Kreditfallen, Energiepreise und Steuerpflicht: Was Verbraucher jetzt wissen müssen (14.09.2026)
Krankenkassen, Kredite, Schulden und Zinsen: Wir checken, ob die Santander Kund:innen in Versicherungen drängt, was Schnabels Warnung für Anleger bedeutet und warum das Finanzamt bei der Energiepreispauschale zugreifen darf.
In dieser Folge
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Krankenversicherung: Überblick über wichtige Verbraucherthemen
Verbraucher Zentrale GeldDie Verbraucherzentrale bietet eine umfangreiche Sammlung von Ratgeberartikeln rund um die Kranken- und Zahnversicherung, die Themen wie Kassenleistungen, Kassenwechsel, Auslandsschutz, Bonusprogramme, elektronische Patientenakte und Hilfsmittelversorgung abdecken. Weitere Beiträge informieren über Krankengeld, Familienversicherung, freiwillige gesetzliche Versicherung sowie die Rechte von Rentner:innen und Versicherten bei abgelehnten Anträgen. Ziel ist es, Verbraucher:innen praxisnah über ihre Ansprüche und Möglichkeiten im deutschen Krankenversicherungssystem aufzuklären.
Original - 02
Themenübersicht der Verbraucherzentrale zu Geld und Versicherungen
Verbraucher Zentrale GeldDie Verbraucherzentrale bietet eine umfangreiche Sammlung von Ratgeberartikeln zu Finanzthemen, die von Dividenden, ETFs und Anleihen über Girokonten, Kontowechsel und Bankgebühren bis hin zu Risiken bei Geldanlagen wie Dachfonds, ELTIFs, Bitcoin und Schneeballsystemen reichen. Zusätzlich werden praktische Themen wie Bankgeschäfte mit Minderjährigen, Zahlungsmittel im Ausland, Basiskonten für Neuankömmlinge sowie Betrugsmaschen im Urlaub und bei Kontoabbuchungen behandelt. Ziel der Beiträge ist es, Verbraucher:innen fundiertes Wissen für eigenständige und sichere Finanzentscheidungen zu vermitteln.
Original - 03
Verbraucherzentrale bietet umfassende Ratgeber zu Krediten, Schulden und Zahlungsproblemen
Verbraucher Zentrale GeldDie Verbraucherzentrale stellt eine breite Sammlung an Ratgebern rund um Kredite, Schulden und Insolvenz bereit, die Themen wie P-Konto-Pfändungsschutz, Umgang mit Inkassoforderungen, Mahnverfahren, BAföG, Kinderzuschlag sowie Energieschulden und finanzielle Engpässe abdecken. Besonders im Fokus stehen praktische Hilfestellungen wie Musterbriefe zum Widerspruch gegen unseriöse Inkassoforderungen, Tipps zum Sparen bei Krediten und Inflation sowie Warnungen vor Risiken durch „Buy now, pay later“-Angebote. Zudem wird über einen aktuellen Rechtsstreit berichtet, in dem der Bundesgerichtshof eine Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands gegen überhöhte Inkasso-Gebühren der EOS Investment GmbH abgewiesen hat.
Original - 04
Santander Bank: Drängt sie Kreditkund:innen in eine Versicherung?
VerbracuerzentraleDie Santander Consumer Bank bietet beim Kreditabschluss gern die teure Existenzschutz-Versicherung „Santander Protect“ an. Die Verbraucherzentralen warnen: Ein Abschluss ist nicht verpflichtend, lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
Original - 05
Geldpolitik: EZB-Direktorin Schnabel nennt Energiepreisanstieg „besorgniserregend“ – Anleiherenditen steigen weiter
HandelsblattErdöl und Erdgas werden auf den Weltmärkten immer teurer. Die wachsenden Energiepreise erhöhen den Druck auf die Währungshüter. Die Anleihemärkte reagieren.
