Inflation, Festgeld und Finanzfallen: Was Verbraucher jetzt wissen müssen (31.07.2026)
Die Preise steigen weiter, die Zinsen locken – doch wo lauern Fallen? Von Festgeldsteuer bis Baufinanzierung: Wir sortieren, was Verbraucher 2026 wirklich wissen müssen.
In dieser Folge
- 01
Inflationsrate im Juli 2026 voraussichtlich +2,8 %
DeStatisDie Inflationsrate in Deutschland wird im Juli 2026 voraussichtlich +2,8 % betragen. Gemessen wird sie als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Juni 2026 um 0,8 %.
Original - 02
Bau- und Immobilienfinanzierung: Verbraucherzentrale bietet umfassenden Ratgeber-Überblick
Verbraucher Zentrale GeldDie Verbraucherzentrale hat eine Sammlung von Ratgebern rund um Bau- und Immobilienfinanzierung veröffentlicht, die zentrale Themen wie vorzeitige Kreditablösung, Vorfälligkeitsentschädigung, Bausparverträge und deren Kündigung sowie unzulässige Bausparkassen-Gebühren behandelt. Weitere Beiträge klären über Finanzierungsmodelle, staatliche Förderungen, Grundschuld, Ehegattenbürgschaften sowie Alternativen wie Immobilien-Teilverkauf, Umkehrhypothek und Leibrente auf. Ergänzt wird das Angebot durch praktische Hilfen wie Musterbriefe, Podcasts und ein Finanzglossar, um Verbrauchern fundierte Entscheidungen bei Hauskauf, Baufinanzierung und Zahlungsschwierigkeiten zu ermöglichen.
Original - 03
Kredit, Schulden, Insolvenz: Ratgeber-Übersicht der Verbraucherzentrale
Verbraucher Zentrale GeldDie Verbraucherzentrale bündelt in dieser Themensammlung zahlreiche Ratgeberartikel zu Krediten, Schulden und Zahlungsschwierigkeiten, darunter Informationen zum Pfändungsschutzkonto, zu Inkassoforderungen, Mahnverfahren, BAföG und dem Kinderzuschlag. Weitere Beiträge behandeln den Umgang mit Energiearmut, Inflation, Erbschaftsschulden sowie Risiken von 'Buy now, pay later'-Angeboten und geben praktische Tipps samt Musterbriefen zur Selbsthilfe bei finanziellen Engpässen. Ergänzt wird die Übersicht durch einen Hinweis auf ein Gerichtsverfahren des vzbv gegen die EOS Investment GmbH wegen überhöhter Inkassogebühren, das der Bundesgerichtshof zugunsten des Unternehmens entschied.
Original - 04
Verbraucherzentrale-Ratgeber: Finanzthemen von Dividenden bis Betrugsfallen
Verbraucher Zentrale GeldDie Verbraucherzentrale bietet eine umfangreiche Sammlung von Ratgeberartikeln zu Geld- und Versicherungsthemen, die von Grundlagenwissen über Aktien, Dividenden und ETFs bis hin zu Warnungen vor riskanten Anlageformen wie Schneeballsystemen, Börsenbriefen oder ELTIFs reicht. Weitere Schwerpunkte bilden praktische Verbraucherfragen rund um Girokonten, Bankgebühren, Kontowechsel sowie das Basiskonto für Neuankömmlinge in Deutschland, ergänzt durch rechtliche Einordnungen wie aktuelle BGH-Urteile zu Kontogebühren. Abgerundet wird das Angebot durch Sicherheitstipps gegen Betrug im Urlaub und bei Kontoabbuchungen sowie durch Forderungen nach einer Reform der Finanzberatung und einem Standardprodukt für die private Altersvorsorge.
Original - 05
Festgeldzinsen richtig versteuern: Abgeltungsteuer, Freibetrag und Auslandskonten
FinanztippAuf Festgeldzinsen fallen in Deutschland 25 Prozent Abgeltungsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an, wobei jedoch der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro für Paare) jährlich steuerfrei bleibt und über einen Freistellungsauftrag oder die Steuererklärung genutzt werden kann. Während deutsche Banken die Steuer automatisch abführen, müssen Anleger bei ausländischen Banken die Zinsen meist selbst in der Anlage KAP der Steuererklärung angeben, da diese Institute nicht ans deutsche Finanzamt melden. In bestimmten Ländern wie Österreich, Spanien oder Polen wird zudem eine Quellensteuer erhoben, die sich jedoch häufig durch entsprechende Formulare vermeiden oder zurückfordern lässt, wobei die deutsche Steuerpflicht davon unberührt bleibt.
