Zinstreppe, ETF-Wissen und der neue SCHUFA-Score (22.07.2026)
Zinstreppe, ETF-Wissen und Kreditzinsen im Wandel: Wir zeigen, wie Sparer clever anlegen, Steuern auf Festgeld richtig einschätzen und was der neue SCHUFA-Score wirklich bedeutet.
In dieser Folge
- 01
Geldanlage: So funktioniert die Zinstreppe bei Tages- und Festgeld
SpiegelDer Artikel des Spiegel behandelt die sogenannte Zinstreppe als Strategie für Anleger, die Tages- und Festgeld kombinieren möchten. Der eigentliche Inhalt des Beitrags ist jedoch nicht zugänglich, da die Seite hinter einer Bezahlschranke (SPIEGEL+) liegt und der bereitgestellte Link entweder abgelaufen oder das Zugriffslimit bereits erreicht ist. Somit lassen sich keine konkreten Details zur beschriebenen Anlagestrategie zusammenfassen.
Original - 02
Vom ETF-Laien zum informierten Anleger: Zehn Lektionen aus der Praxis
HandelsblattEin Handelsblatt-Redakteur, der jahrelang sein Geld ohne Strategie auf dem Girokonto liegen ließ oder in eine unrentable Aktienfonds-basierte Rentenversicherung steckte, beschreibt seinen späten Einstieg in die Welt der Geldanlage. Erst mit 42 Jahren stellte er fest, dass er nach über 15 Jahren und mehr als 20.000 Euro Einzahlungen lediglich 1000 Euro Gewinn erzielt hatte, obwohl die Aktienmärkte in dieser Zeit gut liefen. Der Wechsel zum Handelsblatt brachte ihn schließlich dazu, sich intensiver mit seinen Finanzen und insbesondere mit ETFs als Anlageform auseinanderzusetzen.
Original - 03
Konsumentenkredite: Zinsen sinken, aber nicht für jeden
FAZLaut einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox sind die durchschnittlichen Zinsen für Konsumentenkredite auf ihren niedrigsten Stand seit drei Jahren gefallen. Von dieser Entwicklung profitieren jedoch nicht alle Verbraucher gleichermaßen, da die Konditionen weiterhin stark von der individuellen Bonität abhängen. Kreditnehmer mit schlechterer Bonität müssen daher trotz des allgemeinen Zinsrückgangs oft weiterhin mit höheren Zinssätzen rechnen.
Original - 04
Festgeldzinsen versteuern: Was Sparer über Abgeltungsteuer und Freibeträge wissen müssen
FinanztippAuf Zinsen aus Festgeld fallen in Deutschland 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an, wobei der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro für Paare) jährlich steuerfrei bleibt. Deutsche Banken führen die Steuer automatisch ab, sofern kein Freistellungsauftrag vorliegt, während ausländische Banken dies meist nicht tun, sodass Anleger die Zinsen selbst in der Anlage KAP ihrer Steuererklärung angeben müssen. Bei niedrigem persönlichem Steuersatz kann sich eine freiwillige Steuererklärung mit Günstigerprüfung lohnen, zudem gilt es bei Ländern mit Quellensteuer wie Österreich spezielle Formulare zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung zu beachten.
Original - 05
Creditplus Bank: Attraktive Festgeldzinsen mit automatischer Vertragsverlängerung
FinanztippDie Creditplus Bank bietet Festgeld mit Laufzeiten von 3 bis 84 Monaten und Zinsen zwischen 2,2 und 2,7 Prozent an, wobei Finanztip aus Liquiditätsgründen nur Laufzeiten bis 36 Monate empfiehlt. Kunden müssen mindestens 5.000 Euro anlegen, es gibt keinen Online-Zugang zum Konto, und wichtige Anliegen laufen über eine Hotline. Wer die Kündigung nicht spätestens drei Werktage vor Laufzeitende vornimmt, riskiert eine automatische Vertragsverlängerung, wodurch das Geld deutlich länger gebunden bleibt.
