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Geld & Alltag
Folge 2315.07.20267:40 KI-vertont

US-Inflation überrascht: Fed-Kurs, Festgeldzinsen und Börsenwarnungen (15.07.2026)

Überraschend niedrige US-Inflation, warnende Fondsmanager und die Zinsfalle beim Festgeld: Warum Sparer beim Creditplus-Angebot genau hinschauen sollten und was Fed-Chef Warsh jetzt plant.

Themen

In dieser Folge

06
  1. 01

    US-Inflation fällt im Juni überraschend deutlich auf 3,5 Prozent

    Handelsblatt

    Die Inflationsrate in den USA ist im Juni auf 3,5 Prozent gesunken und lag damit unter den Erwartungen der Volkswirte, die im Schnitt mit 3,8 Prozent gerechnet hatten. Es handelt sich um den stärksten Rückgang seit mehr als sechs Jahren, wozu vor allem gesunkene Energiepreise beigetragen haben; auch die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel fiel von 2,9 auf 2,6 Prozent. Die jüngste Eskalation im Irankrieg, die die Energiepreise zuletzt wieder steigen ließ, ist in den Juni-Daten noch nicht berücksichtigt, sodass die Teuerung weiterhin über dem Zielwert der US-Notenbank von 2,0 Prozent liegt.

    Original
  2. 02

    Festgeldzinsen und Steuern: Was Sparer beachten müssen

    Finanztipp

    Auf Zinserträge aus Festgeld fällt in Deutschland die Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an, wobei deutsche Banken die Steuer meist automatisch abführen, sofern kein Freistellungsauftrag greift. Bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person bzw. 2.000 Euro für Paare bleiben Zinsen steuerfrei, den man über einen Freistellungsauftrag oder nachträglich über die Steuererklärung nutzen kann. Bei ausländischen Banken führen die Institute die Steuer in der Regel nicht selbst ab, sodass Anleger die Zinsen eigenständig über die Anlage KAP in der Steuererklärung angeben müssen, wobei einige Länder wie Österreich zusätzlich eine Quellensteuer erheben, die sich durch entsprechende Formulare vermeiden lässt.

    Original
  3. 03

    Festgeld der Creditplus Bank: Gute Zinsen, aber Laufzeit verlängert sich automatisch

    Finanztipp

    Original
  4. 04

    Fed-Chef Warsh verspricht entschlossenes Vorgehen gegen hohe Inflation

    Handelsblatt

    US-Notenbankchef Kevin Warsh hat vor dem Kongress betont, dass die Fed keine dauerhaft erhöhte Inflation dulden werde und den seit fünf Jahren anhaltenden Preisschub beenden wolle. Die durch den Iran-Krieg und gestiegene Energiepreise befeuerte Teuerung sank im Juni zwar von 4,2 auf 3,5 Prozent, liegt aber weiterhin deutlich über dem Fed-Ziel von zwei Prozent. Direktoriumsmitglied Christopher Waller warnte, die Notenbank müsse die Leitzinsen möglicherweise bald anheben, und Marktbeobachter rechnen bereits mit einer geldpolitischen Straffung im September.

    Original
  5. 05

    Geldanlage: US-Großbank warnt vor Börsenabsturz: Fondsmanager so optimistisch wie seit Monaten nicht

    Handelsblatt

    Die Zuversicht professioneller Anleger erreicht in einer viel beachteten Umfrage Höchststände. Nach Einschätzung der Bank of America lässt sich das als Warnsignal für die Aktienmärkte deuten.

    Original
  6. 06

    US-Inflation fällt überraschend auf 3,5 Prozent

    Zeit

    Die Inflationsrate in den USA ist im Juni überraschend auf 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, nachdem Ökonomen einen Anstieg auf 3,8 Prozent erwartet hatten. Auch die Kernrate ohne Energie- und Lebensmittelpreise fiel von 2,9 auf 2,6 Prozent, bleibt jedoch weiterhin deutlich über dem Zwei-Prozent-Ziel der Notenbank Federal Reserve. Notenbankdirektor Christopher Waller deutete an, dass die Fed die Leitzinsen anheben könnte, sollte die Teuerung anhaltend über dem Zielwert verbleiben, nachdem die Zentralbank unter dem neuen Chef Kevin Warsh die Zinsen im Juni zunächst unverändert gelassen hatte.

    Original
FAQ

Häufige Fragen

Warum ist die US-Inflation im Juni überraschend stark gesunken?

Die Inflationsrate fiel auf 3,5 Prozent statt der erwarteten 3,8 Prozent, vor allem wegen gesunkener Energiepreise. Es war der stärkste Rückgang seit über sechs Jahren, auch die Kerninflation sank von 2,9 auf 2,6 Prozent.

Warum liegt die US-Inflation trotz des Rückgangs weiterhin über dem Fed-Ziel?

Obwohl die Teuerung im Juni deutlich sank, liegt sie mit 3,5 Prozent weiterhin über dem Zielwert der Fed von 2,0 Prozent. Zudem sind die jüngsten Energiepreissteigerungen durch die Eskalation im Irankrieg in diesen Zahlen noch nicht erfasst, sodass mit einem erneuten Anstieg gerechnet wird.

