Baufinanzierung, Festgeld & Co.: Der große Geldanlage-Check (27.07.2026)
Von Baufinanzierung bis Festgeld-Steuer: Wir klären, wie Kredite, Schulden und Geldanlagen wirklich funktionieren – plus ein Praxis-Check zur Creditplus Bank und ein Renditevergleich Aktien vs. Festgeld.
In dieser Folge
- 01
Bau- und Immobilienfinanzierung: Überblick der Verbraucherzentrale zu Krediten, Bausparen und Fördermitteln
Verbraucher Zentrale GeldDie Verbraucherzentrale bündelt zahlreiche Ratgeber rund um Bau- und Immobilienfinanzierung, darunter Themen wie vorzeitige Kreditablösung, unzulässige Bausparkassen-Gebühren, Kündigung alter Bausparverträge sowie Risiken der Ehegattenbürgschaft. Weitere Artikel behandeln die Berechnung der eigenen Finanzierbarkeit, den Umgang mit Zahlungsschwierigkeiten, staatliche Förderungen sowie alternative Modelle wie Teilverkauf, Umkehrhypothek und Leibrente. Ziel der Sammlung ist es, Verbraucherinnen und Verbrauchern verständliche Informationen und praktische Hilfestellungen für sichere Finanzierungsentscheidungen beim Immobilienerwerb zu bieten.
Original - 02
Verbraucherzentrale informiert umfassend zu Krediten, Schulden und Zahlungsproblemen
Verbraucher Zentrale GeldDie Verbraucherzentrale bietet eine breite Palette an Ratgebern zu Finanzthemen, die von Pfändungsschutzkonto (P-Konto) und dessen Bescheinigung über Kreditwiderruf bei Autofinanzierungen bis hin zu BAföG, Kinderzuschlag und dem Umgang mit Inkassoforderungen reichen. Besonderes Augenmerk liegt auf praktischen Hilfen für Menschen in finanziellen Notlagen, etwa bei Energiearmut, drohender Überschuldung, gerichtlichen Mahnverfahren oder unseriösen Inkassoschreiben, ergänzt durch Musterbriefe und einen kostenlosen Inkasso-Check. Zudem wird über einen aktuellen BGH-Fall berichtet, in dem eine Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands gegen überhöhte Inkassogebühren der EOS Investment GmbH abgewiesen wurde.
Original - 03
Verbraucherzentrale-Übersicht: Ratgeber zu Geldanlage, Girokonto und Verbraucherschutz
Verbraucher Zentrale GeldDie Verbraucherzentrale bündelt zahlreiche Ratgeberartikel rund um Finanzthemen, darunter Dividenden, Risikostreuung bei Geldanlagen, ETFs, Anleihen sowie Bankgebühren und Kontowechsel. Weitere Beiträge behandeln Betrugsmaschen wie Schneeballsysteme, Börsenbriefe oder dubiose Faksimile-Angebote sowie rechtliche Fragen zu Basiskonten, Bankgeschäften mit Minderjährigen und Erstattungsansprüchen bei unwirksamen Gebührenklauseln laut BGH-Urteilen. Ergänzt wird das Angebot durch Grundlagenwissen zur gesetzlichen Rente, nachhaltigen Geldanlagen und Kritik an mangelhafter Finanzberatung, teils mit Infografiken, Podcasts oder Musterbriefen.
Original - Original04
Festgeld versteuern: Wie viel Steuern musst Du auf Deine Festgeld-Zinsen zahlen?
Finanztipp - 05
Festgeld der Creditplus Bank: Attraktive Zinsen mit Tücken bei der Kündigung
FinanztippDie Creditplus Bank bietet Festgeldanlagen mit Laufzeiten von 3 bis 84 Monaten und Zinsen zwischen 2,2 und 2,7 Prozent, wobei Finanztip Laufzeiten von höchstens 36 Monaten empfiehlt. Kunden müssen mindestens 5.000 Euro anlegen, haben keinen Online-Zugang zum Konto und müssen rechtzeitig kündigen, da sich die Laufzeit sonst automatisch verlängert. Die Bank, die zur französischen Crédit Agricole gehört, sichert Einlagen sowohl über die gesetzliche Einlagensicherung als auch über den Einlagensicherungsfonds deutscher Banken ab.
