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Geld & Alltag
Folge 2724.07.20267:58 KI-vertont

EZB-Zinspause: Was Sparer bei Festgeld jetzt beachten müssen (24.07.2026)

Die EZB tritt bei den Leitzinsen auf die Bremse, während die Energiekrise für neue Unruhe sorgt. Außerdem: Was Sparer bei Festgeldzinsen und automatischen Vertragsverlängerungen beachten sollten.

Themen

In dieser Folge

06
  1. 01

    EZB-Rat lässt Leitzinsen im Juli unverändert

    Bundes Bank

    Der EZB-Rat hat auf seiner Sitzung im Juli 2026 beschlossen, die drei Leitzinssätze der Europäischen Zentralbank unverändert zu belassen. Zur Begründung verweist die EZB auf die weiterhin sehr volatilen Energiepreisaussichten, die derzeit jedoch nahe am Basisszenario der Juni-Projektionen des Eurosystems liegen. Gleichzeitig liegen die Energiepreise deutlich über dem Niveau, das vor dem Konflikt im Nahen Osten beobachtet wurde.

    Original
  2. 02

    EZB-Rat lässt Leitzinsen unverändert

    Bundes Bank

    Der EZB-Rat hat beschlossen, die drei Leitzinssätze bei seiner Sitzung am 23. Juli 2026 unverändert zu lassen. Zur Begründung verwies das Gremium auf die weiterhin sehr volatilen Energiepreise, die derzeit jedoch nahe am Basisszenario der Juni-Projektionen des Eurosystems liegen. Gleichzeitig lägen die Preise deutlich über dem Niveau vor dem Konflikt im Nahen Osten.

    Original
  3. 03

    Festgeldzinsen versteuern: Was Sparer wissen müssen

    Finanztipp

    Auf Zinsen aus Festgeld fällt in Deutschland die Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an, während das eingezahlte Kapital selbst steuerfrei bleibt. Deutsche Banken führen die Steuer meist automatisch ab, sofern kein Freistellungsauftrag über den Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (2.000 Euro für Paare) vorliegt, während bei ausländischen Banken die Zinsen eigenständig über die Anlage KAP in der Steuererklärung angegeben werden müssen. Bei manchen Ländern wie Österreich droht zusätzlich eine Quellensteuer, die sich jedoch mit speziellen Formularen häufig vermeiden lässt, wobei die deutsche Steuerpflicht davon unberührt bleibt.

    Original
  4. 04

    Festgeld bei der Creditplus Bank: Attraktive Zinsen mit Tücke bei automatischer Verlängerung

    Finanztipp

    Die Creditplus Bank bietet Festgeldlaufzeiten von 3 bis 84 Monaten mit Zinsen zwischen 2,2 und 2,7 Prozent pro Jahr an, wobei Finanztip aus Liquiditätsgründen höchstens 36 Monate empfiehlt. Kunden müssen mindestens 5.000 Euro anlegen, benötigen für die Kontoeröffnung ein Postident-Verfahren und können das Konto nicht online verwalten, sondern nur über eine Hotline. Wichtig ist, das Festgeld spätestens drei Werktage vor Laufzeitende zu kündigen, da es sich sonst automatisch zu den dann aktuellen Konditionen verlängert.

    Original
  5. 05

    EZB pausiert bei Zinsen, doch Energiekrise sorgt für Nervosität

    Handelsblatt

    Angesichts der wieder eskalierenden Energiekrise erwägen einige EZB-Ratsmitglieder eine weitere Zinserhöhung, wie Präsidentin Christine Lagarde mitteilte. Der EZB-Rat entschied sich zwar erwartungsgemäß gegen eine erneute Anhebung nach dem Zinsschritt vor sechs Wochen, signalisierte jedoch in seinem Beschluss zur Zinspause weiteren geldpolitischen Handlungsbedarf. Die Unsicherheit über die künftige Zinsentwicklung bleibt damit vor der Sommerpause hoch.

