer-Kursplus nach einem Glyphosat-Urteil für zusätzlichen Schwung.

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Martin: Herzlich willkommen zu Geld und Alltag. Ich bin Martin, und wie immer ist Nina bei mir, die für euch die Fragen stellt, die wirklich wichtig sind.

Nina: Hallo zusammen. Und heute geht's ja ziemlich viel um Wohnen, oder? Ich hab schon beim Überfliegen der Themen gedacht, oje.

Martin: Ja, das Thema Wohnen zieht sich heute durch mehrere Meldungen. Aber wir schauen uns auch an, was gerade an der Börse passiert und was das mit unserem Alltag zu tun hat. Fangen wir mit den Immobilienpreisen an.

Nina: Die FAZ hat da was Neues, richtig? Steigen die Preise wieder?

Martin: Genau, sowohl bei Neubau als auch bei Altbau ziehen die Angebotspreise wieder an. Und was mich dabei besonders interessiert hat: Die Verhandlungsspielräume für Käufer werden kleiner.

Nina: Das heißt, früher konnte man vielleicht noch fünf, sechs Prozent runterhandeln, und jetzt geht das kaum noch?

Martin: So in etwa. Die Verkäufer sitzen wieder am längeren Hebel. Das war während der Zinserhöhungen vor ein, zwei Jahren anders, da mussten viele Eigentümer Zugeständnisse machen, weil die Nachfrage eingebrochen war. Jetzt zieht die Nachfrage wieder an, und damit sinkt der Spielraum beim Verhandeln.

Nina: Für wen ist das jetzt konkret ein Problem? Also, wer merkt das im Alltag am meisten?

Martin: Vor allem für Leute, die gerade aktiv auf Haussuche sind. Wer schon ein Haus besitzt, den betrifft das erst mal nicht direkt, außer dass der Wert der eigenen Immobilie tendenziell auch steigt. Aber Käufer, besonders junge Familien oder Erstkäufer, müssen jetzt eher mit dem Angebotspreis rechnen als mit einem Schnäppchen.

Nina: Mhm. Und das passt ja auch zu der anderen Meldung, oder? Zu den Zinsen und dem Eigenkapital.

Martin: Genau, das Handelsblatt hat sich das genauer angeschaut. Die Bauzinsen sind zuletzt gestiegen, unter anderem wegen der Unsicherheit durch den Konflikt im Iran, und gleichzeitig klettern die Immobilienpreise wieder auf Rekordniveau.

Nina: Das ist ja eine ziemlich unangenehme Kombination. Teurer kaufen und teurer finanzieren gleichzeitig.

Martin: Ja, genau das macht es für viele so schwierig. Im Artikel wird ein Durchschnittswert genannt: Erstkäufer brauchen im Schnitt rund 131.000 Euro Eigenkapital, um sich ein Eigenheim überhaupt leisten zu können.

Nina: 131.000 Euro. [pauses] Das hat ja nicht jeder mal so auf der hohen Kante.

Martin: Nein, definitiv nicht. Und deswegen ist die zweite Zahl aus dem sogenannten Erschwinglichkeitsbarometer auch interessant. Danach könnten sich aktuell etwa 39 Prozent der 30- bis 44-jährigen Mieterhaushalte eine Finanzierung grundsätzlich leisten.

Nina: 39 Prozent klingt für mich eigentlich gar nicht so wenig. Oder täuscht das?

Martin: Es kommt sehr auf die Region an. In Metropolen wie München, Hamburg oder Berlin ist der Zugang deutlich schwieriger, weil die Preise dort besonders hoch sind. Abseits der großen Städte sehen die Zahlen laut den ausgewerteten Daten von vdp Research in einzelnen Regionen günstiger aus.

Nina: Also eher eine Frage von Wo, nicht nur von Wie viel man verdient.

Martin: Richtig. Und genau da würde ich auch sagen: Wer über einen Kauf nachdenkt, sollte sich die eigene Situation wirklich individuell anschauen, am besten mit einer unabhängigen Beratung. Pauschale Empfehlungen wären hier fahrlässig, die Lage unterscheidet sich von Stadt zu Stadt enorm.

Nina: Okay, verstehe. Kommen wir zu den Mieten. Da gibt's ja auch neue Zahlen, die ziemlich krass klingen.

Martin: Ja, die Zeit berichtet über eine Auswertung des Deutschen Gewerkschaftsbunds, basierend auf Empirica-Daten. Demnach sind die Angebotsmieten in den vierzig größten deutschen Städten zwischen 2016 und 2026 im Schnitt um 51 Prozent gestiegen.

Nina: 51 Prozent in zehn Jahren. Das ist ja mehr als doppelt so viel wie die allgemeine Inflation in der Zeit.

Martin: Genau, das ist deutlich mehr als die allgemeine Teuerung. Und regional gibt es riesige Unterschiede. Rostock zum Beispiel legte um 83 Prozent zu, Berlin um fast 77 Prozent auf jetzt 15,80 Euro pro Quadratmeter, Lübeck um über 71 Prozent.

Nina: Und München? Da dachte ich immer, das wäre schon vorher am teuersten.