Original - 06
Renditerechner: Aktien und Festgeld im Vergleich
VerbracuerzentraleDie Verbraucherzentrale bietet einen Online-Renditerechner an, mit dem sich die Auswirkungen unterschiedlicher Aufteilungen zwischen Festgeld und Aktien auf den Anlageertrag berechnen lassen. Grundlage sind historische Daten seit 1970, darunter die Wertentwicklung des MSCI World-Aktienindex, Festgeldzinsen der Bundesbank und die Inflationsentwicklung, wobei sich langfristig Aktienanlagen als ertragreicher erwiesen. Der Rechner ersetzt keine individuelle Beratung, da Vergangenheitswerte nicht ohne Weiteres auf die Zukunft übertragbar sind und persönliche Steuern sowie aktuelle Zinsniveaus unberücksichtigt bleiben.
Original
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Bau- und Immobilienfinanzierung: Überblick der Verbraucherzentrale zu Krediten, Bausparen und Fördermitteln
Verbraucher Zentrale GeldDie Verbraucherzentrale bündelt zahlreiche Ratgeber rund um Bau- und Immobilienfinanzierung, darunter Themen wie vorzeitige Kreditablösung, unzulässige Bausparkassen-Gebühren, Kündigung alter Bausparverträge sowie Risiken der Ehegattenbürgschaft. Weitere Artikel behandeln die Berechnung der eigenen Finanzierbarkeit, den Umgang mit Zahlungsschwierigkeiten, staatliche Förderungen sowie alternative Modelle wie Teilverkauf, Umkehrhypothek und Leibrente. Ziel der Sammlung ist es, Verbraucherinnen und Verbrauchern verständliche Informationen und praktische Hilfestellungen für sichere Finanzierungsentscheidungen beim Immobilienerwerb zu bieten.
Original - 02
Verbraucherzentrale informiert umfassend zu Krediten, Schulden und Zahlungsproblemen
Verbraucher Zentrale GeldDie Verbraucherzentrale bietet eine breite Palette an Ratgebern zu Finanzthemen, die von Pfändungsschutzkonto (P-Konto) und dessen Bescheinigung über Kreditwiderruf bei Autofinanzierungen bis hin zu BAföG, Kinderzuschlag und dem Umgang mit Inkassoforderungen reichen. Besonderes Augenmerk liegt auf praktischen Hilfen für Menschen in finanziellen Notlagen, etwa bei Energiearmut, drohender Überschuldung, gerichtlichen Mahnverfahren oder unseriösen Inkassoschreiben, ergänzt durch Musterbriefe und einen kostenlosen Inkasso-Check. Zudem wird über einen aktuellen BGH-Fall berichtet, in dem eine Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands gegen überhöhte Inkassogebühren der EOS Investment GmbH abgewiesen wurde.
Original - 03
Verbraucherzentrale-Übersicht: Ratgeber zu Geldanlage, Girokonto und Verbraucherschutz
Verbraucher Zentrale GeldDie Verbraucherzentrale bündelt zahlreiche Ratgeberartikel rund um Finanzthemen, darunter Dividenden, Risikostreuung bei Geldanlagen, ETFs, Anleihen sowie Bankgebühren und Kontowechsel. Weitere Beiträge behandeln Betrugsmaschen wie Schneeballsysteme, Börsenbriefe oder dubiose Faksimile-Angebote sowie rechtliche Fragen zu Basiskonten, Bankgeschäften mit Minderjährigen und Erstattungsansprüchen bei unwirksamen Gebührenklauseln laut BGH-Urteilen. Ergänzt wird das Angebot durch Grundlagenwissen zur gesetzlichen Rente, nachhaltigen Geldanlagen und Kritik an mangelhafter Finanzberatung, teils mit Infografiken, Podcasts oder Musterbriefen.
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Festgeld versteuern: Wie viel Steuern musst Du auf Deine Festgeld-Zinsen zahlen?
Finanztipp - 05
Festgeld der Creditplus Bank: Attraktive Zinsen mit Tücken bei der Kündigung
FinanztippDie Creditplus Bank bietet Festgeldanlagen mit Laufzeiten von 3 bis 84 Monaten und Zinsen zwischen 2,2 und 2,7 Prozent, wobei Finanztip Laufzeiten von höchstens 36 Monaten empfiehlt. Kunden müssen mindestens 5.000 Euro anlegen, haben keinen Online-Zugang zum Konto und müssen rechtzeitig kündigen, da sich die Laufzeit sonst automatisch verlängert. Die Bank, die zur französischen Crédit Agricole gehört, sichert Einlagen sowohl über die gesetzliche Einlagensicherung als auch über den Einlagensicherungsfonds deutscher Banken ab.