Original - 06
Bundesfinanzhof bestätigt Steuerpflicht der Energiepreispauschale
FAZ WirtschaftDer Bundesfinanzhof hat entschieden, dass die 2022 an Arbeitnehmer gezahlte Energiepreispauschale von 300 Euro zu Recht der Einkommensteuer unterworfen wurde und dies verfassungsgemäß ist. Ein Arbeitnehmer hatte geklagt, weil er sich gegenüber Minijobbern benachteiligt sah, denen die Pauschale steuerfrei als „Bruttosubvention“ ausgezahlt wurde, doch der BFH sah darin eine gerechtfertigte Ungleichbehandlung zugunsten einkommensschwächerer Gruppen. Offen bleiben weiterhin drei Verfahren zur Besteuerung der Energiepreispauschale bei Rentnern, die sich auf eine Ungleichbehandlung gegenüber steuerfrei gestellten Studierenden und Berufsschülern berufen.
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Krankenversicherung: Überblick über wichtige Verbraucherthemen
Verbraucher Zentrale GeldDie Verbraucherzentrale bietet eine umfangreiche Sammlung von Ratgeberartikeln rund um die Kranken- und Zahnversicherung, die Themen wie Kassenleistungen, Kassenwechsel, Auslandsschutz, Bonusprogramme, elektronische Patientenakte und Hilfsmittelversorgung abdecken. Weitere Beiträge informieren über Krankengeld, Familienversicherung, freiwillige gesetzliche Versicherung sowie die Rechte von Rentner:innen und Versicherten bei abgelehnten Anträgen. Ziel ist es, Verbraucher:innen praxisnah über ihre Ansprüche und Möglichkeiten im deutschen Krankenversicherungssystem aufzuklären.
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Themenübersicht der Verbraucherzentrale zu Geld und Versicherungen
Verbraucher Zentrale GeldDie Verbraucherzentrale bietet eine umfangreiche Sammlung von Ratgeberartikeln zu Finanzthemen, die von Dividenden, ETFs und Anleihen über Girokonten, Kontowechsel und Bankgebühren bis hin zu Risiken bei Geldanlagen wie Dachfonds, ELTIFs, Bitcoin und Schneeballsystemen reichen. Zusätzlich werden praktische Themen wie Bankgeschäfte mit Minderjährigen, Zahlungsmittel im Ausland, Basiskonten für Neuankömmlinge sowie Betrugsmaschen im Urlaub und bei Kontoabbuchungen behandelt. Ziel der Beiträge ist es, Verbraucher:innen fundiertes Wissen für eigenständige und sichere Finanzentscheidungen zu vermitteln.
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Verbraucherzentrale bietet umfassende Ratgeber zu Krediten, Schulden und Zahlungsproblemen
Verbraucher Zentrale GeldDie Verbraucherzentrale stellt eine breite Sammlung an Ratgebern rund um Kredite, Schulden und Insolvenz bereit, die Themen wie P-Konto-Pfändungsschutz, Umgang mit Inkassoforderungen, Mahnverfahren, BAföG, Kinderzuschlag sowie Energieschulden und finanzielle Engpässe abdecken. Besonders im Fokus stehen praktische Hilfestellungen wie Musterbriefe zum Widerspruch gegen unseriöse Inkassoforderungen, Tipps zum Sparen bei Krediten und Inflation sowie Warnungen vor Risiken durch „Buy now, pay later“-Angebote. Zudem wird über einen aktuellen Rechtsstreit berichtet, in dem der Bundesgerichtshof eine Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands gegen überhöhte Inkasso-Gebühren der EOS Investment GmbH abgewiesen hat.
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Santander Bank: Drängt sie Kreditkund:innen in eine Versicherung?
VerbracuerzentraleDie Santander Consumer Bank bietet beim Kreditabschluss gern die teure Existenzschutz-Versicherung „Santander Protect“ an. Die Verbraucherzentralen warnen: Ein Abschluss ist nicht verpflichtend, lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
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Geldpolitik: EZB-Direktorin Schnabel nennt Energiepreisanstieg „besorgniserregend“ – Anleiherenditen steigen weiter
HandelsblattErdöl und Erdgas werden auf den Weltmärkten immer teurer. Die wachsenden Energiepreise erhöhen den Druck auf die Währungshüter. Die Anleihemärkte reagieren.