Martin: München bleibt beim absoluten Preis die Spitze, mit 23,26 Euro pro Quadratmeter. Der prozentuale Anstieg dort war zuletzt aber geringer, einfach weil das Niveau schon vorher so hoch war.

Nina: Was macht man damit als Mieter jetzt konkret? Also außer sich zu ärgern.

Martin: Die Zahlen kamen ja auch anlässlich bundesweiter Mietenstopp-Aktionstage. Der DGB-Vizechef Stefan Körzell hat dabei mehr sozialen Wohnungsbau gefordert und schärfere Regeln gegen das, was er als Mietwucher bezeichnet. Er hat außerdem die geplanten Kürzungen beim Wohngeld durch die aktuelle Koalition kritisiert.

Nina: Wohngeld-Kürzungen wären ja gerade für Haushalte mit wenig Einkommen ziemlich hart, oder?

Martin: Ja, das Wohngeld ist für viele einkommensschwächere Mieterhaushalte eine wichtige Stütze, gerade in teuren Städten. Wenn da gekürzt wird, während die Mieten weiter steigen, würde sich die Schere für Betroffene weiter öffnen. Das ist aktuell aber noch in der politischen Debatte, es lohnt sich, das im Blick zu behalten.

Nina: Mhm, gut zu wissen. Dann zum nächsten Thema, das fand ich fast ein bisschen gruselig: KI und Inflation?

Martin: [laughs] Gruselig ist vielleicht übertrieben, aber das Handelsblatt beschreibt schon ein ernstes Szenario. Der massive Ausbau der KI-Infrastruktur, also Rechenzentren, Chips, Serverkapazitäten, kostet Milliarden. Und diese Investitionen könnten sich auf die Preise vieler Produkte auswirken.

Nina: Wie hängt das zusammen? Ich kaufe ja kein Rechenzentrum im Supermarkt.

Martin: Nein, aber die Nachfrage nach Strom, nach bestimmten Rohstoffen, nach Chips und Speicherbausteinen steigt durch diesen KI-Boom stark an. Und wenn diese Ressourcen knapper und teurer werden, kann das indirekt in vielen Produkten landen, von Elektronik bis zu Dingen, die Energie zur Herstellung brauchen.

Nina: Also wieder ein Preistreiber neben Energie und Mieten.

Martin: Möglich, ja. Wichtig ist aber: Das ist im Artikel als eine Sorge beschrieben, nicht als feststehende Tatsache. Niemand weiß im Moment genau, wie stark sich das am Ende auf die Verbraucherpreise durchschlägt. Wir wollten das aber trotzdem einordnen, weil das Thema Inflation für den Alltag natürlich zentral bleibt.

Nina: Verstehe, also eher ein Trend, den man im Blick behalten sollte, keine Panik.

Martin: Genau, keine Panik, aber Aufmerksamkeit ist sinnvoll. Und damit sind wir schon fast beim letzten Punkt, der Börse. Der DAX hat zuletzt ein neues Rekordhoch erreicht, unter anderem, weil die Hoffnung auf stabile Leitzinsen in den USA gewachsen ist.

Nina: Was hat das mit uns als Sparern zu tun? Ich hab ja keine Aktien im großen Stil.

Martin: Der DAX-Stand selbst betrifft vor allem Leute, die in Aktien oder Fonds investiert sind. Für den Alltag relevanter ist eher der Grund dahinter: Wenn die US-Notenbank die Zinsen stabil hält oder sogar senkt, kann das auch Signale für die Zinspolitik hier in Europa setzen, und das wirkt sich am Ende auf Kredite, Bauzinsen und Tagesgeld aus.

Nina: Also indirekt doch wieder mit unserem Alltag verbunden.

Martin: Genau. Und ein zweiter Punkt: Die Ölpreise sind zuletzt gesunken, was ebenfalls zum Rekordstand beigetragen hat. Sinkende Ölpreise können sich mittelfristig auch an der Zapfsäule oder bei Heizkosten bemerkbar machen, das betrifft dann wirklich jeden Haushalt.

Nina: Das ist doch mal eine gute Nachricht bei so vielen steigenden Zahlen heute.

Martin: [laughs] Ja, eine kleine Entlastung zwischen den ganzen Preissteigerungen. Aber wie immer gilt: Ölpreise schwanken schnell, das ist keine dauerhafte Garantie.

Nina: Fassen wir das noch mal ganz kurz zusammen? Ich glaub, da war heute wirklich viel drin.

Martin: Gerne. Immobilienpreise steigen wieder, Verhandlungsspielräume für Käufer schrumpfen. Bauzinsen und Preise machen den Hauskauf für viele schwerer, besonders für Erstkäufer ohne größeres Eigenkapital. Mieten sind in den letzten zehn Jahren in Großstädten im Schnitt um 51 Prozent gestiegen, mit großen regionalen Unterschieden. Beim Thema KI und Inflation gibt es erste Sorgen, aber noch keine klaren Belege. Und an der Börse sorgen stabile Zinserwartungen und sinkende Ölpreise für neue Rekordstände, was mittelfristig auch Kredite und Energiekosten beeinflussen kann.

Nina: Danke Martin, das war wieder sehr viel zum Mitnehmen. Und danke euch da draußen fürs Zuhören, bis zur nächsten Folge von Geld und Alltag.

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