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Geld & Alltag
Folge 2008.07.20268:22 KI-vertont

Festgeldbetrug, Trump-Konten und Aktientrends: Geldanlage im Check (08.07.2026)

Festgeld-Betrug, grüne Geldanlage und Trump-Konten für Kinder: Wir zeigen, wer wirklich profitiert. Plus: Steuertricks bei Flugausfällen, sinnvolle Reiseversicherungen und die Aktien-Favoriten der Deutschen im Juni.

Themen

In dieser Folge

06
  1. 01

    Betrug mit Festgeld und Zinsen: Die Masche der Firmendiebe

    Manager Magazin

    Betrüger nutzen zunehmend die Identität legitimer Fonds und Unternehmen, um Anleger mit vermeintlich attraktiven Festgeld- und Zinsangeboten zu täuschen. In einem konkreten Fall wurde die Identität eines Fonds aus Greifswald missbraucht, um an Anlagegelder arglos handelnder Kunden zu gelangen. Die Masche zeigt, wie Kriminelle gezielt das Vertrauen in etablierte Finanzstrukturen ausnutzen, um Investoren finanziell zu schädigen.

    Original
  2. 02

    Nachhaltigkeitspräferenzen bei der Geldanlage: Was Anleger wissen müssen

    Verbracuerzentrale

    Seit August 2022 sind Anlageberater gesetzlich verpflichtet, Kundinnen und Kunden zu fragen, ob und wie sie ihr Geld nachhaltig investieren möchten, wobei zwischen ökologischen Investitionen nach der EU-Taxonomie, nachhaltigen Investitionen nach der Offenlegungsverordnung und der Berücksichtigung nachteiliger Nachhaltigkeitsauswirkungen (PAIs) unterschieden wird. Da der Gesetzgeber nur einen groben Rahmen vorgegeben hat, interpretieren Anbieter die Vorgaben unterschiedlich, was bei Anlegerinnen und Anlegern für Verunsicherung sorgt, etwa bei der umstrittenen Einstufung von Gas und Atomkraft als nachhaltig. Ein im November 2025 vorgelegter EU-Reformvorschlag zur Offenlegungsverordnung soll das System durch neue Kategorien wie „Sustainable“, „Transition“ und „ESG basics“ vereinfachen, tritt aber voraussichtlich frühestens Ende 2027 in Kraft, weshalb die Verbraucherzentrale rät, weiterhin zunächst grundlegende Anlagekriterien wie Bedarfsgerechtigkeit, Risiko und Kosten zu beachten.

    Original
  3. 03

    Verbraucherzentrale sammelt Erfahrungen zu einbehaltenen Steuern und Gebühren bei Flugausfällen

    Verbracuerzentrale

    Der Verbraucherzentrale Bundesverband prüft mögliche Sammelklagen gegen Fluggesellschaften, die nach stornierten oder nicht angetretenen Flügen Steuern und Gebühren nicht oder nur teilweise zurückerstatten. Betroffene können in einer rund fünfminütigen Online-Umfrage ihre Erfahrungen schildern, wobei auch Fälle aus vergangenen Jahren erfasst werden. Pro Flug geht es bei Low-Cost-Airlines im Schnitt um 25 bis 30 Euro, summiert über viele Betroffene jedoch um erhebliche Beträge, die aus Sicht der Verbraucherzentrale den Airlines unrechtmäßig zufließen.

    Original
  4. 04

    Trump-Konten für Kinder: Warum reiche Familien am meisten profitieren

    Manager Magazin

    Mit den neu gestarteten „Trump Accounts“ erhalten Neugeborene in den USA ein staatliches Startguthaben von 1000 Dollar, das steuerbegünstigt in Indexfonds angelegt und bis zur Volljährigkeit verwaltet wird. Prominente wie die Dells oder SpaceX-Managerin Gwynne Shotwell sowie zahlreiche Großkonzerne spenden zusätzlich Milliardenbeträge beziehungsweise verdoppeln Einzahlungen für Mitarbeiterkinder, wobei die technische Umsetzung von Aktienspenden noch unklar ist. Experten und das „Wall Street Journal“ zweifeln jedoch am Nutzen für breite Bevölkerungsschichten, da alternative Sparformen oft flexibler und steuerlich günstiger sind – von den Konten profitieren vor allem wohlhabende Familien, die bereits andere Sparmöglichkeiten ausgeschöpft haben.