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Bundesfinanzhof bestätigt Steuerpflicht der Energiepreispauschale
FAZ WirtschaftDer Bundesfinanzhof hat entschieden, dass die 2022 an Arbeitnehmer gezahlte Energiepreispauschale von 300 Euro zu Recht der Einkommensteuer unterworfen wurde und dies verfassungsgemäß ist. Ein Arbeitnehmer hatte geklagt, weil er sich gegenüber Minijobbern benachteiligt sah, denen die Pauschale steuerfrei als „Bruttosubvention“ ausgezahlt wurde, doch der BFH sah darin eine gerechtfertigte Ungleichbehandlung zugunsten einkommensschwächerer Gruppen. Offen bleiben weiterhin drei Verfahren zur Besteuerung der Energiepreispauschale bei Rentnern, die sich auf eine Ungleichbehandlung gegenüber steuerfrei gestellten Studierenden und Berufsschülern berufen.
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Häufige Fragen
Welche Verbraucherthemen deckt die Verbraucherzentrale im Bereich Krankenversicherung ab?
Die Ratgeber behandeln Kassenleistungen, Kassenwechsel, Auslandsschutz, Bonusprogramme, elektronische Patientenakte, Hilfsmittelversorgung sowie Krankengeld und Familienversicherung. Zusätzlich werden Rechte von Rentner:innen und Versicherten bei abgelehnten Anträgen erläutert, um praxisnahe Orientierung im gesetzlichen Krankenversicherungssystem zu bieten.
Welche Finanzthemen behandelt die Verbraucherzentrale im Bereich Geld und Versicherungen?
Die Beiträge reichen von Geldanlagen wie Dividenden, ETFs, Anleihen und Bitcoin bis zu praktischen Themen wie Girokonten, Kontowechsel und Bankgebühren. Auch Risiken wie Schneeballsysteme sowie Betrugsmaschen im Urlaub oder bei Kontoabbuchungen werden thematisiert, um sichere Finanzentscheidungen zu fördern.
Wie unterstützt die Verbraucherzentrale Menschen mit Schulden oder Zahlungsproblemen?
Sie bietet Ratgeber zu P-Konto-Pfändungsschutz, Inkassoforderungen, Mahnverfahren sowie finanziellen Hilfen wie BAföG und Kinderzuschlag. Zudem gibt es Musterbriefe gegen unseriöse Inkassoforderungen und Warnhinweise zu Risiken von „Buy now, pay later“-Angeboten.
Warum warnen Verbraucherzentralen vor der Santander-Versicherung „Santander Protect“?
Die Santander Consumer Bank bietet beim Kreditabschluss häufig die teure Existenzschutz-Versicherung „Santander Protect“ an, obwohl diese nicht verpflichtend ist. Verbraucherzentralen raten, sich beim Kreditabschluss nicht zu einem Abschluss drängen zu lassen.
Wie hat der Bundesfinanzhof zur Steuerpflicht der Energiepreispauschale entschieden?
Der Bundesfinanzhof bestätigte, dass die 2022 gezahlte Energiepreispauschale von 300 Euro rechtmäßig der Einkommensteuer unterliegt. Die unterschiedliche steuerliche Behandlung gegenüber Minijobbern wurde als verfassungsgemäße Begünstigung einkommensschwächerer Gruppen eingestuft, während Verfahren zu Rentner:innen noch offen sind.
Vollständiges Transkript
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Martin: Herzlich willkommen zu Geld und Alltag, ich bin Martin. Mit mir wie immer Nina, die für euch nachfragt, wenn es zu kompliziert wird.
Nina: Genau, das ist mein Job [laughs]. Und heute haben wir wieder einiges auf der Liste, oder?
Martin: Ja, ziemlich viel sogar. Wir starten mit der Krankenversicherung. Die Verbraucherzentrale hat gerade ihre Ratgeber-Sammlung aktualisiert, mit ganz praktischen Themen: Kassenwechsel, Bonusprogramme, Auslandsschutz, elektronische Patientenakte.
Nina: Das klingt nach ziemlich viel Stoff. Was ist denn davon für den Alltag am wichtigsten?
Martin: Ich würde sagen, der Kassenwechsel und die Rechte bei abgelehnten Anträgen. Viele wissen gar nicht, dass man widersprechen kann, wenn die Krankenkasse eine Leistung ablehnt. Und beim Kassenwechsel lohnt sich manchmal ein Blick auf Zusatzbeiträge, die sich ja von Kasse zu Kasse unterscheiden.
Nina: Und die elektronische Patientenakte, betrifft die inzwischen alle?
Martin: Im Grunde ja, sie wird ja nach und nach für gesetzlich Versicherte eingeführt. Wer das nicht möchte, kann aber widersprechen. Wichtig ist einfach, sich vorher zu informieren, was da an Daten gespeichert wird und wer Zugriff hat.