Original - 06
Neuer SCHUFA-Score sorgt für Verunsicherung bei Verbrauchern
VerbracuerzentraleSeit Einführung des neuen SCHUFA-Scores im März 2026 berichten Verbraucher:innen laut einer Auswertung der Verbraucherzentralen von unerklärlichen Verschlechterungen ihrer Bonitätsbewertung, obwohl sich weder ihre finanzielle Situation noch ihr Zahlungsverhalten geändert hat. Nachfragen bei der SCHUFA blieben oft ohne hilfreiche Erklärung, welche Faktoren den Score beeinflussen und wie diese gewichtet werden. Aus Sorge vor negativen Auswirkungen vermeiden manche Betroffene, insbesondere Menschen in Lebensumbrüchen und Jüngere, sogar Entscheidungen wie einen Umzug oder Anbieterwechsel, weshalb der vzbv ein faires und nachvollziehbares Bonitätssystem fordert.
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Geldanlage: So funktioniert die Zinstreppe bei Tages- und Festgeld
SpiegelDer Artikel des Spiegel behandelt die sogenannte Zinstreppe als Strategie für Anleger, die Tages- und Festgeld kombinieren möchten. Der eigentliche Inhalt des Beitrags ist jedoch nicht zugänglich, da die Seite hinter einer Bezahlschranke (SPIEGEL+) liegt und der bereitgestellte Link entweder abgelaufen oder das Zugriffslimit bereits erreicht ist. Somit lassen sich keine konkreten Details zur beschriebenen Anlagestrategie zusammenfassen.
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Vom ETF-Laien zum informierten Anleger: Zehn Lektionen aus der Praxis
HandelsblattEin Handelsblatt-Redakteur, der jahrelang sein Geld ohne Strategie auf dem Girokonto liegen ließ oder in eine unrentable Aktienfonds-basierte Rentenversicherung steckte, beschreibt seinen späten Einstieg in die Welt der Geldanlage. Erst mit 42 Jahren stellte er fest, dass er nach über 15 Jahren und mehr als 20.000 Euro Einzahlungen lediglich 1000 Euro Gewinn erzielt hatte, obwohl die Aktienmärkte in dieser Zeit gut liefen. Der Wechsel zum Handelsblatt brachte ihn schließlich dazu, sich intensiver mit seinen Finanzen und insbesondere mit ETFs als Anlageform auseinanderzusetzen.
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Konsumentenkredite: Zinsen sinken, aber nicht für jeden
FAZLaut einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox sind die durchschnittlichen Zinsen für Konsumentenkredite auf ihren niedrigsten Stand seit drei Jahren gefallen. Von dieser Entwicklung profitieren jedoch nicht alle Verbraucher gleichermaßen, da die Konditionen weiterhin stark von der individuellen Bonität abhängen. Kreditnehmer mit schlechterer Bonität müssen daher trotz des allgemeinen Zinsrückgangs oft weiterhin mit höheren Zinssätzen rechnen.
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Festgeldzinsen versteuern: Was Sparer über Abgeltungsteuer und Freibeträge wissen müssen
FinanztippAuf Zinsen aus Festgeld fallen in Deutschland 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an, wobei der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro für Paare) jährlich steuerfrei bleibt. Deutsche Banken führen die Steuer automatisch ab, sofern kein Freistellungsauftrag vorliegt, während ausländische Banken dies meist nicht tun, sodass Anleger die Zinsen selbst in der Anlage KAP ihrer Steuererklärung angeben müssen. Bei niedrigem persönlichem Steuersatz kann sich eine freiwillige Steuererklärung mit Günstigerprüfung lohnen, zudem gilt es bei Ländern mit Quellensteuer wie Österreich spezielle Formulare zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung zu beachten.
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Creditplus Bank: Attraktive Festgeldzinsen mit automatischer Vertragsverlängerung
FinanztippDie Creditplus Bank bietet Festgeld mit Laufzeiten von 3 bis 84 Monaten und Zinsen zwischen 2,2 und 2,7 Prozent an, wobei Finanztip aus Liquiditätsgründen nur Laufzeiten bis 36 Monate empfiehlt. Kunden müssen mindestens 5.000 Euro anlegen, es gibt keinen Online-Zugang zum Konto, und wichtige Anliegen laufen über eine Hotline. Wer die Kündigung nicht spätestens drei Werktage vor Laufzeitende vornimmt, riskiert eine automatische Vertragsverlängerung, wodurch das Geld deutlich länger gebunden bleibt.