    Original
  5. 05

    Auslandsreisen: Diese Versicherungen sind wirklich wichtig

    Verbracuerzentrale

    Die Verbraucherzentrale rät zu einer privaten Auslandsreise-Krankenversicherung als wichtigstem Schutz im Urlaub, da gesetzliche Krankenkassen zwar EU-weit Behandlungen abdecken, aber keinen Rücktransport übernehmen und Privatärzte oft nicht abrechnen können. Zusätzlich sollten Reisende prüfen, ob ihre Privathaftpflicht auch im Ausland gilt, und bei teuren oder langen Reisen eine Reiserücktritts- beziehungsweise Reiseabbruchversicherung erwägen, während Reisegepäck- und Rundum-sorglos-Pakete meist verzichtbar sind. Wichtig ist zudem, Versicherungen frühzeitig und einzeln zu vergleichen statt spontan über Buchungsportale abzuschließen, da diese oft teurer sind und nur eingeschränkte Auswahl bieten.

    Original
  6. 06

    Geldanlage: Diese Aktien haben 450.000 Deutsche im Juni gekauft

    Handelsblatt

    Exklusive Daten des Brokers Flatex zeigen, wie viele Deutsche im Juni investiert haben und auf welche Branchen sie nun setzen. Zwei Aktien verzeichnen dabei einen vierstelligen Zuwachs.

    Original
FAQ

Häufige Fragen

Wie funktioniert die aktuelle Betrugsmasche mit gefälschten Festgeldangeboten?

Kriminelle nutzen die Identität legitimer Fonds und Unternehmen, um mit vermeintlich attraktiven Festgeld- und Zinsangeboten Anlegergelder zu erschleichen. Im konkreten Fall wurde ein Fonds aus Greifswald missbraucht, um arglose Kunden zur Überweisung von Geld zu bewegen.

Was müssen Anlageberater seit August 2022 bei Nachhaltigkeitspräferenzen beachten?

Berater müssen Kunden aktiv fragen, ob und wie sie nachhaltig investieren möchten, unterschieden nach EU-Taxonomie, Offenlegungsverordnung und PAI-Kriterien. Da der Rahmen nur grob vorgegeben ist, interpretieren Anbieter die Vorgaben unterschiedlich, was zu Verunsicherung führt, etwa bei der Einstufung von Gas und Atomkraft als nachhaltig.

Was können Verbraucher tun, wenn Airlines Steuern und Gebühren nach Flugausfällen nicht erstatten?

Der Verbraucherzentrale Bundesverband sammelt in einer rund fünfminütigen Online-Umfrage Erfahrungsberichte, auch zu vergangenen Fällen, um mögliche Sammelklagen zu prüfen. Pro Flug geht es bei Low-Cost-Airlines im Schnitt um 25 bis 30 Euro, die sich über viele Betroffene zu erheblichen Summen aufsummieren.

Wer profitiert am meisten von den neuen US-„Trump Accounts“ für Kinder?

Obwohl jedes Neugeborene ein staatliches Startguthaben von 1000 Dollar erhält, profitieren laut Experten vor allem wohlhabende Familien, die bereits andere Sparmöglichkeiten ausgeschöpft haben. Alternative Sparformen sind oft flexibler und steuerlich günstiger als die neuen Konten.

Welche Versicherung ist für Auslandsreisen am wichtigsten?

Die private Auslandsreise-Krankenversicherung gilt als wichtigster Schutz, da gesetzliche Krankenkassen zwar EU-weit Behandlungen abdecken, aber keinen Rücktransport übernehmen und Privatärzte oft nicht abrechnen können. Zusätzlich sollte man prüfen, ob die Privathaftpflicht auch im Ausland gilt, und Versicherungen frühzeitig einzeln statt spontan über Buchungsportale vergleichen.

Vollständiges Transkript

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Martin: Herzlich willkommen zu Geld und Alltag, ich bin Martin. Wie immer habe ich Nina hier bei mir, die für uns die Verbraucherperspektive einbringt und nachfragt, was die Meldungen der Woche wirklich fürs eigene Konto bedeuten. Schön, dass du da bist, Nina.

Nina: Danke, Martin. Ich bin gespannt, was heute dabei ist. Legen wir los?

Martin: Fangen wir mit etwas Unschönem an, einer Betrugsmasche rund um Festgeld. Kriminelle geben sich als seriöse Fonds oder Unternehmen aus, um Anlegern angeblich attraktive Zinsangebote zu machen. Konkret wurde die Identität eines Fonds aus Greifswald missbraucht, um Anlagegelder zu kassieren.

