Steuertricks für ETFs, Festgeld-Fallen und Wohngeld 2026 (17.07.2026)
Steuern sparen mit ETFs, Zinsen richtig versteuern und das Festgeld-Kleingedruckte der Creditplus Bank: Heute geht's um Ihr Geld – plus Wohngeld-Update 2026 und eine Ifo-Warnung zur Krankenversicherung.
In dieser Folge
- 01
ETF-Anleger können durch richtige Fondswahl Steuern sparen
HandelsblattBei der Geldanlage mit börsengehandelten Indexfonds (ETFs) fällt grundsätzlich Abgeltungsteuer auf die Erträge an, was die Rendite schmälert. Laut Nino Zebiri, ETF-Experte beim VZ Vermögenszentrum, sind viele Anleger bei steuerlichen Fragen rund um ETFs verunsichert. Entscheidend für die tatsächliche Steuerbelastung sind dabei Faktoren wie die Art des ETFs – thesaurierend oder ausschüttend, physisch oder synthetisch replizierend – sowie der Sitz der jeweiligen Fondsgesellschaft.
Original - 02
Ifo-Forscher warnen vor Verschiebungseffekten bei Kürzungen in der Krankenversicherung
IFOÖkonomen des ifo Instituts und der Stanford University warnen davor, dass Leistungskürzungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung zwar deren Ausgaben senken, aber Kosten in die Pflege-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung sowie zu privaten Haushalten verschieben können. Ifo-Forscher Roman Klimke betont, dass eingesparte Leistungen langfristig die Erwerbsfähigkeit gefährden und damit Beitragseinnahmen sowie Ausgaben in anderen Bereichen des Sozialstaats belasten könnten, was jedoch keine Rechtfertigung für unnötig hohe Gesundheitsausgaben sei. Gemeinsam mit Maria Polyakova schlägt er eine sogenannte Sozialstaatsrechnung vor, die Kosten und Nutzen von Gesundheitsreformen über Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitsmarktinstitutionen hinweg bewertet, statt Ausgaben nur zwischen Kassen zu verlagern.
Original - 03
Festgeldzinsen richtig versteuern: Abgeltungsteuer, Freibetrag und Ausland im Überblick
FinanztippZinsen aus Festgeldkonten unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, wobei bis zu einem Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro für Paare) jährlich keine Steuern anfallen. Bei deutschen Banken wird die Steuer automatisch abgeführt, sofern kein ausreichender Freistellungsauftrag vorliegt, während ausländische Banken die Steuer meist nicht abführen, sodass Anleger die Zinsen selbst in der Anlage KAP der Steuererklärung angeben müssen. In einigen Ländern wie Österreich fällt zusätzlich eine Quellensteuer an, die sich jedoch durch rechtzeitig eingereichte Formulare oft vermeiden oder erstatten lässt, während für Personen mit niedrigem persönlichen Steuersatz eine freiwillige Steuererklärung durch die Günstigerprüfung zu Rückerstattungen führen kann.
Original - 04
Festgeld der Creditplus Bank: Attraktive Zinsen mit Tücken bei automatischer Verlängerung
FinanztippDie Creditplus Bank bietet Festgeldlaufzeiten von 3 bis 84 Monaten mit Zinsen zwischen 2,2 und 2,6 Prozent, wobei Finanztip Laufzeiten bis maximal 36 Monate empfiehlt. Kunden müssen mindestens 5.000 Euro anlegen und ihr Konto spätestens drei Werktage vor Laufzeitende kündigen, da sich die Anlage sonst automatisch verlängert. Die Bank, die zur französischen Crédit Agricole-Gruppe gehört, bietet keinen Online-Zugang zum Konto, das Geld ist jedoch durch die gesetzliche Einlagensicherung sowie den Einlagensicherungsfonds des Bankenverbands geschützt.