Original - 06
Renditerechner: Aktien und Festgeld im Vergleich
VerbracuerzentraleDie Verbraucherzentrale bietet einen Online-Renditerechner an, mit dem sich die Auswirkungen unterschiedlicher Aufteilungen zwischen Festgeld und Aktien auf den Anlageertrag berechnen lassen. Grundlage sind historische Daten seit 1970, darunter die Wertentwicklung des MSCI World-Aktienindex, Festgeldzinsen der Bundesbank und die Inflationsentwicklung, wobei sich langfristig Aktienanlagen als ertragreicher erwiesen. Der Rechner ersetzt keine individuelle Beratung, da Vergangenheitswerte nicht ohne Weiteres auf die Zukunft übertragbar sind und persönliche Steuern sowie aktuelle Zinsniveaus unberücksichtigt bleiben.
Original
Häufige Fragen
Welche Alternativen gibt es zur klassischen Immobilienfinanzierung, wenn im Alter Kapital freigesetzt werden soll?
Neben klassischen Krediten bieten sich Modelle wie Teilverkauf, Umkehrhypothek oder Leibrente an, um gebundenes Immobilienvermögen im Alter liquide zu machen. Die Verbraucherzentrale rät, diese Modelle genau zu vergleichen, da sie unterschiedliche Kosten und Risiken für Eigentümer bergen.
Was kann ich tun, wenn ich eine unseriöse Inkassoforderung erhalte?
Betroffene sollten die Forderung mit einem kostenlosen Inkasso-Check der Verbraucherzentrale prüfen und bei Unstimmigkeiten mit Musterbriefen widersprechen. Ein aktuelles BGH-Urteil zeigt zudem, dass nicht jede Klage gegen überhöhte Inkassogebühren automatisch erfolgreich ist, wie im Fall der EOS Investment GmbH.
Wie kann ich mein Anlagerisiko bei Geldanlagen sinnvoll streuen?
Risikostreuung gelingt durch eine Kombination verschiedener Anlageklassen wie ETFs, Anleihen und Aktien statt Einzelinvestments. Die Verbraucherzentrale warnt zudem vor Betrugsmaschen wie Schneeballsystemen oder dubiosen Börsenbriefen, die vermeintlich sichere hohe Renditen versprechen.
Muss ich Zinsen aus Festgeldanlagen versteuern?
Ja, Zinserträge aus Festgeld unterliegen der Abgeltungssteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (Einzelpersonen) bzw. 2.000 Euro (Paare) bleiben Zinserträge jedoch steuerfrei.
Lohnt sich Festgeld im Vergleich zu Aktienanlagen langfristig?
Historische Daten seit 1970 zeigen, dass Aktienanlagen wie der MSCI World-Index langfristig ertragreicher waren als Festgeld. Der Renditerechner der Verbraucherzentrale kann diese Effekte veranschaulichen, ersetzt aber keine individuelle Beratung, da Steuern und aktuelle Zinsniveaus unberücksichtigt bleiben.
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Martin: Herzlich willkommen zu Geld und Alltag. Ich bin Martin, und wie immer sitzt Nina hier neben mir und fragt für uns alle das, was wirklich wichtig ist.
Nina: Hallo zusammen. Und heute haben wir ja wieder einiges auf der Liste, oder?
Martin: Genau, wir schauen heute auf gleich mehrere große Themenpakete der Verbraucherzentrale, außerdem auf Festgeld und was das mit Steuern zu tun hat. Fangen wir an mit dem Thema Bau- und Immobilienfinanzierung.
Nina: Da hat die Verbraucherzentrale ja gerade eine ganze Sammlung an Ratgebern zusammengestellt, richtig?
Martin: Genau, es geht um sehr praktische Fragen. Zum Beispiel: Wie löse ich einen Kredit vorzeitig ab? Welche Bausparkassen-Gebühren sind eigentlich unzulässig? Und ein Punkt, der oft unterschätzt wird: die Ehegattenbürgschaft.
Nina: Ehegattenbürgschaft, das klingt harmlos, ist es aber nicht, oder?