Nina: Das heißt, die Betrüger nutzen einfach den guten Namen einer echten Firma? [pauses] Wie merkt man das überhaupt als Kunde?

Martin: Genau das ist das Perfide. Die Webseiten und Unterlagen sehen oft täuschend echt aus, mit echten Adressen und Registrierungsnummern. Auffällig sind aber meist unrealistisch hohe Zinsen für Festgeld und ein Zeitdruck, schnell zu handeln.

Nina: Also im Zweifel lieber direkt bei der Bank oder dem Fonds nachfragen, bevor man Geld überweist.

Martin: Genau, am besten über die offiziell bekannten Kontaktdaten, nicht über die in der Mail angegebenen. Und grundsätzlich gilt: Seriöse Angebote drängen niemanden zur Eile.

Nina: Merk ich mir. Was kommt als Nächstes?

Martin: Es geht um nachhaltige Geldanlage. Seit August 2022 müssen Anlageberater fragen, ob man nachhaltig investieren möchte. Das Problem: Es gibt mehrere Kategorien, ökologisch nach EU-Taxonomie, nachhaltig nach einer anderen Verordnung, und dann noch die sogenannten PAIs, also nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen.

Nina: Ehrlich gesagt, bei den Begriffen bin ich schon raus. [laughs] Was bedeutet das für jemanden, der einfach nur wissen will, ob sein Geld grün angelegt ist?

Martin: Genau da liegt die Verunsicherung. Weil der Gesetzgeber nur einen groben Rahmen vorgegeben hat, legen Anbieter die Kriterien unterschiedlich aus. Selbst Gas und Atomkraft gelten in manchen Einstufungen als nachhaltig, was viele überrascht.

Nina: Das klingt schon widersprüchlich. Wird sich das bald ändern?

Martin: Die EU hat im November einen Reformvorschlag vorgelegt mit neuen, einfacheren Kategorien wie Sustainable, Transition und ESG basics. Aber das tritt frühestens Ende 2027 in Kraft.

Nina: Also noch eine Weile hin. Was rät die Verbraucherzentrale bis dahin?

Martin: Erst mal die klassischen Grundfragen zu klären, bevor man sich in Nachhaltigkeitsdetails verliert. Passt die Anlage zum eigenen Bedarf, wie hoch ist das Risiko, und wie hoch sind die Kosten. Nachhaltigkeit ist ein zusätzlicher Aspekt, sollte aber nicht die Basis-Fragen ersetzen.

Nina: Verstehe, also erst das Grundgerüst, dann die grüne Einfärbung.

Martin: Gut zusammengefasst. Weiter geht's mit einem Thema, das viele im Urlaub schon erlebt haben, ausgefallene Flüge und Steuern, die nicht zurückerstattet werden.

Nina: Oh, das kenn ich. Man bucht, zahlt Steuern und Gebühren, und wenn der Flug ausfällt, sieht man von dem Geld nichts mehr.

Martin: Genau das prüft jetzt der Verbraucherzentrale Bundesverband. Es geht darum, ob Airlines nach Stornierungen die Steuern und Gebühren einfach einbehalten, obwohl sie ja nur für den tatsächlich durchgeführten Flug gedacht sind.

Nina: Wie viel Geld reden wir da eigentlich pro Person?

Martin: Bei Low-Cost-Airlines im Schnitt 25 bis 30 Euro pro Flug. Klingt erst mal nach wenig, aber wenn man das auf viele Betroffene über mehrere Jahre hochrechnet, kommen erhebliche Summen zusammen.

Nina: Und was kann man jetzt konkret tun, wenn einem das passiert ist?

Martin: Der Verbraucherzentrale Bundesverband sammelt gerade Erfahrungen über eine Online-Umfrage, die etwa fünf Minuten dauert. Dabei werden auch ältere Fälle erfasst, nicht nur aktuelle. Das dient als Grundlage, um mögliche Sammelklagen vorzubereiten.

Nina: Also lohnt es sich, auch wenn der Flugausfall schon länger zurückliegt, seine Erfahrung zu schildern.

Martin: Genau, jede Meldung hilft, ein klareres Bild zu bekommen, wie verbreitet das Problem tatsächlich ist.

Nina: Gut zu wissen. Was kommt als Nächstes?