Original - 05
Passives Einkommen: Wie Aktien, Anleihen und ETFs dabei helfen können
HandelsblattDer Wunsch nach passivem Einkommen löst laut Psychologen schon beim bloßen Gedanken Glücksgefühle im Gehirn aus, da er Sicherheit, Freiheit und Entlastung verspricht. Tatsächlich lässt sich mit Geldanlagen wie Anleihen, Dividendenaktien, Call-Optionen sowie ausschüttenden Fonds und ETFs ein regelmäßiger Geldstrom aufbauen, wenngleich dies zunächst Aufwand und fundiertes Wissen erfordert. Der Artikel zeigt anhand konkreter Strategien, wie Anlegerinnen und Anleger realistisch von diesen Instrumenten profitieren können, statt vagen Versprechen aus sozialen Medien zu folgen.
Original - 06
Wohngeld 2026: Wer Anspruch hat und wie der Antrag gelingt
FinanztippMieter und Wohnungseigentümer mit geringem Einkommen können vom Staat einen monatlichen Zuschuss zu ihren Wohnkosten erhalten, der im Schnitt rund 300 Euro beträgt und je nach Haushaltsgröße, Einkommen und regionaler Mietstufe individuell berechnet wird. Bürgergeld- oder Grundsicherungsempfänger haben keinen Anspruch, während Studierende meist nur dann Wohngeld bekommen, wenn ihnen Bafög verweigert wurde; Ende 2024 bezogen rund 1,2 Millionen Haushalte, darunter viele Rentner, diese Leistung. Der Antrag wird bei der örtlichen Wohngeldbehörde gestellt und kann zunächst formlos erfolgen, wobei aktuell über mögliche Kürzungen des Wohngeldbudgets um bis zu 40 Prozent im Rahmen von Sparmaßnahmen der Bundesregierung diskutiert wird.
Original
- 01
ETF-Anleger können durch richtige Fondswahl Steuern sparen
HandelsblattBei der Geldanlage mit börsengehandelten Indexfonds (ETFs) fällt grundsätzlich Abgeltungsteuer auf die Erträge an, was die Rendite schmälert. Laut Nino Zebiri, ETF-Experte beim VZ Vermögenszentrum, sind viele Anleger bei steuerlichen Fragen rund um ETFs verunsichert. Entscheidend für die tatsächliche Steuerbelastung sind dabei Faktoren wie die Art des ETFs – thesaurierend oder ausschüttend, physisch oder synthetisch replizierend – sowie der Sitz der jeweiligen Fondsgesellschaft.
Original - 02
Ifo-Forscher warnen vor Verschiebungseffekten bei Kürzungen in der Krankenversicherung
IFOÖkonomen des ifo Instituts und der Stanford University warnen davor, dass Leistungskürzungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung zwar deren Ausgaben senken, aber Kosten in die Pflege-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung sowie zu privaten Haushalten verschieben können. Ifo-Forscher Roman Klimke betont, dass eingesparte Leistungen langfristig die Erwerbsfähigkeit gefährden und damit Beitragseinnahmen sowie Ausgaben in anderen Bereichen des Sozialstaats belasten könnten, was jedoch keine Rechtfertigung für unnötig hohe Gesundheitsausgaben sei. Gemeinsam mit Maria Polyakova schlägt er eine sogenannte Sozialstaatsrechnung vor, die Kosten und Nutzen von Gesundheitsreformen über Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitsmarktinstitutionen hinweg bewertet, statt Ausgaben nur zwischen Kassen zu verlagern.