Original - 06
Creditplus Bank: Attraktive Festgeldzinsen mit Tücke bei Verlängerung
FinanztippDie Creditplus Bank bietet Festgeld mit Laufzeiten zwischen 3 und 84 Monaten bei Zinsen von 2,2 bis 2,7 Prozent an, wobei Finanztip aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit maximal 36 Monate empfiehlt. Kunden müssen mindestens 5.000 Euro einzahlen und ihr Konto spätestens drei Werktage vor Laufzeitende kündigen, da sich der Vertrag sonst automatisch zum aktuellen Zinssatz verlängert. Ein Online-Zugang zum Konto fehlt, weshalb Anliegen wie Kontostandsabfragen nur telefonisch über die Festgeld-Hotline möglich sind; das Geld ist über die gesetzliche Einlagensicherung sowie den Einlagensicherungsfonds deutscher Banken geschützt.
Original
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Inflationsrate im Juli 2026 voraussichtlich +2,8 %
DeStatisDie Inflationsrate in Deutschland wird im Juli 2026 voraussichtlich +2,8 % betragen. Gemessen wird sie als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Juni 2026 um 0,8 %.
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Bau- und Immobilienfinanzierung: Verbraucherzentrale bietet umfassenden Ratgeber-Überblick
Verbraucher Zentrale GeldDie Verbraucherzentrale hat eine Sammlung von Ratgebern rund um Bau- und Immobilienfinanzierung veröffentlicht, die zentrale Themen wie vorzeitige Kreditablösung, Vorfälligkeitsentschädigung, Bausparverträge und deren Kündigung sowie unzulässige Bausparkassen-Gebühren behandelt. Weitere Beiträge klären über Finanzierungsmodelle, staatliche Förderungen, Grundschuld, Ehegattenbürgschaften sowie Alternativen wie Immobilien-Teilverkauf, Umkehrhypothek und Leibrente auf. Ergänzt wird das Angebot durch praktische Hilfen wie Musterbriefe, Podcasts und ein Finanzglossar, um Verbrauchern fundierte Entscheidungen bei Hauskauf, Baufinanzierung und Zahlungsschwierigkeiten zu ermöglichen.
Original - 03
Kredit, Schulden, Insolvenz: Ratgeber-Übersicht der Verbraucherzentrale
Verbraucher Zentrale GeldDie Verbraucherzentrale bündelt in dieser Themensammlung zahlreiche Ratgeberartikel zu Krediten, Schulden und Zahlungsschwierigkeiten, darunter Informationen zum Pfändungsschutzkonto, zu Inkassoforderungen, Mahnverfahren, BAföG und dem Kinderzuschlag. Weitere Beiträge behandeln den Umgang mit Energiearmut, Inflation, Erbschaftsschulden sowie Risiken von 'Buy now, pay later'-Angeboten und geben praktische Tipps samt Musterbriefen zur Selbsthilfe bei finanziellen Engpässen. Ergänzt wird die Übersicht durch einen Hinweis auf ein Gerichtsverfahren des vzbv gegen die EOS Investment GmbH wegen überhöhter Inkassogebühren, das der Bundesgerichtshof zugunsten des Unternehmens entschied.
Original - 04
Verbraucherzentrale-Ratgeber: Finanzthemen von Dividenden bis Betrugsfallen
Verbraucher Zentrale GeldDie Verbraucherzentrale bietet eine umfangreiche Sammlung von Ratgeberartikeln zu Geld- und Versicherungsthemen, die von Grundlagenwissen über Aktien, Dividenden und ETFs bis hin zu Warnungen vor riskanten Anlageformen wie Schneeballsystemen, Börsenbriefen oder ELTIFs reicht. Weitere Schwerpunkte bilden praktische Verbraucherfragen rund um Girokonten, Bankgebühren, Kontowechsel sowie das Basiskonto für Neuankömmlinge in Deutschland, ergänzt durch rechtliche Einordnungen wie aktuelle BGH-Urteile zu Kontogebühren. Abgerundet wird das Angebot durch Sicherheitstipps gegen Betrug im Urlaub und bei Kontoabbuchungen sowie durch Forderungen nach einer Reform der Finanzberatung und einem Standardprodukt für die private Altersvorsorge.
