Geld & Alltag – 28.05.2026
Festgeldzinsen richtig versteuern, attraktive Angebote von Creditplus bis Commerzbank und Trade Republic – wir zeigen, wo sich Ihr Geld wirklich lohnt und warum Sparkassen oft nicht die beste Wahl sind.
In dieser Folge
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Festgeldzinsen versteuern: Abgeltungsteuer, Sparerpauschbetrag und Besonderheiten bei ausländischen Banken
FinanztippAuf Zinsen aus Festgeldkonten fällt in Deutschland eine Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an, wobei der jährliche Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person über einen Freistellungsauftrag oder die Steuererklärung steuerfrei gestellt werden kann. Der Zeitpunkt der Zinsgutschrift – jährlich, am Laufzeitende oder thesaurierend – beeinflusst sowohl die Rendite als auch die steuerliche Behandlung. Wer Festgeld bei ausländischen Banken anlegt, muss die Zinsen selbst in der Steuererklärung über die Anlage KAP angeben, da ausländische Institute die Steuer nicht automatisch ans deutsche Finanzamt abführen, und sollte zudem prüfen, ob im jeweiligen Land eine zusätzliche Quellensteuer anfällt.
Original - 02
Festgeld der Creditplus Bank: Attraktive Zinsen mit automatischer Laufzeitverlängerung
FinanztippDie Creditplus Bank bietet Festgeld mit Laufzeiten zwischen 3 und 84 Monaten zu Zinssätzen von 2 bis 2,6 Prozent jährlich an, wobei ein Mindestanlagebetrag von 5.000 Euro erforderlich ist. Kunden müssen jedoch beachten, dass sich die Laufzeit automatisch verlängert, sofern keine fristgerechte Kündigung spätestens drei Werktage vor Laufzeitende erfolgt. Ein weiterer Nachteil ist das Fehlen eines Online-Zugangs zum Festgeldkonto, sodass Kontostandsabfragen und andere Anliegen ausschließlich telefonisch über die Festgeld-Hotline erledigt werden können.
Original - 03
Commerzbank WM-Tagesgeld mit 5 % Zinsen: Lohnt sich das Angebot wirklich?
FinanztippDie Commerzbank wirbt mit einem WM-Sonderangebot, das bis zu 5 % Zinsen pro Jahr auf Tagesgeld verspricht – allerdings nur, wenn Deutschland tatsächlich Fußball-Weltmeister wird. Während des gesamten Turniers gilt zunächst nur der magere Standardzins von 0,75 % p. a., was das Geld über fünf Wochen deutlich schlechter verzinst als vergleichbare Angebote am Markt. Wer nicht auf einen deutschen WM-Titel spekulieren möchte, fährt mit regulären Aktionsangeboten wie etwa 4 % p. a. bei Chase oder 3,5 % p. a. bei Raisin deutlich besser.
Original - 04
Trade Republic im Überblick: ETF-Handel, Aktien, Visa-Karte und Tagesgeldzinsen
FinanztippTrade Republic ist ein deutscher Neobroker, der seinen Kunden den Handel mit ETFs und Aktien zu günstigen Konditionen ermöglicht und dabei eine kostenlose Visa-Karte sowie ein integriertes Verrechnungskonto mit attraktiven Zinsen anbietet. Das Depot richtet sich vor allem an kostenbewusste Anleger, die eine einfache und mobile Handelslösung suchen. Neben dem Wertpapierhandel punktet Trade Republic mit einem Zinssatz von zwei Prozent auf nicht investiertes Kapital, was das Angebot im Vergleich zu klassischen Brokern besonders attraktiv macht.
Original - 05
Festgeld bei Volks- und Raiffeisenbanken: Solide Zinsen, aber selten Spitzenreiter
FinanztippIn Deutschland gibt es über 800 eigenständige Volks- und Raiffeisenbanken, deren Festgeldangebote sich hinsichtlich Zinssätzen und Konditionen deutlich unterscheiden – die Zinsen liegen dabei in der Regel etwas unter den besten Angeboten am Markt, sind bei einigen Instituten jedoch durchaus solide. Während die meisten VR-Banken dem Regionalitätsprinzip folgen und nur Kunden aus der jeweiligen Region aufnehmen, bieten einige Institute wie die Deutsche Skatbank oder mehrere Volksbanken über die Zinsplattform Raisin ihre Produkte bundesweit an. In puncto Sicherheit punkten die Genossenschaftsbanken mit einem doppelten Schutzschirm aus gesetzlicher Einlagensicherung und der Sicherungseinrichtung des BVR, wobei in der Geschichte des Verbunds noch kein Kunde durch eine Bankeninsolvenz Geld verloren hat.