Original - 03
Festgeldzinsen richtig versteuern: Abgeltungsteuer, Freibetrag und Ausland im Überblick
FinanztippZinsen aus Festgeldkonten unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, wobei bis zu einem Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro für Paare) jährlich keine Steuern anfallen. Bei deutschen Banken wird die Steuer automatisch abgeführt, sofern kein ausreichender Freistellungsauftrag vorliegt, während ausländische Banken die Steuer meist nicht abführen, sodass Anleger die Zinsen selbst in der Anlage KAP der Steuererklärung angeben müssen. In einigen Ländern wie Österreich fällt zusätzlich eine Quellensteuer an, die sich jedoch durch rechtzeitig eingereichte Formulare oft vermeiden oder erstatten lässt, während für Personen mit niedrigem persönlichen Steuersatz eine freiwillige Steuererklärung durch die Günstigerprüfung zu Rückerstattungen führen kann.
Original - 04
Festgeld der Creditplus Bank: Attraktive Zinsen mit Tücken bei automatischer Verlängerung
FinanztippDie Creditplus Bank bietet Festgeldlaufzeiten von 3 bis 84 Monaten mit Zinsen zwischen 2,2 und 2,6 Prozent, wobei Finanztip Laufzeiten bis maximal 36 Monate empfiehlt. Kunden müssen mindestens 5.000 Euro anlegen und ihr Konto spätestens drei Werktage vor Laufzeitende kündigen, da sich die Anlage sonst automatisch verlängert. Die Bank, die zur französischen Crédit Agricole-Gruppe gehört, bietet keinen Online-Zugang zum Konto, das Geld ist jedoch durch die gesetzliche Einlagensicherung sowie den Einlagensicherungsfonds des Bankenverbands geschützt.
Original - 05
Passives Einkommen: Wie Aktien, Anleihen und ETFs dabei helfen können
HandelsblattDer Wunsch nach passivem Einkommen löst laut Psychologen schon beim bloßen Gedanken Glücksgefühle im Gehirn aus, da er Sicherheit, Freiheit und Entlastung verspricht. Tatsächlich lässt sich mit Geldanlagen wie Anleihen, Dividendenaktien, Call-Optionen sowie ausschüttenden Fonds und ETFs ein regelmäßiger Geldstrom aufbauen, wenngleich dies zunächst Aufwand und fundiertes Wissen erfordert. Der Artikel zeigt anhand konkreter Strategien, wie Anlegerinnen und Anleger realistisch von diesen Instrumenten profitieren können, statt vagen Versprechen aus sozialen Medien zu folgen.
Original - 06
Wohngeld 2026: Wer Anspruch hat und wie der Antrag gelingt
FinanztippMieter und Wohnungseigentümer mit geringem Einkommen können vom Staat einen monatlichen Zuschuss zu ihren Wohnkosten erhalten, der im Schnitt rund 300 Euro beträgt und je nach Haushaltsgröße, Einkommen und regionaler Mietstufe individuell berechnet wird. Bürgergeld- oder Grundsicherungsempfänger haben keinen Anspruch, während Studierende meist nur dann Wohngeld bekommen, wenn ihnen Bafög verweigert wurde; Ende 2024 bezogen rund 1,2 Millionen Haushalte, darunter viele Rentner, diese Leistung. Der Antrag wird bei der örtlichen Wohngeldbehörde gestellt und kann zunächst formlos erfolgen, wobei aktuell über mögliche Kürzungen des Wohngeldbudgets um bis zu 40 Prozent im Rahmen von Sparmaßnahmen der Bundesregierung diskutiert wird.
Original
Häufige Fragen
Welche Faktoren beeinflussen die Steuerbelastung bei ETFs?
Entscheidend sind die Art der Ertragsverwendung (thesaurierend oder ausschüttend), die Replikationsmethode (physisch oder synthetisch) sowie der Sitz der Fondsgesellschaft. Diese Kombination bestimmt, wie und wann Abgeltungsteuer anfällt und kann die Nettorendite spürbar beeinflussen.
Warum warnen Ifo-Forscher vor einfachen Kürzungen in der Krankenversicherung?
Leistungskürzungen senken zwar kurzfristig die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung, können aber Kosten in die Pflege-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung sowie zu privaten Haushalten verschieben. Langfristig drohen zudem Einbußen bei der Erwerbsfähigkeit, die Beitragseinnahmen im gesamten Sozialstaat schmälern.