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Neuer SCHUFA-Score sorgt für Verunsicherung bei Verbrauchern
VerbracuerzentraleSeit Einführung des neuen SCHUFA-Scores im März 2026 berichten Verbraucher:innen laut einer Auswertung der Verbraucherzentralen von unerklärlichen Verschlechterungen ihrer Bonitätsbewertung, obwohl sich weder ihre finanzielle Situation noch ihr Zahlungsverhalten geändert hat. Nachfragen bei der SCHUFA blieben oft ohne hilfreiche Erklärung, welche Faktoren den Score beeinflussen und wie diese gewichtet werden. Aus Sorge vor negativen Auswirkungen vermeiden manche Betroffene, insbesondere Menschen in Lebensumbrüchen und Jüngere, sogar Entscheidungen wie einen Umzug oder Anbieterwechsel, weshalb der vzbv ein faires und nachvollziehbares Bonitätssystem fordert.
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Häufige Fragen
Was ist die Zinstreppe bei Tages- und Festgeld und warum ist der Spiegel-Artikel dazu nicht einsehbar?
Die Zinstreppe beschreibt eine Anlagestrategie, bei der Tages- und Festgeld gestaffelt kombiniert werden, um Zinsvorteile und Liquidität auszubalancieren. Der konkrete Spiegel-Artikel dazu liegt jedoch hinter der Bezahlschranke SPIEGEL+, sodass keine Details zur genauen Umsetzung vorliegen.
Welche zentrale Lektion zieht der Handelsblatt-Redakteur aus seinem späten Einstieg in ETFs?
Nach über 15 Jahren strategieloser Geldanlage mit nur 1000 Euro Gewinn bei über 20.000 Euro Einzahlungen erkannte er erst mit 42 Jahren den Wert einer durchdachten Anlagestrategie. Der Wechsel zum Handelsblatt motivierte ihn, sich intensiv mit ETFs als kostengünstiger und renditestärkerer Alternative auseinanderzusetzen.
Profitieren alle Verbraucher gleichermaßen von sinkenden Konsumentenkreditzinsen?
Nein, laut Verivox sind die Durchschnittszinsen zwar auf dem niedrigsten Stand seit drei Jahren, die tatsächlichen Konditionen hängen aber stark von der individuellen Bonität ab. Kreditnehmer mit schlechterer Bonität müssen deshalb weiterhin mit höheren Zinssätzen rechnen.
Wie werden Festgeldzinsen in Deutschland versteuert und welche Freibeträge gelten?
Auf Festgeldzinsen fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer an, wobei der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro für Paare) jährlich steuerfrei bleibt. Deutsche Banken führen die Steuer automatisch ab, während bei ausländischen Banken die Zinsen meist selbst in der Anlage KAP der Steuererklärung angegeben werden müssen.
Was sollten Anleger bei den Festgeldangeboten der Creditplus Bank beachten?
Die Creditplus Bank bietet Festgeld mit Laufzeiten von 3 bis 84 Monaten und Zinsen zwischen 2,2 und 2,7 Prozent bei einer Mindestanlage von 5.000 Euro, wobei Finanztip nur Laufzeiten bis 36 Monate empfiehlt. Wichtig ist eine fristgerechte Kündigung mindestens drei Werktage vor Laufzeitende, da sonst eine automatische Vertragsverlängerung greift und das Geld länger gebunden bleibt.
Vollständiges Transkript
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Martin: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Geld und Alltag. Mein Name ist Martin, und wie immer ist Nina bei mir, die für euch die Fragen stellt, die wirklich zählen. Hallo Nina.
Nina: Hallo Martin, schön dass es wieder los geht. Ich bin gespannt, was heute auf der Liste steht.
Martin: Wir haben heute gleich mehrere Themen rund ums Sparen, Anlegen und die Schufa. Fangen wir mit etwas an, das gerade viele beschäftigt, der sogenannten Zinstreppe bei Tages- und Festgeld.
Nina: Zinstreppe, das klingt kompliziert. Was ist damit gemeint?
Martin: Grundsätzlich geht es darum, sein Geld nicht komplett in eine Festgeldanlage zu stecken, sondern es zu splitten. Ein Teil bleibt flexibel auf dem Tagesgeld, ein anderer Teil wird für unterschiedliche Laufzeiten fest angelegt, zum Beispiel drei, sechs und zwölf Monate. So hat man mal Geld verfügbar und profitiert trotzdem von etwas höheren Zinsen bei längeren Laufzeiten.
Nina: Also eine Mischung, damit man nicht alles auf einmal bindet.