Wie reagiert die US-Notenbank unter Kevin Warsh auf die anhaltend hohe Inflation?

Fed-Chef Kevin Warsh betonte vor dem Kongress, dass eine dauerhaft erhöhte Inflation nicht toleriert werde. Direktoriumsmitglied Christopher Waller warnte, dass die Leitzinsen möglicherweise bald angehoben werden müssten, wobei Marktbeobachter bereits mit einer Zinserhöhung im September rechnen.

Welche Steuern fallen auf Festgeldzinsen in Deutschland an und wie lassen sie sich vermeiden?

Auf Zinserträge wird die Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer erhoben, die deutsche Banken meist automatisch abführen. Bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (Einzelperson) bzw. 2.000 Euro (Paare) bleiben Zinsen jedoch steuerfrei, wenn ein Freistellungsauftrag eingerichtet wird.

Was sollten Sparer bei Festgeld bei ausländischen Banken steuerlich beachten?

Ausländische Banken führen die Abgeltungsteuer in der Regel nicht automatisch ab, weshalb Anleger die Zinserträge selbst über die Anlage KAP in der Steuererklärung angeben müssen. Einige Länder wie Österreich erheben zusätzlich eine Quellensteuer, die sich jedoch durch entsprechende Formulare vermeiden lässt.

Vollständiges Transkript

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Martin: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Geld und Alltag. Ich bin Martin, und wie immer ist Nina bei mir, die für euch die Fragen stellt, die wirklich zählen. Hallo Nina.

Nina: Hallo Martin. Und ich hab tatsächlich schon eine Frage im Kopf, bevor wir überhaupt richtig angefangen haben.

Martin: Dann legen wir direkt los. Wir schauen uns heute zwei größere Themenblöcke an. Einmal die aktuellen Inflationszahlen aus den USA, und dann was für unsere Hörerinnen und Hörer hier in Deutschland ziemlich konkret ist, nämlich Steuern auf Festgeldzinsen.

Nina: Fangen wir mit den USA an. Warum interessiert uns das hier eigentlich, wenn die Inflation in Amerika sinkt?

Martin: Gute Frage. Also, die Zahl selbst ist erstmal überraschend positiv. Die Inflationsrate in den USA ist im Juni auf 3,5 Prozent gefallen. Ökonomen hatten mit 3,8 Prozent gerechnet, es ist also deutlich weniger als erwartet, und der stärkste Rückgang seit über sechs Jahren.

Nina: Woran lag das denn konkret?

Martin: Vor allem an gesunkenen Energiepreisen. Und auch die sogenannte Kerninflation, also ohne Energie und Lebensmittel, ist von 2,9 auf 2,6 Prozent gefallen. Das zeigt, dass der Rückgang nicht nur ein kurzfristiger Effekt an der Tankstelle war, sondern etwas breiter angelegt ist.

Nina: Klingt erstmal nach guten Nachrichten. Aber du hast vorhin schon so einen kleinen Vorbehalt in der Stimme gehabt.

Martin: [pauses] Ja, weil die Zahlen aus dem Juni stammen. Und kurz danach hat sich die Lage im Irankrieg wieder zugespitzt, was die Energiepreise erneut nach oben getrieben hat. Das ist in diesen Junidaten noch gar nicht drin. Die Teuerung bleibt also weiterhin über dem Zielwert der US-Notenbank von zwei Prozent, und die aktuelle Entwicklung könnte sich schon wieder anders darstellen.

Nina: Also ein Silberstreif, aber kein Grund zur Entwarnung.

Martin: Genau so würde ich das einordnen. Und dazu passt auch, was der neue Fed-Chef Kevin Warsh vor dem Kongress gesagt hat. Er hat betont, dass man keine dauerhaft erhöhte Inflation dulden werde.

Nina: Was heißt das praktisch? Höhere Zinsen in den USA?

Martin: Das ist die Richtung, in die es gehen könnte. Ein Direktoriumsmitglied der Fed, Christopher Waller, hat gewarnt, dass man die Leitzinsen möglicherweise bald anheben müsse. Manche Marktbeobachter rechnen schon im September mit einem solchen Schritt.

Nina: Und was bedeutet das jetzt für uns hier, ganz konkret, für jemanden mit einem Sparkonto in Deutschland?

Martin: Direkt erstmal wenig. Die amerikanische Notenbank entscheidet über den Dollarraum, nicht über den Euro. Aber solche Zinsentscheidungen in den USA beeinflussen oft auch, wie sich die globalen Finanzmärkte insgesamt bewegen, und das kann sich langfristig auch auf europäische Zinsniveaus auswirken. Das ist aber kein Automatismus, sondern eher ein Hintergrundfaktor, den man im Blick haben kann, ohne daraus jetzt konkrete Schlüsse für das eigene Sparkonto zu ziehen.

Nina: Also eher beobachten als handeln.