    Original
  6. 06

    EZB hält Leitzinsen stabil bei 2,25 Prozent

    Zeit

    Die Europäische Zentralbank lässt den Einlagensatz nach der Erhöhung im Juni unverändert bei 2,25 Prozent, da die Inflation im Euroraum trotz eines Rückgangs auf 2,8 Prozent im Juni weiterhin über dem Zielwert von zwei Prozent liegt. Der EZB-Rat verweist auf anhaltende Unsicherheit und den durch den Irankrieg ausgelösten Energieschock, dessen volle Auswirkungen auf die Preise noch nicht erkennbar seien. Volkswirte erwarten für September eine weitere Zinsanhebung, jedoch keine längere Serie, während Sparer von den bisherigen Erhöhungen bislang kaum profitiert haben, da die meisten Banken die besseren Konditionen nicht weitergeben.

    Original
FAQ

Häufige Fragen

Warum hat die EZB die Leitzinsen im Juli 2026 nicht verändert?

Die EZB begründet die Zinspause mit den weiterhin sehr volatilen Energiepreisen, die derzeit aber nahe am Basisszenario der Juni-Projektionen liegen. Gleichzeitig bleiben die Energiepreise deutlich höher als vor dem Konflikt im Nahen Osten, was die Unsicherheit erhöht.

Muss ich Zinsen aus Festgeld in Deutschland versteuern?

Ja, auf Festgeldzinsen fällt die Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an, während das eingezahlte Kapital selbst steuerfrei bleibt. Bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (2.000 Euro für Paare) kann man sich über einen Freistellungsauftrag von der Steuer befreien lassen.

Was ist beim Festgeld der Creditplus Bank zu beachten?

Die Creditplus Bank bietet Zinsen zwischen 2,2 und 2,7 Prozent bei Laufzeiten von 3 bis 84 Monaten, verlangt aber eine Mindestanlage von 5.000 Euro und ermöglicht die Kontoverwaltung nur per Hotline statt online. Wer nicht spätestens drei Werktage vor Laufzeitende kündigt, riskiert eine automatische Verlängerung zu den dann aktuellen, oft schlechteren Konditionen.

Erwägt die EZB trotz der Zinspause weitere Zinserhöhungen?

Ja, laut Präsidentin Christine Lagarde ziehen einige Ratsmitglieder angesichts der erneut eskalierenden Energiekrise eine weitere Zinserhöhung in Betracht. Der Beschluss zur Zinspause signalisiert weiterhin geldpolitischen Handlungsbedarf, sodass die Unsicherheit über die künftige Zinsentwicklung hoch bleibt.

Profitieren Sparer von den bisherigen EZB-Zinserhöhungen?

Bislang kaum, da die meisten Banken die verbesserten Konditionen nicht an ihre Kunden weitergeben. Der Einlagensatz liegt aktuell stabil bei 2,25 Prozent, während Volkswirte für September eine weitere, aber vermutlich letzte Zinsanhebung erwarten.

Vollständiges Transkript

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Martin: Herzlich willkommen zu Geld und Alltag, ich bin Martin. Wie immer sitzt mir Nina gegenüber, die für euch nachfragt, wenn ich zu kompliziert werde.

Nina: Und das kommt öfter vor, als man denkt [laughs]. Heute geht's ja wieder viel um die EZB, richtig?

Martin: Genau, das große Thema diese Woche. Der EZB-Rat hat im Juli beschlossen, die Leitzinsen unverändert zu lassen. Also erstmal keine Bewegung bei den Zinsen der Europäischen Zentralbank.

Nina: Das heißt, alles bleibt einfach so, wie es ist? Kein Grund, überhaupt drüber zu reden?

Martin: Doch, schon, weil die Begründung interessant ist. Die EZB sagt, die Energiepreise seien weiterhin sehr volatil, also schwankend, liegen aber gerade nahe an dem, was man im Juni erwartet hatte. Gleichzeitig sind sie deutlich höher als vor dem Konflikt im Nahen Osten.

Nina: Also unruhig, aber gerade im Rahmen. Was bedeutet das denn für uns ganz konkret, für den Alltag?