Martin: Genau. Der konkrete Artikel dazu war leider hinter einer Bezahlschranke, deshalb können wir keine Details aus dem Text zitieren. Aber das Prinzip selbst ist bekannt und für viele Haushalte relevant, die etwas Rücklage haben und nicht wissen, wie sie sie aufteilen sollen.
Nina: Verstehe. Und das muss ja jeder für sich selbst entscheiden, je nachdem wie viel man wann braucht, oder?
Martin: Genau, das hängt stark von der persönlichen Situation ab, wie viel Liquidität man braucht und wie sicher die Einnahmen sind. Wir geben hier keine Anlageempfehlung, sondern erklären nur das Prinzip.
Martin: Zum nächsten Thema, das passt eigentlich ganz gut dazu. Ein Redakteur vom Handelsblatt hat aufgeschrieben, wie er erst mit 42 Jahren angefangen hat, sich wirklich mit seiner Geldanlage zu beschäftigen.
Nina: Was hatte er denn vorher gemacht?
Martin: Er hatte sein Geld jahrelang einfach auf dem Girokonto liegen lassen, dazu eine Rentenversicherung mit Aktienfonds, die aber kaum was gebracht hat. Nach über fünfzehn Jahren und mehr als zwanzigtausend Euro Einzahlungen standen am Ende nur rund tausend Euro Gewinn, obwohl die Börsen in der Zeit eigentlich gut liefen.
Nina: Das ist schon wenig für so eine lange Zeit.
Martin: Ja, das zeigt, wie stark Kosten und die Wahl des Produkts das Ergebnis beeinflussen können. Er hat sich dann näher mit ETFs beschäftigt, also breit gestreuten Indexfonds.
Nina: Heißt das jetzt, ETFs sind automatisch besser?
Martin: Das kann man so pauschal nicht sagen. Es kommt immer auf Kosten, Anlagehorizont und die eigene Risikobereitschaft an. Wir wollen hier niemandem etwas empfehlen, sondern nur zeigen, dass es sich lohnen kann, sich früh mit den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen, statt Jahre verstreichen zu lassen.
Nina: Das leuchtet ein. Manche schieben das ja ewig vor sich her.
Martin: Genau, und genau da setzt unser nächstes Thema an, nämlich Konsumentenkredite. Laut einer Auswertung von Verivox sind die Zinsen dafür auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren gefallen.
Nina: Das klingt doch erstmal gut für alle, die einen Kredit brauchen.
Martin: Grundsätzlich schon, aber eben nicht für jeden gleich. Die Konditionen hängen stark von der Bonität ab. Wer eine gute Bonität hat, profitiert stärker von den niedrigeren Zinsen. Wer schlechter eingestuft wird, zahlt oft weiterhin deutlich mehr.
Nina: Also lohnt es sich schon, mehrere Angebote zu vergleichen, bevor man einen Kredit abschließt.
Martin: Ja, ein Vergleich kann helfen, ein realistisches Bild zu bekommen. Am Ende bleibt es aber immer eine individuelle Entscheidung, die von der eigenen finanziellen Situation abhängt.
Martin: Bleiben wir beim Thema Zinsen, aber jetzt aus der Sparerperspektive. Wer Festgeld hat, muss ja auch an die Steuer denken.
Nina: Stimmt, das vergisst man leicht. Wie viel geht da eigentlich weg?
Martin: Auf Zinserträge fallen in Deutschland 25 Prozent Abgeltungsteuer an, plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Allerdings gibt es den Sparerpauschbetrag, aktuell 1000 Euro pro Person, bei Paaren 2000 Euro, die steuerfrei bleiben.
Nina: Und wer zieht das automatisch ab, die Bank oder ich selbst?
Martin: Deutsche Banken führen die Steuer normalerweise automatisch ab, wenn kein Freistellungsauftrag vorliegt. Bei ausländischen Banken passiert das meist nicht, da müsst ihr die Zinsen selbst in der Steuererklärung angeben, und zwar in der Anlage KAP.
Nina: Das heißt, wer sein Geld im Ausland anlegt, muss aktiv werden.
Martin: Genau, sonst wird es schnell unübersichtlich. Und wer insgesamt einen niedrigen persönlichen Steuersatz hat, für den kann sich unter Umständen eine freiwillige Steuererklärung mit sogenannter Günstigerprüfung lohnen. Bei Ländern mit Quellensteuer, etwa Österreich, gibt es außerdem spezielle Formulare, um eine doppelte Besteuerung zu vermeiden. Solche Details sollte man im Zweifel mit einer Steuerberatung klären, das hängt stark vom Einzelfall ab.