Wie werden Zinsen aus Festgeldkonten in Deutschland versteuert?
Zinserträge unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, wobei ein Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (2.000 Euro für Paare) jährlich steuerfrei bleibt. Deutsche Banken führen die Steuer automatisch ab, während bei ausländischen Banken die Zinsen meist selbst in der Steuererklärung angegeben werden müssen.
Was sollten Kunden bei der Festgeldanlage der Creditplus Bank beachten?
Die Bank bietet Laufzeiten von 3 bis 84 Monaten mit Zinsen zwischen 2,2 und 2,6 Prozent bei einer Mindestanlage von 5.000 Euro, wobei Finanztip maximal 36 Monate empfiehlt. Wichtig ist die rechtzeitige Kündigung spätestens drei Werktage vor Laufzeitende, da sich die Anlage sonst automatisch verlängert.
Mit welchen Geldanlagen lässt sich passives Einkommen aufbauen?
Anleihen, Dividendenaktien, Call-Optionen sowie ausschüttende Fonds und ETFs können einen regelmäßigen Geldstrom erzeugen. Der Aufbau erfordert jedoch zunächst Aufwand und fundiertes Wissen, statt vagen Versprechen aus sozialen Medien zu folgen.
Vollständiges Transkript
Transkript ein-/ausblenden
Martin: Herzlich willkommen zu Geld und Alltag. Ich bin Martin, und wie immer ist Nina bei mir, die für euch alle Fragen stellt, die man sich beim Frühstück auch stellen würde.
Nina: Genau, und heute habe ich schon ein paar Fragezeichen im Kopf, allein von der Themenliste. Steuern, Zinsen, Wohngeld – da ist ja einiges dabei.
Martin: Stimmt, wir starten direkt mit einem Klassiker, der aber viele immer noch verunsichert. Es geht um ETFs und die Steuer. Ein Experte vom VZ Vermögenszentrum sagt, viele Anleger wüssten gar nicht genau, wie ihre ETFs eigentlich besteuert werden.
Nina: Moment, ich dachte, auf Fonds zahlt man einfach die Abgeltungsteuer und fertig. Ist es nicht so einfach?
Martin: Fast, aber es kommt auf Details an. Ist der ETF thesaurierend, also legt er Erträge automatisch wieder an, oder ausschüttend? Bildet er den Index physisch ab oder synthetisch über ein Tauschgeschäft? Und wo sitzt die Fondsgesellschaft steuerlich? Das alles kann die tatsächliche Belastung verändern.
Nina: Also nicht jeder ETF wird am Ende gleich besteuert, obwohl er den gleichen Index abbildet.
Martin: Genau das ist der Punkt. Wichtig ist, das ist kein Aufruf, jetzt den ETF zu wechseln. Aber wer unsicher ist, kann sich die steuerlichen Basisinformationen seines Fonds anschauen, die Anbieter meist veröffentlichen müssen.
Nina: Klingt nach Kleingedrucktem, das sich lohnt, einmal zu lesen.
Martin: Genau. Kommen wir zu einem größeren, politischen Thema. Das ifo Institut und Forscher der Stanford University warnen davor, dass Sparmaßnahmen in der gesetzlichen Krankenversicherung Kosten einfach nur verschieben könnten.
Nina: Verschieben wohin?
Martin: In die Pflegeversicherung, in die Rentenversicherung, in die Arbeitslosenversicherung – oder direkt zu den Haushalten selbst. Wenn zum Beispiel eine Behandlung gestrichen oder erschwert wird, kann das langfristig die Erwerbsfähigkeit von Menschen beeinträchtigen.
Nina: Das heißt, kurzfristig spart die Krankenkasse, aber später zahlt vielleicht die Rentenkasse drauf, weil jemand früher aus dem Job ausscheidet?