Martin: Nein, gar nicht. Da unterschreibt oft ein Partner mit, der selbst kein eigenes Einkommen hat, einfach aus emotionaler Verbundenheit. Und wenn es dann finanziell eng wird, haftet diese Person trotzdem mit.
Nina: Also wirklich vorher genau durchdenken, wer da mit unterschreibt.
Martin: Genau. Und was ich gut finde: Die Verbraucherzentrale erklärt auch, wie man realistisch berechnet, was man sich überhaupt leisten kann, und was passiert, wenn es zu Zahlungsschwierigkeiten kommt. Da gibt es ja auch Alternativen wie Teilverkauf, Umkehrhypothek oder Leibrente.
Nina: Das sind ja Modelle für Leute, die schon eine Immobilie haben und trotzdem Geld brauchen, richtig?
Martin: Genau, meistens im Alter, wenn das Haus abbezahlt ist, aber die Rente knapp ist. Aber das sind komplexe Verträge, da sollte man sich unbedingt unabhängig beraten lassen, bevor man da etwas unterschreibt.
Nina: Verstanden. Kommen wir zum zweiten großen Paket, das war doch Kredite und Schulden?
Martin: Genau, hier geht es sehr konkret um Menschen, die finanziell schon in Schwierigkeiten stecken. Ein wichtiges Stichwort ist das P-Konto, also das Pfändungsschutzkonto.
Nina: Kannst du kurz erklären, was das genau macht?
Martin: Klar. Wenn jemand Schulden hat und eine Pfändung droht, schützt so ein Konto einen bestimmten Grundbetrag, der monatlich für Miete, Essen und das Nötigste übrig bleiben muss. Ohne diese Umwandlung könnte theoretisch das ganze Konto gepfändet werden.
Nina: Das heißt, das ist quasi ein Sicherheitsnetz, damit man trotz Schulden nicht komplett handlungsunfähig wird.
Martin: Genau. Und die Verbraucherzentrale erklärt auch, wie man an die nötige Bescheinigung dafür kommt. Außerdem geht es um Kreditwiderruf bei Autofinanzierungen, um BAföG, Kinderzuschlag, und ganz wichtig: den Umgang mit Inkassoschreiben.
Nina: Da gibt es ja leider auch viele unseriöse Schreiben, oder?
Martin: Ja, genau deshalb bietet die Verbraucherzentrale einen kostenlosen Inkasso-Check an, mit Musterbriefen, falls eine Forderung unklar oder überhöht wirkt. Interessant ist auch ein aktueller Fall vor dem Bundesgerichtshof.
Nina: Was war da los?
Martin: Der Verbraucherzentrale Bundesverband hatte gegen überhöhte Inkassogebühren der Firma EOS Investment geklagt. Die Klage wurde jetzt abgewiesen. Das zeigt, dass solche Verfahren oft kompliziert sind und nicht automatisch zugunsten der Verbraucher ausgehen.
Nina: Also trotzdem lieber jede Forderung genau prüfen, bevor man einfach zahlt.
Martin: Genau, im Zweifel lieber einmal bei der Verbraucherzentrale nachfragen, statt aus Angst sofort zu überweisen.
Nina: Gut, dann weiter zum dritten Paket, das war Geldanlage und Girokonto, richtig?
Martin: Ja, hier geht es um ETFs, Anleihen, Risikostreuung, aber auch ganz praktisch um Bankgebühren und den Kontowechsel.
Nina: Kontowechsel klingt nach was, das viele einfach aus Bequemlichkeit nie machen.
Martin: [laughs] Stimmt, aber es lohnt sich manchmal, die eigenen Kontogebühren mal zu vergleichen. Wichtig ist auch das Thema Basiskonto, also das Recht, überhaupt ein Girokonto zu bekommen, selbst wenn die eigene Bonität nicht optimal ist.
Nina: Das ist ja ein wichtiges Grundrecht eigentlich.
Martin: Genau. Und dann warnt die Verbraucherzentrale auch vor Betrugsmaschen wie Schneeballsystemen, dubiosen Börsenbriefen oder komischen Faksimile-Angeboten.
Nina: Faksimile, was ist das denn?
Martin: Das sind meist täuschend echt aussehende Nachbildungen alter Wertpapiere oder Anleihen, die als vermeintliche Sammlerstücke oder Geldanlage verkauft werden, aber keinen echten finanziellen Wert haben.
Nina: Klingt nach: Vorsicht, wenn's zu gut klingt.