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Festgeldzinsen richtig versteuern: Abgeltungsteuer, Freibetrag und Auslandskonten
FinanztippAuf Festgeldzinsen fallen in Deutschland 25 Prozent Abgeltungsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an, wobei jedoch der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro für Paare) jährlich steuerfrei bleibt und über einen Freistellungsauftrag oder die Steuererklärung genutzt werden kann. Während deutsche Banken die Steuer automatisch abführen, müssen Anleger bei ausländischen Banken die Zinsen meist selbst in der Anlage KAP der Steuererklärung angeben, da diese Institute nicht ans deutsche Finanzamt melden. In bestimmten Ländern wie Österreich, Spanien oder Polen wird zudem eine Quellensteuer erhoben, die sich jedoch häufig durch entsprechende Formulare vermeiden oder zurückfordern lässt, wobei die deutsche Steuerpflicht davon unberührt bleibt.
Original - 06
Creditplus Bank: Attraktive Festgeldzinsen mit Tücke bei Verlängerung
FinanztippDie Creditplus Bank bietet Festgeld mit Laufzeiten zwischen 3 und 84 Monaten bei Zinsen von 2,2 bis 2,7 Prozent an, wobei Finanztip aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit maximal 36 Monate empfiehlt. Kunden müssen mindestens 5.000 Euro einzahlen und ihr Konto spätestens drei Werktage vor Laufzeitende kündigen, da sich der Vertrag sonst automatisch zum aktuellen Zinssatz verlängert. Ein Online-Zugang zum Konto fehlt, weshalb Anliegen wie Kontostandsabfragen nur telefonisch über die Festgeld-Hotline möglich sind; das Geld ist über die gesetzliche Einlagensicherung sowie den Einlagensicherungsfonds deutscher Banken geschützt.
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Häufige Fragen
Wie hoch wird die Inflationsrate in Deutschland im Juli 2026 voraussichtlich sein?
Laut Destatis wird die Inflationsrate im Juli 2026 voraussichtlich +2,8 % im Vergleich zum Vorjahresmonat betragen, gemessen am Verbraucherpreisindex. Gegenüber Juni 2026 steigen die Preise demnach um 0,8 %.
Welche Themen deckt der Ratgeber der Verbraucherzentrale zur Immobilienfinanzierung ab?
Der Ratgeber behandelt unter anderem vorzeitige Kreditablösung, Vorfälligkeitsentschädigung, Bausparverträge, staatliche Förderungen sowie Alternativen wie Teilverkauf, Umkehrhypothek und Leibrente. Ergänzend gibt es Musterbriefe, Podcasts und ein Finanzglossar für fundierte Entscheidungen.
Welche Hilfen bietet die Verbraucherzentrale bei Schulden und Zahlungsschwierigkeiten?
Die Verbraucherzentrale informiert über Pfändungsschutzkonto, Inkassoforderungen, Mahnverfahren sowie Risiken von 'Buy now, pay later' und bietet praktische Musterbriefe zur Selbsthilfe. Zudem wird auf ein BGH-Urteil zugunsten der EOS Investment GmbH im Streit um Inkassogebühren hingewiesen.
Müssen Festgeldzinsen aus dem Ausland versteuert werden?
Ja, auch Zinsen von ausländischen Banken unterliegen der deutschen Abgeltungsteuer von 25 % zuzüglich Soli und ggf. Kirchensteuer, müssen jedoch selbst in der Anlage KAP der Steuererklärung angegeben werden, da ausländische Institute nicht automatisch ans deutsche Finanzamt melden. Der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (2.000 Euro für Paare) bleibt dabei steuerfrei.
Worauf sollten Anleger bei Festgeld der Creditplus Bank achten?
Die Creditplus Bank bietet Zinsen von 2,2 bis 2,7 Prozent bei Laufzeiten von 3 bis 84 Monaten, wobei eine Mindesteinzahlung von 5.000 Euro erforderlich ist. Da eine Kündigung spätestens drei Werktage vor Laufzeitende erfolgen muss, empfiehlt Finanztip aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit maximal 36 Monate Laufzeit.