Nina: Okay, verstehe. Also eher ein Thema zum Nachlesen als zum Panik bekommen.
Martin: Genau, kein Grund zur Eile, aber gut zu wissen, dass es das gibt. Weiter geht's mit einer zweiten großen Themensammlung der Verbraucherzentrale, dieses Mal zu Geld und Versicherungen allgemein. Da geht's um Girokonten, Kontowechsel, Bankgebühren, aber auch um Risiken bei Geldanlagen.
Nina: Welche Risiken meinst du konkret?
Martin: Zum Beispiel bei sogenannten Dachfonds oder ELTIFs, also Fonds, die in eher illiquide Anlagen investieren. Oder bei Bitcoin und anderen Kryptowerten. Die Verbraucherzentrale warnt da vor allem vor Schneeballsystemen, die sich als seriöse Geldanlage tarnen.
Nina: Also wieder das alte Thema: klingt zu gut, um wahr zu sein, ist es meistens auch.
Martin: [laughs] So ungefähr, ja. Ich will hier aber keine Anlageempfehlung geben, das ist nicht unsere Aufgabe. Wichtig ist einfach, bei ungewöhnlich hohen Renditeversprechen skeptisch zu sein und sich vorher unabhängig zu informieren.
Nina: Und was war das mit den Basiskonten, die du erwähnt hast?
Martin: Das betrifft vor allem Menschen, die neu in Deutschland sind oder aus anderen Gründen kein normales Girokonto bekommen. Jede Bank ist gesetzlich verpflichtet, ein Basiskonto anzubieten, mit dem man zumindest Überweisungen und Kartenzahlungen machen kann.
Nina: Gut zu wissen. Das dritte große Thema war, glaube ich, Kredite und Schulden?
Martin: Genau, auch da hat die Verbraucherzentrale eine ganze Sammlung an Ratgebern. Es geht um den P-Konto-Pfändungsschutz, den Umgang mit Inkassoforderungen, Mahnverfahren, aber auch um BAföG und den Kinderzuschlag.
Nina: P-Konto, das war doch dieses Konto, das vor Pfändung geschützt ist, oder?
Martin: Genau, ein Pfändungsschutzkonto. Damit bleibt ein bestimmter Grundbetrag geschützt, selbst wenn jemand verschuldet ist. Und was mir besonders aufgefallen ist: Es gibt Musterbriefe, mit denen man gegen unseriöse Inkassoforderungen widersprechen kann.
Nina: Das ist ja praktisch, wenn man plötzlich so einen Brief im Briefkasten hat und nicht weiß, ist das jetzt echt oder nicht.
Martin: Ja, genau dafür sind die gedacht. Und dazu passt eine aktuelle Meldung: Der Bundesgerichtshof hat eine Klage der Verbraucherzentrale gegen überhöhte Inkasso-Gebühren der Firma EOS Investment abgewiesen.
Nina: Abgewiesen? Das heißt, die Gebühren waren rechtens?
Martin: In diesem konkreten Fall ja, der BGH hat die Gebührenpraxis nicht beanstandet. Das heißt nicht automatisch, dass alle Inkasso-Gebühren okay sind, aber es zeigt, dass man solche Fälle rechtlich genau prüfen muss, bevor man widerspricht.
Nina: Und die letzte Warnung war jetzt, glaube ich, Buy now pay later, dieses Kaufen-jetzt-zahlen-später?
Martin: Genau, das wird ja immer beliebter beim Online-Shopping. Die Verbraucherzentrale warnt, dass sich Kleinbeträge schnell summieren können und man leicht den Überblick verliert, wie viel man eigentlich schon an offenen Raten hat.
Nina: Das kenne ich ehrlich gesagt von mir selbst [laughs]. Man klickt einmal auf später zahlen und denkt gar nicht mehr dran.
Martin: Genau da liegt das Risiko. Kommen wir zu einem konkreten Fall, der uns erreicht hat: Die Santander Consumer Bank bietet beim Kreditabschluss offenbar sehr aktiv eine Versicherung namens Santander Protect an.
Nina: Was ist das für eine Versicherung?
