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Geld & Alltag
Folge 4811.09.20269:12 KI-vertont

Inflation auf 2,9 Prozent: EZB erhöht Leitzins auf 2,50 Prozent (11.09.2026)

Inflation klettert auf 2,9 Prozent, die EZB zieht die Zinsschraube auf 2,50 Prozent an – Nahost-Konflikt und Krankenversicherung treiben die Kosten. Plus: Was ich als ETF-Anfänger über Geldanlage gelernt habe.

Themen

In dieser Folge

06
  1. 01

    Inflationsrate in Deutschland steigt im August 2026 auf 2,9 Prozent

    DeStatis

    Die deutsche Inflationsrate hat sich im August 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat auf 2,9 % erhöht, nachdem sie im Juli bei 2,8 % und im Juni bei 2,3 % gelegen hatte, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Hauptursache waren erneut kräftig gestiegene Energiepreise, insbesondere Kraftstoffe, die durch den Iran-Krieg um 27,7 % teurer wurden, während Strom, Erdgas und Fernwärme dank staatlicher Maßnahmen günstiger waren. Nahrungsmittel verteuerten sich mit +0,1 % kaum, die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel lag bei 2,4 %, und gegenüber dem Vormonat Juli stiegen die Preise insgesamt um 0,2 %.

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  2. 02

    Krankenversicherung

    Verbraucher Zentrale Geld

    Mehr aus Ihrer Krankenversicherung herausholen: Die Verbraucherzentrale bietet unabhängige Beratung zu GKV und PKV in Deutschland. Erfahren Sie alles über den Krankenkassenwechsel, Zusatzleistungen, steigende Beiträge und Ihre Rechte bei Krankengeld. Optimieren Sie Ihren Schutz!

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  3. 03

    EZB erhöht Leitzinsen wegen anhaltendem Inflationsdruck durch Nahost-Konflikt

    Bundesbank

    Der EZB-Rat hat die drei Leitzinssätze um jeweils 25 Basispunkte angehoben, sodass der Einlagesatz ab dem 16. September 2026 bei 2,50 Prozent liegt. Grund ist der anhaltende Inflationsdruck infolge des Nahost-Konflikts, wobei die EZB-Fachleute für 2026 eine Inflation von 3,0 Prozent und erst 2028 eine Annäherung an das 2-Prozent-Ziel erwarten. Gleichzeitig wurde die Wachstumsprognose für 2027 und 2028 wegen der robusteren Konjunktur im Euroraum nach oben revidiert, wobei der EZB-Rat betont, künftige Zinsentscheidungen weiterhin von Sitzung zu Sitzung datenabhängig zu treffen.

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  4. 04

    Geldanlage: Was ich als ETF-Anfänger gelernt habe

    Handelsblatt

    Ein Handelsblatt-Redakteur beschreibt, wie er jahrelang seine Finanzen vernachlässigte und sein Geld meist unverzinst auf dem Girokonto liegen ließ. Erst mit 42 Jahren, nach dem Wechsel zum Handelsblatt, überprüfte er seine 2008 abgeschlossene aktienbasierte Rentenversicherung genauer und stellte ernüchtert fest, dass er nach über 15 Jahren und mehr als 20.000 Euro Einzahlungen nur 1000 Euro Gewinn erzielt hatte. Dieser Weckruf brachte ihn dazu, sich intensiver mit Geldanlage und insbesondere ETFs zu beschäftigen.

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  5. 05

    EZB hebt Leitzins wegen Inflationsdruck durch Nahost-Konflikt auf 2,50 Prozent an

    Manager Magazin

    Die Europäische Zentralbank hat ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2,50 Prozent erhöht, den zweiten Zinsschritt in diesem Jahr, da der Irankrieg über gestiegene Energiepreise anhaltenden Inflationsdruck erzeugt. Präsidentin Christine Lagarde warnte, die Teuerung werde bis mindestens 2027 deutlich über dem Zielwert von 2 Prozent bleiben, während die EZB die Wachstumsaussichten für den Euroraum leicht nach oben korrigierte. Wirtschaftsverbände wie DIHK und Bankenverband reagierten verständnisvoll, aber besorgt und warnten vor zusätzlichen Belastungen für Investitionen der ohnehin schwächelnden deutschen Konjunktur, insbesondere im Mittelstand.