Original - 06
Festgeld bei Sparkassen: Breites Filialnetz, aber unterdurchschnittliche Zinsen
FinanztippDie rund 348 deutschen Sparkassen bieten Festgeldprodukte mit regional unterschiedlichen Laufzeiten, Zinssätzen und Mindestanlagebeträgen an, die trotz der allgemeinen Zinswende meist hinter den Angeboten von Direktbanken zurückbleiben. Hinzu kommt, dass viele Sparkassen keinen vollständig digitalen Abschluss ermöglichen, sondern Kunden stattdessen zur persönlichen Beratung auffordern. Einlagen sind über den gesetzlich anerkannten Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe bis mindestens 100.000 Euro geschützt, wobei die Institute darüber hinaus freiwillig zusagen, eine Insolvenz einzelner Mitglieder durch gegenseitige Stützung zu verhindern.
Original
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Festgeldzinsen versteuern: Abgeltungsteuer, Sparerpauschbetrag und Besonderheiten bei ausländischen Banken
FinanztippAuf Zinsen aus Festgeldkonten fällt in Deutschland eine Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an, wobei der jährliche Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person über einen Freistellungsauftrag oder die Steuererklärung steuerfrei gestellt werden kann. Der Zeitpunkt der Zinsgutschrift – jährlich, am Laufzeitende oder thesaurierend – beeinflusst sowohl die Rendite als auch die steuerliche Behandlung. Wer Festgeld bei ausländischen Banken anlegt, muss die Zinsen selbst in der Steuererklärung über die Anlage KAP angeben, da ausländische Institute die Steuer nicht automatisch ans deutsche Finanzamt abführen, und sollte zudem prüfen, ob im jeweiligen Land eine zusätzliche Quellensteuer anfällt.
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Festgeld der Creditplus Bank: Attraktive Zinsen mit automatischer Laufzeitverlängerung
FinanztippDie Creditplus Bank bietet Festgeld mit Laufzeiten zwischen 3 und 84 Monaten zu Zinssätzen von 2 bis 2,6 Prozent jährlich an, wobei ein Mindestanlagebetrag von 5.000 Euro erforderlich ist. Kunden müssen jedoch beachten, dass sich die Laufzeit automatisch verlängert, sofern keine fristgerechte Kündigung spätestens drei Werktage vor Laufzeitende erfolgt. Ein weiterer Nachteil ist das Fehlen eines Online-Zugangs zum Festgeldkonto, sodass Kontostandsabfragen und andere Anliegen ausschließlich telefonisch über die Festgeld-Hotline erledigt werden können.
Original - 03
Commerzbank WM-Tagesgeld mit 5 % Zinsen: Lohnt sich das Angebot wirklich?
FinanztippDie Commerzbank wirbt mit einem WM-Sonderangebot, das bis zu 5 % Zinsen pro Jahr auf Tagesgeld verspricht – allerdings nur, wenn Deutschland tatsächlich Fußball-Weltmeister wird. Während des gesamten Turniers gilt zunächst nur der magere Standardzins von 0,75 % p. a., was das Geld über fünf Wochen deutlich schlechter verzinst als vergleichbare Angebote am Markt. Wer nicht auf einen deutschen WM-Titel spekulieren möchte, fährt mit regulären Aktionsangeboten wie etwa 4 % p. a. bei Chase oder 3,5 % p. a. bei Raisin deutlich besser.
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Trade Republic im Überblick: ETF-Handel, Aktien, Visa-Karte und Tagesgeldzinsen
FinanztippTrade Republic ist ein deutscher Neobroker, der seinen Kunden den Handel mit ETFs und Aktien zu günstigen Konditionen ermöglicht und dabei eine kostenlose Visa-Karte sowie ein integriertes Verrechnungskonto mit attraktiven Zinsen anbietet. Das Depot richtet sich vor allem an kostenbewusste Anleger, die eine einfache und mobile Handelslösung suchen. Neben dem Wertpapierhandel punktet Trade Republic mit einem Zinssatz von zwei Prozent auf nicht investiertes Kapital, was das Angebot im Vergleich zu klassischen Brokern besonders attraktiv macht.