Martin: Erstmal heißt es: keine sofortige Änderung bei Kreditzinsen oder Bauzinsen, weil die EZB nicht eingegriffen hat. Wer gerade einen Kredit hat oder eine Anschlussfinanzierung plant, für den ändert sich kurzfristig nichts durch diesen Beschluss.

Nina: Und bei Tagesgeld oder Festgeld? Bleibt da auch alles beim Alten?

Martin: Grundsätzlich ja, aber da kommen wir gleich noch zu einem spannenden Punkt. Erstmal zur Gesamtlage, denn das Handelsblatt berichtet, dass es hinter den Kulissen offenbar nicht ganz so ruhig ist, wie der Beschluss klingt.

Nina: Wie meinst du das?

Martin: Einige Ratsmitglieder haben laut Präsidentin Lagarde durchaus über eine weitere Zinserhöhung nachgedacht, wegen der wieder eskalierenden Energiekrise. Man hat sich dagegen entschieden, aber im Beschluss klang durch, dass weiterer Handlungsbedarf besteht.

Nina: Also eine Art Pause auf Abruf?

Martin: [pauses] Ja, das trifft es ganz gut. Die Unsicherheit vor der Sommerpause bleibt hoch. Das heißt für Verbraucher: Man sollte sich auf mögliche Änderungen im Herbst einstellen, ohne dass jetzt schon klar ist, in welche Richtung.

Nina: Das ist ja das Nervige an solchen Meldungen. Man weiß nie so richtig, woran man ist.

Martin: Stimmt, aber genau deshalb ist es wichtig, das im Hinterkopf zu haben, wenn man zum Beispiel gerade über eine Anschlussfinanzierung fürs Haus nachdenkt oder überlegt, Geld längerfristig festzulegen.

Nina: Apropos festlegen, du wolltest ja noch was zum Thema Zinsen und Steuern sagen.

Martin: Genau, ein Punkt, der oft unterschätzt wird. Die Zeit berichtet außerdem, dass der Einlagensatz bei 2,25 Prozent bleibt, weil die Inflation im Euroraum im Juni auf 2,8 Prozent gesunken ist, aber immer noch über dem Zielwert von 2 Prozent liegt.

Nina: Und was heißt das jetzt für jemanden, der einfach nur sein Erspartes sicher parken will?

Martin: Hier kommt der Haken: Viele Banken geben höhere Zinsen gar nicht eins zu eins an die Sparer weiter. Volkswirte erwarten zwar im September nochmal eine mögliche Anhebung, aber keine lange Serie danach. Sparer haben von den bisherigen Erhöhungen also bislang eher wenig gespürt.

Nina: Das ist frustrierend. Man hört ständig von Zinserhöhungen, aber auf dem eigenen Konto passiert nichts.

Martin: Ja, das ist ein wichtiger Punkt für den Alltag. Es lohnt sich, die eigenen Konditionen bei Tagesgeld oder Festgeld ab und zu zu vergleichen, statt einfach automatisch beim gleichen Anbieter zu bleiben.

Nina: Bleiben wir doch gleich beim Festgeld. Da gibt's ja auch was Konkretes von Finanztipp, oder?

Martin: Genau, zwei Meldungen dazu. Erstmal ganz grundsätzlich: Wer Zinsen aus Festgeld bekommt, muss die versteuern. In Deutschland fällt die Abgeltungsteuer von 25 Prozent an, plus Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer.

Nina: Aber nicht auf das ganze Geld, oder? Nur auf die Zinsen?

Martin: Richtig, das eingezahlte Kapital selbst bleibt steuerfrei, besteuert werden nur die Zinserträge. Bei deutschen Banken übernimmt die Bank das meist automatisch, außer man hat einen Freistellungsauftrag über den Sparerpauschbetrag eingereicht, der liegt bei 1.000 Euro, für Paare bei 2.000 Euro.

Nina: Und wenn man sein Geld bei einer ausländischen Bank anlegt, weil die vielleicht bessere Zinsen bietet?