Martin: Genau dieses Risiko beschreiben die Forscher. Sie schlagen deshalb eine Art Sozialstaatsrechnung vor, die Reformen nicht nur kassenintern bewertet, sondern über alle Sozialversicherungszweige hinweg.
Nina: Für uns als Verbraucher heißt das wohl vor allem, aufmerksam zu bleiben, wenn über Leistungskürzungen diskutiert wird, weil es am Ende komplizierter ist als nur ein Kassenposten.
Martin: Richtig, und es betrifft im Zweifel jeden, der beitragspflichtig ist oder in absehbarer Zeit selbst Leistungen braucht. Wechseln wir zu einem ganz konkreten Alltagsthema, den Festgeldzinsen. Finanztip hat aufgeschlüsselt, wie die Besteuerung dort funktioniert.
Nina: Da ist doch die Abgeltungsteuer, 25 Prozent, oder?
Martin: Genau, plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Aber es gibt den Sparerpauschbetrag: 1000 Euro pro Person im Jahr bleiben steuerfrei, bei Paaren sind es 2000 Euro.
Nina: Und wie merkt sich das die Bank, dass ich unter diesem Freibetrag bleibe?
Martin: Über den sogenannten Freistellungsauftrag. Den richtet man bei seiner deutschen Bank ein, dann führt sie automatisch keine Steuer ab, solange man innerhalb des Freibetrags bleibt. Läuft das Geld aber bei einer ausländischen Bank, sieht es anders aus.
Nina: Weil die Bank im Ausland gar nichts automatisch ans deutsche Finanzamt meldet?
Martin: Genau, dann muss man die Zinsen selbst in der Steuererklärung angeben, in der sogenannten Anlage KAP. Und manche Länder, wie Österreich, erheben zusätzlich eine Quellensteuer, die man sich mit einem Formular oft zurückholen kann.
Nina: Das klingt nach Papierkram, aber offenbar lohnt sich der manchmal.
Martin: Vor allem für Menschen mit niedrigem persönlichen Steuersatz. Über die sogenannte Günstigerprüfung kann eine freiwillige Steuererklärung dazu führen, dass man zu viel gezahlte Steuer zurückbekommt. Aber das hängt wirklich von der individuellen Situation ab, da würde ich niemandem pauschal etwas empfehlen.
Nina: Verstehe. Gibt es dazu auch ein konkretes Beispiel, wo man beim Festgeld genauer hinschauen sollte?
Martin: Passt gut, denn Finanztip hat sich auch das Festgeldangebot der Creditplus Bank angeschaut. Da gibt es Laufzeiten von drei bis 84 Monaten mit Zinsen zwischen 2,2 und 2,6 Prozent.
Nina: Das klingt erstmal ordentlich. Wo liegt der Haken?
Martin: Finanztip empfiehlt, nicht länger als 36 Monate zu binden, weil sich die Zinslandschaft ja ändern kann. Und es gibt einen praktischen Punkt: Man muss spätestens drei Werktage vor Ablauf der Laufzeit aktiv kündigen, sonst verlängert sich das Konto automatisch.
Nina: Oh, das ist so eine Falle, in die man leicht tappt, wenn man den Termin einfach verpasst.
Martin: Genau, und dazu kommt, die Bank bietet keinen Online-Zugang zum Konto. Man muss also postalisch oder telefonisch kündigen, was man im Kalender vormerken sollte. Die Einlage selbst ist aber über die gesetzliche Einlagensicherung und einen zusätzlichen Fonds des Bankenverbands geschützt.
Nina: Also das Geld ist sicher, aber man muss selbst wach bleiben, was die Fristen angeht.
Martin: Exakt. Nächstes Thema, etwas Psychologisches: passives Einkommen. Der Wunsch danach löst laut Psychologen schon beim Gedanken daran Glücksgefühle aus, weil er Sicherheit und Freiheit verspricht.