Original - 05
Festgeld bei Volks- und Raiffeisenbanken: Solide Zinsen, aber selten Spitzenreiter
FinanztippIn Deutschland gibt es über 800 eigenständige Volks- und Raiffeisenbanken, deren Festgeldangebote sich hinsichtlich Zinssätzen und Konditionen deutlich unterscheiden – die Zinsen liegen dabei in der Regel etwas unter den besten Angeboten am Markt, sind bei einigen Instituten jedoch durchaus solide. Während die meisten VR-Banken dem Regionalitätsprinzip folgen und nur Kunden aus der jeweiligen Region aufnehmen, bieten einige Institute wie die Deutsche Skatbank oder mehrere Volksbanken über die Zinsplattform Raisin ihre Produkte bundesweit an. In puncto Sicherheit punkten die Genossenschaftsbanken mit einem doppelten Schutzschirm aus gesetzlicher Einlagensicherung und der Sicherungseinrichtung des BVR, wobei in der Geschichte des Verbunds noch kein Kunde durch eine Bankeninsolvenz Geld verloren hat.
Original - 06
Festgeld bei Sparkassen: Breites Filialnetz, aber unterdurchschnittliche Zinsen
FinanztippDie rund 348 deutschen Sparkassen bieten Festgeldprodukte mit regional unterschiedlichen Laufzeiten, Zinssätzen und Mindestanlagebeträgen an, die trotz der allgemeinen Zinswende meist hinter den Angeboten von Direktbanken zurückbleiben. Hinzu kommt, dass viele Sparkassen keinen vollständig digitalen Abschluss ermöglichen, sondern Kunden stattdessen zur persönlichen Beratung auffordern. Einlagen sind über den gesetzlich anerkannten Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe bis mindestens 100.000 Euro geschützt, wobei die Institute darüber hinaus freiwillig zusagen, eine Insolvenz einzelner Mitglieder durch gegenseitige Stützung zu verhindern.
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Martin: Herzlich willkommen bei Geld und Alltag, ich bin Martin. Heute haben wir wieder eine Menge Themen rund ums Sparen, Zinsen und die Frage, wo das eigene Geld eigentlich am besten aufgehoben ist. Und mit mir ist heute Nina, die wie immer den Alltagsblick mitbringt. Hallo Nina.
Nina: Hallo Martin, schön wieder dabei zu sein. Ich glaube, heute geht es viel ums Festgeld, oder?
Martin: Genau, Festgeld ist heute ein großes Thema. Aber fangen wir erstmal mit etwas an, das viele unterschätzen: der Steuer auf Zinserträge. Wer gerade Festgeld hat oder darüber nachdenkt, sollte wissen, dass auf Zinsen in Deutschland die sogenannte Abgeltungsteuer anfällt. Die beträgt 25 Prozent, plus Solidaritätszuschlag, und wenn man kirchensteuerpflichtig ist, kommt noch die Kirchensteuer oben drauf.
Nina: Das klingt erstmal nach einem ordentlichen Abzug. Bleibt da überhaupt noch was übrig?
Martin: Es gibt zum Glück den Sparerpauschbetrag. Der liegt aktuell bei 1.000 Euro pro Person im Jahr. Das heißt, bis zu 1.000 Euro Zinserträge bleiben steuerfrei. Damit das automatisch funktioniert, muss man bei seiner Bank einen sogenannten Freistellungsauftrag einrichten. Wer das nicht macht, kann die Befreiung aber auch nachträglich über die Steuererklärung beantragen.
Nina: Okay, also einfach bei der Bank anrufen oder online einrichten, und bis 1.000 Euro zahlt man nichts. Das ist schon praktisch.
Martin: Genau. Und noch ein Hinweis für alle, die Festgeld bei ausländischen Banken haben, also zum Beispiel über Plattformen wie Raisin, wo man Angebote aus dem EU-Ausland buchen kann. Diese Banken führen die Steuer nicht automatisch ans deutsche Finanzamt ab. Man muss die Zinsen also selbst in der Steuererklärung angeben, und zwar in der Anlage KAP. Außerdem kann im jeweiligen Land eine zusätzliche Quellensteuer anfallen.