Martin: Genau. Ich würde sagen, das ist so eine Meldung, die man kennen sollte, weil sie zeigt, wohin sich die große Zinslandschaft entwickeln könnte. Aber niemand muss deswegen jetzt seine Geldanlage umkrempeln.

Nina: Okay, verstanden. Dann zum zweiten Thema, das finde ich ehrlich gesagt spannender, weil es wirklich jeden betrifft, der Festgeld hat.

Martin: Ja, das ist ein Klassiker, der aber immer wieder für Verwirrung sorgt. Es geht um die Steuer auf Zinserträge aus Festgeld.

Nina: Also, wenn ich zum Beispiel tausend Euro als Festgeld anlege und dafür Zinsen bekomme, muss ich die versteuern?

Martin: Grundsätzlich ja. In Deutschland fällt auf Zinserträge die Abgeltungsteuer an, das sind 25 Prozent, plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, wenn man kirchensteuerpflichtig ist.

Nina: Klingt erstmal nach viel Papierkram.

Martin: Bei deutschen Banken eigentlich nicht, denn die führen die Steuer in der Regel automatisch ab. Man muss also selbst nichts tun, außer man möchte einen Freistellungsauftrag nutzen.

Nina: Was genau ist das nochmal, ein Freistellungsauftrag?

Martin: Damit sagt man seiner Bank quasi, bis zu einer bestimmten Höhe sollen meine Zinsen steuerfrei bleiben. Und diese Höhe, der sogenannte Sparerpauschbetrag, liegt bei 1.000 Euro pro Person, beziehungsweise 2.000 Euro für Paare, die gemeinsam veranlagt sind.

Nina: Das heißt, wenn meine Zinsen unter dieser Grenze bleiben, zahle ich gar keine Steuer?

Martin: Richtig, solange man den Freistellungsauftrag bei der Bank eingerichtet hat. Hat man das nicht gemacht, zieht die Bank trotzdem automatisch Steuern ab, man kann sich das Geld dann aber über die Steuererklärung zurückholen.

Nina: Also lohnt es sich, den Freistellungsauftrag frühzeitig einzurichten, statt hinterher alles über die Steuererklärung zu regeln.

Martin: Das kann man so sagen, ja. Es spart einem zumindest den Umweg über die Steuererklärung. Wichtig ist aber, dass individuelle Situationen unterschiedlich sein können, gerade wenn man mehrere Konten bei verschiedenen Banken hat und den Pauschbetrag aufteilen möchte.

Nina: Und was ist, wenn ich mein Festgeld bei einer ausländischen Bank anlege? Das machen ja mittlerweile einige, wegen besserer Zinsen.

Martin: Da wird es etwas komplizierter. Ausländische Banken führen die deutsche Abgeltungsteuer in der Regel nicht automatisch ab. Man muss die Zinsen dann selbst in der Steuererklärung angeben, und zwar über die sogenannte Anlage KAP.

Nina: Das heißt, man darf das nicht einfach vergessen.

Martin: Nein, das sollte man nicht. Und in manchen Ländern kommt noch etwas hinzu, zum Beispiel in Österreich, wo zusätzlich eine Quellensteuer erhoben wird. Die lässt sich aber meist durch bestimmte Formulare vermeiden oder anrechnen.

Nina: Das klingt nach einem Punkt, wo man sich lieber vorher informiert, statt hinterher eine böse Überraschung zu erleben.

Martin: Absolut. Und ich würde da auch klar sagen, das ist ein Bereich, in dem die persönliche Situation stark reinspielt, je nach Wohnsitz, Kirchensteuerpflicht oder ob man mehrere Konten hat. Wer unsicher ist, kann sich bei der Steuererklärung oder bei einer Beratungsstelle absichern, statt zu raten.

Nina: Also keine Pauschallösung für alle.

Martin: Genau, das gilt hier wie bei den meisten steuerlichen Fragen.

Nina: Ich fasse nochmal für mich zusammen. Zinsen aus deutschem Festgeld werden meist automatisch versteuert, bis 1.000 Euro pro Person bleiben sie über den Freistellungsauftrag steuerfrei, und bei ausländischen Banken muss man selbst aktiv werden und das in der Steuererklärung angeben.

Martin: Das hast du sehr gut zusammengefasst.

Nina: [laughs] Ich hör ja gut zu.

Martin: Das merkt man. Gut, dann lasst uns das Ganze nochmal einordnen. Auf der einen Seite haben wir die US-Inflation, die überraschend gesunken ist, aber wegen der Lage im Irankrieg und möglicher Zinsschritte der Fed noch nicht als endgültige Entspannung gelten sollte. Das betrifft uns eher indirekt, über die globalen Finanzmärkte.

Nina: Und auf der anderen Seite ein sehr konkretes Alltagsthema, nämlich wie Zinsen aus Festgeld in Deutschland versteuert werden, und worauf man bei ausländischen Banken achten muss.

Martin: Genau, das war Geld und Alltag für heute. Danke euch fürs Zuhören, und wenn ihr Fragen oder Themenwünsche habt, dann meldet euch gerne. Bis zur nächsten Folge.

Nina: Und von mir ein schönes Danke ans Zuhören. Bis bald.

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