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  6. 06

    Inflationsrate in Deutschland steigt im August auf 2,9 Prozent

    Zeit

    Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im August infolge des Irankriegs um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, wie das Statistische Bundesamt bestätigte. Besonders Kraftstoffe verteuerten sich stark, während Strom, Erdgas und Fernwärme günstiger wurden; auch bei Lebensmitteln wie Eiern und Gemüse zogen die Preise deutlich an. Ökonomen erwarten angesichts anhaltend hoher Energiepreise, Hitze und Niedrigwasser auch für die kommenden Jahre erhöhte Inflationsraten von bis zu drei Prozent.

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FAQ

Häufige Fragen

Warum ist die deutsche Inflationsrate im August 2026 auf 2,9 Prozent gestiegen?

Hauptursache waren kräftig gestiegene Energiepreise, insbesondere Kraftstoffe, die durch den Iran-Krieg um 27,7 % teurer wurden, während Strom, Erdgas und Fernwärme dank staatlicher Maßnahmen günstiger waren. Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel lag bei 2,4 %.

Wie hat die EZB auf den anhaltenden Inflationsdruck reagiert?

Die EZB hat ihre Leitzinsen um 25 Basispunkte angehoben, sodass der Einlagesatz ab dem 16. September 2026 bei 2,50 Prozent liegt. Sie begründet dies mit dem durch den Nahost-Konflikt verursachten Inflationsdruck und erwartet eine Annäherung an das 2-Prozent-Ziel erst 2028.

Wie reagieren deutsche Wirtschaftsverbände auf die Zinserhöhung der EZB?

Verbände wie DIHK und Bankenverband zeigen sich verständnisvoll, aber besorgt, da sie zusätzliche Belastungen für Investitionen der ohnehin schwächelnden deutschen Konjunktur, insbesondere im Mittelstand, fürchten.

Was kann man von den Erfahrungen eines ETF-Anfängers zur Geldanlage lernen?

Ein Handelsblatt-Redakteur erkannte erst mit 42 Jahren, dass sein Geld jahrelang unverzinst auf dem Girokonto lag und eine 2008 abgeschlossene Rentenversicherung nach über 15 Jahren und 20.000 Euro Einzahlungen nur 1000 Euro Gewinn erzielte. Dies motivierte ihn, sich intensiver mit ETFs als Anlageform zu beschäftigen.

Welche Themen deckt die Verbraucherzentrale-Beratung zur Krankenversicherung ab?

Die unabhängige Beratung umfasst Informationen zum Krankenkassenwechsel, zu Zusatzleistungen, steigenden Beiträgen sowie den Rechten bei Krankengeld in der GKV und PKV. Ziel ist es, Verbrauchern zu helfen, ihren Versicherungsschutz zu optimieren.

Vollständiges Transkript

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Martin: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Geld und Alltag. Ich bin Martin, und wie immer ist Nina bei mir, die für euch alle Fragen stellt, die man sich beim Frühstückskaffee auch selbst stellen würde. Hallo Nina.

Nina: Hallo Martin. Und heute habe ich tatsächlich schon beim Kaffee gemerkt, dass irgendwas teurer geworden ist [laughs]. Passt ja ganz gut zum Thema.

Martin: Das passt sogar sehr gut, denn wir starten direkt mit den neuen Zahlen vom Statistischen Bundesamt. Die Inflationsrate in Deutschland lag im August bei 2,9 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr. Im Juli waren es noch 2,8 Prozent, im Juni sogar nur 2,3.

Nina: Das klingt nach einem stetigen Anstieg. Woran liegt das konkret?

Martin: Hauptsächlich an den Energiepreisen, vor allem an Kraftstoffen. Die sind wegen des Konflikts im Nahen Osten um fast 28 Prozent teurer geworden. Strom, Erdgas und Fernwärme dagegen sind durch staatliche Entlastungen etwas günstiger geblieben.

Nina: Also tanken tut richtig weh, aber die Heizkostenabrechnung fällt entspannter aus?

Martin: Genau, das ist im Moment die Lage. Bei Lebensmitteln war die Entwicklung insgesamt moderat, nur ein leichtes Plus. Allerdings gab es bei einzelnen Produkten wie Eiern und Gemüse spürbare Sprünge nach oben.

Nina: Und was heißt das jetzt für den ganz normalen Wocheneinkauf? Muss man sich auf dauerhaft höhere Preise einstellen?