Martin: Dann wird's etwas aufwendiger. Die Zinsen müssen dann selbst in der Steuererklärung angegeben werden, über die Anlage KAP. Bei manchen Ländern, Österreich wird hier als Beispiel genannt, kann außerdem eine Quellensteuer anfallen.

Nina: Quellensteuer, das heißt, das Land zieht auch noch was ab, bevor man's überhaupt sieht?

Martin: Genau, aber das lässt sich mit speziellen Formularen häufig vermeiden. Wichtig ist trotzdem: Die deutsche Steuerpflicht bleibt davon unberührt, man muss die Erträge trotzdem hier angeben.

Nina: Klingt nach einem Punkt, wo man sich lieber vorher informiert, bevor man einfach bei irgendeiner ausländischen Bank Festgeld anlegt.

Martin: Auf jeden Fall, und individuelle steuerliche Fragen sollte man im Zweifel auch mit einer Steuerberatung klären, das kann je nach persönlicher Situation unterschiedlich ausfallen.

Nina: Du hattest noch ein konkretes Beispiel erwähnt, zu einer bestimmten Bank?

Martin: Ja, die Creditplus Bank bietet aktuell Festgeld mit Laufzeiten von 3 bis 84 Monaten an, mit Zinsen zwischen 2,2 und 2,7 Prozent im Jahr. Finanztipp empfiehlt aus Liquiditätsgründen aber, höchstens 36 Monate zu wählen.

Nina: Warum, was ist das Problem an längeren Laufzeiten?

Martin: Weil man bei Festgeld über die ganze Laufzeit nicht an sein Geld kommt. Je länger die Bindung, desto weniger flexibel ist man, falls unerwartet Geld gebraucht wird, zum Beispiel für eine größere Reparatur.

Nina: Verstehe. Gibt's noch was Praktisches zu beachten bei dem Angebot?

Martin: Ein paar Dinge tatsächlich. Man muss mindestens 5.000 Euro anlegen, braucht für die Kontoeröffnung ein Postident-Verfahren, und das Konto lässt sich nicht online verwalten, sondern nur über eine Hotline.

Nina: Das klingt schon ein bisschen altmodisch für 2026 [laughs].

Martin: Ja, das überrascht schon etwas. Und der wichtigste Punkt zum Schluss: Man sollte das Festgeld spätestens drei Werktage vor Ende der Laufzeit kündigen.

Nina: Was passiert denn, wenn man das verpennt?

Martin: Dann verlängert sich das Festgeld automatisch, und zwar zu den dann aktuellen Konditionen, die eben nicht mehr die ursprünglich vereinbarten sein müssen. Das kann dann schlechter oder auch besser ausfallen, aber man hat die Kontrolle darüber verloren.

Nina: Also am besten den Laufzeitablauf im Kalender vormerken.

Martin: Genau, ein einfacher, aber oft vergessener Tipp. Solche Fristen gelten übrigens nicht nur bei dieser Bank, das lohnt sich bei jedem Festgeldvertrag zu prüfen.

Nina: Wenn ich das jetzt alles zusammenfasse: Die EZB bleibt vorsichtig, die Zinsen ändern sich erstmal nicht, aber die Unsicherheit wegen der Energiepreise bleibt hoch. Und wer sein Geld in Festgeld anlegt, sollte auf Steuern, Laufzeiten und Kündigungsfristen achten.

Martin: Genau das ist der Kern. Die große Politik der EZB wirkt oft abstrakt, aber sie hat eben doch Auswirkungen auf Kredite, Sparzinsen und letztlich auf das eigene Konto. Und bei Festgeld lohnt sich der Blick ins Kleingedruckte fast immer.

Nina: Danke Martin, das war wieder sehr aufschlussreich. Ich schau jetzt jedenfalls nochmal nach, wann mein eigenes Festgeld eigentlich ausläuft [laughs].

Martin: Gute Idee. Das war's für heute von Geld und Alltag, bis zur nächsten Folge.

Nina: Bis bald, und passt gut auf eure Fristen auf!

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