Vollständiges Transkript
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Martin: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Geld und Alltag. Mein Name ist Martin, und wie immer ist Nina bei mir, die für euch die Fragen stellt, die wirklich wichtig sind. Hallo Nina.
Nina: Hallo Martin. Und heute haben wir wieder einiges auf dem Zettel, oder?
Martin: Genau, wir starten mit den aktuellen Zahlen zur Inflation, schauen uns dann drei große Ratgeber-Sammlungen der Verbraucherzentrale an, und zum Schluss geht es um Festgeld und Steuern. Also ordentlich Alltagsstoff.
Nina: Fangen wir mit der Inflation an, das betrifft ja wirklich jeden.
Martin: Das Statistische Bundesamt hat vorläufige Zahlen für Juli veröffentlicht. Die Inflationsrate liegt demnach bei plus 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Und im Vergleich zum Juni sind die Preise um 0,8 Prozent gestiegen.
Nina: 0,8 Prozent innerhalb eines Monats klingt erstmal nach viel.
Martin: Das ist tatsächlich ein spürbarer Sprung von Monat zu Monat. Man muss aber dazusagen, solche Monatswerte schwanken stärker, zum Beispiel wegen Sommerpreisen bei Reisen oder saisonalen Lebensmitteln. Die Jahresrate von 2,8 Prozent ist da aussagekräftiger für den langfristigen Trend.
Nina: Und was heißt das jetzt fürs Portemonnaie? Merkt man das im Supermarkt oder eher bei größeren Ausgaben?
Martin: Beides eigentlich. Bei 2,8 Prozent Teuerung reicht ein Gehalt, das gleich bleibt, effektiv nicht mehr so weit wie im Vorjahr. Das betrifft Lebensmittel, aber auch Mieten, Versicherungsbeiträge oder Handwerkerrechnungen. Wer sein Gehalt nicht angepasst bekommt, hat also real weniger in der Tasche.
Nina: Das heißt, beim nächsten Gehaltsgespräch lohnt es sich, diese Zahl im Kopf zu haben.
Martin: Kann man so sagen, ja. Es ist zumindest ein sachlicher Anhaltspunkt, wenn man über einen Ausgleich der Kaufkraft spricht.
Nina: Okay, gut zu wissen. Kommen wir zum nächsten Punkt, die Verbraucherzentrale hat ja gleich mehrere große Ratgeber-Sammlungen veröffentlicht.
Martin: Richtig, und die erste dreht sich um Bau- und Immobilienfinanzierung. Da geht es um Themen wie die vorzeitige Ablösung eines Kredits, die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung, aber auch um Bausparverträge und deren Kündigung.
Nina: Vorfälligkeitsentschädigung, das klingt kompliziert. Was bedeutet das eigentlich?
Martin: Wenn man einen Immobilienkredit vorzeitig zurückzahlen möchte, verlangt die Bank oft eine Ausgleichszahlung, weil ihr durch die frühere Rückzahlung Zinseinnahmen fehlen. Genau das ist die Vorfälligkeitsentschädigung. Die Verbraucherzentrale erklärt, wann diese überhaupt zulässig ist und wie sie berechnet wird.
Nina: Also wichtig für alle, die zum Beispiel ihr Haus verkaufen wollen und den alten Kredit ablösen müssen.
Martin: Genau, oder wer umschulden will, weil woanders bessere Zinsen locken. Die Sammlung geht aber noch weiter, es geht auch um Grundschulden, Ehegattenbürgschaften und Alternativen wie Immobilien-Teilverkauf oder Umkehrhypothek.
Nina: Teilverkauf und Umkehrhypothek, das sind ja eher Themen für ältere Eigentümer, oder?
Martin: Meistens ja, das sind Modelle, bei denen man einen Teil der eigenen Immobilie verkauft oder gegen eine Rente eintauscht, um im Alter zusätzliches Geld zu haben, ohne komplett ausziehen zu müssen. Die Verbraucherzentrale weist aber ausdrücklich darauf hin, dass solche Modelle gut geprüft werden sollten, weil sie langfristig binden.
Nina: [pauses] Also nichts, was man mal schnell am Wochenende entscheidet.