Nina: Klingt fast zu schön, oder ist da wirklich was dran?
Martin: Es gibt tatsächlich Instrumente, mit denen sich ein regelmäßiger Geldfluss aufbauen lässt, etwa Anleihen, Dividendenaktien oder ausschüttende Fonds und ETFs. Aber der Artikel betont, das erfordert zunächst Aufwand und fundiertes Wissen, es ist kein Selbstläufer.
Nina: Also eher das Gegenteil von den Versprechen, die man manchmal in sozialen Medien sieht, wo es klingt, als würde Geld einfach von selbst kommen.
Martin: Genau, und das ist der wichtige Unterschied. Passives Einkommen heißt nicht null Aufwand, sondern eher, dass die laufende Arbeit nach dem Aufbau geringer ist. Wie genau das für die eigene Situation aussieht, hängt stark von persönlichen Zielen und der Risikobereitschaft ab.
Nina: Das ist dann wohl auch wieder nichts, was man pauschal empfehlen kann.
Martin: Richtig, individuelle Beratung ist da sinnvoller als allgemeine Tipps. Zum Schluss noch ein Thema, das direkt beim Portemonnaie ansetzt: Wohngeld für das Jahr 2026.
Nina: Das betrifft ja Mieter, aber auch Eigentümer, richtig?
Martin: Genau, beide können einen Zuschuss zu den Wohnkosten bekommen, wenn das Einkommen gering ist. Im Schnitt sind das rund 300 Euro im Monat, die Höhe hängt von Haushaltsgröße, Einkommen und der regionalen Mietstufe ab.
Nina: Wer bekommt das denn nicht?
Martin: Bürgergeld- oder Grundsicherungsempfänger haben keinen Anspruch, weil ihre Wohnkosten schon anders abgedeckt sind. Studierende bekommen es meist nur, wenn ihnen Bafög verweigert wurde. Ende 2024 haben rund 1,2 Millionen Haushalte Wohngeld bezogen, viele davon Rentnerinnen und Rentner.
Nina: Und wie beantragt man das praktisch?
Martin: Bei der örtlichen Wohngeldbehörde, und man kann den Antrag erstmal formlos stellen, um sich den Zeitpunkt zu sichern, während man die Unterlagen zusammenstellt.
Nina: Gibt es da nicht gerade Diskussionen über Kürzungen?
Martin: Ja, genau das ist der aktuelle Haken. Im Rahmen von Sparmaßnahmen wird über eine Kürzung des Wohngeldbudgets um bis zu 40 Prozent diskutiert. Das ist noch nicht beschlossen, aber wer Anspruch haben könnte, sollte das im Blick behalten und sich nicht von der Diskussion abschrecken lassen, den Antrag überhaupt zu stellen.
Nina: Also lieber jetzt informieren, statt zu warten, bis vielleicht alles anders ist.
Martin: Genau, das ist eine gute Zusammenfassung. Dann fassen wir die Folge nochmal kurz zusammen: Bei ETFs lohnt der Blick auf die steuerlichen Details des eigenen Fonds. Bei Kürzungen in der Krankenversicherung warnen Forscher vor Verschiebungseffekten in andere Sozialversicherungen. Beim Festgeld hilft der Sparerpauschbetrag, aber Fristen und ausländische Banken erfordern Aufmerksamkeit. Und beim Wohngeld gilt, Anspruch prüfen und Antrag stellen, auch wenn über Kürzungen diskutiert wird.
Nina: Danke Martin, das war wieder viel Stoff, aber gut verständlich. Bis zur nächsten Folge von Geld und Alltag.
Vorlage für die Sprachsynthese. Kleinere Abweichungen zur Audio-Datei möglich.
Fehler gefunden?
Die Pipeline ist automatisiert — gelegentliche Fehler passieren. Wir korrigieren auf Hinweis. Mehr Details unter Korrekturen.
corrections@login-online.com