Martin: Genau die richtige Haltung. Kommen wir zu einem Thema, das gerade viele bewegt: Festgeld und Steuern.
Nina: Ja, das interessiert mich auch. Wie viel von den Zinsen bleibt denn am Ende wirklich übrig?
Martin: Grundsätzlich gilt: Zinserträge zählen zu den Kapitalerträgen und unterliegen der Abgeltungssteuer, das sind 25 Prozent, plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.
Nina: Muss man sich darum selbst kümmern oder macht das die Bank automatisch?
Martin: In der Regel führt die Bank die Steuer direkt ab. Wichtig ist aber der sogenannte Sparerpauschbetrag. Bis zu einer bestimmten Höhe bleiben Kapitalerträge steuerfrei, wenn man rechtzeitig einen Freistellungsauftrag bei der Bank einreicht.
Nina: Also unbedingt daran denken, sonst zahlt man Steuern, die man eigentlich gar nicht müsste.
Martin: Genau, das ist ein häufiger Stolperstein. Und wie immer gilt: Die individuelle Steuersituation kann unterschiedlich sein, deshalb lohnt sich im Zweifel ein Blick in die eigene Steuererklärung oder eine Beratung.
Nina: Passend dazu gibt's ja auch eine konkrete Meldung zu einem bestimmten Festgeldangebot.
Martin: Genau, von der Creditplus Bank. Die bietet Festgeld mit Laufzeiten zwischen drei und 84 Monaten an, mit Zinsen zwischen 2,2 und 2,7 Prozent.
Nina: Das klingt ja erstmal ganz ordentlich. Wo ist der Haken?
Martin: Finanztip empfiehlt hier maximal 36 Monate Laufzeit. Und es gibt ein paar praktische Tücken: Mindestens 5000 Euro Einlage, kein Online-Zugang zum Konto, und wenn man nicht rechtzeitig kündigt, verlängert sich die Laufzeit automatisch.
Nina: Oh, das kann ja schnell überraschend werden, wenn man den Kündigungstermin verpasst.
Martin: Genau deshalb sollte man sich den Termin am besten direkt im Kalender markieren. Positiv ist immerhin: Die Einlagen sind sowohl über die gesetzliche Einlagensicherung als auch über den Einlagensicherungsfonds deutscher Banken abgesichert, die Bank gehört zur französischen Crédit Agricole.
Nina: Also sicher, aber man muss selbst ein bisschen aufpassen bei den Bedingungen.
Martin: Genau, das ist bei Festgeld oft so, ein guter Zinssatz ersetzt nicht das genaue Lesen der Bedingungen. Und zum Schluss noch etwas, das mich persönlich sehr interessiert: der Renditerechner der Verbraucherzentrale.
Nina: Was macht der genau?
Martin: Man kann online eingeben, wie man sein Geld zwischen Festgeld und Aktien aufteilen würde, und der Rechner zeigt, wie sich das historisch entwickelt hätte. Grundlage sind Daten seit 1970, unter anderem der MSCI World Aktienindex, Festgeldzinsen der Bundesbank und die Inflation.
Nina: Und was kommt da raus, grob gesagt?
Martin: Langfristig haben sich Aktienanlagen historisch als ertragreicher erwiesen als reines Festgeld. Aber wichtig: Der Rechner ersetzt keine individuelle Beratung. Vergangenheitswerte sagen nichts Sicheres über die Zukunft, und persönliche Steuern oder aktuelle Zinsniveaus werden nicht berücksichtigt.
Nina: Also eher ein Werkzeug, um ein Gefühl für Zusammenhänge zu bekommen, nicht um konkrete Entscheidungen daran festzumachen.
Martin: Genau richtig zusammengefasst.
Martin: Dann fassen wir kurz zusammen: Bei Immobilienfinanzierung lohnt sich ein genauer Blick auf Bürgschaften und Alternativen im Alter. Bei Schulden und Inkasso gibt es konkrete Hilfsangebote der Verbraucherzentrale. Bei Geldanlage sollte man auf Gebühren und unseriöse Angebote achten. Und bei Festgeld zählen sowohl Steuern als auch die genauen Vertragsbedingungen.
Nina: Viel Stoff heute, aber alles ziemlich alltagsnah. Danke Martin, und danke euch allen fürs Zuhören.
Martin: Bis zur nächsten Folge von Geld und Alltag.
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