Martin: Definitiv nicht. Und genau deshalb gibt es dort auch Musterbriefe und ein Finanzglossar, damit man sich erstmal informieren kann, bevor man mit einer Bank oder einem Anbieter spricht.
Nina: Gut, kommen wir zum zweiten Ratgeber-Paket, das war zu Krediten, Schulden und Insolvenz, richtig?
Martin: Genau. Da geht es um sehr praktische Alltagsthemen, zum Beispiel das Pfändungsschutzkonto, kurz P-Konto, außerdem um Inkassoforderungen und das Mahnverfahren.
Nina: Das P-Konto, das schützt doch einen bestimmten Betrag auf dem Konto vor dem Zugriff von Gläubigern, oder?
Martin: Genau, ein Grundfreibetrag bleibt geschützt, damit man trotz Schulden weiterhin Miete zahlen und einkaufen kann. Die Verbraucherzentrale erklärt außerdem, wie man mit Inkassoforderungen umgeht, gerade wenn die berechtigt erscheinen, aber die Gebühren zu hoch wirken.
Nina: Da gab es doch auch ein Gerichtsverfahren erwähnt, mit dieser Firma EOS.
Martin: Ja, der Verbraucherzentrale Bundesverband hatte gegen EOS Investment geklagt, wegen überhöhter Inkassogebühren. Der Bundesgerichtshof hat allerdings zugunsten des Unternehmens entschieden. Das zeigt, dass solche Gebührenfragen rechtlich nicht immer eindeutig zugunsten der Verbraucher ausfallen.
Nina: Also lieber genau hinschauen, was einem da in Rechnung gestellt wird.
Martin: Auf jeden Fall. Und die Sammlung geht noch weiter, es gibt auch Infos zu BAföG, zum Kinderzuschlag und zum Umgang mit Energiearmut, also wenn Strom- oder Gasrechnungen zur echten Belastung werden.
Nina: Das passt ja auch gut zur Inflation, über die wir vorhin gesprochen haben.
Martin: Absolut, die Themen hängen zusammen. Und ergänzend wird auch vor sogenannten Buy now, pay later Angeboten gewarnt, also diesen Kauf-jetzt-zahl-später Optionen beim Online-Shopping.
Nina: Ah, diese Rechnungskauf-Buttons an der Kasse im Internet.
Martin: Genau die. Die Verbraucherzentrale warnt, dass sich dadurch leicht mehrere kleine Schulden ansammeln können, ohne dass man den Überblick behält.
Nina: Klingt nach einem Thema, über das man öfter mal sprechen sollte. Aber weiter zum dritten Ratgeber-Paket, da ging es um Dividenden bis Betrugsfallen.
Martin: Ja, das ist quasi das bunteste Paket. Es reicht von Grundlagenwissen zu Aktien, Dividenden und ETFs bis zu Warnungen vor riskanten Anlageformen wie Schneeballsystemen oder bestimmten Börsenbriefen.
Nina: ETF hört man ja ständig. Aber was sind eigentlich ELTIFs, das kam da auch vor?
Martin: ELTIFs sind eine bestimmte Fondsform für langfristige, oft weniger liquide Anlagen, etwa in Infrastruktur oder Unternehmensbeteiligungen. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass diese Produkte komplexer sind und man sich vorher genau informieren sollte, was Risiko und Verfügbarkeit des Geldes angeht.
Nina: Also nichts für den schnellen Einstieg ohne Beratung.
Martin: Genau, und wie immer gilt, individuelle Situationen sind unterschiedlich, deshalb kann man das nicht pauschal empfehlen oder abraten. Interessant ist aber auch der Alltagsteil dieser Sammlung, es geht um Girokonten, Bankgebühren und den Kontowechsel.
Nina: Das betrifft ja wirklich fast jeden.
Martin: Ja, und es gibt sogar aktuelle BGH-Urteile zu Kontogebühren, die zeigen, dass Banken nicht einfach beliebig Gebühren erhöhen dürfen, ohne die Zustimmung der Kunden einzuholen.
Nina: Gut zu wissen, falls man mal eine überraschende Gebührenerhöhung auf dem Kontoauszug findet.
Martin: Genau, und ergänzend gibt es noch Sicherheitstipps gegen Betrug im Urlaub und bei Kontoabbuchungen, also klassische Alltagsvorsicht.