Martin: Eine Art Existenzschutz, die zum Beispiel bei Arbeitslosigkeit oder Krankheit einspringen soll. Die Verbraucherzentralen warnen aber, dass sie relativ teuer ist und beim Kreditabschluss nicht zwingend nötig ist, auch wenn manchmal der Eindruck entsteht.
Nina: Also man wird quasi gedrängt, das mit abzuschließen?
Martin: So beschreiben es zumindest mehrere Beschwerden. Wichtig ist: Ein Kredit funktioniert grundsätzlich auch ohne diese Zusatzversicherung. Wer sich unter Druck gesetzt fühlt, kann und sollte das ruhig hinterfragen und sich Zeit für die Entscheidung nehmen.
Nina: Gut, das merk ich mir. Was gibt's denn Neues von der großen Geldpolitik?
Martin: Da wird's ein bisschen ernster. EZB-Direktorin Isabel Schnabel hat den aktuellen Anstieg der Energiepreise als besorgniserregend bezeichnet. Erdöl und Erdgas werden auf den Weltmärkten wieder teurer.
Nina: Und was hat das mit meinem Alltag zu tun?
Martin: Steigende Energiepreise wirken sich am Ende auf viele andere Preise aus, vom Transport bis zur Produktion. Das erhöht den Druck auf die Inflation und damit indirekt auch auf die Zinspolitik der EZB. Gleichzeitig reagieren die Anleihemärkte schon, die Renditen für Staatsanleihen steigen weiter.
Nina: Heißt das dann auch höhere Zinsen für normale Kredite, also zum Beispiel für einen Hauskredit?
Martin: Das kann sich mittelfristig auswirken, ja, aber das ist keine automatische Einbahnstraße. Ich will hier auch keine Prognose abgeben, das wäre reine Spekulation. Wichtig für Verbraucherinnen und Verbraucher ist einfach: Die Energiepreise bleiben ein Unsicherheitsfaktor, den man im Blick behalten sollte, gerade bei der Heizkostenplanung für den Winter.
Nina: Verstehe. Und zum Schluss hattest du noch was zur Energiepreispauschale, dieser 300-Euro-Zahlung von vor ein paar Jahren?
Martin: Genau, der Bundesfinanzhof hat jetzt entschieden, dass diese Pauschale zu Recht der Einkommensteuer unterworfen wurde. Ein Arbeitnehmer hatte geklagt, weil Minijobber die 300 Euro steuerfrei bekommen haben, er aber nicht.
Nina: Das fühlt sich erstmal ungerecht an, oder?
Martin: Auf den ersten Blick schon, aber das Gericht sagt, das sei eine gerechtfertigte Ungleichbehandlung, weil einkommensschwächere Gruppen so gezielt entlastet werden sollten. Wer also die Pauschale 2022 über den Arbeitgeber bekommen hat, für den bleibt es bei der Steuerpflicht.
Nina: Und für Rentnerinnen und Rentner, ist das auch geklärt?
Martin: Nein, da gibt es noch drei offene Verfahren. Die Argumentation dort ist ähnlich, nur eben im Vergleich zu Studierenden und Berufsschülern, die die Pauschale steuerfrei erhalten haben. Da bleibt also abzuwarten, wie der Bundesfinanzhof das noch entscheidet.
Nina: Okay, dann heißt es für Betroffene wohl: dranbleiben und die weitere Entwicklung beobachten.
Martin: Genau, und im Zweifel bei individuellen Fragen zur eigenen Steuererklärung lieber fachlichen Rat einholen, das können wir hier natürlich nicht ersetzen.
Nina: Ganz schön viel Stoff heute, von der Krankenkasse bis zur EZB [laughs].
Martin: Ja, aber im Kern geht's überall um dasselbe: informiert bleiben, sich nicht unter Druck setzen lassen, sei es bei Versicherungen, Krediten oder Inkassoforderungen, und bei Geldanlagen skeptisch bleiben, wenn Versprechen zu schön klingen.
Nina: Und bei den größeren Themen wie Energiepreisen und Zinsen einfach die Entwicklung im Blick behalten, ohne gleich in Panik zu geraten.
Martin: Genau so. Das war's für heute von uns. Dieser Podcast wird vollständig mit Künstlicher Intelligenz erstellt, alle Quellen und Hintergründe zu den heutigen Themen findet ihr auf unserer Website.
Nina: Danke fürs Zuhören, und bis zur nächsten Folge von Geld und Alltag.
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