Nina: Das wissen viele wahrscheinlich nicht. Ich hätte das ehrlich gesagt auch nicht sofort auf dem Schirm gehabt.
Martin: Das ist ein klassischer Fallstrick. Wer ausländische Zinsen einfach vergisst anzugeben, riskiert Ärger mit dem Finanzamt. Also: Anlage KAP nicht vergessen.
Nina: Gut zu wissen. Und was ist mit dem Zeitpunkt, wann die Zinsen gutgeschrieben werden? Du hattest das kurz erwähnt.
Martin: Ja, das ist tatsächlich relevant. Bei manchen Festgeldkonten werden die Zinsen jährlich gutgeschrieben, bei anderen erst am Ende der Laufzeit. Das beeinflusst, wann genau die Steuer fällig wird und wie sich das auf die Rendite auswirkt. Wer zum Beispiel ein dreijähriges Festgeld abschließt und die Zinsen erst am Ende bekommt, zahlt auch erst dann Steuern darauf. Das kann je nach Situation Vor- oder Nachteile haben.
Nina: Mhm, das ist also nicht nur eine technische Frage, sondern hat echte Auswirkungen auf den Geldbeutel.
Martin: Genau. Jetzt schauen wir uns mal an, was der Markt gerade so bietet. Und da gibt es durchaus Unterschiede, je nachdem, bei welcher Bank man landet. Nehmen wir die Sparkassen. Die haben in Deutschland ja ein riesiges Filialnetz, fast 350 Institute. Aber bei den Zinsen hinken sie oft hinterher.
Nina: Das kenne ich. Meine Eltern haben noch ein Konto bei der Sparkasse und die Zinsen dort waren lange Zeit wirklich nicht berauschend.
Martin: Das ist leider typisch. Trotz der allgemeinen Zinswende, also dem Anstieg der Leitzinsen durch die EZB in den letzten Jahren, bleiben viele Sparkassen beim Festgeld hinter Direktbanken zurück. Dazu kommt, dass man bei manchen Sparkassen das Festgeld gar nicht vollständig online abschließen kann, sondern in die Filiale muss oder zumindest beraten werden soll.
Nina: Was ist aber mit der Sicherheit? Das ist ja auch ein Argument für die Sparkasse.
Martin: Da haben die Sparkassen tatsächlich ein starkes Argument. Die Institute sind über den sogenannten Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe abgesichert. Das bedeutet, die Mitglieder stützen sich gegenseitig, sodass im Prinzip kein Kunde durch eine Insolvenz einer einzelnen Sparkasse Verluste erleiden soll. Plus die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro gilt natürlich auch.
Nina: Also Sicherheit ja, aber bei den Zinsen schaut man besser woanders hin.
Martin: So könnte man es zusammenfassen. Ähnlich sieht es bei den Volks- und Raiffeisenbanken aus. Die gibt es in Deutschland über 800 Stück, also nochmal deutlich mehr als Sparkassen. Und auch hier: Die Zinsen sind oft solide, aber selten Spitze.
Nina: Und die nehmen ja auch nicht jeden, oder? Ich meine, irgendwas mit Regionalität.
Martin: Genau, die meisten VR-Banken folgen dem Regionalitätsprinzip. Man muss also aus der Region sein, um Kunde zu werden. Es gibt aber Ausnahmen, zum Beispiel die Deutsche Skatbank oder einige Volksbanken, die ihre Produkte über die Plattform Raisin bundesweit anbieten. Und auch die Genossenschaftsbanken haben einen doppelten Schutzschirm: gesetzliche Einlagensicherung plus die Sicherungseinrichtung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken. In der Geschichte des Verbunds hat noch kein Kunde durch eine Bankeninsolvenz Geld verloren.
Nina: Das ist schon beeindruckend. Aber ich frage mich, ob man wirklich auf höhere Zinsen verzichten sollte, nur wegen der Sicherheit, wenn die gesetzliche Einlagensicherung ja sowieso bis 100.000 Euro gilt.
Martin: Das ist eine berechtigte Frage. Die gesetzliche Einlagensicherung gilt EU-weit für alle Banken bis 100.000 Euro. Wer also nicht mehr als diesen Betrag anlegt, hat bei jeder zugelassenen Bank in der EU diesen Grundschutz. Der zusätzliche Institutssicherungsschutz bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken geht darüber hinaus, ist aber für die meisten Privatanleger eher ein psychologisches Extra.