Nina: Okay, das war jetzt viel Verbraucherzentrale, aber wirklich praxisnah. Kommen wir zum Festgeld-Thema, das interessiert bestimmt viele Sparer.
Martin: Ja, zwei Meldungen von Finanztipp beschäftigen sich damit. Die erste dreht sich um die Besteuerung von Festgeldzinsen. Grundsätzlich fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer an, plus Solidaritätszuschlag und je nach Bundesland Kirchensteuer.
Nina: Das klingt erstmal nach ordentlich Abzug.
Martin: Ist es auch, aber es gibt den Sparerpauschbetrag, 1000 Euro pro Person, 2000 Euro für Paare. Bis zu dieser Grenze bleiben Kapitalerträge steuerfrei, wenn man rechtzeitig einen Freistellungsauftrag bei der Bank einreicht.
Nina: Und wenn ich das vergesse, den Freistellungsauftrag einzureichen?
Martin: Dann zieht die Bank die Steuer zunächst ab, man kann sich das zu viel gezahlte Geld aber über die Steuererklärung zurückholen. Bei ausländischen Banken ist es allerdings anders, da meldet das Institut die Zinsen meist nicht automatisch ans deutsche Finanzamt.
Nina: Das heißt, man muss selbst aktiv werden?
Martin: Genau, man trägt die Zinsen dann selbst in der Anlage KAP der Steuererklärung ein. Und in manchen Ländern wie Österreich, Spanien oder Polen wird zusätzlich eine Quellensteuer erhoben, die sich aber häufig über bestimmte Formulare zurückholen oder von vornherein vermeiden lässt.
Nina: Also bei ausländischem Festgeld lieber etwas genauer hinschauen.
Martin: Auf jeden Fall, weil die deutsche Steuerpflicht davon ja unberührt bleibt, das Finanzamt will die Erträge trotzdem wissen.
Nina: Und dann gab es noch das konkrete Beispiel mit der Creditplus Bank.
Martin: Ja, die bietet Festgeld mit Laufzeiten von 3 bis 84 Monaten an, mit Zinsen zwischen 2,2 und 2,7 Prozent. Finanztipp empfiehlt aber, wegen der eingeschränkten Verfügbarkeit während der Laufzeit, höchstens 36 Monate zu wählen.
Nina: Was heißt eingeschränkte Verfügbarkeit konkret?
Martin: Das Geld ist während der Laufzeit fest gebunden, man kommt also nicht einfach vorzeitig ran. Und es gibt noch eine Besonderheit, wenn man das Konto nicht spätestens drei Werktage vor Ende der Laufzeit kündigt, verlängert es sich automatisch zum dann aktuellen Zinssatz.
Nina: Das könnte ja ungünstig sein, wenn der Zins zu diesem Zeitpunkt niedriger ist.
Martin: Genau das ist der Punkt, den man im Kalender vormerken sollte. Außerdem gibt es keinen Online-Zugang zum Konto, Kontostandsabfragen laufen nur telefonisch über eine Hotline.
Nina: Das ist schon eher altmodisch für ein Festgeldkonto.
Martin: Stimmt, aber sicherheitstechnisch ist das Geld natürlich trotzdem über die gesetzliche Einlagensicherung und den Einlagensicherungsfonds deutscher Banken geschützt.
Nina: Gut, also wieder ein Fall von genau lesen, bevor man unterschreibt.
Martin: [laughs] Das ist eigentlich die Zusammenfassung der ganzen heutigen Folge, oder?
Nina: Stimmt, von der Inflation über die Verbraucherzentrale-Ratgeber bis zum Festgeld, überall lohnt sich der zweite Blick.
Martin: Fassen wir kurz zusammen, die Inflationsrate liegt im Juli voraussichtlich bei 2,8 Prozent, das schmälert die Kaufkraft weiter. Die Verbraucherzentrale hat umfassende Ratgeber zu Immobilienfinanzierung, Schulden und Geldanlage veröffentlicht, die bei konkreten Fragen wirklich weiterhelfen können. Und bei Festgeld lohnt sich ein Blick auf Steuern, Freistellungsauftrag und die genauen Vertragsbedingungen, gerade bei automatischen Verlängerungen.
Nina: Danke Martin, das war wieder eine Menge hilfreicher Alltagsinfos. Bis zur nächsten Folge von Geld und Alltag.
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