Martin: Die sogenannte Kernrate, also ohne Energie und Lebensmittel, liegt bei 2,4 Prozent. Das zeigt, dass der Preisdruck insgesamt nicht explodiert, aber eben auch nicht verschwindet. Ökonomen rechnen wegen der Energiesituation, aber auch wegen Hitze und niedrigem Wasserstand in Flüssen, in den kommenden Jahren weiter mit Raten bis zu drei Prozent.

Nina: [pauses] Das ist schon eine Weile mehr als das, was man sich früher unter einer normalen Teuerung vorgestellt hat.

Martin: Stimmt, die klassische Zielmarke der Europäischen Zentralbank liegt ja bei zwei Prozent. Und genau deshalb hat die EZB jetzt auch reagiert.

Nina: Reagiert wie? Mit den Zinsen?

Martin: Genau. Der EZB-Rat hat alle drei Leitzinssätze um jeweils 25 Basispunkte angehoben. Der sogenannte Einlagesatz liegt damit ab Mitte September bei 2,50 Prozent. Das ist bereits die zweite Erhöhung in diesem Jahr.

Nina: Für alle, die mit dem Begriff nichts anfangen können, was bedeutet dieser Einlagesatz eigentlich im Alltag?

Martin: Vereinfacht gesagt ist das der Zins, den Banken bekommen, wenn sie Geld bei der EZB parken. Steigt dieser Satz, wird es für Banken tendenziell attraktiver, auch euch etwas mehr Zinsen auf Tagesgeld oder Festgeld zu zahlen. Gleichzeitig werden Kredite, etwa für Autos oder Bauvorhaben, im Schnitt eher teurer.

Nina: Also für Sparer eher positiv, für alle, die gerade einen Kredit brauchen, eher unangenehm.

Martin: So kann man das grob zusammenfassen, wobei es hier keine Garantien gibt. Jede Bank entscheidet am Ende selbst, wie stark sie diese Zinsschritte an ihre Kundschaft weitergibt.

Nina: Und warum erhöht die EZB die Zinsen ausgerechnet jetzt, wenn die Wirtschaft in Deutschland eher schwächelt?

Martin: Weil die Inflationsbekämpfung aktuell Vorrang hat. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat deutlich gemacht, dass die Teuerung mindestens bis 2027 über dem Zielwert bleiben dürfte. Gleichzeitig wurde die Wachstumsprognose für die kommenden Jahre sogar leicht nach oben korrigiert, weil sich die Konjunktur im Euroraum insgesamt robuster zeigt als erwartet.

Nina: Das heißt, die EZB sieht die Wirtschaft nicht in akuter Gefahr durch die höheren Zinsen?

Martin: Zumindest nicht insgesamt. Wirtschaftsverbände wie der DIHK und der Bankenverband sehen das differenzierter. Sie äußern Verständnis für den Zinsschritt, warnen aber gleichzeitig davor, dass höhere Zinsen Investitionen bremsen könnten, besonders für den Mittelstand in Deutschland, der ohnehin schon mit einer schwächeren Konjunktur kämpft.

Nina: Also ein Balanceakt zwischen Inflation runterbekommen und Wirtschaft nicht komplett auszubremsen.

Martin: Exakt. Und wie das am Ende ausgeht, hängt stark davon ab, wie sich die Energiepreise weiterentwickeln. Die EZB betont selbst, dass zukünftige Entscheidungen von Sitzung zu Sitzung getroffen werden, abhängig von neuen Daten.

Nina: Kommen wir vielleicht noch zu einem Thema, das mich persönlich ein bisschen erschreckt hat. Ihr hattet da eine Geschichte aus dem Handelsblatt.

Martin: Ja, eine sehr ehrliche Geschichte. Ein Redakteur beschreibt, wie er über Jahre sein Geld einfach unverzinst auf dem Girokonto liegen ließ. Erst mit 42 Jahren hat er sich seine alte, aktienbasierte Rentenversicherung genauer angeschaut, die er 2008 abgeschlossen hatte.

Nina: Und was kam dabei raus?

Martin: Nach mehr als 15 Jahren und über 20.000 Euro eingezahltem Geld standen am Ende nur etwa 1000 Euro Gewinn. Das war für ihn ein echter Weckruf, sich intensiver mit dem Thema Geldanlage zu beschäftigen, unter anderem mit ETFs.