Nina: Okay, also für normale Sparer ist der Unterschied bei der Sicherheit eher überschaubar.
Martin: So kann man es sehen. Kommen wir zu einem Angebot, das aktuell etwas für Aufsehen sorgt. Die Commerzbank hat ein sogenanntes WM-Tagesgeld aufgelegt. Das klingt erstmal verlockend: bis zu 5 Prozent Zinsen im Jahr.
Nina: Fünf Prozent? Das wäre ja wirklich gut. Was ist der Haken?
Martin: Der Haken ist ein ziemlich großer. Die 5 Prozent gibt es nur, wenn Deutschland tatsächlich Fußball-Weltmeister wird. Während des gesamten Turniers läuft das Konto zunächst mit dem normalen Standardzins der Commerzbank, und der liegt bei gerade mal 0,75 Prozent im Jahr.
Nina: [laughs] Das ist also eine Wette, keine Geldanlage.
Martin: Genau das trifft es. Wer sein Geld fünf Wochen lang bei 0,75 Prozent parkt, während andere Anbieter gerade 3,5 bis 4 Prozent anbieten, verliert im Vergleich echte Zinserträge. Wer also nicht auf einen deutschen WM-Titel spekulieren möchte, ist mit regulären Tagesgeldangeboten deutlich besser dran.
Nina: Das sollte man wirklich laut sagen. Klingt gut, ist aber eigentlich ein schlechter Deal für die meisten.
Martin: Richtig. Und zum Abschluss noch kurz zwei weitere Punkte. Erstens: die Creditplus Bank. Die bietet Festgeld mit Laufzeiten zwischen 3 und 84 Monaten, also bis zu sieben Jahre, zu Zinssätzen zwischen 2 und 2,6 Prozent. Der Mindestanlagebetrag liegt bei 5.000 Euro.
Nina: Was gibt es da zu beachten?
Martin: Zwei Dinge. Erstens verlängert sich die Laufzeit automatisch, wenn man nicht spätestens drei Werktage vor Ende kündigt. Wer das verpasst, ist wieder für die nächste Laufzeit gebunden. Zweitens gibt es keinen Online-Zugang zum Konto. Kontostandsabfragen und Anfragen laufen ausschließlich über eine Telefonhotline.
Nina: Kein Online-Zugang im Jahr 2025, das ist schon ungewöhnlich. Das sollte man vorher wissen.
Martin: Absolut. Und dann noch kurz zu Trade Republic. Der Neobroker ist vor allem als günstiger Anbieter für ETFs und Aktien bekannt. Was viele aber nicht wissen: Auf nicht investiertes Kapital, also Geld, das einfach auf dem Verrechnungskonto liegt, zahlt Trade Republic aktuell 2 Prozent Zinsen. Dazu gibt es eine kostenlose Visa-Karte.
Nina: Das ist interessant für Leute, die ohnehin schon dort ein Depot haben. Das Geld liegt dann nicht einfach unverzinst rum.
Martin: Genau. Es ist kein Festgeld, also täglich verfügbar, aber 2 Prozent auf nicht investiertes Kapital ist für ein Verrechnungskonto bei einem Broker durchaus attraktiv.
Nina: Gut zu wissen, gerade wenn man mal eine Zeit lang nicht investiert und das Geld einfach parkt.
Martin: [pauses] So, dann fassen wir heute nochmal zusammen. Wer Zinsen aus Festgeld oder Tagesgeld bekommt, sollte den Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro per Freistellungsauftrag nutzen. Bei ausländischen Banken müssen Zinsen selbst in der Steuererklärung angegeben werden. Sparkassen und Volksbanken punkten mit Sicherheit, aber nicht mit Spitzenzinsen. Das WM-Tagesgeld der Commerzbank klingt besser als es ist. Und wer Festgeld abschließt, sollte auf automatische Verlängerungsklauseln und fehlende Online-Zugänge achten. Das waren heute die wichtigsten Punkte bei Geld und Alltag. Vielen Dank fürs Zuhören, und bis zur nächsten Folge.
Nina: Danke Martin. Und an alle da draußen: Schaut einfach mal, ob ihr einen Freistellungsauftrag eingerichtet habt. Das ist schnell erledigt und spart bares Geld. Bis bald.
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