Nina: Klingt nach Papierkram, aber gut zu wissen, dass es diesen Freibetrag gibt.
Martin: Ja, den sollte niemand einfach verschenken. Passend dazu noch ein Punkt zu Festgeldangeboten allgemein, ohne dass wir jetzt ein bestimmtes Produkt empfehlen wollen.
Nina: Worum geht's da konkret?
Martin: Es gibt am Markt Festgeldangebote mit langen Laufzeiten, teilweise bis zu 84 Monate, also sieben Jahre. Verbraucherportale weisen dabei öfter auf einen Punkt hin, der leicht übersehen wird, die automatische Vertragsverlängerung.
Nina: Das heißt, wenn ich nicht rechtzeitig kündige, läuft der Vertrag einfach weiter?
Martin: Genau, oft muss man mehrere Werktage vor Ablauf der Laufzeit aktiv kündigen, sonst verlängert sich die Bindung automatisch, teilweise deutlich. Wer sein Geld dann eigentlich für etwas anderes brauchen würde, kommt schlecht ran.
Nina: Also unbedingt Kalender stellen, wenn man Festgeld mit langer Laufzeit hat.
Martin: Genau, und generell vor Abschluss genau lesen, wie die Bedingungen zur Kündigung und Verlängerung aussehen. Solche Details entscheiden am Ende oft mehr über die Praxistauglichkeit als der reine Zinssatz.
Martin: Kommen wir zum letzten Thema heute, und das betrifft ziemlich viele Menschen. Es geht um den neuen Schufa Score, der seit März dieses Jahres gilt.
Nina: Ich hab davon gehört, dass sich da einiges verändert hat.
Martin: Laut einer Auswertung der Verbraucherzentralen berichten viele Verbraucherinnen und Verbraucher von unerklärlichen Verschlechterungen ihrer Bonitätsbewertung, obwohl sich an ihrer finanziellen Situation gar nichts geändert hat.
Nina: Das ist ja beunruhigend, wenn man gar nicht weiß, warum sich der Wert verschlechtert.
Martin: Genau das ist der Kern des Problems. Nachfragen bei der Schufa haben oft keine wirklich hilfreiche Erklärung gebracht, welche Faktoren wie stark gewichtet werden. Das macht es für Betroffene schwer nachzuvollziehen, woran es liegt.
Nina: Und was bedeutet das im Alltag, wenn der Score plötzlich schlechter ist?
Martin: Ein niedrigerer Score kann sich zum Beispiel auf die Konditionen bei einem neuen Mietvertrag, einem Handyvertrag oder einem Kredit auswirken. Manche Betroffene, gerade Jüngere oder Menschen in Lebensumbrüchen wie Umzug oder Jobwechsel, vermeiden laut der Auswertung deshalb sogar bestimmte Entscheidungen, aus Sorge vor negativen Folgen.
Nina: Das heißt, die Unsicherheit allein verändert schon das Verhalten.
Martin: Genau, und deshalb fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband ein faires und nachvollziehbares Bonitätssystem. Es geht vor allem darum, dass Verbraucherinnen und Verbraucher verstehen können, wie ihr Score zustande kommt.
Nina: Kann man als Einzelperson denn überhaupt was tun, wenn man betroffen ist?
Martin: Man kann bei der Schufa eine kostenlose Selbstauskunft anfordern und die eigenen Daten prüfen lassen. Bei konkreten Fragen oder Unstimmigkeiten helfen auch die Verbraucherzentralen weiter. Eine pauschale Lösung gibt es aber aktuell nicht, das bleibt ein Punkt, den viele im Blick behalten sollten.
Nina: Gut zu wissen, dass man da nicht komplett machtlos ist.
Martin: Das stimmt. So, das waren unsere Themen für heute, von der Zinstreppe über ETFs, Kreditzinsen und Steuern bis zum neuen Schufa Score. Wie immer gilt, individuelle Entscheidungen bei Geldanlage, Steuern oder Verträgen sollten immer zur eigenen Situation passen, im Zweifel lohnt sich eine unabhängige Beratung.
Nina: Danke Martin, war wieder spannend. Bis zur nächsten Folge von Geld und Alltag.
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