Nina: [sighs] 1000 Euro Gewinn nach über 20.000 Euro Einzahlung, das ist schon ziemlich ernüchternd.

Martin: Absolut. Wichtig ist aber, das nicht als generelles Urteil über alle Verträge dieser Art zu verstehen. Verträge, Laufzeiten und Kosten unterscheiden sich stark. Die Geschichte zeigt eher, wie wichtig es ist, bestehende Verträge irgendwann einmal wirklich genau zu prüfen, statt sie einfach laufen zu lassen.

Nina: Also nicht ETFs als Wundermittel verkaufen, sondern eher die Erkenntnis, überhaupt mal genauer hinzuschauen.

Martin: Ganz genau, und ob ETFs, eine bestehende Versicherung oder eine andere Anlageform für die eigene Situation passt, das ist am Ende immer eine individuelle Frage, die man idealerweise mit unabhängiger Beratung klärt.

Nina: Stichwort unabhängige Beratung, da hatten wir doch auch noch etwas zur Krankenversicherung auf dem Zettel.

Martin: Ja, die Verbraucherzentrale weist aktuell wieder verstärkt darauf hin, dass sich ein genauerer Blick auf die eigene Krankenversicherung lohnen kann. Es geht um Themen wie steigende Beiträge, die Möglichkeit eines Kassenwechsels, sogenannte Zusatzleistungen und die eigenen Rechte beim Krankengeld.

Nina: Was heißt das für jemanden, der einfach nur mal checken will, ob er zu viel zahlt oder etwas verpasst?

Martin: Ein guter erster Schritt ist, den eigenen Versicherungsschein und die Beitragsbescheide der letzten Jahre rauszusuchen und zu vergleichen, was sich verändert hat. Bei Fragen zu Wechselmöglichkeiten oder Zusatzleistungen kann eine unabhängige Beratung, etwa bei der Verbraucherzentrale, helfen, die eigene Situation besser einzuschätzen. Eine pauschale Empfehlung, jetzt zu wechseln oder nicht, gibt es hier aber ausdrücklich nicht.

Nina: Verstehe, also erstmal informieren, dann individuell entscheiden.

Martin: Genau, wie eigentlich bei den meisten Finanzthemen, die wir hier besprechen.

Nina: Wenn ich das alles zusammenfasse, klingt es fast so, als würden alle Themen heute irgendwie zusammenhängen.

Martin: Tun sie auch. Höhere Energiepreise treiben die Inflation, die Inflation treibt die EZB zu höheren Zinsen, und höhere Zinsen verändern wieder, wie sich Sparen, Kredite und Altersvorsorge im Alltag auswirken. Am Ende landet man immer wieder bei der gleichen Frage, nämlich wie gut man den eigenen Überblick über Verträge, Ausgaben und Ersparnisse eigentlich hat.

Nina: Dann fasse ich für unsere Hörerinnen und Hörer noch mal kurz zusammen, worauf man achten sollte. Erstens, die Preise für Kraftstoffe und einzelne Lebensmittel im Blick behalten, auch wenn Strom und Gas gerade eher entlastend wirken. Zweitens, bei Krediten und Sparanlagen die neuen Zinssätze der EZB im Hinterkopf haben. Und drittens, alte Verträge wie Versicherungen oder Vorsorgeprodukte ruhig mal wieder aus der Schublade holen und prüfen.

Martin: Sehr gut zusammengefasst. Wichtig ist mir zum Schluss noch der Hinweis, dass wir hier keine individuelle Steuer-, Versicherungs- oder Anlageberatung geben können. Jede persönliche Situation ist anders, deshalb lohnt sich bei größeren Entscheidungen immer der Blick auf die eigenen Zahlen oder eine unabhängige Beratung.

Nina: Danke Martin, das war wieder ein guter Überblick für den Alltag. Und zum Abschluss noch der übliche Hinweis, dieser Podcast wird vollständig von künstlicher Intelligenz erstellt, alle Quellen und Hintergründe zu den heutigen Themen findet ihr auf unserer Website.

Martin: Genau, schaut da gerne noch mal genauer nach, wenn euch ein Thema besonders interessiert hat. Wir freuen uns, wenn ihr auch bei der nächsten Folge von Geld und Alltag wieder dabei seid, um informiert zu bleiben und im Alltag den Überblick zu behalten. Bis dahin, macht's gut.

Nina: Bis bald und danke fürs Zuhören.

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