Martin: Ein Blick über den großen Teich. In den USA gibt es jetzt die sogenannten Trump Accounts für Neugeborene. Der Staat zahlt jedem Baby ein Startguthaben von 1000 Dollar, das steuerbegünstigt in Indexfonds angelegt wird, bis das Kind volljährig ist.

Nina: Das klingt erst mal nach einer netten Idee. Wo ist der Haken?

Martin: Prominente und Konzerne legen zusätzlich Milliarden dazu oder verdoppeln Einzahlungen für Kinder ihrer Mitarbeiter. Aber Experten und auch das Wall Street Journal zweifeln daran, dass das breiten Bevölkerungsschichten wirklich hilft.

Nina: Warum nicht, wenn es doch kostenloses Geld ist?

Martin: Weil andere Sparformen oft flexibler und steuerlich günstiger sind. Von den Konten profitieren vor allem Familien, die ohnehin schon vermögend sind und bereits andere Sparmöglichkeiten ausgeschöpft haben. Für einkommensschwächere Familien bringt das Modell weniger, als es auf den ersten Blick scheint.

Nina: Also eher ein Symbol als eine echte Entlastung für alle.

Martin: So könnte man es zusammenfassen, ja. Für uns in Deutschland ist das erst mal nur eine Beobachtung, aber es zeigt, wie unterschiedlich Politik das Thema Vermögensaufbau für Kinder angeht.

Nina: Interessant als Vergleich. Was haben wir noch für heute?

Martin: Zum Schluss ein Thema, das gerade in der Reisezeit relevant ist, Versicherungen für Auslandsreisen. Die Verbraucherzentrale rät klar, eine private Auslandsreise-Krankenversicherung ist das Wichtigste.

Nina: Warum reicht die gesetzliche Krankenkasse nicht aus? Die zahlt doch auch im EU-Ausland.

Martin: Innerhalb der EU stimmt das für viele Behandlungen. Aber einen Rücktransport nach Deutschland übernimmt die gesetzliche Kasse nicht, und Privatärzte im Ausland können oft gar nicht direkt mit der gesetzlichen Kasse abrechnen. Genau da greift die private Zusatzversicherung.

Nina: Und was ist mit der Haftpflicht, gilt die automatisch überall?

Martin: Nicht immer. Deshalb der Rat, vorher zu prüfen, ob die eigene Privathaftpflicht auch im Ausland Schäden abdeckt. Bei teuren oder langen Reisen kann außerdem eine Reiserücktritts- oder Reiseabbruchversicherung sinnvoll sein.

Nina: Und Gepäckversicherung oder diese Rundum-sorglos-Pakete, die man beim Buchen angeboten bekommt?

Martin: Die sind laut Verbraucherzentrale meist verzichtbar, weil sie oft wenig zusätzlichen Schutz bringen, aber vergleichsweise teuer sind. Grundsätzlich empfiehlt sich, Versicherungen frühzeitig und einzeln zu vergleichen, statt sie spontan über das Buchungsportal mitzunehmen.

Nina: Weil die Portale oft teurer sind und man weniger Auswahl hat.

Martin: Genau, ein kurzer Vergleich vorab kann sich lohnen, gerade bei der Krankenversicherung, die für den Urlaub wirklich zentral ist.

Nina: Gut, dann schau ich mir das vor der nächsten Reise nochmal genauer an.

Martin: Fassen wir kurz zusammen, was wir heute hatten. Erstens, bei Festgeldangeboten mit ungewöhnlich hohen Zinsen immer die Identität des Anbieters direkt gegenprüfen. Zweitens, bei nachhaltiger Geldanlage erst die Basis-Kriterien klären, die Regeln werden erst in einigen Jahren einfacher. Drittens, wer nach Flugausfällen Steuern nicht zurückbekommen hat, kann seine Erfahrung der Verbraucherzentrale melden. Viertens, staatliche Sparkonten für Kinder wie in den USA klingen gut, nützen aber vor allem denen, die ohnehin gut aufgestellt sind. Und fünftens, im Urlaub zählt vor allem eine private Auslandsreise-Krankenversicherung, alles andere sollte man in Ruhe vergleichen.

Nina: Danke Martin, war wieder eine gute Übersicht. Und danke euch da draußen fürs Zuhören, bis zur nächsten Folge von Geld und Alltag.

Vorlage für die Sprachsynthese. Kleinere Abweichungen zur Audio-Datei möglich.

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